Ausstellungen

KABOOM!

Christian Marclay, Manga Scroll, 2010 (Detail); © Christian Marclay. Courtesy Paula Cooper Gallery, New York, Lithographie auf Reispapierrolle

Die Weserburg, das Museum für Moderne Kunst Bremens präsentiert vom 15. Juni bis zum 6. Oktober 2013 mit der Ausstellung „KABOOM! Comic in der Kunst“ den Einfluss des Mediums auf die zeitgenössische Kunst der vergangenen sechs Jahrzehnte. Weiterlesen

Nippon Chinbotsu – Japan sinkt

Tokihiko Ishiki, Manga-Illustration zu Nippon Chinbotsu, Tokyo, 2006–2009 basierend auf dem Roman von Sakyou Komatsu Band 1, Die japanischen Inseln vom Weltall aus gesehen © Tokihito Ishiki

Tokihiko Ishiki, Illustration zu Nippon Chinbotsu, Tokyo, 2006–2009 © Tokihito Ishiki

Das Museum für angewandte Kunst in Wien zeigt vom 16. Januar bis zum 21. April 2013 die Ausstellung „Nippon Chinbotsu. Japan sinkt“ zur gleichnamigen Manga-Adaption von Tokihiko Ishiki.

Mit der Manga-Serie Nippon Chinbotsu, die den Untergang Japans durch Erdbeben zum Thema hat, gelang dem Mangaka (Manga-Zeichner) Tokihiko Ishiki ein Megaseller, der bis heute gefragt ist. In der Ausstellung „Nippon Chinbotsu. Japan sinkt. Ein Manga“ widmet sich das MAK auf Basis dieses populären Beispiels der visuellen Ästhetik und grafischen Qualität von Mangas, die weit über die Grenzen Japans hinaus zu einem Massenphänomen der zeitgenössischen Kultur avanciert sind.
Inspiration für seine Manga-Serie bezog Ishiki aus dem 1973 veröffentlichten und mehrfach verfilmten Bestseller Nippon Chinbotsu des japanischen Science-Fiction- Autors Sakyou Komatsu (1931–2011). Der Roman skizziert den fiktiven Untergang Japans, eines der erdbebenreichsten Länder der Welt, als Folge mehrerer verheerender Beben und übt epische Gesellschaftskritik am technik- und fortschrittsgläubigen Japan der 1970er und 1980er Jahre. Weiterlesen

„wonderfully vulgar“ Britische Comics von 1873 bis 1939


WV new poster14. März – 10. Mai 2013

Eine Ausstellung basierend auf einer Sammlung von 5.000 frühen britischen Comics (Comic-Zeitschriften), die sich im Besitz der Oldenburger Universitätsbibliothek (BIS) befindet.

Die Ausstellung zeigt bedeutende Beispiele britischer Comics aus den 1870er Jahren, als Comics für erwachsene Leser entstanden sind, bis hin zu den 1930er Jahren, einer Zeit, in der fast nur noch Comics für Kinder veröffentlicht wurden. Zu jener Zeit wurden Comics oft als „Schund“ beschimpft, als „billig“ und „verdorben“ abgetan. Sie galten, in einem Wort, als „vulgär“. Dennoch – oder gerade deshalb – wurden sie mit Begeisterung gelesen. Bezeichnend dafür steht ein Ausdruck Charlie Chaplins, der als Titel dieser Ausstellung gewählt wurde: Rückblickend auf seine Kindheit im London der 1890er Jahre nennt Chaplin diese Comics eine Quelle der Unterhaltung und Inspiration und beschreibt sie pointiert als „wonderfully vulgar – wundervoll vulgär“.

Dies ist ein gemeinsames Projekt der Universitätsbibliothek (BIS) und des Instituts für Anglistik und Amerikanistik an der Universität Oldenburg.

Ort: Universitätsbibliothek, Uhlhornsweg, Oldenburg.

Kurator der Ausstellung ist Kevin Carpenter.

Die Internetpräsentation dieser Ausstellung beinhaltet einen umfassenden Katalog. Website (zugänglich ab 14. März 2013):
www.wonderfullyvulgar.de

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Nick Knatterton und andere Abenteuer – Manfred Schmidt zum 100. Geburtstag

Manfred Schmidt, Nick Knatterton (Werbemotiv) © Lappan Verlag GmbH, Oldenburg

Dem am 15. April 1913 geborenen Karikaturisten, Presse- und Comiczeichner Manfred Schmidt wird anlässlich seines bevorstehenden 100. Geburtstages in der Zeit vom 13. Januar bis zum 21. April eine Ausstellung im Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover gewidmet.
Schwerpunkt der Sonderausstellung „Nick Knatterton und andere Abenteuer – Manfred Schmidt zum 100. Geburtstag“ bildet die gleichnamige Comicreihe um den Detektiv „Nick Knatterton“.Diese wurde von Schmidt die ganzen 1950er Jahre hindurch veröffentlicht und war, laut den Aussagen Schmidts zufolge, als Persiflage auf den Superheldencomic gedacht, der in der Nachkriegszeit in Deutschland an Popularität gewann. Weiterlesen

Comics Deluxe! Das Comicmagazin Strapazin

1984 erschien die allererste Ausgabe des Strapazins. Mittlerweile, nach etwas über achtundzwanzig Jahren, ist die Ausgabe 108 erhältlich, eine der wenigen im Übrigen, die in der Nachfolge der Nr. 37 nicht unter einem eigenen Leitthema wie „Komplizen“, „Comics aus Mexico“ oder „Vergessene Orte“ erschienen ist.
Noch bis zum 3. März 2013 widmet sich das Cartoonmuseum Basel mit der Ausstellung „Comics Deluxe!“ dieser bemerkenswerten Zeitschrift, die sich im Laufe der Zeit mehrere Alleinstellungsmerkmale erarbeitet hat. So etwa den konsequenten Verzicht auf eine Chefredaktion oder die quadratischen Anzeigen, die von den Zeichnern des Magazins individuell für den jeweiligen Auftraggeber angefertigt und neben dem Abdruck im Strapazin selbst auch als Aufkleber an diese ausgeliefert werden.
Besonderes Augenmerk richtet die Basler Sonderausstellung, wie das Cartoonmuseum in seiner Ankündigung betont, auf die Entwicklung einer anerkannten Künstlerszene durch ein Medium, das selbst um Anerkennung ringen musste und immer noch muss: Weiterlesen

Biodiversität in Entenhausen – Tiere aus einer parallelen Welt

Das Bamberger Naturkundemuseum zeigt bereits seit dem 21. Juli Lebensformen aus einem parallelen Comic-Universum. Noch bis zum Ende des Jahres kann unter dem Motto „Biodiversität in Entenhausen“ die Fauna aus dem Schaffen des Disney-Künstlers Carl Barks in einer Sonderausstellung in Augenschein genommen werden. Über die Grenzen der eigentlichen Schau hinaus war es zudem möglich, auch andere Bereiche des Museums erfolgreich um einige spezielle Exponate aus dieser Parallelwelt zu erweitern.
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Ausstellung: Ulf K. – Der Poet unter den Comic-Zeichnern in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen

Die LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen zeigt vom 28. Oktober 2012 bis 13. Januar 2013 die Ausstellung
„ULF K. – Der Poet unter den Comic-Zeichnern“. Die Comics von Ulf K. sind für die Comicforschung u.a. auch deshalb interessant, weil es ihm immer wieder gelingt mit seinen Zeichnungen und Geschichten Emotionen hervorzurufen, quasi als zusätzliche Dimension, und er viele seiner Geschichten ohne Text erzählt und dadurch beweist, dass Comics auch ohne diesen funktionieren können.
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Ausstellung Holocaust im Comic plus Fachtag in Berlin

Vom 8. Oktober bis 2. November 2012 zeigt das Berliner Archiv der Jugendkulturen die Ausstellung „Holocaust im Comic“, die bis zum 30. September noch in der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ Gedenkstätte Dachau zu sehen war. Zudem gibt es einen kostenlosen Fachtag am 9. Oktober 2012 mit den Referenten Peter Lorenz (Comicbibliothek „Renate“) und Ralf Palandt (ComFor): „Kampf um die Köpfe“: Comics von und gegen Rechts.
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Ausstellung in München: Der Zeichner Karl Arnold

In unregelmäßigen Abständen präsentiert die Staatliche Graphische Sammlung der Pinakothek der Moderne Zeichner der Münchner Satire-Zeitschrift „Simplicissimus“. In der Regel sind bei den Werken aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts auch Bildfolgen dabei, die als Comics gelten können. Eckart Sackmann stellt in seinem Jahrbuch „Deutsche Comicforschung 2010“ u.a. Sprechblasen-Comics aus der Zeitschrift vor. In einer „Online-Edition“ können „Simplicissimus“-Ausgaben dem Veröffentlichungsdatum nach durchgeschaut werden, aber auch in Bezug auf Personen und Schlagworte. Auch eine Suchfunktion steht zur Verfügung.

Bis zum 2. September 2012 sind im Münchner Museum die Zeichnungen von Karl Arnold zu sehen. Eines der bekanntesten Motive Arnolds zeigt bereits 1923 zeitkritisch einen Bier-saufenden und Pfeife-rauchenden Bayern mit Hakenkreuz-Augen zum Text: „Mei‘ Ruah möchte‘ ich hamm und a Revolution, A Ordnung muaß sei‘ und a Judenpogrom, A Diktator g’hört hera und glei‘ davo’g’haut: Mir zoagen’s Enk scho‘, wie ma Deutschland aufbaut!“.
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