Magazin

Ausstellung in Paris: CRUMB. De l’Underground à la Genèse

Noch bis zum 19. August 2012 zeigt das Musée d’Art moderne de la Ville de Paris die Ausstellung „CRUMB. De l’Underground à la Genèse“. Die Gesamtschau des berühmten US-Comix-Zeichners umfasst Arbeiten von 1960 bis zum aktuellen Werk „Genesis“. Bekannt wurde Robert Crumb vor allem durch seine selbstironischen und umstrittenen Sex- und Gewalt-Zeichnungen seiner Underground-Comics. Unter LSD-Einfluss erfand er Figuren wie Mr. Natural, Eggs Ackley und Shuman the Human. Fotos der Ausstellung sind „hier“ zu sehen.
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Tagungsbericht: „Manga und Comic – Die Faszination der Bild-Erzählung“ in Bochum-Weitmar

Begleitend zu der Ausstellung „Von Thangka bis Manga. Bild-Erzählungen aus Asien“ fand am 9. Juni 2012 in den Räumlichkeiten von Situation Kunst (Bochum-Weitmar) die Tagung „Manga und Comic – Die Faszination der Bild-Erzählung“ statt. Insgesamt fünf Referent_innen waren eingeladen, den japanischen Comic aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und disziplinären Zugängen heraus als Medium der Bild-Erzählung zu begreifen, seine historische Genese zu beleuchten sowie seine Beziehung zur internationalen Comic-Kultur aufzuzeigen.
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Neue Online-Fachzeitschrift: Das "Scandinavian Journal of Comic Art"

Seit kurzer Zeit ist mit dem Scandinavian Journal of Comic Art ein weiteres akademisches Fachmagazin auf dem Markt, dass sich dezidiert der Comicforschung verschrieben hat. SJoCA
Das Scandinavian Journal of Comic Art geht in seinen Grundzügen auf eine Tagung im Frühjahr 2009 in Växjö, Schweden, zurück (die Tagungsseite von damals ist leider nicht mehr greifbar). Damals wurde beschlossen, mit den Tagungsbeiträgen den Grundstock für ein neues englischsprachiges Journal zu legen. Die zeitliche Differenz wird mit dazu beigetragen haben, dass von den damiligen Beiträgen nunmehr fast gar keine mehr aufgenommen wurden. Umso mehr ist es den Herausgebern Ralf Kauranen, Rikke Platz Cortsen und Fredrik Strömberg anzurechnen, dass sie das Projekt doch noch auf den Weg gebracht haben. Entstanden ist eine frei verfügbare Zeitschrift, die durch double blind review ein hohes Maß an Professionalität verspricht. Ihr mission goal machen die Herausgeber in ihrem Vorwort deutlich:

The scope of the journal is interdisciplinary, encouraging a wide range of theoretical and methodological perspectives. The language of the journal is English. Although global in its scope, publishing high quality research regardless of national or regional boundaries, the journal is rooted in the Nordic countries (Denmark, Finland, Iceland, Norway and Sweden) and has the ambition to reflect and incite discussion in the field of comics studies in these countries.

Zur Homepage des Magazins gelangen Sie hier. Zum Inhaltsverzeichnis der ersten Ausgabe geht’s hier.

(Felix Giesa)

Ausstellung: ‚Herzlicher Gruß‘ – eine Comic-Biographie erzählt vom Ersten Weltkrieg


Am 20. Mai eröffnete das Museum der Stadt Grafing die Ausstellung „Herzlicher Gruß – Postkarten, Fotos, Comics. Eine Grafinger Familie in der Zeit des ersten Weltkriegs“.

Der lange Titel erklärt sich durch die Wiederentdeckung der eigenen Familiengeschichte und die außergewöhnliche zweifache Umsetzung durch den Künstler in expressiven Gemälden und sensiblen Comics: „Impuls für die Arbeit von Uli Knorr sind auf einem Dachboden gefundene Briefe und Postkarten seiner Familie aus der Zeit des Ersten Weltkriegs: auf den Bildern Zerstörung, in den Brieftexten liebe Grüße an Familie und Kinder. Diese groteske Spannung thematisiert der Künstler in seinen Comicgeschichten und Bildern. So entsteht das Porträt einer Grafinger Familie vor hundert Jahren. Für die Präsentation wird die künstlerische Arbeit von Archiv und Museum der Stadt Grafing in eine Schau zeitgenössischer Objekte eingebettet, die die Historie des Grafinger Raumes in den Tagen des Ersten Weltkriegs dokumentieren.“
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Tagung ‚Manga und Comic – Die Faszination der Bild-Erzählung‘ in Bochum

Noch bis 1. Juli 2012 zeigt die Situation Kunst in Bochum-Weitmar die Ausstellung „Von Thangka bis Manga. Bild-Erzählungen aus Asien“. In diesem Rahmen werden mehrere Tagungen zu einzelnen Themenbereichen und kostenlose Manga-Workshops für Jugendliche veranstaltet. Der Begleitprogramm-Flyer kann hier angeschaut und heruntergeladen werden.

Auf der Museumshomepage wird die Ausstellung wie folgt beschrieben:
„Den Ausgangspunkt für die Ausstellung, die thematisch an den Bestand der asiatischen Objekte von Situation Kunst anknüpft, bildet ein Buddha Vairocana-Thangka der Sammlung, der – wie kürzlich wissenschaftlich belegt wurde – vom fünften Dalai Lama in Auftrag gegeben wurde. Diese Entdeckung stellt eine regelrechte Sensation dar!
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Rezension: Graphic Women

Hillary L. Chute: Graphic Women: Life Narrative and Contemporary Comics. New York: Columbia University Press, 2010. 316 Seiten, $ 26,50.

Druckfassung (pdf)

Hillary L. Chute ist keine Unbekannte in der englischsprachigen Comicforschung. Bereits in ihrer Dissertation „Contemporary Graphic Narratives: History, Aesthetics, Ethics“ (2006) und im Rahmen des Themenhefts „Graphic Narrative“, das sie gemeinsam mit Marianne DeKoven für Modern Fiction Studies (Winter 2006) herausgab, wurde ihr Interesse an autobiografischen Comics deutlich. Weiterlesen

Berliner Kolloquium zur Comicforschung ist gestartet

In der vergangenen Woche wurde die erste Sitzung des Berliner Kolloquiums zur Comicforschung abgehalten. Die Veranstaltung findet in diesem Semester das erste Mal statt, wobei die Veranstalter auf eine Fortsetzung hoffen. Ein Programm lag bei Redaktionsschluss nicht vor, weshalb wir an dieser Stelle das Rundschreiben der Organisatoren wiedergeben:

Sehr geehrte Comic-Forschende und -Interessierte,

am Mittwoch, den 25.4.2012, starten wir mit dem Berliner Kolloquium zur Comicforschung. Wir wollen damit allen interessierten Forschenden eine Plattform zur Präsentation und Diskussion ihrer Aktivitäten bieten, die ihnen in ihren sonstigen Arbeits- und Forschungsumfeldern eventuell manchmal fehlt. Weiterlesen

Frohe Ostern!


… wünscht die ComFor-Webredaktion mit einem gezeichneten Gruß unseres Vorsitzenden Prof. Dietrich Grünewald.

Für tot erklärt zum 20. Geburtstag – Ein Nachruf zum "Lexikon der Comics"

Das „Lexikon der Comics“ war als umfangreiche Loseblattsammlung in der deutschsprachigen Comicforschung eine singuläre Einrichtung. Nach zwanzig Jahren ist das Lexikon im vergangenen Jahr eingestellt worden. René Mounajed hat lange Jahre am Lexikon mitgearbeitet und hat auf Einladung der Redaktion einen sehr persönlichen Nachruf verfasst.

Das „Lexikon der Comics,“ hrsg. von Marcus Czerwionka im Corian-Verlag, ist Geschichte: Nach der 76. Ergänzungslieferung erklärten sowohl der Herausgeber als auch der Verlagschef Heinrich Wimmer das „Aus“ eines Standardwerkes der Comic-Forschung in Deutschland.
Dabei war es genau das, was es immer sein wollte: Das Lexikon der Comics fungierte einerseits als Nachschlagewerk für Experten und Laien, andererseits aber sollte und wollte es weitergeschrieben werden, animierte durch seine bloße Existenz zur Weitergabe des eigenen, nicht selten gerade durch das Schreiben erst entwickelten Expertenwissens. Weiterlesen