Lesungen & Diskussionen

Workshop und Lesung: Bilder und Narrative der Solidarität in der postmigrantischen Gesellschaft

Dimensionen der Betroffenheit
Bilder und Narrative der Solidarität in der postmigrantischen Gesellschaft

2./3. Juli 2026
Lesung und interdisziplinärer Workshop an der Universität Paderborn

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die Beobachtung, dass sich in der postmigrantischen Gesellschaft unterschiedliche Erinnerungskulturen wie auch Perspektiven auf gesellschaftliche Konflikte zunehmend überlagern und miteinander in produktive wie konflikthafte Aushandlungsprozesse treten. Ereignisse wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine oder die globalen Reaktionen auf den 7. Oktober 2023 haben diese Konstellationen sichtbar gemacht. In der öffentlichen Debatte zeigt sich, dass Solidarität und Betroffenheit nicht homogen verteilt, sondern an spezifische historische Bezugssysteme, politische Positionierungen und kollektive Selbstverständnisse gebunden sind, wobei konkurrierende Opfer- und Solidaritätsnarrative entstehen. Die seit 2021 geführten Debatten des sogenannten ‚Historikerstreit 2.0‘ bilden für die in der Veranstaltung diskutierten Konstellationen einen zentralen erinnerungspolitischen Kontext. Konzeptionell greift die Veranstaltung zentrale Ansätze der Memory Studies, der Postmigrations- und Solidaritätsforschung sowie der Jüdischen Studien auf. Arbeiten zur postmigrantischen Gesellschaft (u.a. Naika Foroutan, Erol Yıldız) gehen etwa davon aus, dass Solidarität heute häufig nicht mehr primär entlang stabiler Gruppenidentitäten organisiert ist, sondern auf geteilten politischen Haltungen oder Wahrnehmungen gesellschaftlicher Ungleichheit beruht. In diesem Zusammenhang wird von postmigrantischen Allianzen oder involvierter Solidarität gesprochen, womit Formen kollektiven Handelns gemeint sind, die über biografische Zugehörigkeiten hinaus entstehen. Gleichzeitig liefern Ansätze der Erinnerungsforschung wichtige Instrumente, um Konflikte, aber auch Überschneidungen zwischen unterschiedlichen Erinnerungsgemeinschaften zu analysieren. Dazu zählen etwa Michael Rothbergs Konzept des ‚multidirektionalen Erinnerns‘, Marianne Hirschs Begriff der ‚Postmemory‘ sowie Arbeiten der Cultural Memory Studies (u.a. Pierre Nora, Astrid Erll). Aus Perspektive der Jüdischen Studien sind Arbeiten relevant, die jüdische Gegenwart in Europa als durch sowohl spezifische erinnerungspolitische Erwartungen wie auch konflikthafte Zugehörigkeitsordnungen geprägt analysieren (u.a. Y. Michal Bodemann, Hannah Tzuberi, Max Czollek).
Die Veranstaltung ist Teil des DFG-geförderten Forschungsprojekts „Queering Jewishness – Jewish Queerness. Diskursive Inszenierungen von Geschlecht und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien“ am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt.

Lesung mit Dana von Suffrin und Ronya Othmann
 
Donnerstag, 2. Juli 2026
ab 18.00 Uhr in Hörsaal G
Zum Auftakt der Veranstaltung findet am 2. Juli 2026 um 18.00 Uhr eine öffentliche Lesung der beiden Gegenwartsautorinnen Ronya Othmann und Dana von Suffrin mit anschließender Diskussion statt.
Workshop
 
Freitag, 3. Juli 2026
IBZ im Jenny-Aloni-Haus
Im Zentrum des diskussionsorientierten Workshops mit geladenen Wissenschaftler*innen aus den Film- und Medienwissenschaften, Literatur- und Kulturwissenschaften sowie Geschichts- und Kunstwissenschaften steht ein intensiver Austausch über narrative und ästhetische Praktiken, mit denen in Gegenwartsliteratur und -medien (Comics, Filme, Serien, künstlerische Praktiken etc.) Solidarität und Betroffenheit vor dem Hintergrund unterschiedlicher Erinnerungsgemeinschaften konzeptionalisiert werden. Der Workshop richtet sich ausdrücklich sowohl an Wissenschaftler*innen als auch an Studierende der Universität Paderborn und darüber hinaus.

Workshop-Programm:
09:30–09:45h: Begrüßung & Einführung
09:45–11:15h: Slot 1: Materialpräsentation & -diskussionen
mit Beiträgen von Kalina Kupczyńska (Łódź), Olena Petrenko (Bochum) und Anna Maria Spener (Paderborn)
Moderation: Hilde Hoffmann und Véronique Sina
11:15–11:45h: Kaffeepause
11:45–13:15h: Slot 2: Materialpräsentation & -diskussionen
mit Beiträgen von Sebastian Althoff (Paderborn), Hilde Hoffmann (Bochum) und Stephanie Willeke (Paderborn)
Moderation: Kalina Kupczyńska und Véronique Sina
13:15–14:00h: Mittagspause
14:00–15:00h: Slot 3: Materialpräsentation & -diskussionen
mit Beiträgen von Nele Feuring (Flensburg) und Asta von Mandelsloh (Berlin)
Moderation: Kalina Kupczyńska und Anna Maria Spener
15:00–15:15h: Kaffeepause
15:15–16:00: Comic-Projektvorstellung: „Verletzlich. Un/Sicherheit, Anti/Diskriminierung & Konflikt im Hochschulalltag nach dem 7. Oktober 2023“
mit Leslie Gauditz (Hamburg) und Anna Paßlick (Berlin)
Moderation: Véronique Sina
16:00–16:30h: Abschlussdiskussion

Weitere Infos zur Veranstaltung online unter:

Anmeldung und Teilnahme:
Die Teilnahme am Workshop ist ausschließlich nach vorheriger Anmeldung möglich. Zur Anmeldung senden Sie bitte eine formlose eMail mit dem Betreff „Anmeldung Workshop Dimensionen der Betroffenheit“, ggf. institutioneller Anbindung und/oder Funktion an: Sina@tfm.uni-frankfurt.deDeadline für die Anmeldung ist der 15. Juni 2026.
 

Förderung
Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Veranstaltungsort:
Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft
Universität Paderborn
Warburger Str. 100
33098 Paderborn
Deutschland

Konzeption & Organisation:
Dr. Kalina Kupczyńska| Universität Łódź
Dr. Véronique Sina | Goethe-Universität Frankfurt
Anna Maria Spener, M.A. | Universität Paderborn
Unter Mitwirkung von:
Miriam Maja Brost, B.A. | Goethe-Universität Frankfurt & Ruhr-Universität Bochum

Hybride Ringvorlesung „Learning about the Shoah through Narrative Art and Visual Storytelling“

Termin:
08.10.2024 18-20 Uhr - 28.01.2025

Im nächste Woche anlaufenden Wintersemester veranstaltet Daniel Stein in Siegen zusammen mit Jens Aspelmeier und Jana Mikota eine Ringvorlesung zum Thema „Learning about the Shoah through Narrative Art and Visual Storytelling – Transnationale Erinnerung in der grafischen Literatur“. Darin geht es um Comics und grafische Literatur, aber auch um Kinderbücher. Weitere ComFor-Mitglieder wie Ole Frahm und Ralf Palandt sind mit Vorträgen vertreten. Alle Sitzungen finden Dienstags von 18-20 Uhr statt. Bei Interesse, an einzelnen Sitzungen oder der gesamtem Ringvorlesung digital zuzuschalten, kann dies über Anmeldung per Mail über  mikota (ät) germanistik.uni-siegen.de sehr gerne tun.

Zur Veranstaltungsseite

Online-Lesung mit Jason Reynolds

Termin:
25.10.2023 13:30 Uhr

Stuntboy rettet die WeltComFor-Mitglied Daniel Stein organisiert and moderiert am kommenden Mittwoch eine Online-Lesung mit  dem US-amerikanischen Kinder- und Jugendbuchautor Jason Reynolds, der gerade seine erste Graphic Novel veröffentlicht hat.

Ankündigungstext:
„Reynolds ist New York Times-Bestsellerautor sowie Träger zahlreicher Auszeichnungen und Preise. Außerdem war er von 2020 bis 2022 „National Ambassador for Young People’s Literature“. Er hat bereits eine ganze Reihe an Büchern für Kinder und Jugendliche geschrieben. Mit „Stuntboy rettet die Welt“ (illustriert von Raúl the Third, übersetzt von Anja Hansen-Schmidt; Karibu Verlag 2023) ist gerade seine erste Graphic Novel – laut Verlagsseite ein Comic-Roman mit farbigen Illustrationen über Superhelden, Mut und Freundschaft für Kinder ab 10 Jahren – erschienen (siehe Cover im Anhang). Jason lebt in Washington, DC.  Reynolds wird auf Englisch lesen; Moderation und Diskussion finden auf Englisch und Deutsch statt. “

Anmeldung und Zugangsdaten für den WebEx-Raum bei Dr. Jana Mikota unter mikota@germanistik.uni-siegen.de.

ComicsExchange #3 zum Thema Schrift

Termin:
27.01.2023 17:00 Uhr - 27.01.2023

Als kurzfristige Ankündigung möchten wir auf den morgigen (27.01.2023) dritten ComicsExchange der AG Comicforschung hinweisen, der sich dem Thema Schrift widmet. Wie immer findet der ComicsExchange online statt und beginnt um 17:00 Uhr; der Teilnahmelink wird nach der Anmeldung versendet, welche per Email an kontakt@agcomic.net erfolgt.

Die Beiträge kommen dieses Mal von ComFor-Mitglied Kalina Kupczynska zum Thema Logovisualität in der polnischen Comic-Autobiografie, ComFor-Mitglied Katharina Serles über Katja Klengels Girlsplaining, Jasmin Berger über René Goscinny und Albert Uderzos Asterix als Legionär und ComFor-Mitglied Bernhard Frena zu Lorenzo Ghettis To be Continued.

Letzter Post des Jahres 2022 + ComicsExchange am 27.01.2023

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wie immer verabschiedet sich die Redaktion der Gesellschaft für Comicforschung zu diesem Anlass in eine kurze Pause über die Feiertage. Wir bedanken uns bei allen Leser_innen unseres Blogs, die uns in diesem Jahr begleitet haben! Wir wünschen angenehme Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2023.

Ab dem 12. Januar 2023 geht es mit regelmäßigen Neuigkeiten zur Comicforschung weiter und wie immer beginnen wir das neue Jahr mit unseren Leseempfehlungen.

Last but not least möchten wir schonmal den Termin des ComicsExchange am 27.01.2023 zum Thema „Schrift“ ankündigen. Das Diskussionsforum findet online statt und beginnt um 17:00 Uhr. Beiträge können noch bis zum 06.01.2023 eingereicht werden. Nähere Informationen auf der Website der Veranstalter_innen.

Frohe Feiertage,
Vanessa Ossa, Michaela Schober & Natalie Veith

Comic Advent der OeGeC

Termin:
06.12.2021 17:00 - 20.12.2021

Dass man die Wartezeit bis Weihnachten nicht nur mit Schokolade aus dem Adventskalender verkürzen kann, zeigt momentan die Österreichische Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung (OeGeC): Unter dem Titel Comic Advent findet an jedem der kommenden Montage  im Rahmen eines ComicMonday (CoMon) eine von der Kulturabteilung der Stadt Wien geförderte Diskussion statt. Im Gespräch sind:

  • 06.12. – Albert Mitringer über seine Comics LILA und Requiem
  • 13.12. – Ari Ban über seine queeren/trans* Comics und Illustrationen
  • 20.12. – OeGeC und ComFor Mitglied Elisabeth Klar mit Jasmin Rehrmbacher über ihren Comic Kreuz und andere Arbeiten

Die Gesrpäche finden jeweils um 17:00 Uhr via Zoom statt. Die Anmeldungen ist jeweils bis 24 Stunden vor dem Termin per Email an vorstand@oegec.com möglich.

→ Zum Programm des Comic Advent

→ Zur Website der OeGeC

Vom Roman zur Graphic Novel – Gespräch mit Karel Osoha und Ondřej Kavalír

Das tschechische Zentrum München lädt am 4. August 2021 zum Gespräch mit Karel Osoha und Ondřej Kavalír. Im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin und Comic­Expertin Meike Fischer berichten die beiden über ihre Arbeit an der Comic-Adaption von David Jan Žáks „Návrat krále Šumavy“ (dt. „Die Rückkehr des Königs des Böhmerwaldes“).

Ankündigungstext:

Wie wandelt man eine Romanvorlage in Comicform um? Was gewinnt man dabei? Was geht womöglich verloren? Sind Comickünstler in solchen Fällen auch als Übersetzer anzusehen?
Mit eindrucksvollen Schwarzweiß-Zeichnungen und knappen Dialogen hat ein dreiköpfiges Team den Geist von David Jan Žáks historischen Roman Návrat krále Šumavy (dt. „Die Rückkehr des Königs des Böhmerwaldes“) gekonnt als Graphic Novel wiedergegeben. Die abenteuerliche, fast krimiartige Geschichte spielt in den späten 1940er Jahren – nach der kommunistischen Machtergreifung in der Tschechoslowakei, aber noch bevor Stacheldraht das Land von seinen westlichen Nachbarn trennte. Im Mittelpunkt steht Josef Hasil, ein Polizist aus Südböhmen, der zum Fluchthelfer wurde und Dutzenden seiner Mitbürger*innen den Weg durch den Böhmerwald nach Westen zeigte. Über diese Fragen und mehr unterhalten sich Karel Osoha und Ondřej Kavalír.

Weitere Informationen finden sich auf der Veranstaltungsseite. Um Anmeldung unter ccmunich@czech.cz wird gebeten.

Gespräch mit Comiczeichnerin Sarah Burrini

Termin:
11.06.2021 19:00

Diesen Freitag, 11.06. um 19:00 Uhr, gibt es die Möglichkeit, an einem Gespräch mit der Comiczeichnerin Sarah Burrini teilzunehmen. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Pippi Langstrumpf und ihre Töchter“ der Karl Rahner Akademie Köln und  findet je nach Bestimmungen der Bundesregierung präsent oder online statt. Eine Anmeldung ist noch bis Freitag, 11.06., um 15:00 Uhr möglich; die Teilnahmegebühr beträgt 10,00 € (ermäßigt 5,00 €).

Informationstext der Veranstalter_innen zu Sarah Burrini:

„Sarah Burrini arbeitet als Illustratorin und Comiczeichnerin. In ihren Reihen »Nerd Girl« und »Das Leben ist kein Ponyhof« zeigt sie Frauen, die sich an ihrer Umgebung stoßen und unabhängige Vorschläge machen. Thema sind dabei zum einen stets die eigene Berufswelt (und ihre Dominierung durch männliche Helden und Akteure) zum anderen die Herausforderungen, die ein Alltag zwischen Beruf und Hausgemeinschaft so mit sich bringt. In ihrem Fall: Pferd, Fliegenpilz und Elefant.

Im Gespräch« gibt die Autorin Einblicke in die Identifikationsfiguren ihrer Karriere, über die Figuren die Denk- und Traumwelt bevölkerten und Szenen, die sie durch die Zeit begleiten.“

Die Zugangsdaten für die digitale Veranstaltung erhalten Sie vom Veranstalter spätestens einen Tag vor der Veranstaltung per Mail.

Weitere Informationen, inklusive Möglichkeit zur Anmeldung,  finden Sie hier.

1. Comfor Online-Workshop: Karikaturenkritik. Inhalte, Kontexte, Ästhetiken (12.03.2021)

Termin:
12.03.2021 10:00-14:00

Der Vorstand der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) lädt alle Mitglieder_ und Interessierten herzlich zum ersten Online-Workshop der Diversity Initiative ein, der sich dem komplexen Thema der Karikaturenkritik annähern soll. Der Workshop steht unter dem Zeichen der Selbstsensibilisierung und besteht aus zwei Teilen. Am Vormittag wird zunächst Ali Schwarzer als geladener Experte einen Gastvortrag zum Thema „Was darf man noch zeichnen?“ halten, dessen Fragestellungen weiter unten genauer skizziert werden. Nach reichlich Diskussionszeit und einer kurzen Mittagspause wollen wir im Anschluss gemeinsam einen Textvon Siegrid Jäger besprechen, der allen Teilnehmer*innen zuvor zur Verfügung gestellt werden wird. In diesem analysiert Jäger die Rezeption und Instrumentalisierung des sog. „Karikaturenstreits“ in der deutschen Presse aus diskursanalytischer Perspektive („Pressefreiheit und Rassismus. Der Karikaturenstreit in der deutschen Presse: Ergebnisse einer Diskursanalyse“, in: Thorsten G. Schneiders (Hg.): Islamfeindlichkeit: Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen. 2. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag, 2010, S. 319-336).

Gastvortrag Ali Schwarzer: Was darf man noch zeichnen? –Rassistische Stereotype in Cartoons erkennen und benennen

Regelmäßig wundert sich die Medienlandschaft stellvertretend für eine anscheinend zutiefst verunsicherte Gesellschaft: Was darf man eigentlich noch? Der N-Kuss heißt „neuerdings“ Schaumkuss, Schwarze Menschen soll man nicht als Eingeborene zeichnen und Karneval ist ohne Blackfacing auch nur noch halb so schön. Ja, was darf man eigentlich noch? Dass die Meinungsfreiheit eine grenzenlose sei, auf diesen Irrglauben durfte sich lange Zeit berufen, wer zu den Privilegierten der Gesellschaft zählte und zählt. Mittlerweile werden aber auch bekannte Karikaturist_innen (Greser & Lenz), beliebte Comedians (Dieter Nuhr) und alberne Politiker_innen (Martin Sonneborn) gelegentlich daran erinnert, dass Meinungsfreiheit sehr wohl ihre Grenzen hat und diese manchmal sogar für sie gelten. Ungewiss scheint indes, wo diese Grenzen zu verorten sind und wer diese auszuhandeln berechtigt ist. Durch eine sehr homogene Medienlandschaft einerseits und mangelndes Wissen über Rassismus in der Gesellschaft andererseits sind sich Medienschaffende und bekannte Persönlichkeiten häufig nicht im Klaren, wie schnell eine Grenze überschritten ist. Die fehlende Erfahrung in Selbstkritik tut ihr Übrigens und die Quittung folgt in den sozialen Medien. Der Vortrag will für rassistische Erfahrungen von (nicht nur) Schwarzen Menschen in Deutschland sensibilisieren und anhand praktischer Beispiele erläutern, wie tief Rassismen in unsere Gesellschaft eingeschrieben sind. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden verschiedene Cartoons hinsichtlich ihres potentiell rassistischen Charakters erörtert und Lösungsansätze für die Schaffung diverser Cartoons zur Diskussion gestellt.

Ali Schwarzer hat Medien und Kommunikation sowie African Studies studiert. Während seines Studiums der Afrikanistik befasste er sich mit Meinungsfreiheit und Cartoons im Kontext der südafrikanischen Post-Apartheid-Gesellschaft. Für das Onlinemagazin Übermedien schreibt er in unregelmäßigen Abständen über Rassismus in den deutschen Medien.

Organisator_innen: Christina Meyer, Vanessa Ossa, Lukas R.A. Wilde

Termin: Freitag, 12. März 2021, 10-14 Uhr via Zoom.

Wir freuen uns über reichlich Beteiligung und auf gewinnbringenden Austausch!

Um Anmeldung bis zum 7. März wird gebeten an Vorstand@Comicgesellschaft.de. Die Zugangsdaten für das Zoom Meeting werden allen Teilnehmer_innen zugesandt.