Veranstaltungen

3. Tagung des International Manga Research Center in Bucheon (Korea)

Die jährlichen Tagungen des International Manga Research Center (IMRC) scheinen sich zu einer festen Größe im Tagungsplan der interantionelen Comicforschung zu etablieren. Nachdem man im vergangenen Jahr in Köln tagte und die unterschiedlichen transkulturellen Einflüssen sowohl auf Comics als auch auf Manga untersuchte (vgl.den Tagungsbericht auf unseren Seiten: https://www.comicgesellschaft.de/?p=793), hielt das IMRC in diesem Jahr seine Tagung gemeinsem mit Korea Manhwa Contents Agency (KOMACON) in Bucheon (Korea) ab. Das Thema der Tagung, „Manga in Society: Beyond Economism“, wurde gewählt, um nach den Katastrophen des 11. März 2011 (Erdbeben, Tsunami, Nuklearunfall in Fuksuhima) die Rolle und den Einfluss von Manga in der japanischen Öffentlichkeit zu beleuchten.

Jedoch, so stellt Jaqueline Berndt vom IMRC in ihrer Zusammenfassung überrascht fest, gebe es diese Art von kritischer Forschung in Korea gar nicht. Viel mehr werde an koreanischen Universitäten eine Manhwa-Forschung (d. s. koreanische Comics) betrieben, die sich vornehmlich um gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen kümmere. Trotz der sehr unterschiedlichen Forschungsansätze sei die Tagung jedoch zumindest in dem Bereich ein Erfolg gewesen, als dass sie Manga- und Manhwa-Forscher zusammen gebracht hat.

Den gesamten englischsprachigen Tagungbericht kann man als pdf auf den Seiten des IMRC lesen.

Das Tagungsprogramm sowie die einzelnen Paper sind lediglich auf Japanisch einzusehen, hier, jedoch lassen sich mit Online-Übersetzungsmaschinen, etwa googles Translator, beachtliche Übersetzungserfolge, und somit eine Möglichkeit zur Lektüre auch für die nicht japanisch sprechende Bevölkerung, verzeichnen.

Zu Publikation des 2010er Tagungsbandes lesen Sie hier unseren kurzen Hinweis.

(Felix Giesa)

Comic-Projekte der DFG-Forschungsgruppe „Ästhetik und Praxis populärer Serialität“

Comics gehören zu den ältesten und kulturgeschichtlich bedeutsamsten Formen des populärkulturellen seriellen Erzählens. Umso erstaunlicher ist es, dass die Vielzahl serieller Phänomene, die die Geschichte und Gegenwart der Comics prägen, bislang noch relativ unerforscht sind. Einige Projekte innerhalb der seit Oktober 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschergruppe „Ästhetik und Praxis populärer Serialität“ wollen diesem Desiderat nun Abhilfe schaffen.
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Ausstellung: Die 7 1/2 Leben des Walter Moers

Die ComFor-Redaktion meldet sich aus der Sommerpause zurück mit dem Hinweis auf die Ausstellung „Die 7 1/2 Leben des Walter Moers – Vom Kleinen Arschloch über Käpt’n Blaubär bis Zamonien“, die vom 25. September 2011 bis 8. Januar 2012 in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen zu sehen ist. Zwar scheiden sich am Humor der Comics von Walter Moers die Geister, doch sind sie immer wieder Gegenstand comicologischer Betrachtungen. So greift Bernd Dolle-Weinkauff in seinem Aufsatz „Von zierlichen Zigeunerinnen und Roma-Rambos. Beobachtungen zum Zigeunerbild im zeitgenössischen Comic“ auf einen Walter Moers-Comic zurück (Awosusi, Anita (Hrsg.): Zigeunerbilder in der Kinder- und Jugendliteratur, Heidelberg: Verlag Das Wunderhorn, 2000). Und Chiara Cerri bindet in ihrem Unterrichtsentwurf „Comics gegen Rechtsextremismus und Rassismus im DaF-Unterricht. Konzeptionelle Überlegungen“ dessen Band „Adolf. Äch bin wieder da!!“ ein (Palandt, Ralf (Hrsg.): Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Comics, Berlin: Archiv der Jugendkulturen, 2011).
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Tagung "Comic – Manga – Graphic Novel"

Aktuelle Tendenzen in der grafischen Literatur für Kinder und Jugendliche

Der Verein Arbeitskreis für Jugendliteratur veranstaltet vom 25. bis 27. November 2011 im Haus Hainstein (in Eisenach) die Tagung „Comic – Manga – Graphic Novel“. Das vollständige Programm, Informationen über die ReferentInnen und zur Anmeldung (bis zum 3. Oktober 2011) sowie zur Seminargebühr stehen auf der
Internetseite des Arbeitskreises.

Der Arbeitskreis für Jugendliteratur stellt seine Tagung wie folgt vor:

„1978 bot Will Eisner seinen Comic Vertrag mit Gott einem Verlag als Graphic Novel an und prägte damit diesen Begriff. Mit dem zweibändigen Comic Maus von Art Spiegelmann (dt. 1989) hat die Graphic Novel endgültig Eingang in die Literaturkritik gefunden und feiert seitdem Erfolge. Seit den 1990er Jahren sind Manga auf dem deutschen Comicmarkt zunehmend präsent. Die Möglichkeiten der intermedialen Wechselwirkungen von Comic und Literatur haben sich seitdem auf vielfältigste Weise und überaus spannend verwoben und haben auch in der Kinder- und Jugendliteratur Erzählweisen entschieden erweitert.
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Symposium "Comics – Intermedial & Interdisziplinär"

Organisiert von Véronique Sina, Christian Bachmann und Lars Banhold, findet vom 09.-10.12.2011 in den Räumlichkeiten von Situation Kunst (Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum) das Symposium „Comics – Intermedial & Interdisziplinär“ statt.

Ziel des Symposiums ist es, den Forschungsgegenstand Comic aus möglichst unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven (Medienwissenschaft, Gender- und Queer Studies, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte etc.) aus zu betrachten und im Hinblick auf seinen intermedialen Kontext – also mit Blick auf die Frage nach dem Comic in den Medien und den Medien im Comic – zu beleuchten.
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Ausstellung "TRAITS RÉSISTANTS. La résistance dans la bande dessinée de 1944 à nos jours"

Das „Centre d’Histoire de la Résistance et de la Déportation“ in Lyon zeigt noch bis 18. September 2011 die Ausstellung „TRAITS RÉSISTANTS. La résistance dans la bande dessinée de 1944 à nos jours“ über die Resistance als Thema im Comic. In Zeiten, in denen Geschichtscomics und die wissenschaftliche Beschäftigung mit Geschichtscomics so hoch im Kurs stehen, liegt die Ausstellung inkl. Katalog voll im Trend.
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Manga – Comicfiguren aus Japan

Noch bis zum 31. Juli ist im Stadtmuseum Hornmoldhaus Bissingen die Ausstellung
Manga – Comicfiguren aus Japan / Japan: Kingdom of Characters zu sehen.

Laut Veranstalter gibt die Ausstellung „einen Einblick in die faszinierende Welt der japanischen Manga- und Anime-Kultur, die im Japan der Nachkriegszeit eine rasante Entwicklung genommen hat und dort inzwischen alle Bereiche des täglichen Lebens durchdringt. Weltweit, auch in Europa, hat dieses Phänomen der japanischen Popkultur in den letzten Jahren mehr und mehr Beachtung gefunden, Besuchermagneten wie die jährlich stattfindende Japan-Expo in Paris oder der Salon de Manga in Barcelona spiegeln das gestiegene Interesse an diesem Aspekt der japanischen Kultur wider.“
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