Neues aus der ComFor

Reportagecomics. Dokumentarische Comics. Comicbiographien: Bericht von 6. Jahrestagung der ComFor

Die diesjährige jährliche Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung fand unter Federführung von Prof. Dr. Thomas Knieper vom 11.-13. November in Passau statt. Die überwältigende Resonanz auf den Call for Papers führte dazu, dass, so Thomas Knieper in seiner Begrüßung, statt ursprünglich geplanter zwei Tage an dreien getagt wurde. Das dichte Programm bestand aus 28 Vorträgen, die zu 11 thematischen Blöcken zusammengefasst waren. Weiterlesen

Neuigkeiten aus der ComFor

Im Rahmen ihrer 6. Wissenschaftstagung 2011 hat die Gesellschaft für Comicforschung auf ihrer Mitgliederversammlung Weichen für die weitere Entwicklung gestellt.

Zur Tagung selbst wird demnächst hier ein Bericht erscheinen. Im Vorfeld informierte u. a. die Passauer Neue Presse vor Ort über die Veranstaltung (Red.: „Comics als Reportage“; 10.11.2011; S. 24; Dominik Schweighofer: „Comic kann alles. Worüber 80 Forscher ab heute in Passau diskutieren; 11.11.2011; S. 13). Und Christoph Haas schilderte seine Eindrücke als Teilnehmer in der Süddeutschen Zeitung („Geschichte vom Hund“; 16.11.2011; S. 12). Sein Bericht kann in längerer Fassung auf Tagesspiegel Online nachgelesen werden.

Gastgeber der erfolgreichen Tagung war Prof. Dr. Thomas Knieper (Lehrstuhl Computervermittelte Kommunikation an der Universität Passau). Er und sein Assistent Fabian Wiedel haben Fotos auf Facebook online gestellt.
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Sommer und Technik: Die ComFor-Seite macht kurz Pause

Der Sommer neigt sich schon fast wieder dem Ende zu. Angesichts der Stofffülle der letzten Wochen haben wir die Sommerpause dieses Jahr hinausgezögert.

Jetzt treten wir aber doch ein paar Wochen etwa kürzer: Nicht nur wegen der Hitze, sondern auch, um dringend notwendige Arbeiten am Getriebe dieser Seite vorzunehmen (und insbesondere auf MySQL 5 umzustellen). Wenn uns der Laden dabei nicht um die Ohren fliegt, machen wir ihn Anfang Oktober wieder auf.

Bis dahin danken wir wie immer herzlich fürs Lesen und wünschen einen schönen Restsommer.

(Stephan Packard für die Redaktion)

ComFor auf dem Comicfestival München

Neben dem ComicSalon Erlangen hat sich das Comicfestival München in den letzten Jahren zur zweitbedeutendsten deutschen Comic-Kulturveranstaltung entwickelt und findet diese Woche statt vom 23. bis 26. Juni 2011.

Einige Ausstellungen haben schon vorher ihre Pforten geöffnet und werden auch noch länger zu sehen sein. Allerdings nur an den vier Festivaltagen wird es neben einer großen Verlagsmesse mit umfangreichen Signier-terminen von nationalen und internationalen ComickünstlerInnen weitere Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Vorträge, Workshops/Zeichenkurse, ein Filmprogramm und eine Comicbörse geben. Außerdem werden die Münchner Comic-Preise PENG! und die ICOM Independent-Comic-Preise öffentlich verliehen. Ein zentrales Thema ist dieses Jahr das Comic-Gastland Spanien, mit Ausstellungen, Filmvorführungen und Künstlergesprächen rund um die spanische Comic-Kultur und –Szene.
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"Hallo Dietrich!…" Burkhard Ihmes Comic zum ComFor-Sammelband beim Gratis-Comic-Tag

Am 14. Mai 2011 veranstalten zahlreiche deutschsprachige Comicverlage und Comicläden wieder den Gratis-Comic-Tag: Comics verschiedenster Genres und Formate werden eigens für diesen Tag produziert und liegen kostenlos in den Läden auf.

In der Anthologie des Interessenverbands Comic, Cartoon, Illustration und Trickfilm (ICOM) für den Gratis-Comic-Tag hat ICOM- und ComFor-Mitglied Burkhard Ihme eine besondere Antwort auf den ersten Sammelband der Gesellschaft für Comicforschung publiziert: Der einseitige Comic zeigt, kommentiert und bespricht den Band, richtet sich im vertraulichen Telephonat öffentlich an den Herausgeber Dietrich Grünewald und reflektiert und experimentiert in seiner eigenen Struktur mit dessen ‚Prinzip Bildgeschichte‘.

(Stephan Packard mit Dank an Burkhard Ihme)

Neue Rezension zu “Struktur und Geschichte der Comics”

Der kopaed Verlag gibt Buchreihen heraus, die sich immer wieder des Themas Comic annehmen und/oder für die Comicforschung interessante Aufsätze enthalten. Die Ausgabe 09.3 der Zeitschrift kjl&m (Kinder-/ Jugendliteratur und Medien in Forschung, Schule und Bibliothek) behandelt „Harr! Harr! – Comic in Kinder- und Jugendliteratur“. Das Jahrbuch Medien im Deutschunterricht 2009 befasst sich mit „Comics und Animationsfilmen“ .

In der aktuellen kjl&m-Ausgabe 11.1 „Alles Lüge! Unwahrheiten in Kinder- und Jugendliteratur“ befindet sich eine neue Rezension über den ComFor-Band “Struktur und Geschichte der Comics”. Der Band, herausgegeben von Dietrich Grünewald, versammelt Beiträge aus den ersten drei wissenschaftlichen Tagungen der Gesellschaft für Comicforschung. Kritisch gelesen wurde er von Jennifer Willms, ComFor-Kollegin und Doktorandin an der Universität Koblenz-Landau, Institut für Kulturwissenschaft. Weiterlesen

Rezension: Dietrich Grünewald (Hg.): Struktur und Geschichte der Comics

Rezension zu: Dietrich Grünewald (Hg.): Struktur und Geschichte der Comics. Bochum / Essen: Christian A. Bachmann 2010. 336 S., zahlr. Ill. € 29,95.

Druckfassung (pdf)

Fünfeinhalb Jahre sind bereits seit Einrichtung der Gesellschaft für Comicforschung vergangen. Im Februar 2005 in Koblenz gegründet, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit der vorher meist einzeln arbeitenden Forscher im deutschen Sprachraum zu vernetzen. Und wie ginge das besser als durch regelmäßige Tagungen, auf denen sich die Aktiven treffen und zu übergreifenden Themen austauschen? Beginnend im Herbst 2006, gab es bisher vier große Konferenzen, deren Ergebnisse zwar teilweise im Netz, aber nicht in Buchform zugänglich waren. Das ändert sich nun mit dem von Dietrich Grünewald herausgegebenen Band Struktur und Geschichte der Comics, der gerade im kleinen, aber rührigen Christian A. Bachmann Verlag erschienen ist.

Auf über dreihundert Seiten findet sich hier eine Auswahl aus den drei ersten Tagungen „Forschungsberichte zu Struktur und Geschichte der Comics in Deutschland“ (2006), „Comicforschung als interdisziplinäre Aufgabe“ (2007) und „Der Comic als Gegenstand der Kultur- und Sozialwissenschaften“ (2008), die jeweils an der Universität Koblenz stattfanden. Der etwas vage Titel des Buches lehnt sich, wie man sieht, an die beiden Themen der ersten Tagung an und führt insofern etwas in die Irre, als er suggerieren könnte, hier werde beides restlos abgehandelt. Gemeint ist indessen so etwas wie eine gemeinsame Klammer um die sehr divergenten, aber fast immer hochklassigen Beiträge. Tatsächlich lassen sich mit Struktur und Geschichte zwei Hauptströmungen der Comicforschung erfassen – die eine, semiotisch und erzählanalytisch ausgerichtet, lenkt ihr Augenmerk in der Tat auf die Struktur der Comics, d.h. auf die Art und Weise, wie sie erzählen; die andere beschäftigt sich mit der historischen Dimension von Comics, und das auf doppelte Weise: Zum einen ist damit die Repräsentation von (Zeit-)Geschichte im Comic, zum anderen die Geschichte des Mediums selbst gemeint, inklusive des historischen Kontextes, in dem die einzelnen Comics auftauchen. Beide Herangehensweisen haben ihre Berechtigung; „Struktur und Geschichte der Comics“ zeigt, wie viel Potenzial in der einen wie der anderen steckt. Zugleich dokumentiert der Band aber auch den avancierten Status, den die deutschsprachige Comicforschung in den letzten Jahren gewonnen hat, sowohl im akademischen Bereich als auch außerhalb. Hier werden nicht einfach positivistisch Fakten aufeinander gehäuft, hier geht es tatsächlich um Positionsbestimmungen der Comicforschung insgesamt. Weiterlesen