Ankündigungen & Berichte

Ausschreibung: Workshop zu Comicjournalismus in Hamburg

Termin:
06.03.2017 - 12.03.2017

Logo_Workshop in HHVom 6. bis 12 März 2017 organisiert der Deutsche Comicverein e.V. auf dem Kunst- und Mediencampus Hamburg einen Workshop unter dem Titel „Alphabet des Ankommens“. Teilnehmen können Journalist_innen und Comiczeichner_innen mit und ohne Fluchterfahrung, die ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben. Die Arbeitssprache während des Workshops ist Englisch. Wer teilnehmen möchte, wird gebeten, eine Bewerbung (Lebenslauf auf Deutsch oder Englisch und drei kurze Arbeitsproben in der eigenen Muttersprache) bis zum 31.1.2017 an lilian.pithan@deutscher-comicverein.de zu schicken.

Ausschreibung:

„Was bedeutet es, alles hinter sich zu lassen und in einem fremden Land neu anzufangen? Welche Herausforderungen stellen sich, was sind die Chancen? Journalistische Reportagen und Comics zu diesem Thema gibt es viele. Aber Comicreportagen? Die sucht man fast vergeblich.
Deshalb organisiert der Deutsche Comicverein e.V. vom 06. bis 12.03.2017 einen Workshop in Hamburg, in dessen Rahmen 26 Comicreportagen über den Neuanfang in einem fremden Land entstehen sollen. A wie Asyl, B wie Bescheinigung oder C wie Chancengleichheit: Unter dem Titel »Alphabet des Ankommens«
arbeiten Comiczeichner_innen und Journalist_innen in Zweierteams an Geschichten über Heimat, Überleben im Exil und die vielen unterschiedlichen Gründe für Aus- und Einwanderung.“

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Veranstaltungsreihe Minden „Gewalt und Krieg im Comic“

Termin:
03.12.2016 - 09.03.2017

vhs-plakatfolder-comic_final-2_kleinDie Ausstellung “Fakten und Fiktionen – KriegsFamilienGeschichten im Comic” (auf die wir bereits hingewiesen hatten) war nur der Beginn einer großen Veranstaltungsreihe zum Rahmenthema „Gewalt und Krieg im Comic“ in Minden. In gemeinsamer Organisation der VHS Minden, des Mindener Geschichtsvereins, des Mindener Museums, des Kulturbüros der Stadt Minden, der Stadtbibliothek Minden und etage eins wurde nun das vollständige Programm veröffentlicht. Unter den Beiträgen sind neben vielen Workshops, Filmvorführungen, Leseshows und Fortbildungen zum Thema Comic auch Vorträge der ComFor-Mitglieder Ralf Palandt, Bernd Dolle-Weinkauff und Anna Gabai.

Programmübersicht:

ab 03.12. 2016: Ausstellung Fakten und Fiktionen:

KriegsFamilienGeschichten, Mindener Museum

06./07.01. 15:30 Uhr, Workshop Kulturrucksack:
Comic-Helden Zeichenworkshop (Klaus Scherwinski und Jörg Jaroschewitz), Stadtbibliothek/etage eins

20./21.01. 15:30 Uhr, Workshop Kulturrucksack:
Comics und Cartoons zeichnen – Figuren erfinden (Stefan Mayr), Kinder- und Jugendkreativzentrum Anne Frank

26.01. 19:00 Uhr, Vortrag: Kriegsberichterstattung und Cartoons (Ulrich Tilgner),
Kleines Theater am Weingarten

02.02. 19:00 Uhr, Vortrag: Braune Comics?! (Ralf Palandt),
Hansehaus

03.02. 8:00 Uhr, Vortrag: Braune Comics?! (Ralf Palandt),
Herder-Gymnasium

16.02. 19:00 Uhr, Vortrag: Gewaltinszenierungen im Comic (Prof. Dr. Bernd Dolle-Weinkauff),
Kleines Theater am Weingarten

23.02. 19:00 Uhr, Vortrag: Herodot, Leonidas und die „Achse des Bösen“ – Frank Millers Comic „300“ (Uschi Bender-Wittmann),
Kleines Theater am Weingarten

24.02. 14 :00Uhr, Fortbildung: Comics und Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen (Anna Gabai),
Stadtbibliothek

24./25.02. 15:30 Uhr, Workshop Kulturrucksack:
Comics und Cartoons zeichnen – Figuren erfinden (Stefan Mayr),
Jugendhaus Juxbude

02.03. 10:30 Uhr, Comics, Splatter, Graphic Novels
krasse Bilder, harte Stories, Leseshow für Jugendliche (Frank Sommer),
Kleines Theater am Weingarten

03.-05.03. 17:00 Uhr, Vom Leben gezeichnet (Jessica Koppe):
Comic-Workshop für Erwachsene, VHS Minden

03.03. 19:00 Uhr, Film mit Einführung: »Tardi – Schwarz auf Weiß« (Einführung durch Iris Praefke,),
Kleines Theater am Weingarten

09.03. 19:00 Uhr, Finissage: Geschichte ohne Fußnoten – (Dr. Susanne Brandt)
Wie viele Quellen und Forschung stecken in einem Comic?, Mindener Museum

14 02.-05.06. Exkursion:
„La Grande Guerre“ Kriegsgedenken und Erinnerungskulturen an Kriegsschauplätzen des 1. Weltkriegs in Belgien und Frankreich

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Verleihung des Roland Faelske-Preises 2016

Termin:
02.12.2016 17 uhr

Am Freitag, den 2. Dezember 2016 findet um 17:00 Uhr die Verleihung des Roland Faelske-Preises für die besten Abschlussarbeiten und Dissertationen im Bereich Comic und Animationsfilm statt. Neben der Überreichung der Preise an Johannes C. P. Schmid (Shooting Pictures, Drawing Blood. The Photographic Image in the Graphic War Memoir) und Dr. Christian A. Bachmann  (Metamedialität und Materialität im Comic. Zeitungscomic – Comichefte – Comicbuch) wird Dr. Christina Meyer (Uni Siegen) einen Gastvortrag zum Tema „Wie man Comics lesen kann“ halten.

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Roland Faelske-Preis 2016

Einband_Bildnarrative2.inddAlle zwei Jahre vergibt die Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) der Universität Hamburg zusammen mit der Roland Faelske-Stiftung den „Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm“. Der seit 2010 ausgelobte Preis für akademische Arbeiten im Bereich der Comic- und Animationsfilmforschung geht dieses Jahr an Johannes C. P. Schmid (Masterarbeit) und Christian A. Bachmann (Dissertation). Die offizielle Verleihung findet am Freitag, den 2. Dezember in Hamburg statt.

Pressetext:

„Soeben wurden die beiden Preisträger für den Roland Faelske-Preis 2016 für die besten Abschlussarbeiten und Dissertationen  im Bereich Comic- und Animationsfilmforschung ermittelt: Johannes C.P. Schmid erhält den Preis für seine Masterarbeit „Shooting Pictures, Drawing Blood. The Photographic Image in the Graphic War Memoir“ (Universität Hamburg 2015; veröff. im Christian A. Bachmann Verlag 2016), und Christian A. Bachmann erhält den Preis für die beste Dissertation für seine Schrift „Metamedialität und Materialität im Comic. Zeitungscomic – Comichefte – Comicbuch“ (veröff. im Christian A. Bachmann Verlag, 2016). Jurymitglieder waren Prof. Joan Bleicher, Prof. Carola Wiese, Gudrun Faelske, Johann Ulrich, Michael Hueners und Prof. Astrid Böger (Vorsitz).“

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Preisträgerin des Berthold Leibinger-Comicbuchpreises 2017

Brenneisen_kleinTina Brenneisen wird für Ihren Comic „Das Licht, das Schatten leert“ mit dem Comicbuchpreis 2017 der Berthold Leibinger Stiftung ausgezeichnet, der in diesem Jahr zum dritten Mal ausgeschrieben wurde. Er wird jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

Presseinformationen:
Tina Brenneisen, 1977 in Dresden geboren, studierte Psychologie und Philosophie an der TU Dresden und der FU Berlin. Sie arbeitet unter dem Pseudonym PoinT als Comiczeichnerin und Karikaturistin in Berlin und ist Gründerin der Parallelallee, einem kleinen, unabhängigen Verlag für Comics und illustrierte Literatur.

Thomas von Steinaecker begründet das Votum folgendermaßen: „Die Fallhöhe bei diesem Thema ist gewaltig: In „Das Licht, das Schatten leert“ verarbeitet die Autorin eine Totgeburt. Sie tut dies mit einer Schonungslosigkeit gegenüber sich selbst, die zunächst schockiert. Der anschließende Versuch, zurück in die Normalität zu finden, gestaltet sich dann ebenso quälend wie auch überraschend witzig in seinem Erfindungsreichtum. Ein autobiografischer Comic über ein unbequemes, aber wichtiges Thema, der mit seiner schönen Kolorierung und den halbrealistischen Figuren in gleicher Weise zu Tränen rührt wie – und das ist kein kleines Wunder – schmunzeln lässt.“

Auch die Finalisten erhalten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro von der Berthold Leibinger Stiftung. Die neun ausgezeichneten Finalisten sind:
Hannah Brinkmann: Hermann
Paula Bulling: Dreiecke
Kristina Gehrmann: Der Dschungel
Thomas Gilke: Ali – hard to be humble
Serpentina Hagner: Der schlimmheilige Miggle
Julia Hoße: Zeitlinien
Marie Pohl/Marijpol: Mäandern
Frank Schmolke: Nachts im Paradies
Sebastian Stamm: The Stüffens: Die unmögliche Zutat

Die Preisverleihung mit Ausstellungseröffnung zu Das Licht, das Schatten leert, von Tina Brenneisen findet im Mai 2017, im Literaturhaus Stuttgart statt. Anschließend wandert die Ausstellung an weitere Standorte.

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Comics und Comicforschung in der Regensburger Verbundklassifikation – AP 88500-89999

Ein Gastbeitrag von Matthias Harbeck

Populäre Medienformen wie Comics in ihrer ganzen Vielfalt (aber z.B. auch Computer- und Videospiele oder TV-Serien) wurden lange Zeit nicht nur in der Erwerbungspolitik wissenschaftlicher Bibliotheken vernachlässigt, sondern fanden in der Folge auch kaum Berücksichtigung in den Aufstellungssystematiken der Freihandbibliotheken (also den thematischen Bereichen nach denen die Bücher in den Regalen aufgestellt werden). Wie man an den wachsenden Mitgliederzahlen der Gesellschaft für Comicforschung und der steigenden Zahl Publikationen zum Thema sehen kann, haben sich in den letzen 30 Jahren die wissenschaftlichen Paradigmen geändert, es hat unzweifelhaft eine verstärkte akademische Auseinandersetzung mit derartigen populären Materialien eingesetzt und mittlerweile haben auch endlich die wissenschaftlichen Bibliotheken begonnen, Comics und vor allem die Forschung zu ihnen zu sammeln. Einige größere Sammlungen sind so bereits entstanden oder im Entstehen begriffen (siehe „Comic-Bibliotheken in Deutschland“ und „Bibliothekenrundschau“; außerdem „Superhelden an der Staatsbibliothek“).

Klassifikatorisch, d.h. durch ihre Themenzuordnungen in Aufstellungssystematiken, haben die Bibliotheken allerdings mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten: In der am weitesten im deutschsprachigen Raum verbreiteten wissenschaftlichen Aufstellungssystematik, der Regensburger Verbundklassifikation (RVK), fanden sich bis zum Frühjahr 2016 abgesehen von kleineren Anpassungen bei der Japanologie lediglich Einzelstellen in einzelnen Fächern, wo man Comics und ihre Sekundärliteratur bündeln kann. Diese so genannten Systemstellen reichen weder aus, um Bibliotheken mit entsprechenden Beständen und Schwerpunkten eine differenzierte Aufstellung zu ermöglichen, noch lassen sich mit ihnen Inhalte und formale Unterschiede von Comics und der Literatur über sie darstellen und für das Informationsretrieval in digitalen Katalogen nutzen. Comicforscher_innen müssen sich mühsam ihre Literatur an verschiedenen Stellen der Bibliotheken zusammensuchen.

Um diese ungünstige Situation zu beheben hatte die Bibliothekarin Dr. Angelika Steinmaus-Pollak von der Universitätsbibliothek Regensburg bereits 2013 angeregt, einen differenzierteren Systemabschnitt in der RVK für Comics und Comicforschung zu schaffen. Gemeinsam mit Comicforscher und Bibliothekar Matthias Harbeck von der Humboldt-Universität zu Berlin und Sacherschließungsspezialist Michael Franke-Maier von der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin wurde dann in einem langwierigen Abstimmungsprozess eine Systematik erarbeitet, die im Bereich „A – Allgemeines“ der Systematik und dort im Untergebiet „AP – Medien- und Kommunikationswissenschaften, Kommunikationsdesign“ verortet ist: „AP 88500 – AP 89999 Comics und Comicforschung“. In diesem Prozess wurde auch das Feedback der Comfor eingeholt und in Teilen eingearbeitet. Sie orientiert sich im Aufbau an der auch unter AP eingeordneten Filmwissenschaft, allerdings kombiniert mit einem Bereich für Primärliteratur, der ein sehr differenziertes Länderspektrum bietet. Diese Lösung war ein Kompromiss aus dem Bestreben der Regensburger Verantwortlichen keine stark abweichende Insellösung zu schaffen und dem Wunsch der Berliner Kollegen eine reduzierte deutsch- und eurozentrierte Regionalaufteilung zu vermeiden.

Der jetzt seit Mitte Juni freigeschaltete RVK-Systemabschnitt Comics und Comicforschung soll das grundsätzliche Desiderat einer differenzierten Aufstellungsmöglichkeit und der Trennung von Primär- und Sekundärliteratur beheben und denjenigen Bibliotheken, die entsprechenden Bedarf sehen und haben, eine Möglichkeit bieten ihre Bestände adäquat abzubilden. Natürlich bleiben auch bei diesem Ansatz offene Punkte und Dinge, die aus Comicforschungssicht auch anders gelöst hätten werden können: Bildet man stilistisch-kulturelle Unterschiede wie z.B. partiell noch zwischen Manga und Comic (bspw. von den gängigen Publikationsformaten) ab? Lässt man transnationale Verlagsproduktionen (z.B. Disney, Marvel) beieinander? In beiden Fällen haben sich die Autor_innen aus pragmatischen Gründen dagegen entschieden: Auch Bibliothekar_innen, die keine Comicexpertise besitzen, sollen ohne große Recherche Primärliteratur bearbeiten können. Hierfür ist das Produktionsland als maßgebliche Orientierung praktikabel. Entscheiden muss sich die jeweilige Bibliothek nur noch, ob sie Übersetzungen beim Original oder im herauskommenden Land aufstellen will, diese Information ist aber im Regelfall in den Comics enthalten. Ein weiteres Entscheidungsfeld ist die Frage, ob bei abgeschlossenen Werken von zwei Personen nach Künstler_in oder Autor_in aufgestellt wird. Auch hier muss die jeweilige Bibliothek eine Grundsatzentscheidung fällen.

Auch wenn nicht allen Comicforscher_innen alle Systemstellen sinnvoll oder adäquat benannt vorkommen mögen und die oben genannten Fragen diskutiert werden können – das wichtige Ziel einer Verankerung der Comicforschung als offizieller und gut sichtbarer und ausdifferenzierter Bereich in einer etablierten und weit verbreiteten wissenschaftlichen Bibliotheksklassifikation/Aufstellungssystematik ist erreicht und stellt einerseits einen Meilenstein auf dem Weg zur fortschreitenden Institutionalisierung der Comicforschung und andererseits schlichtweg eine Arbeitserleichterung für Bibliothekar_innen und Bibliotheksbenutzer_innen die mit Comicbeständen arbeiten dar.

Weitere Literatur zum Thema:

– Thomas R.: „Die Comicwissenschaft in der Regensburger Verbundklassifikation“, in: Neunte Kunst, 20. Juni 2016.

– Matthias Harbeck und Michael Franke-Maier: „Superman = Persepolis = Naruto? Herausforderungen und Probleme der formalen und inhaltlichen Vielfalt von Comics und Comicforschung für die RVK“, 2016 auf: BIB Opus Publikationsserver (zit. 23.07.2016, publ. 15.02.2016).

Comic-Ferienworkshop in Kiel

Comic-Ferienworkshop_ZBW KielAm 24. August 2016 lädt das Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) in Kiel Kinder von 9-11 Jahren dazu ein, ihre Visionen zum Forschungsalltag zu teilen. Der Comic-Ferienworkshop zum Thema „Wie arbeiten Forschende in 20 Jahren?“ findet von 10 bis 15 Uhr statt. Die Kinder werden das Zeichnen von Comics mit einem Comiczeichner üben und so ausdrücken welche Ideen sie mit Forschung verbinden und welche Arbeitsweisen sie sich für die Zukunft vorstellen. Interessenten können ihre Kinder noch bis zum 10. August für den Workshop anmelden.

Veranstaltertext:

„Du zeichnest gern und hast coole Ideen? Du findest Comics toll und willst mehr über Forschung erfahren? Dann bist du hier richtig! Was meinst Du: Wie sieht Forschung in 20 Jahren aus? Gibt es dann nur noch Roboter – und wie arbeiten sie? Oder beamen sich ForscherInnen von Ort zu Ort? Wir sind gespannt auf Deine Ideen!
Wenn Du Comics gerne liest und schon immer mal wissen wolltest, worauf Du dabei achten solltest, dann bist Du bei unserem Comic-Ferienworkshop genau richtig!“

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Tagungsbericht „Geschichte und Mythos in Comics“

Termin:
27.04.2016 - 30.04.2016

Logo_Universität LeipzigIm April 2016 fand an der Universität Leipzig die interdisziplinäre Konferenz „Geschichte und Mythos in Comics und Graphic Novels“ statt, bei der auch einige ComFor-Mitglieder vertreten waren (u.a. Bernd Dolle-Weinkauff, Felix Giesa, Nina Heindl und Véronique Sina). Die von Tanja Zimmermann und Kerstin Borchhardt ausgerichtete Tagung „befasste sich mit den Transformationsprozessen tagespolitischer sowie historischer Ereignisse in dem Bereich des Mythos in Comics und Graphic Novels“ und versammelte zahlreiche Beiträge zu Comics aus den unterschiedlichsten Kulturräumen. Nun ist ein umfassender Tagungsbericht von Sandra Kriebel (Institut für Kunstgeschichte, Universität Leipzig) auf den Seiten von H-Soz-Kult erschienen.

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Neue Comiclesereihe “Kontaktcenter” im B-Movie Hamburg

Termin:
21.06.2016 20uhr

comiclesungVeranstaltertext:

„Am 21. Juni um 20 Uhr wird die neue Lesereihe “Kontaktcenter – Comiclesungen“ erstmalig im Hamburger Kino B-Movie stattfinden. Die unter anderem von Sascha Hommer und dem Hamburger Comicladen Strips & Stories organisierte Veranstaltung bietet ComicautorInnen vier Mal im Jahr die Gelegenheit, ihre Arbeiten in einem cineastischen Ambiente zu präsentieren. Zum Auftakt mit Paula Bulling, Max Baitinger, Magdalena Kaszuba, Nacha Vollenweider und Moritz Wienert.“

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Comicbuchpreisverleihung der Berthold Leibinger Stiftung an Uli Oesterle für „Vatermilch“

Termin:
25.04.2016 18h

VatermilchAm heutigen Montag, dem 25. April 2016, wird bereits zum zweiten Mal im Literaturhaus Stuttgart der Comicuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung verliehen. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und wird für eine noch nicht publizierte, hervorragende, deutschprachige graphic novel vergeben. Mit der diesjährigen Preisverleihung werden zum ersten Mal auch die 9 Finalisten mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 EUR geehrt.

Die Finalisten 2016 waren:
„Röhner“ von Max Baitinger
„Nepenthes“ von Neele Bunjes
„Wie im Paradies“ von Sheree Domingo
„Ein Tag ohne Gestern“ von Franziska Ruflair
„XES“ von Eric Schneider
„IKON“ von Simon Schwartz
„Das Shangri­la Motel“ von James J. Turek
„Süsse Zitronen“ von Burcu Türker
„Fußnoten“ von Nacha Vollenweider

Aus der Pressemitteilung: Oesterle selbst fasst das Thema des prämierten Bandes so zusammen: „‘Vatermilch‘ erzählt die fiktive Biografie eines alkoholkranken Markisenvertreters. Sein Versagen als Vater, Schuld, Obdachlosigkeit, Läuterung, schwere Krankheit, Wiedergutmachung und die Auswirkungen dieser Bemühungen auf seinen mittlerweile erwachsenen Sohn und dessen eigene Vaterschaft.“ Oesterle, 1966 in Karlsruhe geboren, lebt heute mit seiner Frau und zwei Kindern in München. David Basler, Jurymitglied und Verleger von Edition Moderne in Zürich, meint in seiner Laudatio auf Oesterle. „… Uli Oesterle ist ein Comiczeichner, der zwar nicht vom Comic-
Schaffen leben kann, aber der sein unbestreitbares, großes Zeichentalent mit professionellem Comic­Handwerk verbindet.“

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