Lesungen & Diskussionen

Vom Roman zur Graphic Novel – Gespräch mit Karel Osoha und Ondřej Kavalír

Das tschechische Zentrum München lädt am 4. August 2021 zum Gespräch mit Karel Osoha und Ondřej Kavalír. Im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin und Comic­Expertin Meike Fischer berichten die beiden über ihre Arbeit an der Comic-Adaption von David Jan Žáks „Návrat krále Šumavy“ (dt. „Die Rückkehr des Königs des Böhmerwaldes“).

Ankündigungstext:

Wie wandelt man eine Romanvorlage in Comicform um? Was gewinnt man dabei? Was geht womöglich verloren? Sind Comickünstler in solchen Fällen auch als Übersetzer anzusehen?
Mit eindrucksvollen Schwarzweiß-Zeichnungen und knappen Dialogen hat ein dreiköpfiges Team den Geist von David Jan Žáks historischen Roman Návrat krále Šumavy (dt. „Die Rückkehr des Königs des Böhmerwaldes“) gekonnt als Graphic Novel wiedergegeben. Die abenteuerliche, fast krimiartige Geschichte spielt in den späten 1940er Jahren – nach der kommunistischen Machtergreifung in der Tschechoslowakei, aber noch bevor Stacheldraht das Land von seinen westlichen Nachbarn trennte. Im Mittelpunkt steht Josef Hasil, ein Polizist aus Südböhmen, der zum Fluchthelfer wurde und Dutzenden seiner Mitbürger*innen den Weg durch den Böhmerwald nach Westen zeigte. Über diese Fragen und mehr unterhalten sich Karel Osoha und Ondřej Kavalír.

Weitere Informationen finden sich auf der Veranstaltungsseite. Um Anmeldung unter ccmunich@czech.cz wird gebeten.

Gespräch mit Comiczeichnerin Sarah Burrini

Termin:
11.06.2021 19:00

Diesen Freitag, 11.06. um 19:00 Uhr, gibt es die Möglichkeit, an einem Gespräch mit der Comiczeichnerin Sarah Burrini teilzunehmen. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Pippi Langstrumpf und ihre Töchter“ der Karl Rahner Akademie Köln und  findet je nach Bestimmungen der Bundesregierung präsent oder online statt. Eine Anmeldung ist noch bis Freitag, 11.06., um 15:00 Uhr möglich; die Teilnahmegebühr beträgt 10,00 € (ermäßigt 5,00 €).

Informationstext der Veranstalter_innen zu Sarah Burrini:

„Sarah Burrini arbeitet als Illustratorin und Comiczeichnerin. In ihren Reihen »Nerd Girl« und »Das Leben ist kein Ponyhof« zeigt sie Frauen, die sich an ihrer Umgebung stoßen und unabhängige Vorschläge machen. Thema sind dabei zum einen stets die eigene Berufswelt (und ihre Dominierung durch männliche Helden und Akteure) zum anderen die Herausforderungen, die ein Alltag zwischen Beruf und Hausgemeinschaft so mit sich bringt. In ihrem Fall: Pferd, Fliegenpilz und Elefant.

Im Gespräch« gibt die Autorin Einblicke in die Identifikationsfiguren ihrer Karriere, über die Figuren die Denk- und Traumwelt bevölkerten und Szenen, die sie durch die Zeit begleiten.“

Die Zugangsdaten für die digitale Veranstaltung erhalten Sie vom Veranstalter spätestens einen Tag vor der Veranstaltung per Mail.

Weitere Informationen, inklusive Möglichkeit zur Anmeldung,  finden Sie hier.

1. Comfor Online-Workshop: Karikaturenkritik. Inhalte, Kontexte, Ästhetiken (12.03.2021)

Termin:
12.03.2021 10:00-14:00

Der Vorstand der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) lädt alle Mitglieder_ und Interessierten herzlich zum ersten Online-Workshop der Diversity Initiative ein, der sich dem komplexen Thema der Karikaturenkritik annähern soll. Der Workshop steht unter dem Zeichen der Selbstsensibilisierung und besteht aus zwei Teilen. Am Vormittag wird zunächst Ali Schwarzer als geladener Experte einen Gastvortrag zum Thema „Was darf man noch zeichnen?“ halten, dessen Fragestellungen weiter unten genauer skizziert werden. Nach reichlich Diskussionszeit und einer kurzen Mittagspause wollen wir im Anschluss gemeinsam einen Textvon Siegrid Jäger besprechen, der allen Teilnehmer*innen zuvor zur Verfügung gestellt werden wird. In diesem analysiert Jäger die Rezeption und Instrumentalisierung des sog. „Karikaturenstreits“ in der deutschen Presse aus diskursanalytischer Perspektive („Pressefreiheit und Rassismus. Der Karikaturenstreit in der deutschen Presse: Ergebnisse einer Diskursanalyse“, in: Thorsten G. Schneiders (Hg.): Islamfeindlichkeit: Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen. 2. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag, 2010, S. 319-336).

Gastvortrag Ali Schwarzer: Was darf man noch zeichnen? –Rassistische Stereotype in Cartoons erkennen und benennen

Regelmäßig wundert sich die Medienlandschaft stellvertretend für eine anscheinend zutiefst verunsicherte Gesellschaft: Was darf man eigentlich noch? Der N-Kuss heißt „neuerdings“ Schaumkuss, Schwarze Menschen soll man nicht als Eingeborene zeichnen und Karneval ist ohne Blackfacing auch nur noch halb so schön. Ja, was darf man eigentlich noch? Dass die Meinungsfreiheit eine grenzenlose sei, auf diesen Irrglauben durfte sich lange Zeit berufen, wer zu den Privilegierten der Gesellschaft zählte und zählt. Mittlerweile werden aber auch bekannte Karikaturist_innen (Greser & Lenz), beliebte Comedians (Dieter Nuhr) und alberne Politiker_innen (Martin Sonneborn) gelegentlich daran erinnert, dass Meinungsfreiheit sehr wohl ihre Grenzen hat und diese manchmal sogar für sie gelten. Ungewiss scheint indes, wo diese Grenzen zu verorten sind und wer diese auszuhandeln berechtigt ist. Durch eine sehr homogene Medienlandschaft einerseits und mangelndes Wissen über Rassismus in der Gesellschaft andererseits sind sich Medienschaffende und bekannte Persönlichkeiten häufig nicht im Klaren, wie schnell eine Grenze überschritten ist. Die fehlende Erfahrung in Selbstkritik tut ihr Übrigens und die Quittung folgt in den sozialen Medien. Der Vortrag will für rassistische Erfahrungen von (nicht nur) Schwarzen Menschen in Deutschland sensibilisieren und anhand praktischer Beispiele erläutern, wie tief Rassismen in unsere Gesellschaft eingeschrieben sind. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden verschiedene Cartoons hinsichtlich ihres potentiell rassistischen Charakters erörtert und Lösungsansätze für die Schaffung diverser Cartoons zur Diskussion gestellt.

Ali Schwarzer hat Medien und Kommunikation sowie African Studies studiert. Während seines Studiums der Afrikanistik befasste er sich mit Meinungsfreiheit und Cartoons im Kontext der südafrikanischen Post-Apartheid-Gesellschaft. Für das Onlinemagazin Übermedien schreibt er in unregelmäßigen Abständen über Rassismus in den deutschen Medien.

Organisator_innen: Christina Meyer, Vanessa Ossa, Lukas R.A. Wilde

Termin: Freitag, 12. März 2021, 10-14 Uhr via Zoom.

Wir freuen uns über reichlich Beteiligung und auf gewinnbringenden Austausch!

Um Anmeldung bis zum 7. März wird gebeten an Vorstand@Comicgesellschaft.de. Die Zugangsdaten für das Zoom Meeting werden allen Teilnehmer_innen zugesandt.

Comic Lesung „Drei Steine“ auf Zoom

Termin:
16.02.2021 19:00 - 16.02.2021

Am 16. Februar findet um 19 Uhr eine Onlinelesung des grafischen Romans „Drei Steine“ von Nils Oskamp auf Zoom statt.

Der Autor verarbeitet in seinem Graphic Novel seine eigene Erfahrungen mit Nationalsozialisten. Anfang der 1980er Jahre, an einer Realschule in Dortmund, leugnet ein Mitschüler nach einer Geschichtsstunde über den Nationalsozialismus den Holocaust und lobt Hitler. Als Nils Oskamp sich dem klar entgegenstellt, löst dies eine Spirale der Gewalt aus, bei der ältere Nazis auftreten, die Lehrer wegschauen und die Eltern keine Zeit haben. Es kommt zu zwei Mordanschlägen auf Nils bevor die Angelegenheit ernst genommen wird.

Anmeldungen zur Lesung können direkt an Sabine Demsar geschickt werden. Die Zugangsdaten zur kostenfreien Veranstaltung via Zoom werden kurz vorher ausgesandt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf Facebook und auf Instagram.

Weitere Informationen zum Veranstalter finden Sie hier.