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Vortrag „Comics und Intersektionalität“ in Berlin

Am 7.3.2019 spricht ComFor-Vorsitzende Véronique Sina über „Comics und Intersektionalität“ im Rahmen des Veranstaltungsprogramms des Forschungsprojekts „Pathographics“ an der FU Berlin.

Veranstaltungsankündigung:
„Der Begriff der ‚Intersektionalität‘ hat Hochkonjunktur. Immer öfter ist sowohl im akademischen wie auch öffentlichen Kontext von ‚intersektionaler Perspektivierung‘, intersektionalem Denken‘ oder dem ‚Paradigma der Intersektionalität‘ die Rede. Doch was genau bezeichnet der abstrakte Begriff der Intersektionalität überhaupt? Was ist unter Intersektionalitätsforschung zu verstehen und wie kann eine intersektionale Comicanalyse aussehen? Diesen Fragen geht die Referentin anhand der exemplarischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Differenzachsen wie etwa Gender, Sexualität und Dis/ability nach. So soll nicht nur das produktive Potenzial einer intersektionalen Perspektivierung für die Comicforschung aufgezeigt werden. Die Auseinandersetzung mit konkreten Beispielen soll außerdem veranschaulichen, inwiefern das Konzept der Intersektionalität ein nützliches Instrument darstellt, um die mediale (Re-)Produktion und Konstitution hegemonialer Differenz- und Machtverhältnisse im Medium Comic in den Blick zu nehmen und kritisch zu analysieren.“

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Zeitschriftenmonitor 01: Neue Ausgaben

Mit diesem Post geht auf der ComFor-Website eine neue Rubrik an den Start: der Zeitschriftenmonitor, eine Unterkategorie des Monitors. Hier werden in unregelmäßigen Abständen kürzlich erschienene Ausgaben und Artikel internationaler Zeitschriften zur Comicforschung sowie Sonderhefte mit einschlägigem Themenschwerpunkt vorgestellt. Die Ankündigungstexte und/oder Inhaltsverzeichnisse stammen von den jeweiligen Websites.
Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de.
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European Comic Art 11.2 (Sep. 2018)

Themenschwerpunkt: Spanish Comics, part II
print & online im Abonnement
Website

  • Anne Magnussen: Introduction
  • Louie Dean Valencia-García: Tintin in the Movida Madrileña: Gender and Sexuality in the Punk Comic Book Zine Scene
  • Gerardo Vilches: Satirical Panels against Censorship: A Battle That Raged during the Spanish Transition
  • Juan Carlos Pérez García: The Representation of Traumatic Memory in Spanish Comics: Remembering the Civil War and Francoism in Panels
  • Sarah D. Harris: They Tried To Bury Us; They Didn’t Know We Were Seeds’: Intergenerational Memory and La casa
  • Agatha Mohring: Therapeutic Journeys in Contemporary Spanish Graphic Novels

Comicalités: Études de culture graphique (17.11.2018)

online, open access
Website

  • Frédéric Ducarme: Are nekketsu shōnen manga sports manga? The example of Dragon Ball
  • Élise Awaïda Carton and Stéphane Carpentier: Monde sportif et univers des super-héros de bandes dessinées: Quelles remises en cause des normes corporelles?
  • Sylvain Aquatias: Genre et légitimité dans l’édition de bande dessinée: pt. 1: Le poids de la légitimité, des revues aux collections; pt. 2: Le roman graphique ou la négation du genre

Image [&] Narrative 19.3 (Nov. 2018)

Themenschwerpunkt: Lewis Trondheim
online, open access
Website

  • Chris Reyns-Chikuma, David Pinho Barros: Introduction «Lewis Trondheim, un artiste-orchestre dans le monde de la bande dessinée»
  • Chantal Cointot: Approximate Author-ity: Self-Crafting “Le Bec” and Other Trondheimian Masks
  • Côme Martin: Monumentaux inachèvements : Lapinot et les carottes de Patagonie et Capharnaüm
  • Fabrice Leroy: Quand les lapins volent : Onirisme, minimalisme et abstraction dans Lapinot et les carottes de Patagonie de Lewis Trondheim
  • Ann Miller: Trondheim, artist of the supermodern city and interstitial travel through the non-lieux
  • Jérôme Dutel: D’une mouche « expérimentale » à plusieurs mouches « commerciales »? Passages d’une bande dessinée (1995) à une série d’animation (1999-2001)

 

allmende: Zeitschrift für Literatur 38.102 (Dez. 2018)

Themenschwerpunkt: Graphic Novel
print
Website

„Was versteht man unter einer Graphic Novel? Und vor allem: Warum erfährt sie in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur solche Aufmerksamkeit? Neben aktuellen Tendenzen innerhalb der Szene, ob autobiografischer, zeitkritischer oder feministischer Natur, wird die Graphic Novel als Literaturgattung ins Auge gefasst. Wer waren die Initiatoren dieses Genres? Welche Impulsgeber gestalten die Szene heute aktiv mit? Wir wollen einen Beitrag leisten zur Vorstellung der »neunten Kunst« und ihren Vertreterinnen und Vertretern.
Mit Beiträgen von Titus Ackermann, Stefanie Diekmann, Tim Dinter, Matthias Gnehm, Nora Krug, Yi Luo, Ulli Lust, Nicolas Mahler, Uli Oesterle, Andreas Platthaus, Thomas Pletzinger, Kati Rickenbach, Jan Soeken, Thomas von Steinaecker, Tina Stolt, Mara Stuhlfauth-Trabert, Florian Trabert.“

Die ComFor-Redaktion stellt sich vor

Wenngleich nach außen hin der Redaktionsbetrieb auf der ComFor-Website seinen gewohnten Gang nimmt, hat sich in den letzten Monaten hinter den Kulissen einiges geändert: Da Laura Oehme und Lukas R. A. Wilde sich nach vielen produktiven Jahren aus der Arbeit der Online-Redaktion zurückziehen möchten, um sich neuen Aufgaben zu stellen, wurden seit der ComFor-Mitgliederversammlung im September 2018 drei neue Redaktionsmitglieder eingearbeitet: Robin-M. Aust, Katharina Serles und Natalie Veith sind ab sofort für die regelmäßigen Meldungen zur Comicforschung zuständig. Doch auch erfahrene Kolleginnen bleiben der Redaktion erhalten: Alexandra Hentschel und Julia Ingold informieren weiterhin über Ausstellungen und Calls for Papers.

Mit diesem Post bedankt sich die Redaktion herzlich bei Laura Oehme und Lukas R. A. Wilde für ihre großartige Arbeit in den vergangenen Jahren: für eine Vielzahl an Posts, Kolumnen, Publikations- und Veranstaltungshinweisen mit denen sie den Leser_innen einen Überblick über das ständig wachsende Feld der Comicforschung vermittelt haben.

Die aktuellen Redaktionsmitglieder stellen sich vor:

Robin-M. Aust:

Ich habe an der HHU Düsseldorf Germanistik und Philosophie studiert und mich gewissermaßen auf diesem Wege der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Comics angenähert: 2012 habe ich erst meine Bachelorarbeit zu Walter Moers Zamonien-Romanen verfasst; 2015 folgte dann die Mitwirkung an der Tagung ›Graphisches Erzählen‹ sowie die Masterarbeit zu Nicolas Mahlers Literaturcomics. Seitdem promoviere ich zwar zur Thomas Bernhard-Rezeption in der Gegenwartsliteratur und entferne mich somit erst einmal wieder fachlich vom Comic – Comics sind aber immer wieder zentraler Bestandteil in meinen Lehrveranstaltungen, die ich seit 2016 am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (Abt. II) in Düsseldorf gebe. Privat lese ich gerne – Berufskrankheit? – Literaturadaptionen, aber auch alles andere, was mir grad an Neuerscheinungen in die Finger kommt, je skurriler, desto besser.

Alexandra HentschelAlexandra Hentschel:

Ich bin seit Februar 2013 Museumsleiterin des Erika-Fuchs-Hauses | Museum für Comic und Sprachkunst. Zum Comic bin ich als Quereinsteigerin gekommen. Ursprünglich bin ich Kulturwissenschaftlerin (Studium in Göttingen, Paris und Hamburg mit Zusatzqualifikation Museumsmanagement), promoviert habe ich über bürgerschaftliches Engagement im Museum. Zuletzt war ich in Hamburg am Kindermuseum und als Dozentin für Museumsmanagement/Museumsgeschichte tätig. Als Museumsleiterin eines Comicmuseums finde ich es faszinierend, wo nun überall Comicausstellungen gezeigt werden, weshalb ich gern diesen Bereich übernehme.

Julia IngoldJulia Ingold:

Ich habe Französisch, Kunst­geschichte und Germanistik in Hamburg, Paris und Kiel studiert. Meine Bachelor­arbeit ver­fasste ich zum Thema Zeichentheorie und Poetik in Craig Thompsons »Habibi«. Im Wintersemester 2015/16 lehrte ich als Gastdozentin am Department of German der University of Mumbai. Nun promoviere ich über Else Lasker-Schüler am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien in Kiel, wo ich seit dem Wintersemester 2016/17 an der Lehre beteiligt bin. Ich wohne aber die meiste Zeit in Fürth und lehre ab dem Sommersemester 2017 auch an der FAU Erlangen-Nürnberg. Ich freue mich, Sie und euch ab jetzt über Comic-CfPs auf dem Laufenden zu halten!

Katharina Serles:

Derzeit bin ich Lehrende an der Universität Wien, wo ich auch Deutsche Philologie, Anglistik und Kunstgeschichte studierte und als Universitätsassistentin tätig war. Zur Comicforschung kam ich über den ‚Umweg‘ der Bildwissenschaften und als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die FWF-Projekte Kunst im Text und Das Bildzitat; als künstlerische Mitarbeiterin an der Hochschule für Bildende Künste Dresden schärfte sich mein Blick für Raum- und Körperdarstellungen in Comics; und mittlerweile hat mich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Comics etwa nach Atlanta, Krakau und Toronto gebracht. Ob nun im Rahmen von Dissertation, Vorträgen oder Seminaren – mein Fokus (geprägt von den Visual Culture und Gender Studies) liegt auf Comics aus dem deutschen Sprachraum, Kunstzitaten,  ‚Visualitäten von Geschlecht‘ und _ dem Gutter.

Natalie Veith:

Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für England- und Amerikastudien der Universität Frankfurt und arbeite aktuell im Rahmen eines Forschungsprojektes an einer Dissertation zu neo-viktorianischen Comics. Entsprechend liegt mein Schwerpunkt in der Comicforschung erstrangig (jedoch nicht ausschließlich) bei britischen Comics. Mein akademisches Interesse an Comics habe ich bereits während meines Studiums der Anglistik und Germanistik in Frankfurt am Main und Cardiff entwickelt und meine Magisterarbeit 2013 zum Thema Counter-Narratives in the Works of Alan Moore verfasst. Ich werde mich mit meinen Co-Redakteur_innen Robin-M. Aust und Katharina Serles um die wöchentlichen Posts kümmern, insbesondere um den Publikationsmonitor.

Symposium „Materialities of Comics“ in Aarhus

Vom 20. bis 22. Februar veranstalten die Nordic Summer University, das Centre for Literature Between Media und die School of Communication and Culture der Universität Aarhus (Dänemark) erstmalig ein Symposium zum Thema Materialität des Comics. In über 10 Panels, Diskussionen und Workshops werden Beiträge präsentiert, beispielsweise zur Materialität und Medialität des Superheldencomics oder des Comics in den sozialen Medien; ebenso finden sich Beiträge zur medialen Inszenierung und Repräsentation unter Anderem von Gender, Alter, Krankheit oder auch Erinnerung auf dem Tagungsprogramm. Die Keynotes werden von den ComFor-Mitgliedern Lukas R.A. Wilde und Christina Meyer gehalten. Darüber hinaus nehmen die dänischen Zeichner_innen Sofie Louise Dam, Signe Parkins, Rune Ryberg und Christian Skovgaard an einer abschließenden Diskussionsrunde Teil.

Veranstaltertext:

„In our first symposium, Materialities of Comics, we want to open up the physical body of comics and explore how they work in the material world around us. Comics creators today are experimenting with the materiality and mediality of comics to a high degree, but comics have always been material. The goal of this symposium is to investigate comics in a variety of material, medial, and historical contexts to expand our understanding of how comics as a medium works in our contemporary societies.“

Zur Veranstalterseite mit vollständigem Programm

 

 

Publikationshinweis: „Recontextualizing Characters“

Im Januar frisch erschienen ist das Themenheft Recontexualizing Characters. Media Convergence and Pre-/Meta-Narrative Character Circulation“ der Zeitschrift IMAGE. Das Open Access Format versammelt Aufsätze zu Comic- und Manga-Figuren – und deren theoretische Reflexion; unter anderem geht es um die mediale Verfasstheit von Batman, (Hello) Kitty, Sailor Moon, Star Wars-Protagonist_innen, Dr. Doom und Hatsune Miku.
Entstanden ist das Heft im Rahmen der ‚Winter School‘ der Universität Tübingen 2018
. Herausgeber und einer von sechs Beiträger_innen ist ComFor-Vorstandsmitglied Lukas R.A. Wilde.

IMAGE | Issue 29 | Special Issue Recontextualizing Characters | 01/2019
Vollzugriff

Monitor 48: Neue Publikationen

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen aus den letzten 6 Monaten vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten. Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de. → Zu früheren Monitoren.

Adventure Comics and Youth Cultures in India

Raminder Kaur und Saif Eqbal
Routledge
226 Seiten
ISBN 978-1138358683 (Paperback)
~£29.99
Oktober 2018
Verlagsseite

„This pioneering book presents a history and ethnography of adventure comic books for young people in India with a particular focus on vernacular superheroism. It chronicles popular and youth culture in the subcontinent from the mid-twentieth century to the contemporary era dominated by creative audio-video-digital outlets.
The authors highlight early precedents in adventures set by the avuncular detective Chacha Chaudhary with his ‘faster than a computer brain’, the forays of the film veteran Amitabh Bachchan’s superheroic alter ego called Supremo, the Protectors of Earth and Mankind (P.O.E.M.), along with the exploits of key comic book characters, such as Nagraj, Super Commando Dhruv, Parmanu, Doga, Shakti and Chandika. The book considers how pulp literature, western comics, television programmes, technological developments and major space ventures sparked a thirst for extraterrestrial action and how these laid the grounds for vernacular ventures in the Indian superhero comics genre. It contains descriptions, textual and contextual analyses, excerpts of interviews with comic book creators, producers, retailers and distributers, together with the views, dreams and fantasies of young readers of adventure comics. These narratives touch upon special powers, super-intelligence, phenomenal technologies, justice, vengeance, geopolitics, romance, sex and the amazing potentials of masked identities enabled by navigation of the internet.“

The Disappearance of Hong Kong in Comics, Advertising and Graphic Design

Wendy Wong
Palgrave
245 Seiten
ISBN 978-3-319-92095-5 (Hardcover)
~$84.99
November 2018
Verlagsseite

„This book examines Hong Kong’s struggle against the disappearance of its unique identity under the historical challenges of colonialism, in addition to the more recent reimposition of Chinese authoritarian government control, as reflected in three under-researched forms of visual media: comics, advertising and graphic design. Each section of the book focuses on one of these three forms, and each chapter focuses on one stage of Hong Kong’s changing cultural identity. The articulative position of this book is on studies of visual cultural history and media communication. Its case studies will broaden readers’ own cultural knowledge for a more international understanding. The Disappearance of Hong Kong in Comics, Advertising and Graphic Design advances the development of its three key subjects in terms of identity, communication and cultural politics, aiming to reach a wide range of multidisciplinary readers.“

Superhero Bodies: Identity, Materiality, Transformation

Wendy Haslem, Elizabeth MacFarlane und Sarah Richardson (Hgs.)
Routledge
196 Seiten
ISBN 978-1138389892 (Hardcover)
~£115.99
November 2018
Verlagsseite

„Throughout the history of the genre, the superhero has been characterised primarily by physical transformation and physical difference. Superhero Bodies: Identity, Materiality, Transformation explores the transformation of the superhero body across multiple media forms including comics, film, television, literature and the graphic novel. How does the body of the hero offer new ways to imagine identities?  How does it represent or subvert cultural ideals? How are ideologies of race, gender and disability signified or destabilised in the physicality of the superhero? How are superhero bodies drawn, written and filmed across diverse forms of media and across histories?
This volume collects essays that attend to the physicality of superheroes: the transformative bodies of superheroes, the superhero’s position in urban and natural spaces, the dialectic between the superhero’s physical and metaphysical self, and the superhero body’s relationship with violence. This will be the first collection of scholarly research specifically dedicated to investigating the diversity of superhero bodies, their emergence, their powers, their secrets, their histories and their transformations.“

Comics: Interdisziplinäre Perspektiven aus Theorie und Praxis auf ein Stiefkind der Medienpädagogik

Christine Dallmann, Anja Hartung, Alfons Aigner und Kai-Thorsten Buchele (Hgs.)
Kopaed
280 Seiten
ISBN 978-3-86736-495-9 (Paperback)
~€20.00
Dezember 2018
Verlagsseite

„Comics standen lange im Verruf, simpler Unterhaltungsstoff zu sein, der nur mehr von der Lektüre anspruchsvoller, ja bildungswertvoller Literatur abzuhalten suche. Bereits die bewahrpädagogische Debatte im frühen 20. Jahrhundert verurteilte Comics als „Schmutz und Schund“ und damit als schädlich für die moralische und geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Wenngleich bewahrpädagogische Positionen sich gegenwärtig eher gegen andere Medien richten, haben sich viele Vorbehalte gegen Comics bis heute gehalten. Zu Unrecht, meint Ralf Vollbrecht, und dem stimmen die Herausgeberinnen und Herausgeber dieses Bandes zu und unternehmen den Versuch einer medienpädagogisch motivierten Annäherung. Dabei werden Bezüge sowohl zum wissenschaftlichen Werk und Wirken von Ralf Vollbrecht als auch zu seinen Comic-Präferenzen hergestellt. Mit diesem durchaus unkonventionellen Ansatz möge der Band hier und da bereichernde Einblicke gewähren, in seiner bebilderten Form auch unterhalten und möglicherweise sogar eine weitere Beschäftigung mit dem Themenfeld Comics aus medienpädagogischer Perspektive anregen.“

Batman and the Multiplicity of Identity: The Contemporary Comic Book Superhero as Cultural Nexus

Jeffrey A. Brown
Routledge
226 Seiten
ISBN 978-1138302853 (Hardcover)
~£110.00
Dezember 2018
Verlagsseite

„Concentrating primarily on contemporary depictions of Batman in the comic books, this book analyzes why Batman is so immensely popular right now in America and globally, and how the fictional Dark Knight reveals both new cultural concerns and longstanding beliefs about American values. The organizing premise is that while Batman is perceived as a very clearly defined character, he is open to a wide range of interpretations and depictions in the comics (what Henry Jenkins refers to as „multiplicities“), each of which allows access to different cultural issues. The idea of Batman functions as an anchoring point out of which multiple Batmen, or Batman-like characters, can occupy different positions: Grim Batman, Gay Batman, Female Batman, Black Batman, Cute Batman, and so on. Each iteration opens up a discussion of different cultural issues pertinent to modern society, such as sexuality, ethnicity, feminism and familial relationships.“

Vortrag „Superheroes with Disabilities“ in Tübingen

Am Dienstag, dem 5. Februar 2019 findet um 19:00 Uhr im d.a.i.-Saal des Deutsch-Amerikanisches Instituts Tübingen ein Vortrag von Prof. Elizabeth Wheeler über Superhelden mit Behinderung statt. Der Vortrag wird in Kooperation von der Lebenshilfe Tübingen e.V. und der Abteilung für Amerikanistik der Universität Tübingen organisiert.

Veranstaltertext:

„Comics waren eines der ersten Medien, die Menschen mit Behinderung als Vorbilder zeigten. Superheld/innen mit Behinderungen verkörpern die grundlegenden amerikanischen Werte. Mitte des 20. Jahrhunderts waren sie ein Zeichen von Originalität, wohingegen sie im 21. Jahrhundert zu einem Zeichen von Inklusion geworden sind. Der Vortrag zeigt unter anderem anhand von Bildern, wie die amerikanische Kultur in ihren Stärken auch viele Schwächen hat – genau wie alle Superheld/innen. Prof. Elizabeth Wheeler ist Associate Professor of English und Director of Disability Studies an der University of Oregon. Ihr Buch „HandiLand: Disability in Young Adult and Children’s Books“ erscheint im Herbst 2019. Sie hat derzeit die Ottilie Wildermuth-Gastprofessur an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen inne.“

Veranstaltungsseite

Workshop „COMICS/FANDOM“

Die AG Comicforschung und die AG Partizipations- und Fanforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) veranstalten am 28. und 29.03.2019 einen Workshop zum Wechselverhältnis zwischen Comic und Fandom.

Vier international besetzte Panels setzen sich mit den Themen „Platforms, Exchange, and Markets“, „Nostalgia, Ideology and Politics“, „Genre, Gender, and Marginalized Identities“ und „Comics Fandom and other (Sub)Cultures“ auseinander. ComFor-Mitglieder Vanessa Ossa und Véronique Sina sind gemeinsam mit Sophie Einwächter und Sven Stollfuß für die Organisation zuständig.

Veranstaltertext:

Considering how crucially comic book marketing depends on loyal customers, especially fans, and to how great an extent the ever-expanding franchises surrounding Marvel’s or DC’s comic worlds rely on user participation and fandom, it seems striking that the connection between Comics Studies and Fan Studies has hardly been explored in any great detail so far.

Is this because Comics Studies focus on the text and Fan Studies on its recipient? At least in Germany, Comics Studies have strong roots in (Comparative) Literary Studies, Art History, or Philology while Fan Studies are either grounded in Media and Cultural studies or in Sociology (focusing on individual and mass consumption practices or group phenomena).

In our 2019 Workshop on Comics/Fandom, we want to address possible overlaps and frictions between Comics Studies and Fan Studies.

Anmeldung: per Email bis zum 17. März 2019.

Veranstaltungsseite mit vollständigem Programm.