Magazin
CfP for the GSA Comics Studies Network
Workshop „Translating Comics“
Translating Comics: Between Bubbles, Cultures, and Constraints in East Asia
An international hybrid workshop organized by Marie Laureillard (Paris Nanterre) and ComFor-member Jaqueline Berndt (Stockholm) (CRPM & Asie-Sorbonne Association), and assisted by Wenlan Xiang.
Contact: mlaureil@parisnanterre.fr
Held in English in a hybrid format. For online attendance, please preregister with Jaqueline Berndt, indicating your name, affiliation, and field of specialization: jberndt@su.se
As a hybrid form that merges text and image, comics offer a particularly stimulating field of inquiry for translators and translation scholars. This international workshop aims to explore the specific challenges of comics translation by focusing on translations from or into Chinese, Japanese, and Korean (manhua and lianhuanhua, manga, manhwa, and webtoons). It seeks to contribute not only to Translation Studies through comics but also to Comics Studies through translation, with an emphasis on East Asia. While the first day foregrounds the intersection of text and paratext, publication formats and editorial management, the second day addresses broader issues pertaining to multimodal, intermedial, and intercultural adaptation.
PROGRAM
Friday, 10 April 2026
Conference rooms – Max Weber Building, University of Paris Nanterre
(200 avenue de la République, 92000 Nanterre)
9:00 Opening Address
9:10–9:45 Antonio Paoliello-Palermo (Barcelona): Translating Sinophone Comics: The Role of Translators’ Notes in Italian Editions
9:50–10:25 Paula Martínez Sirés (Tokyo): Prefaces, Afterwords, and Cultural Mediation: The Role of Manga Translators in Spain’s Early Manga Reception [ONLINE — JST (+7h)]
10:30–11:05 Martina Caschera (Bergamo): Translating “Chinese comics”: two case studies from the Italian context [ONLINE — CET]
11:10–11:45 Asuka Ozumi (Turin): Making the Translator Visible: Notes and Paratext in Italian Manga Translation
11:50–12:25 Blanche Delaborde (Fukuoka): Translating Gender and Queerness: Around Boys Run The Riot [ONLINE — JST (+7h)]
Short lunch break (via catering in the lobby)
13:10–13:45 Dalma Kálovics (Kyoto): From foreignization to domestication—Korean comics in Japan [ONLINE — KST (+7h)]
13:50–14:25 Bounthavy Suvilay (London): Editorial strategies for material domestication: history of the first manga translations in France (1970–2000) [ONLINE — GMT (-1h)]
14:30–15:05 Giovanni Stigliano Messuti (Tokyo): How did it end up there? Editorial solutions to linguistic and visual extravagance in the collected works of Hanawa Kazuichi (1972–1980) [ONLINE — JST (+7h)]
15:10–15:45 Alba Quintairos-Soliño (Zaragoza): Shaping the Idea of Manga through Translation: The Case of Editorial Decisions in Spain
Saturday, 11 April 2026
Walter Benjamin Room, National Institute of Art History (INHA)
(2 rue Vivienne, 75002 Paris)
9:00–9:35 Yoon-Jung Do (Incheon): A Study on the Translation Patterns of Characters in Images within Graphic Novels: Focusing on Works Translated Between Korea and France [ONLINE — KST (+7h)]
9:40–10:15 Daryna Morhun (Kyiv): Negotiating Word, Image, and Culture: Intermedial Challenges in Manhua Translation
10:20–10:55 Nick Stember (London): Soldiers, Citizens, and Compatriots: Bo Yang’s Contentious Localization of Popeye
11:00–11:35 Yangjie Zhao (Paris): Translating Marginal Women: French Mediation of Rural Chinese Lives in Ma Maman and Le Printemps prochain
11:40–12:15 Inkyeong Chung (Philadelphia/Zürich): Beyond Untranslatability: ‘Che’ (체) as a Linguistic–Visual Register in Korean Comic Translation
Short lunch break
13:00–13:35 Dana Iacob (Cluj-Napoca): Ethics of Translating Darkness: Moral Ambiguity and Translator Responsibility in Dark Fantasy Manga
13:40–14:15 Sangi Yi (Seoul): Translating Voice and Performance in the Korean Webtoon 정년 이 (Jeongnyeon): Constraints and Possibilities in the Japanese Context [ONLINE – KST (+7h)]
14:20–14:55 Olga Bobrowska (Kraków): Adaptation as Ideological Practice. The Case of a Puppet Animated Film Rooster Crows at Midnight (Banye ji jiao, 1964, dir. You Lei)
15:00–15:35 Mariia Guleva (Prague): A featherless bird that flew internationally: a case study of a 1956 manhua and a 1960 diafilm
15:40–16:15 Lena Henningsen (Heidelberg): Adaptation and Transmediation
„Terrain de Je: Comic, Autobiografie und Autofiktion“ von Marie Schröer erschienen!
Terrain de Je: Comic, Autobiografie und Autofiktion
Christian A. Bachmann Verlag
2025
318 Seiten
€ 39,90
ISBN 978-3-96234-097-1
Ankündigungstext:
„Roland Barthes nennt seinen autobiografischen Avatar ein ‚Je de Papier‘; der Comicautor Killoffer bezeichnet den Comic als ein ‚Terrain de Jeu‘. Wo beides zusammentrifft, entsteht ein ‚Terrain de Je‘: ein Raum, in dem Zeichnende mit Identitätskonzepten experimentieren und zugleich intime Selbstbilder inszenieren. Diese Studie verfolgt die Linien von der Autorepräsentation zur Autobiografie und Autofiktion, seziert das Konzept Graphic Novel und denkt den klassischen Bildungsroman neu. Vorgeschlagen wird als Pendant zum autobiografischen ein autofiktionaler Pakt, der die Autofiktion als Lesefigur fasst. Anhand von Close Readings – von Claire Bretécher über Justin Green bis Fabrice Neaud – zeigt sich, wie Comics autobiografische Verfahren aufnehmen, variieren und unterlaufen, ohne sich je vollständig in einem Genre fassen zu lassen.“
Bericht Netzwerk „Comics in Bibliotheken“, DFG-Rundgespräch Februar 2025
Im Herbst 2023 trafen sich erstmals verschiedene Vertreter:innen wissenschaftlicher Comicsammlungen zwecks Austausch und Vernetzung zu einem virtuellen Gespräch. Anlass war die Anfrage von Kolleg:innen aus Bielefeld, die mit einer großen Schenkung von Comic-Dubletten aus dem Frankfurter Comic-Archiv vor einem Berg bibliothekarischer Probleme standen. Während der Anlass also akut war, stand die Idee, Comics sammelnde Einrichtungen an Universitäten an einen Tisch zu bringen, bereits schon länger im Raum. Konkret wurden diese Fragen, als Matthias Harbeck und Felix Giesa gemeinsam an einem Beitrag zu Ressourcen für das Handbuch Comicforschung gearbeitet haben. Bekannt sind zwar die Einrichtungen, die Ralf Palandt vor vielen Jahren auf der Webseite der ComFor vorgestellt hat und auch deren Nutzungsmodalitäten. Jedoch gibt es darüber hinaus auch eine Vielzahl, teils hochspezialisierter Einrichtungen, die oft nur in kleinen Arbeitskontexten bekannt sind. Deren Status, die Nutzungsmodalitäten und -möglichkeiten für den Beitrag zu erarbeiten, stellte sich immer wieder als Augenöffner heraus: „Das gibt es? Das haben wir? Warum hat man davon noch nie gehört?“ Das sahen auch alle anderen so und so fand die Idee eines ersten Austauschs breites Interesse.
Der Inhalt dieses ersten Termins war sehr disparat, was aufgrund der unterschiedlichen Situationen in den diversen Sammlungen auch nicht anders zu erwarten war. Jede Sammlung hat eben so ihre eigenen Baustellen. Die größten sind dabei für alle, nicht zwingend in dieser Reihenfolge: Erschließung, Platz, Personal. Der Austausch wurde rundum positiv bewertet und so wurden weitere Treffen und der Gang in die Öffentlichkeit beschlossen. Für den Bibliothekskongress BiblioCon im Sommer 2024 wurde vereinbart, ein Panel und eine öffentliche Arbeitssitzung zu beantragen. Erfreulicherweise wurden alle Vorschläge angenommen und so konnten wir Anfang Juni in Hamburg erstmals persönlich zusammenkommen. Inhaltlich wurden dabei zum einen die grundsätzlichen Probleme des Sammelns von Comics diachron und synchron vorgestellt sowie anhand der Sammlungen des Ibero-Amerikanischen Instituts in Berlin (IAI)sowie des Frankfurter Comic-Archivs konkretisiert . Auch hier war der Zulauf und -spruch außerordentlich positiv. Insbesondere bei den Vorträgen konnte man sich fühlen wie bei Einführungsseminaren in den 2000er Jahren – das Publikum saß auf den Gängen und stand an den Fenstern.
Positiv bestärkt durch diesen Erfolg, wurde beschlossen, die gemeinsame Arbeit weiter zu intensivieren. Konkret wurde ein DFG-Rundgespräch für das Frühjahr 2025 in Frankfurt beantragt – und erfreulicherweise auch genehmigt. Die Idee für das Rundgespräch. das am 20. Februar 2025 stattfinden konnte, bestand vor allem darin, neben den sammelnden Einrichtungen auch Vertreter:innen aus der Forschungscommunity einzuladen, um gemeinsam Bedarfe zu klären und Desiderate zu katalogisieren. Das Ergebnis möchten wir hier dokumentieren und damit auch zur weiteren Diskussion stellen:
- Sammelprofile/Profilabsprachen: Es wird die Idee eines Konsortiums mit verbindlicher Vernetzung und jährlichen Treffen diskutiert. Absprachen zu Sammler:innenbibliotheken und Nachlässen (wer ist wofür zuständig, etc.) sollen hier koordiniert werden und als Kontaktstelle nach außen wirken. Konkret will man sich nach dem Vorbild Kalliope darum bemühen, Bestandsdatensätze anzulegen und einen breiten Einstieg für alle Nutzenden zu erreichen. Perspektivisch soll der Kreis der Teilnehmenden zukünftig um die Museen wegen der Expertise zu Originalzeichnungen erweitert werden.
- Nachweis/Auffindbarkeit: Es wird der Wunsch/Auftrag formuliert, einen Atlas/eine Landkarte zu erstellen, wo sich Comicsammlungen überhaupt befinden. Dies soll systematisch national, europäisch und global in sukzessiven Schritten gedacht werden. Der Vorgang soll bottom up durchgeführt werden und grundständige Informationen zu allen Sammlungen enthalten. In Abstimmung mit der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) könnte das Mapping auf der Homepage der Gesellschaft verankert werden. Auch soll eine Verzahnung mit der Wikipedia überlegt werden. Zu beachten ist dabei die Pflege/Nachhaltigkeit solcher Kartierungen und Verzeichnungen.
Es wird auch auf die Verlagsarchive hingewiesen, die zum Teil ihre Bestände einfach entsorgt hätten, weil weder sie noch die Archiv-/Bibliothekswelt hier an eine Konservierung gedacht hätten (Beispiel Bastei). Das zu bildende Konsortium (siehe 1.) müsste aber auch transparent machen, welche Einrichtungen überhaupt solche Bestände aufnehmen könnten/würden.
Neben dem Wunsch einer größeren Sichtbarkeit von Comicbeständen, besteht weiterhin ein zentrales Interesse, wissenschaftliche Texte und Personen für den weiteren Forschungsdiskurs sichtbar zu machen. Ermöglicht würde dies, indem bereits Masterarbeiten, Hochschulschriften und deren Autorschaften in das bekannte und bestehende Forschendennetzwerk aufgenommen würden. - Erschließung: Genreerschließung ist derzeit in der Gemeinsamen Normdatei gar nicht geregelt, das Desiderat aber bekannt. Da wenig Vorgaben gemacht werden können, aber der Wunsch da ist, die Bestände der Primärliteratur filterbar und sichtbar zu machen, wird der deutliche Wunsch zu Protokoll gegeben, dass das Pflichtfeld „Art des Inhalts“ konsequent mit „Comic“ zu belegen sei, auch sei es hilfreich, Notationen aus dem Bereich „Comics und Comicforschung“ der Regensburger Verbundklassifikation zu vergeben, da hier zumindest Region und Erscheinungsform klar filterbar seien. Es gibt aber auch alternative Wege, diese Informationen zu erschließen, wie das Beispiel des IAI (geografische Ländercodes und Klassifikationsangabe in der Bibliothekssoftware PICA) zeigt.
Eine weitere Empfehlung der Formalerschließung wäre, alle beteiligten Personen als Normdaten zu erschließen. Dies ist derzeit nicht Pflicht und auch keine flächendeckende Praxis und erhöht auch den Erschließungsaufwand erheblich. Für einen potentiellen gemeinsamen Nachweis über ein zusammenspielbares Portal wäre am besten der GVI-Index abzugreifen. Der geäußerte Wunsch, Gebrauchsspuren zu verzeichnen, wird schwer flächendeckend umzusetzen sein, da solche nur auf der Exemplarebene verzeichnet werden können. Dies würde wohl nur bei geschlossenen Sammlungen gemacht werden, die Verzeichnung solcher Spuren stellte quasi Forschungsdaten dar. Üblich und halbwegs bewältigbar in der bibliothekarischen Erschließungspraxis sind wohl eher klassische Provenienzangaben und die Verzeichnung von Widmungen und Signierungen. Die tiefe Erschließung wird in der Runde auch als Teil der Forschendenleistung gesehen – nicht alles sei durch die Gedächtnisinstitutionen leistbar. - Zugänglichkeit/Digitalisierung: Auch in dieser Arbeitsgruppe wird eine Kartierung für notwendig erachtet, auch von Lehrschwerpunkten (auch das Auflisten von Abschlussarbeiten wird als wünschenswert betrachtet). Für den Bereich Digitalisierung wurde über On-Demand-Konzepte nachgedacht – Anfragen nach Schwerpunkten (auch dafür ist die Kartierung notwendig). Um Probleme des Rechtemanagements zu umgehen, wird auf Lösungsmodelle wie den Digitalen Lesesaal verwiesen: Eine Rollenverteilung und Befristung im Fernzugriff oder ein offline-stand-alone-Rechner in der Bibliothek sind hier mögliche Mittel der Wahl. Hier seien auch noch mal die Konzepte der Onleihe in den Öffentlichen Bibliotheken auf Nachnutzbarkeit zu prüfen. Es wird in diesem Zusammenhang hervorgehoben, dass eine „normale“ Universitätsbibliothek keinen Archivierungsauftrag für ihren Bestand hat (Pflichtexemplare und Sondersammlungen, z. B. solche, die von den DFG-geförderten Fachinformationsdiensten aufgebaut werden, ausgenommen). In diesem Zusammenhang müsste für den Erhalt und Ausbau der Sammlung mit Forschungs- und Lehrnachfrage argumentiert werden.
Insgesamt solle die Fancommunity besser eingebunden werden (und das Wissen über Ressourcen aus der Fancommunity – Fandatenbanken etc. – bei den Gedächtnisinstitutionen verbessert werden). Es müsse aber auch der Erhalt von Fandatenbanken z.B. durch Datenabzug gesichert werden.
Nicht adressiert wurden die ebenfalls genannten Probleme der mangelnden Stellflächen und der mangelnden finanziellen Ressourcen – sowohl für den Erwerb und Erhalt als auch für Personalkapazitäten in der Erschließung. Die grundsätzliche Frage, ob eine Abstimmung zwischen den Akteur:innen, der konzertierte Aufbau von Sammlungen und gemeinsame Bestrebungen der verbesserten Sichtbar- und Zugänglichkeit von Sammlungen überhaupt notwendig seien, wird dadurch beantwortet, dass fast alle Comicforschenden derzeit entweder selbst Sammlungen zu ihrem Forschungsgegenstand aufbauen müssen oder Forschungsreisen zu den weit besser sichtbaren internationalen Sammlungen in Frankreich, Belgien und den USA unternehmen müssen. Als Konsequenz daraus wird eine stark auf wenige Titel eingeschränkte Auseinandersetzung mit Comics sowie eine in Teilen unmögliche historische Comicforschung gesehen, die als klarer Standortnachteil für Comicforschung im deutschsprachigen Raum gewertet wurde.
Fazit / Arbeitsauftrag / Ausblick
- Es besteht der dringende Wunsch, in der Runde regelmäßig zum Austausch zusammenzukommen.
- Auf der BiblioCon 2025 gab es erneut ein Panel zu Comics in Bibliotheken, sodass zumindest das Netzwerk Comics in Bibliotheken bei dieser Gelegenheit wieder in Teilen zusammenkam und den Austausch pflegen konnte, für die BiblioCon 2026 wurden wieder Einreichungen für ein gemeinsames Panel koordiniert.
- Eine erweiterte Abstimmung mit Akteur:innen auf europäischer Ebene und auch darüber hinaus soll ebenfalls mittelfristig für zukünftige Treffen in den Blick genommen werden.
- Zur Bildung des über das Netzwerk hinausgehenden Konsortiums von Forschung und Infrastrukturen sollen Interessenbekundungen eingeholt werden, dieser Kreis wird in die künftige Kommunikation weiter eingebunden.
- Die Kartierung soll mittelfristig durch das Netzwerk Comics in Bibliotheken und die ComFor erfolgen. Hierfür steht die Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe im Raum.
- Auf der Grundlage der Diskussionen wird ein Maßnahmenkatalog für die Verbesserung der infrastrukturellen Bereitstellung von Comics für die Forschung formuliert werden.
Als erstes konkretes Ergebnis dieser Diskussionen ist eine Wikipedia-Seite entstanden, auf der die Comic-Sammlungen in wissenschaftlichen Bibliotheken kartiert sind. Die BiblioCon-Aktivitäten 2025 in Bremen mit einem Schwerpunkt auf digitaler Infrastruktur und die jetzigen Einreichungen für die BiblioCon 2026 in Berlin belegen das konstante Interesse aus den Sammlungen, die Themenfelder in die bibliothekarische Öffentlichkeit zu tragen. Für die Kommunikation im Netzwerk wurden verschiedene Kanäle diskutiert, aber aufgrund der Ressourcenknappheit als nicht realistisch durchführbar verworfen. Dass wir nun die Möglichkeit haben, über die Webseite der ComFor zu senden, ist das logisches Ergebnis der bisherigen Diskussionen: Als sammelnde Einrichtungen sind wir nur so relevant, wie wir der Forschung zuarbeiten können – und dafür müssen wir im Austausch sein.
Die zukünftige Arbeit findet weiterhin in Form von virtuellen Treffen statt. Die bestehende Arbeitsgruppe freut sich immer über neue Teilnehmende und am Gegenstand Interessierte und lädt hiermit zur Mitarbeit über sammlungs-netzwerk@comicgesellschaft ein!
Beteiligte Rundgespräch:
Sammelnde Einrichtungen:
Arbeitsstelle für Graphische Literatur
Bonner Online Bibliographie
Comic-Archiv, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main
Ibero-Amerikanisches Institut – Preußischer Kulturbesitz
Literaturarchiv Marbach
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen)
schauraum comic + cartoon Dortmund
Staatsbibliothek zu Berlin
Universitätsbibliothek Bielefeld
Universitätsbibliothek FU Berlin, Fachbibliothek Nordamerikastudien
Fachinformationsdienste:
Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Fachinformationsdienst Anglo-American-Culture
Fachinformationsdienst Asien/CrossAsia
Fachinformationsdienst für die Medien-, Kommunikations- und Filmwissenschaft
Forschungsinstitutionen:
AG Comicforschung in der Gesellschaft für Medienwissenschaften
Berliner Comic Kolloquium
Comicforschung am Rhein
Gesellschaft für Comicforschung
Redaktion Netzwerk (sammlungs-netzwerk@comicgesellschaft):
Dorothea Schuller, FID Anglo-American Culture, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (schuller@sub.uni-goettingen.de)
Felix Giesa, Comic-Archiv, Institut für Jugendbuchforschung, Goethe-Universität Frankfurt am Main (giesa@em.uni-frankfurt.de)
Gabriele Pendorf, Fachreferentin UB Bielefeld (gabriele.pendorf@uni-bielefeld.de)
Leonore Sell, FID Anglo-American Culture, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (sell@sub.uni-goettingen.de)
Markus Trapp, FID Romanistik, SUB Hamburg (markus.trapp@sub.uni-hamburg.de)
Matthias Harbeck, FID Sozial- und Kulturantrhopologie (matthias.harbeck@ub.hu-berlin.de)
Sophia Gloe, schauraum comic + cartoon (sgloe@stadtdo.de)
„Handbuch Comicforschung“ erschienen!
Christian A. Bachmann, Juliane Blank, Stephan Packard und Janina Wildfeuer (Hg.)
De Gruyter
2025
646 Seiten
ISBN 978-3-1106-2318-5
Ankündigungstext:
„In 37 Kapiteln präsentiert das Handbuch Comicforschung Überblicke und Zugänge zu den zentralen Konzepten, Traditionen, Methoden, aber auch Inhalten der wissenschaftlichen Arbeit über Comics, Graphic Novels, Manga und andere Formen sequenziellen graphischen Erzählens. Das junge, aber inzwischen dennoch etablierte transdisziplinäre Forschungsgebiet wird von renommierten Beiträger:innen erschlossen: in Kapiteln zur Comicforschung in verschiedenen akademischen Fächern, zu Traditionen der Kunstform in einer Vielzahl von Kulturen und Sprachen, zu methodischen Zugängen, besonderen Gegenständen und Perspektiven sowie zur Geschichte der Comics im wissenschaftlichen und im öffentlichen Diskurs werden Konzepte erklärt, Forschungsstände zusammengefasst und offene Fragen und Desiderata zur Diskussion gestellt.“
Mit Beiträgen in fünf breiten Sektionen zu Disziplinen, Ausgewählten Comictraditionen, Zugängen, Gegenständen und Perspektiven sowie Forschungs- und Vermittlungsgeschichte von u.a. Juliane Blank, Stephan Packard, Markus Engelns, Ulrike Preußer, Nina Eckhoff-Heindl, Lukas R.A. Wilde, Jörn Ahrens, Jochen Ecke, Brett Sterling, Marie Schröer, Jaqueline Bendt, Karen Struve, Renata Makarska, Marina Rauchenbacher, Katharina Serles, Johannes C.P. Babbe, Ole Frahm, Jan-Noël Thon, Daniel Stein, Barbara M. Eggert, Christine Gundermann, Dietrich Grünewald, Arno Meteling, Susanne Schwertfeger, Felix Giesa und Matthias Harbeck.
AUSLOBUNG DES MARTIN SCHÜWER-PUBLIKATIONSPREISES 2026
Call for Nominations:
Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung 2026
Förderpreis, ausgeschrieben von der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) sowie der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM)
Die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) loben für 2026 zum achten Mal den Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung aus. Der Preis wird seit 2019 jährlich verliehen. Er fördert Wissenschaftler_innen, die, unabhängig von ihrem Lebensalter, noch keine unbefristete akademische Anstellung innehaben. Mit der Auszeichnung herausragender Veröffentlichungen aus dem Bereich der interdisziplinären Comicforschung soll der Publikationspreis zur nachhaltigen Sichtbarmachung, Förderung und Vermittlung comicbezogener Forschungsarbeit beitragen.
Der Preis ist nach dem 2013 viel zu früh verstorbenen Anglisten und Comicforscher Martin Schüwer benannt. Seine vor 18 Jahren erschienene Dissertation Wie Comics erzählen (2008) hat Neuland für die narratologische Comicforschung erschlossen und ist zu einem Standardwerk der deutschsprachigen Comicforschung geworden. Mit dieser und seinen weiteren Arbeiten zu Comics sowie zur Didaktik der englischsprachigen Literatur hat Martin Schüwer Maßstäbe für die Exzellenz, die Zugänglichkeit und die Reichweite gesetzt, die Publikationen in unseren Fächern erreichen können. Als Comicforscher wie als Mensch zeichnete er sich durch seine interessierte und offene Art im Umgang mit anderen aus. Gemeinsam, im Austausch und im Abgleich mit anderen wollte er sein Fach weiterbringen. Diesen Zielen widmen wir den Preis in seinem Namen.
Einreichung und Nominierungen:
Zur Nominierung angenommen werden bereits publizierte Beiträge von Artikel- oder Kapitellänge. Sie können als Artikel in Sammelbänden oder Zeitschriften, als Kapitel in längeren Monografien, aber auch als Essays und andere Textformen ähnlicher Länge erschienen sein. Die eingereichten bzw. nominierten Texte können von einem_einer oder mehreren Autor_innen verfasst worden sein. Alle Verfasser_innen dürfen zum Zeitpunkt der Nominierung noch keine unbefristete akademische Anstellung innehaben.
Beiträge, die für den Martin Schüwer-Preis 2026 nominiert werden, müssen zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 31. Dezember 2025 in deutscher oder englischer Sprache publiziert worden sein. Noch im Druck befindliche oder erst zur Publikation angenommene Texte können nicht berücksichtigt werden. Wiederholte Einreichungen sind nicht möglich. Ebenfalls ausgeschlossen sind ganze Monografien und unveröffentlichte Qualifikationsschriften. Die Herausgeber_innenschaft von Sammelbänden oder Zeitschriftenausgaben ist nicht nominierungsfähig, wohl aber einzelne Beiträge in diesen Sammlungen.
Die Nominierung umfasst den nominierten Text und eine kurze Begründung (300–500 Wörter). Selbstnominierungen sind möglich und sehr erwünscht, die Jury möchte aber auch besonders zu Fremdnominierungen beeindruckender Texte aufrufen. Deadline für alle Einreichungen ist der 30. April 2026. Bitte senden Sie Ihre Nominierungen als ein vollständiges PDF an schuewer-preis@comicgesellschaft.de.
Preis und Preisvergabe:
Die offizielle Verkündung des_der Preisträger_in erfolgt im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (online; noch nicht bekanntgegeben). Die Preisverleihung mit einem eingeladenen Vortrag des_der Preisträger_in findet im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung (30.09.–02.10.2026, Justus-Liebig-Universität Gießen) statt. Der_die Preisträger_in erhält außerdem die auf 700 € dotierte Preissumme, zahlt ein Jahr lang keinen Mitgliedsbeitrag bei der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) und wird zum Ehrenmitglied der ComFor auf Lebenszeit.
„Comics in Bildungskontexten“ erschienen!
Comics in Bildungskontexten:
Entwicklungen, Diskurse, Praxis
Sylvia Kesper-Biermann und Anna Strunk (Hg.)
Klinkhardt Verlag
2025
148 Seiten
Open Access
ISBN 978-3-7815-2746-1
Ankündigungstext:
„Der Band gibt neue Einblicke in die historische und aktuelle Rolle von Comics in Bildungskontexten, insbesondere in die vielschichtigen Ansätze, die in Forschung, (Hochschul-)Lehre und künstlerischer Praxis verfolgt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Entwicklungen von der Vorgeschichte bis zum 21. Jahrhundert, den damit verbundenen (pädagogischen) Diskursen sowie verschiedenen Ebenen der Praxis einschließlich des Erstellens eigener Comics und deren Einsatz in unterschiedlichen Bildungssettings. Die Beiträge beleuchten das Bildungsmedium Comic aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und können somit als Auftakt für eine bildungshistorische und erziehungswissenschaftliche Auseinandersetzung dienen, die über die konkrete (fach-)didaktische Anwendung des Mediums hinausgeht und Impulse für weiterführende Forschungen liefert.“
Beiträge:
Sylvia Kesper-Biermann und Anna Strunk:
Comics in Bildungskontexten: Entwicklungen, Diskurse, Praxis. Zur Einführung
Ingrid Lohmann:
Zur Vorgeschichte von Comics als Bildungsmedien
Anna Strunk:
„Kulturpessimisten“ gegen „Micky Maus-Fortschrittsgläubige“? Der Wandel der Debatte um Comics als Bildungsmedien in der Zeitschrift Jugendschriften-Warte in den 1970er Jahren
Sylvia Kesper-Biermann:
Aufklärung mit „pädagogischem Touch“. Friedrich Karl Waechters Anti-Struwwelpeter
Tilman Grammes:
Marion unterwegs. Ein entwicklungspolitischer Lehrcomic im Gesellschaftslehreunterricht (1979) zwischen direktem Ansatz und Reflexion visueller Kommunikation
Heike Elisabeth Jüngst:
Die Quer-Comics: Die 1980er und ihre Ideale
Eva Matthes und Ann-Kathrin Mehwald:
Comics in didaktischen Kontexten – notwendige Unterscheidungen
Yvonne Al-Taie und Susanne Schwertfeger:
Multimediales Erzählen in einer Welt der Krisen. Comics in der antisemitismus- und rassismuskritischen sowie diversitätssensiblen Hochschullehre
Jens Natter:
Über die Gestaltung von Historiencomics anhand des Beispiels
CfP 21. ComFor-Jahrestagung 2026 in Gießen: „Figuren und Figurationen des Heroischen im Comic“
Monitor 80: Neue Publikationen
Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen aus den letzten 6 Monaten vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten. Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de.
→ Zu früheren Monitoren.
Latinx Comics Studies: Critical and Creative Crossings
Fernanda Díaz-Basteris, Maite Urcaregui (Hgs.)
Rutgers University Press
April 2025
Verlagsseite
„Latinx Comics Studies: Critical and Creative Crossings offers an intersectional and interdisciplinary approach to analyzing Latinx studies and comics studies. The book draws together groundbreaking critical essays, practical pedagogical reflections, and original and republished short comics. The works in this collection discuss the construction of national identity and memory, undocumented narratives, Indigenous and Afro-Latinx experiences, multiracial and multilingual identities, transnational and diasporic connections, natural disasters and unnatural colonial violence, feminist and queer interventions, Latinx futurities, and more. Together, the critical and creative works in this collection begin to map out the emerging and evolving field of Latinx comics studies and to envision what might be possible in and through Latinx comics.
This collection moves beyond simply cataloguing and celebrating Latinx representation within comics. It examines how comics by, for, and about Latinx peoples creatively and conceptually experiment with the very boundaries of “Latinx” and portray the diverse lived experiences therein.“
Comics and Women’s Mental Health: Five Stories
Palgrave Studies in Comics and Graphic Novels
Jeanne-Marie Viljoen
Palgrave Macmillan
September 2025
Verlagsseite
„This book discusses five recent, hand-drawn, comics memoirs of women’s mental health experiences, not easily captured in words alone. It deals with a range of mental health experiences that are not simply diagnoseable mental disorders, and do not always stem from visible physical conditions (heavy feelings, loneliness, postpartum depression, grief, schizophrenia and suicide). Yet, by also considering the formal qualities of these stories, it is able to focus on embodied aspects of experience, inflecting these with perspectives from a range of women of various ages, sexualities, genders, races and cultures. This book demonstrates how comics are an effective, interdisciplinary means of communicating women’s mental health and wellbeing.“
Comics of the Anthropocene: Graphic Narrative at the End of Nature
José Alaniz
University Press of Mississippi
Juni 2025
Verlagsseite
„Since the first Earth Day in 1970, how have US comics artists depicted the human-caused destruction of the natural world? How do these representations manifest in different genres of comics like superheroes, biography, underground comix, and journalism? What resources unique to the comics medium do they bring to their tasks? How do these works resonate with the ethical and environmental issues raised by global conversations about the anthropogenic sixth mass extinction and climate change? How have comics mourned the loss of nature over the last five decades? Are comics “ecological objects,” in philosopher Timothy Morton’s parlance?
Weaving together insights from comics studies, environmental humanities, critical animal studies, and affect studies to answer these questions, Comics of the Anthropocene: Graphic Narrative at the End of Nature explores the representation of animals, pollution, mass extinctions, and climate change in the Anthropocene Era, our current geological age of human-induced environmental transformation around the globe.
Artists and works examined in Comics of the Anthropocene include R. Crumb, Don McGregor et al.’s Black Panther, Jack Kirby’s Kamandi: The Last Boy on Earth, the comics of the Pacific Northwest, and Stephen Murphy and Michael Zulli’s landmark alternative series The Puma Blues. This book breaks new ground in confronting our most daunting modern crisis through a discussion of how graphic narrative has uniquely addressed the ecology issue.“
La bande dessinée pluriculturelle et plurilingue: Sprachwissenschaftliche, fachdidaktische und kulturwissenschaftliche Perspektiven
Anke Grutschus, Karoline Heyder, Beate Kern, Marie Schröer (Hgs.)
Ch. A. Bachmann
September 2025
Verlagsseite
„Der Band versammelt sprach- und kulturwissenschaftliche wie fremdsprachendidaktische Perspektiven auf mehrsprachige und plurikulturelle Comics.
L’ouvrage rassemble des perspectives sur la bande dessinée plurilingue et pluriculturelle provenant de la linguistique, des sciences culturelles ainsi que de la didactique des langues étrangères.“
Back to Black: Jules Feiffer’s Noir Trilogy
Critical Graphics
Fabrice Leroy
Rutgers University Press
Mai 2025
Verlagsseite
„The legendary American cartoonist and author Jules Feiffer has enjoyed a long and varied career, working on everything from illustrating The Phantom Tollbooth to writing the screenplay for the film Popeye. But some of his most innovative work came very late in his career, with a trio of graphic novels he composed in his eighties: Kill My Mother (2014), Cousin Joseph (2016), and The Ghost Script (2018).
Back to Black provides the first full-length critical analysis of this trilogy, exploring how it pays homage to the iconography and themes of film noir through constant graphic experimentation and a striking reinvention of Feiffer’s distinctive style. Fabrice Leroy shows how Feiffer deftly alternates between dramatic and satirical tones as he plays with the conventions of noir to provide a caustic yet moving commentary on mid-twentieth-century American life. Through close readings of each novel in the trilogy, he examines Feiffer’s singular depiction of the central political issues in the United States from the Great Depression to the 1950s, which still resonate today: unionization struggles, cinematic propaganda, McCarthyism, the American Dream, immigration, antisemitism, civil rights, and gender discrimination. Placing the noir trilogy into the context of Feiffer’s long career, Back to Black demonstrates how he offers a loving pastiche of the genre without losing his unique voice or critical edge.“
Chester Brown
Biographix
Frederik Byrn Køhlert
University Press of Mississippi
März 2025
Verlagsseite
„Best known for his alternative comics, Chester Brown (b. 1960) is one of the most acclaimed and influential cartoonists of the last half century. This first biography provides a critical account of Brown’s life and career, highlighting his role in the evolving comics landscape and tracing his journey from self-publishing minicomics on the streets of Toronto to creating award-winning graphic novels.
Characterized by often minimalist art and unconventional themes, comics such as Yummy Fur, Ed the Happy Clown, I Never Liked You, Louis Riel, and Paying for It have consistently pushed boundaries and confronted taboos. Chester Brown offers unique insight into Brown’s creative process as well the scope of his work and its larger cultural contexts. Organized chronologically, the book provides a full account of the artist’s career, beginning with his failed attempts to break into superhero comics and ending with discussions of his most recent work, in which he blends autobiography with political views on sex work and religion.
The book also examines Brown’s extensive authorial revisions and considers how he has deployed both these and an increasingly voluminous amount of paratextual material in the service of creating a highly distinctive authorial persona that in turn cannot help but influence how we encounter and read his work. Chester Brown pulls back the curtain on this pioneering artist and emphasizes the inseparability of Brown’s art and life, including the myriad ways they have informed each other across the last four decades of comics history.“
Comics des Mittelalters – Mittelaltercomics: Vom Spruchband zur Sprechblase
Populäres Mittelalter
Marion Darilek, Matthias Däumer (Hgs.)
Transcript
Mai 2025
Verlagsseite
„Comics sind ein zentrales Medium der Mittelalterrezeption – aber auch mittelalterliche Artefakte weisen bereits comicartige Strukturen auf. Während Comics in der Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte längst etabliert sind, fehlt es bislang an mediävistischen Studien, die Mittelalter und Mittelalterrezeption zusammendenken. Ausgehend von der historisch offenen Definition des Comics als ›sequenzielle Kunst‹ analysieren die Beiträger*innen aus Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und -didaktik zum einen ›Comics des Mittelalters‹ und zum anderen ›Mittelaltercomics‹. Dabei zeigen sie, dass Bildgeschichten mehr sind als popularisierende Adaptionen des geschriebenen Wortes – vom Spruchband bis zur Sprechblase, für Forschende wie für Comic-Begeisterte.“
Comics Beyond Text and Image: On the Substance of Visual Narration
Routledge Advances in Comics Studies
Benjamin Fraser
Routledge
September 2025
Verlagsseite
„Comics Beyond Text and Image conceptualizes comics as “bodies,” exploring the substance and the many movements and expressions of comics first and foremost in terms of corporeality.
The book centers on the metaphor of the comics body as a way of opening up our understandings of what comics do. It begins from the position that narrative in comics is corporeal, expressed in and through the visual bodies into which the page can be divided analytically, and from the interaction of the human body with the comics body. Drawing on the philosophy of Baruch Spinoza, the author argues for the primary role of visual narration over textual narration, develops a theory of the comics text as a cohesive and variegated cartography, and shows how thought is expressed in the extensive space of the comics page. This theory is then applied in snapshots of individual comics works that each in their own way continue the philosophical discussions of embodiment.
This book moves beyond traditional modes of narration or narrative and will appeal to students and scholars of comics studies, as well as to those thinking about visual narrative more broadly, and to scholars of Spinoza and Deleuze.“
Comics and Catharsis: Exploring Graphic Narratives of Trauma and Healing
Jordan Tronsgard (Hg.)
University Press of Mississippi
August 2025
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„Comics and Catharsis: Exploring Graphic Narratives of Trauma and Healing explores the idea that trauma and healing hold an imbalance in many forms of literature—especially in the world of comics. Whether it be war-based, national, physical, or sexual trauma, this volume looks at a wide variety of trauma and the psychological pain and devastation that arise during and—crucially for the question of trauma narratives—following the events as the psychological (and often physical) wounds are processed.
Essayists in the collection engage with questions of how comics process trauma through depictions and receptions. Viewing trauma through the lens of comics such as Maus, Persepolis, and Fun Home, as well as works by comics writers who are little known or unknown outside their communities, contributors analyze how trauma is used in artistic style, writing, and overall storytelling. Together, the essays in Comics and Catharsis show how people who have suffered trauma often flock to these works to find a way to acknowledge and process their own suffering.“
The Political Imagination in Spanish Graphic Narrative
Routledge Advances in Comics Studies
Xavier Dapena, Joanne Britland (Hgs.)
Routledge
April 2025
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„In a spirit of community and collective action, this volume offers insights into the complexity of the political imagination and its cultural scope within Spanish graphic narrative through the lens of global political and social movements.
Developed during the critical years of the COVID-19 pandemic and global lockdown, the volume and its chapters reflect the interdisciplinary nature of the comic. They employ a cultural studies approach with different theoretical frameworks ranging from debates within comics studies, film and media theory, postcolonialism, feminism, economics, multimodality, aging, aesthetics, memory studies, food studies, and sound studies, among others. Scholars and students working in these areas will find the book to be an insightful and impactful resource.“
The Visionary Art of Franco-Belgian Comics, 1930s to 1960s
Studies in European Comics and Graphic Novels
Hugo Frey, Maaheen Ahmed (Hgs.)
Leuven University Press
September 2025
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„Exhibition catalogue ‘Visionary Comics: The collection of Alain Van Passen’, Comic Art Museum – Brussels, 16.09.25 – 07.12.25
Hidden within the millions of panels and magazine pages collected by Alain Van Passen, a devoted Belgian comics collector active from the earliest days of the comics clubs, lies a long-forgotten history of vibrant, surrealist, and even ‘visionary’ images. His pristine collection, built over decades of searching and exchanging comics, offers unprecedented insight into the diverse trajectories of twentieth-century popular publishing. Focusing on comics magazines published between 1935 and 1965, this catalogue reveals a ‘lost world’ of French and Belgian comics, as well as the translations and reworkings of American, British and Italian strips. Ten concise and colourful chapters introduce readers to the zany and fascinating pages and panels across genres such as humour, science fiction, history and adventure. Shedding light on often-forgotten or little-known artists, this volume traces a counter-history of French-language comics. Richly illustrated with largely unseen material, it offers the reader an introduction to the visionary art of French-language comics.“


