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Rezension zu: Comics in der Schule

Rezension zu:
Markus Engelns, Ulrike Preusser, Felix Giesa: Comics in der Schule: Theorie und Unterrichtspraxis.

Tagungsband zur 11. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor)

Ch. A Bachmann, 2020
ISBN 978-3-96234-029-2
Zur Verlagswebsite

Rezensiert von:
Dr. Karoline Pohl-Otto

Der Band Comics in der Schule: Theorie und Unterrichtspraxis ist aus der gleichnamigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Comicforschung im Jahr 2016 hervorgegangen, die auf die immer häufiger werdenden Überlegungen zu Comics in Unterrichtskontexten reagiert und ihnen Gehör verschafft hat. In 18 Beiträgen verbinden Autor_innen sowohl comicwissenschaftliche als auch didaktische Expertise miteinander. Sie gehen dem Potenzial von vornehmlich geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Einsatzfeldern nach – zum Teil auch jenseits enger fachlicher Grenzen (vgl. im Band Engelns, Preußer und Giesa 16f.). Ein verbindender Gedanke ist dabei der stets kompetenzorientierte Ansatz. Anliegen des Sammelbandes ist es, „didaktische Anschlussstellen für den Einsatz von Comics in dem bereits bestehenden Unterricht zu schaffen“, in der Hoffnung, „dass der Einsatz von Comics die vorhandenen Problemstellungen der jeweiligen Unterrichtsfächer als oftmals ideales Beispiel“ bereichert (a.a.O. 16). Dafür teilen sich die Beiträge in drei Abschnitte:

Bereits in der Einleitung und den „historischen sowie medialen Annäherungen“ des ersten Teils wird dicht dargestellt und zusammengefasst, was den Comic als Kunstform auszeichnet und für gewisse Lernprozesse prädestiniert (vgl. a.a.O.). Damit wird der Medialität und Komplexität von Comics als Text-Bild-Korrelate Rechnung getragen (vgl. dazu besonders den Beitrag von Wilde im Band). Dies zeigt die Aktualität und gleichzeitig die Neuorientierung der Comic-bezogenen Didaktik, die sich durch den Band zieht: Im Gegensatz zu vielen didaktischen Beiträgen der Vorjahre werden nicht nur Stories/Inhalte bestimmter Comics, sondern auch die damit verbundenen Kompetenzanforderungen betrachtet. (Auch wenn dies laut Staiger kein gänzlich neues Feld speziell für Deutschdidaktiker_innen ist.) Es zeigt sich so, dass aktuelle und vielfältige comicwissenschaftliche Fragestellungen auch in didaktischen Kontexten fruchtbar erschlossen werden können, etwa wenn Materialität und Trägermedien sowie inhärente Rezeptions- und Kompetenzherausforderungen des Mediums diskutiert werden (vgl. im Band Bachmann, Eckhoff-Heindl, Grünewald, Oppolzer).

Der zweite und umfangreichste Teil stellt die zentrale Frage nach dem „literarischen und sprachlichen Lernen“ in ganz verschiedenen Lern-, Fach- und Alterskontexten. So werden etwa „Dimensionen literarischer Kompetenz“ (im Band Hollerweger 240) und die Bedeutung von medienstruktureller Multimodalität und entsprechenden rezeptionsästhetischen Deutungsfolien zusammengedacht (vgl. im Band Kreuzberger). Auch hier respektiert man in den meisten Fällen die medienspezifischen Kompetenzfelder, die Heranwachsende erst ausbilden müssen (vgl. im Band Oppolzer, Kreuzberger Langschmidt/Rymarczyk, Wild/Wulff, Jeanette Hoffmann). Die Überlegungen von Wild und Wulff sind m.E. besonders hervorzuheben, da es ihnen um Bildungsgewinn in sprachlichen Vorbereitungsklassen geht, die in bildungstheoretischen Kontexten oft wenig Aufmerksamkeit erhalten. Überlegungen zur gegenwärtigen Entwicklung auf dem Kindercomicmarkt, zu empirischen Fragen sowie das Thema hypertextuelle Transmedialität runden diesen Teil ab und unterstreichen erneut die Aktualität und Relevanz der Beiträge (vgl. im Band Hollerweger, Meier, Jeanette Hoffmann).

Wer nun denkt, hier sei nur von Theorie die Rede, liegt tatsächlich falsch. Die meisten Beiträge wagen zumindest am Ende einen Sprung in den praktischen Kontext, sowohl mit Ideen als auch mit realen Unterrichtserfahrungen (im Band etwa Grünewald 110ff., Oppolzer 146, Langschmidt/Rymarczyk 161ff., Wild/Wulff 188ff., Hollerweger 255ff., Trippó 345ff.). Die Verfasser_innen behandeln und erforschen eine Vielzahl unterschiedlicher konkreter Werke/Comics unterschiedlicher Couleur. (Allein in Bezug auf den Manga wird man weniger fündig.) So werden die komplexen theoretischen Überlegungen praktisch rückgebunden.

Trotzdem schließt sich noch dezidiert ein dritter Teil mit „Inspirationen und Sachanalysen“ an, der erneut eine praktische Ausrichtung andeutet. Als ‚Sachanalyse‘ bezeichnet man in unterrichtstheoretischen Kontexten die inhaltsorientierte Analyse eines Gegenstandes, der didaktisch-methodische Überlegungen begleiten bzw. ihnen vorausgehen muss. Tatsächlich unterscheidet sich dieser Teil des Buches weniger stark von den vorangehenden, als man denken könnte. Denn der grundsätzlich bejahende Charakter der meisten Beiträge, die sich darauf konzentrieren, comicbezogene Zusammenhänge zu analysieren und dann Chancen für die Didaktik geltend zu machen, wird hier fortgesetzt: durch die Analyse eines Don Rosa-Werks (Lewald-Romahn) sowie von X-Men-Comics (Büschken), durch konkrete Ideen für den Philosophie- (Knopf) und Geographie-Unterricht (Reumont/Budke) sowie die Hochschuldidaktik (Trippó) und schließlich über die praxisnahe Diskussion des Potenzials der Begegnung zwischen Lernenden und Comic-Künstler_innen (Jakob Hoffmann).

Insgesamt legen die Wahl der Themen und der Grundton des Bandes überzeugend nahe, wie begrüßenswert und sinnvoll es wäre, wenn Lehrende in der Schule Impulse aus der comicdidaktischen Forschung zu Bildungszwecken aufgreifen würden. Denn die einleitend genannten „Problemstellungen der jeweiligen Unterrichtsfächer“ in den Beiträgen werden mit viel Wissen um jene Fächer adressiert. Der Vorzug des Bandes, verschiedene Autoritäten des Forschungsfeldes, die auch sprachlich der Komplexität des Mediums gerecht werden, zu versammeln, könnte mitunter freilich dazu führen, dass sich unbedarfte Lehrkräfte etwas überfordert sehen (etwa wenn von „diachrone[r] Verschiebung medialer Grenzziehungen“ die Rede ist, Wilde 57). Aber der Band richtet sich auch nicht gezielt an Lehrpersonen, was unbedingt zu beachten ist. Weiter gefasste Herausforderungen der Schulwirklichkeit werden im Sammelband noch ausgeklammert (etwa die Tatsache, dass etwa 20 % aller Fünfzehnjährigen nicht richtig sinnentnehmend lesen können; Fragen der Bildungsgerechtigkeit und der Marginalisierung von mehrsprachigen Gruppen etc.). Das hätte den Rahmen gesprengt und hierfür wäre wohl eine eigenständige Tagung notwendig, die zweifelsohne ebenso vielversprechende Ergebnisse liefern würde. Möglicherweise könnte die Forschung hier auch andere Fächer wie Musik, Religion und das MINt-Spektrum in gleicher Weise bereichern.

Fazit:

Die große Stärke von Comics in der Schule liegt unter anderem in der Aktualität und Verschränkung von didaktischen und comicwissenschaftlichen Fragestellungen und Ergebnissen. Ferner in der Tatsache, dass der komplexen Medialität von Comics tatsächlich Rechnung getragen wird. Und schließlich in den vielen Bezüge zur schon im Titel versprochenen Praxis, die unter anderem durch die Diskussion zahlreicher und unterschiedlicher Comicbeispiele für unterschiedliche Altersgruppen und Kompetenzziele anvisiert wird. Wer zu Comics in der Schule forschen – und sie vielleicht sogar einsetzen! – will, kommt in Zukunft nicht mehr an diesem Sammelband vorbei, der die Forschung durch die Expertise der Autor_innen einen großen Schritt weitergebracht hat.

Über die Verfasserin:

Dr. disc. pol. Karoline Pohl-Otto hat nach dem Studium des Lehramts für Sekundarstufe I und II für Deutsch und ev. Religion in Hamburg und Göttingen zu Comics in der Didaktik und Religionspädagogik geforscht. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Themen Unterrichtsqualität, Lernpsychologie und Comic-gestützte Religionspädagogik. Aktuell arbeitet sie als Lehrerin in Schleswig-Holstein.

Veröffentlichungen im Bereich des Comics:

  • Comics in Schule und Religionsunterricht: Diversität begegnen, Kompetenzen fördern, Unterricht verbessern, Göttingen 2021.
  • „Dialog in Sprechblasen: Wie graphische Literatur zum jüdisch-christlichen Austausch beitragen kann.“ In: Begegnungen: Zeitschrift für Kirche und Judentum, 1/2014, S. 12-21.
  • „Sinn im Leben des Erbonkels: Eine philosophische Betrachtung der dagobertschen Biographie.“ In: Der Donaldist 146, 2014, S. 37-41.

Verkündung des Martin Schüwer-Preisträgers 2022

Im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) wurde am Samstag, dem 1. Oktober, der Träger des Martin Schüwer-Publikationspreises für herausragende Comicforschung 2022 verkündet. Wir gratulieren Dr. Felipe Gómez zu seinem preisgekrönten Aufsatz „Would It Be Possible? Apocalypse and Emancipation in Latin American Graphic Novels“. Der gemeinsam von der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) ausgelobte Preis wurde damit zum vierten Mal verliehen. Nähere Informationen zum Preis sowie eine Übersicht vergangener Preisträger_innen findet sich hier.

Laudatio und Begründung der Jury:

Felipe Gómez ist Teaching Professor of Hispanic Studies im Modern Languages Department der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania. Sein preisgekrönter Aufsatz „Would It Be Possible? Apocalypse and Emancipation in Latin American Graphic Novels“ ist 2021 in der Zeitschrift Paradoxa im Themenheft „Comics and/or Graphic Novels“ erschienen.

Der Martin-Schüwer-Preis wird seit 2019 jährlich gemeinsam von der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und der AG Comicforschung in der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) ausgelobt. Der Preis fördert Wissenschaftlerinnen, die, unabhängig von ihrem tatsächlichen Alter, noch keine unbefristete akademische Anstellung innehaben. Er soll zur nachhaltigen Sichtbarmachung, Förderung und Vermittlung comicbezogener Forschungsarbeit beitragen. Von Anfang an wurde auch zur Einreichung englischsprachiger Texte aufgerufen, um internationale Einreichungen zu ermöglichen. Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass immer mehr Comicforschende ungeachtet ihrer sprachlichen Erstsozialisierung in Englisch publizieren, um ihre Forschungsergebnisse einer möglichst großen Leserinnenschaft zugänglich zu machen. Gleichzeitig spiegelt diese sprachliche Offenheit die akademische Verortung des 2013 viel zu früh verstorbenen Anglisten und Comicforschers Martin Schüwer wider, an dessen richtungsweisende Verdienste für die Comicforschung der Preis erinnern soll. An der Einreichung von Felipe Gómez aber auch an seinem sonstigen Engagement wird deutlich, dass es ihm, ebenso wie Martin Schüwer, ein wichtiges Anliegen ist, die Comics Studies durch Forschung und Lehre weiterzubringen – dieses Engagement war ein zusätzlicher Beweggrund für die Jury, um Dr. Felipe Gómez den Preis zuzusprechen.

In seinem aktuellen Forschungsprojekt widmet sich Felipe Gómez den Manifestationen von Widerstandsfähigkeit und Durchhaltevermögen in spanischsprachigen Comics, die apokalyptische Szenarien zum Gegenstand haben. Sein Fokus liegt hierbei auf der Analyse der Aspekte race und gender, wie sie in den Reaktionen einer Gemeinschaft und den Überlebensstrategien ihrer Protagonist*innen deutlich werden. Mit seinem Aufsatz „Would it be possible? Apocalypse and Resistance in Latin American Graphic Novels“ trägt der Preisträger zur hochaktuellen Forschung zu Apokalypsen und Postapokalypsen bei. Dabei richtet er den Fokus allerdings auf einen gleich mehrfach marginalisierten und unterrepräsentierten Gegenstand: Erstens sind lateinamerikanische Comics, die hier im Zentrum stehen, in der Comicforschung nach wie vor weniger präsent als die Comictraditionen des globalen Nordens. Zweitens hat sich die Forschung zum Genre Science Fiction, zu dem das Themenspektrum der (Post-)Apokalypse gerechnet werden kann, lange Zeit eurozentrisch orientiert. Erst in jüngster Zeit hat die Forschung zu Science Fiction im globalen Süden an Fahrt aufgenommen. Dabei werden hegemoniale Narrative aufgezeigt und marginalisierte Perspektiven sichtbar gemacht. Zu dieser notwendigen Erweiterung des Blickwinkels – auch unseres Blickwinkels – trägt der preisgekrönte Aufsatz von Felipe Gómez maßgeblich bei.

Er untersucht an Comics aus Argentinien und Mexiko, die zwischen 1957 und 2014 erschienen sind, wie (post-)apokalyptische Szenarien genutzt werden, um soziale Ordnungen neu zu verhandeln. Dies tun sie, indem sie mittels Erzählungen vom Zusammenbruch einer Welt grund-legende Ideen von Modernität, Zivilisation und Fortschritt sowie Konzepte von Nationalität und Identität kritisch beleuchten. Eine zentrale Rolle als Topos des Fortschritts, aber auch von dessen Zusammenbruch und Verfall, spielt der städtische Raum. Auch auf dieser topologischen Ebene erweist sich Felipe Gómez‘ Aufsatz als außerordentlich gewinnbringend – denn wenn es im Kontext von apokalyptischen Fiktionen um ‚die moderne Stadt‘ geht, sind meistens die Metropolen der sogenannten westlichen Welt gemeint.

Felipe Gómezʼ Aufsatz arbeitet gegen dieses oder jenseits dieses hegemonialen Narrativs: So steht in seinem ersten Beispiel, dem wohl bekanntesten argentinischen Comic El Eternauta, die Metropole Buenos Aires im Mittelpunkt des apokalyptischen Szenarios. Am Beispiel von zwei weiteren argentinischen und mexikanischen Comics zeigt Gómez aus der „Peripherie“ des sogenannten westlichen Diskursraums, wie der Zusammenbruch städtischer Gemeinschaften in Folge der Katastrophe mit postkapitalistischen und postkolonialen Narrativen in Verbindung gebracht wird. Dabei arbeitet er nicht nur den Bezug zum hegemonialen Apokalypse-Narrativ heraus, sondern verweist auch auf spezifisch lateinamerikanische Themen mit kolonialgeschichtlicher Tradition, wie den Gegensatz zwischen Zivilisation und Barbarei oder die Verteidigung indigenen Wissens und Glaubens. Das Ergebnis ist ein transnationaler und transhistorischer Vergleich, der in der Comicforschung (noch) zu selten gezogen wird. Der Aufsatz von Felipe Gómez ist für uns ein positives Beispiel für dringend nötige Verschiebungen und Erweiterungen unserer Interessensgebiete.

Wie bereits eingangs angesprochen, hat uns auch das akademische Engagement von Dr. Felipe Gómez dazu bewogen, ihm den Preis zuzusprechen. Als Teaching Professor of Hispanic Studies hat er sich um die didaktische Vermittlung lateinamerikanischer Comics verdient gemacht. Für seine innovative Lehre wurden ihm 2018 gleich mehrere Auszeichnungen verliehen (Carnegie Mellon University’s Teaching Innovation Award, Provost’s Inclusive Teaching Fellowship, Mejor iniciativa formativa desarrollada durante el año 2018 der Premios Humanidades Digitales Hispánicas). Er hat Lehrveranstaltungen konzipiert und umgesetzt, in denen Studierende lernen, für ihre Forschung digitale Ressourcen sinnvoll einzusetzen – u.a. das von Gómez aufgebaute Latin American Comics Archive.

Alle, die je ein digitales Archiv eingerichtet, weiterentwickelt oder zu dessen Pflege beigetragen haben, wissen, mit wieviel Zeitaufwand und Umständen dieser oft undankbare und bisweilen verkannte Dienst an der Forschungscommunity verbunden ist. Immer ist die Erstellung eines solchen Archivs auch eine Investition in die Zukunft eines Fachs und in künftige Forschung. Wir verleihen Dr. Felipe Gómez den diesjährigen Martin Schüwer Preis für seine Auseinandersetzung mit apokalyptischen Szenarien im Comic. Wir tun dies aber auch als Anerkennung seines Engagements für die Zukunft der Comics Studies und als Ermutigung, dieses Engagement fortzusetzen. Auszeichnungen können sowohl das Geleistete honorieren als auch eine Investition in zukünftige Vorhaben sein.

Die Jury-Mitglieder für den Martin Schüwer-Preis 2022 waren:

ComFor Tagungsband „Comics and Agency“

Der Tagungsband zur 15. ComFor-Jahrestagung (2020) zum Thema „Comics and Agency“ ist nun erschienen. Herausgegeben von Vanessa Ossa, Jan-Noël Thon und Lukas Wilde, versammelt der Band auf 350 Seiten 15 Aufsätze von ComFor-Mitgliedern und international renommierten Autor*innen:

„Comics & Agency:
This volume aims to intensify the interdisciplinary dialogue on comics and related popular multimodal forms (including manga, graphic novels, and cartoons) by focusing on the concept of medial, mediated, and mediating agency. To this end, a theoretically and methodologically diverse set of contributions explores the interrelations between individual, collective, and institutional actors within historical and contemporary comics cultures. Agency is at stake when recipients resist hegemonic readings of multimodal texts. In the same manner, “authorship” can be understood as the attribution of agency of and between various medial instances and roles such as writers, artists, colorists, letterers, or editors, as well as with regard to commercial rights holders such as publishing houses or conglomerates and reviewers or fans. From this perspective, aspects of comics production (authorship and institutionalization) can be related to aspects of comics reception (appropriation and discursivation), and circulation (participation and canonization), including their potential for transmedialization and making contributions to the formation of the public sphere.“

Der Band bildet auch den Auftakt von De Gruyters neuer „Comics Studies: Aesthetics, Histories, Practices“-Reihe, herausgegeben von Jaqueline Berndt, Patrick Noonan, Karin Kukkonen und Stephan Packard.

Den Band finden Sie hier.

Roland Faelske-Preisträger_innen 2022

Die Preisträgerinnen des Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm 2022 stehen fest: Besonders freuen wir uns, ComFor-Mitglied Nina Eckhoff-Heindl zu gratulieren, die mit Comics begreifen: Ästhetische Erfahrung durch visuell-taktiles Erzählen in Chris Wares Building Stories den Preis in der Kategorie „Beste Dissertation“ erhalten hat. Auch Alma Knispel gratulieren wir herzlich zum Preis in der Kategorie „Beste Abschlussarbeit“ mit dem Titel Unsichtbarkeit: Der Entzug des Sichtbaren in Comics und Theorie. Die Preisverleihung wird am 10.02.2023 stattfinden.

DerRoland Faelske-Preis wird von der Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) der Universität Hamburg zweijährlich ausgelobt. Weitere Informationen und eine Übersicht vergangener Preisträger_innen gibt es hier.