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CfP: Historische Narratologie

Publikation

Stichtag: 30. September 2013

DIEGESIS. Interdisziplinäres E-Journal für Erzählforschung / Interdisciplinary E-Journal for Narrative Research 3.2

Die strukturalistisch orientierte Narratologie untersuchte vor allem synchrone Aspekte erzählender Literatur und versuchte, eine universal gültige Matrix erzählanalytischer Termini zu entwickeln. Die Geschichte des Erzählens ist aber auch eine Geschichte der Formen des Erzählens. Wie kann man mit Hilfe der modernen Narratologie die historische Vielfalt und Veränderung von Erzählungen erfassen? Dafür mag sich ein kulturwissenschaftlich gefasster Formbegriff eignen: Formale Eigenschaften von Erzählungen sind demzufolge nicht neutrale Gefäße zur Vermittlung variabler Inhalte, sondern selbst kultur- und epochenspezifisch geprägt.
Im Heft zum Themenschwerpunkt „Historische Narratologie“ soll die historische Semantik narrativer Formen an exemplarischen Fällen untersucht werden. Dazu eignen sich etwa diachrone Studien zur Entwicklung bestimmter Motive, Themen, Gattungen oder Schreibweisen, beispielsweise: Providenz vs. Kontingenz; Phantastik vs. Neophantastik; Entwicklung des unzuverlässigen Erzählens; Entwicklung des allwissenden Erzählens; Entwicklung des perspektivischen Erzählens. Die Beiträge können aus dem Bereich der antiken, der mittelalterlichen oder der neueren Literaturen stammen oder nichtliterarischen Formen des Erzählens gelten. Auch systematisch und fachgeschichtlich orientierte Beiträge über Möglichkeiten und Probleme einer historischen Narratologie sind uns willkommen. Weiterlesen

Comics aus Berlin. Bilder einer Stadt

Ausstellung

Haus der Berliner Festspiele – Oberes Foyer, Schaperstraße 24, 10719 Berlin
04.September — 15. September 2013, tägl. 15—20h

Berlin

Anspruchsvoll, vielfältig und witzig, das sind Comics aus Berlin! Vom anarchischen Fanzine bis zur erzählerisch ausgefeilten Graphic Novel sind hier alle bekannten Spielarten des Comics zuhause, gestützt durch ein vitales Netzwerk aus großen und kleinen Verlagen. Neben lokalen Künstlern nutzen deshalb immer mehr internationale Comiczeichner die Stadt als Inspirationsquelle und Standort für ihre eigenen Arbeiten. Weiterlesen

Sammelband zu Tagung der ComFor 2009 in Köln erschienen

Erzählen im Comic – Beiträge zur Comicforschungb_comfor2

Otto Brunken und Felix Giesa (Hg.)
Broschur, 330 Seiten mit teils farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-941030-13-8
€ 29,90

Zwei Monate nach dem Tagungsband Der dokumentarische Comic: Reportage und Biografie zur ComFor-Konferenz in Passau 2011 erscheint nun der Band Erzählen im Comic – Beiträge zur Comicforschung zur Kölner Jahrestagung 2009.

Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des Christian A. Bachmann-Verlags.

CFP: Graphisches Erzählen – Comic-Adaptionen literarischer Texte

Tagung

Stichtag: 31.Oktober 2013

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 5. bis 7. März 2014

Comics zeichnen sich durch eine prinzipielle Hybridität aus, da in dieser Kunstform textuelle und visuelle Elemente aufs engste miteinander verwoben sind. Bild und Text stehen sich in Comics nicht einfach gegenüber, sondern bilden vielmehr eine unauflösliche Einheit, die durch ein Wechselspiel von Medienkooperation und Medienkonkurrenz geprägt ist. In Comic-Adaptionen literarischer Texte erreichen diese intermedialen Relationen einen zusätzlichen Komplexitätsgrad, da zu der gattungskonstitutiven Bild-Text-Kombination der Bezug auf einen literarischen Prätext hinzutritt. Im Vergleich mit der literarischen Vorlage erweist sich dabei das Verhältnis der textuellen und der visuellen Elemente als hochgradig dynamisch: Weiterlesen

CFP: Veränderte Lebenswelt(en) – Figurationen von Mensch und Technik

Tagung

Stichtag: 30. September 2013

Veränderte Lebenswelt(en). Figurationen von Mensch und Technik
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), 23.-24. Mai 2014

Kulturgeschichte ist in hohem Maße Technikgeschichte. Die kulturelle Evolution ist geprägt von der Entwicklung technischer Artefakte, der Selbstdefinition des Menschen als Wissenschaftler, Ingenieur und Schöpfer sowie einem sich rasant beschleunigenden technologischen Fortschritt. Das Verhältnis von Mensch und Technik wird dabei nicht nur selbst zunehmend komplex, sondern ist auch Katalysator für veränderte Lebenswelt(en), deren Erleben alles andere als fraglos ist. Längst hat sich die eine Lebenswelt „in ein Netz und eine Kette von Sonderwelten verwandelt, die sich vielfach überschneiden und überlagern, […] aber […] nicht hierarchisch anordnen und teleologisch ausrichten lassen im Hinblick auf ein umfassendes Ganzes.“(Waldenfels 1985: 27) Die Weltenvielfalt verdankt sich gewiss nicht zuletzt dem Umstand, dass gegenwärtig modernste Erfindungen aus dem Bereich der Bio-, Nano- und Informationstechnologien im „Universum der Selbstverständlichkeiten“ (Blumenberg 1999: 22) aufgehen. Am deutlichsten tritt dies vermutlich in der fehlenden Handlungsmacht (agency) zutage, die nahezu jeder ohne multimediale Alleskönner erlebt. Smarte Geräte, genauer: unsere Nähe zu und Abhängigkeit von ihnen führen eindrücklich vor Augen, dass Cyborgs nicht mehr nur im Genre der Science-Fiction beheimatet sind (Haraway 1985, Turkle 2008). Ähnliches gilt für Roboter und Klone, die v.a. im medizinisch-therapeutischen Kontext immer häufiger – und unaufgeregter – diskutiert werden. Weiterlesen

Sketching the Past – Vermittlung von Gewaltgeschichte im Comic

Tagung

26. bis 28. September 2013, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) & Słubice

Trotz Sommerpause hier noch ein wichtiger Veranstaltungshinweis:

Lange galt der Comic als triviales Medium, der für kurzweilige Unterhaltung stand und nicht als Bildungsmedium geeignet erschien. Besonders in Deutschland hatte der Comic im Gegensatz zum französischen Nachbarn einen schweren Start, da er in der Übergangsphase von Weimarer Republik zum Nationalsozialismus bekannt wurde und später gar als Inbegriff amerikanischer Unterhaltungskultur ins Schussfeld deutscher Kulturkritik geriet. Letztlich galt der Comic sogar als Medium, das das Bildungsideal gefährde.
Sketching the Past
Diese Skepsis gegenüber dem Comic, besteht, auch trotz seiner enormen Präsenz außerhalb der Popkultur, teilweise noch immer. Dennoch hält der sogenannte Geschichtscomic zunehmend Einzug ins Klassenzimmer, was sich u.a. an methodologischen Handreichungen zum Einsatz von Comics im Schulunterricht und der Publikation von bildungspädagogischen Geschichtscomics beobachten lässt.

Die Tagung „Sketching the Past – Vermittlung von Gewaltgeschichte im Comic“ geht der Frage nach, wie reflektiert der Einsatz der sequential art (Eisner) bisher im Bildungsbereich erfolgt. Möglichkeiten und Grenzen der Comicgenres im Bereich der Geschichtsvermittlung stehen im Fokus. Dabei knüpft die Veranstaltung an den aktuellen Diskurs der Comicforschung bezüglich der Struktur und Wirkkraft der Bildnarration und der Porträtierung von Gewaltgeschichte im Comic an. Insbesondere die Rolle der Oral History (Objektivität vs. Subjektivität von Erinnerung) und die Bebilderung der Erinnerung werden ausführlich behandelt. Weiterlesen

CfP: The Comics of Hergé

Publikation

Stichtag: 1. Januar 2014

The Comics of Hergé is a proposed volume in a new book series, Critical Approaches to Comics Artists, at the University Press of Mississippi. This volume will contain 12-16 new critical essays on Hergé, ranging from his work in advertising, illustrations for others‘ writings, and comics to film and television adaptations of his work. Essays from many disciplinary perspectives are welcome, including critical approaches from comics studies, art history, cultural studies, religious and ethical studies, literary studies, linguistics, history, political science, gender theory, postcolonial studies, and adaptation theory. Weiterlesen

CFP: Sammelband „Zwischen Kulturen und Medien. Zur medialen Inszenierung von Interkulturalität“

Publikation

Stichtag: 20.September 2013

Es wird um Beitragsvorschläge zu folgendem Sammelband, der vorbehaltlich der Mittelverfügbarkeit im Jahr 2014 erscheinen soll, gebeten:

„Zwischen Kulturen und Medien. Zur medialen Inszenierung von Interkulturalität“. Hrsg. v. Klaus Schenk, Renata Cornejo, László V. Szabó

Die Tatsache, dass das literarische Feld von Interkulturalität ohne seine medialen Aspekte kaum beschreibbar ist, macht sich der angekündigte Band zum Arbeitsgegenstand. Besonders den Umgang mit medialen Verfahren gilt es dabei zu berücksichtigen. Im beabsichtigen Band sollen daher Aspekte der medialen Inszenierungen von Interkulturalität in ihrer aktuellen Spannbreite, aber auch in ihrer historischen Tiefenschärfe untersucht werden. Willkommen sind Beiträge zu folgenden Arbeitsbereichen: Weiterlesen

CfP: 10. Internationale Tagung der Society for Emblem Studies

Tagung

Stichtag: 1. September 2013.

Die Tagung wird sich der gesamten Breite der Emblemforschung annehmen.
Neben den Emblembüchern selbst soll es vier weitere thematische
Schwerpunkte geben: Domänen des Emblems ‒ Medienwechsel, Geschichte der
Emblemforschung, Digitalisierung und Dokumentation, Bild-Text-Verbindungen
in der zeitgenössischen Kunst. Weiterlesen

MONITOR #4: Neue Publikationen 2013

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen kurz vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten.
Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de.

From Comic Strips to Graphic Novels Contributions to the Theory and History of Graphic Narrative

From Comic Strips to Graphic Novels
Contributions to the Theory and History of Graphic Narrative

Daniel Stein / Jan-Noël Thon (Hrsg.)
De Gruyter
416 Seiten
ISBN-10: 3110281813
ISBN-13: 978-3110281811
~€ 99,95
Juni 2013

This essay collection examines the theory and history of graphic narrative – realized in various different formats, including comic strips, comic books, and graphic novels – as one of the most interesting and versatile forms of storytelling in contemporary media culture. The contributions assembled in this volume test the applicability of narratological concepts to graphic narrative, examine aspects of graphic narrative beyond the ‘single work,’ consider the development of particular narrative strategies within individual genres, and trace the forms and functions of graphic narrative across cultures. Analyzing a wide range of texts, genres, and narrative strategies from both theoretical and historical perspectives, the international group of scholars gathered here offers state-of-the-art research on graphic narrative in the context of an increasingly postclassical and transmedial narratology.

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