Schlagwort-Archiv: ComFor

Realismus vs. Voyeurismus? Gastvortrag von Véronique Sina an der HHU

Icon Düsseldorf, das interdisziplinäre Comicforschungsnetzwerk der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, nimmt das Medium Comic aus verschiedenen Fachperspektiven in den Blick. Das Organisationsteam, das aus der Anglistik, Germanistik, Geschichte, Japanologie, Medien- und Kulturwissenschaft sowie Romanistik stammt und mit Michael Heinze, Mara Stuhlfauth-Trabert und Florian Trabert einige ComFor-Mitglieder zählt, hat bisher unter anderem eine Ringvorlesung und verschiedene Comic-Workshops organisiert und bereitet derzeit einen Sammelband vor.

Am 16. 12. 2019 ist unsere 2. Vorsitzende, Véronique Sina, mit ihrem Gastvortrag „Realismus v. Voyeurismus? Zur medialen Inszenierung queerer Identität(en) in Le Bleu est une couleur chaude (2010) und LA VIE D’ADÈLE (2013)“ eingeladen.

„Comic-Monday“ mit Thomas Ballhausen in Wien

Termin:
16.12.2019 18:00

Das Jahr neigt sich unaufhaltsam dem Ende zu, doch die erst kürzlich gegründete Österreichische Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung (OeGeC) beginnt ihre Arbeit nun erst so richtig: unter der Regie von u.a. den ComFor-Mitglieder Katharina Serles und Marina Rauchenbacher sowie Susanne Hochreiter organisiert die OeGeC unter anderem den Comic-Monday, der den „intensiven Austausch über österreichische Comics“ ermöglichen soll. In der inzwischen dritten Ausgabe der Veranstaltungsreihe spricht Thomas Ballhausen über seine Arbeit als Kurator.

Veranstaltungstext

Am 16. 12. geht der 3. Comic-Monday im Florentin1090-Extrazimmer über die Bühne. Dieses Mal wird Thomas Ballhausen mit uns den diesjährigen Graphic Novel Schwerpunkt der Erich-Fried-Tage Revue passieren lassen, über seine (kuratorische) Arbeit, das Literaturhaus Wien und entsprechende Andockmöglichkeiten für Künstler*innen sprechen. Save the date! Wir freuen uns wieder auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit unseren Mitgliedern und Interessierten über die österreichische Comicszene im Extrazimmer des Florentin1090 – dieses Mal mit Thomas Ballhausen! Anmeldung an vorstand@oegec.com bitte bis 13. 12.

Publikationshinweis: „Comicanalyse. Eine Einführung“

Unter tatkräftiger Beteiligung von ComFor-Mitgliedern hat die Comicanalyse nun auch Einzug in das Programm des Metzler Verlages gefunden: Gemeinsam verfasst von den ComFor-Mitgliedern und -Vorständen Stephan Packard, Véronique Sina und Lukas R.A. Wilde sowie von Andreas Rauscher, Jan-Noël Thon und Janina Wildfeuer erschien kürzlich der AG-Comicforschungs-Band Comicanalyse. Eine Einführung. Nachdem bereits die eBook-Version veröffentlicht worden ist, ist der Band nun auch als Printversion erschienen.

S. Packard, A. Rauscher, V. Sina, J.-N. Thon, L.R.A. Wilde, J. Wildfeuer

Comicanalyse. Eine Einführung.

228 S., Softcover
J.B. Metzler.

ISBN 978-3-476-04774-8

 

 

 

Verlagsankündigung

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Comics in all ihren vielfältigen Formen hat sich in den vergangenen Jahren auch in Deutschland zu einem lebhaften interdisziplinären Forschungsfeld entwickelt, dem zudem ein steigendes Interesse an der Comicanalyse in universitären Lehrveranstaltungen gefolgt ist. Die vorliegende Einführung verbindet vor diesem Hintergrund einen kompakten Überblick über einschlägige Theorien, Begriffe und Methoden mit einer Vielzahl konkreter Beispiele, um die Produktivität einer Auswahl zentraler Ansätze zur semiotischen, multimodalen, narratologischen, genretheoretischen, intersektionalen und interkulturellen Comicanalyse zu demonstrieren.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten gibt es auf der Verlagsseite.

Workshop „Practices of Reading Comics“ in Berlin

Die Kolleg-Forschungsgruppe Cinepoetics, die sich mit Poetologien des audiovisuellen Bildes beschäftigt, hat gemeinsam mit der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) einen Workshop organisiert. Dieser findet am 29. und 30. November in Berlin statt – einmal mehr unter starker ComFor-Beteiligung mit Björn Hochschild und Lukas Wilde – und wird sich aus Perspektive der Phänomenologie sowie der Interface Studies dem Comic-Lesen widmen. Der genaue Titel lautet: „Approaching the Practices of Reading Comics: Perspectives from Phenomenology and Interface Studies“. Um Anmeldung an bjoern.hochschild@fu-berlin.de oder lukas.wilde@uni-tuebingen.de wird gebeten.

Programm:

Freitag, 29. November:

10:00 Welcome and Introduction
10:45 Phenomenological Approaches (Simon Grennan)
12:30 Lunch Break
13:30 Analytical Discussion: Jordan Wellington Lint with Brief Approaches to Analysis (Björn Hochschild)
14:45 Short Break
15:00 Kafka’s Narratives Intertwined: First Data of a Qualitative-empirical Study with Students of Higher Classes (Caroline Bader)
15:45 The De-Digitalization of Manga for Non-Japanese Audiences: Research Problems and Questions of Methods
(Natalia Samutina)
15:30 Conclusion

Samstag, 30. November:

10:00 Welcome
10:15 Interface-Studies – An Overview (Christoph Ernst)
12:00 Lunch Break
13:00 Analytical Discussion: These Memories Won’t Last with Brief Approaches to Analysis (Lukas R.A. Wilde)
14:15 Short Break
14:30 »Made of pure internet«: Metamedial Engagement and Technostalgia in Homestuck (Tim Glaser)
15:15 Conclusion

Veranstaltungstext: Weiterlesen

Vortrag „Comic Studies und Gender“ in Basel

Véronique Sina, 2. Vorsitzende der ComFor, wird am 25. 11. im Rahmen der Ringvorlesung „Einführung in die Geschlechterforschung“ an der Universität Basel einen Vortrag zu „Comic Studies und Gender“ halten.

Organisiert wird die interdisziplinäre Veranstaltung von Frank Luck, inhaltlich geht es um die Vermittlung von Kenntnissen der Grundlagen der Geschlechterforschung in unterschiedlichen Fächern und um die Diskussion etwa folgender Fragen: Wie wird in unterschiedlichen Disziplinen Geschlecht verstanden? Auf welche Weise werden Geschlechterverhältnisse erforscht?

Link zur Veranstaltung

Publikationshinweis: „Geschichte und Mythos in Comics und Graphic Novels“

Vor Kurzem ist der Band „Geschichte und Mythos in Comics und Graphic Novels“ im Ch. A. Bachmann Verlag erschienen. Grundlage war eine gleichnamige Tagung, die von 27. bis 30. April 2016 an der Universität Leipzig stattfand und von der nun als Herausgeberin fungierenden Kunsthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin Tanja Zimmermann co-organisiert wurde. Mit Beiträgen von u. a. Jörn Ahrens, Bernd Dolle-Weinkauff, Nina Heindl, Heike Elisabeth Jüngst, Kalina Kupczynska, Renata Makarska und Véronique Sina kann sich die ComFor-Beteiligung ebenfalls sehen lassen.

Geschichte und Mythos in Comics und Graphic Novels
Bildnarrative Bd. 6
Tanja Zimmermann (Hg.in)
Broschur, 476 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-96234-017-9
€ 36,00 (zzgl. Versandkosten)

Zum Inhaltsverzeichnis auf der Verlagsseite

Verlagsankündigung:
„Durch die parodistisch-karnevaleske Transposition von Historie können Comics und Graphic Novels Geschichtsnarrative erzählerisch vergegenwärtigen, kritisch hinterfragen oder gar mythisch rekonfigurieren. Ihre imaginär-fiktionale Bildsprache kann Unsichtbares sichtbar machen, ihr Verknüpfungsmechanismus alternative Geschichtsverläufe aufweisen. Die Nähe zur Geschichte wird daher weniger durch ›wahr‹ oder ›falsch‹ der erzählten Ereignisse, sondern durch verschiedene Stufen medial erzeugter Plausibilität und Beglaubigung erfasst. So bieten sie sich als Experimentierfeld für die Verarbeitung der Vergangenheit, auf dem Geschichte und Mythos in verschieden Kon­stellationen zueinander treten können.“

ComFor-Jahrestagung in Schwarzenbach a. d. Saale

In schnellen Schritten rückt der November näher und damit die wieder heiß ersehnte ComFor-Jahrestagung. Sie findet dieses Jahr in Schwarzenbach a. d. Saale statt und widmet sich – unter dem Titel „Übersetzung, Lokalisierung, Imitation und Adaption“ – unterschiedlichsten Aspekten der Comickomparatistik.

Christian Bachmann, Juliane Blank, Alexandra Hentschel und Stephan Packard zeichnen dankenswerterweise für die Organisation verantwortlich.

Neben 17 internationalen Vorträgen und 3 Keynotes, wird es außerdem 2 offene Foren für die Vorstellung neuer Forschungsprojekte geben, das erste Treffen der neu konstituierten AG Diversity, die feierliche Verleihung des 1. Martin-Schüwer-Publikationspreises, sowie natürlich eine einleitende Mitgliederversammlung. Das vollständige Programm ist hier nachzulesen; der Folder dazu ist hier herunterzuladen.

Wichtig! Die Anmeldung ist noch bis 27. 10. offen. Interessierte sind dringend gebeten, sich bis dahin zu registrieren und ihre Zimmer zu buchen. Die entsprechenden Informationen dazu gibt es hier:

Neue Webseite „bilderbogenforschung.de“

Seit kurzem steht der Forschung und Öffentlichkeit mit der Webseite bilderbogenforschung.de eine neue Ressource zu einem dem Comic verwandten Medium zur Verfügung: Die von ComFor-Mitglied Julian Auringer kuratierte Seite zur – wie der Name schon unschwer vermuten lässt – Forschung an Bilderbogen hält eine Vielzahl unterschiedlicher Digitalisate nebst detaillierter Analysen bereit:

„Das Medium Bilderbogen wird unzutreffend zum Vorläufer der Comics erklärt. Dass es sich beim Bilderbogen jedoch um ein eigenständiges Trägermedium handelt, ein Medium also, das nicht nur comicähnliche Bildgeschichten, sondern auch Ankleidepuppen aus Papier, Bastelbogen, Drucke, Tagesgeschehen, Weltpolitik uvm. beinhaltet, wird zumeist ignoriert. Der Fokus dieser Enzyklopädie liegt indes ganz auf den sequenziellen Bildergeschichten der Bilderbogen.“

 

Der Besucher der Seite kann nun die Ergebnisse von Auringers Dissertationsprojekt zu diesen historischen, plurimedialen Bild-Text-Werken abrufen und nach unterschiedlichen Kategorien geordnet  durchsuchen oder zufällig durchstöbern. Die Seite bietet ebenso eine ausführliche Kategorie mit theoretischen Grundlagen der Bilderbogenforschung. Ebenso ist es möglich, selbst Beiträge zur möglichen Publikation auf der Seite einzureichen.

www.bilderbogenforschung.de

 

 

 

 

Neue Publikationsreihe „Comicforschung transdisziplinär“

Die ComFor-Vorsitzenden Stephan Packard und Véronique Sina sind Herausgeber_innen einer neuen Publikationsreihe zur Comicforschung, die im de Gruyter Verlag erscheint. Die Reihe Comicforschung transdisziplinär versammelt sowohl deutsche als auch englische Beiträge zur Erforschung von Comics als Medium, als Kunstform und als kulturelles Phänomen. Die Reihe enthält Monographien und Sammelbände sowohl von etablierten als auch von Nachwuchswissenschaftler_innen, die in diversen Disziplinen, wie etwa der Medien-, Literatur- und Kunstwissenschaft oder der Philosophie, Kulturwissenschaft und den Visual Culture Studies über Comicforschung arbeiten.

Auszug aus der Verlagsankündigung:
„Hat sich die Comicforschung in der deutschsprachigen wie der internationalen Forschungslandschaft in den letzten beiden Jahrzehnten in rasantem Wachstum zu einem der produktivsten Gebiete in der Auseinandersetzung mit neuen medialen Formen entwickelt, ist die Zusammenführung und der Dialog zwischen verschiedenen disziplinären und kulturellen Konzeptionen, Forschungsmethoden und Expertisen umso dringenderes Desiderat. Die Auswahl qualitativ herausragender Beiträge aus einem breiten Spektrum verschiedenster Disziplinen soll dazu beitragen, eine Referenz für den übergreifenden Austausch zur aktuellsten Forschung zu schaffen. Der Bogen reicht entsprechend von der Medien- über alle Literatur- und Sprachwissenschaften, Kunstwissenschaft und -geschichte und Philosophie bis zur Kulturwissenschaft und -geschichte, Bildanthropologie und den Visual Culture Studies.“

Manuskripte oder Proposals bzw. Fragen können an Lydia J. White gerichtet werden.

Publikationshinweis: „Loriot und die Zeichenkunst der Ironie“ von Dietrich Grünewald

Dietrich Grünewald ist und bleibt umtriebig: Erst Ende 2018 entdeckte und veröffentlichte Grünewald Friedrich Schillers Avanturen des neuen Telemach und machte so Schillers frühe Humorzeichnungen der Öffentlichkeit (wieder) zugänglich. In seiner neuesten Publikation widmet sich der Wegbereiter der deutschen Comicforschung dagegen einem der wichtigsten deutschen Humoristen: kürzlich erschien bei Ch. A. Bachmann „Loriot und die Zeichenkunst der Ironie“. Grünewald, Gründungsmitglied und langjähriger erster Vorsitzender der ComFor, setzt sich in diesem Band mit den humoristischen Zeichnungen Victor von Bülows auseinander und verortet sie in der Geschichte der humoristischen Zeichenkunst.

 

Loriot und die Zeichenkunst der Ironie
Dietrich Grünewald
Gebunden,
176 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen
ISBN 978-3-96234-023-0
€ 16,00 (zzgl. Versandkosten)

Zur Verlagsseite

 

Verlagsankündigung:

„Es ist seine Vielseitigkeit, die Loriot zu einer deutschen Humor-Institution werden ließ. Doch vor allem anderen ist Victor von Bülow Zeichner. Als Zeichner der komischen Kunst erzählt er in Einzelbildern und in kleinen Bildfolgen humorvolle Geschichten, die uns Lachen oder Schmunzeln lassen. Es ist eine großartige Leistung, wenn das gelingt. Und doch sind viele seiner komischen Zeichnungen mehr als Konsumware. Schaut man genauer hin, erkennt man, dass sie unsere alltäglichen Sorgen und Probleme spiegeln, kleine, große, oft solche, die sich nicht einfach weglachen lassen. Loriots Komik bewirkt, dass wir achtsam mit dem Erzählten umgehen, denn sie erweist sich als Ironie, oft als satirische Kritik, die irritiert, uns innehalten und nachdenken lässt.
Dieses Buch ist keine Loriot-Biografie und auch kein Loriot-Album. Loriot wird hier als Zeichner vorgestellt, seine Bildgeschichten im Vergleich mit der Historie der komischen Zeichenkunst – wissenschaftlich fundiert und doch unterhaltsam – befragt und analysiert. Das Ziel: Leserinnen und Lesern, Betrachterinnen und Betrachtern einen geschärften Blick geben, der es erlaubt, Loriots ironische Zeichenkunst intensiver und reflektiert zu genießen.“