Ankündigungen

16. Comicfestival Hamburg

Termin:
30.09.2022 - 02.10.2022

Am 30 September startet das Comicfestival Hamburgin unter dem Motto „Vielfalt!“ die 16. Runde und bietet im Programm Aus­stel­lun­gen, Work­shops, Le­sun­gen, Mes­se, Kinderprogramm und mehr. Eingeladen sind lokale und internationale Stars und Newcomer,  darunter Catherine Meurisse, Nygel Panasco (FR), Alice Socal (IT), Aisha Franz (Berlin), Marijpol (Hamburg), Luka Lenzin (Hamburg), Nino Bulling (Berlin) und viele weitere hochkarätige Comiczeichner:innen. Die sehr unterschiedlichen Werke präsentieren vielfältige Perspektiven und Standpunkte zu Identität, Gender, Feminismus und alternativen Beziehungs- und Familienkonzepten. Auch dieses Jahr werden wieder geführte Spaziergänge angeboten, bei denen interessierte Besucher:innen zwei Stunden lang durch St. Pauli, das Karoviertel und die Neustadt geführt werden.

Die renommierte französische Comickünstlerin Catherine Meurisse ist der Stargast des heurigen Festivals. Sie wird vor Ort sein und ihr neuestes Werk „Nami und das Meer“ vorstellen, das diesen Herbst bei Carlsen erstmals auf Deutsch erscheint. Ihre Vernissage im MOM Art Space wird das Comicfestival Hamburg 2022 eröffnen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Programm zum Download finden Sie hier.

Konferenzankündigung: „Comics Strike Back: Digital Comics, Digital Audiences, Digital Practices“

Termin:
12.07.2022 - 14.07.2022

Vom 12. bis zum 14. Juli findet online und vor Ort an der Universität Gent die Konferenz „Comics Strike Back: Digital Comics, Digital Audiences, Digital Practices“ statt.

ComFor-Mitglied Lukas Wilde hält am ersten Konferenztag die  Keynote mit dem Titel „Digital Comics and Media Aesthetics: From Transmedia Forms to Hypermedia and Intermedia“  halten. Ein weiterer Vortrag eines ComFor-Mitglieds kommt von Giorgio Busi Rizzi, welcher auch einer der Veranstalter_innen ist. Er spricht gleich am ersten Tag im ersten Panel über „New forms and reading protocols: for a genealogy of digital comics“.  Benoît Crucifix, der letztjährige Schüwer-Preisträger und ebenfalls ComFor-Mitglied, wird am zweiten Konferenztag zu „Poorly Drawn: Graphic Incompetence as Aesthetic Virtue in Digital Comics“ vortragen.

Hier ein Auszug des Programms:

Day 1. Digital forms: aesthetics and archaelogy

9:30-9:45 Welcome
Prof. Maaheen Ahmed (Universiteit Gent)

9:45-10:00 Presentation of the conference
Giorgio Busi Rizzi (Universiteit Gent), Lorenzo Di Paola (Università di Messina), Nicoletta Mandolini (Universidade do Minho)

10.00-11:00 Keynote 1. Lukas R.A. Wilde
Prof. Lukas R.A. Wilde (Universität Tübingen): Digital Comics and Media Aesthetics: From Transmedia Forms to Hypermedia and Intermedia – ON CAMPUS

11.00-11.30 Longer coffee break

11:30-13:00 Panel 1. Archaeology of digital comics
Giorgio Busi Rizzi (Universiteit Gent) – Lorenzo Di Paola (Università di Messina): New forms and reading protocols: for a genealogy of digital comics – ON CAMPUS

Day 2. Digital practices and activism

16:45-17:45 Panel 3. Unconventional practices in underground digital comics
Benoît Crucifix (Universiteit Gent): Poorly Drawn: Graphic Incompetence as Aesthetic Virtue in Digital Comics – ON CAMPUS

 

Die Teilnahme ist sowohl online als auch vor Ort möglich. Die Konferenzgebühr beträgt €120 bzw. €60 für PhD Student_innen und Independent Scholars. Die Teilnahme an den Keynote Vorträgen ist gratis.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

Das volle Programm zum Download finden Sie hier.

Eine Anmeldung ist über E-Mail unter Angabe des Names und der Institution möglich.

GINCO-Award und Max und Moritz-Preis 2022

Am Wochenende wurden auf dem Erlangener Comic-Salon gleich zwei Comic-Preise verliehen: Am Freitag, dem 17. Juni 2022, fand die Gala zur Verleihung des renommierten Max und Moritz-Preis statt, mit dem nun schon seit 1984 herausragende Autor*innen und Zeichner*innen grafischer Literatur geehrt werden. Am Samstag, dem 18. Juni 2022, wurde der GINCO-Award verliehen, der Inklusive Deutsche Comicpreis der Independent-Szene, der zwar in seinem vierten Jahrgang noch vergleichsweise jung ist, durch seinen spezifischen Fokus auf Independent-Comics und Comicschaffende jedoch ebenso spannende Einblicke in die Comicszene in all ihrer Vielfalt bietet. Wir gratulieren herzlich allen Preisträger*innen!

Ausgezeichnet wurden in den folgenden Kategorien:

Max und Moritz-Preis 2022
→ weitere Informationen und Laudationes hier

Beste deutschsprachige Comic-Künstlerin: Birgit Weyhe
Bester deutschsprachiger Comic: Work-Life-Balance von Aisha Franz (Reprodukt)
Bester internationaler Comic: Dragman von Steven Appleby, Übersetzung: Ruth Keen (Schaltzeit Verlag)
Bester Sachcomic: Im Spiegelsaal von Liv Strömquist, Übersetzung: Katharina Erben (avant-verlag)
Bester Comic für Kinder: Trip mit Tropf von Josephine Mark (Kibitz Verlag)
Bestes deutschsprachiges Comic-Debüt 1: Melek + ich von Lina Ehrentraut (Edition Moderne)
Bestes deutschsprachiges Comic-Debüt 2: Pfostenloch von Daniela Heller (Kunsthochschule Kassel / avant-verlag)
Bestes deutschsprachiges Comic-Debüt 3: Who’s the Scatman? von Jeff Chi (Zwerchfell)
Publikumspreis: Lisa und Lio von Daniela Schreiter (Panini Comics)
Spezialpreis der Jury: Alexander Braun
Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk: Naoki Urasawa

 

GINCO-Award 2022
→ weitere Informationen und Laudationes hier

Bester Webcomic: Der Zeitraum/ A fraction of Time von Lisa Frühbeis (Link)
Bester Printcomic: Vasja, dein Opa von Anna Rakhmanko & Mikkel Sommer (Link)
Bester Kinder- und Jugendcomic: Das Ungeheuer von Lake Oddleigh von Tor Freeman, übersetzt von Dominik Merscheid (Link)
Bester Comic im Selbstverlag: Warnebi von Wiebke Bolduan (Link)
Herzenscomic*: Zack! von Volker Schmitt und Màriam Ben-Arab
Herzenscomic*: Fürchtetal von Christine Färber & Markus Färber
Herzenscomic*: Das Gute am Ende des Tages von Greta von Richthofen
*Die Herzenscomics sind Favoriten der einzelnen Komitee-Mitglieder

20. Internationaler Comic-Salon Erlangen

Vom 16. bis zum 19. Juni findet heuer der 20. Internationale Comic-Salon Erlangen live vor Ort statt. Im Rahmen einer Bühnenshow mit Lara Keilbart wird am Samstag, dem 18. Juni von 20:00-21:00 Uhr der GINCO-Award 2022 vergeben, das breit aufgestellte Programm bietet aber auch sonst eine beeindruckende Fülle an Events, von Ausstellungen über Signierstunden bei Künstler_innen bis zu Panelvorträgen. Bei letzterem Programmpunkt ist auch die ComFor durch etliche Mitglieder stark vertreten:

Freitag, 17. Juni 2022

11:00 Dr. Daniela Kaufmann (Graz): Das kleine Schwarze. Wedekind, Mahler und die nackte Ikone einer Zeit

11:30 Prof. Dr. Jörn Ahrens (Gießen): Das historische Geschlecht. François Bourgeons Reisende im Wind

12:00 Mag. Ilona Stütz (Steyr): Töchter und andere Familienangelegenheiten

Samstag, 18. Juni 2022

11:00 Dr. Barbara Eggert (Linz): Over my dead body? Selbstverkörperung als gendersensiblisierendes Reflexionstool in Comicanalyse und Comicproduktion

11:30 Hanspeter Reiter (Landsberg/Lech): Prämoderner Feminismus in Superhelden-Comics

12:00 Dr. Yun-Jou Chen (Mainz): „Sie“ in der Demokratisierung Taiwans: Comiczeichnerin Lao Qiong (1953-2008) und ihr Comic Sie (1990)

15:00 – 17:00 Kooperationspanel der AG Comicforschung und OeGeCe zu Vorbilderinnen im Fokus queer-feministischer Comicforschungin den Räumlichkeiten der Ausstellung: „In insgesamt acht Impulsvorträgen werden Mitglieder der AG und OeGeC ausgewählte Exponate verschiedener Comickünstlerinnen aus queer-feministischer Perspektive beleuchten und so interessierten Besucher*innen einen Einblick in aktuelle Fragen und Ansätze der interdisziplinären Comicforschung geben.“

Sonntag, 19. Juni 2022

11:00 Helene Bongers, M.A. (Berlin): Die Selbstermächtigung der Dienerin – Agency im Kontext intersektionaler Diskriminierung in Moderne Olympia

11:30 Martin Frenzel, M.A. (Darmstadt): Frankreichs politisch-widerständige Comic-Frauen: Von Claire Bretécher bis Catherine Meurisse

Weitere Informationen zum Comic-Salon Erlangen 2022 finden Sie hier.

7. Comics Exchange „Filmische Comics | Comichafte Filme“

Termin:
20.05.2022 17:00 Uhr

Das Online-Diskussionsforum des 7. Comics-Exchange steht dieses Mal ganz im Zeichen der Korrelation von Comic und Film. Neben vier spannenden Präsentationen zu ausgewählten filmischen Comics bzw. comichaften Filmen, wird es am 20. Mai als besonderes Highlight auch ein Künstler_innengespräch mit Thomas von Kummant und Benjamin von Eckartsberg geben.

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

„Eine Nähe zwischen Comic und Film wird auch weitab von Verfilmungen (un)bekannter Comicstoffe (etwa im gegenwärtigen Superheld*innenkino), oder von Comicreihen zu erfolgreichen Streamingformaten (wie Stranger Things) beschworen. Diese Nähe betrifft Materialitäten des Zeichnens in Comics, Genrefragen, Zeichentrickfilme, VFX-Produktionen oder unterschiedliche Arten der Bewegungsdarstellung sowie das Verhältnis von Sequenzialität und Montage, Tableau und Splitscreens oder Comics und Storyboards.

Im siebten Comics-Exchange wollen wir Werke diskutieren, die sich diese Nähe auf kreative Weise zunutze machen, die Grenze zwischen Comic und Film verfließen lassen, und die das Filmische am Comic und das Comichafte am Film herausstellen.

Bei Comics-Exchange handelt es sich um ein digitales Diskussionsforum, das die AG Co­micforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) in Kooperation mit dem Berliner Comic-Kolloquium und der Österreichischen Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung (OeGeC) veranstaltet. Comics-Exchange ist eine Plattform, die an Co­mics interessierten Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Journalist*innen, Lehrenden, etc. einen (digitalen) Raum zum informellen Austausch und zur Vernetzung bieten soll.“

Anmeldungen zur Veranstaltung sind bis zum 15. Mai 2022 über E-Mail an Björn Hochschild und Véronique Sina möglich.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Alle Infos zu Comics-Exchange gibt es auch online unter: COMICS-EXCHANGE – AG Comicforschung | GfM

Veranstaltungsankündigung: „Comicexpansion“ im Literarischen Colloquium Berlin

Termin:
19.05.2022 - 20.05.2022

Comicexpansion ist ein Projekt des Deutschen Comicvereins und des Literarischen Colloquiums Berlin. Tagsüber findet die nicht-öffentliche Fachkonferenz zum Thema „Perspektiven für die Comickultur“ statt und an beiden Konferenztagen wird abends ein öffentliches Programm angeboten. Zu den öffentlichen Veranstaltungen gibt es auch einen Livestream. Der nicht-öffentliche Programmteil richtet sich an ein Fachpublikum, das sich in den unterschiedlichen Workshops diversen, comicbezüglichen Themen widmet.

Wegen begrenzter räumlicher Kapazitäten ist für das öffentliche Publikum für die Abendveranstaltungen eine Anmeldung über die Website des lcb erforderlich. Für das Fachpublikum wird für die Workshops eine verbindliche Anmeldung zu den Workshops über beide Tage (Donnerstag 19. und Freitag 20. Mai) bis 02.04.2022 per E-Mail benötigt.

Die Teilnahme an der Konferenz und an den öffentlichen Abendveranstaltungen ist kostenlos.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ringvorlesung „Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume“

Ab dem 4. April findet jeden Montag von 18:30 bis 20:00 die Ringvorlesung „Aktuelle Fragen der Comicforschung: Räume“ des Netzwerks Comicforschung am Rhein im Sommersemester 2022 statt.

Den Auftakt machte letzte Woche bereits ComFor-Mitglied Joachim Trinkwitz mit dem ersten Teil seiner Einführung zu „Der Raum des Comics“, welche er in der Osterwoche fortsetzte. Er kehrt am 30. Mai mit seinem Vortrag „Hellboys Höllenfahrt“ zur Ringvorlesung zurück. Im Lauf des Semesters wird es die Möglichkeit geben, auch zahlreiche weitere ComFor-Mitglieder in ‚digitaler Action‘ zu sehen:

Nina Eckhoff-Heindl setzt nach Ostern am 25. April mit „Raumerfahrung durch Comics. Eine phänomenologisch-hermeneutische Perspektive“ fort. Florian Trabert folgt am 9. Mai mit seinem Vortrag „Durchlöcherte Schwämme und verzweigte Pfade: Fraktale Räume bei Marc-Antoine Mathieu“. Stephan Packard trägt am 23. Mai zu „Heimische Fetische, fremde Schlösser: Held_inenreisen im Abenteuercomic“ vor. Christine Gundermann wird am 27. Juni ihren Vortrag „Comics in Gedenkstätten – Neue Zugänge zur europäischen Gewaltgeschichte“ zur Ringvorlesung beitragen.

Die Anmeldung erfolgt unter comicforschung-rhein@uni-koeln.de; der Link zur Veranstaltung wird per E-Mail zugeschickt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Online-Workshop „Abstraktion im Comic“

Termin:
22.04.2022 - 23.04.2022

Am 22. und 23. April findet online der Workshop „Abstraktion im Comic“ des Netzwerks Comicforschung am Rhein, organisiert von ComFor-Mitgliedern Julia Ludewig und Stephan Packard, statt.

Unsere ComFor-Mitglieder Dietrich Grünewald („Abstrakte Comics: Eine Herausforderung imaginierend-deutender Rezeption) und Julia Ludewig („Gerhard Richters Comic Strop: ein eigen-artiger abstrakter Comic“) werden jeweils am Freitag, dem 22. April, eine Keynote Lecture geben, und ComFor-Mitglied Florian Trabert („Schwarzes Quadrat und weißbärtiger Mann: Nicolas Mahlers Comics im Spannungsfeld von Abstraktion und Gegenständlichkeit“) hält einen weiteren Vortrag am Samstag, dem 23. April. Am Samstag gibt es ebenfalls die Möglichkeit, an einem Werkstattgespräch mit der Comic-Künstlerin Almuth Ertl teilzunehmen.

Kostenlose Anmeldung an Clara Hense unter comicforschung-rhein@uni-koeln.de

Weitere Informationen finden Sie hier.

Offener Brief an die Universität Bonn

Sicherung und Erhalt der Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung (BOBC)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg*innen,

die Bonner Online-Bibliographie zur Comicforschung (BOBC, https://www.bobc.uni-bonn.de) wurde 2008 unter der Regie von Dr. Joachim Trinkwitz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, zunächst als Instrument für die Lehre ins Leben gerufen, später als Angebot für die Forschungsgemeinde online gestellt und seither fortwährend in Eigenregie ausgebaut. Durch diesen unermüdlichen Einsatz umfasst sie derzeit über 13.600 internationale Einträge zur Literaturrecherche für die interdisziplinäre Comicforschung. Besonders hervorzuheben ist die reiche Verschlagwortung aller Einträge (der dynamisch erweiterte Schlagwortkatalog umfasst mittlerweile fast 4.800 Einträge), die durch Dr. Trinkwitz‘ jahrzehntelange Expertisen und disziplinübergreifende Fachkenntnisse ermöglicht wird.

In der internationalen Comicforschung ist die BOBC eine unersetzliche, einzigartige Ressource geworden: Sie ist die zentrale Anlaufstelle für die Bibliographie des jungen Forschungsfelds. So wird sie – weit über den deutschen Sprachraum hinaus – von renommierten Forschungskolleg*innen ebenso wie internationalen Institutionen der Comicforschung wahrgenommen, rege genutzt und dem wissenschaftlichen Nachwuchs empfohlen (siehe dazu auch den anhängenden Forschungsbericht von Prof. Dr. Bart Beaty und Prof. Dr. Benjamin Woo von den Universitäten von Calgary und Carleton, Kanada). Pro Monat werden bis zu 150.000 Datenbankanfragen und hunderte individuelle Seitenaufrufe von Besucher*innen aus aller Welt (davon zu 18% aus USA und Kanada) gezählt. Die Bibliographie ist so zu einem unverzichtbaren Werkzeug nicht nur in der Germanistik, sondern auch in Kunst- und Medienwissenschaft, in Cultural Studies und der multimodalen Linguistik sowie für viele weitere Philologien – wie Amerikanistik, Anglistik, Romanistik, Skandinavistik oder Japanologie – avanciert, welches aus unseren Lehr- und Forschungstätigkeiten nicht mehr wegzudenken ist. Neuerdings zählen selbst Vertreter*innen scheinbar entlegenerer Fachgebiete wie Medizin, Religionswissenschaft/Theologie oder Geographie zu den Nutzern der Bibliographie.

Die wissenschaftliche Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) e.V. unterstützt die BOBC seit knapp einem Jahrzehnt mit regelmäßigen Summen aus ihren Mitgliedsbeiträgen, um Hilfskräfte zur Erstaufnahme der immer rapider anwachsenden Zahl von einschlägigen Neuerscheinungen in unseren Forschungsbereichen zu finanzieren. Um diese unverzichtbare Ressource zu erhalten, bedarf es jedoch jenseits dieser ständigen, technischen Arbeitsschritte auch der steten und kontinuierlichen Verschlagwortung, Kohärenzprüfung und Kontrolle der Daten durch eine/n ausgewiesene/n Kolleg*in wie Dr. Trinkwitz.

Um die Zukunft dieser unverzichtbaren Ressource auch über den mittelbaren Ruhestand des geschätzten Kollegen hinaus zu sichern, wenden wir uns daher insbesondere mit zwei drängenden Fragen an die Universität Bonn und ihre Philosophische Fakultät:

  • Wie soll der Erhalt der BOBC technisch sichergestellt werden?
    Die BOBC läuft derzeit auf einem Server des Bonner Instituts mit der Open Source-Datenbank-Software „WIKINDX“, die zurzeit weltweit zwar stetig und engagiert, aber nur durch den Einsatz weniger Einzelpersonen gepflegt wird. Hier bedarf es also über kurz oder lang entweder einer aufwändigeren Umstellung auf ein kostenpflichtiges alternatives Datenbanksystem, welches professionell betreut wird, oder aber der Einrichtung einer (halben) IT- und Informatik-Stelle, durch welche WIKINDX weiterhin aktualisiert und gepflegt werden kann.
  • Wie soll der Erhalt der BOBC personell sichergestellt werden?
    Für die Kontrolle, Pflege und Verschlagwortung neuer Einträge ist mittelfristig eine (halbe) Stelle notwendig, für die Expertise auf Postgraduierten-Niveau (mindestens Doktorand*innen) unverzichtbar erforderlich sind. Zuarbeit durch Hilfskräfte zur Datenerfassung kann weiterhin über Partner-Institutionen wie die Gesellschaft für Comicforschung sichergestellt werden.

Wir möchten Sie daher zu einem Austausch mit der Gesellschaft für Comicforschung über diese beiden drängenden Desiderate einladen, um eine langfristige Sicherung dieser Forschungsressource der Uni Bonn für die internationale und interdisziplinäre Comicforschung zu gewährleisten.

Unterzeichnende:

Dr. Joachim Trinkwitz für die BOBC

PD Dr. Christina Meyer, Dr. Lukas R.A. Wilde und Dr. Vanessa Ossa
für die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor)

Arbeitsgruppe BOBC in der Gesellschaft für Comicforschung:

Nicolas Gaspers (Düsseldorf),
PD Dr. Christina Meyer (Braunschweig),
Prof. Dr. Stephan Packard (Köln),
Dr. Joachim Trinkwitz (Bonn),
Dr. Lukas R.A. Wilde (Tübingen)

Weiterlesen: Unterstützende Institutionen & Kolleg*innen und Forschungsbericht

2. Termin Comic Kolloquium Nord

Termin:
02.11.2021 18:15

Am 02. Dezember 2021 um 18:15 Uhr wird Lea-Sophie Herken im Rahmen der zweiten Sitzung des Comic Kolloquiums Nord im Wintersemester 2021/22 (Universität zu Köln; Germanistik) einen Vortrag zu dem BA-Projekt: „Der Comicbarcode – ästhetische Visualisierung oder bereichernde Methodik?“ präsentieren.

Informationstext zum Vortrag:

„Inspiriert von den, vor allem in der Filmwissenschaft angewendeten, Moviebarcodes wird eine innovative Methode zur Analyse vorgestellt, die durch Konvertierung der Panels in Barcodeform eine differenzierte Betrachtung des Zusammenspiels von comicspezifischen Merkmalen erlaubt. Im Fokus der Arbeit steht die Diskussion, inwiefern sich durch die digitale Bearbeitung und softwaregeleitete Analyse der Comicbarcodes auch veränderte analytische Perspektiven auf Formen der grafischen Literatur ergeben können.“

Der Vortrag wird digital über Zoom stattfinden.

Anmeldung bis spätestens zum 01. Dezember 2021 per E-Mail an: comic.kolloquium.nord@gmail.com

Sie erhalten dann kurz vor Veranstaltungsbeginn die benötigten Zugangsdaten. Hinweis zur Anmeldung: Alle, die sich bereits angemeldet haben, bekommen den Link automatisch zugestellt und müssen sich NICHT erneut registrieren.

Weitere Informationen zum Comic Kolloquium Nord finden Sie hier.