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Journal-Sonderausgabe „Mediality and Materiality of Contemporary Comics“

Mediality_and_Materiality_smallAm 16. August 2016 wurde eine Sonderausgabe des Journal of Graphic Novels and Comics (7.3) veröffentlicht, die dem Thema „Mediality and Materiality of Contemporary Comics“ gewidmet ist. Die Publikation beruht auf dem gleichnamigen 2. Workshop der AG-Comicforschung der GfM, der vom 24. bis 26. April 2015 an der Universität Tübingen ausgerichtet wurde (ein Tagungsbericht stammt von Christian A. Bachmann und Stephan Packard). Weitere Beiträge der Ausgabe gehen auf die Tübinger Winter Schools „Transmedial Worlds in Convergent Media Culture“ (24. bis 28. Februar 2014) und „Transmedial Narratology: Theories and Methods“ (23. bis 26. Februar 2016) zurück.

Unter den AutorInnen der Ausgabe befinden sich neben den Gastherausgebern Jan-Noël Thon und Lukas R.A. Wilde auch weitere ComFor-Mitglieder, Christina Meyer, Daniel Stein und Markus Oppolzer.

Inhaltsverzeichnis:

Introduction: mediality and materiality of contemporary comics
Jan-Noël Thon / Lukas R.A. Wilde

Understanding comics’ mediality as an actor-network: some elements of translation in the works of Brian Fies and Dylan Horrocks
Sebastian Bartosch

‘Posing for all the characters in the book’: the multimodal processes of production in Alison Bechdel’s relational autobiography ‚Are You My Mother?‘
Anne Rüggemeier

Reaching an audience: the publication history of David Hine’s ‚Strange Embrace‘

Markus Oppolzer

‘Mummified objects’: superhero comics in the digital age
Daniel Stein

Medial transgressions: comics – sheet music – theatre – toys
Christina Meyer

Wandering the panels, walking through media: zombies, comics, and the post-apocalyptic world
Bernard Perron

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Programm der Kieler Closure-Tagung „Anfänge und Neuanfänge im Comic“

Termin:
09.09.2016 - 11.09.2016

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Vom 9.-11. September 2016 findet an der Christian-Albrechts-Universität die erste Kieler Comic Konferenz statt, veranstaltet vom Redaktionsteam des Kieler e-Journals für Comicforschung, CLOSURE. Die Konferenz widmet sich den beiden Themenschwerpunkten ›Anfang‹ und ›Neuanfang‹ im Comic und nimmt hierbei formale Aspekte genauso wie historische in den Blick. Betont interdisziplinär ausgerichtet sucht die Konferenz fächerübergreifende Herangehensweisen an diese Fragestellungen.

Das Konferenzprogramm umfasst 11 Vorträge internationaler Comic-Forscher_innen sowie eine Keynote von Silke Horstkotte und eine abschließende Podiumsdiskussion. Am Freitag, den 9. September, läutet eine Comic-Lesung in der Kunsthalle die Kieler Comic Konferenz ein. Vier Comic-Künstler_innen geben in jeweils circa 20-minütigen Lesungen Einblicke in ihr Werk und nähern sich dem Thema ›Anfang‹ auf performative Weise. Mit dabei sind Tanja Esch aus Hamburg, Jul Gordon und Sascha Hommer vom »Kontaktcenter« sowie Gregor Hinz vom Comic-Magazin »Pure Fruit«.
Alle Vorträge sowie die Comic-Lesung sind kostenlos und für alle Interessierten geöffnet.
Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch.

Veranstaltertext:
„Alles auf Anfang! In keinem anderen narrativen Feld gilt diese Maxime wie im grafischen Erzählen – erst 2012 ließ beispielsweise das amerikanische Verlagshaus DC 52 seiner Serien neu beginnen. Doch nicht nur im Kontext der seriellen Kunst der Superheldengeschichten werden die Elemente des ›Anfangs‹ oder ›Neuanfangs‹ zum prägenden Aspekt; auch vor einem historischen Hintergrund ist es gerade die Frage nach dem ›Anfang‹, mit der sich der Comic und die Comicwissenschaft immer wieder auseinandersetzen müssen.

Die vom 9.–11. September 2016 in Kiel stattfindende Konferenz wird sich in 12 Vorträgen internationaler Comic-Forscher_innen den beiden Themenschwerpunkten ›Anfang‹ und ›Neuanfang‹ im Comic widmen und fächerübergreifende Herangehensweisen an diese Fragestellung suchen. Neben Ansätzen, die den ›Anfang‹ eines Comics als formales Mittel annehmen und seine erzähltheoretischen und stilistischen Auswirkungen im Gesamtkonstrukt des Comics in den Vordergrund stellen, soll genauso die Frage nach einem Anfang der Comicwissenschaft oder des -mediums gestellt werden, wie auch ein ›Anfang‹ oder ›Neuanfang‹ als Motiv thematisiert werden.“

Vollständiges Programm:

Freitag, 09.09.2016
17:30–18:15 Uhr Registrierung
18:30–19:30 Uhr Begrüßung und Empfang
20:00–21:30 Uhr Comic-Lesung in der Kunsthalle

Die Veranstaltungen am Samstag/Sonntag finden in der CAU, Leibnizstraße 1, Seminarraum 204 statt.

Samstag, 10.09.2016
09:15–09:45 Uhr Begrüßung und kurze Einführung in Ablauf und Thema
Panel 1
09:45–10:30 Uhr Joachim Jordan (Berlin):
Die schlaflosen Nächte des Major Stefanov. Unsichere, endlose Anfänge im bulgarischen Comic der 80er Jahre
10:30–11:15 Uhr Carmela Artime Omil (Barcelona, Spanien):
Claiming Truth: Beginnings in Spanish Graphic Novels on the Civil War (2005-2015)
11:15–11:30 Uhr Pause
Panel 2
11:30–12:15 Uhr Paul M. Malone (Waterloo, Kanada):
Werbecomics at the Beginning of German Comics
12:15–13:00 Uhr Camilla Murgia (Genf, Schweiz):
Speech Balloons, Bubbles and Captions: the Rise of Narrative in 18th-Century British Comics
13:00–14:00 Uhr Mittagspause
Panel 3
14:00–14:45 Uhr Janek Scholz (Aachen):
Game Over and Reset. Serielle Neuanfänge im Comic Daytripper von Fábio Moon und Gabriel Bá
14:45–15:30 Uhr David Turgay (Wörth):
First Page, First Issue, New Volume: Starting a Character Again and Again
15:30–16:15 Uhr Annina Klappert (Erfurt):
Anders anfangen. Building Stories von Chris Ware
16:15–16:45 Uhr Pause
16:45–17:45 Uhr Keynote: Silke Horstkotte (Warwick, UK):
Textanfänge, Weltanfänge. Peer Meters Serienmörder-Trilogie
17:45–18:15 Uhr Pause
ab 18:30 Uhr Conference Dinner
Sonntag, 11.09.2016
Panel 4
09:30–10:15 Uhr Lukas R. A. Wilde (Tübingen):
Die Basis-Narrativität der Manga-Bildlichkeit: zur neueren Mangaisierung des japanischen Alltags
10:15–11:00 Uhr Jasmin Böschen (Hamburg):
Neuanfang in der Wissenschaft? Comic als Initiator für Visuelle Bildung
11:00–11:15 Uhr Pause
Panel 5
11:15–12:00 Uhr Pascal Lefèvre (Brüssel, Belgien):
Publication Format and Beginnings
12:00–12:45 Uhr Bettina Egger (Salzburg, Österreich):
Die Ästhetik des Polemischen der Association: das Buch vor dem Comic, ein Neuanfang für Comics?
12:45–13:15 Uhr Pause
13:15–14:00 Uhr Abschlussdiskussion
14:00 Uhr Verabschiedung

Kontakt:
closure@comicforschung.uni-kiel.de

Weiter zur Veranstalterseite mit den Abstracts aller Beiträge

Die Bonner Online-Bibliographie erreicht die 10.000er Marke

donald
Am vergangenen Wochenende hat die Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung die Marke von 10.000 Titeleinträgen erreicht und mittlerweile schon überschritten. Die kostenlos nutzbare Datenbank trägt die wissenschaftliche Literatur zu allen Aspekten des Comics zusammen und erschließt sie auf vielfältige Art und Weise, über Suchmasken, einen Schlagwortkatalog sowie die Verlinkung aller Einträge. Die ComFor trägt mit einer regelmäßigen Förderung zur Weiterführung der Bibliographie bei. Das 2008 gestartete Projekt wird von Joachim Trinkwitz betreut, dem wir an dieser Stelle herzlich gratulieren und uns für seinen ausdauernden Einsatz bedanken möchten.

Zur Bonner Online-Bibliographie

Comicanalyse-Videokanal „Strip Panel Naked“

Strip Panel Naked-LogoUnter dem Autorkürzel „Hass“ hat Hassan Otsmane Elhaou, ehemaliger Herausgeber der Comicreview-Seite IndieReviews, einen neuen Youtube-Channel gestartet, der sich als Comicanalyse-Labaratorium versteht: „Strip Panel Naked“ präsentiert zumeist wöchentliche neue 5-10minütige Kurzvideos, die jeweils einer Comic-Ausgabe oder -Serie gewidmet sind. Hassan, der beruflich als Kameramann und Video-Editor tätig ist, nutzt hier die Möglichkeiten des Mediums besonders gut, um mit Zooms, Fahrten und eingeblendeten Markierungsebenen auf die zahllosen formalen Besonderheiten des Comic-Storytellings aufmerksam zu machen und die narrativen Effekte von Seitenlayout, Seitenumbrüchen, Blickführung oder Text-Bild-Interaktion in ‚Close Readings‘ exemplarischer Szenen zu diskutieren. Die Untersuchungsgegenstände umfassen sowohl ‚Klassiker‘ wie die Spider-Man-Story Kraven’s Last Hunt (1987), als auch tagesaktuelle Neuerscheinungen.

Der Autor zu seiner Zielsetzung:
„A lot of artists and writers in comics are often working with invisible tools. Controlling eyelines, reading speed, the way you understand character relationships and action. It’s a very unique art form, because like cinema it’s entirely visuals-based, but unlike cinema, you don’t have as much direct control on your audience. You have to utilise a lot of clever tricks to get your audience to do what you want them to, without it ever really feeling forced.“
Strip Panel Naked wird über Patreon finanziert.

Strip-Panel-Naked-Screen

Bislang erschienene Folgen:

Framing Violence | The Strange Talent of Luther Strode (2011)

Creating a Comedic Beat | 4 Kids Walk Into a Bank (2016)

Building Dread | Spider-Man (1987)

Creating a Good Action Comic | Moon Knight (2014)

Entering a New World and Subsequent Themes | Southern Bastards (2014)

Using Dialogue as Action | Saga (2012)

Controlling Movement | Black Widow (2016)

Panel Density | Hawkeye (2012)

Colour as Subtext | Pretty Deadly (2013) – Jordie Bellaire

Narrative Distancing | Hellboy in Hell (2016) – Mike Mignola

The 9-Panel Grid | The Omega Men (2016)

The Sound of Speech Bubbles | Sandman (1989)

Building Dread | Spider-Man (1987)

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„Raymond Pettibon“ – Ausstellung mit Sonderführung in Hamburg

Termin:
28.02.2016 - 11.09.2016

PettibonSeit Februar 2016 ist in Hamburg die Ausstellung „Raymond Pettibon – Homo Americanus“ zu sehen. Als eine der letzten Sonderveranstaltungen findet am Samstag, den 13. August 2016 die Expertenführung „Raymond Pettibon und der Comic“ mit Dr. Sven-Eric Wehmeyer statt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. September 2016, kann allerdings nur im Rahmen einer Führung oder Sonderveranstaltung besucht werden.

Veranstaltertext:

„Die Sonderführung mit dem freien Redakteur und Übersetzer Dr. Sven-Eric Wehmeyer stellt die Beziehungen zwischen Pettibons Werk und der Kunstform Comic in der Mittelpunkt. Dabei werden so unterschiedliche Einflüsse wie Zeitungs-Cartoons, Pulp- und Genrehefte der 40er und 50er Jahre und US-Underground-Comix auf Pettibons Bildwortkunst genauer betrachtet.
Zur Teilnahme an der Führung ist eine Anmeldung im Buchungssystem erforderlich.“

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„Holocaust im Comic“ – Ausstellung und Vorträge in Köln

Termin:
05.11.2016 - 18.12.2016

Poster_Holocaust im ComicDie Wanderausstellung „Holocaust im Comic“ ist Ende des Jahres, vom 5. November bis 18. Dezember 2016, im Cöln Comic Haus zu Gast. Alle drei Begleitvorträge werden durch Mitglieder der ComFor gestellt.

Veranstaltertext:

„Sach- und Geschichtscomics, die Ereignisse des Dritten Reichs, des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts thematisieren, sind zunehmend Gegenstand der Feuilletons und akademischer Veranstaltungen. Doch können diese Comics Zeitgeschichte ernsthaft beleuchten? Findet hier nicht eine nahezu automatische Verharmlosung allein schon durch das gewählte Medium statt?
Die Ausstellung, zusammengestellt von Ralf Palandt, setzt sich anhand von Beispielen differenziert mit Holocaust-Abbildungen in Comics auseinander (Kriterien qualitativer Bewertung, antisemitische Beispiele, Exploitation, etc.) und regt zur reflektierenden Lektüre an.“

Rahmenprogramm:

Samstag, 5. November 2016, 17:00 Uhr (Vernissage)
Braune Comics?! Bildgeschichten von Rechts
Vortrag von Ralf Palandt

Samstag, 12. November 2016, 20:00 Uhr
„Wie Hitler sich einmal grün ärgerte“. Der „Führer“ in US-Comicheften der 1940er Jahre
Vortrag von Tillmann Courth

Freitag, 25. November 2016, 20:00 Uhr
Comics und Shoah. Die Thematisierung des Holocaust in der sequenziellen Kunst
Vortrag von Dr. Véronique Sina

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Programm des 6. Graphic Novel Day auf dem ilb

Termin:
11.09.2016

ilb2016Im Rahmen des 16. internationalen Literaturfestivals Berlin lib (7.-17. September 2016) wird zum 6. Mal der Graphic Novel Day ausgetragen. Erneut werden viele internationale KünstlerInnen im Haus der Berliner Festspiele zugegen sein um über ihre Arbeit zu sprechen. Die meisten Veranstaltungen sind auf Englisch und werden von Andreas Platthaus moderiert. In diesem Jahr existiert eine zusätzliche Verbindung mit der Comic Connection, einer Zusammenarbeit mit dem AWO Flüchtlingscenter Lichtenberg. Seit Februar 2016 werden hier Comiczeichen-Workshops für junge BewohnerInnen organisiert, im August mit bekannten ZeichnerInnen wie Amer Al Akel, Mina Braun, Inga Israel, Tania Al Kayyali, Sebastian Lörscher und Mawil. Die Ergebnisse sind in einer Ausstellung im Weinmeisterhaus zu sehen.

Programm des Graphic Novel Days:

11:00 uhr: Wir werden immer größer … – Olivia Viewegs [D] sowie Mikael Ross [D] und Nicolas Wouters’ [B/CH] Coming-of-Age-Geschichten im bebilderten Gespräch

Olivia Vieweg, die sich virtuos zwischen verschiedenen Zeichenstilen bewegt, thematisiert in ihren Graphic Novels »Schwere See, mein Herz«, »Huck Finn: Nach Mark Twain« und »Antoinette kehrt zurück« originell, witzig und manchmal melancholisch die Herausforderungen des Heranwachsens. Der Schriftsteller, Drehbuchautor und Illustrator Nicolas Wouters hat in Zusammenarbeit mit dem Berliner Zeichner Mikael Ross die Graphic Novel »Totem« verfasst, eine faszinierende Jugendgeschichte.

12:00 uhr: Von Klassikern und der Klassik – Line Hoven [D], Jochen Schmidt [D] und Kat Menschik [D] im bebilderten Gespräch über ihre Werke

Kat Menschik zeichnet für die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung«. Ihr Fortsetzungscomic »Der goldene Grubber« wurde als eines der schönsten Bücher von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. In ihren neuesten Werken interpretiert sie in farbenprächtigen Bildern Franz Kafkas »Ein Landarzt« und Shakespeares »Romeo und Julia«. Line Hoven ist Comic-Zeichnerin und Illustratorin. Für ihr Werk »Liebe schaut weg« wurde sie beim 13. Internationalen Comic-Salon in Erlangen mit dem ICOM-Preis geehrt. Jochen Schmidt ist Mitbegründer der Berliner Lesebühne Chaussee der Enthusiasten und arbeitet als Übersetzer, Autor, Reiseschriftsteller und Szenarist. Gemeinsam haben Hoven und Schmidt »Dudenbrooks« und zuletzt »Schmythologie: Wer kein Griechisch kann, kann gar nichts« veröffentlicht.

13:00 uhr: On the road, again – »Motel Shangri-La« von James Turek [USA/D] im bebilderten Gespräch

Der US-Amerikaner James Turek lebt in Leipzig, ist Mitbegründer des Comic- und Grafikfestivals Millionaires Club und gibt regelmäßig Workshops für Kinder und Jugendliche. In seinem Comic »Motel Shangri-La« zeichnet Turek ein Roadmovie mit Wild-West-Anleihen, in dem die Vereinigten Staaten einen amüsanten wie brisanten Zerrspiegel vorgehalten bekommen.

14:00 uhr: Comic Connection – Begegnung im Fremden

Zwei Welten begegnen sich mit dem in Berlin lebenden Comic-Künstler Sebastian Lörscher und dem syrischen Musiker, Animationskünstler und Illustrator Salam al Hassan. Beide kennen das Eigene und das Fremde sehr gut. Sie beide einen die Erfahrungen in anderen Ländern: Lörscher in Haiti und Indien (»Making friends in Bangalore«, 2014°) – Al Hassan in Deutschland. Die neuen Perspektiven und die Auswirkungen auf ihre Arbeit sind das Thema. Gefördert vom Projektfonds Kulturelle Bildung.

16:00 uhr: Richtungsweisend – Ein bebildertes Gespräch mit Marc Antoine Mathieu [F] zu seinen Werken »Richtung« und »3 Sekunden«

In seinen Arbeiten setzt sich Marc-Antoine Mathieu unterhaltsam wie intelligent mit den vielfältigen gestalterischen Möglichkeiten des Comics auseinander und lotet dabei immer wieder neu die wechselseitige Beziehung von Form und Inhalt aus. Seine Werke wie die mehrfach preisgekrönte Serie um den Angestellten im Ministerium für Humor, Julius Corentin Acquefacques, die inzwischen auf sechs Bände angewachsen ist, gelten als Klassiker der Comickunst.

17:00 uhr: Eine Hommage an Beirut – Zeina Abirached [Libanon/F] über ihre Graphic Novel »Piano Oriental« im bebilderten Gespräch

Zeina Abirached hat eine Reihe autobiografischer Graphic Novels und Kurzcomics veröffentlicht, in denen sie ihrer Kindheit im Libanon und ihrer Familiengeschichte nachspürt. Ihre neue Graphic Novel »Piano Oriental« ist eine Hommage an ihre Familie und an das bunte und vielfältige Leben in Beirut Anfang der 60er Jahre: »Mein Buch ist ein Ort für eine kollektive Erinnerung an ein Beirut, das seit dem Bürgerkrieg verschwunden ist.«

18:00 uhr: Israelische Biographien – Gilad Seliktar [Israel] und Barbara Yelin [D] im bebilderten Gespräch

Gilad Seliktar hat mehrere Kinderbücher und Graphic Novels veröffentlicht, darunter »Tsav 8«, in dem er sich mit seiner Zeit beim israelischen Militär auseinandersetzt. Barbara Yelin (»Irmina«) thematisiert in »Vor allem eins: Dir selbst sei treu. Die Schauspielerin Channa Maron« einen Teil der israelischen Kultur: Mit dem Tod der Schauspielerin Channa Maron 2014 verliert Israel eine der engagiertesten Stimmen für eine Aussöhnung mit dem palästinensischen Volk.

Zum internationalen Literaturfestival

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