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Comic-Gipfeltreffen in Berlin: McCloud, Ware & Niemann

Comic-Gipfeltreffen in Berlin: Comic-„Cheftheoretiker” Scott McCloud, Comic-Genie Chris Ware und der Grafiker Christoph Niemann am 15. März 2013 zu Gast beim ilb im Martin-Gropius-Bau

Am 15. März kommt es zu einem seltenen Gipfeltreffen in Sachen Comic: Mit Scott McCloud, der sich in seinen Büchern wie kein Zweiter mit Geschichte und Theorie des Comics auseinandersetzt, Chris Ware, dessen innovative Comics mit sämtlichen wichtigen Preisen der Comic-Welt ausgezeichnet wurden und Christoph Niemann, dessen „visual essays“ die Leser der New York Times begeistern, treten gleich drei herausragende Comic-Künstler der Gegenwart auf. Moderiert werden die Veranstaltungen von zwei der besten Comic-Kenner Deutschlands: Jens Balzer (Berliner Zeitung) und Andreas Platthaus (FAZ).

Scott McCloud hat für seine Erkundungen der Theorie und der Geschichte des Comics eine konsequente Form gewählt: er erzählt sie als Comic. Seine drei auch in Deutschland erschienen Bände „Comics richtig lesen“, „Comics neu erfinden“ und „Comics machen“ waren weltweit erfolgreich und gelten als Standardwerke zum Thema. Er wird im Rahmen seines Berliner Aufenthalts in zwei Veranstaltungen (davon eine vor SchülerInnen) sprechen über Comic als Schreiben mit Bildern, Kinder und Kunst, Grundsätze des Geschichtenerzählens und das Verhältnis zwischen Comic und Internet.

Anlass von Chris Wares Besuch ist das Erscheinen seiner Graphic Novel „Jimmy Corrigan“ in deutscher Übersetzung beim Berliner REPRODUKT Verlag. Diese in Amerika bereits als „Jahrhundert-Comic“ gefeierte Graphic Novel gilt „als einer der wenigen Meilensteine einer ganzen Gattung: Er steht neben ‚Maus’ von Art Spiegelman.“ (Andreas Platthaus).

Die Gesprächspartner und Moderatoren des Programms sind ausgewiesene Comic-Experten: der Berliner Grafiker Christoph Niemann („Abstract City – Mein Leben unterm Strich“ / Knesebeck Verlag), Jens Balzer (Berliner Zeitung) und Andreas Platthaus (FAZ).

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„wonderfully vulgar“ Britische Comics von 1873 bis 1939


WV new poster14. März – 10. Mai 2013

Eine Ausstellung basierend auf einer Sammlung von 5.000 frühen britischen Comics (Comic-Zeitschriften), die sich im Besitz der Oldenburger Universitätsbibliothek (BIS) befindet.

Die Ausstellung zeigt bedeutende Beispiele britischer Comics aus den 1870er Jahren, als Comics für erwachsene Leser entstanden sind, bis hin zu den 1930er Jahren, einer Zeit, in der fast nur noch Comics für Kinder veröffentlicht wurden. Zu jener Zeit wurden Comics oft als „Schund“ beschimpft, als „billig“ und „verdorben“ abgetan. Sie galten, in einem Wort, als „vulgär“. Dennoch – oder gerade deshalb – wurden sie mit Begeisterung gelesen. Bezeichnend dafür steht ein Ausdruck Charlie Chaplins, der als Titel dieser Ausstellung gewählt wurde: Rückblickend auf seine Kindheit im London der 1890er Jahre nennt Chaplin diese Comics eine Quelle der Unterhaltung und Inspiration und beschreibt sie pointiert als „wonderfully vulgar – wundervoll vulgär“.

Dies ist ein gemeinsames Projekt der Universitätsbibliothek (BIS) und des Instituts für Anglistik und Amerikanistik an der Universität Oldenburg.

Ort: Universitätsbibliothek, Uhlhornsweg, Oldenburg.

Kurator der Ausstellung ist Kevin Carpenter.

Die Internetpräsentation dieser Ausstellung beinhaltet einen umfassenden Katalog. Website (zugänglich ab 14. März 2013):
www.wonderfullyvulgar.de

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Gramic 2013 – Comic/ Graphic-Novel-Wettbewerb zum Thema Toleranz

Mit einem Preisgeld von 5.000 Euro startet der neue Comic/Graphic-Novel-Preis des Evangelischen Presseverbands für Bayern e.V. (EPV), der im Mai 2013 auf dem Comicfestival in München verliehen werden soll. Der Wettbewerb wird in drei Alterskategorien ausgeschrieben. Profis und Amateure können Graphic Novels und Comics zum Thema „Toleranz“ bis 26. April 2013 einreichen. Die nominierten Arbeiten werden vom 31. Mai bis 2. Juni 2013 in der Münchner St.-Markus-Kirche in einer Ausstellung präsentiert. Anschließend tourt die Ausstellung zwei Jahre durch Deutschland – unter anderem zum Internationalen Comicsalon in Erlangen 2014.

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Studentische Projekte: Freiburger Comic-Analysen

Die Studierenden der Freiburger Medienkulturwissenschaft haben im aktuellen Seminar zur Comicanalyse ihre im Entstehen begriffenen Projekte zur Comicforschung in einem eigenen Blog online und damit gezielt zur Diskussion gestellt:

http://www.freiburgercomicanalysen.de

Die knapp zehn Projekte können hier also im Werden, mit allen offenen Fragen und Problemen verfolgt und vor allem frei diskutiert werden. Die notierten Gedanken sind daher oft eher vorläufige Diskussionsvorschläge als abschließende Meinungen; gerade in diesem Sinne sind alle interessierten Leserinnen und Leser zur Diskussion herzlich eingeladen: Kritik, Verbesserungsvorschläge, Einwände und Hinweise sind gleichermaßen willkommen.

Vorträge zur Comicforschung im Februar

Aus gegebenem Anlass – einer bemerkenswerten Häufung von Einzelvorträgen zur Comicforschung im kommenden Monat – wird es ab sofort in unregelmäßigen Abständen auf unserer Homepage eine Übersicht zu bevorstehenden Vorträgen geben.
Sollten Sie Kenntnis von hier nicht aufgeführten Terminen haben, würden wir uns über einen entsprechenden Hinweis an unsere Adresse redaktion@comicgesellschaft.de sehr freuen. Weiterlesen

Rezension: Triëdere Nr. 6

Triëdere – Zeitschrift für Theorie und Kunst, Heft 6 (1/2012), „Art moyen & Yuma: Spezifische Potentiale des Comics“, Wien: Verein Zeitschrift Triëdere, 133 Seiten, 11 €. (ISSN 2075-5031)

Druckfassung (pdf)

Durch die Formulierung „Zeitschrift für Theorie und Kunst“ mag die Vermutung naheliegen, bei Triëdere (der Name bezieht sich auf eine Wortschöpfung Robert Musils) handele es sich um eine wissenschaftliche Zeitschrift. Jedoch geht es in Triëdere nicht vorrangig um theoretische Texte über Kunst, sondern die Kunst (verstanden als Bildende Kunst und Literatur) und die Theorie, also Primär- und Sekundärliteratur, stehen hier gewissermaßen gleichberechtigt nebeneinander. Durch diese Ausrichtung wird auch die „anachronistische“ Beschaffenheit des Hefts „als bibliophile Kleinauflage auf echtem Papier“ (http://www.triedere.com) erklärt. Positiv hervorzuheben an der buchbinderischen Gestaltung ist der Schutzumschlag aus Papier, der außen mit dem Pappeinband verklebt ist (Französische Broschur), so dass er nicht verrutschen oder gar verloren gehen kann, aber seine Innenseiten immer noch als Lesezeichen dienen können.

Das kurze Editorial (S. 1-2) geht zwar auf den aktuellen Stand der Comicforschung ein, sagt aber wenig darüber, welchen Platz das vorliegende Heft darin einnehmen soll. So bleiben die Fragen unbeantwortet, warum man sich für das Thema Comic entschieden hat (Themen früherer Ausgaben waren z.B. „Erinnerung“ oder „Zeichnung“), wie die Autorinnen und Autoren akquiriert wurden, und worin sich das Heft von anderen Fachpublikationen abhebt. Befremdlich mutet zudem die Aussage an, es sei „eine zentrale Eigenheit des Comics […], von der Anforderung an Realitätsnähe befreit zu sein“. Dieses alte Vorurteil, Comics seien per se weniger realistisch als andere Kunstformen, glaubte man doch längst überwunden zu haben. Weiterlesen

Graphic Novels Down Under

Filmposter © Pat Grant

So lautet – grob gefasst – das Thema des brandneuen Dokumentarfilms „Graphic Novels Melbourne!“, der am 22. November 2012 in der Stadt, die ihm seinen Namen gab, Weltpremiere feierte. Nun kommt die Dokumentation im Februar auch nach Europa.

Der Film beschäftigt sich mit der australischen Comicszene, die sich in Melbourne konzentriert und über die letzten Jahre hinweg ein massives Wachstum verzeichnen konnte. Nähere Betrachtung finden dabei aber nicht allein die Arbeit der Kreativen wie Pat Grant (Blue), Nicki Greenberg (The Great Gatsby: A Graphic Adaptation), Bruce Mutard (The Silence) und Mandy Ord (Sensitive Creatures), die im deutschen Sprachraum noch eher unbekannt sind oder deren Ansichten zum Comic. Nein, „Graphic Novels Melbourne!“ gibt auch Einblicke in die Verzahnung von Comics auf der einen Seite und  Literaturfestivals, Kunstgalerien sowie universitärer Lehre auf der anderen in der zweitgrößten Stadt Australiens. Weiterlesen

Comic-Kolloquium 2013

21. bis 23. März 2013 – Universität Duisburg-Essen: 
Comic-Kolloquium 2013: Das Erzählen und seine Transformationen im Comic

Das Comic-Kolloquium findet in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Literatur- und Medienpraxis der Universität Duisburg-Essen statt und widmet sich in vier Sektionen der Diskussion aktueller Forschung zu Comics. Zum Plenum des Kolloquiums gehören Studierende, NachwuchswissenschaftlerInnen, aber auch erfahrene WissenschaftlerInnen, die gemeinsam das Ziel verfolgen, in einen offenen Austausch zu verschiedenen comicspezifischen Themen zu treten und ForscherInnen besser zu vernetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur halbstündige Vorträge, sondern auch zu diskutierende Projektskizzen, Problemaufwürfe, Ideen, Themenvorschläge und Forschungsausblicke sowie Beiträge zu Magister-, Masterarbeiten und Promotionen. Es sind noch einige Plätze im Plenum frei. Kontakt: markus.engelns@uni-due.de.

Ein genaueres Programm und der vorläufige Zeitplan sind als Pdf einsichtig: -> Programm.

Alois Nebel – Nächste Station Berlin

Die Ausstellung „Alois Nebel – Leben nach Fahrplan“, die im vergangenen Frühjahr vom Literaturhaus Stuttgart ins Leben gerufen wurde und bereits in München Station gemacht hat, läuft im Januar auf gleich zwei Gleisen in Berlin ein.

Nach der Eröffnungsveranstaltung am 12. Januar, bei der auch der Autor Jaroslav Rudiš und Zeichner Jaromír 99 der Graphic Novel „Alois Nebel“ anwesend waren, wird die Doppelausstellung ab dem 14. Januar für die Öffentlichkeit zugänglich sein: Zur einen Hälfte im Tschechischen Zentrum Berlin (bis zum 28. Februar) und zur anderen in der AID – Akademie für Illustration und Design Berlin (bis zum 22. Februar). Der Eintritt ist an beiden Standorten frei. Weiterlesen

11 Jahre, 11 Tage & 11 Sekunden…

… ambitionierte Comics & Graphic Novels aus dem avant-verlag.

 

Nur wenn es auf Karneval gefallen wäre, hätte dieses Jubiläum sich noch ungewöhnlicher ausgenommen: 11 Jahre, 11, Tage und 11 Sekunden – Stunden und Minuten wurden ebenso wenig berücksichtigt wie Wochen oder Monate – nach Gründung, feiert sich der Berliner avant-verlag im Neurotitan im Haus Schwarzenberg in der Zeit vom 11. Januar bis zum 2. Februar selbst. Die Exponate fallen dabei so mannigfaltig wie zum Teil unerwartet aus. Weiterlesen