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Von „Oor Wullie“ bis „Doctor Who“ und „Heartstopper“: Anglophone Comics und Graphic Novels an der SUB Göttingen

Gastbeitrag von Dorothea Schuller, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen)
ORCID: https://orcid.org/0000-0003-2988-7576
Kontakt: schuller@sub.uni-goettingen.de

Comics im Lesesaal der SUB Göttingen

[Foto: Comics im Lesesaal der SUB Göttingen]

Bevor die Rubrik „Bibliotheken & Archive“ auf der ComFor-Webseite Anfang 2026 mit dem Bericht vom DFG-Rundgespräch ‚wiederbelebt‘ wurde, war hier lange ein Beitrag von 2014 als letztes Update zu finden: Am 25. November 2014 wurde die Comic-Sammlung der Bibliothek des John-F.-Kennedy-Instituts in Berlin feierlich eröffnet, zwei Vorträge aus dem Programm (von Daniel Stein und der damaligen Bibliotheksleiterin Julia Mayer) wurden zum Nachlesen veröffentlicht.

Der Vortrag von Julia Mayer endete mit folgendem hoffnungsvollen Ausblick:

„Wie es weitergeht ist noch unklar. Gemeinsam mit der [Niedersächsischen] Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen werden wir [2015] einen Antrag für einen Fachinformationsdienst bei der DFG stellen, der auch die Bereitstellung von [nordamerikanischen] Comics beinhaltet. Wenn das scheitert, werden wir hoffentlich an anderen Stellen Sondermittel auftun, denn aus dem eigenen Etat können wir die Sammlung nur langsam weiter ausbauen. Eines ist aber auf jeden Fall sicher: Es wird weitergehen.“

Der Antrag war erfolgreich: Seit 2016 betreuen die SUB Göttingen und die Fachbibliothek Nordamerikastudien (UB der FU Berlin, ehemals JFKI-Bibliothek) gemeinsam den Fachinformationsdienst Anglo-American Culture (FID AAC). Die Sammlung nordamerikanischer Comics am Berliner Standort konnte somit wie geplant mit Hilfe von DFG-Drittmitteln weiter ausgebaut werden.

In der aktuellen 3. Förderphase hat auch die SUB Göttingen damit begonnen, eine Sammlung englischsprachiger Comics und Graphic Novels aufzubauen. Ergänzend zur Berliner Sammlung, die sich auf die USA und Kanada konzentriert, werden anglophone Werke v.a. aus Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland erworben, um so alle Länder aus dem Erwerbungsprofil des FID abzudecken. Auch Forschungsliteratur zu anglophonen Comics und Graphic Novels wird von der SUB Göttingen mit Unterstützung der DFG erworben.

Alle Comics können über die Fernleihe ausgeliehen werden und stehen so der Forschung als Primärquellen zur Verfügung. Vor Ort in Göttingen kann der Großteil der noch wachsenden Sammlung auch direkt am Regal (im Lesesaal der Zentralbibliothek) durchstöbert werden – eine vorherige Bestellung über den Katalog ist also nicht notwendig.

Die Sammlung enthält Klassiker von Alan Moore, Posy Simmonds, Bryan Talbot, Raymond Briggs und aktuelle Bestseller wie Alice Osemans Heartstopper-Reihe, aber auch Werke, die bisher kaum oder gar nicht an deutschen Bibliotheken vorhanden bzw. für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dazu gehören z. B. Comics zur britischen Science-Fiction-Fernsehserie Doctor Who sowie Titel australischer und neuseeländischer Autor*innen wie Chris Gooch, Mandy Ord, Lee Lai, Ben Stenbeck oder Campbell Whyte.

Comics aus Australien

[Foto: Comics aus Australien]

Um ein möglichst breites Spektrum abzudecken, werden Werke unterschiedlicher Genres gesammelt, also z. B. auch Comic-Biographien, Comics zu historischen Ereignissen, Adaptionen von Literaturklassikern und Anthologien einschlägiger Magazine (z. B. 2000 AD).

Alle an der SUB Göttingen erworbenen englischsprachigen Comics werden mit der Regensburger Verbundklassifikation erschlossen (AP 89316 – AP 89999) und können über formale Kriterien aus dem Katalog herausgefiltert werden.

Zur Göttinger Sammlung gibt es außerdem als Ergänzung zum Bibliothekskatalog eine öffentliche Zotero-Bibliographie. Hier ist z. B. das Filtern nach Ländern möglich, und die bibliographischen Daten können leicht in die eigene Zotero-Bibliothek übernommen werden – ein Beitritt zur Gruppe ist dafür nicht notwendig.

Wir freuen uns auch über Erwerbungsvorschläge, die direkt in die Zotero-Bibliographie eingetragen werden können. Wer der Gruppe beitreten möchte, ist herzlich willkommen! Erwerbungsvorschläge können ansonsten auch über das Formular auf unserer FID-Webseite oder per E-Mail an uns gerichtet werden.

Im Vergleich zu anderen deutschen Comic-Sammlungen steht Göttingen noch ziemlich am Anfang. Umso mehr freuen wir uns, dass sich der neue Erwerbungsschwerpunkt schon ein wenig herumgesprochen hat und uns bereits einige Geschenkabgaben erreicht haben.

Ein besonderes Highlight sind einige Anthologien der einflussreichen schottischen Serien Oor Wullie und The Broons, die in Kürze bei uns verfügbar sein werden. Seit den 1930er Jahren erscheinen diese in Scots verfassten Comicstrips in der schottischen Zeitung The Sunday Post. Sowohl für kulturgeschichtliche wie sprachwissenschaftliche Fragestellungen stellen diese Comics interessantes Quellenmaterial dar. Sie wurden uns von Anne Günther (vormals Hoyer) überlassen, die sich in ihrer Dissertation The Scottishness of Oor Wullie mit diesen Comics auseinandergesetzt hat.

Oor Wullie & The Broons

[Foto: Oor Wullie & The Broons]

Der FID AAC bringt sich außerdem aktiv ins Netzwerk „Comics in Bibliotheken“ ein und steht mit anderen FID, die ebenfalls Comics sammeln, im Austausch. Auf der diesjährigen BiblioCon gab es ein vom Netzwerk koordiniertes Comics-Panel mit u. a. einem gemeinsamen Vortrag von FID AAC und FID Romanistik.

Im September 2026 werden wir zusammen mit unserer Berliner Partnerbibliothek einen weiteren Fortsetzungsantrag für den FID AAC bei der DFG einreichen. Ganz sicher ist die Zukunft also nicht, aber ich wiederhole an dieser Stelle gerne die zu Beginn zitierte optimistische Prognose: Es wird weitergehen!

Program 2nd International CLOSURE Conference: Tropes of Comics and Manga

Tropes of Comics and Manga:
Between Genres, Conventions and Database Knowledge

2nd International CLOSURE Conference, 19.–21.11.2026

Keynote Speakers: Stephan Packard (Cologne) and Jaqueline Berndt (Stockholm)

Comics and manga work intensively with recurring, conventionalized situations: the superhero’s backstory wound, the laconic animal reflection in the four-panel strip, the alliance of hero and antagonist against a greater threat. Such standard situations are increasingly referred to as tropes in both popular and academic discourse, and the term carries a peculiar tension between fan cultures and scholarly inquiry. Platforms like TVtropes.org have been systematizing an extensive body of classificatory knowledge for over twenty years, currently comprising more than 30,000 entries across more than 80,000 media texts, while continuously negotiating the rules of correct classification. The ethos of these descriptions—“contrast this to,” “downplayed here,” “subverted as”—deserves to be taken seriously. Yet against the studied, if often ironically inflected, precision of individual articles, the overarching question of what distinguishes a trope in the first place, at which levels we locate it, and how it changes historically, remains productively open.

In the rhetorical tradition, “trope” designates a figure of figurative language: analogy, metonymy, oxymoron. In popular usage, trope tends to describe the scale of a conventionalized scene and its constellation of characters. Bakhtin’s (1981 [1975]) chronotope, for instance, prefigures actions and encounters in characteristic spacetimes, just as the dark alleyway implies the mugging and the crossroads the encounter between strangers. At the broader macro-level of plot structure, Campbell’s (2008 [1949]) hero’s journey has also been understood as an identifiable trope. What lies between rhetorical figure, scene type, and macro-plot, however, remains theoretically underdeveloped, and this conference aims to address that gap more precisely. The goal is to move beyond implicitly assumed concepts such as “cliché,” “stereotype,” or “motif,” as well as beyond unreflective adoption of the TVtropes framework, which has so far served primarily as a starting point for ideological critique of gender categories and representation. The precise scaling of the trope, its structural, semantic, and iconographic determinacy, remains an unresolved problem (Kunz and Wilde 2023, 51–70).

Comics and manga raise particularly pressing medium-specific questions in this regard. Manga in particular has repeatedly been characterized as “database consumption,” in which the anticipation of categories and narrative structures constitutes a significant part of the reading experience (Kacsuk 2016). But do the recurring, often schematically simplified figures of hand-drawn comics also encourage a particularly “tropistic” mode of storytelling? Does the seriality of the medium play with recognizability and variation in ways that are distinct from other media? If comics are to be understood as an inherently parodic medium (Frahm 2010), this might be expected to work against the affirmative, quasi-naive use of tropes—yet such use is undeniably widespread. Where does this contradiction come from, and what does it say about the relationship between formal reflexivity and generic convention in comics?

These questions have a pronounced transmedia dimension as well. Many tropes appear to be so shaped by their medium that their translation into live-action formats long proved unsuccessful, or became possible only through modern CGI technology. In his new Superman (2025), James Gunn cites interdimensional invasions in the background of the image, as tropes that require no further plausibilization. A plot that would first need to establish and naturalize them would be a non-starter. Similar dynamics can be observed in live-action adaptations of anime, which enjoyed little critical success before the Netflix One Piece adaptation (2023), perhaps precisely in their handling of tropistic characters, scenes, and character designs. Transmediality becomes a test case here for what in a trope is medium-specific and what is structurally anchored in narrative.

Tropes are also politically far from neutral. The sexist “Women in Refrigerator” trope is only the most familiar example of how hegemony, othering, and intersectional categories such as gender, race, class, and dis/ability are reproduced or subverted at the level of the scene (Sina 2021). Whether comics and manga structurally prefigure tropes toward subversive or affirmative uses, or whether this can only be determined case by case, is one of the most open and productive questions in the field. It also touches on the ideological weight of trope literacy in fan hierarchies and fan practices, where recognizing, naming, and varying tropes constitutes a distinct form of cultural knowledge.

The 2nd International CLOSURE Conference engages with these questions theoretically, analytically, historically, and through ideological critique.

Thursday, 19.11.2026 (WSP2 – R.214 – Hörsaal)

15:00: Welcome and Introduction:
Lukas R.A. Wilde (Trondheim) with Zoltán Kacsuk & Magnus Pfeffer (Stuttgart)

1. Panel: Mediality of Tropes

16:00: Martin Hennig & Christopher Zysik (Tübingen/Paderborn): Sichtbarkeit und Wissensordnung durch trope-Zuschreibung in Fan kuratierten Datenbanken

17:00: Mark Hibbett (London):
Issues of Medium-specificity in a Unified Catalogue of Transmedia Character Components

18:00: Short Break

18:30: Keynote Stephan Packard (Cologne):
When and Where Did Topoi Turn Into Tropes? Reflections On Comics‘ Popular Aesthetics as Laboratories and Databases

20:00: Dinner

Friday, 20.11.2026 (WSP2 – R.214 – Hörsaal)

2. Panel: Gendering and Queering Tropes

10:00: Vanessa Ossa (Cologne):
Invincible Iron Man als Paradigma verletzlicher Männlichkeit

11:00: Anneke Schewe & Melissa Schuh (Kiel):
“Oh. You’re Being Gay. Good Job. Carry on” – Serial Characterisation, Queer Joy and Queer Tropes in Alice Oseman’s Heartstopper

12:00: Yun-Jou Chen (Mainz):
Wer lacht hier? Die „Angst vor der Ehefrau“-trope zwischen Reproduktion und Subversion in chinesischsprachigen Comics

13:00: Lunch Break

3. Panel: Tropes in Manga

15:00: Fredrik Strömberg (Malmö):
The Eroding Divide between Shōnen and Shōjo – Rumiko Takahashi’s Inuyasha, a Catalyst for Change?

16:00: Arnold Bärtschi (Bochum):
Production and Reception Aesthetics of Tropes in the Manga Bakuman

17:00: Katharina Hülsmann (Düsseldorf):
Tropes in Original German Language Manga

18:00: Short Break

18:30: Keynote Jaqueline Berndt (Stockholm):
Mangaesque Eyes: On the Media-specific Performativity of an Infamous Iconographic Device

20:00: Dinner

Saturday, 21.11.2026 (WSP2 – R.214 – Hörsaal)

4. Panel: Adapting and Deconstructing Tropes

10:00: Kay Schwemer (Halstenbeck):
Tropes der Fantastischen Literatur in Le Horla von Guy de Maupassant und ihre Übertragung in Adaptionen der Novelle in Comics – Potentiale für den Französischunterricht in Deutschland

11:00: Francesca Bravi (Kiel):
„Parodien sind eine ernste Angelegenheit.“ Leo Ortolanis Rat-Man: ein Superheld ohne Superkräfte

12:00: Tamar Barbakadze (Vienna):
The Chronotope of Resistance: Deconstructing the “Counter-Infrastructure” Trope in Contemporary Graphic Narratives

13:00: Conclusions

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Programm „Re-envisioning Time Across ImageTexts“

Termin:
03.09.2026 - 04.09.2026

Re-envisioning Time Across ImageTexts

Mit Beiträgen von u.A. Giorgio Busi Rizzi, Arnold Bärtschi und Ole Frahm.

Keynote speaker: Prof. Dr. Kai Mikkonen, The University of Helsinki, Finland

Veranstaltungstext:

„This conference brings together scholars and practitioners to explore the intersections between imagetexts and dominant/alternative/counter temporalities.  The topic of time in Comics Studies has always received its share of attention. Among its earlier examples, we find Scott McCloud’s exploration of gutter-spaces and sequentiality (1994) and Thierry Groensteen’s advanced theorisation of spatio-topical networks (1999), including more recent analyses of the topic, such as Kai Mikkonen’s exploration of time in The Narratology of Comic Art (2017), Jan Baetens’ multiple contributions to the topic (i.e. ‘Gap or Gag’ (2020)), as well as Groensteen’s latest La Bande dessinée et le temps (2022). As ‘comics exist in time’ (Baetens, 2022), their temporal existence seems to stretch beyond purely spatial relations, including manifold interconnections that constitute the growing body of research on time in comics, often following Bergsonian critique of spatiality (Conard & Lambeen, 2012). What is especially intriguing in this respect is the way in which temporal relations in imagetexts further resonate with our socio-political realities, in which historical metanarratives become naturalized through specific regimes of reading, looking, and more broadly, ‘experiencing’ time, and where story-time and discourse-time are further informed by the time ‘out there’ as our historical time.
As a continuation of this critical polylogue, this conference seeks to provide a platform for furthering the discussion on time construction and perception in comics, while expanding the object of inquiry to include broader constellations of imagetexts: static printed and digital media where image and text intersect, merge, or collide in creative ways, including illustrated prose, collage, visual poetry, zines, film still assemblages, scrapbooks, and experimental mixed-media works.“

The conference takes place in person, with the keynote and roundtable being available in a hybrid form. To receive the link to the online streaming of these two events, please, contact the organizers via email.  Feel free to get in touch:
Svitlana Stupak (svitlana.stupak@uni-siegen.de) and Silvia Vari (silviaericavari@gmail.com) for any questions.

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Neuerscheinung: „Bin Mensch nicht auch ich?“

„Bin Mensch nicht auch ich?“
Erinnern – Erzählen – Erleben

Marion Goedelt, Inbal Leitner, Stephanie Lunkewitz,
Lisa Rock und Bianca Schaalburg,
hg. von Jens Aspelmeier, Jana Mikota und Daniel Stein

Ariella Verlag
2026
260 Seiten
€ 29,00
ISBN 978-3-945530-59-7

Verlagsankündigung:

„Modern inszeniert und grafisch erzählt, ist dies das passende Buch für junge Leser:innen, die sich für die Zeit des Nationalsozialismus und die Lebensgeschichten verfolgter Menschen interessieren. Für Lehrer:innen ist es Gesprächsöffner und Unterrichtshilfe zugleich – ein Anlass, die lokalen Begebenheiten und einzelne Schicksale im lokalen (hier am Beispiel des Siegerlands), wie im größeren historischen Kontext zu erkunden und die Möglichkeiten grafischer Formen der Erinnerungskultur kennenzulernen.

Fünf Illustratorinnen erzählen Lebensgeschichten aus der Stadt Siegen und dem Umland, die sich zur Zeit des Nationalsozialismus in Südwestfalen ereignen. Sie tauchen tief in die Vergangenheit ein und schildern die Erlebnisse und Erfahrungen der fünf Protagonist:innen. Hier treffen historische Aufarbeitung und gegenwärtige Erinnerung auf eine Weise aufeinander, die das Interesse vor allem junger Leser:innen an deutscher Geschichte wecken und für die generationsübergreifende Verantwortung für diese Geschichte sensibilisieren soll.

In Form von grafischen Kurzgeschichten im Stil einer Graphic Novel werden folgende historisch dokumentierte Biografien erzählt:

  • -Zina, die als junges Mädchen aus Weißrussland mit ihrer Familie nach Siegen deportiert und dort als Zwangsarbeiterin Schwerstarbeit leisten musste.
  • -Otto Päulgen aus Niederschelderhütte, ein Opfer des sogenannten „Euthanasieprogramms“
  • -Inge Frank, eine Jüdin aus Weidenau, die 1942 deportiert und anschließend ermordet wird
  • -Betty Hochmann, eine Jüdin, die gegen den Willen ihrer Eltern als Fünfzehnjährige ins damalige Palästina auswandert
  • -Die Siegener Synagoge und ihre Zerstörung

Fotos zum Making-of, der Recherche und des Storytelling Prozesses ergänzen die Geschichten und leiten beispielhaft an, auf eigene Erkundungen und Erstellungen von Graphic Novels im Sinne der lokalen Erinnerungsarbeit zu gehen. Besonders für Lehrer:innen und ihren Unterricht ist es ein anregendes Werk.

Historische Einordnungen helfen auch ‚Geschichts-Neulingen‘ die Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen und eine Variante zur traditionellen Erinnerungsarbeit zu bieten.

Die dritte Generation nach dem NS-Regime ist wieder sehr interessiert, die eigene Geschichte aufzudecken, und dieses Buch ist die Unterstützung zu dem aktuellen Interesse.“

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Comic-Lehrveranstaltungen im SoSe 2026

Wie in der Vergangenheit sammeln und archivieren wir auch im aktuellen Sommersemester 2026 wieder comicrelevante Lehrveranstaltungen unserer Mitglieder.
Wenn Sie noch einen Kurshinweis ergänzen möchten, auch wenn Sie kein ComFor-Mitglied sind, schreiben Sie bitte eine E-Mail mit allen relevanten Daten an die Webredaktion: redaktion@comicgesellschaft.de.

 

Name der/des Dozierenden PD Dr. Marie Dücker
Universität Universität Graz
Titel der Lehrveranstaltung From Graphic Novel to Graphic Narrative: Contemporary Comics Studies as Literary Studies
Art der Lehrveranstaltung Proseminar für Studierende im BA Anglistik/Amerikanistik und Lehramt Englisch
Fachliche Anbindung Amerikanistik

 

Name der/des Dozierenden Dr. Barbara M. Eggert, Prof. Barbara Yelin, Prof. Florian Bayer, Tine Steen
Universität Merz Akademie, Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien
Titel der Lehrveranstaltung Comics on the Menu: Graphic Storytelling as Urban Research
Art der Lehrveranstaltung Summer School, BIP ERASMUS
Fachliche Anbindung Gestaltung, Kunst und Medien
Kursbeschreibung At the core of the international Comics Summer School is the comic as a tool for dialogue and research-oriented artistic practice. Comics are approached as a multi-perspectival medium that combines fictional, biographical, and documentary narration. Particular attention is given to their relevance in science communication, memory cultures, and postcolonial and decolonial perspectives. The thematic focus of the programme is food and culinary cultures in the postmigrant urban society. Food is explored not merely as sustenance, but as a lens through which social, cultural, and political dynamics become visible. Restaurants, markets, and grocery stores are examined as spaces of encounter, negotiation, and representation within the city. Through this lens, the programme addresses postcolonial entanglements of trade, taste, labour, migration, and cultural identity. Participants engage in both theoretical reflection and artistic experimentation, culminating in the development of individual artistic-research projects that respond visually and narratively to the programme’s core themes.

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Name der/des Dozierenden PD Dr. habil. Jennifer S. Henke
Universität Leuphana Universität Lüneburg
Titel der Lehrveranstaltung Comics and Graphic Novels
Art der Lehrveranstaltung Seminar (BA, Lehramt)
Fachliche Anbindung English Studies (Anglistik/Amerikanistik)
Kursbeschreibung Comics and graphic novels have at long last reached credibility; today, they are regarded as popular art forms in their own right. In this seminar, we will first discuss the history of the comic, its classification as sequential art as well as further formal and functional specificities based on Scott McCloud’s pivotal book Understanding Comics. Second, we will turn to an analysis of selected texts. The body of work is focused on, but by no means limited to, adaptations of literary classics. The aim of this seminar is to acknowledge the analytical potential of graphic literature as it equally contributes to the literary canon.

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Name der/des Dozierenden PD Dr. Lena Henningsen
Universität Universität Heidelberg 
Titel der Lehrveranstaltung Comics in China
Art der Lehrveranstaltung BA/MA/M.Ed. students in Chinese Studies
Fachliche Anbindung Chinese Studies
Kursbeschreibung Comics erfreuen sich überall auf der Welt großer Beliebtheit, so auch in China. 1986, so heißt es, war eines von drei verkauften Büchern in China ein Lianhuanhua 连环画, also ein Comic. In ihrer Kombination von in der Regel einfachem Text und Illustration wenden sie sich oft an Kinder und Jugendliche. Lianhuanhua waren Unterhaltung. Sie konnten kommerziell erfolgreich sein, oder zur Vermittlung von Bildung sowie politischen Inhalten genutzt werden. Eingebettet in die politische Kultur Chinas, erweisen sie sich dennoch als außerordentlich vielfältig – besonders gut „sichtbar“ in der inzwischen über 3000 Lianhuanhua umfassenden Sammlung in unserer Institutsbibliothek.

Um uns diesen Phänomenen anzunähern, nimmt dieser Kurs die chinesische Lianhuanhua-Kultur in den Blick . Wir werden uns zu Beginn des Kurses einen Überblick über die Entwicklung der Lianhuanhuaverschaffen und anhand ausgewählter Texte der Comics Studies eine Toolbox zur Analyse von Lianhuanhua erarbeiten. Danach werden wir – geleitet von den Interessen der Teilnehmenden – exemplarische Lianhuanhua analysieren auf ihren ästhetischen Gehalt sowie ihre sozialen, politischen und historischen Implikationen.

 

Name der/des Dozierenden Prof. Dr. Daniela Kuschel
Universität Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Titel der Lehrveranstaltung Diversität im Comic
Art der Lehrveranstaltung Aufbauseminar
Fachliche Anbindung Transkulturelle Studien/Romanistik
Kursbeschreibung Comics und Graphic Novels sind Orte kultureller Aushandlung. Sie überschreiten kulturelle, sprachliche und ästhetische Grenzen und schaffen neue Räume für Identitätsentwürfe und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse. Das Seminar analysiert anhand von verschiedenen Beispielen (u.a. Racine von Lou Lubie, Fußnoten von Nacha Vollenweider und A normal Day von Sara Jotabé) wie Diversität im Comic verhandelt und ästhetisch umgesetzt wird.

 

Name der/des Dozierenden Prof. Dr. Christina Meyer
Universität Universität Hamburg
Titel der Lehrveranstaltung Comics Histories
Art der Lehrveranstaltung Seminar (BA und MA Studierende), mit zwei Gastvorträgen (digital) von Prof. Roger Sabin und Dr. Diego Labra
Fachliche Anbindung Anglistik, Amerikanistik, Fachdidaktik Englisch
Kursbeschreibung Since the emergence of comics as a mass medium in the second half of the nineteenth century (in humor magazines in the UK, and in newspaper supplements in the US), comics and other forms of graphic narrative have remained a contentious topic. They are frequently derided as low-brow, kid’s stuff, a threat to literacy or even to moral values. Fans and scholars alike, meanwhile, see them as – often avant-garde – work that is uniquely situated to engage with political and social issues of their day, beyond what is available for other modes of expression. The basic premise of this course is that comics and other forms of graphic narrative are cultural forms of representation and culture-historic means of visual-verbal communication that produce meaning and offer different forms of engagement. This seminar will provide an introduction to the emergence and development of comics in the US and in the UK. The course will offer close readings of aesthetic principles of different formats and the carrier media they appear(ed) in, and examine a selection of popular genres (e.g. superheroes comic books and documentary comics). The syllabus will also include a variety of historical materials and a range of theoretical viewpoints on the medium of comics. In this seminar students will a) acquire tools, concepts, methods and vocabulary for understanding, analyzing, and critically evaluating the medium of comics; b) develop a comprehension of the artistic devices in comics and their functions and effects, as well as of the different form(at)s and genres of comics; c) understand the beginnings and evolution as well as the cultural work (and significance) of the medium of comics; d) be (briefly) introduced to the didactic potential of these texts in the context of an EFL classroom (LASek I & II). Last but not least, I am proud to announce that I have been able to secure two renowned comics researchers to give guest lectures in our seminar:

Professor Roger Sabin from the University of the Arts London, England, and Dr. Diego Labra from the Escuela Interdisciplinaria de Altos Estudios Sociales UNSAM Campus Miguelete, San Martin, Provincia de Buenos Aires, Argentina.

This course on “Comics Histories” will benefit greatly from the knowledge and research of these two Comics Studies scholars.

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Name der/des Dozierenden Netzwerk Comicforschung am Rhein
Universität  Bonn, Düsseldorf und Köln
Titel der Lehrveranstaltung Aktuelle Fragen der Comicforschung: Mehr als Menschen in Panels. Perspektiven der Ökologie, Posthuman, Animal und Plant Studies
Art der Lehrveranstaltung Online-Ringvorlesung
Fachliche Anbindung Interdisziplinär
Kursbeschreibung Die gemeinsam an den Universitäten Bonn, Bochum, Düsseldorf und Köln ausgerichtete interdisziplinäre Ringvorlesung zur Comicforschung wird vom Netzwerk Comicforschung am Rhein organisiert. Interdisziplinäre Beiträge aus der Forschung und Gespräche mit Künstler*innen widmen sich in diesem Sommer der Frage, wie Comics das für unsere Gegenwartsgesellschaften hochaktuelle Thema der Ökologie sowie Perspektiven der Posthuman, Animal und Plant Studies aufgreifen und künstlerisch gestalten.

So thematisieren etwa Comics zur Klimakrise in ökologischen und ökokritischen Perspektiven  die Folgen der Umweltzerstörung oder Ängste und Hoffnungen um Nukleartechnologie. In fiktionalen ebenso wie in dokumentarisch-faktualen Comicerzählungen begegnen wir apokalyptischen, aber auch optimistisch revolutionären Entwürfen. Vor dem Hintergrund einer möglicherweise nicht hinreichend diversifizierten Wahrnehmung der Gegenwart als Anthropozän, also als Zeitalter einer vom Menschen geformten Erde, gilt es den Blick auch auf noch mehr als nur menschliche Akteure zu richten: Auf die Darstellung von tierischen und pflanzlichen Existenzweisen und Subjektivitäten in den Animal und Plant Studies ebenso wie auf die Akteur-Medien-Netzwerke, in denen Menschen mit Werkzeugen von Zeichenstiften bis zu Kommunikationssatelliten, mit Infrastrukturen und Organisationen interagieren, wenn sie Comics entwerfen, produzieren, distribuieren oder lesend betrachten: auch sie gilt es als globale und lokale, zwischen Menschen und nicht-menschlichen Akteuren verteilte Konstellationen ernst zu nehmen.

Im inzwischen fünften Jahr lädt unsere Online-Ringvorlesung Teilnehmende dazu ein, Perspektiven aus verschiedenen Philologien und Kulturwissenschaften, aus der Kunstwissenschaft, Medienwissenschaft und Geschichtswissenschaft, der Philosophie und der Didaktik zu kombinieren und in Diskussionen und Workshops mit Künstler*innen aus der Comicszene und eigenen Essays zu erproben.

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Name der/des Dozierenden Prof. Dr. habil. Elissa Pustka & Assoz. Prof. Dr.  Rémi Armand Tchokothe
Universität Universität Wien
Titel der Lehrveranstaltung La bande dessinée en Afrique et sur l’Afrique ‘francophone’
Art der Lehrveranstaltung Masterseminar
Fachliche Anbindung Medienwissenschaft Romanistik/Afrikanistik
Kursbeschreibung

Die Studierenden erhalten in diesem Seminar einen Überblick über Comics zum ‚frankophonen‘ Afrika. Das Seminar richtet sich sowohl an Studierende des Französischen als auch an Studierende der Afrikawissenschaften. Diese interdisziplinäre Ausrichtung soll es ermöglichen, den Gegenstand aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und dadurch einen vergleichenden Blick zu entwickeln.

Die Studierenden erhalten zunächst eine Einführung in die Comic-Analyse, den frankophonen Comic sowie die Comicszene im frankophonen Afrika. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Sprach- und Kulturkontakten. Auf dieser Basis entwickeln wir im Seminar gemeinsam ein oder mehrerer Lektüreraster (kulturelle, medial-ästhetische und sprachliche Aspekte), mit dem die Studierenden im Anschluss selbstständig Comics analysieren.

 

Neuerscheinung: Annemarie Klimkes „Super-Emotionen“

Super-Emotionen. Eine emotionstheoretische Betrachtung des Superheld✶innengenres im Comic

Annemarie Klimke

De Gruyter
ISBN 978-3-11-914316-5
Juni 2026
372 Seiten

Als Band 6 der Reihe Comicstudien ist soeben  Annemarie Klimkes Dissertationsschrift Super-Emotionen erschienen.

Buchbeschreibung:
„In Superheld*innencomics sind Emotionen, wie Wut, Angst oder Liebe allgegenwärtig. Sie charakterisieren die Figuren, sind fundamentaler Bestandteil ihrer Genese, ihrer Secret Identities sowie ihrer Superkräfte. Dabei artikulieren sie sich in einer für das Superheld*innengenre charakteristischen expressiven Formsprache.

Der vorliegende Band geht diesem bisher in der Forschung noch wenig beachteten emotionalen Potenzial nach und untersucht das US-amerikanische Superheld*innengenre im Comic erstmals aus einer emotionstheoretischen Perspektive. Anhand differenzierter Comicanalysen werden die verschiedenen Facetten von Emotionen beleuchtet, angefangen mit der Systematisierung emotionsanzeigender und emotionalisierender Zeichen bis hin zur Ergründung der emotionalen Semantik des Genres. Dabei wird beispielsweise diskutiert, welche emotionale Architektur die Traumata der Superheld*innen besitzen, inwiefern Emotionen vergeschlechtlicht oder rassifiziert werden und welche Emotionsdiskurse sich in emotionalen Superkräften verbergen.

Ziel der Studie ist es, die Grammatik der Emotionen in Superheld*innencomics offenzulegen und einen bis dato noch unausgeschöpften Zugang zum Genre aufzuzeigen.“

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Tagung: „Samson, Superwoman und Krusty, der Clown – Jüdische Bilder-Geschichten vom Mittelalter bis zur Gegenwart“

Termin:
08.07.2026 - 10.07.2026

Vom Mi, 8.7.2026 bis zum Fr, 10.7.2026, findet eine Tagung der 34. Internationalen Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs in Kooperation mit dem Literaturhaus Wien / Österreichische Exilbibliothek statt:

„Samson, Superwoman und Krusty, der Clown – Jüdische Bilder Geschichten vom Mittelalter bis zur Gegenwart“

Unter den Vortragenden befinden sich auch ComFor-Mitglieder Ralf Palandt und Ole Frahm.

Ankündigungstext:
„Jüdische Geschichte ist seit mehreren Jahrzehnten ein Stoff, der auch in Comics und Graphic Novels verarbeitet wird. Ende der 1980er Jahre erschien Art Spiegelmans Comic »Maus«, das die Shoah auf neue Weise thematisierte und dafür mit dem Pulitzer-Preis ausgezeich net wurde. Von »Maus« be ein flusst, setzte in der Folge ein regel rechter Boom ein. Auch die 34. Internationale Sommerakademie setzt sich mit jüdischen Bilder-Geschichten aus einan der. Sie nimmt nicht nur mehrere Epo chen und Themen in den Blick, sondern auch die ganze Bandbreite künstlerischer Genres. Historische Er eig nisse oder die Aben teuer realer und er fun de ner jüdischer Held:innen wurden nicht nur in Comics und Trickfilmen erzählt, sondern auch in der Buch malerei des Mittelalters oder in früh neu zeit lichen Flugblättern. Die Som mer aka demie rückt Künstler:innen und Leser:innen, Selbst- und Fremd bilder, Genres und Medien sowie jüdisch-nichtjüdische Beziehungen ins Bild.“

Vollständiges Programm herunterladen

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21. ComFor-Jahrestagung 2026: „Figuren und Figurationen des Heroischen im Comic“ (Gießen)

Vom 30. September bis zum 1. Oktober 2026 wird die 21. Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) an der Universität Gießen stattfinden. Organisiert wird sie von Jörn Ahrens, Frank Thomas Brinkmann und Kirsten von Hagen.  Die Keynote wird gehalten von Rafael Carrión Arias (Madrid) zum Thema „Look up in the sky! It’s a bird… it’s a plane… It’s fascism! Towards a genealogy of the contemporary hero in the age of Nihilism“

Der Call for Paper mit dem Ausschreibungstext zum Thema „Figuren und Figurationen des Heroischen im Comic“ findet sich hier.

Ort: Center for the Study of Culture (GCSC), Otto-Behaghel-Straße 12, 35394 Gießen (Campus Phil I)
➢ Direkte Busverbindung vom Bahnhof Gießen: Buslinie 10 nach Gießen
Philosophikum (13 Haltestellen, ca. 25 Minuten); direct connection from Giessen train
station: busline 10 to Giessen Philosophicum (13 stops, approx. 25 minutes)

Download Programmflyer:

 

Tagungsprogramm:

Tag 1: 30.09.26

Zeit Vortrag
09:30.10:00 Eröffnung

 

Panel 1: Heroische Mythologie

Moderation: Lukas R.A. Wilde (Trondheim)

10:00-10:45 Dietrich Grünewald (Koblenz): Superheldenfiguren – vom mythologischen Vorbild zur Parodie
10:45-11:30 Frank Thomas Brinkmann (Gießen): Die Persistenz des unaufgeklärten Mythos und seiner Helden im Comic
11:30-11:45 Pause

 

Moderation: Christina Meyer (Hamburg)
11:45-12:30 Christopher Schmidt (Mainz): Monströse Helden – Steigerungen des Exorbitanten und liminale Anthropologien am Beispiel der US-Comicfiguren Swamp Thing und Hulk
12:30-13:15 Joachim Trinkwitz (Bonn): Genderbending Odysseus. Konzeptionen des Heroischen in Matt Fractions und Christian Wards Rewriting der Odyssee
13:15-14:45 Mittagspause
15:00-16:00 ComFor Mitgliederversammlung
Panel 2: Tragikomisch heroisch

Moderation: Anna Jäger (Gießen)

16:00-16:45 Verena Kuni (Frankfurt a.M.): Die Kunst des Anti*Held*innentums. Die Legende vom Künstler und ihre Folgen im zeitgenössischen Comic
16:45-17:30 Ole Frahm (Frankfurt a.M.): Komische Helden. Mickey, Monstren, Mutationen. (Gegenentwürfe zum Tragischen)
18:00-19:00 Keynote

Rafael Carrión Arias (Madrid): Look up in the sky! It’s a bird… it’s a plane… It’s fascism! Towards a genealogy of the contemporary hero in the age of Nihilism

Moderation: Jörn Ahrens (Gießen)

19:30 Vergabe Martin Schüwer Preis

Open End. Live Musik:  kalley – songs, sounds, noise

 

Tag 2: 01.10.26

Zeit Vortrag Vortrag
Panel 3: Postkoloniale Heroismen

Moderation: Jörn Ahrens (Gießen)

Panel 4: Gender Heroes

Moderation: Arnold Bärtschi (Bochum)

09:30-10:15 Bettina Brockmeyer (Gießen): Heroinen und Rassismus: January Jones Iris Haist (Köln): Batgirl vs. Oracle – Heroismus, Feminismus und Ableismus
10:15-11:00 Amadeo Gandolfo (Buenos Aires) und Stefan Rinke (Berlin): Adaptation and Disputation: the heroic figure in Tales of the Orishas by Hugo Canuto and Santa Sombra by Paula Boffo Christine Hermann (Wien): Wer rettet die Retter? Figurenkonstellationen und Handlungsspielräume in Suske und Wiske
11:00-11:45 Romina Irene Palacios Espinoza (Salzburg): Remediation als dekoloniale Aisthesis: Comic und die Verschiebung heroischer Wahrnehmungsordnungen Svitlana Stupak (Siegen): A Hero and His Thousands Faces in Charles Burns’ Last Look Trilogy

 

11:45-13:15 Mittagspause

 

Mittagspause
Panel 5: Superheroisch

Moderation: Frank Thomas Brinkmann (Gießen)

Panel 6: Heroismus in/aus Fernost

Moderation: Kirsten von Hagen (Gießen)

13:15-14:00 Ranthild Salzer (Wien): Marvel Comics’ Elektra: from villain to hero? Kaiwei Zhang (Hamm): Die visuelle Konstruktion der Heldin Hua Mulan im chinesischen Lianhuanhua
14:00-14:45 Julia Görtz (Mannheim): Dante und die Divina Congrega gegen das Böse. Aus dem italienischen Literaturkanon in den Superhelden-Comic Damian Mandzunowski (Heidelberg) und Lena Henningsen (Heidelberg): Into the Maoverse: Reconfigurations of the Heroic in Chinese Socialist Comics
14:45-15:30 Martin Foret (Olomouc): From hero to superhero. A homegrown Czech superhero between urban legend and Marvel-like character Lukas R.A. Wilde (Trondheim): Notes on the Ambivalence of the Shōnen Battle Manga Hero
15:30-16:00 Pause

 

Panel 7: Heroes at the Margins

Moderation: Bettina Brockmeyer (Gießen)

Panel 8: Heroische Gestalten

Moderation: Christian Bachmann (Berlin)

16:00-16:45 Mario Faust-Scalisi (Bayreuth): A different heroic mythology from a very remote island Thomas Sähn (Paris): Von Helden und Antihelden. Zur Grundstruktur bildsprachlicher Erzählungen
16:45-17:30 Kirsten v. Hagen (Gießen): Figurations of Heroism and Heroisation in Comics about the Porajmos/Samudaripen Henning Hufnagel (Zürich): NATO 2099: A Graphic Novel. Zu kollektivem – und passivem – Heroismus
17:30-18:15 Selin Cilgin (Istanbul): Subverting the Male Fantasy: The Rebellious Heroine Hilal Jörn Ahrens (Gießen): I would prefer not to: Hugo Pratts Corto Maltese als Held
19:30 Get together Get together

 

Hotels in Gießen (Auswahl)

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