Comicgesellschaft

ComFor-Tagungsband: „Comics & Naturwissenschaften“

Die Redaktion freut sich im Namen aller Mitglieder, eine Ankündigung in eigener Sache machen zu können: Der aus den Beiträgen zur Comfor-Jahrestagung „Comics und Naturwissenschaften“ entstandene Sammelband ist nun im Berliner Christian A. Bachmann Verlag  erschienen. Herausgegeben von Clemens Heydenreich vereint der Band wieder eine Vielzahl von Beiträgen – diesmal zum titelgebenden Thema Comics und Naturwissenschaften.

 

 

 

 

 

 

 

 

Comics & Naturwissenschaften

Clemens Heydenreich (Hg.)

Christian A. Bachmann Verlag
Broschur, 244 Seiten mit teils farbigen Abbildungen
ISBN 978-3-941030-47-3
€ 29,90

Comic & Naturwissenschaften: Ein Themenpaar, das an das Klischee des ›Verrückten Professors‹ denken lässt, der humorigen Labor-Slapstick erlebt oder Horrorgestalten züchtet, um sie auf Superhelden zu hetzen. Topische Figurationen des Forschens und Wissens, von Daniel Düsentrieb über Faust bis Dr. Mabuse, zählen zum Kernbestand von Erzählgenres, die auch und gerade im Comic seit jeher blühen. Doch wurden in jüngerer Zeit auch einzelnen historischen Figuren komplexe und hochinformierte Comic-Biografien gewidmet. Manche Graphic Novels philosophieren über mathematische Rätsel, oder sie erzählen von physikalischen Experimenten. Sachcomics handeln vom Urknall ebenso wie von der Evolution der Arten. Umgekehrt informieren comicspezifische Genre-Stoffe zuweilen selbst den populärwissenschaftlichen Diskurs.
Der vorliegende Band geht diesen Phänomenen exemplarisch nach und setzt dazu Schwerpunkte bei Verzahnungen von szientistischen Diskursen und Comicgenres, der Wissenschaftskommunikation in Comics sowie den Naturwissenschaften und ihren Motiven im Comic.

Zur Verlagsseite mit Bestellmöglichkeit

Inhalt:

Bernd FLESSNER
Fabbing, Drohnen, Wunschmaschinen
Comic als Archiv historischer Prognostik

Markus OPPOLZER
Shaun Tans Utopien
Eine gattungstheoretische Annäherung

Laura OEHME
»The End is Nigh«
Risikotechnologien und Alieninvasionen in Alan Moores Watchmen (1986/87) und Ben Templesmiths Singularity 7 (2004)

Joachim TRINKWITZ
Die vierte Dimension
Wissensdiskurse und Imagination in Alan Moores
und Eddie Campbells From Hell

Markus ENGELNS
Der Gott aus der Petrischale
Zur Dekonstruktion moderner Gesellschaften durch die experimentelle Vermittlung von Kultur und Natur in Superheldencomics

Heike Elisabeth JÜNGST
Die Vermittlung naturwissenschaftlicher Fakten im Sachcomic

Reinhold LEINFELDER und Alexandra HAMANN
Das WBGU-Transformations-Gutachten als Sachcomic – ein neuer Wissenstransferansatz für komplexe Zukunftsthemen?

Dirk VANDERBEKE
Erzähltes Wissen/Gezeichnetes Wissen
Wie sich Comics den Naturwissenschaften annähern

Rolf LOHSE
Die Darstellung von Wissenschaft in der jüngeren französischen Bande dessinée

Guido WEISSHAHN
Die Immigration des atomaren Superhelden

Marie SCHRÖER
»Laboratoire sur le ›Moi‹«
Zur naturwissenschaftlichen Metaphorik im Journal
von Fabrice Neaud

Lukas R.A. WILDE
Hypothese und Evidenz
Die komische Inszenierung wissenschaftlicher Darstellungen als junges (Web-)Comic-Subgenre

ComFor-Jahrestagung in Schwarzenbach a. d. Saale

In schnellen Schritten rückt der November näher und damit die wieder heiß ersehnte ComFor-Jahrestagung. Sie findet dieses Jahr in Schwarzenbach a. d. Saale statt und widmet sich – unter dem Titel „Übersetzung, Lokalisierung, Imitation und Adaption“ – unterschiedlichsten Aspekten der Comickomparatistik.

Christian Bachmann, Juliane Blank, Alexandra Hentschel und Stephan Packard zeichnen dankenswerterweise für die Organisation verantwortlich.

Neben 17 internationalen Vorträgen und 3 Keynotes, wird es außerdem 2 offene Foren für die Vorstellung neuer Forschungsprojekte geben, das erste Treffen der neu konstituierten AG Diversity, die feierliche Verleihung des 1. Martin-Schüwer-Publikationspreises, sowie natürlich eine einleitende Mitgliederversammlung. Das vollständige Programm ist hier nachzulesen; der Folder dazu ist hier herunterzuladen.

Wichtig! Die Anmeldung ist noch bis 27. 10. offen. Interessierte sind dringend gebeten, sich bis dahin zu registrieren und ihre Zimmer zu buchen. Die entsprechenden Informationen dazu gibt es hier:

Comic-Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2019/20

Die Vorlesungszeit beginnt und damit auch die vielen spannenden Lehrveranstaltungen über Comics, die wir seit einiger Zeit auf unserer Website dokumentieren. Wie im vergangenen Sommersemester sammeln und archivieren wir alle comicrelevanten Lehrveranstaltungen im deutschsprachigen Raum. Wir danken allen unseren Mitgliedern und Interessierten für Hinweise auf die folgenden Lehrveranstaltungen. Sie sind alphabetisch nach ihrem jeweiligen Ausrichtungsort angeordnet. Wir ergänzen sie laufend. Es lohnt sich also immer wieder vorbeizuschauen! Wenn Sie noch einen Kurshinweis ergänzen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail mit allen relevanten Daten an die Webredaktion: redaktion@comicgesellschaft.de. Wir wünschen ein erfolgreiches Wintersemster!

Hier weiterlesen: Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2018/19

Verkündung der Preisträgerin des ersten Martin Schüwer-Publikationspreises 2019

Aus gegebenem Anlass melden wir uns eine Woche eher als geplant aus der Sommerpause zurück. Zu Jahresbeginn 2019 hat die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) zum ersten Mal den Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung ausgelobt. Mit insgesamt 14 Einreichungen (Selbst‐ und Fremdbewerbungen) lässt sich bereits jetzt von großem Interesse an dem Preis sprechen. Aus all diesen hervorragenden Aufsätzen aus dem Bereich der interdisziplinären Comicforschung ist ein Beitrag ganz besonders hervorgestochen: der Aufsatz “The ‘Affected Scholar’. Reading Raina Telgemeier’s Ghosts as a Disability Scholar and Cystic Fibrosis-Patient” von Dorothee Schneider, der ersten Preisträgerin des Martin Schüwer-Publikationspreises für herausragende Comicforschung!

Dorothee Schneider, die vor 14 Tagen geheiratet hat und jetzt Dorothee Marx heißt, ist Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Englischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. In ihrem Aufsatz, der im November 2018 im Kieler e-Journal für Comicforschung CLOSURE erschienen ist, untersucht Dorothee Marx, mit welchen medienspezifischen Strategien der 2016 publizierte Comic „Ghosts“ die weitestgehend unsichtbare Mukoviszidose-Erkrankung der Protagonistin visualisiert. Dabei kombiniert sie gewinnbringend eine narratologische Analyse des Comics mit der Perspektive der Disability Studies, die es ihr ermöglicht, über bestehende Forschungsansätze hinaus zu gehen, indem sie die Rolle persönlicher Krankheitserfahrungen in der kulturwissenschaftlichen Forschung thematisiert, reflektiert und verhandelt.

In ihrem beeindruckenden Aufsatz bringt Dorothee Marx, die selbst an Mukoviszidose erkrankt ist, ihre eigenen Erfahrungen als Patientin in die wissenschaftliche Analyse des Comics ein und lotet dabei aus, inwieweit eine akademisch fundierte Analyse von autoethnographischer Erfahrung profitieren kann. Damit macht die Autorin nicht nur den Ansatz der Disability Studies für die interdisziplinäre Comicforschung anschlussfähig. Mit ihrem hervorragenden Beitrag und der genauso fundierten wie detaillierten und sensiblen Lektüre des Comics bricht Dorothee Marx mit der Tabuisierung von ‚Behinderung’ in der Wissenschaft und gibt – wie sie selbst formuliert – Mukoviszidosekranken stellvertretend eine mögliche Stimme.

Wir gratulieren Dorothee Marx sehr herzlich zu diesem wunderbaren Beitrag und freuen uns, sie mit dem Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung auszeichnen zu dürfen!

Neben der Preisträgerin hat die Jury eine Shortlist von zwei weiteren Arbeiten benannt, die wir besonders lobend erwähnen wollen: Den Aufsatz „Opazität und Transparenz: Überlegungen zum poietischen Potenzial in Chris Wares Comics und Animationen“ von Nina Eckhoff-Heindl sowie den Beitrag „Visible Hand? Subjectivity and Its Stylstic Markers in Graphic Narratives” von Lukas Etter.

Nina Eckhoff-Heindl ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln und MSCA-Fellow im Programm „a.r.t.e.s. EUmanities“ der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne. Ihr Beitrag ist 2018 in dem von Hans-Joachim Backe, Julia Eckel, Erwin Feyersinger,
Véronique Sina und Jan-Noël Thon herausgegebenen Sammelband Ästhetik des Gemachten. Interdisziplinäre Beiträge zur Animations- und Comicforschung bei De Gruyter erschienen. Eckhoff-Heindls innovativer Aufsatz verknüpft brillant Fragen und Phänomene der Comic- und Animationsforschung und stellt sie in eine kunstwissenschaftlich erweiterte (‚poietische‘) Perspektive. Der Autorin gelingt es überzeugend, die Arbeiten des US-amerikanischen Comickünstlers Chris Ware medienübergreifend zu analysieren und dabei den Aspekt der Materialität in den Blick zu nehmen.

Lukas Etter ist Postdoc und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Anglistik der Universität Siegen. Sein Beitrag ist 2017 in dem von Maike Sarah Reinerth und Jan-Noël Thon herausgegebenen Band Subjectivity across Media: Interdisciplinary and Transmedial Perspectives im Routledge Verlag veröffentlicht worden. Der Aufsatz fokussiert die suggerierte Subjektivität von Comickünstler_innen und verfolgt damit nicht nur ein wichtiges Desiderat der noch jungen Comicforschung, sondern verdeutlicht damit auch die vielfältigen interdisziplinären Anschlussmöglichkeiten, die sich für die Comicforschung in der Auseinandersetzung mit Fragen von Stil und Autor_innenschaft ergeben. Mit Theorien und Methoden der (hier: amerikanistischen) Literatur- und Kulturwissenschaft identifiziert Etter an der suggerierten Subjektivität der Autor_innen zwei einander entgegen laufende Tendenzen: einerseits die explizite Unmittelbarkeit und Materialität der Linie auf dem Blatt Papier, andererseits die zielvolle Planung und Anordnung des Seitenganzen. Seine Überlegungen schließen dabei nicht nur an den Namensgeber des Preises, Martin Schüwer und seine Arbeiten, an, sondern entwickelt diese auch in beeindruckender Weise weiter.

Wir gratulieren Nina Ekchoff-Heindl und Lukas Etter ganz herzlich zu ihren beiden hervorragenden Beiträgen zur interdisziplinären Comicforschung! Die Preisverleihung wird im Rahmen der 14. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor), am 9. November 2019 um 18:00 Uhr in Schwarzenbach an der Saale stattfinden. Im Anschluss an die Preisverleihung wird Dorothee Marx einen Preisvortrag mit dem Titel „Approaching Ghosts – Creating affected scholarship“ halten. -> Weiter zum Tagungsprogramm

Die Jury des Martin-Schüwer-Preises 2019:
Stephan Packard
Véronique Sina
Lukas R.A. Wilde

Sommerpause und Initiative für mehr Diversität in der Comicforschung

Die Redaktion der Gesellschaft für Comicforschung geht in die Sommerpause. Daher wird es bis zum 30. September 2019 keine wöchentlichen Updates geben. Hinweise bezüglich neuer Ausstellungen und aktuelle Calls for Papers lassen sich aber weiterhin auf der Website finden.

Bevor wir uns verabschieden, möchten wir noch auf eine neue Arbeitsgruppe der ComFor hinweisen, die auf Initiative von ComFor-Vorstandsmitglied Véronique Sina kürzlich ins Leben gerufen wurde: die AG Diversity.

Das Ziel der AG Diversity ist, sowohl innerhalb als auch außerhalb unseres Vereins zur gendergerechten Sichtbarkeit, Förderung und Vernetzung non-hegemonialer, queer-feministischer Comicforschung und -forscher_innen beizutragen. Die Initiative versteht sich als eine Reaktion auf einen in der Comicforschung vorliegenden Mangel an Diversität der sich sowohl in Forschungsansätzen und Text-Kanon als auch in der Gruppe der Forschenden und deren öffentlicher Repräsentation und Vernetzung widerspiegelt. Um diesen exkludierenden Repräsentationsverhältnissen entgegenzuwirken, sucht die AG Diversity eine inklusivere Forschungs- und Diskussionskultur aufzubauen und neue Impulse in der Forschung zu verankern.

Die letzte Jahrestagung der ComFor zu Themen der intersektionalen Gender- und Diversity Studies hat die große Notwendigkeit und das starke Interesse an queer-feministischen Fragestellungen und Perspektivierungen innerhalb der Comicforschung gezeigt. Sie hat dabei aber auch zugleich auf das vorhandene Desiderat und die Leerstellen hingewiesen, die es im Rahmen einer kritisch-reflexiven und interdisziplinären Auseinandersetzung mit dem Comic zu erforschen und bearbeiten gilt.

Mit der Gründung der AG Diversity geht die ComFor einen wichtigen Schritt um diese Lücke zu schließen sowie ein klares Zeichen gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Aktuell befindet sich die AG noch weitestgehend in der Planungsphase. Im Rahmen der diesjährigen ComFor Jahrestagung in Schwarzenbach an der Saale ist jedoch am 10.11.2019 ein erstes konstituierendes Treffen geplant, bei welchem die genaue Form der Arbeit der AG festgelegt und aktiv angegangen werden soll.

Nähere Informationen und Kontakt zur AG gibt es per Email an: AGDiversity@comicgesellschaft.de

Jetzt wünschen wir all unseren Leser_innen allerdings erstmal einen schönen Sommer und freuen uns darauf, ab Herbst wieder mit regelmäßigen Meldungen zur Comicforschung aufzuwarten.

Herzlich,

Robin-Martin Aust, Katharina Serles und Natalie Veith

für die ComFor Web-Redaktion

Programm der Comfor-Jahrestagung 2019: „Aspekte der Comickomparatistik“

14. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor):

 

Übersetzung, Lokalisierung, Imitation und Adaption: Aspekte der Comickomparatistik

 

 

Programm

D| Vortrag oder Panel auf Deutsch

E| Talk or Panel in English

Freitag | Friday
11.30 am D| Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor)
1.00 pm Mittagspause | Lunch Break (Snacks)
Offenes Forum I | Open Forum I
1.30 pm D| Lukas Etter:

»It’s a relief« Aline Kominsky-Crumbs spielerische Imitation und Subversion von Stildiskursen

2.00 pm D| Marie Müller:

Prudhommes Adaption von Struths Museum Photographs

2.30 pm E| Jennifer Neidhardt:

»I knew there was something in the closet«: Marvel’s Spider-Man and Queer Identity

3.00 pm Pause | Break
Offenes Forum II | Open Forum II
3.15 pm E| Katharina Serles and Marina Rauchenbacher:

Visualities of Gender in German-language Comics

3.45 pm E| Jeff Thoss, Ian Hague, Ian Horton, and Sylvia Kesper-Biermann:

Lost in Translation: Connecting English-language and German-language Comics Studies

4.15 pm E| Ivan Petrovic:

Translating Comics between Cultures and within Languages: The Case of Yugoslavian Comics in German-Speaking Countries

4.45 pm Pause | Break
5.00 pm Begrüßung | Commencement
D| Panel I: Comic-Übersetzung und ihre populäre Vermittlung
5.15 pm Alexandra Hentschel (Schwarzenbach):

Das einzige Museum für Comic-Übersetzung

5.45 pm Nassrin Sadeghi (Dortmund):

comic+cartoon. Pläne zum neuen Schauraum für Comic-Kunst in Dortmund

6.15 pm Pause | Break
E| Keynote I: Practice in Translation
6.30 pm David Zane Mairowitz (Berlin): KafKa in KomiKs
8.00 pm Abendessen | Dinner (Buffet)

 

Samstag | Saturday
E| Keynote II: International Perspectives on Comics Translation
9.00 am Federico Zanettin (Perugia):

New Methods in Examining Comics in Translation

10.15 am Pause | Break
E| Panel II: Translation and Localisation
10.30 am Laura Antola (Turku):

»If the other Nordic countries wish to publish rubbish, they can go ahead!« Transnational strategies for adapting the Marvel Universe in Finland

11.15 am Romain Becker (Lyon):

»Just according to keikaku (keikaku means plan)«:How fans translate (or don’t)

12.00 noon Pause | Break
12.15 pm Keren Zdafee (Tel Aviv):

Egyptianizing Mickey and Minnie? On cultural transfers and the domestication of Western imagery in the Egyptian satirical press of the 1930s

1.00 pm Lynn L. Wolff (Michigan):

Translation, Modification, Visualization: Comparative Aspects of Nora Krug’s Heimat

1.45 pm Mittagspause | Lunch Break
E| Panel III: Intermedia Adaptation
3.00 pm Olga Kopylova (Sendai):

Lines and Layers, Look and Feel: Transformations of style in manga-to-anime adaptations

3.45 pm Elisabeth Krieber (Salzburg):

Adapting the Queer Autographic Self: Fun Home from the Comics Page to the Broadway Stage

4.30 pm Pause | Break
4.45 pm Marina Rauchenbacher (Wien):

Who (and where) is Alice? Anke Feuchtenberger’s Adaptation of Lewis Carroll’s Alice

5.30 pm Pause | Break
6.00 pm Preisverleihung & Preisvortrag | Award & Special Keynote

Martin-Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung | Martin Schüwer Publication Award for Excellence in Comics Studies

7.00 pm Conference Dinner

 

Sonntag | Sunday
D| Keynote III: Kulturwissenschaftliche Translatologie
9.00 am Natalie Mälzer (Hildesheim):

Comic-Übersetzungen und Adaptionen als kulturelle Praxis

10.15 am Pause | Break
D| Panel IV: Noch einmal: Vergleichen 
10.30 am Jörn Ahrens (Gießen):

Die Erfindung des Comic in Deutschland. Frühe Perspektiven der Comicforschung

11.15 am Ole Frahm (Frankfurt am Main):

Phantom. Phantomias.

12.00 noon Pause | Break
D| Panel V: Übersetzungen und Lokalisierungen 
12.15 pm Christine Hermann (Wien):

Die vielen Namen von Suske und Wiske. Ein flämischer Abenteuercomic in deutscher Übersetzung

1.00 pm Yun-Jou Chen (Taiwan/Mainz):

»Popalania, the perfect country« Neue Überlegungen zu dem Fall der Popeye-Übersetzung (1967-1968) in Taiwan

1.45 pm Mittagspause | Lunch Break

& Treffen der AG Diversity | Meeting of the Committee for Diversity

3.00 Dietrich Grünewald (Koblenz/Reiskirchen):

Die Kunst der Adaption – Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray

3.45 pm Linda-Rabea Heyden (Jena/Berlin):

Klassikeradaption im Comic funktional und medial, am Beispiel von Goethes Faust

4.30 pm Pause | Break
D| Panel VI: Intermediale Adaptionen
4.45 pm Markus Oppolzer (Salzburg):

Nachgezeichnete Leben:Die Künstlerbiografie am Beispiel Vincent van Goghs

5.30 pm Véronique Sina (Köln):

Queering Comic and Film: Coming out und coming of age in Le Bleu est une couleur chaude (2010) und LA VIE D’ADÈLE (2013)

6.15 pm Abschlussdiskussion | Conclusion
~7.00 pm Abreise | Departure

 

Ausrichtung | Organisers:

Christian Bachmann, Juliane Blank, Alexandra Hentschel und Stephan Packard

Siehe auch:
Anmeldung
Anfahrt
Unterkunft

Comic-Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2019

Mit diesem Post wünscht die ComFor-Onlineredaktion allen einen guten Start in ein spannendes Sommersemester! Wie im vergangenen Wintersemester sammeln und archivieren wir alle comicrelevanten Lehrveranstaltungen im deutschsprachigen Raum. Wir danken allen unseren Mitgliedern und Interessierten für Hinweise auf die folgenden Lehrveranstaltungen. Sie sind alphabetisch nach ihrem jeweiligen Ausrichtungsort angeordnet. Wir ergänzen sie laufend. Es lohnt sich also immer wieder vorbeizuschauen! Wenn Sie noch einen Kurshinweis ergänzt sehen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail mit allen relevanten Daten an die Webredaktion: redaktion@comicgesellschaft.de.

Hier weiterlesen: Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2018/19

Erinnerung: Martin Schüwer-Publikationspreis 2019

Zum erstem Mal verleihen die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) 2019 den Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung. Der Preis ist nach dem 2013 viel zu früh verstorbenen Anglisten und Comicforscher Martin Schüwer benannt und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs: Mit der Auszeichnung herausragender Veröffentlichungen aus dem Bereich der interdisziplinären Comicforschung soll der Publikationspreis zur nachhaltigen Sichtbarmachung, Förderung und Vermittlung comicbezogener Forschungsarbeit beitragen.

Noch bis zum 31.03.2019 können Beiträge eingereicht werden.

Weitere Informationen gibt es hier.

 

Die ComFor-Redaktion stellt sich vor

Wenngleich nach außen hin der Redaktionsbetrieb auf der ComFor-Website seinen gewohnten Gang nimmt, hat sich in den letzten Monaten hinter den Kulissen einiges geändert: Da Laura Oehme und Lukas R. A. Wilde sich nach vielen produktiven Jahren aus der Arbeit der Online-Redaktion zurückziehen möchten, um sich neuen Aufgaben zu stellen, wurden seit der ComFor-Mitgliederversammlung im September 2018 drei neue Redaktionsmitglieder eingearbeitet: Robin-M. Aust, Katharina Serles und Natalie Veith sind ab sofort für die regelmäßigen Meldungen zur Comicforschung zuständig. Doch auch erfahrene Kolleginnen bleiben der Redaktion erhalten: Alexandra Hentschel und Julia Ingold informieren weiterhin über Ausstellungen und Calls for Papers.

Mit diesem Post bedankt sich die Redaktion herzlich bei Laura Oehme und Lukas R. A. Wilde für ihre großartige Arbeit in den vergangenen Jahren: für eine Vielzahl an Posts, Kolumnen, Publikations- und Veranstaltungshinweisen mit denen sie den Leser_innen einen Überblick über das ständig wachsende Feld der Comicforschung vermittelt haben.

Die aktuellen Redaktionsmitglieder stellen sich vor:

Robin-M. Aust:

Ich habe an der HHU Düsseldorf Germanistik und Philosophie studiert und mich gewissermaßen auf diesem Wege der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Comics angenähert: 2012 habe ich erst meine Bachelorarbeit zu Walter Moers Zamonien-Romanen verfasst; 2015 folgte dann die Mitwirkung an der Tagung ›Graphisches Erzählen‹ sowie die Masterarbeit zu Nicolas Mahlers Literaturcomics. Seitdem promoviere ich zwar zur Thomas Bernhard-Rezeption in der Gegenwartsliteratur und entferne mich somit erst einmal wieder fachlich vom Comic – Comics sind aber immer wieder zentraler Bestandteil in meinen Lehrveranstaltungen, die ich seit 2016 am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (Abt. II) in Düsseldorf gebe. Privat lese ich gerne – Berufskrankheit? – Literaturadaptionen, aber auch alles andere, was mir grad an Neuerscheinungen in die Finger kommt, je skurriler, desto besser.

Alexandra HentschelAlexandra Hentschel:

Ich bin seit Februar 2013 Museumsleiterin des Erika-Fuchs-Hauses | Museum für Comic und Sprachkunst. Zum Comic bin ich als Quereinsteigerin gekommen. Ursprünglich bin ich Kulturwissenschaftlerin (Studium in Göttingen, Paris und Hamburg mit Zusatzqualifikation Museumsmanagement), promoviert habe ich über bürgerschaftliches Engagement im Museum. Zuletzt war ich in Hamburg am Kindermuseum und als Dozentin für Museumsmanagement/Museumsgeschichte tätig. Als Museumsleiterin eines Comicmuseums finde ich es faszinierend, wo nun überall Comicausstellungen gezeigt werden, weshalb ich gern diesen Bereich übernehme.

Julia IngoldJulia Ingold:

Ich habe Französisch, Kunst­geschichte und Germanistik in Hamburg, Paris und Kiel studiert. Meine Bachelor­arbeit ver­fasste ich zum Thema Zeichentheorie und Poetik in Craig Thompsons »Habibi«. Im Wintersemester 2015/16 lehrte ich als Gastdozentin am Department of German der University of Mumbai. Nun promoviere ich über Else Lasker-Schüler am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien in Kiel, wo ich seit dem Wintersemester 2016/17 an der Lehre beteiligt bin. Ich wohne aber die meiste Zeit in Fürth und lehre ab dem Sommersemester 2017 auch an der FAU Erlangen-Nürnberg. Ich freue mich, Sie und euch ab jetzt über Comic-CfPs auf dem Laufenden zu halten!

Katharina Serles:

Derzeit bin ich Lehrende an der Universität Wien, wo ich auch Deutsche Philologie, Anglistik und Kunstgeschichte studierte und als Universitätsassistentin tätig war. Zur Comicforschung kam ich über den ‚Umweg‘ der Bildwissenschaften und als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die FWF-Projekte Kunst im Text und Das Bildzitat; als künstlerische Mitarbeiterin an der Hochschule für Bildende Künste Dresden schärfte sich mein Blick für Raum- und Körperdarstellungen in Comics; und mittlerweile hat mich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Comics etwa nach Atlanta, Krakau und Toronto gebracht. Ob nun im Rahmen von Dissertation, Vorträgen oder Seminaren – mein Fokus (geprägt von den Visual Culture und Gender Studies) liegt auf Comics aus dem deutschen Sprachraum, Kunstzitaten,  ‚Visualitäten von Geschlecht‘ und _ dem Gutter.

Natalie Veith:

Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für England- und Amerikastudien der Universität Frankfurt und arbeite aktuell im Rahmen eines Forschungsprojektes an einer Dissertation zu neo-viktorianischen Comics. Entsprechend liegt mein Schwerpunkt in der Comicforschung erstrangig (jedoch nicht ausschließlich) bei britischen Comics. Mein akademisches Interesse an Comics habe ich bereits während meines Studiums der Anglistik und Germanistik in Frankfurt am Main und Cardiff entwickelt und meine Magisterarbeit 2013 zum Thema Counter-Narratives in the Works of Alan Moore verfasst. Ich werde mich mit meinen Co-Redakteur_innen Robin-M. Aust und Katharina Serles um die wöchentlichen Posts kümmern, insbesondere um den Publikationsmonitor.