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Graphic Novels Down Under

Filmposter © Pat Grant

So lautet – grob gefasst – das Thema des brandneuen Dokumentarfilms „Graphic Novels Melbourne!“, der am 22. November 2012 in der Stadt, die ihm seinen Namen gab, Weltpremiere feierte. Nun kommt die Dokumentation im Februar auch nach Europa.

Der Film beschäftigt sich mit der australischen Comicszene, die sich in Melbourne konzentriert und über die letzten Jahre hinweg ein massives Wachstum verzeichnen konnte. Nähere Betrachtung finden dabei aber nicht allein die Arbeit der Kreativen wie Pat Grant (Blue), Nicki Greenberg (The Great Gatsby: A Graphic Adaptation), Bruce Mutard (The Silence) und Mandy Ord (Sensitive Creatures), die im deutschen Sprachraum noch eher unbekannt sind oder deren Ansichten zum Comic. Nein, „Graphic Novels Melbourne!“ gibt auch Einblicke in die Verzahnung von Comics auf der einen Seite und  Literaturfestivals, Kunstgalerien sowie universitärer Lehre auf der anderen in der zweitgrößten Stadt Australiens. Weiterlesen

Comic-Kolloquium 2013

21. bis 23. März 2013 – Universität Duisburg-Essen: 
Comic-Kolloquium 2013: Das Erzählen und seine Transformationen im Comic

Das Comic-Kolloquium findet in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Literatur- und Medienpraxis der Universität Duisburg-Essen statt und widmet sich in vier Sektionen der Diskussion aktueller Forschung zu Comics. Zum Plenum des Kolloquiums gehören Studierende, NachwuchswissenschaftlerInnen, aber auch erfahrene WissenschaftlerInnen, die gemeinsam das Ziel verfolgen, in einen offenen Austausch zu verschiedenen comicspezifischen Themen zu treten und ForscherInnen besser zu vernetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur halbstündige Vorträge, sondern auch zu diskutierende Projektskizzen, Problemaufwürfe, Ideen, Themenvorschläge und Forschungsausblicke sowie Beiträge zu Magister-, Masterarbeiten und Promotionen. Es sind noch einige Plätze im Plenum frei. Kontakt: markus.engelns@uni-due.de.

Ein genaueres Programm und der vorläufige Zeitplan sind als Pdf einsichtig: -> Programm.

Alois Nebel – Nächste Station Berlin

Die Ausstellung „Alois Nebel – Leben nach Fahrplan“, die im vergangenen Frühjahr vom Literaturhaus Stuttgart ins Leben gerufen wurde und bereits in München Station gemacht hat, läuft im Januar auf gleich zwei Gleisen in Berlin ein.

Nach der Eröffnungsveranstaltung am 12. Januar, bei der auch der Autor Jaroslav Rudiš und Zeichner Jaromír 99 der Graphic Novel „Alois Nebel“ anwesend waren, wird die Doppelausstellung ab dem 14. Januar für die Öffentlichkeit zugänglich sein: Zur einen Hälfte im Tschechischen Zentrum Berlin (bis zum 28. Februar) und zur anderen in der AID – Akademie für Illustration und Design Berlin (bis zum 22. Februar). Der Eintritt ist an beiden Standorten frei. Weiterlesen

11 Jahre, 11 Tage & 11 Sekunden…

… ambitionierte Comics & Graphic Novels aus dem avant-verlag.

 

Nur wenn es auf Karneval gefallen wäre, hätte dieses Jubiläum sich noch ungewöhnlicher ausgenommen: 11 Jahre, 11, Tage und 11 Sekunden – Stunden und Minuten wurden ebenso wenig berücksichtigt wie Wochen oder Monate – nach Gründung, feiert sich der Berliner avant-verlag im Neurotitan im Haus Schwarzenberg in der Zeit vom 11. Januar bis zum 2. Februar selbst. Die Exponate fallen dabei so mannigfaltig wie zum Teil unerwartet aus. Weiterlesen

Nick Knatterton und andere Abenteuer – Manfred Schmidt zum 100. Geburtstag

Manfred Schmidt, Nick Knatterton (Werbemotiv) © Lappan Verlag GmbH, Oldenburg

Dem am 15. April 1913 geborenen Karikaturisten, Presse- und Comiczeichner Manfred Schmidt wird anlässlich seines bevorstehenden 100. Geburtstages in der Zeit vom 13. Januar bis zum 21. April eine Ausstellung im Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover gewidmet.
Schwerpunkt der Sonderausstellung „Nick Knatterton und andere Abenteuer – Manfred Schmidt zum 100. Geburtstag“ bildet die gleichnamige Comicreihe um den Detektiv „Nick Knatterton“.Diese wurde von Schmidt die ganzen 1950er Jahre hindurch veröffentlicht und war, laut den Aussagen Schmidts zufolge, als Persiflage auf den Superheldencomic gedacht, der in der Nachkriegszeit in Deutschland an Popularität gewann. Weiterlesen

Monitor: Neue Publikationen 2012

Als neue Rubrik der ComFor-Seite stellt sich hiermit der Monitor vor, in der viertel- oder halbjährlich aktuelle Publikationen kurz vorgestellt werden sollen, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Für diesen ersten Monitor wurden sechs 2012 erschienene Titel zusammen getragen.
Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de.

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Roland Faelske-Preisträger 2012

Die Universität Hamburg und die Roland Faelske-Stiftung vergaben im Jahr 2012 zum zweiten Mal den Roland Faelske-Preis für herausragende Arbeiten im Bereich Comic und Animationsfilm. Die Preisverleihung fand in dieses Jahr im Rahmen der Konferenz zur deutschsprachigen Animationsforschung „In Bewegung setzen“ am 16.11.12 statt.

Mit dem Roland Faelske-Preis 2012 wurden per Gutachter- und Auswahlverfahren folgende zwei Arbeiten ausgezeichnet:

  1. Andreas Veits, Varianten der Bewusstseinsdarstellung und Fokalisierung im Comic – Versuch einer Klassifizierung (M.A., Universität Hamburg, 2012)
  2. Jonas Engelmann, Perspektiven grafischen Erzählens – Zur selbstreflexiven Ästhetik des zeitgenössischen Independent-Comics (Dissertation, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 2012)

Die Begründung der Auswahljury ist hier (mit Dank an Frau Prof. Astrid Böger und Herr Prof. Dr. Markus Kuhn) einsichtig: Weiterlesen

Comics Deluxe! Das Comicmagazin Strapazin

1984 erschien die allererste Ausgabe des Strapazins. Mittlerweile, nach etwas über achtundzwanzig Jahren, ist die Ausgabe 108 erhältlich, eine der wenigen im Übrigen, die in der Nachfolge der Nr. 37 nicht unter einem eigenen Leitthema wie „Komplizen“, „Comics aus Mexico“ oder „Vergessene Orte“ erschienen ist.
Noch bis zum 3. März 2013 widmet sich das Cartoonmuseum Basel mit der Ausstellung „Comics Deluxe!“ dieser bemerkenswerten Zeitschrift, die sich im Laufe der Zeit mehrere Alleinstellungsmerkmale erarbeitet hat. So etwa den konsequenten Verzicht auf eine Chefredaktion oder die quadratischen Anzeigen, die von den Zeichnern des Magazins individuell für den jeweiligen Auftraggeber angefertigt und neben dem Abdruck im Strapazin selbst auch als Aufkleber an diese ausgeliefert werden.
Besonderes Augenmerk richtet die Basler Sonderausstellung, wie das Cartoonmuseum in seiner Ankündigung betont, auf die Entwicklung einer anerkannten Künstlerszene durch ein Medium, das selbst um Anerkennung ringen musste und immer noch muss: Weiterlesen

Rezension: Multicultural Comics

Frederick Luis Aldama (Hrsg.): Multicultural Comics: From Zap to Blue Beetle. Austin: University of Texas Press, 2010. 271 Pages. Hardcover (978-0-292-72281-1), $55.00; paperback (978-0-292-73743-3), $25.00.

Druckfassung (pdf)

Much critical ink has been spilled in recent years about the emergence of comics studies as a new and vibrant academic interdiscipline. As the research collected in publications such as Jeet Heer and Kent Worcester’s A Comics Studies Reader (2009), Randy Duncan and Matthew J. Smith’s The Power of Comics (2009) and Smith and Duncan’s Critical Approaches to Comics (2012) indicates, scholars across a variety of disciplines and institutional backgrounds are devoting much attention the study of comics. In Germany, this trend is reflected in the work of the Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) and the prodigious scholarship produced by many of its members, published in conference proceedings, essay collections, and monographs that will undoubtedly leave an imprint on the perception of comics in academia and beyond. [1]

In the United States, the situation is even more advanced, and high-profile scholarly monographs published by major university presses are becoming increasingly common – think, for example, of Hillary Chute’s enlightening Graphic Women (2010) and Jared Gardner’s superb Projections (2012). What these and similar works suggest is that we are entering a new phase of comics studies, a phase in which scholars no longer feel the need to justify or apologize for their research interests and choice of subject matter. In this new phase, addressing questions about the place of comics within specific academic disciplines and research traditions and discussing how the analysis of comics can broaden our understanding of these disciplines and traditions is more pertinent than repeating the old adages that “comics are worthy of study, too,” and that “comics are not just for kids.” Matthew Pustz’s Comic Books and American Cultural History (2012), for instance, aims to integrate comic books into the field of historical analysis; Michael Chaney’s Graphic Subjects (2011) unites comics studies with autobiography theory; and the latest special issue of Amerikastudien/American Studies, edited by Christina Meyer, Micha Edlich, and myself, approaches comic books and graphic novels from various American studies perspectives. [2]

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GfM – Neugründung der AG Comicforschung

Ziel der neuen Arbeitsgruppe „AG Comicforschung“ der Gesellschaft für Medienwissenschaft ist es, hier den Bereich der Comicforschung zu vertreten und als medienwissenschaftlichen Analysegegenstand sichtbar zu machen. Gleichzeitig besteht ein zentrales Anliegen der AG in der interdisziplinären Förderung, Bündelung und Vernetzung comicbezogener Forschungsarbeit. Neben regelmäßigen AG-Treffen, die den Austausch und die Zusammenarbeit interessierter Comicforscher_innen ermöglichen sollen, besteht eine weitere wichtige Aufgabe der Arbeitsgruppe in der gemeinsamen Konzipierung comicspezifischer Konferenz-Panels, die u.a. im Rahmen der GfM-Jahrestagung, die Förderung und Sichtbarmachung (medien)wissenschaftlicher Comicforschung weiter voran treiben sollen.
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