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COMFOR-LESEEMPFEHLUNGEN 2021 (TEIL 2/2)

Hier nun der zweite Teil der Leseempfehlungen (der erste Teil findet sich hier) – für genug Lesestoff für die nächsten Wochenenden ist also gesorgt. Wer auf Empfehlungen früherer Jahre zurückblicken möchte, findet diese hier.

Wir bedanken uns sehr herzlich für alle Einsendungen und wünschen hoffentlich entspanntes Lesevergnügen! Und im Sinne von alle Jahre wieder, würden wir uns auch im Dezember 2022 wieder sehr über Empfehlungen freuen!

 

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Hanspeter Reiter
Ulrich Schnakenberg, Wochenschau Geschichte: Geschichte in Karikaturen 1-3

 

„Karikaturen als Quelle“ sind hier versammelt, beginnend mit I „1945 bis heute“. Bestens aufbereitet, findet Nutzer den Cartoon jeweils auf der rechten einer Doppel-Seite, links dazu die didaktisch-methodischen Hinweise, sorgsam strukturiert, den meist erforderlichen Kontext erschließend und einen Deutungs-Vorschlag bietend. Dahin wird Leser/Lehrer/Moderator geführt, etwa zu „Tücken und Fallstricke der Karikaturarbeit“ (wie wirken Cartoons?), Einsatzmöglichkeiten und Auswahlkriterien der vorgelegten Karikaturen. Als Kopier-Vorlage folgen die Arbeitsschritte plus das (Blanko-)Analyseschema, dann Anregungen für Aufgaben. So kann Geschichts-Unterricht quasi lebendig(er) werden! Auch dem Nutzer mit persönlichem Interesse an Cartoons ist hier reiche Fülle geboten, Übergänge zum Comic inklusive, siehe etwa „Tagebuchblätter aus Vietnam“ (S. 32f.), in „Panels“ von 1939 bis 1965 führend… Weitere comicesk-sequenzielle Folgen finden sich z.B. S. 88f. (Karikaturen-Streit!) und 90f. „China – die Supermacht der Zukunft“, wieder als chronologische Entwicklung. „Das Buch präsentiert eine frische, unverbrauchte Auswahl von 50 internationalen Karikaturen der Jahre 1945 bis heute – von der Teilung Deutschlands über den Ost-West-Konflikt bis zu den umstrittenen „Mohammed-Karikaturen“ und zur EU-Verfassung. II 1900 bis 1945 – vom Imperialismus über die Weltkriege bis zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte. III 1800-190 in 4c: Neben diversen Cartoons in Farbe wird diese auch für die didaktischen Hinweise genutzt.

Quino, Carlsen: Mafalda

Da war mir bis dato aber was entgangen! Jedenfalls ist diese Figur ziemlich neu für mich – und ein Sammelband dieser Art besonders gut geeignet, derlei kennen zu lernen: Die Vielfalt wie auch die Entwicklung (inhaltlich der Charaktere wie auch zeichnerisch des Künstlers). Ja, diese 200 Seiten geballte Mafalda-Strips bieten ein Füllhorn – und zwar eines, das mehrfach zu genießen ist. Denn philosophische wie gesellschaftskritische Dialoge sind zugleich Spaß und nachdenklich Machend, unterhaltsam wie informativ: „Mafalda ist eine liebenswerte Nervensäge, denn sie ist ihren Eltern in vielem voraus: Sie tritt schon früh für Weltfrieden, Demokratie und Frauenrechte ein. Der Comic wurde 2014 mit dem Prinz-von Asturien-Preis (dem „spanischen Nobelpreis“) ausgezeichnet, weil er auf amüsante Weise „scharfsinnige Botschaften“ von „universeller Bedeutung“ transportiert.“ Manches mag an Figuren wie die der Peanuts erinnern oder auch Pogo. Strikt in Schwarzweiß (Zeitungs-Strips) mit variablem Layout (von eins bis zu maximal acht Paneln für eine Story, wenn ich richtig „mitgezählt“ habe). Für diesen wertigen Sammelband im Überformat, fest gebunden mit Fadenheftung und Leseband, sind die sorgsam ausgewählten Geschichten thematisch gereiht – alles mit viel Charme, Augenzwinkern und schon mal starke Äußerungen, durchaus im Sinnen von „Kindermund tut Wahrheit kund“ – und „dennoch“ immer liebenswert wie liebenswürdig…

Susanne Kuhlendahl, Knesebeck: Virginia Woolf – die Comic-Biografie

Ein durchaus eigener Stil zeichnet diese Graphic Novel aus, in mehrfacher Hinsicht: Da sind die flächigen Wasserfarben, zart-pastellig, wohl auch als Anklang an die Schreibe der biografierten Schriftstellerin. Davon abweichend ihre depressiven Phasen in Schwarz- und Grautönen. Die unterschiedlichen Schriftarten, um dreierlei zu differenzieren: Erzähler in Begleit-Texten (Gemeine), Zitate aus Woolfs Büchern (Versalien) und eher zurückhaltend Dialoge (Versalien in Sprechblasen). Die Panels sind freigestellt, auf Rahmen ist also verzichtet – was zudem im abwechslungsreichen Layout ein leichtes Ambiente fürs Betrachten ergibt… Und wie ist´s mit dem Übertragen des Literarischen ins Zeichnerische? „Das bewegte Leben der Autorin von Orlando, Mrs Dalloway und Ein Zimmer für sich alleine, erstmals umgesetzt als Graphic Novel: Auf feinsinnige Weise zeichnet diese grafische Biografie von Virginia Woolf ein detailliertes Bild einer der literarischen Größen des 20. Jahrhunderts und zeigt, wie eng ihr Leben mit dem Schreiben verwoben war.“ Das gelingt exzellent auch deshalb, weil „Alltag“ gleich mit Projekten abwechselt und eben Text-Zitate die entsprechende Transformation belegen. Konkret spiegelt sich das hier in ihrer Bisexualität, etwa der langjährigen Beziehung zu Vita in ständigem Auf und Ab.

Annette Köhn, Jaja: Verlagswesen.

Die (sic!) gibt´s reichlich in dieser Comic-Story von mehr als 130 Seiten, als Graphic Novel vierfarbig, großformatig, bibliophil gebunden. Und sie kommentieren reichlich, schauen der Künstlerin über die Schulter, soweit das von unten möglich ist: Damit nehmen sie eine Art begleitende Erzähler-Rolle ein, feine Idee… Wie so manch andere: Die Perspektive „hin zu den Lesern“ einnehmen – das Umfeld kennenlernen lassen (Personen siehe S. 4f.) – Zeichner(innen) einzubeziehen – alle Bereiche dieses (und damit „eines“) Verlages erleben zu lassen! Fein, zum 10.: „Anhand eines Tages im Februar 2020 erzählt Annettes Alter Ego, wie alles so beim Jaja Verlag läuft.“ Nebenbei lernt Leser einiges „inside“ – und sei es, dass der Verlagsname bitteschön korrekt mit kleinem „j“ in der Mitte zu schreiben ist, also „Jaja“ statt „JaJa“, was wohl gelegentlich (immer noch) passiert… Wie Falt-Kartons zu falten sind – wieder was gelernt! Oder a bissal selbstkritisch die Rolle einer Praktikantin  … Interessant natürlich auch für beruflich fokussierte Augen, von Kollegen und Kolleginnen durchaus auch jenseits von Comic-Verlagen. Wer Comics mag, ist hier bestens bedient: Vielseitiges Layout mit flächigen, meist eher pastelligen Farb-Tönen, wechselnde Dynamik je nach aktuellem Thema, Panels kreativ ausufernd oder stark strukturiert: Künstlerin am Werk, kaum ums Verlegen verlegen!

 

Janek Scholz

Universität zu Köln (Portugiesisch-Brasilianisches Institut)

André DinizDarkSide Books (Brasilien): Revolta da vacina

Mit „Revolta da vacina“ hat der brasilianische Comiczeichner André Diniz etwas geschafft, was viele sicher für unmöglich halten: Er hat in Zeiten allgemeiner Pandemiemüdigkeit einen Impfcomic vorgelegt, den man gerne liest, der mitreißend ist und der uns viel über die heutige Zeit erzählen kann. Indem er auf historische Geschehnisse rekurriert (die Hygienekampagnen Oswaldo Cruz‘ gegen Pocken, Gelbfieber und Beulenpest im Rio de Janeiro des frühen 20. Jahrhunderts), gelingt es Diniz, ein brandaktuelles Thema zu verhandeln, ohne sich in das Fahrwasser derzeitiger Debatten zu bewegen. Der Protagonist Zelito ist ein junger Zeichner mit großen Ambitionen, der nach dem Tod des Bruders vom Vater mit einer Galgenfrist nach Rio geschickt wird: Sechs Monate habe er Zeit, um zum „besten Zeichner der Welt“ zu werden und eine standesgemäße Verlobte zu finden. Ein ambitioniertes Ziel, das den jungen Zelito immer weiter in einen Strudel aus Verzweiflung und Radikalisierung treibt. Es herrscht ein Klima grassierender Aggression und zunehmenden Unzufriedenheit gegenüber den Pandemiemaßnahmen der Regierung, zu denen auch eine allgemeine Impflicht gegen Pocken zählt, das sich schließlich 1904 in der titelgebenden Revolte entlädt. Diese dient auch dem Protagonisten als Ventil, seiner Wut und Verzweiflung endlich Luft zu machen. Ein Comic, der historisch und doch aktuell ist und der aufgrund seiner detailliert ausgearbeiteten Metaebene auch Comicforschenden vielfältige Anknüpfungspunkte liefert: Nicht nur ist der Protagonist Zeichner und reflektiert folglich kontinuierlich die Möglichkeiten, als Zeitungskarikaturist Fuß zu fassen. Darüber hinaus liefert die Publikation auch einen Anhang mit einem Archiv aus vierzig Karikaturen der Zeit. Ein wahrer Schatz und für mich das absolute Comic-Highlight des ausklingenden Jahres 2021.

 

Lukas R.A. Wilde

Medienwissenschaftler, Universität Tübingen

N.K. Jemisin und Jamal Campell, DC’s Young Animal: Far Sector

Die Verlagsankündigung klang selbst ein bisschen wie Fan Fiction: Mit N.K. Jemisin sollte eine Titanin der ganz großen, konzeptlastigen SciFi-Literatur als Autorin für einen neuen Green Lantern-Titel gewonnen werden. N.K. Jemisin enttäuscht diese Erwartungen nicht und macht etwas komplett Eigenes und Einzigartiges aus den bekannten Prämissen: Mit der neuen Ringträgerin Sojourner Mullein wurde eine faszinierende Figur geschaffen, die in den fernsten Regionen des DC Universums – dem Far Sector – in v.A. politische Abenteuer geworfen wird. 20 Milliarden Bewohner*innen dreier radikal unterschiedlicher Spezies teilen sich hier eine Dyson-Sphäre, in der es dank Emotionsunterdrückungsdrogen seit 500 Jahren zu keinem Gewaltverbrechen mehr kam – bis Lantern Mullein einen grausamen Mord aufklären muss und in einen herrlich illustrierten Malstrom aus Noir-Elementen, Cyberpunk und politischen Intrigen gerät. Ihr eigentliche übermächtiger Ring wurde nicht nur ordentlich gedowngraded – und wird damit wieder spannend; die Konflikte sind ohnehin eher diplomatischer Natur. „Lang lebe Lantern Mullein!“

Devin Grayson und Alitha E. Martinez, Humanoids: OMNI

Und noch eine neue Heldin, auf die man viel zu lange warten musste! Dr. Cecelia Cobbina bringt locker die spannendsten Superkräfte der letzten Jahrzehnte ins Genre ein: Eine neunfache Super-Intelligenz permanent paralleler Denkprozesse, die in einer recht einzigartigen Medienspezifik übersetzt werden: Caption-Boxen unterschiedlicher Farben, die in ständigem Dialog miteinander die Seitenarchitektur durchziehen und den Lesenden unterschiedliche Pfade zwischen logisch-mathematischen, existenziell-philosophischen, empathisch-sozialen, visuell-räumlichen, lingusitisch-semiotischen oder körperlich-kinetischen Kognitionsprozessen anbieten und so einen ständigen, individuell aktualisierbaren „Chor“ erzeugen. Zeichnerin Alitha E. Martinez streut auch noch wunderbare Bildsymboliken und Piktogrammatik mit ein, um Dr. Cobbinas ausufernd komplexes Innenleben auch bildlich zu transkribieren. „What would you do if you could think faster than the speed of light?“

James Tynion IV und Martin Simmonds, Image: Department of Truth

Teils metaphysischer Thriller, teils Crime-Drama, unternehmen James Tynion IV und Martin Simmonds in dieser neuen Serie Spaziergänge in immer tiefere Abgründe altbekannter und hochaktueller Verschwörungstheorien, von der Mondlandung über Flat Earth bis zu Obamas Geburtsurkunden und Pizza Gate – und alles scheint natürlich auf QAnon zuzulaufen…! Tynion IV verdichtet dabei äußerst luzide Erkenntnisse über die mythische Macht dieser Erzählungen zu einem alptraumhaften Gewebe aus Phantastik und Horror, das zu einem guten Teil von Martin Simmonds (nur gelegentlich gegenständlichen) Gemälden und Collagen im Stile Dave McKeans getragen wird, ebenso wie von Aditya Bidikars unwirklichem Lettering. Keine sonderlich leichte Lektüre, und keine sonderlich angenehme, aber vielleicht, erschreckenderweise, eine Serie, die unheimlich viel zum Verständnis des hinter uns liegenden Jahres 2021 beizutragen hat.

Call for Nominations: Martin Schüwer-Publikationspreis

Förderpreis, ausgeschrieben von der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) sowie der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM)

Die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) loben für 2022 zum vierten Mal den Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung aus. Der Preis wird seit 2019 jährlich verliehen. Er fördert Wissenschaftler_innen, die, unabhängig von ihrem tatsächlichen Alter, noch keine unbefristete akademische Anstellung innehaben. Mit der Auszeichnung herausragender Veröffentlichungen aus dem Bereich der interdisziplinären Comicforschung soll der Publikationspreis zur nachhaltigen Sichtbarmachung, Förderung und Vermittlung comicbezogener Forschungsarbeit beitragen.

Der Preis ist nach dem 2013 viel zu früh verstorbenen Anglisten und Comicforscher Martin Schüwer benannt. Seine Dissertation Wie Comics erzählen (2006) hat Neuland für die narratologische Comicforschung erschlossen und ist zu einem Standardwerk der deutschsprachigen Comicforschung geworden. Mit dieser und seinen weiteren Arbeiten zu Comics sowie zur Didaktik der englischsprachigen Literatur hat Martin Schüwer Maßstäbe für die Exzellenz, die Zugänglichkeit und die Reichweite gesetzt, die Publikationen in unseren Fächern erreichen können. Als Comicforscher wie als Mensch zeichnete er sich durch seine interessierte und offene Art im Umgang mit anderen aus. Gemeinsam, im Austausch und im Abgleich mit anderen, wollte er sein Fach weiterbringen. Diesen Zielen widmen wir den Preis in seinem Namen.

Einreichung und Nominierungen:

Zur Nominierung angenommen werden bereits publizierte Beiträge von Artikel- oder Kapitellänge. Sie können als Artikel in Sammelbänden oder Zeitschriften, als Kapitel in längeren Monografien, aber auch als Essays und andere Textformen ähnlicher Länge erschienen sein. Die eingereichten bzw. nominierten Texte können von einem_einer oder mehreren Autor_innen verfasst worden sein. Alle Verfasser_innen dürfen zum Zeitpunkt der  Nominierung noch keine unbefristete akademische Anstellung innehaben.

Beiträge, die für den Martin Schüwer-Preis 2022 nominiert werden, müssen zwischen 1. Januar 2020 und 31. Dezember 2021 in deutscher oder englischer Sprache publiziert worden sein. In Druck befindliche oder zur Publikation angenommene Texte können nicht berücksichtigt werden. Wiederholte Einreichungen sind nicht möglich. Ebenfalls ausgeschlossen sind ganze Monografien und unveröffentlichte Qualifikationsschriften. Die Herausgeber_innenschaft von Sammelbänden oder Zeitschriftenausgaben ist nicht nominierungsfähig, wohl aber einzelne Beiträge in diesen Sammlungen.

Die Nominierung umfasst den nominierten Text und eine kurze Begründung (300-500 Wörter). Selbstnominierungen sind möglich und erwünscht. Deadline für alle Einreichungen ist der 31. März 2022. Bitte senden Sie Ihre Nominierungen als ein vollständiges PDF an schuewer-preis@comicgesellschaft.de.

Preis und Preisvergabe:

Die offizielle Verkündung des_der Preisträger_in erfolgt im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (Herbst 2022). Die Preisverleihung mit einem eingeladenen Vortrag des_der Preisträger_in findet im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung (Herbst 2022) statt. Er_sie wird ebenso als Mitglied der Jury des folgenden Jahres eingeladen und erhält außerdem die auf 1000,00 € dotierte Preissumme. Zudem zahlt er_sie ein Jahr lang keinen Mitgliedsbeitrag bei der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) und wird zum Ehrenmitglied der ComFor auf Lebenszeit.

Offener Brief an die Universität Bonn

Sicherung und Erhalt der Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung (BOBC)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg*innen,

die Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung (BOBC, https://www.bobc.uni-bonn.de) wurde 2008 unter der Regie von Dr. Joachim Trinkwitz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, zunächst als Instrument für die Lehre ins Leben gerufen, später als Angebot für die Forschungsgemeinde online gestellt und seither fortwährend in Eigenregie ausgebaut. Durch diesen unermüdlichen Einsatz umfasst sie derzeit über 13.600 internationale Einträge zur Literaturrecherche für die interdisziplinäre Comicforschung. Besonders hervorzuheben ist die reiche Verschlagwortung aller Einträge (der dynamisch erweiterte Schlagwortkatalog umfasst mittlerweile fast 4.800 Einträge), die durch Dr. Trinkwitz‘ jahrzehntelange Expertisen und disziplinübergreifende Fachkenntnisse ermöglicht wird.

In der internationalen Comicforschung ist die BOBC eine unersetzliche, einzigartige Ressource geworden: Sie ist die zentrale Anlaufstelle für die Bibliographie des jungen Forschungsfelds. So wird sie – weit über den deutschen Sprachraum hinaus – von renommierten Forschungskolleg*innen ebenso wie internationalen Institutionen der Comicforschung wahrgenommen, rege genutzt und dem wissenschaftlichen Nachwuchs empfohlen (siehe dazu auch den anhängenden Forschungsbericht von Prof. Dr. Bart Beaty und Prof. Dr. Benjamin Woo von den Universitäten von Calgary und Carleton, Kanada). Pro Monat werden bis zu 150.000 Datenbankanfragen und hunderte individuelle Seitenaufrufe von Besucher*innen aus aller Welt (davon zu 18% aus USA und Kanada) gezählt. Die Bibliographie ist so zu einem unverzichtbaren Werkzeug nicht nur in der Germanistik, sondern auch in Kunst- und Medienwissenschaft, in Cultural Studies und der multimodalen Linguistik sowie für viele weitere Philologien – wie Amerikanistik, Anglistik, Romanistik, Skandinavistik oder Japanologie – avanciert, welches aus unseren Lehr- und Forschungstätigkeiten nicht mehr wegzudenken ist. Neuerdings zählen selbst Vertreter*innen scheinbar entlegenerer Fachgebiete wie Medizin, Religionswissenschaft/Theologie oder Geographie zu den Nutzern der Bibliographie.

Die wissenschaftliche Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) e.V. unterstützt die BOBC seit knapp einem Jahrzehnt mit regelmäßigen Summen aus ihren Mitgliedsbeiträgen, um Hilfskräfte zur Erstaufnahme der immer rapider anwachsenden Zahl von einschlägigen Neuerscheinungen in unseren Forschungsbereichen zu finanzieren. Um diese unverzichtbare Ressource zu erhalten, bedarf es jedoch jenseits dieser ständigen, technischen Arbeitsschritte auch der steten und kontinuierlichen Verschlagwortung, Kohärenzprüfung und Kontrolle der Daten durch eine/n ausgewiesene/n Kolleg*in wie Dr. Trinkwitz.

Um die Zukunft dieser unverzichtbaren Ressource auch über den mittelbaren Ruhestand des geschätzten Kollegen hinaus zu sichern, wenden wir uns daher insbesondere mit zwei drängenden Fragen an die Universität Bonn und ihre Philosophische Fakultät:

  • Wie soll der Erhalt der BOBC technisch sichergestellt werden?
    Die BOBC läuft derzeit auf einem Server des Bonner Instituts mit der Open Source-Datenbank-Software „WIKINDX“, die zurzeit weltweit zwar stetig und engagiert, aber nur durch den Einsatz weniger Einzelpersonen gepflegt wird. Hier bedarf es also über kurz oder lang entweder einer aufwändigeren Umstellung auf ein kostenpflichtiges alternatives Datenbanksystem, welches professionell betreut wird, oder aber der Einrichtung einer (halben) IT- und Informatik-Stelle, durch welche WIKINDX weiterhin aktualisiert und gepflegt werden kann.
  • Wie soll der Erhalt der BOBC personell sichergestellt werden?
    Für die Kontrolle, Pflege und Verschlagwortung neuer Einträge ist mittelfristig eine (halbe) Stelle notwendig, für die Expertise auf Postgraduierten-Niveau (mindestens Doktorand*innen) unverzichtbar erforderlich sind. Zuarbeit durch Hilfskräfte zur Datenerfassung kann weiterhin über Partner-Institutionen wie die Gesellschaft für Comicforschung sichergestellt werden.

Wir möchten Sie daher zu einem Austausch mit der Gesellschaft für Comicforschung über diese beiden drängenden Desiderate einladen, um eine langfristige Sicherung dieser Forschungsressource der Uni Bonn für die internationale und interdisziplinäre Comicforschung zu gewährleisten.

Unterzeichnende:

Dr. Joachim Trinkwitz für die BOBC

PD Dr. Christina Meyer, Dr. Lukas R.A. Wilde und Dr. Vanessa Ossa
für die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor)

Arbeitsgruppe BOBC in der Gesellschaft für Comicforschung:

Nicolas Gaspers (Düsseldorf),
PD Dr. Christina Meyer (Braunschweig),
Prof. Dr. Stephan Packard (Köln),
Dr. Joachim Trinkwitz (Bonn),
Dr. Lukas R.A. Wilde (Tübingen)

Weiterlesen: Unterstützende Institutionen & Kolleg*innen und Forschungsbericht

Comic Advent der OeGeC

Termin:
06.12.2021 17:00 - 20.12.2021

Dass man die Wartezeit bis Weihnachten nicht nur mit Schokolade aus dem Adventskalender verkürzen kann, zeigt momentan die Österreichische Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung (OeGeC): Unter dem Titel Comic Advent findet an jedem der kommenden Montage  im Rahmen eines ComicMonday (CoMon) eine von der Kulturabteilung der Stadt Wien geförderte Diskussion statt. Im Gespräch sind:

  • 06.12. – Albert Mitringer über seine Comics LILA und Requiem
  • 13.12. – Ari Ban über seine queeren/trans* Comics und Illustrationen
  • 20.12. – OeGeC und ComFor Mitglied Elisabeth Klar mit Jasmin Rehrmbacher über ihren Comic Kreuz und andere Arbeiten

Die Gesrpäche finden jeweils um 17:00 Uhr via Zoom statt. Die Anmeldungen ist jeweils bis 24 Stunden vor dem Termin per Email an vorstand@oegec.com möglich.

→ Zum Programm des Comic Advent

→ Zur Website der OeGeC

2. Termin Comic Kolloquium Nord

Termin:
02.11.2021 18:15

Am 02. Dezember 2021 um 18:15 Uhr wird Lea-Sophie Herken im Rahmen der zweiten Sitzung des Comic Kolloquiums Nord im Wintersemester 2021/22 (Universität zu Köln; Germanistik) einen Vortrag zu dem BA-Projekt: „Der Comicbarcode – ästhetische Visualisierung oder bereichernde Methodik?“ präsentieren.

Informationstext zum Vortrag:

„Inspiriert von den, vor allem in der Filmwissenschaft angewendeten, Moviebarcodes wird eine innovative Methode zur Analyse vorgestellt, die durch Konvertierung der Panels in Barcodeform eine differenzierte Betrachtung des Zusammenspiels von comicspezifischen Merkmalen erlaubt. Im Fokus der Arbeit steht die Diskussion, inwiefern sich durch die digitale Bearbeitung und softwaregeleitete Analyse der Comicbarcodes auch veränderte analytische Perspektiven auf Formen der grafischen Literatur ergeben können.“

Der Vortrag wird digital über Zoom stattfinden.

Anmeldung bis spätestens zum 01. Dezember 2021 per E-Mail an: comic.kolloquium.nord@gmail.com

Sie erhalten dann kurz vor Veranstaltungsbeginn die benötigten Zugangsdaten. Hinweis zur Anmeldung: Alle, die sich bereits angemeldet haben, bekommen den Link automatisch zugestellt und müssen sich NICHT erneut registrieren.

Weitere Informationen zum Comic Kolloquium Nord finden Sie hier. 

6. Comics-Exchange: „Antifaschismus & Comics“

Bei COMICS-EXCHANGE handelt es sich um ein digitales Diskussionsforum, das die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) in Kooperation mit dem Berliner Comic-Kolloquium und der Österreichischen Gesellschaft für Comicforschung und -Vermittlung (OeGeC) veranstaltet. Zu den bevorstehenden Terminen und Themen schreiben die Veranstalter_innen Folgendes:

„Auch die Comicszene ist vor rechter Instrumentalisierung nicht sicher. Das zeigt etwa die Gründung rechtspopulistischer Verlage. Umso wichtiger war der sofortige Protest aus der deutschsprachigen Comicszene. Antifaschismus ist gelebte Praxis, nicht nur historische Reflexion. Im deutschsprachigen Raum beziehen gleich zwei Initiativen unabhängiger Comickünstler*innen Stellung gegen Faschismus und rechtsextreme sowie rechtspopulistische Strömungen: comicsgegenrechts.at seit 2009 und #comicsgegenrechts seit 2019. Im Rahmen der Initiativen ist eine beeindruckende Sammlung unterschiedlichster Comics, Cartoons und Illustrationen zusammengekommen, die beispielhaft verdeutlicht, auf welch vielfältige Weise sich das Medium Comic mit dem Thema Antifaschismus auseinanderzusetzen vermag (http://www.comicsgegenrechts.at; http://comicsgegenrechts.de/).

Vom ersten Captain-America-Cover 1941, auf dem der Titelheld Adolf Hitler mit einem kräftigen Kinnhakenniederstreckt, über Art Spiegelmans Maus. A Survivor’s Tale bis zu diesen neueren Initiativen zieht sich eine Linie der kritischen Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus, Drittem Reich, den Schrecken der Schoah, aber eben auch aktuellem Faschismus durch Comics und verwandte Formen. Im sechsten und siebten Comics-Exchange wollen wir gemeinsam einen Blick auf verschiedene Thematisierungen von Antifaschismus in der sequentiellen Kunst werfen.“

Programm/Impulsvorträge:

TEIL I: 3.12.2021 | 17h

  • Regina Hofer und Leopold Maurer im Gespräch mit Bernhard Frena und Véronique Sina über ihren Comic Insekten(2019)
  • Ole Frahm präsentiert „The Night of the Golden Fuhrer“ (sic!) in: The Scorpion (Nr. 3, 1975) von Jim Craig/Gabriel Levy
  • Wiebke Siemsglüß präsentiert Überleben in Dachau (2020) von Guy-Pierre-Gautier/Tiburce Oger und  Der Duft der Kiefern (2021) von Bianca Schaalburg
  • Dietrich Grünewald präsentiert Das Karbid-Kommando (1987) von Günter Rückert

TEIL II: 14.01.2022 | 17h

  • Martin Reiterer präsentiert Bruchlinien. Drei Episoden über den NSU (2019) von Nino Bulling/Anne König
  • Barbara M. Eggert präsentiert On Tyranny (2021) von Nora Krug/Timothy Snyder
  • Matthias Harbeck stellt Secret Empire (2017) von Nick Spencer et al. vor
  • Anna Gabai präsentiert Bella Ciao (2017) von Maurizio A.C. Quarello
  • Markus Streb präsentiert „There Are No Master Races!“ In: True Comics (Nr. 39, 1944); Autor_in unbekannt

 

Anmeldungen via Mail an Véronique Sina (vsina@uni-mainz.de) und Bernhard Frena (b.frena@gmail.com) sind für Teil I bis zum 28. November 2021 und für Teil II bis zum 9. Januar 2022 möglich.

Das Programm finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Event finden Sie hier.

Informationen zum Diskussionsforum allgemein finden Sie hier.

Monitor 67: Neue Publikationen

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen aus den letzten 6 Monaten vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten. Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de.
Zu früheren Monitoren.


Robin and the Making of American Adolescence

Lauren R. O’Connor

Rutgers University Press
222 Seiten
August 2021
Verlagsseite

„Holy adolescence, Batman! Robin and the Making of American Adolescence offers the first character history and analysis of the most famous superhero sidekick, Robin. Debuting just a few months after Batman himself, Robin has been an integral part of the Dark Knight’s history—and debuting just a few months prior to the word “teenager” first appearing in print, Robin has from the outset both reflected and reinforced particular images of American adolescence. Closely reading several characters who have “played” Robin over the past eighty years, Robin and the Making of American Adolescence reveals the Boy (and sometimes Girl!) Wonder as a complex figure through whom mainstream culture has addressed anxieties about adolescents in relation to sexuality, gender, and race. This book partners up comics studies and adolescent studies as a new Dynamic Duo, following Robin as he swings alongside the ever-changing American teenager and finally shining the Bat-signal on the latter half of ‚Batman and—.'“

Judge, Jury and Executioner: Essays on The Punisher in Print and on Screen

Alicia M. Goodman, Matthew J McEniry, Ryan Cassidy, Robert G. Weiner (Hgs.)

McFarland
193 Seiten
August 2021
Verlagsseite

„Since the Punisher’s first appearance in the pages of Spider-Man #129, the character has become one of the most popular and controversial figures in Marvel’s vast universe. The Punisher represents one of the most recognizable types of anti-heroes. His iconic skull insignia stands for a unique type of justice: protecting the innocent while violently eliminating everyone he sees as a villain. This collection examines the Punisher from philosophical perspectives about morality and justice. Essays critique the character through the lenses of gender and feminism; consider the Punisher’s veteran status in relation the Vietnam, Afghanistan and Iraq wars; and examine how politics and gun violence connect the Punisher’s world with the real world. Many iterations of the Punisher are examined within, including the Netflix release of Marvel’s The Punisher, comics series such as Punisher: MAX, Marvel Knights, and Cosmic Ghost Rider, and several fan fiction stories.“

 

The Comic Strip Art of Jack B. Yeats

Michael Connerty

Palgrave Macmillan
283 Seiten
August 2021
Verlagsseite

„This monograph seeks to recover and assess the critically neglected comic strip work produced by the Irish painter Jack B. Yeats for various British publications, including Comic CutsThe Funny Wonder, and Puck, between 1893 and 1917. It situates the work in relation to late-Victorian and Edwardian media, entertainment and popular culture, as well as to the evolution of the British comic during this crucial period in its development. Yeats’ recurring characters, including circus horse Signor McCoy, detective pastiche Chubblock Homes, and proto-superhero Dicky the Birdman, were once very well-known, part of a boom in cheap and widely distributed comics that Alfred Harmsworth and others published in London from 1890 onwards. The repositioning of Yeats in the context of the comics, and the acknowledgement of the very substantial corpus of graphic humour that he produced, has profound implications for our understanding of his artistic career and of his significant contribution to UK comics history. This book, which also contains many examples of the work, should therefore be of value to those interested in Comics Studies, Irish Studies, and Art History.“

 

The Comics World: Comic Books, Graphic Novels, and Their Publics

Benjamin Woo, Jeremy Stoll (Hgs.)

University Press of Mississippi
286 Seiten
Juli 2021
Verlagsseite

The Comics World: Comic Books, Graphic Novels, and Their Publics is the first collection to explicitly examine the production, circulation, and reception of comics from a social-scientific point of view. Designed to promote interdisciplinary dialogue about theory and methods in comics studies, this volume draws on approaches from fields as diverse as sociology, political science, history, folklore, communication studies, and business, among others, to study the social life of comics and graphic novels.
Taking the concept of a “comics world”—that is, the collection of people, roles, and institutions that “produce” comics as they are—as its organizing principle, the book asks readers to attend to the contexts that shape how comics move through societies and cultures. Each chapter explores a specific comics world or particular site where comics meet one of their publics, such as artists and creators; adaptors; critics and journalists; convention-goers; scanners; fans; and comics scholars themselves. Through their research, contributors demonstrate some of the ways that people participate in comics worlds and how the relationships created in these spaces can provide different perspectives on comics and comics studies.
Moving beyond the page, The Comics World explores the complexity of the lived reality of the comics world: how comics and graphic novels matter to different people at different times, within a social space shared with others.“

Manga-Morgen: «Visuelles Erzählen in Comics und Galerie?»

Das Museum Rietberg Zürich hat Aufzeichnungen der Mini-Konferenz „Visuelles Erzählen in Comics und Galerie?“ veröffentlicht, welche am 24. Oktober 2021 live vor Ort stattfand. Bei der Veranstaltung waren u. A. Vorträge der ComFor Mitglieder Nina Eckhoff-Heindl, Jaqueline Berndt und Stephan Packard zu hören.

Der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

„Manga sind Comics, grafische Erzählung, sequenzielle Kunst. Wie erzeugt diese Ausdrucksform mit ihren Mitteln das Erlebnis eines Leseflusses? Welche Rolle spielt das jeweilige Trägermedium dabei? Und was passiert, wenn gezeichnete Geschichten in den dreidimensionalen Galerieraum übersetzt werden? Dieses Symposium bringt Positionen aus Praxis und Forschung zur Sprache, im ersten Teil zu «Comics auf Druckseite und Bildschirm: Visuelles Erzählen heute» und im zweiten zu «Comics im Museumsraum: Ausstellen, Vorstellen, Kaltstellen?».“

Sie können die Aufzeichnungen hier nachschauen:

 

 

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie hier.

Neue Buchreihe & Call for Manuscripts: Comic Studies

Wir freuen uns, eine neue Schriftenreihe ankündigen zu können: Herausgegeben von Patrick Noonan, Karin Kukkonen, sowie Jaqueline Berndt und Stephan Packard erscheint bei Degruyter nun die Reihe Comic Studies – Aesthetics, Histories, and Practices:

This new international series expands the field of comics studies with research from around the world and across disciplines. It explores the aesthetics, histories, and practices of comics in order to bring different academic traditions engaged in the study of all forms of sequential art and graphic narrative into dialogue with one another.

The series covers formal, semiotic, media and cognitive studies approaches to the artistic, graphic, and media formation of comics. It seeks to illuminate the varied historical contexts, developments and differences between styles, schools, and genres of comic books; and to bring into focus the various practices, uses, functions, politics, and the conditions for production and reception of comics, including production studies as well as fan and participation studies. In other words, it addresses questions such as, What makes a comic book? What are the effects of lines, panels, and page-layouts? How are comics produced, distributed, and read?

Exposés für die ersten Titel der Reihe können bereits eingereicht werden:

We are looking for manuscripts on comics, manga, graphic novels, and other forms of sequential art. All volumes in the series will be published in English and will be peer-reviewed by two academics in the particular area of specialization. The series editors want to prioritize Gold Open Access publications and will work with authors to acquire financial backing to make this possible. […] A proposal for this series should comprise roughly 5 pages, including an abstract, table of contents, chapter-by-chapter summary, and contributor bios. Please do not include suggestions for external reviewers. Please note that proposals for journal articles or individual chapters in edited volumes cannot be considered.

Weitere Informationen finden sich auf der Verlagsseite.