Magazin

Ausstellung „Technische Paradiese. Die Zukunft in der Karikatur des 19. Jahrhunderts“

Die Schau gibt einen Einblick in die künstlerische Auseinandersetzung mit der technischen Revolution und ihren umwälzenden Veränderungen auf Mensch und Gesellschaft. Zu sehen sind über 100 Einzelblätter bedeutender Karikaturisten aus privaten und öffentlichen Sammlungen sowie historische Technikobjekte.

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Ausstellung „Gerhard Haderer. Think Big!“

Der Österreicher Gerhard Haderer (geb. 1951) zählt zu den bedeutendsten Karikaturisten des deutschsprachigen Raums. Die Ausstellung zeigt erstmals in Deutschland seine großformatigen Ölbilder zusammen mit einer Auswahl seiner Cartoons sowie einige für »mascheks« Puppenkiste in Wien angefertigte Handpuppen verschiedener Persönlichkeiten aus Politik, Religion und Gesellschaft. Mit seinen Cartoons, fotografisch anmutend gezeichnet und meist ausgeführt in Acryltusche, hält der Künstler seit über 30 Jahren der Gesellschaft einen Spiegel vor, entlarvt Missstände und Allmachtsfantasien.

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Tagungsbericht zum 3. Workshop der AG Comicforschung

Termin:
02.03.2017 - 03.03.2017

Anfang März 2017 fand in Köln der dritte Workshop der AG Comicforschung zum Thema „Formen der Selbstreflexivität im Medium Comic“ statt. ComFor-Redaktionsmitglied Julia Ingold hat dazu einen ausführlichen Bericht für unsere LeserInnen verfasst.

(Nachtrag: am 14. April 2017 veröffentlichte Comicforum.org einen zusätzlichen englischen Tagungsbericht von Laura Schlichting und Markus Streb)

Tagungsbericht:

„Um Formen der Selbstreflexivität im Medium Comic drehte sich der dritte Workshop der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaften (GfM). Nina Heindl und Véronique Sina luden dazu Anfang März 2017 an die Universität zu Köln ein. Die zahlreichen Beiträge und die lebendigen Diskussionen bewiesen, dass ein Austausch zu dem Thema ein lange ausstehendes Desiderat der Comicforschung darstellte. Neben theoretischen Überlegungen und Einzelanalysen fanden auch Überblicksdarstellungen und Materialsammlungen Eingang in das Programm. Nach jeweils drei bis vier fünfzehnminütigen Impulsvorträgen blieb stets eine Stunde Zeit zum Diskutieren. Medienwissenschaftliche Grundsatzfragen und anschauliche Beispiele der Vortragenden zogen deshalb nach jedem Panel einen anregend kontroversen Austausch der Argumente nach sich.

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Vortrag Bochum: „Die Sprache des Comics – Eine Einführung in die Welt der sequenziellen Kunst“

Termin:
03.04.2017 18:00

Veranstaltertext:
„Der Comic hatte es lange Zeit schwer: Kritiker und Kritikerinnen verurteilten ihn als Schundliteratur und unterstellten ihm, die Jugend zu gefährden. Erst in den 1960er- und 70er-Jahren stieg die Akzeptanz für die Bildergeschichten.

Einer, der den Weg des Comics im deutschsprachigen Raum ebnete, war der 1917 geborene Verleger Rolf Kauka. Er schuf unter anderem Fix und Foxi und wurde als deutscher Walt Disney bezeichnet.

Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Welt der sequenziellen Kunst und in ihre wissenschaftliche Betrachtung. In einer Mischung aus Vortrag und Workshop werden verschiedene Comicformen wie Manga, Bande Dessinée und Graphic Novel thematisiert und ihre formal-ästhetischen Merkmale exemplarisch analysiert.“

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Tagungsberichte „ZUR ÄSTHETIK DES GEMACHTEN IN ANIMATION UND COMIC“

Ästhetik des GemachtenVom 9.-11. November 2016 fand im Schloss Herrenhausen in Hannover ein Kooperationsprojekt der AG Animation und der AG Comicforschung der GfM (Gesellschaft für Medienwissenschaft) statt: „Zur Ästhetik des Gemachten in Animation und Comic“. Die von Hans-Joachim Backe (Kopenhagen), Julia Eckel (Marburg/Bochum), Erwin Feyersinger (Tübingen), Véronique Sina (Köln) und Jan-Noël Thon (Tübingen) organisierte Veranstaltung war als gemeinsames, interdisziplinäres Diskussionsforum angelegt, in dessen Rahmen die Parallelen, Schnittstellen und Unterschiede herausgearbeitet werden sollen, die sich im Kontext von Animations- und Comicforschung im Hinblick auf die analytische, ästhetische und methodische Erfassung ihrer jeweiligen Gegenstände ergeben.

Nun sind in zwei unterschiedlichen Publikationskanälen gleich zwei verschiedene Tagungsberichte erschienen, welche die Fragen und Themen des Symposiums entlang der Beiträge und Gespräche Revue passieren lassen.

Am 15. März 2017 veröffentlichte Animation: An Interdisciplinary Journal (12.1) einen englischen Tagungsbericht von Sebastian Bartosch (Hamburg) zu „On the Aesthetics of the Made in Animation and Comic“:
Weiter zum Tagungsbericht in Animation.

Am 20. März wiederum erschien in ZfM – Zeitschrift für Medienwissenschaft online ein deutscher Tagungsbericht von Vanessa Ossa (Tübingen):
Weiter zum Tagungsbericht in der ZfM.

Wissensforum „Drawing Illness. Graphic Memoir and the Art of Getting Better“

Termin:
20.04.2017

Am 20. April findet im Hamburger Comicladen Strips & Stories das englischsprachige Wissensforum „Drawing Illness. Graphic Memoir and the Art of Getting Better“ statt. Zwei Vorträge von Katie Green (Comic-Autorin) und Lukas Etter (Siegen) und eine anschließende Podiumsdiskussion befassen sich mit dem beliebten Genre des „Graphic Memoir“. Die Veranstaltung wird im Rahmen des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ der Universität Hamburg organisiert.

Veranstaltertext:

„In den letzten Jahrzehnten hat sich das Graphic Memoir als eins der erfolgreichsten Genres alternativer grafischer Literatur herausgebildet. Diese Werke stellen echte Erfahrung dar, die von Krieg und Verfolgung bis zu Flucht und Diskriminierung reichen. Im Graphic Illness Writing als weiterem wichtigen Subgenre berichten Autor*innen über ihre Erlebnisse mit physischen und psychischen Erkrankungen. Die Comicform erweist sich hierbei als besonders geeignet, um besonders emotionale Erfahrungen persönlicher Krisen und Traumata darzustellen. Die Abstraktion des Cartoon-Zeichenstils, sowie die von den Leser*innen zu füllenden Lücken zwischen den Panels erlauben es Autor*innen Erlebnisse dazustellen, die sich anderen Medien entziehen.

In ihrem aktuellen Graphic Memoir Lighter than my Shadow (2013) berichtet die britische Autorin Katie Green über Essstörungen und Missbrauch in ihrer Jugend. Diese „Reise in das schwarze Herz einer tabuisierten Krankheit“ ist aber auch eine Geschichte der Genesung, des Erwachsenwerdens und des Selbstausdrucks durch Kunst. Der Zeichenprozess selbst wird für die Autorin zum Weg, ihre Erfahrungen aufzuarbeiten und darstellbar zu machen. Schlussendlich ist das Zeichnen ihre Rettung. Dieser Workshop will untersuchen, wie gekritzelte Linien komplexe emotionale Vorgänge ausdrücken und Comicpanels dort Krankheitserlebnisse rahmen, einfassen und ausdrücken können, wo Worte versagen.“

Programm:

  • Katie Green, „Drawing Shadows“
  • Lukas Etter, „Lines, Curls, Scribbles: Individual Drawing and Individual Style“
  • Podiumsdiskussion mit Katie Green (Autorin von Lighter than my Shadow), Lukas Etter (Universität Siegen), Christina Maria Koch (Universität Marburg) und Johannes C. P. Schmid (Universität Hamburg); Moderation: Astrid Böger (Universität Hamburg, Arbeitsstelle für Graphische Literatur)

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NNCORE-KONFERENZ „COMICS AND MEMORY“

Termin:
19.04.2017 - 21.04.2017

Comics and Memory ist eine internationale Tagung der NNCORE  (Nordic Network for Comic Research), organisiert mit der KU Leuven, UCLouvain (GRIT), und der ACME comics research group (University of Liège) an der Universität Ghent vom 19. – 21. April 2017. Die Konferenz beleuchtet das komplexe Zusammenspiel zwischen Comics und Erinnerung durch die Lupe persönlicher, kollektiver und medialer Formen und Praxen des Erinnerns.

Eine Teilnahme ist kostenlos und ausdrücklich erwünscht.

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