Ankündigungen & Berichte

Preisverleihung Berthold Leibinger Comicbuchpreis 2019, Stuttgart

Die Verleihung des diesjährigen Comicbuchpreis der Berthold Leibinger-Stiftung findet dieses Jahr am 29. April im Literaturhaus Stuttgart statt. Zur Gewinnerin des Preises kürte die Jury unter dem Vorsitz von Andreas Platthaus in diesem Jahr Anke Kuhl für Ihren Band Manno (Klett Kinderbuch, 2019).

Jurymitglied Anke Helbing über Manno:

„Schon in seinen ersten drei Episoden hat „Manno!“ die Jury mit seinem Witz, der lebhaften Bildsprache und den wunderbaren Kurzberichten aus einem ganz normalen Kinderleben zwischen Euphorie und Katastrophe begeistert. Die Geschichten sind – im geplanten Ablauf – lose verknüpft zur Memoire einer Kindheit, deren Fertigstellung als „All-Ages-Comic“ die schönsten Erwartungen weckt und dafür nun mit dem Comicbuchpreis der Leibinger Stiftung ausgezeichnet wird.“

​Der Comicbuchpreis wird seit 2015 jährlich für einen hervorragenden, bisher unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben. Gleichzeitig mit der Preisverleihung eröffnet das Literaturhaus Stuttgart eine Ausstellung mit Auszügen aus Gewinnerbuch.

Weitere Informationen zur Veranstaltung, der Gewinnerin sowie den weiteren Finalisten finden sich auf der Homepage der Berthold Leibinger Stiftung.

„Israel und seine Comics“ – Comic-Konzert in Aachen

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr findet am 30. März unter dem Titel „Israel und seine Comics“ ein Comic-Konzert mit dem Komponisten und Pianisten Itay Dvori – im Aachener ‚Ballsaal Altes Kurhaus‘ – statt.
Zu teils komponierten, teils improvisierten Vertonungen von Arbeiten von u. a. Asaf Hanuka, Michel Kichka und Rutu Modan werden Comics projiziert.
Anschließend werden Israel-Comics von deutschen Zeichner_innen wie Jens Harder („Ticket to God“) oder Barbara Yelin präsentiert.

Eintritt:
VVK: 10,00 € / 8,00 € (ermäßigt)
AK: 12,00 € / 10,00 € (ermäßigt)
zzgl. VVK-Gebühren

Veranstaltungsseite

Ankündigungstext:
„Das Programm öffnet ein Fenster zu aktueller Zeichenkunst und Musik aus Israel, die in Dialog mit deutschen Werken zum Thema Israel treten. Weiterlesen

Comic-Seminar beim Summer Institute Cologne [sic!] 2019

Das 7. internationale Sommerinstitut der Universität zu Köln für Master-Studierende und Doktorand_innen findet dieses Jahr von 26. August bis 6. September rund um das Thema „Imprints • Media • History“ statt.

Tom Gaubatz (Northwestern University) und ComFor-Vorsitzender Stephan Packard (Universität zu Köln) bieten dabei ein englischsprachiges Seminar zu „Comics, Caricatures, and Cartoons in Comparative Perspectives“ an.

Bewerbungen können noch bis zum 22. März 2019 eingeschickt werden (siehe Call for Participation).

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Seminarbeschreibung:

„This seminar will examine one of the basic aesthetic movements in comics: the production of depictions that simplify, exaggerate, or distort depictions of bodies, voices, and subjectivities.

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„GINCO“: Neuer Preis für Independent Comics

Mit GINCO gibt es seit kurzem einen neuen Comic-Preis der Independent-Szene, organisiert von Freiwilligen (darunter auch ComFor-Schatzmeister Lukas R.A. Wilde) und finanziert durch Spenden. Das Komitee sowie die Details zur Preisverleihung sind gerade in Entstehung begriffen; geplant sind Preise in 3 bis 5 Kategorien und im Gesamtwert von 1000 Euro.

Einreichungen sind bis 31. März 2019 und rein digital möglich. Weitere Infos, sowie das Teilnahmeformular, sind auf www.ginco-award.de zu finden.

Mission Statement der Organisator_innen:
„Comics* gehören zu den zugänglichsten visuellen Medien überhaupt. Zu ihrer Produktion wird kein großes Kapital benötigt. Digitale Publikationswege stehen heute beinahe allen offen, als Einstieg, Ergänzung, oder gar Alternative zur Verlagspublikation.
Dadurch sind Comics im fortwährenden und dynamischen Wandel. Sie verschieben ästhetische und formale Grenzen, zwischen Texten und Bildern, zwischen Medien und Genres, zwischen dem Populären und dem Alternativen.
Unabhängige Zeichner*innen, Texter*innen und Nachwuchskünstler*innen finden so im Independent Bereich (Web/Eigenverlag/Kleinstverlag) viele Möglichkeiten, sich kreativ zu betätigen. Auf diese Weise bereichern Indie-Comics die deutsche Comiclandschaft um neue und diversere Geschichten, Themen und Perspektiven und halten sie so aktuell, relevant und nahbar.
Dafür verdienen diese Comicschaffenden Anerkennung und Unterstützung der gesamten Szene – finanziell, symbolisch, öffentlich. Der GINCO-Award möchte dazu beitragen und Indie-Comics inklusiv, transparent und öffentlichkeitswirksam würdigen, als Ergänzung und Erweiterung bestehender deutscher Comic-Auszeichnungen und -Strukturen.
Vor allem Künstler*innen aus marginalisierten Gruppen sehen wir als wichtige Zielgruppe an, da sie sich in etablierten Systemen oft nicht wiederfinden bzw. wenig Beachtung erlangen. Genauso soll die Arbeit unabhängiger und kleiner Verlage gewürdigt werden, da sie Marginalisierten oft als erstes Sprungbrett in die öffentliche Wahrnehmung dienen.
Die Organisation des GINCO-Award setzt auf flexible, unbürokratische Strukturen und wird sich und den Preis stets weiterentwickeln. Dies kann die Preiskategorien, die Jury, die Art des Preises oder den Ort der Preisverleihung betreffen.
Der GINCO-Award ist ein unabhängiger Preis, der durch einen non-profit Zusammenschluss unterschiedlicher Akteur*innen der Comic-Szene organisiert wird.“

Publikationshinweis: „The British Comic Book Invasion“

Passend zur morgigen Verleihung des Roland Faelske-Preises 2018 ist kürzlich im Verlag McFarland die Monografie The British Comic Book Invasion von ComFor-Mitglied Jochen Ecke erschienen, bei der es sich ebenfalls um eine im Jahr 2014 mit diesem Preis ausgezeichnete Dissertationsschrift handelt. Die Dissertation wurde 2014 an der Johannes Gutenberg Universität Mainz unter dem Titel The British Invasion of American Comics: A Poetics eingereicht. Ecke beschäftigt sich mit dem transatlantischen Phänomen der „British Invasion“ des amerikanischen  Comic-Marktes in den 1980er Jahren und dessen nachhaltigen Auswirkungen.

The British Comic Book Invasion: Alan Moore, Warren Ellis, Grant Morrison and the Evolution of the American Style

Jochen Ecke
McFarland
281 Seiten
ISBN 978-1476674155 (Paperback)
~$39,95
Dezember 2018

Verlagstext:
„What makes a successful comics creator? How can storytelling stay exciting and innovative? How can genres be kept vital?
Writers and artists in the highly competitive U.S. comics mainstream have always had to explore these questions but they were especially pressing in the 1980s. As comics readers grew older they started calling for more sophisticated stories. They were also no longer just following the adventures of popular characters—writers and artists with distinctive styles were in demand. DC Comics and Marvel went looking for such mavericks and found them in the United Kingdom. Creators like Alan Moore (Watchmen, Saga of the Swamp Thing), Grant Morrison (The Invisibles, Flex Mentallo) and Garth Ennis (Preacher) migrated from the anarchical British comics industry to the U.S. mainstream and shook up the status quo yet came to rely on the genius of the American system.“

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Roland Faelske-Preis 2018

Alle zwei Jahre vergibt die Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) der Universität Hamburg zusammen mit der Roland Faelske-Stiftung den „Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm“. Der seit 2010 ausgelobte Preis für akademische Arbeiten im Bereich der Comic- und Animationsfilmforschung geht dieses Jahr an Alexandra Novacov (Masterarbeit) und Dr. Lukas A.R. Wilde (Dissertation). Die offizielle Verleihung findet am Freitag, den 18.01.2019 um 17:00 Uhr im Raum ESAW 221 (Flügelbau neben dem Hauptgebäude) der Universität Hamburg statt; der anschließende Empfang findet in Raum ESAW 122 statt.

Pressetext:
„Es wurden die beiden Preisträger für den Roland Faelske-Preis 2018 für die besten Abschlussarbeiten und Dissertationen im Bereich Comic- und Animationsfilmforschung ermittelt: Alexandra Novacov erhält den Preis für ihre Masterarbeit „The Ugly in Animated Series“ (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2017), und Lukas Wilde erhält den Preis für die beste Dissertation für seine Schrift „Im Reich der Figuren. Meta-narrative Kommunikationsfiguren und die ‚Mangaisierung‘ des japanischen Alltags“ (veröff. im Herbert von Halem Verlag, 2018). Jurymitglieder*innen waren Prof. Joan Bleicher (Vorsitz), Prof. Carola Wiese, Gudrun Faelske, Michael Hueners Christian Bachmann, und Prof. Dr. Christina Meyer.“

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PREISTRÄGERIN DES BERTHOLD LEIBINGER-COMICBUCHPREISES 2019

Termin:
29.04.2019 18 uhr

Anke Kuhl wird für Ihre Arbeit „Manno!“ mit dem Comicbuchpreis 2019 der Berthold Leibinger Stiftung ausgezeichnet, der im kommenden Jahr zum fünften Mal vergeben wird. Er wird seit 2014 jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic ausgeschrieben. Der Preis ist seit dem aktuellen Zyklus mit 20.000 Euro dotiert.

Presseinformationen:

„Schon in seinen ersten drei Episoden hat „Manno!“ die Jury mit seinem Witz, der lebhaften Bildsprache und den wunderbaren Kurzberichten aus einem ganz normalen Kinderleben zwischen Euphorie und Katastrophe begeistert. Die Geschichten sind – im geplanten Ablauf – lose verknüpft zur Memoire einer Kindheit, deren Fertigstellung als „All-Ages-Comic“ die schönsten Erwartungen weckt und dafür nun mit dem Comicbuchpreis der Leibinger Stiftung ausgezeichnet wird.“, begründet Brigitte Helbling die Entscheidung der Jury.

Anke Kuhl, 1970 in Frankfurt geboren, studierte dort Kunstpädagogik und anschließend Freie Bildende Kunst an der Universität Mainz sowie Visuelle Kommunikation in Offenbach, wo sie auch als Diplom Designerin abschloss. 1999 gründete sie mit Philip Waechter und Moni Port die Frankfurter Ateliergemeinschaft Labor. Sie arbeitet freiberuflich als Illustratorin und Autorin für verschiedene Verlage und lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main.

Für den Comicbuchpreis 2019 hatten sich 77 Autoren und Zeichner aus Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz beworben. Der Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung wird seit 2014 jährlich ausgeschrieben. Er wird für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben, dessen Fertigstellung absehbar ist.

Die Preisverleihung mit Ausstellungseröffnung zu Manno, von Anke Kuhl findet am Montag, 29. April 2019, um 18 Uhr, im Literaturhaus Stuttgart statt. Anschließend wandert die Ausstellung an weitere Standorte.“

In einer ausführlicheren Pressemitteilung werden die neun weiteren Finalist_innen genannt, die mit je 2000 Euro ausgezeichnet werden: Zur Pressemitteilung als Pdf

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Tagungsbericht: ComFor-Jahrestagung 2018

Ein Gastbeitrag von J. Rehse, P. Zwirner, M. Pollich, Y. Neuhaus, S. Böhm und L. Respondek (Studierende der Universität zu Köln), Fotografien von Philin Zwirner

Vom 17. bis 19. September 2018 fand die 13. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung zum Thema „Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic“ // „Spaces Between – Gender, Diversity and Identity“ an der Universität zu Köln statt. Für die Organisation der Tagung zeichneten sich Nina Heindl und Véronique Sina verantwortlich. Tatkräftige Unterstützung erfolgte durch Bettina Begner, Jan Harms, Anja Pflugfelder, Alina Valjent, Elea Thieser, Elsa Weiland und Lies Weimer, die studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln sind. Auch Stephan Böhm, Yasmin Neuhaus, Michaele Pollich, Jacqueline Rehse, Lukas Respondek und Philin Zwirner waren als Studierende der Kölner Medienkulturwissenschaft im Rahmen des von Véronique Sina unterrichteten Medienpraxis-Seminars „Comics & Disability Studies“ Teil des Organisationsteams.
Letztgenannte Studierende haben gemeinsam den folgenden Tagungsbericht erstellt. Da die meisten Vorträge auf Englisch gehalten wurden, haben sich die Autor*innen dafür entschieden, den Tagungsbericht in englischer Sprache zu verfassen.

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Comixene-Interview zur ComFor-Tagung 2018

Die in wenigen Tagen erscheinende Ausgabe der COMIXENE #128 präsentiert wieder etwas in Sachen ComFor: Unter dem Titel „Die drei Tage des Gender“ hat Tilmann Courth ein zweiseitiges Interview mit Véronique Sina und Nina Heindl, den Veranstalterinnen der Kölner ComFor-Tagung 2018 Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic, geführt. Dankenswerterweise dürfen wir euch und Ihnen die dazugehörige Pdf erneut frei zur Verfügung stellen!

Nicht vergessen: Die Anmeldefrist für die Tagung endet am 31. August!

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Lesung und Diskussion „Vielfalt, Feminismus und Sexismus im Comic“ im Cöln Comic Haus

Termin:
15.09.2018 18uhr

Am Samstag vor der diesjährigen ComFor-Jahrestagung zum Thema Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic findet im Cöln Comic Haus eine Lesung mit anschließender Diskussion zu einem verwandten Thema statt. Die Veranstaltung mit den Künstlerinnen Katja Klengel und Lara Breitbart (sowie Marie Schröer als Moderation) wird gemeinsam vom Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln und der Selfpublishing-Initiative Comic Solidarity organisiert:

Vielfalt, Feminismus und Sexismus im Comic – Lesung mit anschließender Diskussion

Frauen über Frauen im Comic – aber auch über Männer, und alles andere dazwischen. Zwei Künstlerinnen ziehen blank und lesen aus ihren Comicstrips über Sexualität, Rollenbilder, und dem Wunsch nach Vielfalt. Katja Klengel präsentiert im Rahmen einer Lesereise Episoden aus ihrer Kolumne Girlsplaining (Vice/Broadly), deren erste Printausgabe am 12. September 2018 bei Reprodukt erscheint. Lara Keilbart liest aus ihren Publikationen Troll Control und Bodies, die vom feministischen Comic-Netzwerk Berlin herausgegeben wurden, in welchem sie auch als Mitorganisatorin tätig ist. Anschließend folgt eine Diskussionsrunde mit Marie Schröer über die künstlerische und politische Arbeit der Beteiligten und die Situation der deutschen Comicszene im Jahr 2018.

Samstag, 15. September 2018 | 18-20h

Veranstalter_innen:
Comic Solidarity (Dr. Lukas R.A. Wilde & Eva ‚Eve Jay‘ Junker) in Kooperation mit dem Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln (Prof. Dr. Stephan Packard & Dr. Véronique Sina)

Organisation:
Dr. Véronique Sina
Dr. Lukas R.A. Wilde

Veranstaltungsort:
Cöln Comic Haus
Eventraum, I. OG
Schmitz-Lippert-Stiftung
Bonner Straße 9
50677 Köln (Südstadt)