Veranstaltungen

1. Comfor Online-Workshop: Karikaturenkritik. Inhalte, Kontexte, Ästhetiken (12.03.2021)

Termin:
12.03.2021 10:00-14:00

Der Vorstand der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) lädt alle Mitglieder_ und Interessierten herzlich zum ersten Online-Workshop der Diversity Initiative ein, der sich dem komplexen Thema der Karikaturenkritik annähern soll. Der Workshop steht unter dem Zeichen der Selbstsensibilisierung und besteht aus zwei Teilen. Am Vormittag wird zunächst Ali Schwarzer als geladener Experte einen Gastvortrag zum Thema „Was darf man noch zeichnen?“ halten, dessen Fragestellungen weiter unten genauer skizziert werden. Nach reichlich Diskussionszeit und einer kurzen Mittagspause wollen wir im Anschluss gemeinsam einen Textvon Siegrid Jäger besprechen, der allen Teilnehmer*innen zuvor zur Verfügung gestellt werden wird. In diesem analysiert Jäger die Rezeption und Instrumentalisierung des sog. „Karikaturenstreits“ in der deutschen Presse aus diskursanalytischer Perspektive („Pressefreiheit und Rassismus. Der Karikaturenstreit in der deutschen Presse: Ergebnisse einer Diskursanalyse“, in: Thorsten G. Schneiders (Hg.): Islamfeindlichkeit: Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen. 2. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag, 2010, S. 319-336).

Gastvortrag Ali Schwarzer: Was darf man noch zeichnen? –Rassistische Stereotype in Cartoons erkennen und benennen

Regelmäßig wundert sich die Medienlandschaft stellvertretend für eine anscheinend zutiefst verunsicherte Gesellschaft: Was darf man eigentlich noch? Der N-Kuss heißt „neuerdings“ Schaumkuss, Schwarze Menschen soll man nicht als Eingeborene zeichnen und Karneval ist ohne Blackfacing auch nur noch halb so schön. Ja, was darf man eigentlich noch? Dass die Meinungsfreiheit eine grenzenlose sei, auf diesen Irrglauben durfte sich lange Zeit berufen, wer zu den Privilegierten der Gesellschaft zählte und zählt. Mittlerweile werden aber auch bekannte Karikaturist_innen (Greser & Lenz), beliebte Comedians (Dieter Nuhr) und alberne Politiker_innen (Martin Sonneborn) gelegentlich daran erinnert, dass Meinungsfreiheit sehr wohl ihre Grenzen hat und diese manchmal sogar für sie gelten. Ungewiss scheint indes, wo diese Grenzen zu verorten sind und wer diese auszuhandeln berechtigt ist. Durch eine sehr homogene Medienlandschaft einerseits und mangelndes Wissen über Rassismus in der Gesellschaft andererseits sind sich Medienschaffende und bekannte Persönlichkeiten häufig nicht im Klaren, wie schnell eine Grenze überschritten ist. Die fehlende Erfahrung in Selbstkritik tut ihr Übrigens und die Quittung folgt in den sozialen Medien. Der Vortrag will für rassistische Erfahrungen von (nicht nur) Schwarzen Menschen in Deutschland sensibilisieren und anhand praktischer Beispiele erläutern, wie tief Rassismen in unsere Gesellschaft eingeschrieben sind. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden verschiedene Cartoons hinsichtlich ihres potentiell rassistischen Charakters erörtert und Lösungsansätze für die Schaffung diverser Cartoons zur Diskussion gestellt.

Ali Schwarzer hat Medien und Kommunikation sowie African Studies studiert. Während seines Studiums der Afrikanistik befasste er sich mit Meinungsfreiheit und Cartoons im Kontext der südafrikanischen Post-Apartheid-Gesellschaft. Für das Onlinemagazin Übermedien schreibt er in unregelmäßigen Abständen über Rassismus in den deutschen Medien.

Organisator_innen: Christina Meyer, Vanessa Ossa, Lukas R.A. Wilde

Termin: Freitag, 12. März 2021, 10-14 Uhr via Zoom.

Wir freuen uns über reichlich Beteiligung und auf gewinnbringenden Austausch!

Um Anmeldung bis zum 7. März wird gebeten an Vorstand@Comicgesellschaft.de. Die Zugangsdaten für das Zoom Meeting werden allen Teilnehmer_innen zugesandt.

Comic Lesung „Drei Steine“ auf Zoom

Termin:
16.02.2021 19:00 - 16.02.2021

Am 16. Februar findet um 19 Uhr eine Onlinelesung des grafischen Romans „Drei Steine“ von Nils Oskamp auf Zoom statt.

Der Autor verarbeitet in seinem Graphic Novel seine eigene Erfahrungen mit Nationalsozialisten. Anfang der 1980er Jahre, an einer Realschule in Dortmund, leugnet ein Mitschüler nach einer Geschichtsstunde über den Nationalsozialismus den Holocaust und lobt Hitler. Als Nils Oskamp sich dem klar entgegenstellt, löst dies eine Spirale der Gewalt aus, bei der ältere Nazis auftreten, die Lehrer wegschauen und die Eltern keine Zeit haben. Es kommt zu zwei Mordanschlägen auf Nils bevor die Angelegenheit ernst genommen wird.

Anmeldungen zur Lesung können direkt an Sabine Demsar geschickt werden. Die Zugangsdaten zur kostenfreien Veranstaltung via Zoom werden kurz vorher ausgesandt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf Facebook und auf Instagram.

Weitere Informationen zum Veranstalter finden Sie hier.

Online-Seminare des Stirling Maxwell Zentrums

Termin:
11.02.2021 18:00

Einer der Vorteile der Online-Veranstaltungen während der Corona-Pandemie ist ja bekanntermaßen, dass man sich auch bei Veranstaltungen hinzuschalten kann, an denen man aufgrund räumlicher Entfernung, Termindruck und anderen Problemen nicht hätte persönlich teilnehmen können. Entsprechend möchten wir heute auf die Spring 2021 Seminar Series des Stirling Maxwell Centre for the Study of Text/Image Cultures der University of Glasgow hinweisen, um für etwas Kurzweil im Lockdown zu sorgen. Die Seminare werden via Zoom gestreamt, die Anmeldung erfolgt auf Eventbrite.

Programm:

Donnerstag, 11. Februar 2021, 18:00 Uhr*
„Linschoten and His Itinerario (1595-1597): A Revisitation of the Illustrations Related to the Portuguese Empire.“
Onésimo T. Almeida (Brown University)

Donnerstag, 25. Februar 2021, 18:00 Uhr*
„Torpedo Boy vs. Guston: Reading Race in Comics/Art“
Emmy Waldman (Harvard University)

Donnerstag, 11. März 2021, 18:00 Uhr*
We can remember it for you wholesale: Newspaper Comics, Disposability, and Preservation at the Bleeding Edge of New Media“
Mariella Villalobos (independent illustrator/designer)

Donnerstag, 25. März 2021, 17:00 Uhr* (früherer Zeitslot als bei den anderen Terminen!)
„Emblem Underground – Postgraduate Edition“
Roundtable-Präsentation

Nähere Informationen finden sich auf der Veranstaltungswebsite.

*Bitte beachten: Die Uhrzeiten in diesem Beitrag wurden in Mitteleuropäische Zeit (UTC/GMT +1 Stunde) umgerechnet. Auf der Veranstaltungswebsite finden sich die Uhrzeiten in Greenwich Mean Time (UTC/GMT +/-0).

ZEICHEN UNSERER ZEIT – Internationale Woche der Semiotik

Termin:
11.02.2021 - 11.02.2021

 

„Kritisch, komisch, kommunikativ – Zum politischen Potential des Comics“

Das Virtuelle Zentrum für Kultursemiotik der Universität Potsdam  veranstaltet vom 08. – 12. Februar 2021 die Internationale Woche der Semiotik, in deren Rahmen der Donnerstag (11.02.2021) der Comicforschung gewidmet ist.

Dass Comics aus etymologischen Gründen noch immer primär mit dem Komischen assoziiert werden, ändert nichts daran, dass sie sich auch gut für die ernsthafte Auseinandersetzung mit brisanten Themen eignen. Comics (unserer und vergangener Tage) verhandeln Traumata, enttabuisieren Krankheiten, dokumentieren Kriege, analysieren politische Randgruppen, mobilisieren für Umweltschutz und Diversity. Diese Liste ließe sich weiterführen. Die Komplexität der Auseinandersetzungen ist nicht zuletzt auf das Zusammenspiel der beiden Zeichensysteme (Text und Bild) zurückzuführen, mit denen vielschichtige Zeichengefüge konstruiert werden können. Dass Comics sich durch die Unmittelbarkeit der visuellen Ebene auch als Vermittlungsinstanzen eignen, haben mittlerweile diverse Akteure (Schuldidaktik, Museen, Bildungsarbeit) für sich entdeckt: Das Genre der Sachcomics floriert.

In zwei Workshops soll in die Comicanalyse eingeführt und am Beispiel politischer bzw. feministischer Comics vorgeführt werden, mit welchen Kunstgriffen das Medium Wissen und Meinung vermittelt. Gezeigt wird nicht nur, wie mit dem Medium Comic kommuniziert, erklärt und argumentiert werden kann, sondern es entstehen zahlreiche Synergie-Effekte: Eine Comiclesung und eine Diskussionsrunde mit Autorinnen, Wissenschaftlerinnen und Kultur-Schaffenden verbinden die unmittelbare Medien-Erfahrung, die anschließende Medien-Analyse und die Debatte über die (mit Hilfe der Comics transportierten) politischen Inhalte. Das Comic-affine Publikum wird an die Semiotik herangeführt, die Semiotiker*innen lernen ein per definitionem Zeichen potenzierendes Medium näher kennen.

PROGRAMM

VORMITTAG

9.00 – 9.30 Keynote: Mit Comics denken – Reflexionen zum und im Comic
Marie Schröer (Universität Potsdam)

9.30 – 10.00 Metapherntheorie als Comic – ein Werkstattbericht
Miriam Meyer (RAUM – Zentrale für Gestaltung, Berlin) und Lilian Nguyen (M.A.-Studentin, Universität Potsdam)

10.30 – 12.00
Online-Workshop 1 mit Linda Heyden/Lara Keilbart (Berlin) „Comics und Feminismus“

Online-Workshop 2 mit Véronique Sina (Mainz): „Intersektionale Comicanalyse“

12.00 – 12.45: Ergebnispräsentation Workshops

NACHMITTAG

14.00 – 15.00 Comic-Lesung mit Katja Klengel („Girlsplaining“) und Mikael Ross („Der Umfall“)

15.30 – ca. 16.30 Diskussionsrunde zu „Comics und Politik“ mit Anna Beckmann (Freie Universität Berlin), Linda Heyden und Lara Keilbart (Festival Comic Invasion Berlin), Katja Klengel (Comicautorin, Berlin), Mikael Ross (Comic-Autor, Berlin) und Véronique Sina (Universität Mainz)

 

Weitere Infos zu dem Event auf der Homepage der Universität Potsdam finden Sie hier.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Sie hier.

Den Flyer für das Donnerstagsprogramm finden Sie hier.

3. Termin Comic-Kolloquium Nord – Jens Natter: Vorstellung der Graphic Novel Hammaburg / Künstlergespräch (11.02.2021)

Termin:
11.02.2021 19:00

Knapp einen Monat nach dem Vortrag von ComFor-Mitglied Dorothee Marx findet nun der dritte – und aktuell letzte geplante – Vortrag im Rahmen des Comic-Kolloquiums Nord statt: Am 11.02.2021 wird der Hamburger Comczeichner Jens Natter die Graphic Novel Hamnaburg präsentieren; anschließend wird es Gelegenheit geben, mit dem Künstler zu sprechen.

Auch 2021 hat sich – leider – noch nichts an der Form des Vortrages geändert – auch dieser Termin findet in digitaler Form statt – interessierte Teilnehmer_innen können ab 18:00 per Zoom teilnehmen.

Die Teilnahme ist kostenlos, es wird um Anmeldung mit einer Woche Vorlauf per Mail an comic.kolloquium.nord@gmail.com gebeten.

Vortragsankündigung – Peter Wagner: „Vorläufer des Comic? Zur Popularität der Hogarthischen Bilderserien“

Termin:
27.01.2021 18:00 - 27.01.2021

https://www.uni-koblenz-landau.de/de/landau/fb6/kunst/aktuelles/Vortragsreihe_KuWi_2020-21_final_neu.png

Im Rahmen der Landau Lectures on Art zum Thema „Populäre Bilder – Bilder des Populären“ hält am Mittwoch, dem 27.01.2021, Prof. em. Dr. Dr. Peter Wagner (Landau) einen Vortrag zum Thema „Vorläufer des Comic? Zur Popularität der Hogarthischen Bilderserien“. Die Veranstaltung findet um 18 Uhr s.t. statt und wird digital auf Zoom übertragen. Zur Teilnahme ist die Registrierung unter diesem Link notwendig.

Nähere Informationen, sowohl zu diesem Vortrag als auch zur kompletten Veranstaltungsreihe, finden sich auf der Website der Universität Koblenz Landau.

Online-Diskussionsforum COMICS‐EXCHANGE: Diversität in und mit Comics (4.12.2020)

Termin:
04.12.2020 17:00

Am 4.12. findet erneut das gemeinsam von der AG Comicforschung, dem Berliner Comic-Kolloquium und der Österreichischen Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung organisierte Comics-Exchange zum Thema ‚Diversität in und mit Comics‘ statt:

„Aufgrund des großen Interesses und der vielen Vorschläge, die als Antwort auf unseren ersten Call for Participants eingegangen sind, findet am 04.12.2020 ein weiterer COMICS‐EXCHANGE zum Thema *Diversität in und mit Comics* statt.  […] Comics‐Exchange ist eine niedrigschwellige Plattform, die allen an Comics interessierten Wissenschaftler_innen, Künstler_innen, Journalist_innen,  Lehrenden, etc. einen (digitalen) Raum zum informellen Austausch und zur Vernetzung bieten soll. Wir möchten die aktuellen Debatten und Diskussionen bzgl. Diskriminierung, Rassismus, Sexismus und mangelnder Vielfalt in der Comiclandschaft zum Anlass nehmen, um in einem inklusiven Raum über *Diversität in und mit Comics* zu sprechen. Ausgehend von der Frage „Was hat dieser Comic mit Diversität zu tun und warum hat er Dich angesprochen?“ stellen Referent_innen in einem max. 5‐minütigen Impulsvortrag einen Comic ihrer Wahl vor. Im Anschluss wird gemeinsam mit demim Plenum diskutiert und erörtert, was in und mit dem Medium Comic über Diversität gesagt werden kann.“

Das Programm der Impulsvorträge setzt sich wie folgt zusammen:

  • Sofia Roussou präsentiert Residenza Arcadia (2017) von Daniel Cuello
  • Sophie Bürgi präsentiert Ich begehre Frauen von Diane Obomsawin (2020)
  • Iris Haist präsentiert Wheelchair Man (2017) von Mohammed Syed
  • Dorothee Marx präsentiert My Degeneration (2015) von Peter Dunlap‐Shohl
  • Barbara M. Eggert präsentiert Mumins (ab 2008) von Tove und Lars Jansson
  • Luba Arkadiusz präsentiert Bei mir zuhause (2020) von Paulina Stulin

Um Anmeldung per Mail an marina.rauchenbacher@univie.ac.at und vsina@uni‐mainz.de bis zum 27.11. wird gebeten.

Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten der AG Comicforschung, des Comic-Kolloquiums und der OEGEC.

 

Comic-Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/21

Wie im vergangenen Sommersemester sammeln und archivieren wir alle comicrelevanten Lehrveranstaltungen im deutschsprachigen Raum. Wir freuen uns, dass auch in diesem zweiten Online-Semester wieder zahlreiche comicrelavante Veranstaltungen zu vermelden sind.

Wir danken allen unseren Mitgliedern und Interessierten für Hinweise auf die folgenden Lehrveranstaltungen. Sie sind alphabetisch nach ihrem jeweiligen Ausrichtungsort angeordnet. Wir ergänzen sie laufend. Es lohnt sich also immer wieder vorbeizuschauen!

Wenn Sie noch einen Kurshinweis ergänzen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail mit allen relevanten Daten an die Webredaktion: redaktion@comicgesellschaft.de. Wir wünschen ein erfolgreiches Sommersemester!

Hier weiterlesen: Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2020/21

1. Termin Comic-Kolloquium Nord – Leonhard Flemisch: ‚Strategies of Documentary Representation in Joe Sacco’s Paying the Land‘ (19.11.2020)

Termin:
19.11.2020 - 18.11.2020

Das neuerdings gemeinsam von der Universität Hamburg und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Europa-Universität Flensburg organisierte Comic Kolloquium Nord geht in die (quasi) erste Runde: Am 19.11. macht Leonhard Flemisch (RFWU Bonn) mit einem Vortrag zum Thema ‚Drawing Testimony – Strategies of Documentary Representation in Joe Sacco’s Paying the Land‘ den Auftakt; weitere Termine im kommenden Jahr werden folgen. Natürlich findet auch dieser Vortrag in digitaler Form statt – interessierte Teilnehmer_innen können ab 18:00 per Zoom teilnehmen.

Die Teilnahme ist kostenlos, es wird um Anmeldung mit einer Woche Vorlauf per Mail an comic.kolloquium.nord@gmail.com gebeten.

Verleihung des Comicbuchpreises 2020 der Berthold Leibinger Stiftung

Die eigentlich für März 2020 geplante Verleihung des Comicbuchpreises der Berthold Leibinger Stiftung findet nun statt – am 8.11.2020 im Hospitalhof in Stuttgart.

Verliehen wird der Preis dieses Jahr an Max Baitinger und seinen Comic ‚Sibylla‘:

Den diesjährigen Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung erhält Max Baitinger für seinen Comic „Sibylla“. Max Baitinger greift in seinem Band die Geschichte der Greifswalder Dichterin Sibylla Schwarz aus dem 17. Jahrhundert auf. Galt sie einst als „pommerische Sappho“, geriet sie im 18. Jahrhundert nahezu ganz in Vergessenheit und tauchte erst im 19. Jahrhundert in der Wissenschaft als eine der wenigen Autorinnen der Barocklyrik wieder auf. Die Graphic Novel „Sibylla“ spielt mit verschiedenen Text- und Zeitebenen, bricht hintergründig die lineare Biografie der bereits siebzehnjährig verstorbenen Lyrikerin Sibylla Schwarz und setzt sich gleichzeitig mit der Lebenswirklichkeit des Dreißigjährigen Krieges, mit Vertreibung und Exil, Sittenlehre und religiösen Bekenntnissen auseinander. Mit ihrem „ersten kompromisslos feministischen Gedicht der Weltliteratur“ (Erika Greber 2008) genießt Schwarz‘ Werk bis heute Aktualität. Max Baitinger war bereits 2016 mit seinem Comic „Röhner“ Finalist des Comicbuchpreises. Er arbeitet als freischaffender Illustrator in Leipzig, vertreibt eigene Zines und Drucke und veranstaltet zusammen mit Kolleginnen den „Millionaires Club“, das Leipziger Comic- und Grafik-Festival. Der Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung ist mit 20.000 Euro dotiert und wird zum sechsten Mal verliehen. Wegen der Abstands- und Hygieneregeln wird die Preisverleihung um 18:00 Uhr im Hospitalhof stattfinden. Folgende neun Finalistinnen werden darüber hinaus mit je 2.000 Euro ausgezeichnet: Anke Feuchtenberger, Jul Gordon, Stefan Haller, Nienke Klöffer, Nicolas Mahler, Eva Müller, Lena Steffinger, Jochen Voit mit Sophia Hirsch sowie Nacha Vollenweider. Im Anschluss an die Preisverleihung gegen 19:15 Uhr kann man die Ausstellung zum Preisträgerband und den Arbeiten der Finalisten im Literaturhaus besichtigen.

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt; weitere Informationen finden sich auf der Seite der Stiftung.

Wir gratulieren Max Baitinger sowie allen anderen Ausgezeichneten!