CFP: Closure #5: „Scheitern“

Publication
Kieler e-Journal für Comicforschung #5 (November 2018)
Stichtag: 01.12.2017

Offener Themenbereich
Im Herbst 2018 wird CLOSURE wieder allen Facetten des akademischen Comic-Diskurses ein Forum bieten. Von Kultur-, Bild- und Medienwissenschaften bis zu Sozial- oder Naturwissenschaften und darüber hinaus: CLOSURE setzt auch in seiner fünften Ausgabe auf Aufsätze und Rezensionen, die den ›state of the comic‹ verhandeln. Ob Detailanalyse, Comic-Theorie oder innovative Neuansätze – für den offenen Themenbereich begrüßen wir möglichst vielseitige Beiträge aus dem interdisziplinären Forschungsfeld ›Comic‹.

Schwerpunkt: »Scheitern«
Der Fokus im Themenbereich #5 liegt auf dem Thema »Scheitern«. Ein Stoff, aus dem Helden gemacht sind? Aber ja! Ob persönliches Versagen oder globales Scheitern: Missgeschicke und Defizite erleben als Gegenpol zum Perfektionismus heute eine Neubewertung im öffentlichen Diskurs und somit natürlich auch im Comic. Die gesellschaftlichen Dimensionen des Scheiterns sind dabei genauso präsent wie formale oder auch narrative Formen. Von den tragikomischen Erlebnissen des ewigen Pechvogels Charlie Brown über die allzu realistischen Rückschläge der Maggie Chascarillo bis zur Unfähigkeit, glücklich zu sein in Adrien Tomines Intruders – wie geht der Comic visuell und narrativ mit solchen Episoden um?

Der Themenschwerpunkt umfasst (ist aber nicht beschränkt auf):

Scheitern als Erzählstrategie:
◦ Niederlage oder Sieg – alles eine Frage der Perspektive?
◦ Versagensängste: Emotion und Empathie als narratives Element
◦ Das ewige Scheitern des Bösen: Möglichkeiten der (Neu-)Erzählung
◦ Nach dem Scheitern: Katharsis und Apokalypse oder wie man aus den Fehlern lernt

Figurenkonzeption und -darstellung
◦ Die Kunst des Scheiterns: Helden- und Mythenbildung mittels Versagen
◦ Held_innen und Anti-Held_innen
◦ Queer failure

Narratives und visuelles Scheitern:
◦ Comic-Art und Fragmentierung
◦ Ästhetik und Non-narrative
◦ Das Scheitern der Form (Panelgrenzen, Zusammenspiel von Text und Bild)

Intermediales Scheitern:
◦ Verlagsversagen: misslungene Ansätze, fehlgesteuertes Marketing, fehlende Diversität etc.
◦ Gescheiterte Karrieren, Kooperationen, Reihen
◦ Unvollendete Comics
◦ Scheitern aus Prinzip: DIY und Underground
◦ Ein scheiterndes Medium? Markt, Anerkennung, kulturelles Kapital

Bitte senden Sie Ihr Abstract zum offenen Themenbereich oder zum Schwerpunkt (max. 3000 Z. inkl. Leerzeichen) sowie eine kurze bio-bibliographische Angabe bis zum 01. Dezember 2017 an:
closure@comicforschung.uni-kiel.de
Die fertigen Beiträge (35.000–50.000 Z. inkl. Leerzeichen) werden bis zum 30. März 2018 erwartet. Weitere Informationen zum e-Journal CLOSURE sowie die bisherigen Ausgaben finden Sie unter www.closure.uni-kiel.de

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