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Closure – Kieler e-Journal für Comicforschung (mit CfP)

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel laufen die Vorbereitungen für ein Open Access e‑Journal für deutschsprachige Comicforschung. Scott McClouds Begriff ‚Closure’, der die Erschließung von Sinnzusammenhängen zwischen getrennten Panels beschreibt, dient als Leitmetapher des Projekts: Es wird eine themenunabhängige Plattform für Forschungsergebnisse aller Disziplinen bieten. Durch Verbindungen unterschiedlicher Ansätze sollen die künftigen Beiträge der wachsenden deutschsprachigen Wissenschaftsgemeinschaft neue Impulse geben. Gefördert wird das e-Journal durch den ‚PerLe Fonds für Lehrinnovationen’. Nachwuchswissenschaftler_innen und Studierende unterschiedlicher Fachbereiche werden es gemeinsam konzipieren, redaktionell leiten und administrativ betreuen. Die erste Ausgabe erscheint voraussichtlich im Oktober 2014. Für den ersten Call for Papers hofft das Team auf rege Beteiligung.

Zum Call for Papers

Online-Reader: Der erste Weltkrieg im Comic

WKIAnlässlich der Ausstellung “Tout le monde kaputt – Der Erste Weltkrieg im Comic”, die noch bis zum 11. April 2014 in der Universitätsbibliothek der LMU München (Ausleihhalle) zu sehen ist, haben Sylvia Kesper-Biermann und Bettina Severin-Barboutie vom historischen Seminar der LMU einen umfangreichen Online-Reader erstellt, der frei einsehbar ist.

Neben Hintergründen zur Ausstellung enthält der Reader zahlreiche Information zum ersten Weltkrieg im Comic, dem historischen Kontext, sowie eine ausführliche Auswahlbibliographie.

 

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Filmpremiere und Gespräch ‘Tardi – Schwarz auf Weiß’

Tardi - Schwarz auf WeißEin Film von Pierre-André Sauvageot
Veranstaltungen am 15./18./19./21./22. Januar im Lichtblick & Moviemento-Kino Berlin

Der Kinostart findet in Kooperation mit der einen Tag zuvor beginnenden Ausstellung „Tardi: Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB“ im Literarisches Colloquium Berlin statt. Darüber hinaus wird der Kinostart von weiteren Sonderveranstaltungen begleitet werden (Übersicht: Siehe weiter unten). So wird der Regisseur für eine Premierenveranstaltung im Moviemento und für ein Publikumsgespräch im Lichtblick-Kino aus Paris anreisen. Außerdem wird Iris Praefke an zwei Abenden Vorführungen des Films mit einem Vortrag (“Tardis fabelhafte Welt”) über den Einfluss von Tardis Werk aufs Kino einleiten.

Synopsis:
Er ist einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Comic-Kunst: Jacques Tardi. Der Regisseur Pierre-André Sauvageot hat ihm zwei Jahre lang über die Schulter geschaut. Tardi arbeitete in dieser Zeit an dem Band “Killer stellen sich nicht vor” (Le petit bleu de la côte Ouest/2005) nach dem Roman von Jean-Patrick Manchette und an “Das Geheimnis des Würgers” (Le secret de l’étrangleur/2006), eine Pierre Siniac-Adaptation. Auch unabhängig von den konkreten Werken portraitiert der Film Tardi in den Wegen seiner Recherchen, seiner Art zu arbeiten. Ein thematischer Schwerpunkt des Films sind überdies die Aufzeichnungen des Vaters zu Krieg und Kriegsgefangenschaft. Tardi ist noch in den Anfängen ihrer künstlerischen Umsetzung, erläutert das geplante Erzählverfahren und spricht darüber, wie sehr ihn das Vorhaben herausfordert und was ihn gleichzeitig schon Jahre zögern lässt. Zur Sprache kommen auch die Erlebnisse des Großvaters aus dem I. Weltkrieg und ihr Nachhall im Band “Grabenkrieg”.

F 2006, 50 min, Regie: Pierre-André Sauvageot, Kamera: Pierre Demoy, Ton: Stéphane Kayler, Denis Tribalat, Schnitt: Véronique Holley, Musik: freeBidou, Produzent: Raffaele Ventura. Eine Co-Produktion von France 3 Corse und Label Vidéo. mit der Unterstützung von: Centre National de la Cinématographie, Casterman und Cinéplume / TVM, Übersetzung und Untertitel: Andreas Förster, deutscher Verleih: Sabcat Media
Übersicht Sonderveranstaltungen

Gewinner „Animate Europe“ ausgezeichnet

Screenshot 2013-12-05 14.12.01Erstmalig hat das Brüsseler Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit 2013 den
Internationalen Comicwettbewerb „Animate Europe“ organisiert. “Wir haben neue Geschichten für Europa gesucht”, so Hans H. Stein, Leiter des Brüsseler Büros. “Deshalb haben wir Künstler aus aller Welt aufgerufen, uns ihre Geschichte zu Europas Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft in Form eines Comics zu erzählen. Belebe Europa – Animate Europe! ” Die Einsendungen handeln von Mythen, Träumen, aber auch von der Wirklichkeit und sind in Idee, Stil und Form so unterschiedlich und faszinierend wie Europa.

Aus 21 Konzepteinsendungen aus 15 Ländern wählte eine Fachjury sieben Finalisten aus, die ihren Entwurf zu einem achtseitigen Comic ausarbeiteten. Am 3. Dezember 2013 wurde Marco Tabilios Comic „Erasmus and the Seal“ im Belgischen Comic-Museum in Brüssel prämiert. Tabilio hat eine Bilderfolge geschaffen, in der Erasmus von Rotterdam im Bauch eines Walfischs mit einem Seehund über Europa diskutiert.

„Es war eine exzellente Idee, Erasmus als Hauptfigur zu wählen“, so die Jury. „Eine historische Figur, Denker, Humanist und gleichzeitig einer der ersten Europäer. Tabilio wählt eine verblüffende Konstellation, indem er aktuelle Probleme Europas in einen historischen Kontext setzt. Die Geschichte ist ihren surrealen Ansatz und Witz didaktisch, ohne belehrend zu sein. Was der Leser am Ende als Erkenntnis mitnimmt, wird ihm nebenbei vermittelt. Tabilios Beitrag ist persönlich, stimmig, ansprechend und voll grafischer Originalität.“ Continue reading

Tagungsbericht Sketching the Past – Vermittlung von Gewaltgeschichte im Comic

Ende September 2013 fand in Frankfurt (Oder) eine Tagung statt, zu der das «Institut für angewandte Geschichte e. V.» eingeladen hatte. In vier Panels (und in zwei Workshops) gingen die Teilnehmer der Frage nach, ob und ggfs. wie sich Comics im Bereich der Bildung einsetzen lassen, um insbesondere staatliche und/oder institutionelle Gewalt deutlich zu machen:

  • · Holocaust im Comic
  • · Jenseits von NS-Geschichte
  • · DDR und deutsche Teilungsgeschichte
  • · Einsatz von Comics im Geschichtsunterricht

Das Julim-Journal der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW hat dazu einen sehr interessanten Tagungsbericht von Mario Zehe veröffentlicht, der sich unter diesem Link einsehen lässt.

Update Dez. 2013: Einen weiteren Tagungsbericht gibt es mittlerweile von Katharina Eger.

GfM-Tagung Medien der Wissenschaften

GfM Tagung 2013Tagungsbericht von Lukas R.A. Wilde

Unter dem Tagungsthema “Medien der Wissenschaften” traf sich die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) vom 3.-5. Oktober 2013 an der Leuphana Universität Lüneburg. In einem Pool aus über 150 Vorträgen in 45 Panels und Workshops wurde das Verständnis historischer wie gegenwärtiger Medialität von Wissenschaftspraxen diskutiert. Erklärte Zielsetzung war somit eine erhöhte Selbstreflexivität des Gebildes “Medienwissenschaft”, das über vier Jahrzehnten hinweg zugleich Produkt wie Beobachterin medientechnologischer Veränderungen war und sich dabei stets hochgradig adaptionsbereit und ergebnisoffnen zeigen durfte. In vielleicht verwandtem Gestus markierte die GfM-Tagung auch für die Comicforschung ein kleines Novum, dies sogar in zweifacher Hinsicht: In einer konstituierenden Sitzung traf sich am ersten Tagungstag die frisch gegründete Arbeitsgruppe “AG Comicforschung”; am darauf folgenden Freitag präsentierte diese auch gleich das erste Panel medienwissenschaftlicher Comicforschung mit insgesamt zweistündigen Beiträgen zum Fokus der Tagung. Zum vollständigen Tagungsbericht

Europa in der Sprechblase

„Europa in der Sprechblase!“ ist ein gemeinsames Projekt des Institut Francais d’Italia und des Goethe-Institut Italien aus Anlass des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags zur deutsch-französischen Freundschaft.

Europa

Zur Zeit sind im Rahmen des Projektes zwei Comicwettbewerbe ausgeschrieben: Continue reading

Tagungsbericht: NNCORE – Internationale Comic-Konferenz, Universität Helsinki 2013

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Unter der Leitung von Kai Mikkonen (University Helsinki) und Anne Magnussen (Universität Südliches Dänemark) fand – trefflich und bestens organisiert – die Comic-Konferenz in Helsinki vom 23. bis zum 25. Mai 2013 statt.

Auf Einladung der NNCORE, die sich ja auch auf der Wissenschaftstagung der ComFor in Freiburg 2012 beteiligt hatte, war die ComFor stark vertreten.

Nach dem Einleitungsvortrag von Ann Miller (Universität Leicester) über „Comics and Politics“ : – just das Thema der letztjährigen ComFor-Jahrestagung! – starteten starteten mit Sektion 1 („Strategies of Storytelling“), moderiert von Anne Magnussen, die ersten ComFor-Beiträge (Abstracts einiger Beiträge unten im Anhang):

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Wilhelm-Busch-Preis 2013 an Franziska Becker

Wilhelm Busch gilt als Wegbereiter des modernen Comic. Jahrzehntelang lebte und arbeitete er in seinem Geburtsort Wiedensahl in Niedersachsen. Seine Zeichnungen und sein brillanter Sprachwitz beeindrucken bis heute und prägten viele Nachfolger. Der 1997 ins Leben gerufene Preis wird in dieser Form seit 2006 von den drei Stiftern, der Stiftung Sparkasse Schaumburg, der Schaumburger Landschaft und den Schaumburger Nachrichten der Wilhelm-Busch-Preis verliehen. Das Preisgeld beträgt 10.000 €.

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Hamburger Graphic-Novel-Förderpreis "AFKAT"

Zum zweiten Mal wird der AFKAT, der Hamburger Graphic-Novel-Förderpreis, ausgeschrieben. Für all jene, die nicht nahe der Waterkant leben, wird die Bedeutung des Namens im Ausschreibungstext gern aufgelöst als Plattdeutsch für „Anwalt“ oder „Advokat“. Und das hat seine Berechtigung: Denn der Preis, der in der Publikation des Gewinnerbeitrages besteht, wird komplett durch die Kanzlei Dr. Bahr getragen, die den AFKAT im Jahr 2011 ins Leben gerufen hat.Angesprochen fühlen dürfen sich besonders Nachwuchskünstler!

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