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Publikationshinweis: „Avanturen des neuen Telemachs“

Friedrich Schillers Bildgeschichte „Avanturen des neuen Telemachs“, erschienen im Ch. A. Bachmann Verlag, ist nun lieferbar. Herausgegeben und mit einer Einführung versehen wurde sie vom ehemaligen ComFor-Vorsitzenden Dietrich Grünewald und übersetzt vom gegenwärtigen Vorsitzenden Stephan Packard sowie dem ComFor-Mitglied Elizabeth A. Nijdam.

Avanturen des neuen Telemachs.
Eine Bildgeschichte von 1786
Friedrich Schiller

86 Seiten, zweisprachig Deutsch u. Englisch,
mit zahlreichen Abbildungen.
Ch. A. Bachmann Verlag
ISBN 978-3-941030-46-6
€ 25,00 (zzgl. Versandkosten)

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Verlagsankündigung:
„Zum 30. Geburtstag seines Freundes und Gönners Christian Gottfried Körner zeichnet Friedrich Schiller, der skandalöse Dichter der Räuber, 1786 eine Bild-Humoreske. Zunächst nur als Spaß im Freundeskreis gedacht und später für verschollen gehalten, erscheinen hier erstmals Reproduktionen der unbearbeiteten Originalzeichnungen im Druck. Gegenübergestellt ist ihnen die Originalhandschrift aus der Feder des Schiller-Freundes Ludwig Ferdinand Huber. Der Text erscheint hier zudem erstmals transkribiert parallel in deutscher und englischer Sprache. Erläutert, in ihrem ästhetischen und historischen Kontext verortet, wird Schillers Geschichte, in der Körner nicht nur als Herkules erscheint, sich in Ägypten mutig gefräßigen Krokodilen stellt und gar eingemacht wird, in einem ausführlichen und umfangreich bebilderten Aufsatz von Dietrich Grünewald.“

Workshop „Gendered Cultural Identities in Comics and Literature“

Termin:
24.01.2019 14:00-18:30

Im Rahmen des Graduiertenkollegs „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ an der Universität Bochum findet am 24. Januar 2019 der Workshop (Self-)Documentation, (Self-)Performance and (Self-)Constitution of Gendered Cultural Identities in Comics and Literature statt.
Die Veranstaltung – organisiert von Esra Canpalat und der ComFor-Vorsitzenden Véronique Sina – verspricht u. a. einen Zeichenworkshop, sowie Impulse und Diskussionen von und mit der Comickünstlerin Sarah Lightman und Béatrice Hendrich, Juniorprofessorin am Orientalischen Seminar der Universität zu Köln.

Veranstaltungsankündigung:
„Assuming that visual and literary representations should always be looked at in context of their cultural and socio-political background, the interdisciplinary workshop aims at analysing (auto-)biographical comics of Jewish artists and literary works by Turkish writers. By focusing on different kind of identity policies that are being evoked in textual/visual media, the workshop will shed light on the question how (self-)documentation, (self-)performance and (self-)constitution of gendered cultural identities are being inscribed in (auto-)biographical comics and Turkish literature and culture. Bringing together the drawn line and the written word, an emphasis will be placed on the question how gendered cultural identities are being constructed, documented and negotiated within different media constellations. By doing so, the workshop will examine various conceptions of identity and their (de-)construction in comics and literary texts, paying specific attention to mechanisms of hegemonic exclusion(s) as well as manifestations of heteronormative structures and allocations in both media.“

Anmeldung: per E-Mail bis zum 21.12.2018

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Neue Publikationsreihen angekündigt

Kürzlich wurden von den jeweiligen Herausgeber_innen gleich zwei neue Publikationsreihen im Bereich der englischsprachigen Comicforschung angekündigt:

Bei Wilfried Laurier University Press ist unter Herausgeberschaft von Barbara Postema, Candida Rifkind und Nhora Lucía Serrano die Publikationsreihe Crossing the Lines: Transcultural/Transnational Comics Studies in Vorbereitung. Diese interdisziplinäre Reihe sucht zeitgenössische Forschungsansätze, welche Comicforschung mit Impulsen aus den Gender Studies, der Kunstgeschichte und den Visual Studies sowie Postcolonial und Diaspora Studies verknüpfen. Nähere Informationen und Kontaktadressen können im Ankündigungsflyer gefunden werden. –> Zum Flyer

Bei Routledge ist die Reihe Routledge Focus on Gender, Sexuality, and Comics Studies geplant, herausgegeben von Frederik Byrn Køhlert. In dieser Reihe soll es gezielt um Beiträge aus dem Bereich der Gender und Sexuality Studies gehen, die sich mit Comics und comic-verwandten Formen sowie mit deren Konsum beschäftigen. Nähere Informationen und Kontaktadressen können im Ankündigungsflyer gefunden werden. –> Zum Flyer

Die Herausgeber_innen rufen zum Einreichen von Kurzbeschreibungen relevanter Publikationen auf. Näheres dazu in den jeweiligen Flyern.

CLOSURE #5 ERSCHIENEN

Kürzlich ist Ausgabe 5 von CLOSURE, dem Kieler e-Journal für Comicforschung, erschienen. Auch in dieser Ausgabe findet sich wieder eine Vielzahl wertvoller Beiträge zur deutsch- und englischsprachigen Comicforschung. Neben vier Aufsätzen, die sich dem Themenschwerpunkt „Scheitern“ widmen, enthält die Ausgabe auch drei Aufsätze im offenen Themenbereich, einen Beitrag in der Rubrik ComicKontext sowie zahlreiche Rezensionen.

Herausgeber_innentext:

„Aus welchem Stoff werden Comic- und (Super-)Helden_innen gemacht? Sie sind das Produkt ständigen Scheiterns, Leidtragende immer wiederkehrender Niederlagen, Opfer herber Rückschläge. Missgeschicke und Defizite erleben als Gegenentwurf zu einem effizienzfixierten Perfektionismus eine positive Umwertung im öffentlichen Diskurs: Neben neunmalklugen Manager-Ratgebern, die das Scheitern als Weg zum Endziel ›Erfolg‹ preisen und es damit zu nicht mehr als einem Etappenziel degradieren, lässt eine Vielzahl von Publikationen das Scheitern als eine Verweigerungshaltung gegenüber einem ›Höher. Schneller. Weiter‹ oder zumindest als Bruch mit einer als linear beschriebenen Fortschrittserzählung verstehen. Inwiefern lassen sich Prozesse des Scheiterns im Comic beobachten, auf Produktions- bzw. Distributions-, Handlungs- oder Darstellungsebene? Dieser Frage widmet sich der Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe von CLOSURE.“

Zur Ausgabe #5 von CLOSURE

Herausgeber_innen: Victoria Allen, Cord-Christian Casper, Kerstin Howaldt, Julia Ingold, Gerrit Lungershausen, Marie-Luise Meier, Susanne Schwertfeger und Rosa Wohlers

Schwerpunkt: „Scheitern“

  • Katharina Brandl, Anne Elizabeth Moore: „Bound to fail: Living and working conditions in the comics industry“
  • Christian A. Bachmann: „Aus dem Rahmen fallen / in den Rahmen fallen: Scheiternde Künstler im Comic um 1900“
  • Anne Rüggemeier: „The List as a Means of Assessment and Standardization and Its Critical Remediation in Graphic Narratives About Illness and Care“
  • Daniela Kuschel: „‚Scheitern‘ als strukturgebendes Prinzip:
    Die Kunst zu fliegen (2012) von Antonio Altarriba und Kim“

Offener Themenbereich

  • Peter Vignold: „‚You Can’t Save The World Alone‘: Zum zeitgenössischen Comicfilm in Serie“
  • Dorothee Schneider: „The ‚Affected Scholar‘: Reading Raina Telgemeier’s Ghosts (2016) as a Disability Scholar and Cystic Fibrosis-Patient“
  • Sigrid Thomsen: „Readable Space and Practice: OCD in Fun Home and in Binky Brown Meets the Holy Virgin Mary

ComicKontext

  • Marc-Oliver Frisch: „Kapow! Boom! Comics: They’re Not Just for Kids Anymore!“

COMIC!-Jahrbuch 2019 erschienen

Die neue 2019er-Ausgabe des COMIC!-Jahrbuchs des Interessenverbands Comic e.V. (ICOM; hg. v. Burkhard Ihme) ist vor wenigen Tagen erschienen.

Wir hatten den Band bereits in einem früheren Post angezeigt, der inzwischen depubliziert wurde. Die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) will auf dieser Webseite regelmäßig auf möglichst alle einschlägigen Publikationen, Veranstaltungen und weiteren aktuellen Themen zur Comicforschung in deutscher Sprache hinweisen. Dass damit keine inhaltliche Zustimmung zu allen aufgeführten Publikationen ausgesprochen ist, versteht sich für gewöhnlich ohne weitere Erläuterung. Angesichts der politischen Positionen, die im Vorwort und einigen weiteren Beiträgen des aktuellen ICOM-Jahrbuchs ausgebreitet werden, wollen der Vorstand der ComFor und die Redaktion unserer Webseite in diesem Fall ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieser Publikationsvermerk keine Unterstützung meint. Sexismus und Diskriminierung widersprechen direkt der Satzung und den Grundsätzen der ComFor.

Diese Distanznahme bezieht sich keineswegs auf das ganze Jahrbuch: Es enthält wie in allen vorigen Jahren zahlreiche wertvolle Portraits, Veranstaltungsberichte und Dossiers — nicht zuletzt einen Beitrag des Gründers, langjährigen Vorsitzenden und Ehrenmitglieds der ComFor, Dietrich Grünewald, zum Thema: „Was ist ein Comic oder: Das Prinzip Bildgeschichte“; und ein hervorragendes Interview mit Lisa Frühbeis über Comics und Sexismus.

gez., Redaktion und Vorstand der ComFor