Vorträge & Tagungen

AG-Comicforschungstagung in Gießen: „Graphic Realities“

Ende Februar 2018 findet an der Justus-Liebig-Universität Gießen eine internationale Tagung der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) in Kooperation mit dem Gießener
International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) statt. Die von Laura Schlichting (Gießen) und Johannes C.P. Schmid (Hamburg) ausgerichtete Veranstaltung trägt den Titel „Graphic Realities: Comics as Documentary, History, and Journalism“. Das Programm umfasst vier Sektionen mit insgesamt 12 Vorträgen internationaler Beiträger_innen. Zu den geladenen Referent_innen, die das Programm bereichern werden, zählen Prof. Dr. Jörn Ahrens (Justus-Liebig-Universität Gießen), Dr. Nina Mickwitz (University of the Arts London), Prof. Dr. Dirk Vanderbeke (Friedrich-Schiller-Universität Jena) sowie Prof. Dr. Wibke Weber (Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Winterthur).

Anmeldungen zur kostenfreien Teilnahme an der Tagung sind bis zum 10.02.2018 möglich unter graphicrealities@gcsc.uni-giessen.de

Veranstaltertext:
„While comics have traditionally been associated with fictional, especially funny and/or fantastic stories, they have in recent decades become a major vehicle for nonfiction, as well. This development coincides with a time that has been described as ‘post-truth’, in which established news media face a crisis of confidence. The turn towards comics is a turn towards a medium, which inherently promotes simplification and exaggeration. Cartoon imagery thus immediately exhibits the subjectivity of the artist and her or his interpretation – but what could be considered a hindrance towards factual reporting has become an important resource. The overt display of subjectivity and medial limitations as a show of honesty has been described as an authentication strategy of graphic nonfiction. In contrast to formats based on camera-recorded images like photography and film nonfiction comics cannot lay claim to indexing premedial reality. Rather, individual graphic styles index their own creator who as witness becomes the main authenticator. Thus, comics shift the weight of authentication from medial prerequisites towards their authors and artists and thus the textual properties referencing them. One of the questions that will be discussed at the conference is thus the relation of inherent medial properties of comics as vehicle for nonfiction.
While among graphic nonfiction life writing in particular has received widespread scholarly attention, this conference will focus on recent approaches to comics as documentary, history, and journalism. As opposed to graphic memoirs in which authors reflect upon their own lives and experiences, these works focus on the lives and experiences of others. Thus, authors and artists need to do justice towards their subjects, as well as to their own experience and negotiate their own voices within their stories. This becomes especially relevant as a majority of graphic reportages centers around highly traumatizing crises and catastrophes, such as war, displacement, natural disasters, and oppression. The conference is intended to explore how authors and artists utilize the medium of comics for nonfiction and address these ‘graphic realities’.“

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Vortrag „Mickey und der Golem“ in Freiburg

Am 14. Dezember 2017 spricht ComFor-Mitglied Ole Frahm im Freiburger Restaurant Laterna Magika über „Mickey und der Golem. Reflexionen der Judenvernichtung im Comic“. Veranstaltet wird der Vortrag vom ça ira Verlag.

Kurzbeschreibung:

„An die Vernichtung der Juden wird in Deutschland bis heute vorrangig durch Fotografien erinnert, die von überzeugten Nationalsozialisten aufgenommen wurden. Weder die wenigen Aufnahmen des Sonderkommandos in Auschwitz noch die vielen, oft seriellen Häftlingszeichnungen sind im deutschen Bildgedächtnis weit verbreitet. Nicht erst seit MAUS – A Survivor’s Tale von Art Spiegelman ist in Comics ein anderes Bildgedächtnis etabliert. Dieses reflektiert, wie in MAUS, die Überlieferung selbst, kann aber auch, wie z.B. in Breath of Bones. A Tale of the Golem von Steve Niles, Dave Wachter und Matt Santoro, eine andere Bildwelt entwickeln. Dies sind nicht unbedingt nur nachträgliche Versuche, schon 1942 hat Horst Rosenthal mit Mickey in Gurs gezeigt, dass sich mit Comic-Figuren die Judenverfolgung reflektieren lässt. Doch vor allem stellen die Comics die Frage, in welchen Bildern an den Holocaust erinnert wird und welche andere Erinnerung jenseits des in Deutschland favorisierten Täterblicks möglich wäre.“

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Comic-Vorträge zum Dies Academicus der Uni Bonn

Termin:
06.12.2017 10.15h-12.00h

Joachim Trinkwitz und Rolf Lohse, die Organisatoren der 12. ComFor-Jahrestagung, die am kommenden Wochenende in Bonn ausgerichtet wird, werden auch unmittelbar danach nicht zur Ruhe kommen. Für den Dies Academicus der Uni Bonn am Nikolaustag, dem 6. Dezember 2017, bieten sie zwei öffentliche Vorträge an, die gemeinsam der Materialität des Comics gewidmet sind.

Veranstaltertext:
„10.15–11.00 Uhr — Joachim Trinkwitz: Hands on! Interaktivität im Medium Comic
Im Umfeld des Comics hat sich, wie bei anderen populären Medien auch, eine vielfältige Partizipationskultur entwickelt. Fans beteiligen sich aktiv an Produktionsprozessen von Serien durch Leserbriefe, Mails und Forumsbeiträge, durch Fanart, Youtube-Videos und Cosplay. Darüber hinaus können Comics allein durch ihre materielle Geformtheit schon während des Lesens die Rezipienten zu eigenen Aktivitäten stimulieren, die über das bloße Umblättern von Seiten – die grundlegende Geste des Lesens – weit hinausgehen. Das, was häufig nur den elektronischen Medien nachgesagt wird, findet man auf kreative Weise auch im Druck auf Papier verwirklicht. Der Vortrag wird, anhand vielfältiger konkreter Beispiele, auf beide Arten von Interaktionsformen eingehen, die individuellen während der Rezeption und die sozial ausgerichteten danach.

11.15–12.00 — Rolf Lohse: Wenn der Comic sich selbst bespiegelt … Medienreflexivität und Komik in graphischen Erzählungen
Wie die Literatur und der Film erzählen auch Comics ihre Geschichten zumeist auf eine transparente Weise. Dann tritt das Medium Comic hinter der erzählten Geschichte zurück und dient rein als Transportmedium. Allenfalls unterscheiden sich solche Comics dann hinsichtlich der gewählten Darstellungsstile. »Hohe Literatur« und anspruchsvollere Filme zeichnen sich allerdings häufig dadurch aus, dass Passagen vorkommen, die die Medien Literatur oder Film thematisieren. In gewisser Weise »bespiegeln sich« literarischer Text und Film in solchen Passagen. Die Medienreflexivität gilt als Marker von Literarizität und Modernität. Medienreflexivität gibt es auch im Comic. Die Wirkung von Comicerzählungen, die das Medium thematisieren, kann frappierend sein. Denn häufig greifen in medienreflexiven Comics Figuren aus der dargestellten Welt über den ihnen normalerweise zukommenden Wirkraum hinaus auf Verfahren der räumlichen und zeitlichen Gestaltung zu, die üblicherweise ausschließlich vom Autor oder dem Erzähler eingesetzt werden können. An einigen jüngeren Beispielen aus dem Comic und dem Manga werden die Verfahren und Möglichkeiten »medienreflexiven« Erzählens erläutert und die Komikpotentiale solcher Verfahren thematisiert.“

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Vortrag Köln: „‚Kosher Nostra‘: Jüdische Verbrecherfiguren in Filmen und graphischen Narrativen“

Im Rahmen des Seminars „Inszenierungen von Geschlecht, Ethnizität und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien“ (Institut für Medienkultur und Theater, Universität zu Köln) wird Dr. Joanna Nowotny (Zürich) einen Gastvortrag zu dem Thema „‚Kosher Nostra‘: Jüdische Verbrecherfiguren in Filmen und graphischen Narrativen der jüngeren Vergangenheit“ halten, zu dem Interessierte herzlich eingeladen sind.
Seminarleitung: Dr. Véronique Sina;

 

Veranstaltertext: 
„Im US-amerikanischen Kulturraum waren jüdische Gangster wie Meyer Lansky und Benjamin ›Bugsy‹ Siegel in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts berüchtigt. Schon früh finden sich in den sogenannten Gangsterfilmen wie Let ʼEm Have It (Sam Wood, 1935) Echos der Faszination, die diese Gestalten auf die populäre Imagination ausübten. Doch solch frühe Darstellungen von Gangstern, die auf die eine oder andere Weise jüdisch codiert sind, blieben meist implizit. Erst in späteren Jahrzehnten traten in Filmen und Büchern gehäuft ausdrücklich jüdische Gangsterfiguren auf, da sie vor allem im Rahmen jüdischer Identitäts- und Männlichkeitsdiskurse wiederentdeckt wurden.

Der Vortrag nimmt sich ausgewählten (audio-)visuellen Repräsentationen jüdischer Gangster aus der jüngeren Vergangenheit an. Ein Fokus liegt dabei auf einem Medium, in dem sich erst seit Neuerem gehäuft jüdische Gangsterfiguren finden: Comics wie Brownsville (Neil Kleid und Jake Allen, 2006), Jew Gangster (Joe Kubert, 2005) oder United States of Murder (Bendis und Oeming, ab 2015) stehen im Zentrum der Analysen. Solche Gangsternarrative werden jeweils in einer Geschichte der Konstruktion jüdischer Männlichkeit verankert, die speziell auf die
Ambivalenzen von Gewalt und Friedfertigkeit abhebt, von Juden als Tough Jews (Paul Breines) oder Muskeljuden (im Sinne Nordaus) oder als friedliebende, altruistisch veranlagte menschen (Jiddisch, מענטש‏).

Auf der Flucht vor Recht und Gesetz versuchen die brutalen Gangster auf vielfältige Weise, Marker ihrer Identität abzulegen – jedoch meist ohne Erfolg. Es wird argumentiert, dass sich Gangsterfiguren deshalb besonders eignen, um über die Visibilität (oder auch die Unsichtbarkeit) jüdischer Identität in einer Kultur zu reflektieren, in der Juden, zumindest Juden aschkenasischer Abstammung, heutzutage weitgehend als white zählen, sich also Privilegien der Mehrheitsgesellschaft erarbeiten konnten.“

Workshop Tübingen: „Ordnungen und Rahmungen in visueller Satire“

Termin:
13.12.2017

Mitte Dezember findet in Tübingen ein gemeinsamer Workshop des SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“ (Universität Tübingen) und der Forschergruppe „Journalliteratur. Formatbedingungen, visuelles Design, Rezeptionskulturen“ (FOR 2288) (Ruhr-Universität Bochum) statt: „Ordnungen und Rahmungen in visueller Satire: Cartoons, Karikaturen und Einbild-Witze als medialer Reflexionsraum.“ Mit Dietrich Grünewald, Daniela Kaufmann und dem Co-Veranstalter Lukas R.A. Wilde sind auch zahlreiche ComFor-Mitglieder beteiligt. Der Workshop findet in der Keplerstraße 2,  Raum 081, 72074 Tübingen statt. Interessenten werden gebeten, sich bei lukas.wilde(ät)uni-tuebingen.de anzumelden.

Programm:

13:00:  Begrüßung und Eröffnung: Ordnungen und Rahmungen in visueller Satire – Cartoons, Karikaturen und Einbild-Witze als medialer Reflexionsraum
(Lukas R.A. Wilde)

13:30:  Strategien und Rezeptionsanforderungen der visuellen Satire
(Dietrich Grünewald)

14:30: Kaffepause

15:00:  Mikroskopische Ordnungen und kreisrunde Rahmen in der Karikatur des 19. Jahrhunderts
(Christian Bachmann)

16:00: Plug and Play – Schnittstellen zwischen Tierkarikatur und Tiercartoon
(Daniela Kaufmann)

17:00 Kaffeepause

17:30 Ohne Struktur und Rahmen? Das linksalternative Milieu der 70er und seine Karikaturen
(Ernst Henning Hahn)

18:30 Bildereignisse und Bildordnungen: Fotografische vs. gezeichnete Bilder vom 11. September 2001
(Lukas R.A. Wilde)

19:30 Abschluss und gemeinsames Abendessen

Veranstaltertext:
Verschiedene Formen der visuellen Satire bilden mindestens seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einen festen Teil unserer Medienkulturen. Sie fungieren als „Seismographen“ gesellschaftlicher Entwicklungen und reflektieren tagesaktuelle Themen. Häufig eingebettet in Tageszeitungen oder Journale besetzen Cartoons, Karikaturen und Einbild-Witze dabei durchaus eine widerständige Position gegenüber etablierten theoretischen Positionen. So scheint eine Klassifizierung nach Diskurstypen (etwa ästhetisch/fiktional vs. argumentativ/non-fiktional) Darstellungen kaum gerecht zu werden, welche bekannte Personen und Ereignisse des Zeitgeschehens in metaphorisch zugespitzten Situationen rekontextualisieren. Weder würde eine Rezipient_in hier einen „truth claim“ in der Weise unterstellen, dass die dargestellte Situation tatsächlich vorgefallen sei; noch lassen sich solche vorschnell unter einen fiktionalen „make-believe“-Rahmen bringen. Möglicherweise können Formen der visuellen Satire daher am treffendsten als medialer Diskursraum angesehen werden, in dem dieses „Differenzierungspotenzial“ stets mit ausgehandelt wird. In historisch variabler Weise kann in der visuellen Satire auf kulturelle Imaginationen reagiert werden. Anders als das photographische Bild strebt das handwerklich gemachte dabei nie dem Pol vollständiger Transparenz entgegen. Autorschaft oder gar Subjektivität eines verantwortlichen Akteurs, der seine Rezipientenschaft auf etwas Bestimmtes aufmerksam machen oder sie zu bestimmten Schlüssen bewegen möchte, bleiben hier geradezu sichtbar.

Der Workshop „Ordnungen und Rahmungen in visueller Satire“ interessiert sich daher in besonderem Maße für das Zusammenspiel von bildgestalterisch-formalen und diskursiv-semantischen Aspekten des visuellen Ordnens und Rahmens in Cartoons, Karikaturen, Einbild-Witzen und verwandten Formen. Hintergrund bildet hierbei die Annahme, dass Kommunikation unter anderem als soziale Aushandlung interpretativer Rahmungen angesehen werden kann, durch welche gesellschaftliche Ereignisse vorgeprägten oder strittigen Typen von Situationen zugeordnet werden. An solche können „Standard-Implikationen“ geknüpft sein, die von stereotypen oder kontroversen Rollen- und Funktionszuweisungen bis hin zu kompletten „Scripts“ reichen. Hier wird ein Zusammenhang deutlich zwischen der Kontingenz von Ordnungen, welche durch die Mittel des Humors und der „visuellen Pointe“ ausgestellt werden, sowie der identitätsbildenden Funktion eines gemeinschaftlich geteilten Hintergrundwissens, welches zum Verstehen dieser Pointen oft grundlegend vorausgesetzt werden muss. Die Beiträge des Workshops fragen daher aus interdisziplinärer Perspektive nach dem Zusammenhängen zwischen „Ordnungen“ und „Rahmungen“ von visueller Satire 1) im konkreten, bildgestalterischen Sinne, 2) als Einbettung in verschiedene kulturelle sowie medial-institutionelle Kontexte, an welche spezifische Rezeptionserwartungen geknüpft sind sowie 3) gegenüber den darin aufgerufenen, aufgegriffenen und reflektierten „sozialen Frames“.

Vortrag „KZ und Comics“ in Bochum

Termin:
28.11.2017

Am 28. November spricht Markus Streb zum Thema „KZ und Comics“ in der Bochumer Bar Goldkante. Der Fokus wird dabei auf frühen Darstellungen nationalsozialistischer Konzentrationslager in amerikanischen Comics liegen.

Kurzbeschreibung:

„Die Darstellung nationalsozialistischer Verbrechen in Comics hat spätestens seit der Veröffentlichung von Art Spiegelmans bahnbrechendem Werk Maus viel Beachtung gefunden.

Insbesondere nationalsozialistische Konzentrationslager wurden jedoch schon zeitgenössisch in Comics dargestellt. Im so genannten „Golden Age“ der amerikanischen Comics, das von 1938 bis 1955 reichte, fanden sich solche Darstellungen besonders in Superhelden-, Kriegs-, Abenteuer-, und Horrorcomics.

Im Vortrag wird gezeigt, auf welche Weise Konzentrationslager in amerikanischen Comics der 1940er und 1950er Jahre dargestellt wurden. Diese Darstellungen werden in Bezug zu dem gesetzt, was die US-amerikanische Gesellschaft über nationalsozialistische Verbrechen wissen konnte oder wollte. Es wird veranschaulicht, welche Rolle die Darstellung von Jüdinnen und Juden dabei spielt. Dabei werden wiederkehrende Motive, wie auch die Entstehungsgeschichte einzelner Comics vorgestellt.“

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Ringvorlesung „Migration und Krieg“ in Düsseldorf

Termin:
09.10.2017 - 22.01.2018

Seit Oktober veranstaltet der Arbeitskreis Graphisches Erzählen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eine Ringvorlesung zum Thema „Migration und Krieg in Graphischen Erzählungen“. Unter den sieben Vortragenden sind auch ComFor-Mitglieder zu finden; als Nächstes spricht Dietrich Grünewald zum Thema Migration im Comic.

Programm:

6. November 2017
Dietrich Grünewald, „Der Traum vom besseren Leben. Das Thema Migration im Comic“

20. November 2017
Dr. Michael Heinze, „‚What happens in the gutter?‘ – Formale Aspekte in Joe Saccos Journalism

4. Dezember 2017
Marina Ortrud Hertrampf, „Harraga en bande dessinée. Mittelmeer-Flüchtlinge in frankophonen Comics und Graphic Novels“

8. Januar 2018
Monika Schmitz-Emans, „Ziviles Leben in Kriegszeiten. Graphische Erzählungen aus dem Alltag der Weltkriege“

22. Januar 2018
Stephan Köhn, „Das Schicksal der Vertriebenen – Manshūkoku und das Ende der Kolonialpolitik in Satonaka Machikos Mädchenmanga Und morgen strahlt wieder die Sonne

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BERLINER COMIC-KOLLOQUIUM IM WS 2017/18

Comic-Kolloquium

Auch im Wintersemster 2017/18 findet ab heute wieder das Berliner Comic-Kolloquium unter der Organisaton von Matthias Harbeck, Linda-Rabea Heyden und Marie Schröer statt. Auf der Kolloquiums-Homepage wurde nun auch das vorläufige Programm  veröffentlicht. Die Runde tagt für gewöhnlich immer Mittwochs (heute zum Auftakt ausnahmsweise Montags, am 28.11. Dienstags) um 18:00 c.t. in der Mohrenstraße 40/41, Raum 211 der Humboldt-Universität. Interessierte sind herzlich willkommen.

Vorläufige Programmplanung:
(für Updates bitte die Ankündigungen auf der Homepage beachten)

30. Oktober: MARIE SCHRÖER
Le Blog BD zwischen Seifenoper und Subversion

8. November: NELLE CERNERO
Authentizitätserzeugung in Comic-Autobiografien: Alison Bechdels Fun Home und Marjane Satrapis Persepolis

15. November: JEFF THOSS
„Through the Proscenium Arch of the Comic Panel“: Intermedial Frames in Bryan Talbot‘s Alice in Sunderland

28. November (Achtung: diesmal an einem Dienstag und auf Englisch!): SAKSHI WASON
Regarding Two Ruptures In India: The Partition (1947) and The Emergency (1975-77)

17. Januar: CHRISTIAN A. BACHMANN
Teleskop & Co. Techniken des Betrachters in Karikatur und Comic um 1900

24. Januar: LINDA-RABEA HEYDEN
Großer Text in kleinen Bildern. Goethes Faust als Comic

31. Januar: MERLE KOCH
Vom Schlaf erfundene Comics – die Darstellung von Traumerinnerungen

7. Februar:: MATTHIAS HARBECK
Das Andere in amerikanischen Mainstream-Comics – einige quantitative Trends

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Workshop-Programm „Framing Comics | Comics rahmen 1900/2000“

Termin:
27.10.2017 - 28.10.2017

Wir hatten im Frühsommer bereits auf den Workshop „Framing Comics | Comics rahmen 1900/2000“ hingewiesen, der am kommenden Wochenende in Hamburg stattfinden wird: eine Kooperation der Forschungsprojekte „Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens von Graphic Novels“ (Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen (FÜR)“) sowie „Rahmungsexperimente. Bildergeschichten um 1900 in deutschen humoristisch-satirischen Blättern und als US-Zeitungscomics“ (DFG-Forschergruppe „Journalliteratur. Formatbedingungen, visuelles Design, Rezeptionskulturen“). Unter den Beitragenden befinden sich zahlreiche ComFor-Mitglieder, zudem gibt es sogar ein kleines Abendprogramm aus einer Keynote von Roger Sabin und einer Lesung von Simon Schwartz, so dass wir gerne noch einmal auf das vollständige Programm hinweisen. Auf der Veranstalterseite sind ebenfalls die Abstracts zu allen Beiträgen einsehbar.

Freitag, 27. Oktober 2017

12.30 BEGRÜßUNG//OPENING REMARKS

13.00 CHRISTINA MEYER (HANNOVER)
TRANSGRESSING FRAMES – FRAMING TRANSGRESSIONS: THE ROLE OF MATERIAL, MEDIAL, AND AESTHETIC BORDERS IN COMICS

14.00 CHRISTIAN A. BACHMANN (BOCHUM)
DOLL’S HOUSES, PAPER THEATRES: COMICS AND THE DIORAMIC PROSCENIUM AROUND 1900

15.00 PAUSE//BREAK

15.30 JEFF THOSS (BERLIN)
THROUGH THE PROSCENIUM ARCH OF THE COMIC PANEL: INTERMEDIAL FRAMES IN BRYAN TALBOT’S ALICE IN SUNDERLAND

16.30 ASTRID BÖGER (HAMBURG)
„THINGS ARE DIFFERENT NOW“: RE-FRAMING AUSTRALIAN IDENTITY IN PAT GRANT’S BLUE

19.00 LESUNG UND KÜNSTLERGESPRÄCH MIT
SIMON SCHWARTZ (HAMBURG/MAILAND)

Samstag, 28. Oktober 2017

09.00 ROGER SABIN (LONDON) // KEYNOTE
FRAMING BRITISH COMICS PRE-1914

10.30 PAUSE//BREAK

10.45 JOHANNES C.P. SCHMID (HAMBURG)
FRAMING STRATEGIES IN DOCUMENTARY COMICS

11.45 WOLFGANG HALLET (GIEßEN)
THE GRID PATTERN AS FRAME: THE REPRESENTATION OF THE MODERN WESTERN CITY IN GRAPHIC FICTION

12.45 MITTAGSPAUSE//LUNCH BREAK

14.00 SEBASTIAN BARTOSCH (HAMBURG)
HOW TO NOT FREEZE THE FRAMES OF MEDIALITY: LOOKING BACK AT OLD COMIC BOOKS

15.00 ANDREAS VEITS (HAMBURG)
SUBJEKTIVITÄT ALS RAHMEN. PAUL HORNSCHEMEIERS DIE DREI PARADOXIEN

16.00 PAUSE//BREAK

16.15 MONIKA SCHMITZ-EMANS (BOCHUM)
RAHMENWELTEN. MUSEUMS-COMICS ALS METACOMICS

17.15 ABSCHLUSS

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Konferenzprogramm „Stories of Illness/ Disability in Literature and Comics“

Termin:
27.10.2017 - 29.10.2017

Stories of Illness/ Disability in Literature and Comics.
Intersections of the Medical, the Personal, and the Cultural

PathoGraphics research group

Friedrich Schlegel Graduate School of Literary Studies
Freie Universität Berlin
www.fsgs.fu-berlin.de/pathographics

Veranstaltertext:
„This conference examines the ways in which knowledge and experience of illness and disability circulate within the realms of medicine, art, the personal and the cultural. Speakers address this question from a variety of different perspectives, including literary scholarship, comics studies, media studies, disability studies, the health humanities and sociology.

With a Keynote by Leigh Gilmore (Wellesley College): “Tainted Witness: Risking Aversion in Autobiographical Comics”. Places will be made available for free and on a first-come, first-served basis. To register, please email alexandrahu@zedat.fu-berlin.de between (but not before) 2-20 October 2017.“

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