Ankündigungen

Comic Invasion Berlin und GINCO Preisverleihung

Termin:
28.11.2020 - 29.11.2020

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Anfang Oktober wurde die Shortlist für den zweiten inklusiven Comicpreis der deutschen Independent Szene (GINCO) veröffentlicht.

Die Preisverleihung wird am Sonntag, den 29.11.2020, um 16 Uhr CET stattfinden und auf YouTube übertragen werden. Aufgrund der aktuellen COVID-19 Lage musste die Verleihung leider von der Comic Invasion Berlin (CiB) in den digitalen Raum verlegt werden. Ausgezeichnet werden der beste Kurzcomic, der beste Langcomic, der beste fortlaufende Comic, sowie der beste Nonfiction Comic.

Die Comic Invasion Berlin selbst benennt sich heuer inoffiziell aus bekanntem Anlass kurzerhand auf ComicSTREAMvasion um: Da das #CIB20 Festival nicht mit Publikum vor Ort zelebriert werden kann, wurde eine Reihe an Online-Events (Lesungen, Workshops, Vorträge, Mitmach-Aktionen) und Podcasts vorbereitet, welche alle gestreamt werden können.

Der Link zur GINCO-Preisverleihung wird kurz davor auf www.ginco-award.de und über Twitter bekannt gegeben. Weitere Informationen über den GINCO Award und die Organisator_innen finden Sie ebenfalls auf www.ginco-award.de.

Weitere Informationen über die CiB und die digitalen Inhalte der des #CIB20 Festivals finden Sie auf www.comicinvasion.de.

GINCO Award 2020: Shortlist der Nominierten

Das Warten hat ein Ende: Das Preiskomitee des GINCO Awards, des Inklusiven Deutschen Comicpreises der Independent Szene, hat die Shortlist der Nominierten veröffentlich. Die Verkündung der Gewinner_innen wird digital während der Comic Invasion Berlin, die am 28. und 29. November stattfindet, erfolgen. Nähere Informationen zum genauen Ablauf folgen in Kürze. Weitere Informationen gibt es auf der Website des GINCO. Wir gratulieren herzlich allen Nominierten für ihre herausragenden Comics und warten gespannt auf das Finale!

Die Nominierten in den jeweiligen Kategorien sind:

Bester Kurzcomic

  • Auf und Ab von Anna Backhausen (Eigenverlag)
  • Birdie und Camille von Marthe Viehmann (Eigenverlag)
  • Fungirl von Elizabeth Pich (Eigenverlag)
  • 9.9.1999 und danach von Franz Suess (erschienen in Murmel Comics Nr. 50, Eigenverlag)
  • Steinsammler von Jolanda Obleser (Eigenverlag)
  • Zu Hause von Ilka Flanze (Eigenverlag)

Bester Langcomic

  • Adventure Huhn von Franziska Ruflair (Avant-Verlag)
  • Jein von Büke Schwarz (Jaja Verlag)
  • Spinnenwald von Sascha Hommer (Reprodukt)
  • Sumpfland von moki (Reprodukt)
  • Zur Sonne von Matthias Lehmann, Sascha Herrmann, Nina Hoffmann und Katja Klengel (Eigenverlag)

Bester fortlaufender Comic

  • Bound – The Contract von Anne Pätzke (Eigenverlag)
  • München 1945, Band 5 von Sabrina Schmatz (Schwarzer Turm)
  • Obscurus, Band 1: Schlafender Hund von Giske Großlaub (Schwarzer Turm)
  • Sturm ist erst, Band 1 von Mandy Jensen (Eigenverlag)
  • Within von Verena Loisel (Eigenverlag)
  • Woraufhin ich einen Zeitreisenden traf – Zweiter Zeil der Wüstentrilogie von Maximilian „Hillerkiller“ Hillerzeder und Lea „Slinga“ Wegner
    (Edition Kwimbi)

Bester Nonfiction Comic

  • Ahh… Das Gras auf der anderen Seite ist nicht immer grüner von Karina Tungari (Eigenverlag)
  • Betty Hill von Seda Demiriz (Jaja Verlag)
  • Der König der Vagabunden von Bea Davies und Patrick Spät (Avant-Verlag)
  • Milch ohne Honig von Hanna Harms (Eigenverlag)
  • Valentin von Jens Genehr (Golden Press)

Max und Moritz-Preisträger_innen 2020

Im Rahmen des Auftaktwochenendes des digitalen Comic-Salons fand am 10. Juli die Max und Moritz-Preisverleihung statt – dieses Jahr ausnahmsweise per Livestream. In insgesamt neun Kategorien wurden Preise für Comics, Autor_innen und Zeichner_innen vergeben. Wir gratulieren allen Preisträger_innen ganz herzlich!

Die Preisträger_innen der jeweiligen Kategorien:

Beste deutschsprachige Comic-Künstlerin:
Anna Haifisch
Bester deutschsprachiger Comic:
Der Umfall von Mikaël Ross
(avant-verlag)
Bester internationaler Comic:
Am liebsten mag ich Monster von Emil Ferris
Übersetzung: Torsten Hempelt
(Panini Comics)
Bester deutschsprachiger Comic-Strip:
Busengewunder. Meine feministischen Kolumnen von Lisa Frühbeis
(Carlsen)
Bester Comic für Kinder:
Manno! Alles genau so in echt passiert von Anke Kuhl
(Klett Kinderbuch)
Bestes deutschsprachiges Comic-Debüt
Wie gut, dass wir darüber geredet haben von Julia Bernhard
(avant-verlag)
Spezialpreis der Jury:
David Basler
Publikumspreis:
Schweres Geknitter von @kriegundfreitag
(Lappan)
Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk:
Anke Feuchtenberger

Roland Faelske-Preis 2020

Termin:
01.07.2020

Alle zwei Jahre vergibt die Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) der Universität Hamburg zusammen mit der Roland Faelske-Stiftung den „Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm“.

Nun geht der Preis im Jahre 2020 in die nächste, die inzwischen sechste Runde – noch bis zum 01.07.2020 können Abschlussarbeiten und Dissertationen zur Begutachtung eingereicht werden.

Die Vergaberichtlinien, Teilnahmebedingungen, Gewinner der letzten Jahre und weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Preises.

GINCO-Award 2020: Teilnahme bis zum 1. Juli

Termin:
01.07.2020

Der GINCO-Award für Independent-Comics geht dieses Jahr in die zweite Runde. Nachdem im letzten Jahr bereits eine Vielzahl von Comickünstler_innen mit dem Preis ausgezeichnet wurde, ist es dieses Jahr noch bis zum 1. Juli möglich, Arbeiten einzureichen.

Teilnahmebedingungen:

  • Digitale Einreichung
  • Indie-Künstler*innen
  • Veröffentlichung zwischen 1.1.2019 und 31.12.2019 (bei Webcomics betreffender Abschnitt in dem Zeitraum)
  • visuelle Erzählung (Comic, Bilderbuch, animierter Comic, Zine, etc.)
  • gedruckt oder online veröffentlicht
  • Indie- oder Self-Publishing, auch Projekte von Vereinen oder Netzwerken
  • Sprache: Deutsch oder Englisch (bei anderen Sprachen mit entsprechender Übersetzung, z.B. per Untertitel)
  • Datei muss RGB-formatiert sein (kein Druck-PDF)

Weitere Informationen sowie das Teilnahmeformular finden sich auf der Seite des Preises.

Mission Statement der Organisator_innen:
„Comics* gehören zu den zugänglichsten visuellen Medien überhaupt. Zu ihrer Produktion wird kein großes Kapital benötigt. Digitale Publikationswege stehen heute beinahe allen offen, als Einstieg, Ergänzung, oder gar Alternative zur Verlagspublikation.
Dadurch sind Comics im fortwährenden und dynamischen Wandel. Sie verschieben ästhetische und formale Grenzen, zwischen Texten und Bildern, zwischen Medien und Genres, zwischen dem Populären und dem Alternativen.
Unabhängige Zeichner*innen, Texter*innen und Nachwuchskünstler*innen finden so im Independent Bereich (Web/Eigenverlag/Kleinstverlag) viele Möglichkeiten, sich kreativ zu betätigen. Auf diese Weise bereichern Indie-Comics die deutsche Comiclandschaft um neue und diversere Geschichten, Themen und Perspektiven und halten sie so aktuell, relevant und nahbar.
Dafür verdienen diese Comicschaffenden Anerkennung und Unterstützung der gesamten Szene – finanziell, symbolisch, öffentlich. Der GINCO-Award möchte dazu beitragen und Indie-Comics inklusiv, transparent und öffentlichkeitswirksam würdigen, als Ergänzung und Erweiterung bestehender deutscher Comic-Auszeichnungen und -Strukturen.
Vor allem Künstler*innen aus marginalisierten Gruppen sehen wir als wichtige Zielgruppe an, da sie sich in etablierten Systemen oft nicht wiederfinden bzw. wenig Beachtung erlangen. Genauso soll die Arbeit unabhängiger und kleiner Verlage gewürdigt werden, da sie Marginalisierten oft als erstes Sprungbrett in die öffentliche Wahrnehmung dienen.
Die Organisation des GINCO-Award setzt auf flexible, unbürokratische Strukturen und wird sich und den Preis stets weiterentwickeln. Dies kann die Preiskategorien, die Jury, die Art des Preises oder den Ort der Preisverleihung betreffen.
Der GINCO-Award ist ein unabhängiger Preis, der durch einen non-profit Zusammenschluss unterschiedlicher Akteur*innen der Comic-Szene organisiert wird.“

Wir wünschen allen Teilnehmer_innen viel Erfolg!

 

Comics und Corona

Momentan geht es Schlag auf Schlag: COVID-19 hält die Welt in Bann, Schulen und Universitäten schränken Präsenzphasen ein – oder schließen auf Zeit – und Veranstaltungen werden abgesagt. Dass die Pandemie auch vor Comics nicht halt macht, zeigt sich etwa an dem vor zwei Wochen hier angekündigten NEXTCOMIC-Festival in Österreich: Keine der damit verbundenen Veranstaltungen (Eröffnung, Symposium, die Ausstellung „Von der Rolle“, sowie der Suuuper-Sonntag) kann aufgrund des jüngsten Erlasses der österreichischen Bundesregierung stattfinden (Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmer_innen sind vorerst bis Anfang April untersagt); lediglich der Ausstellungsbetrieb wird auf Sparflamme aufrecht erhalten. Laufende Infos sind auf der Veranstaltungsseite zu finden.
Österreich ist damit nicht allein, weltweit werden etwa Comic Cons wie die Emerald City Comic Con in Seattle/WA verschoben, oder wie die Manga-Comic-Con in Leipzig abgesagt.

Wir möchten diese wenig erfreulichen, wenngleich notwendigen Entwicklungen an dieser Stelle mit einem kleinen Bildungsauftrag  (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) verbinden und auf überraschende und weniger überraschende Verbindungen von ‚Comics und Corona‘ hinweisen:

Vor wenigen Tagen hat Jason Li, ein in Hong Kong lebender Cartoonist, vor allem Comics aus Asien rund um den Corona-Virus, Zärtlichkeiten in Zeiten der Gesichtsmaske, den Umgang mit begrenzten Ressourcen sowie Kritik am Gesundheitssystem gesammelt und hier kommentiert.

Andere Comics, wie jener der US-amerikanischen Illustratorin Malaka Gharib, richten sich als Aufklärungs-/Sachcomics z. B. an Kinder, versuchen Symptome zu erklären und Handlungsanweisungen – etwa zum richtigen Händewaschen – zu geben. Der Comic ist hier zu finden.

Unter dem Projekttitel „Comics for good“ veröffentlicht Weiman Kow wöchentlich gratis Infocomics rund um COVID-19, Übersetzer_innen sind eingeladen , die Künstlerin via Mail zu kontaktieren – eine deutsche Übersetzung steht z. B. noch aus.

Und nicht zuletzt hätte die aufmerksame Lektüre der französischen Originalversion oder englischen Übersetzung von Jean-Yves Ferris und Didier Conrads „Asterix in Italien“ aus 2017 vielleicht die Widerstandsfähigkeit des Coronavirus vorausgesagt. Dort feuern Zuseher_innen lautstark den skrupellosen Wagenlenker „Coronavirus“ an – wie dieser Tweet zeigt.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund, achten Sie auf Ihre Mitmenschen und verlegen Sie Comic-Lektüren bzw. -Diskussionen nach Möglichkeit in Privat- oder virtuelle Räume.

CoMon in Wien

Termin:
23.03.2020 18:00

Seit 2019 veranstaltet die Österreichische Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung (OeGeC) regelmäßige montägliche Diskussionsveranstaltungen (sogenannte „ComicMondays“ oder „CoMons“) mit Akteur_innen aus der österreichischen Comic-Szene.
Der nächste CoMon am 23. 3. 2020 wird u. a. auf das Linzer NEXTCOMIC-Festival, sowie das Symposium „Ran an die Wand, rein in die Vitrine?!“ zurückblicken (die ComFor-Redaktion hat letzte Woche darauf hingewiesen) und richtet den Fokus damit erstmals auf Comic-Veranstaltungen über Wien hinaus.
Gäste sind ComFor-Mitglied und Co-Organisatorin des Symposiums Barbara Margarethe Eggert (Kunstuniversität Linz) und Leiter des NEXTCOMIC-Festivals Gottfried Gusenbauer (Karikaturenmuseum Krems).
Um Anmeldung an vorstand[at]oegec.com wird gebeten.

Deadline: Nominierungen für die Comics Studies Society Prizes

Termin:
15.03.2020

Noch bis zum 15. März 2020 können Fremd- und Selbstnominierungen für die Preise der Comics Studies Society (CSS) eingereicht werden. Erstmalig in diesem Jahr werden fünf Preise verliehen: der CSS Article Prize, der Hillary Chute Award for Best Graduate Student Conference Presentation, der Gilbert Seldes Prize for Public Scholarship, der Charles Hatfield Book Prize sowie erstmalig der CSS Prize for Edited Book Collections.

Ankündigungstext

„Nominations for the CSS prizes may be historical, biographical, critical, analytical, pedagogical, and/or bibliographical in focus.
Nominations should draw on original research, acknowledge and advance existing scholarship where relevant, and include appropriate documentation.
Reprints of or excerpts from previously published works are not eligible for prizes.
[…]
Judging and awarding process: Nominees for each prize will be reviewed by a committee of not less than three members of the Comics Studies Society, as chosen by the CSS Executive Board, including the Awards Coordinator or their designee. Prize winners will be notified by June 15th, and announcements will be published on the CSS website and in Inks: The Journal of the Comics Studies Society.“

Verliehen werden die Preise auf der dritten Jahreskonferenz der Comics Studies Society vom 5. bis 8. August 2020 an der Henderson State University in Arkansas.

Nominierungen können an die Koordinatorin der CSS-Preise, Biz Nijdam [awards@comicssociety.org], gesendet werden.  Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Comics Studies Society.

Deadline: Bewerbung zum Comic-Seminar Erlangen (29.2.2020)

Termin:
29.02.2020

Für diejenigen Leser_innen, die nicht nur comicforschend, sondern vor allem selbst comicschaffend tätig sein wollen, bietet sich noch bis zum 29.02. die Möglichkeit, sich für das Comic-Seminar Erlangen zu bewerben. Das sechstägige Seminar findet vom 4. bis 10. Juni statt; die diesjährigen Dozent_innen sind Isabel Kreitz, Thomas von Kummant und Ralf König.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Seminars.