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Deadline: WB Stiftungspreis Wilhelm Busch

Termin:
31.07.2019

Zum ersten Mal verleiht die Stiftung Deutsche Sprache im Jahre 2019 den WB Stiftungspreis Wilhelm Busch. Bachelor- und Masterarbeiten des Studienjahres 2018/2019, die sich mit dem Zusammenspiel von Literatur und Zeichnung auseinandersetzen, werden alle zwei Jahre ausgezeichnet. Dotiert ist der Preis mit 2.000€

Für den diesjährigen Preis können noch bis zum 31.07.2019 Arbeiten, die in deutscher Sprache verfasst worden sind, eingereicht werden.

Auszug aus der Mitteilung der Stiftung Deutsche Sprache:

Mit den Bildergeschichten von Max und Moritz, 1865 erstmals erschienen und noch heute ein Klassiker der Weltliteratur, schuf der Dichter und Zeichner Wilhelm Busch eine neue Kunstform, an die neuere Genres wie Comics und Graphic Novels anknüpfen.

In Würdigung seines Gesamtwerks hat die Stiftung Deutsche Sprache (Berlin) nun den WB Stiftungspreis Wilhelm Busch eingerichtet. […]

Dank einer großzügigen Zustiftung von Herrn Walter Battermann (Laatzen) ist die Stiftung Deutsche Sprache in der Lage, den WB Stiftungspreis Wilhelm Busch alle zwei Jahre bei einer öffentlichen Preisverleihung zu vergeben. Die Auswahl des Preisträgers geschieht durch eine Jury, in der Herr Battermann als Zustifter von Frau Katrin Redemann (Göttingen) vertreten wird; die von der Stiftung Deutsche Sprache benannten Mitglieder sind Prof. Dr. Hans-Joachim Solms (Halle), Prof. Dr. Roland Duhamel (Oostende) und Prof. Dr. Barbara Kaltz als Vorsitzende (Freiburg). Die Reisekosten des Preisträgers übernimmt die Stiftung Deutsche Sprache.

Weitere Informationen zum Preis sowie zur Einreichung finden sich auf der Homepage der Stiftung Deutsche Sprache.

Closure #5.5 erschienen

Zum 50. Geburtstag von Nicolas Mahler widmet sich eine eigene Sonderausgabe des Kieler e-Journals CLOSURE dem österreichischen Comiczeichner. Die Herausgeber_innen Christian A. Bachmann und Sunghwa Kim haben darin Beiträge zu Humor und Melancholie, Formexperimenten, sowie Literatur- und Kunstreferenzen in seinen Arbeiten versammelt; unter den Autor_innen sind einige ComFor-Mitglieder. Die ComFor-Redaktion gratuliert an dieser Stelle sowohl zur Ausgabe als auch zum runden Geburtstag!

Zur Ausgabe #5.5 von CLOSURE

Herausgeber_innentext:
»›Made in Austria – aha, von altem Käse ist die Rede‹ (Kraus, Nachts, 91) spottete vor 100 Jahren Karl Kraus, wer sonst. Nein, nicht auf geronnene Milch soll hier die Sprache kommen, sondern auf den Comiczeichner Nicolas Mahler: ›made in Austria‹ im Jahre 1969, vor fünfzig Jahren also und schon deshalb geeigneter Gegenstand einer Sonderausgabe zu seinen Ehren. ›Jeder Wiener steht allein im Weltenraum und bietet sich der Betrachtung‹ (ebd., 92), spottet Kraus weiter, jeder Wiener, soll das heißen, ist ein Original: ››Der Wiener geht nicht unter.‹ Hoffnung oder Drohung? Vielleicht nur eine Höflichkeit, für ›Unkraut verdirbt nicht‹‹ (ebd., 94). Kein Zweifel, Kraus konnte einen Schmäh führen, vor allem gegen die Wiener und die Österreicher. Wie Kraus (Helmut Qualtinger, Thomas Bernhard, Josef Hader, Wolf Haas …) ist Nicolas Mahler ein Vertreter des bissig-schwermütigen, aber immer charmanten Wiener Humors. Mahler pflegt ihn jedoch nicht nur in Worten (dort auch!), sondern vornehmlich in Bildern und Bildergeschichten. Die Beiträge in dieser Ausgabe versuchen dem nachzugehen: Sie stellt ihn jedoch nicht allein in den ›Weltenraum‹ (wie Mahler seine Figur Kratochvil), sondern betrachtet den vielseitigen Künstler im Kontext.«

Beiträge:

  • Christian A. Bachmann: »Irgendwann ist mir das halt selber aufgefallen, dass es verdichtet ist, was ich mach.« Nicolas Mahler zur Einführung
  • Angela Guttner / Nicolas Mahler: Es geht eh immer um die Wurst. Nicolas Mahler im Gespräch mit Angela Guttner
  • Robin-M. Aust: Grenzfälle und das Fallen von Grenzen. Poetologische Reflexionen in Nicolas Mahlers Formexperimenten
  • Kalina Kupczynska: »It’s a beautiful story. You made me a very happy man« Über Melancholie in Comics von Nicolas Mahler
  • Sunghwa Kim: »Alles nichts als Karikatur« Nicolas Mahlers Bernhard-Adaption Alte Meister und die Anti-Mimesis-Kunst
  • Monika Schmitz-Emans: Ernst Jandl und Nicolas Mahler: Variationen über ›das Gedicht‹
  • Daniela Kaufmann: Das kleine Schwarze. Wedekind, Mahler und die nackte Ikone einer Zeit

GINCO-Award 2019: Die Gewinner_innen

Die Gewinner_innen des ersten GINCO-Award stehen fest: Am vergangenen Samstag wurde der neue inklusive Comicpreis der deutschen Independentszene zum ersten mal verliehen – in insgesamt vier Kategorien.

Gewonnen haben:

Bester Lang-Comic: Maertens von Maximilian Hillzerzeder (Jaja Verlag)

Bester Kurz-Comic: Wilhelm will ans Meer von Matthias Lehmann (JAZAM! 13, Self-Publishing)

Bester Kinder/Jugend-Comic: Grün & Gold von Lisa Brenner (Webcomic, Self-Publishing)

Bester Experimental-Comic: Koukla von Alexandra Rügler (Hochschularbeit)

Wie gratulieren allen Gewinner_innen im Namen der ComFor ganz herzlich!

Ebenso wurden einige weitere Comics ausgezeichnet, die laut GINCO-Jury nicht ausschließlich in eine der Kategorien passten, und die dennoch eine besondere Erwähnung finden sollten. Auch den durch diese ‚Spotlights‘ ausgezeichneten Künstler_innen gratulieren wir:

Crossplay von Niki Smith (Iron Circus Comics)

Java Bonds von Nana Yaa Kyere (Webcomic, Self-Publishing)

Massu Schmiedstochter von Ines Korth (Webcomic Self-Publishing, Printausgabe Schwarzer Turm Verlag)

Maus und Krokodil von Sebastian Gneiting (Edition Dostal)

Zinnober von Ralf Singh, Thorsten Brochhaus, Cristian Docolomansky, Ilaria Fella, Taylor Esposito und Marc Schmitz (Self-Publishing)

Weitere Informationen zum Preis sowie die Laudationes auf die Preisträger_innen finden sich auf der Homepage des Preises.

Vortrag „Comics und Migration in Deutschland“ in Hamburg

ComFor-Mitglied Sylvia Kesper-Biermann wird am 9. 7. im Rahmen der Ringvorlesung „Sprache und Bildung im 21. Jahrhundert“ an der Universität Hamburg einen Vortrag zu „Visual Literacy: Comics und Migration in Deutschland seit den 1970er Jahren“ halten. Organisiert wird die Ringvorlesung von der der Profilinitiative Literacy in Diversity Settings (LiDS), die zum Ziel hat, „Konsequenzen der sprachlichen Diversität für die individuelle sprachliche Entwicklung und für das Lehren und Lernen […] aufzudecken. Der Verweis auf ‚Literacy‘ zeigt an, dass es dabei insbesondere um den Zugang zur Welt der Schrift geht. […] Literacy in diesem Sinne umfasst sprachliche Kompetenz im engen Sinne, aber auch das Verständnis von unterschiedlichen Sprach- und Symbolsystemen: von Bildern, Zahlen, Formeln oder anders ausgedrückten Wissensbeständen, etwa der Mathematik oder Naturwissenschaften.“ Kesper-Biermanns Beitrag wird der letzte dieser Reihe sein.

Kurzbeschreibung zum Vortrag:
„Der Vortrag stellt Überlegungen zu einem geplanten historisch ausgerichteten Forschungsprojekt vor, das sich mit Comics im Kontext von Arbeitsmigration aus den Mittelmeeranrainerstaaten in die Bundesrepublik Deutschland während der 1970er und 1980er Jahre beschäftigen wird. Es handelt sich zum einen um den Einsatz von Bildergeschichten in der praktischen pädagogischen Arbeit im Rahmen der Erwachsenenbildung, vor allem in Sprachkursen. Zum anderen geht es um solche Comics, mit denen die einheimische Bevölkerung über die ‚Gastarbeiter*innen‘ informiert werden sollte. Schließlich werden Werke in den Blick genommen, die von (Arbeits-)Migrant*innen selbst verfasst wurden und ihre Situation in Deutschland thematisieren.“

Link zur Veranstaltung

Monitor 52: Neue Publikationen

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen aus den letzten 6 Monaten vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten. Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de.
Zu früheren Monitoren.


The Comics of Rutu Modan: War, Love, and Secrets

Kevin Haworth
University Press of Mississippi
194 Seiten
März 2019
Verlagsseite

„Best known for her Eisner Award-winning graphic novels, Exit Wounds and The Property, Rutu Modan’s richly colored compositions invite readers into complex Israeli society, opening up a world too often defined only by news headlines. Her strong female protagonists stick out in a comics scene still too dominated by men, as she combines a mystery novelist’s plotting with a memoirist’s insights into psychology and trauma.
The Comics of Rutu Modan: War, Love, and Secrets conducts a close reading of her work and examines her role in creating a comics arts scene in Israel. Drawing upon archival research, Kevin Haworth traces the history of Israeli comics from its beginning as 1930s cheap children’s stories, through the counterculture movement of the 1970s, to the burst of creativity that began in the 1990s and continues full force today.
Based on new interviews with Modan (b. 1966) and other comics artists, Haworth indicates the key role of Actus Tragicus, the collective that changed Israeli comics forever and launched her career. Haworth shows how Modan’s work grew from experimental mini-comics to critically acclaimed graphic novels, delving into the creative process behind Exit Wounds and The Property. He analyzes how the recurring themes of family secrets and absence weave through her stories, and how she adapts the famous clear line illustration style to her morally complex tales.“

 

Shōjo Across Media: Exploring „Girl“ Practices in Contemporary Japan

Jaqueline Berndt, Kazumi Nagaike und Fusami Ogi (Hgs.)
East Asian Popular Culture
Springer
397 Seiten
März 2019
Verlagsseite

„Since the 2000s, the Japanese word shōjo has gained global currency, accompanying the transcultural spread of other popular Japanese media such as manga and anime. The term refers to both a character type specifically, as well as commercial genres marketed to female audiences more generally. Through its diverse chapters this edited collection introduces the two main currents of shōjo research: on the one hand, historical investigations of Japan’s modern girl culture and its representations, informed by Japanese-studies and gender-studies concerns; on the other hand, explorations of the transcultural performativity of shōjo as a crafted concept and affect-prone code, shaped by media studies, genre theory, and fan-culture research.
While acknowledging that shōjo has mediated multiple discourses throughout the twentieth century—discourses on Japan and its modernity, consumption and consumerism, non-hegemonic gender, and also technology—this volume shifts the focus to shōjo mediations, stretching from media by and for actual girls, to shōjo as media. As a result, the Japan-derived concept, while still situated, begins to offer possibilities for broader conceptualizations of girlness within the contemporary global digital mediascape.“

 

Lessons Drawn: Essays on the Pedagogy of Comics and Graphic Novels

David D. Seelow (Hg.)
McFarland
258 Seiten
2019
Verlagsseite

„Imagine a classroom where students put away their smart phones and enthusiastically participate in learning activities that unleash creativity and refine critical thinking. Students today live and learn in a transmedia environment that demands multi-modal writing skills and multiple literacies. This collection brings together 17 new essays on using comics and graphic novels to provide both a learning framework and hands-on strategies that transform students’ learning experiences through literary forms they respond to.“

 

Politics in Gotham: The Batman Universe and Political Thought

Damien K. Picariello (Hg.)
Palgrave
237 Seiten
März 2019
Verlagsseite

„In Politics in Gotham, scholars from a variety of fields—political science, philosophy, law, and others—provide answers to the question: “What does Batman have to do with politics?” Contributors use the Batman canon, from the comics to the feature films, to explore a broad range of issues in politics and political thought. What can Batman’s role in Gotham City teach us about democracy? How do Batman’s vigilantism and his violence fit within a society committed to the rule of law? What’s the relationship between politics in Gotham and politics in our own communities? From Machiavelli to the fake news phenomenon, this book provides a compelling introduction to the politics behind one of the world’s most enduring pop culture figures.“

 

Women’s Manga in Asia and Beyond: Uniting Different Cultures and Identities

Fusami Ogi, et al. (Hgs.)
Palgrave
366 Seiten
März 2019
Verlagsseite

Women’s Manga in Asia and Beyond offers a variety of perspectives on women’s manga and the nature, scope, and significance of the relationship between women and comics/manga, both globally as well as locally. Based on the activities since 2009 of the Women’s MANGA Research Project in Asia (WMRPA), the edited volume elucidates social and historical aspects of the Asian wave of manga from ever-broader perspectives of transnationalization and glocalization. With a specific focus on women’s direct roles in manga creation, it illustrates how the globalization of manga has united different cultures and identities, focusing on networks of women creators and readerships.
Taking an Asian regional approach combined with investigations of non-Asian cultures which have felt manga’s impact, the book details manga’s shift to a global medium, developing, uniting, and involving increasing numbers of participants worldwide. Unveiling diverse Asian identities and showing ways to unite them, the contributors to this volume recognize the overlaps and unique trends that emerge as a result.“

Nachbericht zur ComFor-Tagung 2018

Nina Heindl, ComFor-Mitglied und Co-Organisatorin der ComFor-Tagung „Zwischräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic“, hat einen Nachbericht zur Tagung verfasst, der vor kurzem bei  L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung,  erschienen ist. Darin geht sie vor allem auf die Artistic Lecture von Philip Crawford und die Keynotes von Tahneer Oksman und Carolyn Cocca ein, verweist aber auch auf die gesteigerte Sichtbarkeit und Repräsentation weiblicher Comicforscherinnen unter den Tagungsgästen. Ihr Fazit: „Ziel der Tagung war es, die in der Comicforschung und im breiteren kulturellen Spektrum noch immer unterrepräsentierten Themen von Geschlechtlichkeit und Diversität zu fokussieren und damit die wissenschaftliche Diskussion zu fördern.“
Auch wir sind überzeugt, dass dies gelungen ist und bedanken uns für die Organisation der Tagung noch einmal bei Nina Heindl und Véronique Sina.

Der Bericht ist online nachzulesen unter:
https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/beitraege?user_id=1678

Außerdem freuen wir uns bereits auf die kommende Jahrestagung der ComFor, dieses Mal zum Thema „Übersetzung, Lokalisierung, Imitation und Adaption: Aspekte der Comickomparatistik“, die im November 2019 in Schwarzenbach a. d. Saale stattfinden wird. Nähere Informationen dazu werden wie immer auf unserer Seite veröffentlicht werden.

ComicCon Germany 2019 in Stuttgart und Verleihung des GINCO-Awards

Termin:
29.06.2019 - 30.06.2019

Vom 29. bis 30.06. findet die Comic Con Germany in der Messe Stuttgart statt. Zum inzwischen vierten Mal versammeln sich Fans, Aussteller und Stars aus allen Kern- und Randbereichen der Comicszene nun auch in Deutschland.

 

Auszug aus dem Veranstaltungstext:

Comic Verlage präsentieren ihre Neuerscheinungen und bieten nur auf der Con erhältliche Variant Cover an. Oftmals kannst Du Zeichner Deiner Lieblingsserien direkt an den Verlagsständen antreffen oder in der riesigen Comic Zone aufstrebende Künstler bei der Arbeit beobachten. […]

In unserem Cosplay Kingdom triffst Du bekannte Cosplayer, kannst an Workshops teilnehmen und Dir Tricks und Tipps zum Selberbauen holen.

Der große Merchandise Bereich in den zwei Hallen hält alles bereit, was Dein Sammlerherz begehrt. Oder schau Dir unsere kostenlosen Photopoints an, die wir auf dem gesamten Ausstellungsgelände verteilt haben. […]

Natürlich dürfen auf einer Comic Con auch Schauspieler nicht fehlen. Aus den verschiedensten Filmen und Serien kannst Du bei uns Darsteller treffen, bei denen Du Dir Autogramme holen kannst oder zusammen mit ihnen für ein Foto posierst. […]

 

In diesem Jahr zählt die Comic Con Germany unter vielen anderen Ralf Koenig, Karen Gillan, Jonathan Frakes und Iwan Rheon zu den Stargästen, die von ihren aktuellen und vergangenen Projekten berichten und sich mit Fans ablichten lassen.

Auf der Comic Zone Bühne wird es in diesem Jahr eine Vielzahl von Vorträgen, Diskussionsrunden, Lesungen, Workshops zu verschiedenen Themen ebenso geben wie interessante Werkstattberichte – in diesem Jahr u.a. von Adrian vom Baur & Katja Kleng zu Die Toten, Sarah Burrini und Egon Forever, Mawil zu seinem neuen Lucky Luke Comic, zur Comic Solidariy und Queer Comics.

Besonders freuen wir uns auch, dass im Rahmen der Comic Con Stuttgart am Samstag, 15:00 der GINCO-Award verliehen wird:

GINCO steht für „German Inclusive / Independent Comic“. Der Award dient der Anerkennung und Auszeichnung von Comicschaffenden, die über Self-Publishing, in Kleinverlagen und auf Plattformen für „Creator-Owned“ Content und auf ähnlichen Wegen ihre Werke veröffentlichen. Konzept und Zielsetzung des GINCO-Awards wird von Comic Solidarity, dem Feministischen Comic Netzwerk, Künstler*innen der Manga-Szene und verschiedenen interdisziplinären Akteur*innen entwickelt und umgesetzt. Die Organisation wird durch freiwilliges Engagement ermöglicht. Das Preisgeld wird durch Spenden finanziert.

Bei der Preisverleihung auf der CCON | COMIC CON GERMANY in Stuttgart werden In 4 Kategorien und durch 5 Spotlights Gelder und Sachpreise im Gesamtwert von über 1500 Euro vergeben. Das Organisationssteam des ersten inklusiven deutschen Comicpreises der Independent-Szene freut sich sehr, mit der CCON | COMIC CON GERMANY in Stuttgart einen passenden, reichweitenstarken und motivierten Partner gefunden zu haben. Die Preisträger*innen bekommen dort den Rahmen und die Aufmerksamkeit, die sie verdient haben, und die CCON | COMIC CON GERMANY festigt ihre bestehende Bindung und ihr bewusstes Engagement für die deutsche Indie-Szene.

 

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden sich auf der Veranstaltungsseite sowie im Programm: Samstag (PDF), Sonntag (PDF). Die Shortlist des GINCO-Awards findet sich ebenso auf der Homepage des Preises.

Tagung „Der Comic als Form“ in Gießen

Unter starker ComFor-Beteiligung findet am 27. Juni die Tagung „Der Comic als Form – Bildsprache, Ästhetik, Narration“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen statt. Organisiert wird sie von Jörn Ahrens (JLU Gießen), die Beiträger_innen setzen sich auf vielfältige Weise mit der Thematik auseinander: „von Transmedialität über Ikonographie bis hin zu theologischen Thematiken, um nur einige Beispiele zu nennen“. Ziel ist, das „Potenzial einer Bild-Kulturwissenschaft für die Analyse der spezifischen Medialität des Comics“ herauszuarbeiten und den „interdisziplinären comic-theoretischen Diskurs“ zu beleben.

Tagungsprogramm

10.15 Begrüßung (Jörn Ahrens, Gießen)

10.30 Frank Thomas Brinkmann (Gießen): Magische Erzählkonstrukte und myst(agog)ische Momente im Comicrepertoire? Der perspektivische Zugewinn einer theologisch fokussierten Formenlehre

11.15 Ole Frahm (Frankfurt/M.): Und: Signaturen und Golems. Linien und Unförmiges

12.00 Mittagspause

13.45 Christina Meyer (Hamburg): Produktions-, Präsentations- und Rezeptionsbedingungen von Zeitungscomictableaus der Jahrhundertwende

14.30 Nina Heindl (Bochum/Köln): Fragen der Bildlichkeit an Chris Wares Comics verhandelt

15.15 Kaffeepause

15.30 Lukas R.A. Wilde (Tübingen): Über eine Kernfrage der Comicforschung: Cartoon-Bildlichkeit zwischen kognitiver Bildsemiotik und transmedialer Narratologie

16.15 Thomas Becker (Braunschweig): La ligne froide: Chris Wares Schizo-Narrative

17.00 Kaffeepause

17.30 Martin tom Dieck (Essen): Erzählerische Bilderfolgen – eine Betrachtung aus der Praxis

Veranstaltungsseite

Tagung „International Graphic Novel and Comic Conference“ in Manchester

Die 10. International Graphic Novel and Comic Conference (IGNCC) findet in diesem Jahr vom 24. bis 28. Juni an der Manchester Metropolitan University statt. Zum diesjährigen Thema „Storyworlds and Transmedia Universes“ hat das Organisationskommittee ein breites Programm zusammengestellt: geplant sind beinahe 40 Vorträgen, Workshops und Präsentationen zu Themen wie Intertextualität und Intermedialität, Geschlechtlichkeit, Kindheit, Geschichte und Krankheit im Comic. Ebenfalls auf dem Programm stehen Beiträge der ComFor-Mitglieder  Lukas R.A. Wilde (On the Systematic Divide of Transmedia Character Theory: Characters Within and Beyond the Storyworld), Jan-Noël Thon (Theorizing Transmedia Characters: Comics and Beyond) und Vanessa Ossa (Mind MGMT as (Simulated) Transmedial Narrative).

Veranstaltungstext

The notion of a storyworld, that is to say a shared universe within which the settings, characters, objects, events, and actions of one or more narrative are present, existed long before the present day media. Examples include myths and legends of Antiquity, folktales and Arthurian romances. Today’s storyworlds, described by Mark Wolf (2012) as, “transnarrative, transmedia, and transauthorial in nature” (14), open up fresh opportunities. Storyworlds have found a fertile terrain in comic strips and graphic novels. After all, the text/images form provides narratives dedicated to specific characters, times and places; these narratives are often used as source material for adaptations in film, games and broadcast media. Consequently creators, fans and corporations can interact with other forms beyond comics, thereby developing characters and narratives, as well as exploring new storytelling methods.

The possibilities seem almost infinite. Storyworlds may relate to Marvel’s and DC’s extended universes of the future. They can be adapted or constructed from half-remembered myths and legends, as in Isabel Greenberg’s Encyclopedia of Early Earth. Some story worlds (e.g. the manga Barefoot Gen) reveal historical events from individual perspectives. Others recount alternate histories (e.g. the Gallo-Roman era in Asterix by Goscinny/Uderzo, or the Belle Epoque with Adèle Blanc-Sec by Tardi). Still others offer parallel worlds (e.g. Clockwatch by Yomi Ayeni, (http://clockworkwatch.com/) which is a collaboratively created storyworld involving fandom), or the ‘Sword and Sorcery’ parody Donjon started by Sfar and Trondheim, which invites contributions from other artists and has given rise to numerous side projects.

Weitere Informationen gibt es auf der Veranstaltungsseite sowie im Tagungsprogramm (PDF).