Ankündigungen & Berichte

Publikationshinweis: „The British Comic Book Invasion“

Passend zur morgigen Verleihung des Roland Faelske-Preises 2018 ist kürzlich im Verlag McFarland die Monografie The British Comic Book Invasion von ComFor-Mitglied Jochen Ecke erschienen, bei der es sich ebenfalls um eine im Jahr 2014 mit diesem Preis ausgezeichnete Dissertationsschrift handelt. Die Dissertation wurde 2014 an der Johannes Gutenberg Universität Mainz unter dem Titel The British Invasion of American Comics: A Poetics eingereicht. Ecke beschäftigt sich mit dem transatlantischen Phänomen der „British Invasion“ des amerikanischen  Comic-Marktes in den 1980er Jahren und dessen nachhaltigen Auswirkungen.

The British Comic Book Invasion: Alan Moore, Warren Ellis, Grant Morrison and the Evolution of the American Style

Jochen Ecke
McFarland
281 Seiten
ISBN 978-1476674155 (Paperback)
~$39,95
Dezember 2018

Verlagstext:
„What makes a successful comics creator? How can storytelling stay exciting and innovative? How can genres be kept vital?
Writers and artists in the highly competitive U.S. comics mainstream have always had to explore these questions but they were especially pressing in the 1980s. As comics readers grew older they started calling for more sophisticated stories. They were also no longer just following the adventures of popular characters—writers and artists with distinctive styles were in demand. DC Comics and Marvel went looking for such mavericks and found them in the United Kingdom. Creators like Alan Moore (Watchmen, Saga of the Swamp Thing), Grant Morrison (The Invisibles, Flex Mentallo) and Garth Ennis (Preacher) migrated from the anarchical British comics industry to the U.S. mainstream and shook up the status quo yet came to rely on the genius of the American system.“

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Roland Faelske-Preis 2018

Alle zwei Jahre vergibt die Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) der Universität Hamburg zusammen mit der Roland Faelske-Stiftung den „Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm“. Der seit 2010 ausgelobte Preis für akademische Arbeiten im Bereich der Comic- und Animationsfilmforschung geht dieses Jahr an Alexandra Novacov (Masterarbeit) und Dr. Lukas A.R. Wilde (Dissertation). Die offizielle Verleihung findet am Freitag, den 18.01.2019 um 17:00 Uhr im Raum ESAW 221 (Flügelbau neben dem Hauptgebäude) der Universität Hamburg statt; der anschließende Empfang findet in Raum ESAW 122 statt.

Pressetext:
„Es wurden die beiden Preisträger für den Roland Faelske-Preis 2018 für die besten Abschlussarbeiten und Dissertationen im Bereich Comic- und Animationsfilmforschung ermittelt: Alexandra Novacov erhält den Preis für ihre Masterarbeit „The Ugly in Animated Series“ (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2017), und Lukas Wilde erhält den Preis für die beste Dissertation für seine Schrift „Im Reich der Figuren. Meta-narrative Kommunikationsfiguren und die ‚Mangaisierung‘ des japanischen Alltags“ (veröff. im Herbert von Halem Verlag, 2018). Jurymitglieder*innen waren Prof. Joan Bleicher (Vorsitz), Prof. Carola Wiese, Gudrun Faelske, Michael Hueners Christian Bachmann, und Prof. Dr. Christina Meyer.“

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PREISTRÄGERIN DES BERTHOLD LEIBINGER-COMICBUCHPREISES 2019

Termin:
29.04.2019 18 uhr

Anke Kuhl wird für Ihre Arbeit „Manno!“ mit dem Comicbuchpreis 2019 der Berthold Leibinger Stiftung ausgezeichnet, der im kommenden Jahr zum fünften Mal vergeben wird. Er wird seit 2014 jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic ausgeschrieben. Der Preis ist seit dem aktuellen Zyklus mit 20.000 Euro dotiert.

Presseinformationen:

„Schon in seinen ersten drei Episoden hat „Manno!“ die Jury mit seinem Witz, der lebhaften Bildsprache und den wunderbaren Kurzberichten aus einem ganz normalen Kinderleben zwischen Euphorie und Katastrophe begeistert. Die Geschichten sind – im geplanten Ablauf – lose verknüpft zur Memoire einer Kindheit, deren Fertigstellung als „All-Ages-Comic“ die schönsten Erwartungen weckt und dafür nun mit dem Comicbuchpreis der Leibinger Stiftung ausgezeichnet wird.“, begründet Brigitte Helbling die Entscheidung der Jury.

Anke Kuhl, 1970 in Frankfurt geboren, studierte dort Kunstpädagogik und anschließend Freie Bildende Kunst an der Universität Mainz sowie Visuelle Kommunikation in Offenbach, wo sie auch als Diplom Designerin abschloss. 1999 gründete sie mit Philip Waechter und Moni Port die Frankfurter Ateliergemeinschaft Labor. Sie arbeitet freiberuflich als Illustratorin und Autorin für verschiedene Verlage und lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main.

Für den Comicbuchpreis 2019 hatten sich 77 Autoren und Zeichner aus Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz beworben. Der Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung wird seit 2014 jährlich ausgeschrieben. Er wird für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen Comic vergeben, dessen Fertigstellung absehbar ist.

Die Preisverleihung mit Ausstellungseröffnung zu Manno, von Anke Kuhl findet am Montag, 29. April 2019, um 18 Uhr, im Literaturhaus Stuttgart statt. Anschließend wandert die Ausstellung an weitere Standorte.“

In einer ausführlicheren Pressemitteilung werden die neun weiteren Finalist_innen genannt, die mit je 2000 Euro ausgezeichnet werden: Zur Pressemitteilung als Pdf

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Tagungsbericht: ComFor-Jahrestagung 2018

Ein Gastbeitrag von J. Rehse, P. Zwirner, M. Pollich, Y. Neuhaus, S. Böhm und L. Respondek (Studierende der Universität zu Köln), Fotografien von Philin Zwirner

Vom 17. bis 19. September 2018 fand die 13. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung zum Thema „Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic“ // „Spaces Between – Gender, Diversity and Identity“ an der Universität zu Köln statt. Für die Organisation der Tagung zeichneten sich Nina Heindl und Véronique Sina verantwortlich. Tatkräftige Unterstützung erfolgte durch Bettina Begner, Jan Harms, Anja Pflugfelder, Alina Valjent, Elea Thieser, Elsa Weiland und Lies Weimer, die studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln sind. Auch Stephan Böhm, Yasmin Neuhaus, Michaele Pollich, Jacqueline Rehse, Lukas Respondek und Philin Zwirner waren als Studierende der Kölner Medienkulturwissenschaft im Rahmen des von Véronique Sina unterrichteten Medienpraxis-Seminars „Comics & Disability Studies“ Teil des Organisationsteams.
Letztgenannte Studierende haben gemeinsam den folgenden Tagungsbericht erstellt. Da die meisten Vorträge auf Englisch gehalten wurden, haben sich die Autor*innen dafür entschieden, den Tagungsbericht in englischer Sprache zu verfassen.

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Comixene-Interview zur ComFor-Tagung 2018

Die in wenigen Tagen erscheinende Ausgabe der COMIXENE #128 präsentiert wieder etwas in Sachen ComFor: Unter dem Titel „Die drei Tage des Gender“ hat Tilmann Courth ein zweiseitiges Interview mit Véronique Sina und Nina Heindl, den Veranstalterinnen der Kölner ComFor-Tagung 2018 Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic, geführt. Dankenswerterweise dürfen wir euch und Ihnen die dazugehörige Pdf erneut frei zur Verfügung stellen!

Nicht vergessen: Die Anmeldefrist für die Tagung endet am 31. August!

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Lesung und Diskussion „Vielfalt, Feminismus und Sexismus im Comic“ im Cöln Comic Haus

Termin:
15.09.2018 18uhr

Am Samstag vor der diesjährigen ComFor-Jahrestagung zum Thema Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic findet im Cöln Comic Haus eine Lesung mit anschließender Diskussion zu einem verwandten Thema statt. Die Veranstaltung mit den Künstlerinnen Katja Klengel und Lara Breitbart (sowie Marie Schröer als Moderation) wird gemeinsam vom Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln und der Selfpublishing-Initiative Comic Solidarity organisiert:

Vielfalt, Feminismus und Sexismus im Comic – Lesung mit anschließender Diskussion

Frauen über Frauen im Comic – aber auch über Männer, und alles andere dazwischen. Zwei Künstlerinnen ziehen blank und lesen aus ihren Comicstrips über Sexualität, Rollenbilder, und dem Wunsch nach Vielfalt. Katja Klengel präsentiert im Rahmen einer Lesereise Episoden aus ihrer Kolumne Girlsplaining (Vice/Broadly), deren erste Printausgabe am 12. September 2018 bei Reprodukt erscheint. Lara Keilbart liest aus ihren Publikationen Troll Control und Bodies, die vom feministischen Comic-Netzwerk Berlin herausgegeben wurden, in welchem sie auch als Mitorganisatorin tätig ist. Anschließend folgt eine Diskussionsrunde mit Marie Schröer über die künstlerische und politische Arbeit der Beteiligten und die Situation der deutschen Comicszene im Jahr 2018.

Samstag, 15. September 2018 | 18-20h

Veranstalter_innen:
Comic Solidarity (Dr. Lukas R.A. Wilde & Eva ‚Eve Jay‘ Junker) in Kooperation mit dem Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln (Prof. Dr. Stephan Packard & Dr. Véronique Sina)

Organisation:
Dr. Véronique Sina
Dr. Lukas R.A. Wilde

Veranstaltungsort:
Cöln Comic Haus
Eventraum, I. OG
Schmitz-Lippert-Stiftung
Bonner Straße 9
50677 Köln (Südstadt)

Projekt-Workshop „Redrawing Stories from the Past #2“ in Leipzig

Termin:
02.07.2018 Goethe-Institut, Leipzig - 05.07.2018

Nachdem die Ergebnisse des ersten Teils des Projektes „Redrawing Stories from the Past“ 2015/16 in Berlin und Chemnitz zu sehen war, sind nun die Beteiligten des zweites Teils – mit dem Schwerpunkt „Flucht und Migration in Europa“ – am Goethe-Institut in Leipzig zu Gast. Vom 2. bis 5. Juli findet dort ein Workshop unter der Leitung von ComFor-Mitglied Ole Frahm und Comic-Künstler Sascha Hommer statt, bei dem der aktuelle Stand der Arbeiten präsentiert und diskutiert wird.

Die beteiligten Künstlerinnen sind Lea Heinrich, Lina Itagaki, Emilie Josso, Julia Kluge und Alice Socal. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2018 in Deutschland zu sehen sein.

Projektbeschreibung (Englisch):

„In the second part of the project, “Escape and Migration in Europe”, we wanted to explore the history of flight and migration as a consequence of National Socialism. The scope of the project, however, goes beyond the historical events of this period as participants also examine the medium- and long-term impact of escape and migration. These consequences are passed down from generation to generation and are still discernible in today’s societies. This approach will allow us to draw parallels between historic and current events (e.g. refugee and migration flows to Europe) with the aim of fostering a better understanding of history among the participating artists and youth, as well as the general public.“

Zur Projekt-Webseite (Englisch)

Poster-Austellung „Comics & Disability Studies“ in Köln

Termin:
18.06.2018 16:00 Uhr

Im Rahmen der Themenwoche „Diversity“ an der Universität zu Köln findet am Montag, den 18. Juni eine von Véronique Sina organisierte Poster-Ausstellung zum Thema „Comics & Disability Studies“ statt. Passend zur Themenwoche hält Sina am Mittwoch den 20. Juni außerdem einen Vortrag zum Thema „Comics und Intersektionalitätsforschung. Über das Ineinandergreifen differenz- und identitätsstiftender Kategorien in der sequenziellen Kunst“ im Rahmen der bereits angekündigten Kölner Ringvorlesung „Aktuelle Perspektiven der Comicforschung“.

Beschreibung (Poster-Ausstellung):

„Die im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Diversity-Woche präsentierten Poster wurden von Studierenden des Seminars ‚Comics und Disability Studies‘ entworfen. Die Poster nehmen (Re-)Produktionen der „Ver/Behinderung“ im Medium Comic in den Blick. Anhand ausgewählter Beispiele werden Strategien der Visualisierung und Narrativierung von ‚Behinderung’ sowie damit einhergehende hegemoniale Ausschluss-, Kategorisierungs- und Normierungsprozesse analysiert. Im Rahmen eines intersektionalen Ansatzes wird zudem ein besonderer Fokus auf die Verbindung und Wechselwirkung von ‚Behinderung’ mit anderen identitäts- und differenzstiftenden Strukturkategorien wie etwa Geschlecht, Sexualität, Alter, Klasse, Nationalität, Religion oder Ethnizität gelegt.“

Beschreibung (Vortrag):

„Intersektionale Ungleichheitsforschung beschäftigt sich mit dem Ineinandergreifen diskursiver identitäts- und differenzstiftender Kategorien wie etwa Geschlecht, Klasse, Ethnizität, Religion oder Dis/Ability. Damit stellt das Konzept der Intersektionalität ein nützliches Instrument dar, um mediale (Re-)Produktionen hegemonialer Machtverhältnissen in den Blick zu nehmen. Ziel des Vortrags ist es, normativen Zuweisungen im Comic nachzugehen und ihre Repräsentation einer genauen Betrachtung sowie kritischen Analyse zu unterziehen.“

Mehr Informationen zur Themenwoche (inkl. kommentiertes Programm)

ComFor-Beiträge auf dem Comic-Salon 2018 als Videos

Wer das Vortragsprogramm der ComFor auf dem 18. Internationalen Comic-Salon in Erlangen verpasst hat, kann nun dank Bernd Glasstetters Youtube-Kanal (Splashcomics) drei der Vorträge noch einmal als Video ansehen. Ansonsten gibt es auf splashcomics.de auch dieses Jahr wieder eine Vielzahl von Berichten über die Veranstaltungen des Comic-Salons.

Augusto Paim, „Zu den Eigenschaften des Zeichenblocks als journalistisches Mittel“

Jörn Ahrens, „Dokumentation als Geste. Probleme des dokumentarischen Comic am Beispiel von Joe Sacco“

Sebastian Driemer, „Spielwiese oder professionell bestellter Acker? Aktuelle Beispiele zu Comicjournalismus aus dem Internet“

Dirk Vanderbeke, „Zur Geschichte journalistischer Bilderzählungen“

Lukas R.A. Wilde, „9/11 im Comic, oder: Bedrohte Ordnungen der Bilder“

Comixene-Interview zu Gender im Comic

In der aktuellen Ausgabe 127 der Zeitschrift Comixene ist ein dreiseitiges Interview von Autor Tillmann Courth mit Dr. Véronique Sina zu finden,  die als eine der Veranstalterinnen der ComFor-Jahrestagung 2018 zum Motto „Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic“ (Universität zu Köln) einen Einblick in das Thema Vielfalt und genderorentierte Comicforschung gibt.

Das vollständige Interview, „Schmeiß den Chauvi raus!“, wurde freundlicherweise vom Autor und der Redaktion als Pdf zur Verfügung gestellt und kann hier heruntergeladen werden:

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