Vorträge & Tagungen

Vortrag und Diskussion „Graphic Vienna“

Bereits zum zweiten Mal präsentiert das Wien Museum in Kooperation mit Vienna Comix und FM4 die „Graphic Vienna“. Im Rahmen dieser Reihe präsentieren am 04. April bildende und Comickünstler Ihre Werke, berichten über ihre Arbeit und beantworten Fragen des Publikums.

In dieser zweiten Ausgabe stellen Leopold Maurer und Regina Hofer (beide Luftschacht), Jasmin Rehrmbacher (Edition Dostal) sowie Andreas Martens (Schreiber & Leser) ihre aktuellen Arbeiten vor.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Veranstaltungsankündigung:

„In der zweiten Ausgabe von Graphic Vienna präsentieren Leopold Maurer und Regina Hofer ihre erste gemeinsame Graphic Novel „Insekten“ (Luftschacht). Sie handelt von Maurers Großvater, einem bekennenden Nazi, von seiner Zeit bei der Waffen-SS und vom Zweiten Weltkrieg.

Jasmin Rehrmbacher stellt ihre Comicserie „Kreuz“ (Edition Dostal) vor: die Geschichte eines Angestellten, der nicht länger in einer quadratischen Welt leben will und dessen Weg sich mit einer Frau kreuzt, die lieber als Katze lebt.

Comiclegende Andreas (Martens), der „Mann mit dem magischen Strich“ und Schöpfer der fantastischen Serien „Rork“ und „Capricorn“ (Schreiber & Leser), gibt Einblick in seine bereits mehr als 35 Jahre und 70 Alben währende Zeichnerkarriere.“

Anmeldung und weitere Informationen auf der Veranstaltungsseite.

Gespräch mit Anke Feuchtenberger „Betrachtet, tradiert und transformiert“ in Münster

Am 2. April 2019 wird die Veranstaltungsreihe zu dem 2018 im LWL-Museum für Kunst und Kultur installierten Comic-Altar „Tracht und Bleiche“ von Anke Feuchtenberger fortgeführt. Dieses Mal wird die Künstlerin im Gespräch mit den ComFor-Mitgliedern Marina Rauchenbacher und Katharina Serles unter dem Titel Betrachtet, tradiert und transformiert.“ die Re- und Dekonstruktionen von Geschlechtlichkeit diskutieren.

Veranstaltungsankündigung:
„In ihrem Comic-Altarbild deutet Anke Feuchtenberger die biblische Passionsgeschichte in eine aktualisierte und assoziative Geschlechtergeschichte um. Im Gespräch mit den Kulturwissenschaftlerinnen Marina Rauchenbacher und Katharina Serles von der Universität Wien soll diesen Transformationen und Neudeutungen im Blick auf ihren Umgang mit Weiblichkeit nachgegangen werden.“

Detailinfos

Workshop „Manga – Comic – visuelle Kultur. Auto|Biographische Narrative“

Das Netzwerk Biographieforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst (Wien) veranstaltet am 5. April einen Workshop zum Thema Manga, Comic und visuelle Kultur.

Unter der Leitung von Akiko Yamada, Melanie Unseld (mdw) und Markus Oppolzer (Universität Salzburg) werden anhand theoretischer Texte zunächst die Grundlagen erarbeitet, um anschließend anhand konkreter Beispiele die Umsetzung biografischer Narrative in Bilderzählungen zu diskutieren.

Veranstalter_innentext

Auto|Biographien in Form von Mangas, Comics und Graphic Novels, aber auch in anderen Ausdrucksformen der Populärkultur, stellen aufgrund ihrer sprachlich-visuellen Verfasstheit besondere Herausforderungen an die Biographie-Forschung. Die sprachliche Ebene der Lebenserzählung wird nicht nur durch eine Bild-Ebene ergänzt, sondern ist gerade durch die Interdependenz von Sprech-akten und visueller Darstellung gekennzeichnet. Auf diese Weise erfährt die Lebenserzählung nicht nur eine Dramatisierung, sondern zugleich auch eine visuelle Konkretisierung sowie – möglicherweise – eine weitere Ebene der (visuellen) Narrativierung. Ähnliche Fragestellungen dürften sich auch im Kontext von Prosa(auto)biographien ergeben, wenn die Bedeutung von Titelbildern und eingefügten Fotografien geklärt werden muss. Doch was wird in Mangas, Comics, Graphic Novels etc. auf visueller Ebene auto|biographisch zu sehen gegeben? Erhöht sich auf diese Weise der metafiktionale Anteil des auto|biographischen Nar-rativs? In welcher Relation stehen Text und Bild in auto|biographischen Mangas, Comics und Graphic Novels? Wie begünstigt oder dekonstruiert diese Intermedialität auto|biographische Narrative? Besondere Zuspitzung erhalten die Fragen in Mangas, Comic, Graphic Novels etc. über Künstlerinnen und Künstler, wenn zu der auto|biographischen Darstellung eine Visualisierung ihrer eigenen Kunst hinzutritt: Musik, Malerei, Autorschaft, Architektur etc. In welcher Form können Kunstpro-dukte, aber auch künstlerische Prozesse (z.B. Inspiration, Kunstproduktion etc.) zu sehen gegeben werden? Welche kunstästhetischen Narrative werden hier aufgerufen/de-konstruiert? Wie stehen Intermedialität und Intertextualität zueinander?

Anmeldung: per Email an Unseld[at]dw.ac.at bis zum 29. März 2019.

Vollständiger Veranstaltungstext mit weiteren Informationen

Vortrag „Comics und Intersektionalität“ in Berlin

Am 7.3.2019 spricht ComFor-Vorsitzende Véronique Sina über „Comics und Intersektionalität“ im Rahmen des Veranstaltungsprogramms des Forschungsprojekts „Pathographics“ an der FU Berlin.

Veranstaltungsankündigung:
„Der Begriff der ‚Intersektionalität‘ hat Hochkonjunktur. Immer öfter ist sowohl im akademischen wie auch öffentlichen Kontext von ‚intersektionaler Perspektivierung‘, intersektionalem Denken‘ oder dem ‚Paradigma der Intersektionalität‘ die Rede. Doch was genau bezeichnet der abstrakte Begriff der Intersektionalität überhaupt? Was ist unter Intersektionalitätsforschung zu verstehen und wie kann eine intersektionale Comicanalyse aussehen? Diesen Fragen geht die Referentin anhand der exemplarischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Differenzachsen wie etwa Gender, Sexualität und Dis/ability nach. So soll nicht nur das produktive Potenzial einer intersektionalen Perspektivierung für die Comicforschung aufgezeigt werden. Die Auseinandersetzung mit konkreten Beispielen soll außerdem veranschaulichen, inwiefern das Konzept der Intersektionalität ein nützliches Instrument darstellt, um die mediale (Re-)Produktion und Konstitution hegemonialer Differenz- und Machtverhältnisse im Medium Comic in den Blick zu nehmen und kritisch zu analysieren.“

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Symposium „Materialities of Comics“ in Aarhus

Vom 20. bis 22. Februar veranstalten die Nordic Summer University, das Centre for Literature Between Media und die School of Communication and Culture der Universität Aarhus (Dänemark) erstmalig ein Symposium zum Thema Materialität des Comics. In über 10 Panels, Diskussionen und Workshops werden Beiträge präsentiert, beispielsweise zur Materialität und Medialität des Superheldencomics oder des Comics in den sozialen Medien; ebenso finden sich Beiträge zur medialen Inszenierung und Repräsentation unter Anderem von Gender, Alter, Krankheit oder auch Erinnerung auf dem Tagungsprogramm. Die Keynotes werden von den ComFor-Mitgliedern Lukas R.A. Wilde und Christina Meyer gehalten. Darüber hinaus nehmen die dänischen Zeichner_innen Sofie Louise Dam, Signe Parkins, Rune Ryberg und Christian Skovgaard an einer abschließenden Diskussionsrunde Teil.

Veranstaltertext:

„In our first symposium, Materialities of Comics, we want to open up the physical body of comics and explore how they work in the material world around us. Comics creators today are experimenting with the materiality and mediality of comics to a high degree, but comics have always been material. The goal of this symposium is to investigate comics in a variety of material, medial, and historical contexts to expand our understanding of how comics as a medium works in our contemporary societies.“

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Vortrag „Superheroes with Disabilities“ in Tübingen

Am Dienstag, dem 5. Februar 2019 findet um 19:00 Uhr im d.a.i.-Saal des Deutsch-Amerikanisches Instituts Tübingen ein Vortrag von Prof. Elizabeth Wheeler über Superhelden mit Behinderung statt. Der Vortrag wird in Kooperation von der Lebenshilfe Tübingen e.V. und der Abteilung für Amerikanistik der Universität Tübingen organisiert.

Veranstaltertext:

„Comics waren eines der ersten Medien, die Menschen mit Behinderung als Vorbilder zeigten. Superheld/innen mit Behinderungen verkörpern die grundlegenden amerikanischen Werte. Mitte des 20. Jahrhunderts waren sie ein Zeichen von Originalität, wohingegen sie im 21. Jahrhundert zu einem Zeichen von Inklusion geworden sind. Der Vortrag zeigt unter anderem anhand von Bildern, wie die amerikanische Kultur in ihren Stärken auch viele Schwächen hat – genau wie alle Superheld/innen. Prof. Elizabeth Wheeler ist Associate Professor of English und Director of Disability Studies an der University of Oregon. Ihr Buch „HandiLand: Disability in Young Adult and Children’s Books“ erscheint im Herbst 2019. Sie hat derzeit die Ottilie Wildermuth-Gastprofessur an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen inne.“

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Workshop „COMICS/FANDOM“

Die AG Comicforschung und die AG Partizipations- und Fanforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) veranstalten am 28. und 29.03.2019 einen Workshop zum Wechselverhältnis zwischen Comic und Fandom.

Vier international besetzte Panels setzen sich mit den Themen „Platforms, Exchange, and Markets“, „Nostalgia, Ideology and Politics“, „Genre, Gender, and Marginalized Identities“ und „Comics Fandom and other (Sub)Cultures“ auseinander. ComFor-Mitglieder Vanessa Ossa und Véronique Sina sind gemeinsam mit Sophie Einwächter und Sven Stollfuß für die Organisation zuständig.

Veranstaltertext:

Considering how crucially comic book marketing depends on loyal customers, especially fans, and to how great an extent the ever-expanding franchises surrounding Marvel’s or DC’s comic worlds rely on user participation and fandom, it seems striking that the connection between Comics Studies and Fan Studies has hardly been explored in any great detail so far.

Is this because Comics Studies focus on the text and Fan Studies on its recipient? At least in Germany, Comics Studies have strong roots in (Comparative) Literary Studies, Art History, or Philology while Fan Studies are either grounded in Media and Cultural studies or in Sociology (focusing on individual and mass consumption practices or group phenomena).

In our 2019 Workshop on Comics/Fandom, we want to address possible overlaps and frictions between Comics Studies and Fan Studies.

Anmeldung: per Email bis zum 17. März 2019.

Veranstaltungsseite mit vollständigem Programm.

Symposium „Motive von Angst und Wut – Emotionen im und um den Comic“ in Berlin

Das Berliner Comic-Kolloquium veranstaltet am 9. Februar 2018 ein Symposium zum Thema „Motive von Angst und Wut – Emotionen im und um den Comic“, an dem mit Tillmann Courth, Antje Knopf, Anke Marie Bock, Juliane Blank und Matthias Harbeck auch mehrere ComFor-Mitglieder teilnehmen. In insgesamt sieben Vorträgen werden die verschiedenen Formen von Angst und Wut im und um den Comic verhandelt.

Anmeldung: per Mail bis zum 2.2.2019 an comfor.berlin2014@gmail.com, Teilnahmegebühr von 5 EUR für Studierende und Arbeitslose, 10 EUR für alle anderen.

Veranstaltertext:

Wenn Verschwörungstheorien, Fremdenhass und das Schüren von Abstiegsängsten salonfähig geworden sind, wenn Protestwähler*innen und „Wutbürger*innen“ Wahlen und Politik maßgeblich beeinflussen, wenn Paketbomben an Politiker*innen verschickt werden, wenn Staaten ihre Grenzen „zumauern“, der Ruf nach „Recht und Ordnung“ wieder lauter wird und „befreundete“ Staaten um die Wette rüsten, wird deutlich, in welchem Maß Wut und Angst Motoren sozialer und politischer Veränderung sind.

Auch Unsicherheiten, Ängste und Abneigungen im privaten Bereich – in Zeiten der Individualisierung und „Achtsamkeit“ zunehmend ausgedrückt, inszeniert und analysiert – begründen das eigene Handeln, führen aber auch zu biografischen Brüchen und setzen Grenzen. Parallel dazu ist auch die „Handlung“ (im doppelten Sinne) in Geschichten oft ausgelöst (oder kulminiert zumindest) durch Gefühle der Wut oder Angst. Rachegelüste, Fluchtreflexe, Hass, die Suche nach dem Kick, Angst vor dem Tod und der Kampf mit den eigenen Dämonen sind Motive, die Figuren verändern und antreiben. […]

Das Berliner Comic-Kolloquium nimmt die aktuellen Debatten um Wut und Angst in der Gesellschaft zum Anlass, sich am 9. Februar 2019 mit den comicspezifischen Darstellungsformen dieser Emotionen, den Motiven von Wut und Angst im Comic, aber auch mit den von Comics ausgelösten Emotionen, der Manipulation der Leser*innen durch den Comic und durchaus auch mit der (vor nicht allzu langer Zeit noch sehr verbreiteten) Angst vor und Wut auf den Comic zu befassen.

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Vortrag und Diskussion „Und so geht es fort“ mit Anke Feuchtenberger

Am Montag, 21. 1. 2019, ist die Comickünstlerin Anke Feuchtenberger zu Gast an der Universität Wien für eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Und so geht es fort. Körper-Zeichen in Anke Feuchtenbergers Bilderzählungen“. Organisiert wird der Abend von den ComFor-Mitgliedern Marina Rauchenbacher und Katharina Serles im Rahmen ihrer Lehrveranstaltung „Körper-Zeichen. Gender und Diversität in deutschsprachigen Comics“; Studierende des Proseminars führen durch den Abend.

Veranstaltungsankündigung: 

„Anke Feuchtenbergers Arbeiten prägen die deutschsprachige Comic-Szene wesentlich. Ihre charakteristischen, aufwühlenden und gleichzeitig berührenden Zeichnungen und Bildergeschichten/Comics verhandeln immer wieder Themen wie Geschlechtergeschichte, Geschlechterrollen und -zugehörigkeiten, Körper, Sexualität und Identitätssuche. Anke Feuchtenberger wird über ältere und neuere Arbeiten sprechen und mit Studierenden des Proseminars Körper-Zeichen. Gender und Diversität in deutschsprachigen Comics diskutieren.“

Flyer