Magazin

Vortrag „Comics der 68er“

Termin:
24.10.2018

Die Universität Hamburg veranstaltet im Wintersemester die Vortragsreihe „Bildung, Erziehung und Gesellschaft 1968 – Rückblick und Ausblick“. Im Rahmen dieser Reihe hält Bernd Dolle-Weinkauff (Frankfurt a. M.) am Mittwoch, den 24. Oktober 2018 einen Vortrag zum Thema „Protestkultur, Politpop und Satire: Die Comics der ’68er'“.

Kurzbeschreibung der Vortragsreihe:

„Die Veranstaltungsreihe verfolgt das Anliegen, 50 Jahre nach ‚1968‘ den mit dieser Chiffre verbundenen gesellschaftlichen Aufbruch und die daraus hervorgegangenen Veränderungen kritisch zu würdigen. Im Mittelpunkt steht der Zusammenhang von Bildung, Erziehung und Gesellschaft Ende der 1960er und zu Beginn der 1970er Jahre, denn für das westdeutsche ‚1968‘ war im internationalen Vergleich charakteristisch, dass pädagogischen Fragen eine besondere Bedeutung zukam.

Alle Vorträge konzentrieren sich auf Entwicklungen in der Bundesrepublik und richten teilweise einen besonderen Fokus auf Hamburg. Im Einzelnen geht es um Comics als Teil der Protestkultur der ‚68er‘, um die ‚sexuelle Revolution‘ und die Sexualerziehung, um Heimerziehung und das Sozialpädagogische Zusatzstudium in Hamburg sowie um die Bildungsbeteiligung von Mädchen. Dabei soll auch diskutiert werden, inwiefern die von ‚1968‘ ausgegangenen Impulse anregend für aktuelle Debatten sein können.“

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Abendvorträge/Workshop „Narrative zwischen Fakt und Fiktion – Der Holocaust im Comic“

Abendveranstaltung:

24. Oktober 2018, 19:00 Uhr, Bibliothek am Luisenbad, Badstr. 39; 13357
Berlin

Wie erzählen serielle Bilder den Holocaust? Jörn Wendland (Das Lager von Bild zu Bild. Narrative Bildserien von Häftlingen aus NS-Zwangslagern) und Ole Frahm (Genealogie des Holocaust Art Spiegelmans MAUS – A Survivor’s Tale) sprechen über Häftlingszeichnungen aus NS-Zwangslagern, Bilderserien von Überlebenden und die Figur des Golems in verschiedenen Comics.

Workshop mit Jörn Wendland, Ole Frahm und Markus Streb:

25. Oktober 29018 Friedrich Schlegel Graduiertenschule, Freie
Universität Berlin, Raum: JK 31/121; 10:00 – 15:30 Uhr

Während des eintägigen Workshops möchten wir Darstellungen des Holocaust in verschiedenen Formen des seriellen Erzählens in Bildern thematisieren. In Bezug auf eine transmediale Narratologie, die das Narrative als gattungs- und genreunabhängig und als performative, kulturelle Praxis fasst, lassen sich Comics mit den Methoden der Erzähltheorie untersuchen. Wie nähern sich Comics, Graphic Novels, Häftlingszeichnungen und Bildserien von Häftlingen dem Holocaust mit ihren spezifisch gestalterischen Mitteln? Wo liegt das erzählerische Potential der verschiedenen Formate? Welche comicspezifischen Strategien lassen sich erkennen, mit Darstellbarkeit, Erinnerung und Zeugenschaft umzugehen? Welche Unterschiede ergeben sich beispielsweise im Vergleich zwischen den Häftlingsarbeiten und den Werken von Überlebenden in Bezug auf ihr erzählerisches Potential? An der literaturtheoretischen Genre- und Gattungstheorie orientiert,
werden auch narrative Bildserien in verschiedene Kategorien eingeordnet, mit denen bestimmte Gestaltungs- und Rezeptionsbedingungen einhergehen.

Von einem interdisziplinären Blickpunkt (Literatur- und Geschichtswissenschaft) stellt sich die Frage, wie mit Faktizität in den verschiedenen Disziplinen umgegangen wird und welche Erwartungen die Rezeption der unterschiedlichen Kunstwerke steuern. Anhand eines kurzen Readers und einzelner Kunstwerke möchten wir Repräsentationen des Holocaust untersuchen und die Frage diskutieren, wie und in welchen seriellen Bildern die Vernichtung der Juden erinnert wird. Anhand der Arbeiten von Simon Wiesenthal, der aus alten Bildbänden des NS-Fotografen Heinrich Hoffmann 1947 eine Bildserie aus Karikaturen erschuf, lassen sich zum Beispiel Fragen nach Original und Kopie, Aneignung von Bildmaterial und deren künstlerische Transformation, das Schwanken zwischen Fiktion und Faktizität thematisieren. (Jörn Wendland)Einen weiteren Schwerpunkt wird die Figur des Golem darstellen. Golem-Figuren werden häufig als Projektionsfläche verwendet, auf denen der Holocaust reflektiert wird. Der Golem ist nicht nur eine Figur des Überlebenden, sondern auch eine Reflexionsfigur des Antisemitismus und seiner Projektionen, anders gesagt, der Golem als Figur einer anderen Faktizität (Ole Frahm).

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Berliner Comic-Kolloquium statt.

Da die Teilnehmer*innenzahl für den Workshop begrenzt ist, bitten wir für diesen um Anmeldung bis zum 14.10.2018 unter anna.beckmann@fu-berlin.de“

Publikationshinweis „Ästhetik des Gemachten“

Im September erschien gerade der Sammelband „Ästhetik des Gemachten: Interdisziplinäre Beiträge zur Animations- und Comicforschung“, welcher als Open Access-Publikation verfügbar ist. Herausgegeben wurde der bei De Gruyter erschienene Band von Hans-Joachim Backe, Julia Eckel, Erwin Feyersinger, Véronique Sina und Jan-Noël Thon. Die Publikation versammelt diverse Beiträge der AG-Kooperationstagung „Zur Ästhetik des Gemachten in Animation und Comic“, die im November 2016 in Hannover stattfand.

Kurzbeschreibung:

„Animation und Comic weisen in ihren Ästhetiken offenkundige Parallelen auf, denen jedoch bislang in der jeweils einschlägigen Forschung kaum angemessene Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Beide basieren auf künstlerischen Praktiken, die unter Einsatz spezifischer Techniken Bilder generieren, welche wiederum diese Techniken ihrer Entstehung in einer besonderen Art und Weise mitausstellen. So verweisen die gezeichneten Linien des Comics oder des Cartoons auf den Akt des Zeichnens selbst, die Knetfiguren im Stop-Motion-Animationsfilm auf den Akt ihrer händischen (Ver-)Formung oder die hyperrealistischen, überhöhten Figuren des Superheld_innen-Comics und VFXKinos auf ihren Status als Artefakte. Diese für ganz unterschiedliche Formen von Animation und Comics konstitutive Thematisierung der eigenen Gemachtheit bildet den Hauptgegenstand des vorliegenden Bandes, in dessen Rahmen aus einer dezidiert interdisziplinären Perspektive die Parallelen, Schnittstellen und Unterschiede herausgearbeitet werden, die sich im Kontext von Animations- und Comicforschung mit Blick auf die methodisch-analytische Erfassung der Materialität und Ästhetik ihrer jeweiligen Gegenstände ergeben.“

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AG-Symposium „Comics | Games“ in Hannover

Termin:
05.11.2018 - 07.11.2018

Vom 5. bis 7. November 2018 findet die internationale Tagung „Comics | Games – Aesthetic, Ludic, and Narrative Strategies“ im Schloss Herrenhausen statt. Die von der Volkswagenstiftung geförderte Veranstaltung ist eine Kooperation der AG Comicforschung mit der AG Games der Gesellschaft für Medienwissenschaften (GfM) und versammelt 8 Panels mit insgesamt 24 Beiträgen – alle in englischer Sprache. Organisiert wird die Tagung von Andreas Rauscher, Daniel Stein und Jan-Noël Thon.

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Ausstellung „Beck“

Die Caricatura Galerie zeigt im Sommer 2018 Cartoons von BECK. In seinen schwarzweißen oder flächig kolorierten Cartoons kontrastiert BECK das Alltägliche mit dem Absurden, schreckt durchaus nicht vor Kalauerpointen zurück und hat oft einfach Spaß am Spiel mit den Wörtern. Vor allem Lust und Leid der Technik gehören zu seinen Lieblingsthemen. Die Ausstellung zeigt seine besten Arbeiten der letzten Jahre.

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Ausstellung „Comic-Reportagen für MSF“

Ärzte ohne Grenzen lud wiederholt Zeichner ein, um die Arbeit der Organisation zu beobachten und zu dokumentieren. Die Ausstellung zeigt Comic-Reportagen, die zwischen 2011 bis 2018 im Auftrag von MSF mit dem Fumetto Comic Festival  entstanden sind. Felix Schaad, Olivier Kugler, Sandro Hagen, Christoph Schuler und Andreas Caprez zeigen Ausschnitte aus ihren Comics.

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