Sprache:
  • Deutsch
  • English

BOOM! Bild = Literatur!? / Literatur = Bild?!, Festival für Grafisches Erzählen in Kassel

Panorama1webUnter dem Motto „BOOM! Bild = Literatur!? / Literatur = Bild?!“ findet in Kassel vom 15. bis 19. Januar 2014  ein frisch aus der Taufe gehobenes Festival zum Grafischen Erzählen statt.

Bildliteratur, Graphic Novel, Bildroman oder doch lieber Comic? Sicher ist: Das Genre erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Neben den bekannten Comicverlagen öffnen sich mehr und mehr Publikumsverlage der sogenannten Bild-Literatur. Buchhandlungen und Bibliotheken räumen den grafisch erzählten Geschichten Platz im Sortiment ein und das Feuilleton berichtet regelmäßig über Neuerscheinungen. Verfilmungen sorgen dafür, einzelne Titel bekannter zu machen. Die Bandbreite ist groß: Literaturadaptionen, biografische und autobiografische Erzählungen, Reiseberichte, Kriminal- und Science-Fiction-Geschichten u. v. m.: Nahezu sämtliche literarische Genres finden sich im Bereich der Graphik Novels.

Mit Lesungen, Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen und einem Film geht das 1. Kasseler Festival des Grafischen Erzählens dem Boom auf den Grund. Und will zeigen: Auch Comics, Graphic Novels & Co. sind Literatur!

Veranstaltet wird das Festival vom Verein Literaturhaus Nordhessen in Kooperation mit der Kunsthochschule Kassel, dem Bali-Kino, der Offenen Schule Waldau und dem ABC-Buchladen. Die Lesungen, Vorträge und Ausstellungen können kostenlos besucht werden, der Eintritt zur Filmvorführung im Bali-Kino des Kulturbahnhofs beträgt 6 Euro.

Das gesamte Programm ist hier zu finden.

41. Festival International de la Bande Dessinée in Angoulême

bdangoulemeDas Festival International de la Bande Dessinée findet im kommenden Jahr, vom 30. Januar bis 02. Februar 2014, nunmehr zum 41. Mal in Angoulême statt. Mit zahlreichen Ausstellungen (bspw. zu Tardi, Gus Bofa, Willem), abwechslungsreichen Veranstaltungen (bspw. Concerts de Dessins, Diskussionsrunden und Filmvorführungen) sowie einer internationalen Comic-Messe handelt es sich um Europas bedeutendstes Comicfestival.

Die Longlists potentieller Preisträger 2014 können hier in den verschiedenen Sektionen der Festivalauszeichnungen eingesehen werden.

Link zur Homepage des Festivals

COMICLEBEN_COMICLIFE

Ausstellung im MKG Hamburg
20. Dezember 2013 bis 4. Mai 2014
comicleben_comiclifeMit der Ausstellung „comicleben_comiclife“ wendet sich das MKG in sechs biografisch aufgebauten Kapiteln dem Thema Comic zu und stellt außerdem den Comicstandort Hamburg vor. Der Comic wird aus der Perspektive der Lebenswelten seiner Produzenten und Rezipienten betrachtet. Die Ausstellung porträtiert sechs Menschen, die sich intensiv und auf unterschiedliche Weise mit Comics beschäftigen. Der serbisch-deutsche Zeichner Marko Djurdjevic steht für die amerikanischen Superheldencomics wie Spiderman und Co, die österreichische Zeichnerin Ulli Lust für die Graphic Novel und den Autorencomic. Der deutsche Verleger Dirk Rehm vertritt die alternative Verlagsszene mit ihren europäischen Vernetzungen. Die frühen Formen des amerikanischen Zeitungscomics sind bei dem Comic-Händler und Galeristen Carsten Laqua zu finden. Das Porträt über den renommierten Comicforscher Prof. Dietrich Grünewald stellt vor allem frühe Formen der Bildgeschichte vor, die Vorbild für den klassischen amerikanischen Comic waren (von Bilderbögen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Wilhelm Busch). Die Kostüme und Puppen der Cosplayerin Nicole S., geben Einblick in eine Fankultur, die Manga-Charaktere zum Leben erweckt und nachspielt. Zu sehen sind über 300 Exponate, darunter Zeichnungen, Grafiken, großformatige Drucke, Comic-Hefte, Merchandisingprodukte und Webcomics. Die Ausstellung wurde im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin entwickelt. Die Adaption für die Hamburger Station erfolgt in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW).

Link zur Homepage der Ausstellung

Gewinner „Animate Europe“ ausgezeichnet

Screenshot 2013-12-05 14.12.01Erstmalig hat das Brüsseler Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit 2013 den
Internationalen Comicwettbewerb „Animate Europe“ organisiert. „Wir haben neue Geschichten für Europa gesucht“, so Hans H. Stein, Leiter des Brüsseler Büros. „Deshalb haben wir Künstler aus aller Welt aufgerufen, uns ihre Geschichte zu Europas Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft in Form eines Comics zu erzählen. Belebe Europa – Animate Europe! “ Die Einsendungen handeln von Mythen, Träumen, aber auch von der Wirklichkeit und sind in Idee, Stil und Form so unterschiedlich und faszinierend wie Europa.

Aus 21 Konzepteinsendungen aus 15 Ländern wählte eine Fachjury sieben Finalisten aus, die ihren Entwurf zu einem achtseitigen Comic ausarbeiteten. Am 3. Dezember 2013 wurde Marco Tabilios Comic „Erasmus and the Seal“ im Belgischen Comic-Museum in Brüssel prämiert. Tabilio hat eine Bilderfolge geschaffen, in der Erasmus von Rotterdam im Bauch eines Walfischs mit einem Seehund über Europa diskutiert.

„Es war eine exzellente Idee, Erasmus als Hauptfigur zu wählen“, so die Jury. „Eine historische Figur, Denker, Humanist und gleichzeitig einer der ersten Europäer. Tabilio wählt eine verblüffende Konstellation, indem er aktuelle Probleme Europas in einen historischen Kontext setzt. Die Geschichte ist ihren surrealen Ansatz und Witz didaktisch, ohne belehrend zu sein. Was der Leser am Ende als Erkenntnis mitnimmt, wird ihm nebenbei vermittelt. Tabilios Beitrag ist persönlich, stimmig, ansprechend und voll grafischer Originalität.“ Weiterlesen

CfP: Tot Art – The Visual Arts, Fascism(s) and Mass-Society

Publikation

Stichtag: 20. Januar 2014

We seek contributions of significant theoretical and cultural breadth that explore
The shaping of a culture, of viewers, and the underlying fascist aesthetics and philosophies by and
through the visual arts as well as the interpretations, representations, provocations of these
fascism(s) via the visual arts and their comparison(s) with ’normal‘ or ‚desirable‘ states of society. In
addition to studies focusing on historical and geographical specifities (in particular, Germany, Spain,
Portugal, Japan, Eastern Europe, North and Latin America and Africa), we welcome contributions
that explore the role certain aspects of these totalitarian trends play in crafting the present (in
Media, Education, Economy etc.) Weiterlesen

CfP: Representations of Childhood in Comics

Publikation

Stichtag: 1. Januar 2014

Childhood is now widely recognized as a social construct (Fass, Jenks, Mintz). As the aprtifice behind the construction of childhood has been revealed, there has been a marked increase in the analysis of children and childhood in contemporary culture (Demarr and Bakermann, Edelman, Latham, McLennan, Renner, Stockton). Despite the increase in scholarly attention, depictions of childhood in comics and other forms of comic art are ripe for further study. The forthcoming issue of the Journal of Graphic Novels and Comics, focusing on comics, picturebooks, and childhood, should provide interesting insights into these depictions. Weiterlesen

Tagungsbericht „Comics und Naturwissenschaften“

8. Wissenschaftstagung der ComFor „Comics und Naturwissenschaften“
Zum Programm

Tagungsbericht von Nina Mahrt, Stephan Packard und Lukas Wilde

 Freitag, der 15. November 2013

tagungsbericht_erlangen_01_gross Die Eröffnung und kurze thematische Einführung durch Prof. Dr. Dietrich Grünewald war eine Sammlung erster Assoziationen und Fundstücke zum Themenbereich Comics und Naturwissenschaften. Die Beispiele stammten aus den Häusern Disney, Kauka, Mosaik und der Serie Tim und Struppi und konnten zeigen, dass in einigen der bekanntesten Serien Wissenschaft als immer wieder kehrendes Thema präsent ist.

Das erste Panel der Tagung bildete das „Forum“. Dieses Format hat auf Tagungen der ComFor eine gewisse Tradition und lädt ForscherInnen dazu ein, noch in der Entwicklung befindliche Projekte der Comicforschung zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Die Vorträge in diesem Panel waren daher nicht an den thematischen Rahmen der Tagung gebunden, bewegten sich dennoch überwiegend ebenfalls in diesem Bereich.

Ein Seminar der Medienwissenschaften-Bachelor der Universität Erlangen-Nürnberg eröffnete den Reigen mit dem Beitrag Wenn Comics Medien erklären. Die TeilnehmerInnen hatten sich unter Anleitung von Lukas R. A. Wilde mit der theoretischen und praktischen Arbeit von Scott McCloud befasst. Sie unterzogen seinen 2008 erschienenen Informationscomic zur Erklärung des Browsers Google Chrome einer Analyse strikt nach seinen theoretischen Ausführungen in Understandig Comics. An verschiedenen Beispielen konnte ausgemacht werden, dass die Theorie des Künstlers Lücken aufweise, zu deren Schließung die Vortragenden Vorschläge machten.

Julia IngoldJulia Ingold stellte mit Zeichentheorie und Poetik in Craig Thompsons „Habibi“ Ergebnisse ihrer Bachelorarbeit vor, in der sie sich mit zeichentheoretischen Mitteln dem Comic Habibi von Craig Thomsen widmete. Ihre Beispiele verdeutlichten, wie in diesem Comic die Grenzen zwischen den Zeichentypen nach C. S. Peirce (Symbol, Ikon und Index) verschwimmen und sich auflösen. Auch die in der Theorie oft als gegensätzlich beschriebenen Zeichenarten Sprache und Bild sind im Comic nicht immer trennscharf zu scheiden.

Weiterlesen…

Mucha Manga Mystery

Alphonse Mucha: DIE KÜNSTE - TANZ Wandpaneele/Litho. 1898  © Mucha Trust 2013

Alphonse Mucha:
DIE KÜNSTE – TANZ
Wandpaneele/Litho.
1898
© Mucha Trust 2013

Alphonse Muchas wegweisende Grafik
Ausstellung

5. Dezember 2013 – 2. März 2014

Die Plakatentwürfe des tschechischen Künstlers Alphonse Mucha (1860–1939) gelten als Inbegriff der Plakatgestaltung im Jugendstil. Seine sinnlichen Frauengestalten mit langem, wallendem Haar und in fließenden Gewändern, die mit den Ornamenten und Blumen im Hintergrund zu verschmelzen scheinen, versetzen zurück ins Paris der Belle Époque. Sie wurden schon zu Muchas Lebzeiten zu Ikonen und begeisterten auch nachfolgende Generationen: Von Konzertplakaten der 1960er Jahre bis hin zu japanischen Mangas zeigt die Ausstellung „Mucha Manga Mystery“ im Berliner Bröhan-Museum mit über 100 Werken den wegweisenden gestalterischen Einfluss des Künstlers. Weiterlesen

Personelle Änderungen in Vorstand und Redaktion

Zur ComFor-Mitgliederversammlung auf der 8. Wissenschaftstagung haben sich personelle Änderungen ergeben. Der Vorstand, bestehend aus Dietrich Grünewald, Nina Mahrt und Burhard Ihme hat sich nicht erneut zur Wahl gestellt. Zum neuen Vorstand wurde gewählt:
1. Vorsitzender: Stephan Packard,
2. Vorsitzender: Felix Giesa,
Schatzmeisterin: Catherine Michel.

Auch die Redaktion dankt dem alten Vorstand für seine unermüdliche Arbeit, seine Begeisterung und seine Visionen für die ComFor und gratuliert dem neuen Vorstand herzlich zur Wahl.

In der Redaktionsarbeit der Homepage ergaben sich ebenfalls Neuerungen. Für Catherine Michel, die mit Übernahme ihres Schatzmeister-Postens aus der Redaktionsarbeit aussteigt, konnte Nina Heindl zur Mitgestaltung gewonnen werden, die wir hiermit ganz herzlich begrüßen.

MONITOR 6: Neue Publikationen 2013

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen kurz vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten.
Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de.
-> Zu früheren Monitoren.

Wissen durch Bilder

Wissen durch Bilder
Sachcomics als Medien von Bildung und Information

Urs Hangartner, Felix Keller, Dorothea Oechslin (Hg.)
Transcript
336 Seiten
ISBN 978-3-8376-1983-6
~€ 32,99
Oktober 2013
Verlagsseite

Wie können Comics über das rein Unterhaltende hinaus wirken? Wie steht es mit der Anwendung von Sachcomics etwa im pädagogisch-didaktischen Bereich oder in der historisch-politischen Bildung? Und wie authentisch können (Sach-)Comics erzählen? Der Band gibt Antworten auf diese Fragen und versammelt aktuelle Beiträge zur Wissensvermittlung mit erzählenden Bildern aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wie Comicforschung, Kunst- und Kulturwissenschaften, Psychologie, Soziologie und Pädagogik. Ein unverzichtbares Kompendium mit Überblicksartikeln und Einzelanalysen für alle an Comics Interessierten, für die Forschung und für die Lehre.

Weiterlesen