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Comic courses in the summer semester 2025

As in the past, we are once again collecting and archiving comic-related university courses offered by our members for the current winter semester of 2025. If you would like to add a course reference, even if you are not a ComFor member, please send an email with all relevant information to the web editorial team: redaktion@comicgesellschaft.de.

Instructor’s Name Prof. Dr. Astrid Böger
University Universität Hamburg
Course Title What’s New in Graphic Literature?
Course Type Seminar
Disciplinary Integration Amerikanische Literatur und Kultur
Course Description The success story of comics for grown-ups of the past forty+ years largely hinges on a sub-formation known as autobiographical comics or graphic life writing. While Art Spiegelman’ seminal Holocaust memoir Maus (orig. 1986) is often considered the starting point of this development, in this seminar we will highlight works that were published as recently as last year and subsequently included in the Best Graphic Novels for Adults Reading List compiled annually by the American Library Association. The overall aim is to appreciate non-fictional, autobiographical comics as an important and dynamically-evolving field of literature today, graphic or otherwise. Toward this aim, we will discuss theoretical texts including Elisabeth El Refaie’s Autobiographical Comics: Life Writing in Pictures (2012) and Karin Kukkonen’s Studying Comics and Graphic Novels (2013), among others. We will then study three primary works together, Maria Sweeney’s Brittle Joints (2024), Denise Dorrance’s Polar Vortex. A Family Memoir (2024), and Eddie Ahn’s Advocate: A Graphic Memoir of Family, Community, and the Fight for Environmental Justice (2024). In the final part of the course, students will present works of their own choice, thus broadening our scope according to their own interests and preferences.

 

Instructor’s Name Dr. Marco Favaro
University Universität Bamberg
Course Title Der Joker als Kulturikone: Was uns der Clown Prince of Crime über die westliche Gesellschaft verrät
Course Type Seminar
Disciplinary Integration Literatur- und Kulturwissenschaft
Course Description Im November 2019 erschütterten heftige regierungskritische Proteste das Land in Santiago de Chile. Viele der Demonstrierenden trugen Clownmasken oder sogar ganze Kostüme, inspiriert vom Film Joker (2019). Etwas Ähnliches geschah einen Monat zuvor im Libanon, in der Stadt Beirut, während der sogenannten „Revolution des 17. Oktober“. Auch hier trugen viele Protestierende die Farben des Jokers. Dasselbe Symbol wurde zeitgleich bei monatelangen regierungskritischen Protesten in Hongkong, Bagdad und Paris während der Gelbwesten-Proteste übernommen. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Figur als Symbol des Aufstands verwendet wird (man denke nur an die Guy-Fawkes-Maske, die wir immer noch sehen), und auch nicht das erste Mal, dass das Symbol des Jokers genutzt wird, um die Macht zu kritisieren – bereits nach Nolans The Dark Knight wurden zahlreiche Politiker „jokerisiert“. Doch hier geschieht etwas anderes: Es sind die Demonstrierenden selbst, die sich mit dem „Clown Prince of Crime“ identifizieren. Nicht mehr der Mächtige wird als wahnsinniger Clown dargestellt, sondern die Protestierenden selbst behaupten: „Wir sind der Joker.“ Wie ist es dazu gekommen? Wie konnte der Joker – der ultimative Schurke, der in den Comics als der bösartigste und gefährlichste Gegner des DC-Universums gilt – zu einem positiven Symbol des Widerstands werden? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir verstehen, wer der Joker ist, wie er entstanden ist und in welcher Weise er tief mit der westlichen kulturellen Identität verbunden ist. Das Ziel des Seminars ist es, das Potenzial und die Komplexität hinter einem scheinbar einfachen Thema der Populärkultur aufzuzeigen. Die Wahl fiel auf die Figur des Jokers, motiviert durch die Verbreitung und den Einfluss, den diese Figur im kulturellen Kontext – im Westen und darüber hinaus – hatte und weiterhin hat. Im Speziellen wird die Geschichte des Jokers in den Comics und im Film vertieft, und es werden Schlüsselfaktoren herausgearbeitet, die den Joker mit der westlichen kulturellen Identität verbinden. Auf welchen archetypischen Figuren basiert der Joker? Was kommunizieren sein Körper und sein Erscheinungsbild? Welches Verhältnis hat die westliche Welt zum Lachen und zum Humor? Ist der Joker „verrückt“ oder einfach „seiner Zeit voraus“? Dies sind einige der zentralen Punkte, die behandelt werden.

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Instructor’s Name Jasmin Garavello
University Universität Münster
Course Title Viñetas y palabras – Der cómic als Ressource im Spanischunterricht
Course Type Thematisches Seminar im Bereich der Fachdidaktik
Disciplinary Integration Romanistik – Spanische Philologie
Course Description Im spanischen und lateinamerikanischen Sprachraum verbucht der cómic schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts einen hohen Stellenwert in der Kulturindustrie. Neben einer Vielzahl an Verlagen gibt es verschiedene Auszeichnungen wie den bekannten Premio Nacional del Cómic, die beispielhaft für die Wertschätzung und Aufmerksamkeit stehen, die der cómic erfährt. Neben Klassikern wie Mafalda und Mortadelo y Filémon gibt es vielfältige Neuproduktionen aus dem spanischen sowie lateinamerikanischen Raum. Es finden sich fiktionale Inhalte, aber zunehmend auch Sachcomics, die mit ihrem informativen Charakter historische und soziokulturelle Themen aufgreifen. Aufgrund verschiedenartiger Inhalte sowie der Sprache-Bild-Kombination kann der Comic motivierend wirken und eignet sich für den kompetenzorientierten, heterogenitätssensiblen Spanischunterricht der Sek. I und Sek. II.

In diesem Seminar werden wir uns mit ausgewählten Comics verschiedener Genres vor dem Hintergrund der gattungsspezifischen Merkmale auseinandersetzen und uns durch die Analyse von grafischen und sprachlichen Stilmitteln die Eigenschaften des textsortenspezifischen Lernens im Spanischunterricht erarbeiten. Darüber hinaus gilt es, die fremdsprachendidaktischen Potenziale aufzudecken, zu erproben und zu diskutieren sowie die didaktischen Einsatzmöglichkeiten für Spanischlernende in Sek. I und II abzuwägen. Anhand ausgewählter Sequenzen werden wir im Hinblick auf die konkrete Unterrichtsplanung differenzierte Aufgabentypen verschiedener Anforderungsniveaus entwerfen.

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Instructor’s Name PD Dr. habil. Beate Kern
University Universität Rostock
Course Title Boum, bang et bulles: Sprache in der bande dessinée
Course Type Hauptseminar
Disciplinary Integration Romanistik
Course Description Comics spielen insbesondere in Frankreich eine wichtige kulturelle Rolle – dort lesen laut einer Umfrage des Centre National du Livre1 von 2020 ca. 77% der Kinder und 43% der Erwachsenen regelmäßig Comics. Graphische Literatur ist zudem ein lohnenswertes Objekt für sprachwissenschaftliche Studien, da sie durch die Multimodalität in der Kombination von Text und Bild und durch spezifische Gestaltungselemente, wie Sprechblasen oder typographische Mittel, sprachliche Eigenheiten aufweist. Diese sprachlichen Spezifika werden im Seminar am Beispiel der französischen bande dessinée thematisiert: Nach einer Annäherung an den Begriff des Comics und der Erarbeitung von allgemeinen Grundlagen zur Comicanalyse werden verschiedene sprachwissenschaftliche Konzepte herangezogen, um zu erkunden, wie der Eindruck entsteht, dass wir bei der Lektüre von Comics die Gespräche der Figuren und verschiedene Klänge gleichsam „hören“ können: Thema­tisiert werden u.a. konzeptionelle bzw. fingierte Mündlichkeit, die Verwendung von Interjektionen, lautmalerischen Elementen und Gesprächswörtern. Bzgl. der spielerischen Seite der Sprache in Comics sollen Phänomene wie die Verwendung und ggf. Verfremdung phraseologischer Einheiten und die Erfindung sprechender Namen analysiert werden. Schließlich ermöglicht die direkte Rede in den Sprechblasen etwa durch Code-Switching eine Darstellung besonders großer Sprachenvielfalt. Abschließend wird beleuchtet, inwiefern diese sprachlichen Besonderheiten von Comics sowie die Verknüpfung von Bild und Text für die Comic-Übersetzung spezifische Probleme aufwirft.

1 Vincent Gérard, Armelle/Chaniot, Cécile/Lapointe, Maëlle (2020): Les Français et la BD. Paris: Centre National du Livre, S. 13.

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Instructor’s Name Dr. Björn Hochschild
University Universität Wien
Course Title Comics verstehen, denken und erfahren
Course Type Master-Seminar im Modul „Diskurse und Methoden“
Disciplinary Integration Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Course Description
Diese Lehrveranstaltung führt in ein multiperspektivisches wissenschaftliches Arbeiten über, mit und in Comics ein. Sie versteht Comics nicht nur als ein Medium, dessen Geschichten, Visualitäten, Stile, Ästhetiken, Epochen und Genres sich analysieren, historisieren und theoretisieren lassen. Vielmehr begreift sie Comics als eine spezifische Form des Verstehens, Denkens und Erfahrens und erprobt, inwiefern ein akademisches Arbeiten in dieser Form möglich ist.
Hierzu wird auf sehr unterschiedliche Methoden und Materialien zurückgegriffen. Es werden ausgewählte Comics gelesen und analysiert und diese Analysen durch theoretische, methodische sowie historische Arbeiten aus dem Bereich der Comicforschung flankiert. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf (wissenschaftlichen) Arbeiten zum Comic in Comicform. Darüber hinaus sollen Primär- und Sekundärliteratur durch kleinere, regelmäßige (Zeichen-)Übungen zum experimentellen und konzeptionellen Arbeiten in Comicform ergänzt werden.

 

Instructor’s Name Prof. Dr. Stephan Packard
University Universität zu Köln
Course Title Geschichte des Comics
Course Type Online-Vorlesung mit OER
Disciplinary Integration Medienkulturwissenschaft
Course Description Comics begleiten die Entwicklung der oft vage beschriebenen modernen und postmodernen Bildkultur: Sie nehmen an der Popularisierung von Printmedien und der aufkommenden Unterhaltungskultur im 19. Jahrhundert teil, reagieren auf die Bilderflut der folgenden Jahrzehnte, und bieten Experimente und Subversionen zu den ikonischen Bilderrhetoriken der anderen Bilderzählungsgenres, der piktoralen Werbungen und politischen Massendiskurse. Als abstrakt wiedererkennbare Kunstform – sequenziell angeordnete Bilder – verfügen sie zugleich über einen vielfältigen, aber überschaubaren Reichtum an Varianten, regionalen, kulturellen und gattungsmäßigen Typen. Die vergleichsweise kurze Geschichte der Form bietet sich so besonders für Reflexionen über Herausforderungen und Möglichkeiten der Mediengeschichtsschreibung an.

Die Vorlesung diskutiert daher ebenso Grundlagen der kritischen Medienhistoriographie, insbesondere der Kanonisierung, der Archivarbeit und des populären Mediums als kulturellem Archiv, der Spannung zwischen Abstraktion und konkreten Fallanalyse, der anderen Spannung zwischen Selbst- und Fremdbeschreibung einer kollektiven Kunstpraxis, und der Gegen- und Alternativgeschichtsschreibung, wie Varianten der Kunstform von amerikanischen Comicstrips über frankobelgische BDs und Manga bis zur deutschsprachigen Comicszene. In einzelnen Schlaglichtern setzen wir uns mit Disneyproduktionen, mit Superheld_innen, mit Noir Comics, Underground Comix und Memoir Comics auseinander.

Die Vorlesung setzt die Open Educational Resources (OER) der Initiative Comicforschung.nrw ein, die in den letzten Jahren vom interdisziplinären Netzwerk ComRhein an den Universitäten Bonn, Düsseldorf. Essen und Köln gemeinsam entwickelt wurden. Die OER-Inhalte werde von den Teilnehmenden zunächst online und asynchron bearbeitet. Wir führen sie alle zwei Wochen in der gemeinsamen Sitzung zur weiterführenden Diskussion in synchronen Sitzungen zusammen.

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Instructor’s Name Prof. Dr. Stephan Packard
University Universität zu Köln
Course Title Challenges of Transmedia Narratology
Course Type Hauptseminar (MA)
Disciplinary Integration Medienkulturwissenschaft
Course Description Many different kinds of media do seem to tell stories: Movies, TV series, books, comics, computer games, memes, online videos, and many more. In this course we will discuss analytical approaches that take this quality of media as their starting point in order to understand and examine media and place them in historical contexts: What follows from the fact that a media artifact tells a story, what is narrative structure, and how do various ways to tell stories with media differ from one another?

In the now well-established research field of transmedia narratology, some clear analytical approaches have proved their potential for clarifying structures and functions of many media types. As we discuss and employ these concepts in our own narrative media analyses, we will be interested in questions such as: How do media convey the temporal structure relevant to narratives? How are events, happenings, and subjective experiences constructed? What are narrative instances, and can we do without them? How are storytelling and sense-making related? What distinguishes fiction from factual narratives? Which narrative structures are typical for different media, such as language, writing, images, sculptures, films, television, radio plays, theatre, comics and computer games – and which ones may apply across media?

At the same time, current research is faced with a number of challenges that reflect interesting new but also traditional phenomena in media production and usage: How is canonicity negotiated in transmedia storytelling universes such as Star Wars or the MCU? What is gained and lost when a plot travels from one media adaptation to the other – and what even makes two plots ‘the same’? How can we understand transmedia characters that travel between media and answer questions like, ‘Is Batman a Holmes?’ How can we conceive of fiction and of imaginary stories in contradistinction to lies, propaganda, and ‘fake news’? Why do we experience suspense even when we see a movie for the second time? How does participatory narration happen in fandom, in ergodic computer games, but also in table top roleplaying? What is an unreliable narrative, and why does ti delight even as it frustrates?
In addition, we also want to address historical questions: it has not always been self-evident that images can tell stories as well as language, that narratives can provide access to the subjective
experiences of strangers, or that stories can be freely invented. Some specific narrative techniques also have a clear historical index; they are invented, spread, and then fall out of fashion.

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Instructor’s Name Prof. Dr. Daniel Stein
University Universität Siegen
Course Title Nakba and Shoah: Memories of Catastrophe in Graphic Narrative
Course Type Master-Seminar (Englisch Lehramt, MA Literaturwissenschaft)
Disciplinary Integration Englisch/Amerikanistik
Course Description As comics scholar Hillary Chute notes in Disaster Drawn: Visual Witness, Comics, and Documentary Form (2016), graphic narratives – understood as long-form narratives combining words and images, often told through a sequential series of framed panels – possess particular affordances for recording and recovering historical events as part of contemporary cultural memory. “The essential form of comics – its collection of frames – is relevant to its inclination to document,” Chute writes. Comics make the “reader access the unfolding of evidence in the movement of its basic grammar, by aggregating and accumulating frames of information” (2).In this course, we will study and test Chute’s argument about the special connection between comics (or graphic narrative, as the broader and more inclusive term) and historical documentation by analyzing a selection of works that grapple with two highly traumatic events of twentieth-century history: The mass-persecution and near-extermination of the European Jews by the Nazis (commonly referred to as the Holocaust or, especially among Jewish scholars, the Shoah) between 1933 and 1945 and the forced displacement of Palestinian Arabs as part of the Palestine War of 1948, which led to the establishment of the state of Israel and which Palestinians call Nakba. Both events – the Shoah and the Nakba – are related, and both terms translate as “catastrophe,” marking them highly consequential historical events but also significant subjects for cultural memory.

Over the course of the semester, we will gain a basic familiarity with these events and learn how to analyze and interpret graphic narratives that deal with their difficult histories. While the course is not intended as a forum for discussion of the current violence and political turmoil in this part of the world, it does aim to provide a necessary sense of historical depth and complexity as well as the ability to critically examine graphic narratives about the two historical catastrophes that in many ways mark the beginnings of the ongoing conflict.

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Neuerscheinung: “Comics Studies x Gender Studies”

Comics Studies x Gender Studies: Schnittmengen von Forschung, Lehre und Praxis – Intersections of Research, Teaching, and Practice

Eds. Marina RauchenbacherKatharina Serles, and Naomi Sarah Lobnig
August 2025
412 pages
De Gruyter Brill
Open Access
ISBN 978-3-11-077568-6
e-ISBN (PDF) 978-3-11-077575-4

Comics Studies x Gender Studies has just been published as Volume 5 of the interdisciplinary book series COMICSTUDIEN, funded by the Austrian Science Fund (FWF). The 43 contributions, all available as open access (by, amongst others, ComFor-members Marina RauchenbacherKatharina Serles, Barbara M. Eggert, Elizabeth “Biz” Nijdam, Kalina Kupczyńska, and Ranthild Salzer) cover the broad sections “Comics in the Classroom,” “Narration,” “Intermediality,” “Superheroes”, “Art,” “Humor,” “Autographics,” “Feminist Activism,” “Race,” “Queer,” “Age,” “Class,” and “Illness.”

Blurbs:

„’x’ stands for intersection(s) and multiplication, as comic studies and gender studies complement each other productively. This alternative reader provides a compact anthology of artistic, didactic and pedagogial, academic, and (artistic) essayistic / student perspectives on intersectional categories and also illustrates the connection between research, teaching, and practice.“

(German Blurbs):

„Comics Studies wie Gender Studies sind als Wissenschaften fundamental interdisziplinär, ihre Gegenstände ergä̈nzen einander in vielfacher Hinsicht, gleichzeitig fehlt eine Überblicksdarstellung. Die wiederholte visuelle Präsenz des Körpers bietet ideale Voraussetzungen für komplexe Auseinandersetzungen mit Konzepten von Geschlecht und Körperrepräsentation und die Auseinandersetzung mit intersektionalen Fragen. Umgekehrt haben Diskussionen und Erkenntnisse der Gender Studies Eingang in die Comics-Praxis gefunden und das Medium inhaltlich und formal geprägt. Diese Verschränkungen zwischen Comics Studies und Gender Studies, Comics und Gender fokussierend – und um Verschränkungen der (akademischen) Vermittlung erweiternd – versammelt die geplante Publikation Beiträge von Künstler*innen, Kultur-Vermittler*innen, Wissenschaftler*innen und Studierenden beider Disziplinen, um Umfang und Vielfalt der Schnittmengen von Forschung, Lehre und Praxis aufzuzeigen und zu vertiefen -und diese Zielgruppen gleicherma§en anzusprechen. Durch diese konzise Zusammenstellung (Reader) entlang intersektionaler Kategorien wird eine Lücke in der gendertheoretischen Comicforschung bzw. der comicbasierten Genderforschung gefüllt.“

Publisher’s Page

Neue Book Series “Exeter New Approaches to Comics Studies: Theory and Practice”

This new series, headed by ComFor-member Miriam Kent (University of Leeds, UK), champions innovative, interdisciplinary scholarship in comics studies, bridging critical analysis and creative production. Each book includes a comics or sequential graphic element, offering a unique platform for creative-critical work and showcasing comics as a sophisticated mode of research and knowledge production.
We welcome book-length projects that:
  • Experiment with form and push the boundaries of comics scholarship
  • Explore intersections with media studies, cultural studies, art history, critical theory, and more
  • Demonstrate the transformative potential of comics for understanding society
For submission guidelines or to discuss a proposal, please contact:

Series Editor: Dr. Miriam Kent – M.R.Kent@leeds.ac.uk
Commissioning Editor: Becky Taylor – b.taylor@exeterpress.co.uk

Just published: “Comics: Konzept und Gestaltung”

Comics: Konzept und Gestaltung [Comics: Concept and Design]
Hannes Rall
June 2025
728 pages
Herbert von Halem Verlag
64,00 €
ISBN 978-3-86962-533-1

ComFor-member Hannes Rall, Professor of Animation Studies and Associate Chair Research at the School of Art, Design and Media at Nanyang Technological University Singapore, has just published a new volume that directly follows its sister publication “Animationsfilm: Konzept und Produktion” .

Blurbs (German):

“Unterhaltsam und gleichzeitig wissenschaftlich fundiert führt “Comics: Konzept und Gestaltung” in die kreative Praxis ein. Die verschiedenen Schritte vom Szenario zur fertigen Seite werden im Detail erklärt, dabei steht die Frage immer im Vordergrund, wie das visuelle Erzählen einer Geschichte optimal in der Kombination zwischen Wort und Bild umgesetzt werden kann.

Beginnend mit dem Szenario (dem Drehbuch des Comics) beschreiben folgende Kapitel Panelaufteilung und Seitenlayout, Vorzeichnung (Penciling) und Tuschen (Inking), Farbgebung, Lettering und Titelbildgestaltung. Exklusive Interviews mit deutschen und internationalen Zeichner*innen, runden das Buch ab. Diese Interviews sind so gewählt, dass sie zusätzliche Themenbereiche abdecken, wie die Sichtweise des Comicverlegers, Manga, professionelle Praxis zum Broterwerb und Comics im Internet.

Die australischen Comiczeichner Stuart Medley und Bruce Mutard steuern die internationale Perspektive bei und geben Einblick in die Praxis von Graphic Novel und Werbe-/Erklärcomics. Wie in der erfolgreichen Schwesterpublikation “Animationsfilm: Konzept und Produktion” ergänzen sich Text und Illustrationen des Autors, um die komplexe Materie zu vermitteln. Der Band ist darüber hinaus reich mit zum Großteil unveröffentlichten Comiczeichnungen der deutschen Größen Stefan Dinter, Michael Meier, Christina Plaka und Daniel Lieske illustriert. Visuelle Beispiele der großen Klassiker Hal Foster, Alex Raymond, Milton Caniff und Chester Gould demonstrieren die praktische Umsetzung gestalterischer Prinzipien.

Das Buch ist gleichermaßen für Anfänger und Fortgeschrittene, Profis und Forscher geeignet, die sich kompetent über das Machen von Comics informieren wollen. Für Comic-Einsteiger*innen wird ein systematischer Weg aufgezeigt, sich praktisch zu verbessern – wozu es Aufgaben am Ende jedes Kapitels gibt. Gleichzeitig wird die Materie auf einem Niveau vermittelt, die auch für Fortgeschrittene und Profis zahlreiche Entdeckungen bereithält. Dazu tragen sowohl die Werkstatteinblicke arrivierter Kolleg*innen, als auch die zahlreichen Analysen bekannter Comic Klassiker bei. Comicforscher*innen finden akademisch aufgearbeitete Informationen zur kreativen Praxis, die es Ihnen ermöglichen, sich wissenschaftlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.”

Publisher’s Page

New “Cambridge Companion to Manga and Anime”

The Cambridge Companion to Manga and Anime
Jaqueline Berndt (ed.)
November 2024
302 pages
22,99 GBP
ISBN 978-1-00900-343-8
https://doi.org/10.1017/9781009003438

Blurbs:

“In recent years, manga and anime have attracted increasing scholarly interest beyond the realm of Japanese studies. This Companion takes a unique approach, committed to exploring both the similarities and differences between these two distinct but interrelated media forms. Firmly based in Japanese sources, this volume offers a lively and accessible introduction, exploring the local contexts of manga and anime production, distribution, and reception in Japan, as well as the global influence and impact of these versatile media. This Companion is divided into thematic sections that explore common characteristics such as visuals, voice, serial narrative and characters, whilst also highlighting distinct challenges and histories. Each section, in principle, consists of two chapters, one taking the perspective of manga studies and the other taking the standpoint of anime research. Providing insights into the media forms themselves through deliberately analyzed examples and concurrently introducing up-to-date scholarship in an accessible style, this Companion offers an authoritative model for research in the burgeoning research fields of manga studies and anime studies to newly interested and highly experienced readers.”

Publisher’s Page

Journal Monitor 19: New Publications on Comic Books

The Journal Monitor is a subcategory of the regular Monitor. It is an irregularly published overview of issues of international journals on comics studies as well as special issues on corresponding topics. The introductory texts and/or tables of contents come from the respective websites.
Do you have suggestions or information on new releases that have been overlooked and should be introduced on our website? Please let us know via email: redaktion@comicgesellschaft.de.
See previous Monitor posts.


Comicalités | 2024 | 2025

Cover des Journals La bande dessinée à voix haute

online, open access
Website

      • Benoit Glaude et Ian Hague: “La bande dessinée à voix haute : introduction” (english translation: “Comics Aloud: Introduction”)
      • Jean-Paul Gabilliet: “Fiorello La Guardia et The Comic Parade
      • Lorenzo Di Paola et Eva Van de Wiele: “La bande chantée : tradition orale et croyances pédagogiques dans le Corriere dei Piccoli
      • Benoît Crucifix et Sébastien Hermans: “Slache, le rire brusseleir de la radio à la bande dessinée”
      • Benjamin Fraser: “Everyday Urban Sounds: Ben Katchor’s Julius Knipl Radio Cartoons”
      • Damon Herd: “Chanson Cachée: The Music-comic albums of Geneviève Castrée”
      • Silvia Masi: “Vers une expérience sensorielle augmentée ?”
      • Jennifer Nagtegaal: ““Making Noise” with Comics: An Interview with Argentine Author, Artist, Singer, and Song Writer, Isol”
      • Vikram Nijhawan: “Interview with Dirk Maggs, audio dramatist and co-creator of Audible’s The Sandman
      • Alex Fitch: “Interviews with multimedia comics creators—how Hannah Berry, Lance Dann and Tom McNally use audio drama to move their work into new areas of storytelling”
      • Benoit Glaude: “Un nouvel essor sonore de la bande dessinée en France (2019-2023)”
      • Laurent Bozard: “De la bande dessinée aux bandes écoutées”

Les magazines de bande dessinée en France 

online, open access
Website

      • Matthieu Letourneux et Yoan Vérilhac: “Les magazines de bandes dessinées : une approche médiatique et culturelle”
      • Sophie Bros: “La part du texte : Les romans-feuilletons et les nouvelles dans les premiers magazines de bandes dessinées”
      • Irène Langlet: “L’imaginaire technique et le savoir dans les journaux de bandes dessinées pour la jeunesse de 1946 à 1969”
      • Alexis Lévrier: “Hebdomadaires de bandes dessinées et imaginaires médiatiques dans les années 1950–1960”
      • Sylvain Lesage: “Pilote et les formes d’engagement communautaire dans la presse illustrée pour jeunes des années 1960”
      • Nicolas Labarre: “Influence de l’underground nord-américain dans les magazines de bande dessinée adulte en France, 1969-1976”
      • Alain Vaillant: “Les seventies, le moment bédéesque du rire français”
      • Simon Bréan: “Super-héros et rubriques technologiques : en quête d’une culture scientifique dans les parutions Lug (1970-1988)”
      • Sixtine Audebert: “Le rock dans les magazines de bande dessinée des années 1970-1980”
      • Aurélie Huz: “L’intermédialité dans les magazines de bande dessinée adultes du milieu des années 1980 au milieu des années 1990”
      • Yoan Vérilhac: “La place du sexe dans les magazines de bande dessinée pour adultes dans les années 1980”
      • Julien Schuh: “Les cultures matérielles de la bande dessinée : Charlie, Pilote & Charlie et Pilote mensuel, entre presse, édition et collection”
      • Bounthavy Suvilay: “Le rédactionnel des périodiques de manga ou comment un objet éditorial non identifié témoigne de la globalisation culturelle”
      • Matthieu Letourneux: “Lecture périodique, contexte médiatique et bandes dessinées”
      • Benoit Glaude: “La mémoire sonore des magazines de bande dessinée”
      • Irène Le Roy Ladurie et Maël Rannou: “« On n’avait pas l’impression de travailler à la mine ». Entretien avec Claude Bardavid, dernier rédacteur en chef de Pif Gadget canal historique”

 

European Comic Art 17.2

Cover des Journalsonline, subscription
Website

      • Eva Van de Wiele: “A Short-Lived Children’s Periodical: The Case of Mickey Revista Infantil Ilustrada
      •  Gerardo Vilches: “Photography in Non-Fiction Comics: The Encounter of Two Languages”
      • Jakob F. Dittmar & Anders Høg Hansen: “German Comic Art: Intergenerational Memory and Everyday Objects”
      •  Valentina Denzel: “Love, Maternity, and Feminism: Exploring Alternative Relationships in the Works of Ah!Nana Artists Chaland, Claveloux, and Capuana”
      • Leïla Ennaïli: “Reporting from a Migrant Camp ‘with Humour and Humanity’: Absurdity as a Strategy”

 

ImageTexT 15.2

Cover des Journalsonline, open access
Website

      • Anni Lappela: “Arctic Urban Space and Corporeality in Yuliya Nikitina’s Graphic Novel Polunochnaia zemlia
      • Justin F. Martin: “Figuring Out Fairness: Justice Considerations in Superhero Comics”
      • Timothy S. Murphy: “The Actual Anatomy of the Terrible: Gou Tanabe, Weird Ekphrasis, and the History of Lovecraft in Comics”

 

Inks: The Journal of the Comics Studies Society 8.2 + 8.3

Cover des Journalsonline, subscription
Website

      • Nicole Dib: “Who Benefits from Your Ignorance? Visualizing Black (Super)Heroism and Refuting Respectability Politics in Victor LaValle’s Destroyer
      • Rachel Kunert-Graf: “Historiographic Comics and Abina and the Important Men
      • Nicole Morse: “Sufficient Magic: Queer Prison Comix as Liberation Praxis”
      • Aaron Kashtan: “Why They’re Censoring Comics Again”
      • Martha Kuhlman: “Notes on “Munich Memory””

Special Issue: Seeing Stories with Indigenous Comics (8.3)

Cover des Journalsonline, subscription
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      •  Jeremy M. Carnes, Katherine Kelp-Stebbins: “Introduction: Seeing Stories with Indigenous Comics”
      • Zak Waipara: “From Panel to Panel . . . Pou to Pou: Connecting Māori Art Practices and Sequential Storytelling”
      • Chag Lowry: “Original Voices: A Native Comic Creator’s Journey”
      •  Beyond Collective Andrea Hoff, Wanda John-Kehewin: “Unraveling Time: Reading Temporal Shifts as Intergenerational Narrative Weaving in Wanda John-Kehewin’s Visions of the Crow
      • Arigon Starr: “Artist Statement and Excerpt from Round Dance
      • Susan Bernardin: “Curative Comics: Arigon Starr’s History Lessons”
      •  Aarin Dokum, KC Oster, Patrizia Zanella: “Mamaandaawaajimowag: Collaborative Weaving of Rabbit Chase, a Multilingual Tale”
      •  Justin Wigard, Alina Pete: ““Loud, Wonderful, Funny, Passionate Indigenous Voices”: An Interview on Indigenous Comics with Alina Pete (Nehiyaw)”
      • Courtney Lewis: “Comics in the Classroom: Amplifying American Indian Voices and Visibility”
      • Olivia Abram: “Learning from Looking in “Red Clouds”: Lee Maracle’s See as (Re)Creative and Critical Method”
      • Lisa Tatonetti: “Two-Spirit Pedagogy in Surviving the City, Vol. 2: From the Roots Up”
      • Sophie McCall: “Framing, Reframing, and Deframing: Disclosure in Indigenous Comics”

 

Comics and Culture 9

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      • Ioana Atanassova: “Differences Between Eastern and Western Storytelling:
        Characterization and Story Progression in Manga, Manhua, and Asian
        Cinema vs Western Media”
      • Forrest C. Helvie: “Rising and Falling: Deconstructing and Reconstructing Superheroes in Postmodern Comics”
      • Sebastian Sparrevohn: “Kierkegaard’s ‘Existence-Spheres’ in Kieron Gillen and Jamie McKelvie’s The Wicked + The Divine
      • Kurtis Parsons: “”Errour’s Den”: Fashioning The Faerie Queene into Comics”
      • Rafael Abrahams: “Teaching Academic Writing Through Autobiographical Comics”

 

Studies in Comics  15

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      • Charlotte J. Fabricius: “Drawing in circles: Feminized labour in autobiographical comics and cartoons on Instagram”
      • Małgorzata Olsza: “The pregnant body in Polish comics: Reading Agata Nowicka’s Projekt: Człowiek (‘Project: A human being’) and Olga Wróbel’s Ciemna Strona Księżyca (‘The dark side of the moon’) ”
      •  Mihaela Precup: “Of monsters and women: Gender, sexual violence and the logic of familiarity in Drawing Power
      • Alice Parrinello: “Queer unmaking: Monstrosity and dancing liberation in Percy Bertolini’s Da sola (2021)”
      • John Conlan: “Race, gender and the erasures of gentrification in Ezra Daniels and Ben Passmore’s BTTM FDRS
      •  Darnel Degand & Annika Tyson Grier: “‘WAIT! Isn’t cartooning supposed to be fun?!’: Little Barbara Brandon’s earliest lessons”

 

Revue de littératures franco-canadiennes et québécoise 18.2

Vingt-cinq ans de bande dessinée québécoise au xxie siècle

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        • Maël Rannou: “Vingt-cinq ans de bande dessinée québécoise au xxie siècle”
        • François-Emmanuël Boucher: “Cartographier l’altérité radicale : Shenzhen (2000) de Guy Delisle”
        • Maël Rannou: “Deux autrices franco-québécoises : itinéraires croisés de Julie Delporte et de Mirion Malle”
        • Rachel DeRoy-Ringuette: “Les procédés humoristiques les plus fréquemment utilisés par Jacques Goldstyn dans la série Van l’inventeur
        • Chris Reyns-Chikuma: “PLANCHES, une revue de BD québécoise : entre dynamisme et précarité, 2014-2024”
        • Philippe Rioux : “« Des livres superbes… avec une touche de mystère » : stratégies et positionnement des éditions Lounak (2013-2018)”
        • Gabriel Tremblay-Gaudette: “Les premiers appartements de Nouvelle adresse”
        • Nick Butch: “Formes contemporaines du strip québécois ”
        • Sophie Imren & Sylvain Lemay: “Ce que j’ai compris de la bande dessinée québécoise”

 

The Comics Grid: Journal of Comics Scholarship  15

Cover des Journalsonline, open access
Website

      • Alexandria Ann Remm: “Ecofeminism, Trauma, and Visual Metamorphosis in Una’s Becoming Unbecoming
      • Nicolas Labarre: “Moebius and Digital Tools: From Experimentation to Remediation”
      • Roberto Bartual: “Visual Metaphor in Comics. An Incomplete Taxonomy”

 

Sane  2.9

Cover des Journalsonline, open access
Website

      • Yannis Koukoulas: “Parody and Mis-unda-stendings in Comics Art World: Bridging the Gap with New Criteria”
      • Kayla Whitlock, Jewel Yoder Kuhns, and Sara Kersten-Parrish Dr.: “Equipping Teachers to Support Comic Literacy: An Analysis of the Educational Potential of TOON Book”

 

Monitor 79: New Publications on Comic Books

Monitor is an irregularly published overview of publications from the previous six months that may be of relevance to comics studies scholars. The introductory texts are the respective publishers’. Do you have suggestions or information on new releases that have been overlooked and should be introduced on our website? Please let us know via email: redaktion@comicgesellschaft.de.
See previous Monitor posts.


BuchcoverOn Black Bandes Dessinées and Transcolonial Power

Studies in Comics and Cartoons

Michelle Bumatay
Ohio State University Press
February 2025
Publisher’s website

On Black Bandes Dessinées and Transcolonial Power is the first book-length study in English about Black francophone cartoonists and their work. Michelle Bumatay decenters Eurocentric conceptions of francophone comic art and foregrounds the ubiquity of Western racial stereotypes encoded in mainstream French and Belgian bandes dessinées as well as the imbalance of power between the Global North and the Global South carried over from the colonial era. By examining a diversity of Black cartoonists’ aesthetic and material responses to the colonially inherited medium of bandes dessinées, she argues that their innovations constitute important reparative work that combats racial stereotypes and challenges transcolonial power imbalances.
Bumatay demonstrates how Barly Baruti, Papa Mfumu’eto, Marguerite Abouet, Japhet Miagotar, and other Black cartoonists throughout the francophone world employ a range of tactics to tell their own stories. Through a balance of historical context and close readings, she shows how these artists represent and comment on their everyday lives in a postcolonial reality, expose and critique racial capitalism and exploitation, and provide new ways of seeing and understanding Black francophone peoples and cultures.”

 

BuchcoverComics, Activism, Feminisms

Anna Nordenstam, Kristy Beers Fägersten, Margareta Wallin Wictorin (eds.)
Routledge
September 2024
Publisher’s website

“Feminist comic art emerged with the second-wave feminist movements. Today, there are comics connected to social activist movements working for change in a variety of areas. Comics artists often respond quickly to political events, making comics on topical issues that take a critical or satirical stance and highlighting the need for change. Comic art can point to problems, present alternatives, and give hope.
Comics artists from all parts of the world engage issues pertaining to feminisms and LGBTQIA+ issues, war and political conflict, climate crisis, the global migrant and refugee situation, and other societal problems. The chapters of this anthology illuminate the aesthetic and thematic aspects of comics, activism, and feminisms globally. Particular attention is given to the work of comics collectives, where Do-it-Ourselves is a strategy among activism-oriented artists, which use a great variety of media, such as fanzines, albums, webcomics, and exhibitions to communicate and disseminate activist comic art.”

 

BuchcoverJapanische Fan-Comics: Transkulturelle Potenziale und lokale Gemeinschaft

Comic-Kulturen

Katharina Hülsmann
Transkript
March 2025
Publisher’s website

“In Japan findet jährlich eine Vielzahl von Amateur-Comic-Events, darunter die größte Comic-Messe weltweit, die Comiket, statt. Entgegen dem globalen Trend zur Digitalisierung im Comic-Bereich wird ein Großteil der dortigen Werke nach wie vor von den Künstler*innen selbst verlegt, gedruckt und herausgegeben. Katharina Hülsmann nimmt die Kultur japanischer Fan-Comics (sog. dōjinshi) in den Blick: Wie entwickelte sich eine solch solide Infrastruktur in Japan und warum hält sie sich bis heute? Welche Anschlussmöglichkeiten haben dōjinshi an ein globales Fandom, wenn sie sich im Internet eher wenig verbreiten? Und was treibt japanische Amateur-Künstler*innen an, ihre Werke mit viel Aufwand herzustellen und mit anderen Fans zu teilen?”

 

BuchcoverDrawn to the Stacks: Essays on Libraries, Librarians and Archives in Comics and Graphic Novels

Studies in Comics and Cartoons

Carrye Kay Syma, Robert G. Weiner, Donell Callender (eds.)
McFarland
March 2025
Publisher’s website

“This is the first academic volume to examine the librarian and archival professional through the lens of sequential art. The portrayal of libraries/librarians in sequential art has a long history from the Golden Age to the present day. Libraries and archives in comics historically are seen as places of important knowledge and information.
Diving deep into a multitude of sources, these new essays show how librarians/archivists and libraries/archives are used within the comic medium to address multiculturalism, LGBTQ issues, archival practice, and even the concept of librarians as “baddies” or stewards of information unwilling to share with others. The wide breadth of material examined here includes Miyazaki’s Nausicaa, Spiegelman’s Maus, Bechdel’s Queer Dykes to Watch Out For, Marvel’s Black Panther, Nono’s Yoake No Toshokan, DC’s Batgirl and Buffy the Vampire Slayer comics, Gaiman’s The Sandman, webcomics, Marvel’s America Chavez character, Schultz’s Xenozoic Tales and much more.”

 

Buchcover Comics Art in Korea

John A. Lent
University Press of Mississippi
January 2025
Publisher’s website

“In Comics Art in Korea, comics scholar John A. Lent embarks on a comprehensive exploration of the vibrant world of Korean comics, cartoons, comic strips, graphic novels, webcomics, and animation. This meticulously researched work delves deep into the intricate history, cultural significance, and artistic innovations that have shaped the comics landscape in both North and South Korea. Drawing from extensive research, decades of interviews with comics creators and artists, and firsthand study, Lent offers readers a profound understanding of the societal, political, and cultural factors that have played a pivotal role in shaping Korean comics.
Korean comics have a storied tradition that stretches back decades. In this insightful book, Lent not only traces the origins of Korean comics but also places them within the broader context of Asian comics, highlighting the interconnectedness of comic art across the continent. From the early days of Korean comics to their contemporary evolution, Lent unravels the forces that have influenced and shaped the industry and sheds light on the ways in which comics have been used as a medium for social commentary, political expression, and cultural identity in Korea.
Comics Art in Korea is not merely a historical account but a celebration of the art form itself. Lavishly illustrated with examples of Korean comics, this book showcases the incredible talent and creativity of Korean comics artists. Lent’s impeccable attention to detail and his ability to contextualize each work within its cultural and historical framework make this book an invaluable resource for both comics enthusiasts and scholars.”

 

Buchcover Supervillains: The Significance of Evil in Superhero Comics

Nao Tomabechi
Rutgers University Press
January 2025
Publisher’s website

“Alongside superheroes, supervillains, too, have become one of today’s most popular and globally recognizable figures. However, it is not merely their popularity that marks their significance. Supervillains are also central to superhero storytelling to the extent that the superhero genre cannot survive without supervillains.
Bringing together different approaches and critical perspectives across disciplines, author Nao Tomabechi troubles overly hero-centered works in comics studies to reconsider the modern American myths of the superheroes. Considering the likes of Lex Luthor, the Joker, Catwoman, Harley Quinn, Loki, Venom, and more, Supervillians explores themes such as gender and sexuality, disability, and many forms of Otherness in relation to the notion of evil as it appears in the superhero genre. The book investigates how supervillains uphold and, at times, trouble dominant ideals expressed by the heroism of our superheroes.”

 

Buchcover Analyzing the Marvel Universe: Critical Essays on the Comics and Film Adaptations

Douglas Brode (ed.)
McFarland
December 2024
Publisher’s website

“Marvel, like other media “universes,” is a collection of highly profitable and audience-satisfying products that exist not only as individual items of popular culture but coalesce to form a unique and all-encompassing identity. Within media studies, elements of popular culture once dismissed as low-brow entertainment are now studied with the seriousness that has always been afforded classics like Shakespeare’s plays and ancient myth. Indeed, DC and Marvel might be thought of as competing myth systems.
This book is a collection of diverse essays covering all aspects of the Marvel Universe, from in-print graphic novels to film and television variations. Contributors present in-depth, original and inclusive interpretations of numerous individual elements of Marvel, including analysis of key characters, themes and aesthetic elements. They also offer a vision of the essential “meaning” of Marvel, including aspects that set it apart from the DC Universe and other media. Individual readings apply feminist, ethnic, and queer theory, among others, and deal with the lesser known aspects of Marvel’s offerings in order to provide the definitive collection on this subject. Beginning with an introduction by the editor that provides a complete overview of the Marvel canon, this book offers the broadest and most in-depth collection on the subject to date.”

 

Buchcover Horror Comics and Religion: Essays on Framing the Monstrous and the Divine*

Studies in Comics and Religion

Brandon R. Grafius, John W. Morehead (eds.)
McFarland
December 2024
Publisher’s website

“While many genres offer the potential for theological reflection and exploration of religious issues, the nature of horror provides unique ways to wrestle with these questions. Since EC Comics of the 1950s, horror comics have performed theological work in ways that are sometimes obvious, sometimes subtle, but frequently surprising and provocative.
This collection brings together essays covering the history of horror comics, from the 1950s to the present, with a focus on their engagement with religious and theological issues. Essays explore topics such as the morality of EC Comics, cosmic indifference in the works of Junji Ito, the reincarnated demons of the web-comic The Devil is a Handsome Man, religion and racial horror in comic voodoo, and much more.”

 


*The ComFor editorial board regrets the lack of diversity in this publication. We endeavour to cover the entire spectrum of comics studies, report in a neutral way and keep the editorial selection process to a minimum. But we are also aware of the problematic structures that shape our academic research environment and that frequently lead to a lower visibility of female comics scholars as well as those with marginalised identities in general. We know that this imbalance is often not intended by the editors / organisers and we do not want to imply this in any way. But nonetheless, we would like to draw attention to it to raise awareness for this problem.

Comic courses in the summer semester 2025

As in the past , we are once again collecting and archiving comic-related university courses offered by our members for the current summer semester of 2025.
If you would like to add a course reference, even if you are not a ComFor member, please send an email with all relevant information to the web editorial team: redaktion@comicgesellschaft.de.

Instructor’s Name Adriana Acquaviti
University Goethe-Universität Frankfurt am Main
Course Title “Ich erinnere mich. Nicht.” – Zur Inszenierung von Erinnerungen in Kinder- und Jugendliteratur und -medien
Course Type Hauptseminar
Disciplinary Integration Germanistik, spezifisch Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft, sowie Lehramt Deutsch (Gymnasium).
Weiterhin interdisziplinärer Ansatz: Verknüpfung bspw. mit den Memory Studies, psychoanalytischen und soziologischen Theorien (darunter auch Autobiografieforschung) sowie weiteren kulturwissenschaftlichen Aspekten.
Course Description Als Emmie Arbel, eine Überlebende der Shoah, in Die Farbe der Erinnerung (2023) mit Illustratorin und Autorin Barbara Yelin über ihre traumatische Kindheit spricht, beginnt sie viele Sätze mit „Ich erinnere mich.“ An einigen Stellen folgt ein ernüchterndes „Nicht.“ Damit bestätigt Arbel die von Charles J. Brainerd und Valerie F. Reyna formulierte These, dass das menschliche Gedächtnis als „an imperfect archive of our experience“ (The Science of False Memory 2005, S. 4) beschrieben werden kann. Solche imperfekten Erinnerungsfragmente, die im persönlichen ‚Archiv‘ gespeichert und in vielen Fällen auch verdrängt werden, werden zunehmend sowohl in der Kinder- und Jugend- als auch in der Crossover-Literatur in Bilder und Sprache übersetzt. Thematisch lässt sich feststellen, dass Texte über Erinnerungen auffällig oft mit traumatischen Erlebnissen wie Krieg (bspw. Zeina Abirached: Ich erinnere mich. 2014), Flucht und Vertreibung (bspw. Luna Al-Mousli: Eine Träne. Ein Lächeln. Meine Kindheit in Damaskus. 2016; Jessica Bab Bonde und Peter Bergting: Bald sind wir wieder zu Hause. 2020), oder Trauer/Verlust (bspw. Joey Comeau: Malagash. 2021) in Verbindung stehen. Zudem handelt es sich häufig um (auto-)biografische Erzählungen, wodurch sich Fragen nach dem Selbstverständnis und der narrativen Inszenierung der Autor*innen sowie nach dem Nutzen bzw. der Motivation des Schreibens ergeben

Im Seminar möchten wir zunächst ein theoretisches Fundament schaffen, indem wir Ansätze der Gedächtnis- und Erinnerungsforschung (Memory Studies) in den Blick nehmen, um anschließend die Inszenierungspraktiken von Erinnerungen in ausgewählten Erzählformaten zu analysieren. Dabei gehen wir immer auch auf medienspezifische Eigenheiten – etwa des Comics oder des (Vers-)Romans – ein und fokussieren dabei insbesondere die ((auto-)biografische) Darstellung von Kindheit und Adoleszenz. Aufgrund der inhaltlichen Komplexität, werden wir zudem Exkurse in andere Fachrichtungen unternehmen, u.a. in die Psychoanalyse, die Soziologie sowie in unterschiedliche Bereiche der Kulturwissenschaft, um Elemente dieser Disziplinen für unsere literaturwissenschaftlichen Textanalysen fruchtbar machen zu können.

Link to Course

 

Instructor’s Name Jasmin Garavello
University Universität Münster
Course Title Le neuvième art – Die bande dessinée im Französischunterricht
Course Type Hauptseminar
Disciplinary Integration Romanisches Seminar, Romanistische Fachdidaktik
Course Description Die bande dessinée – der frankophone Comic –, die als neunte Kunst und unverwechselbares franko-belgisches Kulturgut gilt, stellt – nach dem Syndicat national de l’édition 2022-2023 – den – nach dem Roman – zweitstärksten Marktanteil der französischen Verlagsindustrie dar. Neben Klassikern wie Astérix, Tintin und Gaston gibt es unzählige Neuproduktionen wie Lou oder Les Nombrils, die bei den 7-19-jährigen Franzosen:innen sogar größere Beliebtheit als Jugendromane verbuchen. Innerhalb der letzten Jahre werden zunehmend Romane des literarischen Kanons als Comicadaptionen aufbereitet. So finden Les Misérables oder Le tour du monde en 80 jours eine grafisch-textuelle Darstellung, die die Möglichkeit bietet, literarisch anspruchsvolle Werke für den Französischunterricht zugänglich zu machen. Neben fiktionalen Inhalten finden sich auch zunehmend BDs sachlich-informativen Charakters, die historische und kulturelle Themen aufarbeiten. Aufgrund ihrer vielfältigen Inhalte sowie der Sprache-Bild-Kombination kann die BD motivierend wirken und eignet sich für den kompetenzorientierten, heterogenitätssensiblen Französischunterricht der Sek. I und II.

In diesem Seminar werden Sie sich mit ausgewählten BDs verschiedener Genres vor dem Hintergrund der gattungsspezifischen Merkmale auseinandersetzen und durch die Analyse von grafischen und sprachlichen Stilmitteln die Eigenschaften des textsortenspezifischen Lernens im Französischunterricht erarbeiten. Des Weiteren gilt es, die fremdsprachendidaktischen Potenziale aufzudecken, zu erproben und zu diskutieren sowie die didaktisch-methodischen Einsatzmöglichkeiten für Französischlernende in Sek. I und II abzuwägen. Anhand ausgewählter Sequenzen werden wir im Hinblick auf die konkrete Unterrichtsplanung differenzierte Aufgabentypen verschiedener Anforderungsniveaus entwerfen.

 

Instructor’s Name Laura Glötter
University Universität Heidelberg
Course Title Die Sprache der Bilder: Erzählstrategien in den Comics François Boucqs
Course Type Pro- und Mittelseminar in Präsenz
Disciplinary Integration Kunstgeschichte
Course Description Das Seminar führt in die visuelle und narrative Komplexität der franko-belgischen Comic-Kunst am Beispiel François Boucqs ein. Von seinen frühen Werken wie “Les Pionniers de l’aventure humaine” über die mystisch-fantastischen Geschichten von “Face de Lune” bis zu aktuelleren Arbeiten wie “New York Cannibals” wird das künstlerische Spektrum des Autors erschlossen. Die Veranstaltung untersucht verschiedene Narrationsstrategien in Boucqs Comics und widmet sich dabei unter anderem dem Zusammenspiel von historischer Realität und fantastischen Elementen sowie der Rolle von Provokation und Gewalt als narrative Werkzeuge. Die Verbindung von theoretischen Grundlagen und praktischer Bildanalyse ermöglicht eine fundierte Einführung in zentrale Methoden der Comic- und Kunstwissenschaft.

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Instructor’s Name Prof. Dr. Sylvia Kesper-Biermann
University Universität Hamburg
Course Title Comics in der Schule
Course Title Seminar
Disciplinary Integration Allgemeine Erziehungswissenschaft, Zielgruppe: sonderpädagogische Lehramtsstudiengänge
Course Description Comics hatten in Deutschland lange einen schlechten Ruf. Sie galten als trivial, verdummend und pädagogisch nicht empfehlenswert; Comics und (Schul-)Bildung erschienen dementsprechend bis in die 1970er Jahre hinein als unvereinbar. Seit einigen Jahren ist eine zunehmende gesellschaftliche Wertschätzung der Bildgeschichten zu beobachten. Unter anderem vor dem Hintergrund von Diversität und Inklusion haben Comics inzwischen auch als Medium für das Klassenzimmer Konjunktur. Einige Forscher:innen sehen es als besonders geeignet für die Auseinandersetzung mit Anderssein an und betonen seine Vorzüge als Bildungsmedium. Gleichzeitig erfreut sich graphic medicine, also die zeichnerische Darstellung von Krankheit und Behinderung, sowie deren Untersuchung an der Schnittstelle von Comicforschung und dis/ability studies großer Beliebtheit.

Die Forschungswerkstatt beschäftigt sich mit Comics, insbesondere zu den Themen Krankheit und Behinderung, als Bildungsmedien sowie den Chancen und Herausforderungen ihres Einsatzes im (sonderpädagogischen) Unterricht. Dabei geht es erstens um Merkmale, Erzählweise und Struktur des Comics. Zweitens beschäftigen wir uns mit Beispielen von und der Forschung zu graphic medicine. Drittens werden die Einsatzmöglichkeiten von Comics in der Schule diskutiert. Schließlich erfolgt die Vermittlung von Methoden der Comicforschung, insbesondere der Comicanalyse, um im Anschluss eigene Projekte entwickeln und umsetzen zu können. Die Auswertung und Aufbereitung der Ergebnisse erfolgt in Teil II der Forschungswerkstatt im Wintersemester.

 

Instructor’s Name Netzwerk Comicforschung am Rhein
University Bonn, Düsseldorf und Köln
Course Title Aktuelle Fragen der Comicforschung: Produktionskontexte
Course Type Online-Ringvorlesung
Disciplinary Integration Interdisciplinary
Course Description Die gemeinsam von den Universitäten Bonn, Düsseldorf und Köln und dem Netzwerk Comicforschung am Rhein getragene interdisziplinäre Ringvorlesung zur Comicforschung beschäftigt sich in diesem Sommer mit der Frage, wie Comics durch die zahlreichen Kontexte der Produktion – von Druckmaschinen und -verfahren, über Marktmechanismen, Marketing und Franchising bis hin zu konkreten Zeichen- und Herstellungsprozessen – geprägt werden.

Ein Beispiel: Batman-Fans und Forscher*innen diskutieren seit Jahrzehnten hitzig darüber, wie es zu dem prägnanten Chevron der schwarzen Fledermaus auf gelbem Hintergrund gekommen ist. Schließlich sei das in der Nacht viel zu auffällig. Einige sagen, das Symbol diene genau so dazu, die Schüsse der Feinde auf den starken Brustpanzer zu lenken. Wieder andere argumentieren, das Symbol sei so an den gelben Bat-Scheinwerfer angeglichen worden. Die Wahrheit dürfte laut Banhold viel simpler sein: Eine Fledermaus in einem gelben Kreis ließ sich als Marke und Copyright einfach sehr viel leichter und eindeutiger schützen. Heute kann es so für eine Milliardenindustrie auf Tassen, T-Shirts und Poster gedruckt werden.

Doch nicht nur solche Marketing-Entscheidungen prägen die letztliche Erscheinung von Comics: Die Drucktechnik von Benday Dots bestimmte maßgeblich den Comiclook der 50er Jahre und wurde durch Künstler*innen wie Roy Lichtenstein zur Pop Art erhöht. Die Entwicklung digitaler Comics liefert neue Möglichkeiten der „Seitengestaltung“ und auch die Materialwahl und individuelle Herstellungssituation der Zeichner*innen trägt massiv zu dem bei, was wir an ästhetischen Eindrücken schließlich aus dem Regal ziehen. Webcomics, auf eigenen Websites oder mittlerweile auch auf Social Media, bieten zudem einen niedrigschwelligen Raum für Zeichner*innen, ihre Comics international zu verbreiten, ohne bei einem Verlag unter Vertrag zu stehen. Comics als popkulturelle Artefakte sind Produkte gemacht von Menschen, Maschinen, Verlagen und Industrien, und sind damit immer auch ein Zeugnis der Machtverhältnisse in den Medien und des Zeitgeists.

Die Ringvorlesung will sich methodisch diesen Zusammenhängen annähern. Neben theoretischen Grundlagen der Zusammenhänge von Produktion und
Rezeption sollen verschiedene Aspekte von Produktionskontexten untersucht und in ihren Wirkmechanismen aufgeschlüsselt werden. Wie in jedem Sommersemester dürfen wir uns auch diesmal ganz besonders über Gespräche mit Künstler*innen, Verleger*innen und Praktiker*innen der Comiclandschaft freuen!

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Instructor’s Name Prof. Dr. Beatrice Schuchardt
University Universität Regensburg
Course Title Déplacements: Visuelle, räumliche und zeitliche Deplatzierungen in Comics und Graphic Novels aus der Frankophonie und Frankreich
Course Type Ringvorlesung
Disciplinary Integration Romanistik: Frankoromanstik und Frankophonie; Germanistik
Course Description Im Fokus der Ringvorlesung stehen Comics und bandes dessinées aus der Frakophonie und Frankreich mit ihrer Bildsprache und ihren spezifischen Themen. Zu diesen zählen häufig Migration, Nomadismus, freiwillige und erzwungene Ortswechsel, der Verlust von Heimat und die Suche nach neuen Heimatorten, aber auch das Erleben von historischen Umbruchsituationen und kollektiven wie individuellen Traumata. Homi K. Bhabha hat diese Erfahrung von Ent-Ortung, das Gefühl von Nicht-Zugehörigkeit, den Heimatverlust und die Heimatlosigkeit, aber auch das Erleben eines Bruchs in der zeitlichen Kontinuität unter dem Begriff der „Deplatzierung“ (engl.: displacement, frz.: déplacement) gefasst.

Trotz aller Herausforderungen, die Deplatzierung mit sich bringt, sind mit ihr immer auch Möglichkeiten und Chancenräume verbunden: Indem Deplatzierung Ent-Ortungen erzwingt, ermöglicht sie das Einnehmen neuer Standpunkte, bewirkt sie eine Verschiebung der Perspektive und eröffnet neue Blicke auf Gewohntes. Während Bhabhas Theorem im weiten Feld der Postkolonialen Studien im Abwind begriffen zu sein scheint und durch neuere Ansätze abgelöst wurde, lädt die Ringvorlesung ihre Beiträgerinnen und Beiträger ebenso wie die Studierenden dazu ein, den Begriff der „Deplatzierung“ zusammen mit bandes dessinées und romans graphiques aus verschiedenen Ländern der Frankophonie neu zu entdecken, anders zu denken, aber auch kritisch zu betrachten. Folgende Leitfragen stehen dabei im Mittelpunkt:

· Inwiefern laden bandes dessinées und roman graphiques zu visuellen, räumlichen und zeitlichen Deplatzierungen ein?

· Inwiefern werden bestimmte Ästhetiken in Comics und Graphic Novels aus dem französischsprachigen Raum zitiert, persifliert, neu kombiniert oder revolutioniert?

· Inwiefern sind bandes dessinées und romans graphiques in der Lage, Themen von allgemeinem gesellschaftlichem Interesse aus neuen Blickwinken zu beleuchten?

· Inwiefern rücken sie Ungesehenes in den Blick?

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