Veranstaltungen

Vom Roman zur Graphic Novel – Gespräch mit Karel Osoha und Ondřej Kavalír

Das tschechische Zentrum München lädt am 4. August 2021 zum Gespräch mit Karel Osoha und Ondřej Kavalír. Im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin und Comic­Expertin Meike Fischer berichten die beiden über ihre Arbeit an der Comic-Adaption von David Jan Žáks „Návrat krále Šumavy“ (dt. „Die Rückkehr des Königs des Böhmerwaldes“).

Ankündigungstext:

Wie wandelt man eine Romanvorlage in Comicform um? Was gewinnt man dabei? Was geht womöglich verloren? Sind Comickünstler in solchen Fällen auch als Übersetzer anzusehen?
Mit eindrucksvollen Schwarzweiß-Zeichnungen und knappen Dialogen hat ein dreiköpfiges Team den Geist von David Jan Žáks historischen Roman Návrat krále Šumavy (dt. „Die Rückkehr des Königs des Böhmerwaldes“) gekonnt als Graphic Novel wiedergegeben. Die abenteuerliche, fast krimiartige Geschichte spielt in den späten 1940er Jahren – nach der kommunistischen Machtergreifung in der Tschechoslowakei, aber noch bevor Stacheldraht das Land von seinen westlichen Nachbarn trennte. Im Mittelpunkt steht Josef Hasil, ein Polizist aus Südböhmen, der zum Fluchthelfer wurde und Dutzenden seiner Mitbürger*innen den Weg durch den Böhmerwald nach Westen zeigte. Über diese Fragen und mehr unterhalten sich Karel Osoha und Ondřej Kavalír.

Weitere Informationen finden sich auf der Veranstaltungsseite. Um Anmeldung unter ccmunich@czech.cz wird gebeten.

Online Tagung „Cartoons und Comicstrips zwischen 1930 und 1945“

Termin:
30.07.2021 - 31.07.2021

Am 30. und 31.07. findet online die Tagung „Cartoons und Comicstrips zwischen 1930 und 1945“ statt. Organisator_innen sind Dr. Iris Haist, Sarah Kühnel M.A. und die Erich Ohser – e.o.plauen Stiftung. Unter den Vortragenden sind auch ComFor Mitglieder: Dietrich Grünewald wird am Freitag, dem 30.07. den Key-Note Vortrag zum Thema „Zwischen Tradition und Moderne. Deutsche Bildgeschichten von 1930 bis 1945“ halten, und Barbara Margarethe Eggert ist eine der Panelist_innen im Panel 3 zum Thema „Geschichte trifft Gegenwart“ am Samstag, dem 31.07.

Die Anmeldung erfolgt bei Iris Haist unter iris.haist@plauen.de. Es wird darum gebeten, bei der Anmeldung bekannt zu geben, ob die ganze Tagung oder nur der Abendvortrag von Andreas Platthaus besucht wird.

Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

„Spätestens seit 1939 ist die Welt in Aufruhr, aber auch schon vorher gerät die Politik in Deutschland und im restlichen Europa in Schieflage. Dennoch werden auch in dieser Zeit neben den beißenden politischen Karikaturen kurze, genuin eher unpolitische Bildgeschichten mit wiederkehrenden Figuren in Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt. Sie sind mit Witz und Herz erdacht und gezeichnet und haben meist eine moralisierende zugleich unterhaltende, von den schwierigen Verhältnissen ablenkende Funktion. Im Gegensatz zu den Karikaturen streben diese „stehenden Figuren“ in Comicstrips eher nach Harmonie und Wohlbefinden.
Erich Ohser alias e.o.plauen erschafft ab 1934 seine beliebten „Vater und Sohn“-Bildgeschichten, die mitten ins Herz treffen. Kurt Kusenberg erinnert sich 1962 daran, welche Vorstellungen er damals für die Hauptfiguren des neuen Strips in der Berliner Illustrirten (sic!) Zeitung hatte:
Sie müssen mit Witz, mit Liebe erschaffen werden und bedürfen durchaus der öffentlichen Gegenliebe, um sich zu behaupten. Sie sind erstmal gut aufgenommen, so fließt ihnen Kraft zu; sie werden immer selbstständiger, immer leibhaftiger und leben dann so lange, wie sie es verdienen, Monate oder gar Jahre.
Bei aller gebotenen Neutralität kann aus den „Vater und Sohn“-Bildgeschichten eine gewisse Kritik an den sozialen und politischen Veränderungen herausgelesen werden. Später werden sowohl die beliebten Figuren als auch Erich Ohser und dessen Sohn für Propagandazwecke eingesetzt – unter anderem als Werbeträger für das „Winterhilfswerk“ oder als Dekoration für Kampfjets.

Diese Onlinetagung soll Beiträge zu Einzelbeispielen für stehende Figuren und Comicstrips zwischen 1930 und 1945 sowie Überblicksbeiträge zu diesem Themenkomplex vereinen. Neben Beispielen aus Deutschland sind auch internationale Comic-Strip-Konzepte erwünscht. Damit soll eine solide Kontextualisierung zur Entstehung dieser Bildgeschichten, deren Reichweite, Adressaten und Instrumentalisierungen erreicht werden.“

Programm:
Freitag, 30.07.2021

14:00-14:30 Uhr
EF und Begrüßung: Iris Haist und Sarah Kühnel

14:30-15:30 Uhr
Key-Note-Vortrag von Dietrich Grünewald: Zwischen Tradition und Moderne. Deutsche Bildgeschichten von 1930 bis 1945

15:30-15:45 Uhr Kaffeepause

15:45-17:15
Panel 1: Einzelne stehende Figuren und Künstler
Christian Bachmann: „Daddy“ und Tochter – Harold Grays Little Orphan Annie im Zeitungskontext und darüber hinaus (1924–1945)
Jutta M. Pichler: Ein Wiener Original: Die Comic-Serie „Tobias Seicherl“ (1930–1940) von Ladislaus Kmoch
Achim Schnurrer: Albert Schaefer-Ast

Samstag, 31.07.2021

10:30-11:00 Uhr
Kurzes Resümee, Begrüßung und kurzer Ausblick auf den Tag

11:00-12:30 Uhr
Panel 2: Ikonografische Einzelthemen und close reading
Iris Haist und Sarah Kühnel: Kaffeefilter, Zigarren und Lotterie – e.o.plauens „Vater und Sohn“-Figuren in der Werbung bis 1937
Stefan Pannor: Plains, Trains & Automobiles – Von der Schönheit zum Schrecken der Moderne: der Wandel der Wahrnehmung von Verkehrsmitteln in Comics zwischen 1930 und 1945
Johanna Lenhart: Zum Husten in den Keller: Strategien des politischen Kommentars in ‚Herr Seicherl und sein Hund‘

12:30-13:30 Uhr Mittagspause

13:30-14:30 Uhr
Panel 3: Geschichte trifft Gegenwart
Barbara Margarethe Eggert: DON’T KNOW MUCH ABOUT HERSTORY? Aktuelle Visualisierungsstrategien für das Schaffen von Cartoonistinnen und Comiczeichnerinnen der 1930er und 1940er Jahre im Überblick – ein Werkstattbericht
Ulf K., aufgezeichnetes Gespräch mit Iris Haist: „Vater und Sohn“ – Original und Fortführung

14:30-14:45 Uhr Kaffeepause

14:45-15:30 Uhr Abschlussdiskussion

Samstag, 31.07.2021, abgesetzt und offen: 18:30-ca. 20:00 Uhr
Abendvortrag von Andreas Platthaus: Vater und Sohn in Amerika

Comics|Histories – Internationale Konferenz

Termin:
16.07.2021 - 17.07.2021

Die internationale Konferenz „Comics|Histories“ wird von den ComFor Mitgliedern Jaqueline Berndt (Universität Stockholm, Schweden), Felix Giesa (Goethe Universität
Frankfurt, Deutschland) und Christina Meyer (TU Braunschweig, Deutschland) organisiert und findet am 16.07. und 17.07. online via ZOOM statt.

Comicforschung wird immer prominenter, jedoch scheint sich der Großteil auf zeitgenössische Produktionen zu konzentrieren. Die Geschichte und die Hintergründe der Entwicklung von Comics, der verschiedenen Formate und anderer Formen graphischer Erzählformate fänden hier laut den Veranstalter_innen eher weniger Beachtung. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, startet der Verlag Romach Wissenschaft eine neue Buchserie. Die aktuelle Konferenz soll hier auch als Kick-Off Event fungieren. Besonders interessant seien für die Veranstalter_innen der Konferenz etwa Papers, welche die Beiträge von Comics zur Geschichte beleuchten.

Die Registrierung ist bis zum 15.07.2021 unter comicshistories@uni-frankfurt.de möglich.

Der Link zur Konferenz wird angemeldeten Teilnehmer_innen vorab zugesandt.

Vortrag Christine Gundermann / Comic Kolloquium Nord

Termin:
24.06.2021 18.15

Am 24. Juni findet die dritte Sitzung des Comic Kolloquiums Nord im Sommersemester 2021 statt. ComFor Mitglied Christine Gundermann (Universität zu Köln, Public History) wird ihren Vortrag über Anne Frank als globales erinnerungskulturelles Phänomen über ZOOM auf Englisch halten. Die Q&A Session im Anschluss wird auf Englisch und Deutsch stattfinden.

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

„Als 2017 das Tagebuch der Anne Frank als graphische Adaption von Ari Folman und David Polansky auf den deutschen Markt kam, wurde es als ‚neuer Weg‘ (Fischer Verlag) zum wohl berühmtesten Tagebuch der Welt beschrieben. Die Graphic Novel steht aber in einer langen Tradition von graphischen Adaptionen des Tagebuchs. Ausgehend von diesem sind seit den 1960er Jahren mehr als 70 verschiedene Comics und Graphic Novels auf der ganzen Welt entstanden.

Ihre Analyse zeigt eine verflochtene Geschichte der Holocausterinnerung, die verstärkt wird durch globale Marketingstrategien und letztlich multidirektionale Bezüge zur Shoah aufweist. Obwohl das ‚Tagebuch‘ oftmals als eines der zentralen Zeugnisse der Shoah gedeutet wird, so ist es weniger eine Globalisierung von Holocausterinnerungen, sondern vor allem der Status des Tagebuchs als literarischer Bestseller, der die Produktion und Verbreitung der Comicadaptionen ermöglicht hat.“

Anmeldung sind bis zum 23. Juni per E-Mail an comic.kolloquium.nord@gmail.com möglich. Die Zugangsdaten werden kurz vor Veranstaltungsbeginn zugesandt.

Hinweis zur Anmeldung: Alle Interessierten, die sich bereits angemeldet haben, bekommen den Link automatisch zugestellt und müssen sich NICHT erneut registrieren.

Weitere Informationen zum Comic Kolloquium Nord finden Sie hier.

Tagung „International Graphic Novel and Comic Conference“ in Cambridge

Termin:
21.06.2021 - 25.06.2021

Die diesjährige International Graphic Novel and Comic Conference (IGNCC) findet in diesem Jahr vom 21. bis 25. Juni an der University of Cambridge statt. Das Thema dieses Jahres lautet „Comics and Their Audiences / Audiences and Their Comics“ – und erneut haben die Organisator_innen ein vielfältiges und vor allem umfangreiches Programm zusammengestellt: in beinahe 100 Vorträgen und Präsentationen wird sich dem Spannungsverhältnis von und der Wechselwirkung zwischen Comics und ihrem Publikum gewidmet. Auch in diesem Jahr sind mehrere Comfor-Mitglieder vertreten: Lukas R.A. Wilde trägt zum Thema Bursting Bubbles: Nadja Hermann’s Emoticomix and its Polarized Online Audiences vor, Johannes C.P. Schmid zu Documentary Comics, Audiences, and Representing the Other: Ethics and Persuasion und Giorgio Busi Rizzi zu Seduction of the innocence: comics fandom and nostalgia.

 

Veranstaltungstext

Comics enthusiasts have long considered comics a uniquely participatory medium. As readers breathe life into static images, convert page space into narrative time, and transform splatters of ink into emotion, they engage with comics in languages that audiences and artists have developed in tandem, negotiating over generations.

The theme of this conference explores the idea of audiences in all its meanings. We consider, for example, comics audiences as physical people, individuals, and groups who engage with comics in different situations. Thus, the relationship of readers accessing comics in different languages allows inquiry into questions of translation and adaptation. Readers inhabiting different periods or surviving traumatic public and private moments allow historical and biographical readings. Attention to how audiences identify themselves—according to different or multiple racial, sexual, religious, ethnic, gender, or national identities, physical ability, or migration status—offers to validate marginalised perspectives and fracture traditional understandings. Thinking about comics as texts for or forbidden to children, ideal or inappropriate for adults connects to fields across the curriculum.

Weitere Informationen und das vollständige (vorläufige) Tagungsprogramm finden sich auf der Veranstaltungswebsite.

Gespräch mit Comiczeichnerin Sarah Burrini

Termin:
11.06.2021 19:00

Diesen Freitag, 11.06. um 19:00 Uhr, gibt es die Möglichkeit, an einem Gespräch mit der Comiczeichnerin Sarah Burrini teilzunehmen. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Pippi Langstrumpf und ihre Töchter“ der Karl Rahner Akademie Köln und  findet je nach Bestimmungen der Bundesregierung präsent oder online statt. Eine Anmeldung ist noch bis Freitag, 11.06., um 15:00 Uhr möglich; die Teilnahmegebühr beträgt 10,00 € (ermäßigt 5,00 €).

Informationstext der Veranstalter_innen zu Sarah Burrini:

„Sarah Burrini arbeitet als Illustratorin und Comiczeichnerin. In ihren Reihen »Nerd Girl« und »Das Leben ist kein Ponyhof« zeigt sie Frauen, die sich an ihrer Umgebung stoßen und unabhängige Vorschläge machen. Thema sind dabei zum einen stets die eigene Berufswelt (und ihre Dominierung durch männliche Helden und Akteure) zum anderen die Herausforderungen, die ein Alltag zwischen Beruf und Hausgemeinschaft so mit sich bringt. In ihrem Fall: Pferd, Fliegenpilz und Elefant.

Im Gespräch« gibt die Autorin Einblicke in die Identifikationsfiguren ihrer Karriere, über die Figuren die Denk- und Traumwelt bevölkerten und Szenen, die sie durch die Zeit begleiten.“

Die Zugangsdaten für die digitale Veranstaltung erhalten Sie vom Veranstalter spätestens einen Tag vor der Veranstaltung per Mail.

Weitere Informationen, inklusive Möglichkeit zur Anmeldung,  finden Sie hier.

Online Tagung: Crisis Lines – Coloniality, Modernity, Comics

Termin:
09.06.2021 - 10.06.2021

Am 9. und 10. Juni findet online via ZOOM die Tagung „Crisis Lines – Coloniality, Modernity, Comics“ statt. Ausgerichtet wird die Konferenz von Dominic Davis (City University of London) und Haya Alfarhan (King’s College London).

Die Konferenz beschäftigt sich zentral mit der Linie, speziell im Zusammenhang mit Kolonialismus und Kartographie. Das Visuelle verbindet diese „Kolonial-Linien“ mit weiteren „Informations-Linien“, woraus die koloniale Neuzeit als selbstverständlich und unumstritten konstruiert wird. Die Beschaffenheit, die Modalitäten und Funktionen von Linien aller Art werden in einer Reihe von Kontexten unter die Lupe genommen und analysiert.

Die Konferenz wird ein neues Format ausprobieren, bei welchem in drei parallelen Sessions jeweils eine Panel-Diskussion zu zwei Papers stattfinden wird. Jedes Panel setzt sich zusammen aus den beiden Autoren sowie einem „Respondent“, welche_r zunächst in 10-15 Minuten auf die eingereichten Papers eingehen wird. In der Folge können die Autoren zu diesen Rückmeldungen Stellung beziehen, bevor die Diskussion für ein Q&A mit allen Teilnehmer_innen geöffnet wird. Den Abschluss der Konferenz bildet ebenfalls wieder eine Podiumsdiskussion, in welcher die Respondents auf zentrale und sich neu herausschälende Themen  eingehen werden. Als Respondents werden nach aktuellem Stand u. a.  Tim Ingold, Hillary Chute, Frederick Luis Aldama und Candida Rifkind agieren.

Weitere Informationen zum Call for Papers und zur Konferenz finden Sie hier.

Comicmuseum München 2021

Termin:
03.06.2021 - 06.06.2021

Die aktuelle Situation zwingt nach wie vor zu vielen Veranstaltungsabsagen und zumeist digitalen Ersatzformaten. Die Veranstalter:innen des Comicfestivals München haben für dieses Jahr eine kreative – und vor allem: teilweise Präsenz ermöglichende – Lösung gefunden: aus dem Comicfestival wird das Comicmuseum. Und das Comicmuseum ‚öffnet‘ vom 3. bis 6. Juni für Besucher:innen u.a. in der Alten Kongresshalle in München. Auch wenn der Begriffswechsel eine gediegenere Veranstaltung vermuten lässt, ist das Programm wie auch in den letzten Jahren vielfältig und umfangreich:

Veranstaltungstext:

In der Alten Kongresshalle zeigen wir Ausstellungen zu Kristina Gehrmann, Sabrina Schmatz, Franz Gerg, dem Münchener Donald-Duck-Zeichner Jan Gulbransson, Chris Kloibers bayerischen Superhelden Tracht Man, sowie zu den Comic-Biografien von Willi Blöß. Hinzu kommt noch die Präsentation Jesuran. Eine jüdische Familiengeschichte und ein 13 Meter langes “modernes Splatter-Märchen über Freundschaft, Habgier und eine blutige Kettenreaktion“ von Steffen Haas. Zwei Ausstellungen werden besonders aufwändig präsentiert. Die vielschichtige Graphic Novel VATERMILCH von Uli Oesterle inspirierte uns dazu, die Besucher zu einer Zeitreise in das München der 70er-Jahre einzuladen. Wir verbreiten echtes Disco-Fieber, schockieren mit grellen Tapten und präsentieren den Jaguar E-Type von Ulis Hauptfigur Rufus Himmelstoss. Benjamin von Eckartsberg und Thomas von Kummant, der auch das Plakat zu unserem Comicmuseum gestaltet hat, ermöglichen den Besuchern einen dreidimensionalen Einblick in die Welt ihrer Erfolgsserie GUNG HO, deren Abschlussband Die weiße Flut zum Festival erscheint! Doch auch online gibt es ein buntes Programm und wir verliehen wieder PENG! – Den Münchner Comicpreis. Mit dem Institut français, dem Amerikahaus, dem Jüdischen Museum, dem Valentin-Karlstadt-Musäum, dem Tschechischen Zentrum und dem Kekko Kreativraum beteiligen sich wieder weitere kulturelle Einrichtungen in München an unserer Veranstaltung.

Weitere Informationen finden sich auf der Veranstaltungsseite; die Liste aller Ausstellungen findet sich hier.

Online Diskussionsforum Comics Exchange: „Farbe“ am 04.06. + Call for Participants

Der von der AG Comicforschung der GfM, dem Berliner Comic-Kolloquium und der Österreichischen Gesellschaft für Commicforschung und -vermittlung (OeGeC) ausgerichtete Comics Exchange findet am 04. Juni in der inzwischen fünften Auflage statt – diesmal zum Thema „Farbe“.

Noch bis zum 15.05. können Vorschläge für Präsentationen eingereicht werden:

„Von den kolorierten Seiten der Sunday Comics, über die kostengünstigen Schwarz-Weiß-Kontraste der Independent-Comics oder die ikonischen Farbgebungen der Superheldenkostüme bis zu Comics, die im weiteren Sinne „Farbe zeigen/bekennen“: Farben spielen in der Comic-Geschichte eine zentrale Rolle; sei es in ihren unterschiedlichen Tönen und Materialitäten, ihrer Symbolkraft, ihren diversen Technologien der Herstellung und Reproduktion oder gar ihrer Abwesenheit. Im fünften Comics Exchange wollen wir einen Blick auf die breite Palette (sic!) der Farbnutzung im Comic werfen. Denn auch mit einem Blick auf den derzeitigen Stand der Comicforschung zum Thema Farbe wird klar: Es gibt es noch viel zu entdecken!

Grundlage sind kurze, ca. 5-minütige, informelle Präsentationen. Warum spricht Dich dieser Comic (nicht) an? Wie wird die konkrete, auch kulturell bedingte Semantik der Farbe im Comic eingesetzt? Welche besonderen Farbnutzungen und/oder -technologien kennt die Comic-Geschichte? Welche Rolle spielt die Materialität der Farbe (etwa bei Kohle- oder Aquarell-Zeichnungen) für Erzählungen? Wo finden sich spannende, genretypische Farbennutzungen? Wie erzählt Farbe?

Willkommen sind Comics in allen Sprachen und Formaten.“

Wer nicht selbst einen Beitrag beisteuern, aber gerne teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 02.06. per Mail an kalinakupczynska1@gmail.com oder bjoern.hochschild@fu-berlin.de anmelden.

Nach Ablauf der Anmeldefrist wird allen Teilnehmer_innen der Zoom-Link zur Veranstaltung per Mail zugeschickt. Zudem erhalten alle angemeldeten Teilnehmer_innen einen Reader mit Anschauungsmaterial.

Weitere Informationen finden sich hier.

Tagung „SeitenArchitekturen. Architektur & Raum im Comic“

Termin:
06.05.2021 - 08.05.2021

Unter der gemeinsamen Regie von icon Düsseldorf und der AG Comicforschung findet vom 6. bis 8. Mai 2021 die Tagung  „SeitenArchitekturen. Architektur & Raum im Comic“ statt – wie inzwischen gewohnt als online-Angebot.

Veranstaltungstext:

Architektur spielt für Comics und ihre Geschichten eine entscheidende Rolle. François Schuiten und Benoît Peeters stellen in Brüsel die Architektur eines imaginären Brüssel in den Mittelpunkt der Handlung; Jason Lutes baut in seiner Trilogie Berlin, im wörtlichen Sinne, seine Handlung um Berlin herum und verankert sie in der Architektur der deutschen Hauptstadt der Weimarer Zeit; Gotham City wird meist als düsteres Abbild der Architektur und Skyline von New York City gewertet, und Chris Ware verbindet in seinem vielgestaltigen Werk mit dem programmatischen Titel Building Stories architektonische Elemente der erzählten Welt mit experimentellen (Seiten)Architekturen und der Raumgestaltung des Comics als Medium und Material.

Als Forschungsgegenstände erleben Städte, Räume und Raumkonzeptionen in verschiedensten Disziplinen unterschiedlichster Fachbereiche allerspätestens seit dem sog. spatial turn eine neue Hochkonjunktur. Stadträume werden als (soziale) Kultur- und Gestaltungsräume in wechselseitiger Prägung untersucht; Theorien des Raumes und Theorien des Ortes mit- und gegeneinander entwickelt – auch als Analysekategorie für Texte – und (digitale) Räume der Medien erhalten immer größere Aufmerksamkeit. Die engere Bedeutung des Raumes als konkrete, topographische und architektonische Referenz auf Orte, Städte, Bauwerke und ihnen zugehörige Praktiken wurden insbesondere für Comics bisher nur wenig untersucht.

Unsere zweitägige Tagung zielt auf eine analytische Fruchtbarmachung des Raumbegriffs und richtet sich an Forschende verschiedenster Fachrichtungen sowie Comic-Schaffende, die sich mit den Themen „Architektur und Raum“ in Comics jeder Form und Sprache (einschl. Manga, bandes dessinées, etc.) beschäftigen. Gemeinsam wollen wir erkunden, wie das Medium Comic mit architektonischen Elementen umgeht, wie Architektur und Comic sich gegenseitig beeinflussen und prägen und welche Bedeutung Architektur im wörtlichen und übertragenen Sinn für das Medium Comic zukommt. Raum soll in diesem Verhältnis jedoch nicht als abstrakte Kategorie gedacht werden (wie etwa im Ansatz der topologischen Semantik). Vielmehr sollen Überlegungen zu tatsächlich dargestellten, architektonisch realisierten Räumen im Mittelpunkt stehen, sowie Fragen der Organisation des materiell-medialen Raumes von Comicseiten, Panels, Seitenaufbau und -architektur, etc.

Auf dem vielfältigen Programm der Tagung stehen auch einige Vorträge von Comfor-Mitgliedern:

6. Mai, 14:30; Astrig Böger: »It all happened so fast«: Die Darstellung historischer Räume in Richard McGuires HERE

6. Mai, 15:15: Laura Glötter: »Berg, Stein, Wasser« – Die Therme Vals als Protagonist in Lucas Hararisʼ L’Aimant

7. Mai, 10:30: Christina Meyer: Urbane Räume der Moderne: Zeitungscomics der Jahrhundertwende

7. Mai, 12:30: Julian Auringer: In Stein gemeißelt – Architektur im comicrelevanten Bilderbogen des 19. Jahrhunderts

7. Mai, 15:00: Susanna Schoch: Leben am Rande, Leben im Übergang. Inszenierungen von Flüchtlingsunterkünften in Comicreportagen

8. Mai, 11:00: Rolf Lohse: Le livre des livres von Mathieu – Anarchitektur als Programm

Die Tagung findet online per Zoom statt; um eine formlose Anmeldung bis zum 30. April per Mail an icon@hhu.de wird gebeten.

Weitere Informationen und das vollständige Tagungsprogramm finden sich auf der Veranstaltungsseite.