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Publikationshinweis: Beyond MAUS. The Legacy of Holocaust Comics

In der Reihe Schriften des Centrums für Jüdische Studien bei Böhlau erschien kürzlich der Band Beyond MAUS. The Legacy of Holocaust Comics. Der von den Comfor-Mitgliedern Ole Frahm und Markus Streb sowie Hans-Joachim Hahn herausgegebene Band versammelt Beiträge zum umfrangreichen Korpus von Bildmedien und Comics, die sich – in vielfältiger Weise – auf den Holocaust beziehen.

 

Beyond MAUS.

The Legacy of Holocaust Comics
Ole Frahm, Markus Streb, Hans-Joachim Hahn (Hrsg.)

Englisch,
420 Seiten
978-3-205-21065-8
44,99€

Der Band ist als gedrucktes Buch sowie eBook verfügbar.

 

 

 

Verlagstext:

Beyond MAUS. The Legacy of Holocaust Comics collects 16 contributions that shed new light on the representation of the Holocaust. While MAUS by Art Spiegelman has changed the perspectives, other comics and series of drawings, some produced while the Holocaust happened, are often not recognised by a wider public. A plethora of works still waits to be discovered, like early caricatures and comics referring to the extermination of the Jews, graphic series by survivors or horror stories from 1950s comic books. The volume provides overviews about the depictions of Jews as animals, the representation of prisoner societies in comics as well as in depth studies about distorted traces of the Holocaust in Hergé’s Tintin and in Spirou, the Holocaust in Mangas, and Holocaust comics in Poland and Israel, recent graphic novels and the use of these comics in schools. With contributions from different disciplines, the volume also grants new perspectives on comic scholarship.

 

Weitere Informationen finden sich auf der Verlagsseite.

Publikationshinweis: Handbuch Polnische Comickulturen nach 1989

  Die beiden ComFor Mitglieder Kalina KUPCZYNSKA, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Literatur und Kultur Deutschlands, Österreichs und der Schweiz der Universität Lódz, Polen, und Renata MAKARSKA, Professorin für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft  Polnisch) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz,  Germersheim, bringen nun im Ch. A. Bachmann Verlag im Bereich der Comicforschung einen Band zu Comickulturen in Polen nach 1989 heraus.

Verlagstext:

Erst im 21. Jahrhundert wird der Comic in Polen wirklich als die „neunte Kunst“ wahrgenommen. Diese verspätete Erkenntnis hängt vor allem mit der eigenartigen Entwicklung des Mediums in der Zeit der Volksrepublik Polen zusammen: Es unterlag den staatlichen Zwängen und diente der Unterhaltung und Propaganda zugleich. Ein Austausch mit Comickünstler*innen weltweit war nicht möglich, die ausländischen Produktionen – von der Zensur als Inbegriff des „imperialistischen Westens“ betrachtet – waren im Land kaum erhältlich. Mit der politischen Wende 1989 hat sich die Situation radikal verändert: Nach der anfänglichen Krise des Mediums und der Neustrukturierung des Comicmarktes kam es schließlich nach 2000 zu einem wahren Comic-Boom, der bis heute andauert.

Über diese Entwicklungen berichtet das HANDBUCH POLNISCHE COMICKULTUREN NACH 1989 und gibt den deutschen Lesenden einen Überblick über die mannigfaltige Comickunst in Polen heute: über neue Genres, bevorzugte Themen und wichtigste Comicschaffende sowie ihre Arbeiten.

Daten zur Publikation:
  • Halbleinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen
  • 390 Seiten
  • mit zahlreichen, größtenteils farbigen Abbildungen
  • ISBN 978-3-96234-053-7

Weitere Informationen auf der Seite des Verlags finden Sie hier.

Das genaue Inhaltsverzeichnis des Bandes können Sie hier einsehen.

 

Der Band ist nun bestellbar.

Tagung „Race, Class, Gender & Beyond – Intersektionale Ansätze der Comicforschung“

Wir freuen uns, die Tagung Race, Class, Gender & Beyond – Intersektionale Ansätze der Comicforschung, ausgerichtet von der AG Comicforschung anzukündigen! Die von Anna Beckmann (Freie Universität Berlin), Kalina Kupczynska (Universität Lodz), Marie Schröer (Universität Potsdam) und Véronique Sina (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) organisierte Tagung bietet vom 20. bis 22. Oktober im Tagungszentrum der Volkswagen-Stiftung Schloss Herrenhausen (Hamburg) ein prall gefülltes Programm – auch hier mit reger Beteiligung durch Comfor-Mitglieder!

 

 

Ankündigungstext:

„Der Begriff der ‚Intersektionalität‘ hat Hochkonjunktur. Immer häufiger ist sowohl im akademischen wie auch im öffentlichen Kontext von intersektionalem Denken oder dem Paradigma der Intersektionalität die Rede. Innerhalb der aufstrebenden Comicforschung ist die Perspektive der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Intersektionalitätsforschung jedoch kaum vertreten. Die mangelnde Auseinandersetzung mit der ‚sequenziellen Kunst’ aus intersektionaler Perspektive, ist umso verwunderlicher, insofern sich Comics aufgrund ihrer medialen Beschaffenheit besonders gut eignen, alternative Lebenswege aufzuzeigen und das ‚sichtbar‘ zu machen, was sich außerhalb des hegemonialen Diskurses befindet. Viele Künstler*innen nutzen Hybridität und Sonderstellung der Comics, um ebenso persönliche wie gesellschaftspolitische Geschichten zu erzählen.

Mit dem Symposium „Race, Class, Gender & Beyond – Intersektionale Ansätze der Comicforschung“ soll das Potenzial eines intersektionalen Ansatzes für die noch junge Comicforschung herausgestellt werden. Die dreitägige Veranstaltung schafft den Rahmen zur Vorstellung und Diskussion von Forschungsergebnissen sowie zum interdisziplinären Austausch von internationalen Wissenschaftler*innen und Kulturschaffenden. Dabei steht die Verzahnung verschiedener Differenzachsen wie Gender, Sexualität, Alter, Klasse, Nationalität, Dis/Ability und Race, sowie die Analyse der mit diesem Wechselspiel einhergehenden hierarchischen Machtverhältnisse im Medium Comic, aber auch im Kontext seiner Produktion und Rezeption im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Intersektionalität ist eine disziplinenübergreifende analytische Perspektive, mit deren Hilfe sowohl die Konstitution und Verschränkung identitätslogischer Kategorien als auch multiple Formen der Diskriminierung und normativen Klassifizierung betrachtet werden, und, die in enger Beziehung zu den Gender-, Queer- oder auch Dis/Ability und Postcolonial Studies steht.

Mit dem Thema „Race, Class, Gender & Beyond“ werden bestehende Ansätze innerhalb der deutschsprachigen Comicforschung gezielt um eine intersektionale Perspektivierung erweitert und erstmals in den Mittelpunkt einer mehrtägigen internationalen Veranstaltung gestellt. Dadurch soll die Sensibilisierung für und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen der mehrdimensionalen Diskriminierung und Ausgrenzung im Medium Comic innerhalb der interdisziplinären Comicforschung vorangetrieben, international sichtbar(er) gemacht und gefestigt werden.“

 

 

Tagungsprogramm

Mittwoch, 20.10.2021

ab 11.00 Uhr Registrierung/Empfang
12.30 Uhr Begrüßung
Anna Beckmann, Kalina Kupczynska, Marie Schröer &
Véronique Sina
13.00 Uhr Intersektion 1: Produktionen
Moderation: Anna Beckmann

Romain Becker (Lyon)
Gender & Genre im Comicverlag: Wer macht Was bei Reprodukt?

Bernhard Frena (Wien)
Mich selbst (be-)schreiben. Queere Webcomics, Own Voices & Auto-Ethnographie

Dorothee Marx (Kiel), digital
Gezeichnete Körper? Intersektionale Perspektiven auf Disability im Comic

15.00 Uhr Kaffeepause
15.30 Uhr Intersektion 2: Transformationen
Moderation: Kalina Kupczynska

Katharina Serles (Wien)
Im Transit verloren? Gender-Grenz-Überschreitungen in Franz Suess‘ „Paul Zwei“

Elisabeth Krieber (Salzburg)
Autographics & Adaption. Über die intermediale Verbreitung des transgressiven & queeren ‚Autografischen Selbst‘

Lynn Wolff (Michigan), digital
Intersektionalität durch Intermedialität: Die Erforschung von Subjektivität in autobiografischen Graphic Novels

17.30 Uhr Kaffeepause
18.00 Uhr Podiumsdiskussion
mit Sheree Domingo, Lisa Frühbeis, Sascha Hommer & Lara Keilbart

Moderation: Marie Schröer

19.30 – 21.00 Uhr Abendbuffet

 

Donnerstag, 21.10.21

9.00 Uhr Intersektion 3: Historien
Moderation:  Eva Kimminich

Markus Streb (Gießen)
Alte Wunden, alte Stereotype? Jüdische Überlebende als Rächer*innen im Comic

Sylvia Kesper-Biermann (Hamburg)
Comics & ‚Gastarbeiter*innen‘ in der Bundesrepublik (1970–1980er Jahre)

Ole Frahm (Frankfurt a.M.)
Zombies, Vampire, Golems, Gespenster. Comic Monstren kapitalistischer Gesellschaften

11.00 Uhr Kaffeepause
11.30 Uhr Intersektion 4: Held*innen
Moderation: Juliane Blank

Annemarie Klimke (Siegen)
Affekt & Gender in Superheldinnencomics

Daniel Stein (Siegen)
Amazons, Abolitionists, Activists: Zur Intersektionalität von Race & Class in Comics US-amerikanischer Frauen

Véronique Sina (Mainz)
Intersektionalität remediated: Race, Class, Gender & Beyond in „The Handmaid’s Tale”

13.30 Uhr Mittagsbuffet  
14.30 Uhr Intersektion 5: Repräsentationen
Moderation: Susanne Hochreiter

Jasmin Wrobel (Berlin)
(In)visível/(Un)sichtbar: Überlegungen zu Repräsentation, Partizipation & Protagonismus afrobrasilianischer Frauen in graphischen Narrativen

Barbara Eder (Wien)
Nichts zu danken. Lager-Szenarien bei Nina Bunjevac

Brett Sterling (Arkansas), digital
Aus wessen Perspektive? Die Darstellung von race & Migration in deutschsprachigen Comics

16.30 Uhr Kaffeepause
17.00 Uhr Mentoring-Gespräche
18.30 Uhr Abendbuffet
20.00 – 21.30 Uhr Comic-Lesung
mit Nino Bulling
Moderation: Anna Beckmann

 

Freitag, 22.10.21

9.30 Uhr Intersektion 6: (Mit-)Fühlen
Moderation: Nina Eckhoff-Heindl

Jaqueline Berndt (Stockholm)
Frauenmanga ohne Romantik: Prekarität & Weißraum

Assunta Alegiani (Berlin)
Begehrende Körper: Sexualität & Intimität in Darstellungen von Dis/Ability im Comic

Irmela Marei Krüger-Fürhoff (Berlin)
Verflochtenes Leben: Alter, Pflege & Tod im Comic

11.30 Uhr Kaffeepause
12.00 Uhr Visualisierungs-Workshop
mit 123comics
13.30 Uhr Mittagsbuffet
14.30 Uhr Intersektion 7: Aktivismus
Moderation:  Mara Stuhlfauth-Trabert

Marina Rauchenbacher (Wien)
Grenzen – Grenzungen – Grenzende Körper. Comics über Flucht/Migration & ihr gesellschaftspolitisches Potenzial

Nina Schmidt (Berlin)
Sexuelle Aufklärung & Körperpolitiken im feministischen Comic der Gegenwart

Elizabeth Nijdam (Vancouver), digital
An der Kreuzung von Kunst & Aktivismus: Comics über Zwangsmigration

16.30 – 17.00 Uhr Abschlussdiskussion & Verabschiedung
Moderation: Anna Beckmann, Kalina Kupczynska, Marie Schröer & Véronique Sina

 

Tagungsflyer (PDF). Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen sowie Abstracts zu den Vorträgen finden sich auf der Veranstaltungshomepage.

 

GINCO-Preisträger*innen 2021

Am 5. September 2021 wurde um 16 Uhr die dritte GINCO-Preisverleihung als Livestream von der Comic Invasion Berlin (CiB) durchgeführt und auf Youtube veröffentlicht. Das Preiskomitee 2021 kürte von insgesamt etwa 100 Einreichungen und der Shortlist von 25 nominierten Titeln insgesamt vier Werke und Künstler_innen, und zeichnete zwei weitere „Herzenscomics“ aus, welche die Jury besonders bewegt hatten:

Bester Comic für junge Leser*innen: „DER GEBURTSTAG“ von Thilo Krapp und Kami Wallner (erschienen in „Wer tanzt schon gern allein?“, Peter Hammer Verlag)

Bester Webcomic: „YOU“ von Hong Le (Webtoon)

Bester Kurzcomic: „HATTEST DU EIGENTLICH SCHON DIE OPERATION?“ von Peer Jongeling (Jaja Verlag)

Bester Langcomic: „ÜBER SPANIEN LACHT DIE SONNE“ von Kathrin Klingner (Reprodukt)

Herzenscomics: „LIFE IN PIXELS“ von Seda Demiriz (Instagram) und
„DAS UNBEHAGEN DES GUTEN MENSCHEN“ von Noëlle Kröger nach Bertolt Brecht (Eigenverlag)

Das Organisationsteam 2021 bestand weiterhin aus den Gründungsmitgliedern Eve Jay, Lara Keilbart, Lisa Rau und unserem ComFor Mitglied Lukas R.A. Wilde (IAR) mit Unterstützung der COMIC SOLIDARITY e.V. und dem Feministischen Comicnetzwerk.
Aus der Pressemitteilung:

„GINCO steht für „German Inclusive/Independent Comic“. Er wurde gemeinsam von der Comic Solidarity e.V., dem Feministischen Comic Netzwerk sowie Akteur*innen der Comic- und Mangaszene entwickelt und ist vollständig aus privaten Spendengeldern und Fördermitgliedschaften finanziert. Der Preis dient der Anerkennung und Auszeichnung von Comicschaffenden, die über Self-Publishing, in Kleinverlagen oder auf Plattformen für „Creator-Owned“ Content und auf ähnlichen Wegen ihre Werke veröffentlichen.

Auch im Jahr 2022 sind erneut Künstler*innen aus dem deutschen Sprachraum ebenso wie Expats eingeladen, ihre 2021 im Eigenverlag, Indie Verlag oder auch online veröffentlichten Comics, Manga/ Dōjinshi oder illustrierte experimentelle Werke digital einzureichen. Wenn das Werk eine andere Sprache als Deutsch oder Englisch verwendet, wird um den Anhang einer formlosen Übersetzung gebeten. Das durch private Spenden und Fördermitgliedschaften gesicherte Preisgeld beträgt erneut 1.500,-€.“

Die Preisverleihung des GINCO-Awards 2021 können Sie auf YouTube nachsehen.

Die vollstände Liste der Gewinner_innen des GINCO-Awards 2021 finden Sie hier.

Die Bedingungen des GINCO-Awards können Sie im Detail hier nachlesen.

Veranstaltung: 15. Comicfestival Hamburg

Das Comicfestival Hamburg wurde 2006 gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, Künstler_innen, Kulturschaffende, Verlage, Kunstorte und kleinere Lokale sowie Geschäfte zu vernetzen. Lokale Comics und Bildgeschichten sollen einer breiten Öffentlichkeit ebenso zugänglich gemacht werden wie deutschlandweite und internationale Publikationen.

Das Festival findet heuer, wie auch schon 2020, als Panel Walk statt: Im Rahmen des im Jahr 2020 als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie entwickelten Konzepts können Ausstellungen an öffentlich zugänglichen Orten besucht werden. So werden während des Comicfestivals Galerien ebenso zu Comicausstellungen wie Schaufenster und Cafés. Die Idee fand im vergangenen Jahr bei den Besucher_innen viel Zuspruch und soll auch heuer wieder, wenn die Situation dies zulässt, durch ein Rahmenprogramm aus Signierstunden, Podiumsdiskussionen und Workshops ergänzt werden. Trotz der Pandemie werden mehrere internationale Künstler_innen vertreten sein, darunter Rutu Modan (IL) und Joe Kessler (GB). Weiter werden u.a. Anna Haifisch (Leipzig), Lina Ehrentraut (Leipzig), Jan Soeken (Hamburg) und Hannah Brinkmann (Hamburg) das Festival beehren.

Die 15 Ausgabe des Comicfestivals wird mit einer Ausstellung von Plakaten und Designkonzepten aus den vergangenen Jahren sowie einem Heft zur Retrospektive gefeiert.

Das gesamte Programm für 2021 ist demnächst auf der Veranstaltung-Website zu finden.

Für weitere Informationen rund ums Festival, Presse- und Terminanfragen steht Ricarda Rowold zur Verfügung:
presse@comicfestivalhamburg.de

Programm der ComFor-Jahrestagung 2021: “Coherence in Comics”

Termin:
14.10.2021 - 16.10.2021

Mit einer Ankündigung in eigener Sache meldet sich die Webredaktion der ComFor aus der Sommerpause zurück: Vom 14-16. Oktober 2021 findet die 16. Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) statt!

Ankündigung:

The 16th Annual Conference of the German Society for Comics Studies (ComFor) approaches the topic “Coherence in Comics” from an interdisciplinary perspective. We seek to not only negotiate and explain meaning-making across panel borders and semiotic modes, but also across disciplines, seeking commonalities, shared interests and points of contact. […] We are looking forward to keynotes by Janina Wildfeuer, Assistant Professor in the Department of Communication and Information Studies at the University of Groningen, Barbara Postema, author of Narrative Structure in Comics: Making Sense of Fragments, and Charles Forceville, Associate Professor at the University of Amsterdam (Department of Media Studies). Apart from the conference’s central focus on coherence, ComFor aims to promote interdisciplinary cooperation and dialogue across all areas of comics research. The 16th Annual Conference will therefore continue the tradition of an open workshop format that allows researchers to present and gather feedback on various projects within comics studies, without any thematic restrictions. We are also excited to announce a comic reading (in German) by Vina Yun as part of this year’s program, arranged by the Austrian Comics Society (OeGeC – Österreichische Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung).

Anmeldung:

Die Tagung findet online via WebEx statt; es gibt keine Tagungsgebühr; um Anmeldung per Mail an comfor2021@sbg.ac.at wird gebeten.


Organisator_innen:

  • Elisabeth Krieber (Universität Salzburg)
  • Markus Oppolzer (Universität Salzburg)
  • Hartmut Stöckl (Universität Salzburg)

Programm:

Donnerstag, 14. Okt., 2021
10:30 – 11:30 – Members’ Meeting of the Society for Comics Studies (ComFor) (in German)
11:30 – 13:00 – Lunch Break

13:00 – 13:15 – Conference Opening

13:15 – 14:15 – OPEN FORUM I

Mihaela Precup and Dragoș Manea – „The Overfamiliar Perpetrator: Hipster Hitler, Transcultural Memory, and the Banalisation of Genocide“
Pedro Réquio – „Revolutionary Comics/Revolutionary Politics: Portugal in the 1970’s“

14:15 – 14:45 – Break

14:45 – 15:45 – OPEN FORUM II
Ahlam Almohissen – „Multimodal Humour in Cartoons: Social Semiotic Perspective“
Xiaolan Wei – „Coherence Constructed through Comics and Spoken Language in Chinese College Students’ Five Minutes English Academic Speech“

15:45 – 16:15 – Break

16:15 – 17:30 – KEYNOTE Janina Wildfeuer
„Demystifying the Magic. A Multimodal Linguistic Approach to Coherence in Visual Narratives“

17:30– 18:00 – Break

18:00 – 19:00 – AWARD CEREMONY
Martin-Schüwer-Publikationspreis 2021 für herausragende Comicforschung


Freitag, 15. Okt., 2021
09:00 – 10:30 – PANEL 1: FORMS AND AESTHETICS OF COHERENCE (Panel Chair: Stephan Packard)

Elisabeth El Refaie – „A Tripartite Classification of Visual Metaphor as a Basis for Studying Coherence in Comics“
Martin Foret – „‚Like a Speech‘ or Searching for Coherence between Codes Used in Comics: The Interplay of Various Codes within the Specific Complex Code (or Better Meta-Code) of Comics“
Lukas R.A.Wilde – „Essayistic Comics: Non-narrative Coherence and Pictogrammatics with Schlogger, Sousanis, Barry“

10:30 – 11:00 – Break

11:00 – 12:30 – PANEL 2: COHESION IN COMICS: MULTIMODAL AND PRAGMATICIST APPROACHES (Panel Chair: Janina Wildfeuer)

Chiao-I Tseng – „Structures of Cohesion in Comics“
John Bateman – „Nonlinear Coherence? Steps Beyond the Sequence in Sequential Art“
Stephan Packard  – „Cohesion in Panel Graphs: A Psychosemiotic Approach“

12:30 – 14:00 – Lunch Break

14:00 – 15:30  – PANEL 3: IN(COHERENT) SPACES AND NARRATORS (Panel Chair: Mihaela Precup)
Barbara Margarethe Eggert  – „Comics as Coherence Machines? Exemplary Observations on the Functional Spectrum of Museum Comics“
Martha Kuhlman -„Comics and the Miniature: Thinking Inside the Box“
Elizabeth Allyn Woock – „The Graphic ‚I‘ in Academic Comics“

15:30 – 16:00 – Break

16:00 – 17:15 – KEYNOTE: Charles Forceville: „Visual and Multimodal (Meta)Representation of Speech, Thought, and Sensory Perception in Comics“

17:15 – 17:30  – Break

17:30 – 19:00 – COMIC READING (in German)
presented by the Austrian Comics Society (OeGeC Österreichische Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung)
Vina Yun: Homestories


Samstag, 16 Okt., 2021
09:00 – 11:00  – PANEL 4: Linguistic and Cognitive Approaches to the Visual Language of Comics (Panel Chair: Neil Cohn)

Neil Cohn – „Grammar of the Visual Language of Comics“
Irmak Hacımusaoğlu  – „What Are Motion Lines Anyways?“
Bien Klomberg – „Calvin the Elephant: Resolving Discontinuity through Conceptual Blends“
Lenneke Lichtenberg  – „Understanding Lightbulb Moments in Comics: The Processing of Visual Metaphors that Float above Characters‘ Heads“

11:00 – 11:30 – Break
11:30 – 12:45 – KEYNOTE Barbara Postema – „Narrative Structure in Wordless Comics“

12:45 – 14:30 – Lunch Break

14:30 – 16:00 – PANEL 5: FRACTURED BODIES AND IDENTITIES (Panel Chair: Barbara Margarete Eggert)

Tina Helbig  – „Frames as Skin and Comic Book Pages as a Fractured Bodies in Neil Gaiman’s The Sandman and in Emily Carroll’s Short Horror Comics“
Carolina González Alvarado  – „A Perverse Beauty and the Mechanisms of Control over the Body: An Analysis of Helter Skelter by Kyoho Okazaki“
Rita Maricocchi – „(In)coherencies in the Manifestations of German Identity in Birgit Weyhe’s Madgermanes“

16:00 – 16:30 – Break

16:30 – 18:00 – PANEL 6: COHERENCE IN SUPERHERO NARRATIVES: THE CHALLENGES OF SERIALIZATION AND WORLD-BUILDING (Panel Chair: Lukas R.A. Wilde)
Mark Hibbett – „Image Quotation of Past Events to Enforce Storyworld Cohesion in John Byrne’s Fantastic Four“
Amadeo Gandolfo  – „Do the Collapse: Final Crisis and the Impossible Coherence of the Superhero Crossover“
Scott Jordan and Victor Dandridge Jr. – „Invincible: The Many Shapes, Forms, and Sizes of Coherence through Comics“

18:00 – 18:15 – Conference Closing


Weitere Informationen sowie ein ausführliches Programm finden sich auf der Veranstaltungswebseite.

Vom Roman zur Graphic Novel – Gespräch mit Karel Osoha und Ondřej Kavalír

Das tschechische Zentrum München lädt am 4. August 2021 zum Gespräch mit Karel Osoha und Ondřej Kavalír. Im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin und Comic­Expertin Meike Fischer berichten die beiden über ihre Arbeit an der Comic-Adaption von David Jan Žáks „Návrat krále Šumavy“ (dt. „Die Rückkehr des Königs des Böhmerwaldes“).

Ankündigungstext:

Wie wandelt man eine Romanvorlage in Comicform um? Was gewinnt man dabei? Was geht womöglich verloren? Sind Comickünstler in solchen Fällen auch als Übersetzer anzusehen?
Mit eindrucksvollen Schwarzweiß-Zeichnungen und knappen Dialogen hat ein dreiköpfiges Team den Geist von David Jan Žáks historischen Roman Návrat krále Šumavy (dt. „Die Rückkehr des Königs des Böhmerwaldes“) gekonnt als Graphic Novel wiedergegeben. Die abenteuerliche, fast krimiartige Geschichte spielt in den späten 1940er Jahren – nach der kommunistischen Machtergreifung in der Tschechoslowakei, aber noch bevor Stacheldraht das Land von seinen westlichen Nachbarn trennte. Im Mittelpunkt steht Josef Hasil, ein Polizist aus Südböhmen, der zum Fluchthelfer wurde und Dutzenden seiner Mitbürger*innen den Weg durch den Böhmerwald nach Westen zeigte. Über diese Fragen und mehr unterhalten sich Karel Osoha und Ondřej Kavalír.

Weitere Informationen finden sich auf der Veranstaltungsseite. Um Anmeldung unter ccmunich@czech.cz wird gebeten.

Monitor 66: Neue Publikationen

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen aus den letzten 6 Monaten vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten. Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de.
Zu früheren Monitoren.


Die Shoah im Comic seit 2000: Erinnern zeichnen

Thomas Merten

De Gruyter
357 Seiten
Mai 2021
Verlagsseite

„Wie erinnern künftige Generationen an die Shoah, wenn die letzten Zeitzeugen gestorben sind? Die Comics der vergangenen Jahre geben Hinweise darauf: Während die Kinder noch versuchen, Anschluss an die nicht mehr selbst erlebte, aber gleichwohl als einschneidend erfahrene Vergangenheit ihrer Eltern herzustellen – und sich davon zu emanzipieren –, beschäftigt sich die Enkelgeneration primär mit der Tatsache, dass sie die Shoah hauptsächlich medial oder aus zweiter Hand erzählt bekommt.
Um die Geschehnisse besser zu verstehen, versuchen die jüngeren Autorinnen und Autoren, das Bezeugen der historischen Ereignisse selbst nachzuempfinden oder versetzen die Handlung gleich gänzlich ins Jetzt – wo die Shoah vor allem als Spuren und Spätfolgen zu ihnen vordringt. So holen sie Vergangenes eindringlich in die Gegenwart und üben ihrerseits Kritik an Darstellungen, die eher Distanz als Nähe zur Shoah erzeugen. In neueren Comics wollen sie nicht mehr nur von einer vermeintlich fernen Vergangenheit erzählen, sondern deren Auswirkungen und Parallelen in der eigenen Lebenswelt verstehen. So besteht die Chance, die Shoah auch anderen zu vermitteln, die keinen persönlichen Bezug zur Geschichte mehr haben können – und damit dem Vergessen etwas entgegenzusetzen.
Diese Arbeit ordnet die Comics in die gegenwärtige Entwicklung ein, liefert eine kurze Geschichte des Sujets „Shoah-Comic“ und entwickelt dazu eine Theorie des erinnernden Comics. Zusätzlich werden Werke von Autorinnen und Autoren der Kinder- und Enkelgeneration untersucht und miteinander verglichen, darunter Comics von Michel Kichka, Bernice Eisenstein, Rutu Modan, Barbara Yelin und Reinhard Kleist.
Eine Spurensuche danach, wie die Nachkommen in Sprechblasen und Panels ihre Rolle im Gefüge der Zeit finden und mit eigenem Wissen, eigenen Deutungen und eigenen Fragen anreichern.“

 

Creation, Translation, and Adaptation in Donald Duck Comics: The Dream of Three Lifetimes

Peter Cullen Bryan

Palgrave Macmillan
222 Seiten
Mai 2021
Verlagsseite

„This book examines the scope and nature of Donald Duck and his family’s popularity in Germany, in contrast to the diminished role they play in America. This is achieved through examination of the respective fan communities, business practices, and universality of the characters. This work locates and understands the aspects of translation and adaptation that inform the spread of culture that have as yet been underexplored in the context of comic books. It represents a large-scale attempt to incorporate adaptation and translation studies into comics studies, through a lens of fan studies (used to examine both the American and German fan communities, as well as the work of Don Rosa). This work builds on the efforts of other scholars, including Janet Wasko and Illaria Meloni, while expanding the historical understanding of what might be the world’s best-selling comics.“

 

Politics in the Gutters: American Politicians and Elections in Comic Book Media

Christina M. Knopf

University Press of Mississippi
306 Seiten
Juli 2021
Verlagsseite

„From the moment Captain America punched Hitler in the jaw, comic books have always been political, and whether it is Marvel’s chairman Ike Perlmutter making a campaign contribution to Donald Trump in 2016 or Marvel’s character Howard the Duck running for president during America’s bicentennial in 1976, the politics of comics have overlapped with the politics of campaigns and governance. Pop culture opens avenues for people to declare their participation in a collective project and helps them to shape their understandings of civic responsibility, leadership, communal history, and present concerns.
Politics in the Gutters: American Politicians and Elections in Comic Book Media opens with an examination of campaign comic books used by the likes of Herbert Hoover and Harry S. Truman, follows the rise of political counterculture comix of the 1960s, and continues on to the graphic novel version of the 9/11 Report and the cottage industry of Sarah Palin comics. It ends with a consideration of comparisons to Donald Trump as a supervillain and a look at comics connections to the pandemic and protests that marked the 2020 election year.
More than just escapist entertainment, comics offer a popular yet complicated vision of the American political tableau. Politics in the Gutters considers the political myths, moments, and mimeses, in comic books—from nonfiction to science fiction, superhero to supernatural, serious to satirical, golden age to present day—to consider how they represent, re-present, underpin, and/or undermine ideas and ideals about American electoral politics.“

 

Rebirth of the English Comic Strip: A Kaleidoscope, 1847-1870

David Kunzle

University Press of Mississippi
472 Seiten
Juli 2021
Verlagsseite

Rebirth of the English Comic Strip: A Kaleidoscope, 1847–1870 enters deep into an era of comic history that has been entirely neglected. This buried cache of mid-Victorian graphic humor is marvelously rich in pictorial narratives of all kinds. Author David Kunzle calls this period a “rebirth” because of the preceding long hiatus in use of the new genre, since the Great Age of Caricature (c. 1780–c. 1820) when the comic strip was practiced as a sideline. Suddenly in 1847, a new, post-Töpffer comic strip sparks to life in Britain, mostly in periodicals, and especially in Punch, where all the best artists of the period participated, if only sporadically: Richard Doyle, John Tenniel, John Leech, Charles Keene, and George Du Maurier. Until now, this aspect of the extensive oeuvre of the well-known masters of the new journal cartoon in Punch has been almost completely ignored. Exceptionally, George Cruikshank revived just once in The Bottle, independently, the whole serious, contrasting Hogarthian picture story.
Numerous comic strips and picture stories appeared in periodicals other than Punch by artists who were likewise largely ignored. Like the Punch luminaries, they adopt in semirealistic style sociopolitical subject matter easily accessible to their (lower-)middle-class readership. The topics covered in and out of Punch by these strips and graphic novels range from French enemies King Louis-Philippe and Emperor Napoleon III to farcical treatment of major historical events: the Bayeux tapestry (1848), the Great Exhibition of 1851, and the Franco-Prussian War in 1870. Artists explore a great variety of social types, occupations, and situations such as the emigrant, the tourist, fox hunting and Indian big game hunting, dueling, the forlorn lover, the student, the artist, the toothache, the burglar, the paramilitary volunteer, Darwinian animal metamorphoses, and even nightmares. In Rebirth of the English Comic Strip, Kunzle analyzes these much-neglected works down to the precocious modernist and absurdist scribbles of Marie Duval, Europe’s first female professional cartoonist.“

Online Tagung „Cartoons und Comicstrips zwischen 1930 und 1945“

Termin:
30.07.2021 - 31.07.2021

Am 30. und 31.07. findet online die Tagung „Cartoons und Comicstrips zwischen 1930 und 1945“ statt. Organisator_innen sind Dr. Iris Haist, Sarah Kühnel M.A. und die Erich Ohser – e.o.plauen Stiftung. Unter den Vortragenden sind auch ComFor Mitglieder: Dietrich Grünewald wird am Freitag, dem 30.07. den Key-Note Vortrag zum Thema „Zwischen Tradition und Moderne. Deutsche Bildgeschichten von 1930 bis 1945“ halten, und Barbara Margarethe Eggert ist eine der Panelist_innen im Panel 3 zum Thema „Geschichte trifft Gegenwart“ am Samstag, dem 31.07.

Die Anmeldung erfolgt bei Iris Haist unter iris.haist@plauen.de. Es wird darum gebeten, bei der Anmeldung bekannt zu geben, ob die ganze Tagung oder nur der Abendvortrag von Andreas Platthaus besucht wird.

Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

„Spätestens seit 1939 ist die Welt in Aufruhr, aber auch schon vorher gerät die Politik in Deutschland und im restlichen Europa in Schieflage. Dennoch werden auch in dieser Zeit neben den beißenden politischen Karikaturen kurze, genuin eher unpolitische Bildgeschichten mit wiederkehrenden Figuren in Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt. Sie sind mit Witz und Herz erdacht und gezeichnet und haben meist eine moralisierende zugleich unterhaltende, von den schwierigen Verhältnissen ablenkende Funktion. Im Gegensatz zu den Karikaturen streben diese „stehenden Figuren“ in Comicstrips eher nach Harmonie und Wohlbefinden.
Erich Ohser alias e.o.plauen erschafft ab 1934 seine beliebten „Vater und Sohn“-Bildgeschichten, die mitten ins Herz treffen. Kurt Kusenberg erinnert sich 1962 daran, welche Vorstellungen er damals für die Hauptfiguren des neuen Strips in der Berliner Illustrirten (sic!) Zeitung hatte:
Sie müssen mit Witz, mit Liebe erschaffen werden und bedürfen durchaus der öffentlichen Gegenliebe, um sich zu behaupten. Sie sind erstmal gut aufgenommen, so fließt ihnen Kraft zu; sie werden immer selbstständiger, immer leibhaftiger und leben dann so lange, wie sie es verdienen, Monate oder gar Jahre.
Bei aller gebotenen Neutralität kann aus den „Vater und Sohn“-Bildgeschichten eine gewisse Kritik an den sozialen und politischen Veränderungen herausgelesen werden. Später werden sowohl die beliebten Figuren als auch Erich Ohser und dessen Sohn für Propagandazwecke eingesetzt – unter anderem als Werbeträger für das „Winterhilfswerk“ oder als Dekoration für Kampfjets.

Diese Onlinetagung soll Beiträge zu Einzelbeispielen für stehende Figuren und Comicstrips zwischen 1930 und 1945 sowie Überblicksbeiträge zu diesem Themenkomplex vereinen. Neben Beispielen aus Deutschland sind auch internationale Comic-Strip-Konzepte erwünscht. Damit soll eine solide Kontextualisierung zur Entstehung dieser Bildgeschichten, deren Reichweite, Adressaten und Instrumentalisierungen erreicht werden.“

Programm:
Freitag, 30.07.2021

14:00-14:30 Uhr
EF und Begrüßung: Iris Haist und Sarah Kühnel

14:30-15:30 Uhr
Key-Note-Vortrag von Dietrich Grünewald: Zwischen Tradition und Moderne. Deutsche Bildgeschichten von 1930 bis 1945

15:30-15:45 Uhr Kaffeepause

15:45-17:15
Panel 1: Einzelne stehende Figuren und Künstler
Christian Bachmann: „Daddy“ und Tochter – Harold Grays Little Orphan Annie im Zeitungskontext und darüber hinaus (1924–1945)
Jutta M. Pichler: Ein Wiener Original: Die Comic-Serie „Tobias Seicherl“ (1930–1940) von Ladislaus Kmoch
Achim Schnurrer: Albert Schaefer-Ast

Samstag, 31.07.2021

10:30-11:00 Uhr
Kurzes Resümee, Begrüßung und kurzer Ausblick auf den Tag

11:00-12:30 Uhr
Panel 2: Ikonografische Einzelthemen und close reading
Iris Haist und Sarah Kühnel: Kaffeefilter, Zigarren und Lotterie – e.o.plauens „Vater und Sohn“-Figuren in der Werbung bis 1937
Stefan Pannor: Plains, Trains & Automobiles – Von der Schönheit zum Schrecken der Moderne: der Wandel der Wahrnehmung von Verkehrsmitteln in Comics zwischen 1930 und 1945
Johanna Lenhart: Zum Husten in den Keller: Strategien des politischen Kommentars in ‚Herr Seicherl und sein Hund‘

12:30-13:30 Uhr Mittagspause

13:30-14:30 Uhr
Panel 3: Geschichte trifft Gegenwart
Barbara Margarethe Eggert: DON’T KNOW MUCH ABOUT HERSTORY? Aktuelle Visualisierungsstrategien für das Schaffen von Cartoonistinnen und Comiczeichnerinnen der 1930er und 1940er Jahre im Überblick – ein Werkstattbericht
Ulf K., aufgezeichnetes Gespräch mit Iris Haist: „Vater und Sohn“ – Original und Fortführung

14:30-14:45 Uhr Kaffeepause

14:45-15:30 Uhr Abschlussdiskussion

Samstag, 31.07.2021, abgesetzt und offen: 18:30-ca. 20:00 Uhr
Abendvortrag von Andreas Platthaus: Vater und Sohn in Amerika

Closure #7.5 erschienen

Die neuste Ausgabe des von der Universität Kiel herausgegebenen eJournals Closure ist kürzlich erschienen: Die von Irmela Marei Krüger-Fürhoff und Nina Schmidt (beide Berlin) herausgegebene Nummer 7.5 widmet sich der Konstruktion und Subversion von Körperbildern im Comic:

 

 

Herausgeber:innetext (Auszug):

So gut wie allen Comics gemein ist die Tatsache, dass sie ihre Protagonist_innen in spezifischen Körpern zeigen: In Comics begegnen uns gezeichnete oder gemalte, also konstruierte Körper, auch wenn sie ihre ›Gemachtheit‹ unterschiedlich stark betonen. Es sind Körper, die in den Worten der Literatur- und Kommunikationswissenschaftlerin Elisabeth El Refaie (8) ein »pictorial embodiment« samt Mimik, Gestik und Bewegungen besitzen und die Grundlage (und manchmal auch die Grenze) von Handlungsoptionen bilden. Der US-amerikanische Comictheoretiker Will Eisner (103) geht so weit, der Körperdarstellung im Bild-Text-Medium Comic eine größere Wirkmächtigkeit zuzuweisen als der Sprache; er erklärt: »In comics, body posture and gesture occupy a position of primacy over text.« […] Gerade die jüngere Comic-Forschung, die Ansätze aus Medientheorie, Kulturwissenschaft, Gender und Diversity Studies sowie Disability Studies aufgreift, hat darauf hingewiesen, dass Körper in der variierenden Wiederholung einzelner Comic-Panels immer wieder neu hergestellt werden. Dadurch werden die Körper nicht nur ›bestätigt‹, sondern vielmehr – im Sinne von Judith Butlers Performativitätstheorien – in ihrer Konstruiertheit und Veränderbarkeit (vgl. Klar) und oft auch in ihrer Verletzlichkeit erkennbar (vgl. Engelmann, 109–194).

Die Ausgabe versammelt eine Vielzahl von Beiträgen zum Thema:

Jasmin Wrobel: Körper/Blicke und Selbst(be)zeichnungen bei Pagu, Laerte und Powerpaola

Nina Schmidt: Die Breitbeinigen: Aufklärungsmodi und Körperpolitiken in deutschsprachigen feministischen Comics

Irmela Marei Krüger-Fürhoff: Entfaltungen: Alternde Körper im Comic

Besonders freut uns natürlich, dass auch in dieser Ausgabe eine Vielzahl vom Comfor-Mitgliedern vertreten sind:

Véronique Sina: Comic, Körper und die Kategorie Gender: Geschlechtlich codierte Visualisierungsmechanismen im Superheld_innen-Genre

Daniel Stein: Black Bodies Swinging: Superheroes and the Shadow Archive of Lynching

Kalina Kupczyńska: (Frauen-)Körper und gleichgeschlechtliches Begehren als Politikum im polnischen alternativen Comic

Marie Schröer: Ebenbilder und Fremdkörper: Figurenmultiplikationen im Werk von Patrice Killoffer

Die gesamte Ausgabe findet sich auf der Webseite der Closure.