GfM-Tagung „Medien-Materialitäten“ in Köln

Termin:
25.09.2019 - 28.09.2019

Von 25. bis 28. 9. 2019 findet wieder die Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft statt. Dieses Jahr lautet das Thema „Medien-Materialitäten“ und zeichnet das Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln organisatorisch verantwortlich. Einige unserer ComFor-Mitglieder sind ebenfalls involviert. Die Anmeldung ist bis zum 15. 09. über die Tagungswebsite möglich, auf der auch das Detail-Programm zu finden ist: https://gfm2019.de

Aus Sicht der Comicforschung sind folgende Events hervorzuheben:

Panel S4.02: „Comics und die Materialitäten von Mediengrenzen“
Donnerstag, 26.9.2019 | 15.30 – 17.30h
Ort: Seminarraum S 93, Philosophikum
Chair: Lukas R. A. Wilde
Vortragende:  Felix Brinker, Nina Heindl, Diego Alegría, Markus Engelns
Abstracts online

Diskussionsrunde S8.09: „Digitalzeichnen: Medialität und Materialität einer digitalen Praxis
Samstag, 28.9.2019 | 13.00 – 15.00h
Ort: Seminarraum S 73, Philosophikum
Chair: Tillmann Courth
Vortragende: Sascha Dörp, Millus und Niloo (Künstlerpaar), Lukas R. A. Wilde
Abstract online

Auch die AG Comicforschung trifft sich zum Austausch:
Mittwoch, 25.9.2019 | 15.30 – 16.30h
Ort: Seminarraum S 93, Philosophikum

Veranstaltungsankündigung:

„Im Zentrum der Jahrestagung steht die Frage nach dem Zusammenspiel von Medien und Materialitäten. In einem Zeitalter, das maßgeblich von kultureller, technischer und ökonomischer Konvergenz geprägt ist, rücken neben transmedialen auch transmaterielle Adaptionspraktiken in den Blick. Bedeutung wird nicht einfach übertragen, sondern obliegt neben den Anpassungen an ein bestimmtes Trägermaterial oftmals weiteren komplexen Aushandlungsprozessen. Aspekte der Sinnlichkeit und Wahrnehmung spielen dabei eine ebenso zentrale Rolle wie ihre technische Bedingt- und materielle Verfasstheit, welche nicht selten zwischen Persistenz auf der Ebene des Materials und Flüchtigkeit auf der Ebene der Performanz changiert.

Wenn sich Diskurse und Ideologien in Materialien einzuschreiben vermögen, Dinge Geschichten erzählen und Artefakte zum Auslöser von Handlungen werden, verdienen Medien und Materialitäten unsere wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Sie sind dabei jedoch ebenso wenig und ausschließlich in einem isolierten Funktions- und Alltagskontext eingebettet, wie sie durch den wissenschaftlichen Zugriff unberührt bleiben. Indem Gegenstände durch eine bestimmte Begrifflichkeit kontextualisiert und im Sinne einer von uns selbst vorgenommenen Autopsie erst eine wissenschaftliche Evidenz zugesprochen bekommen, werden sie auch erst von uns zum Sprechen gebracht – was wiederum Fragen nach Methoden, Konzepten und Verfahren aufwirft, mit denen wir die Dinge betrachten:

Wie treten ›Wissensdinge‹ als Gegenstände, Objekte und Artefakte in Erscheinung?
Wie werden unsere Erwartungshaltungen an bestimmte Inhalte durch mediale Container und ihre spezifischen Einkapselungen geprägt?
Welche Rolle spielen materielle Präfigurationen und implizite Handlungsanweisungen, die einen
bestimmten Umgang mit einem medialen Objekt nahelegen?

Das Thema der Jahrestagung ist bewusst breit gewählt und lässt sich auf zahlreiche medienwissenschaftliche Forschungszweige übertragen, von denen im Folgenden nur einige wenige exemplarisch Erwähnung finden.“

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