Veranstaltungen

Hier finden Sie Ankündigungen von Veranstaltungen, die von der Gesellschaft für Comicforschung selbst oder maßgeblich von deren Mitgliedern organisiert oder durchgeführt werden.

Bitte beachten Sie auch die offiziellen Jahrestagungen der ComFor.

Ringvorlesung: Comic – Kunst – Körper: Konstruktion und Subversion von Körperbildern im Comic

Eine der wenigen öffentlichen Präsenz-Veranstaltungen in diesem Winter organisieren Irmela Marei Krüger-Fürhoff und Nina Schmidt: Im Rahmen des Projekts PathoGraphics an der FU Berlin findet unter Reger Comfor-Beteiligung die Ringvorlesung „Comic – Kunst – Körper: Konstruktion und Subversion von Körperbildern im Comic“ statt – und zwar (fast) jeden Donnerstag von 16:15 bis 17:45:

„Als ‚neunte Kunst‘ erfreuen sich Comics großer Beliebtheit sowie wachsender Aufmerksamkeit im kulturellen Leben und akademischen Kontext. Vertreter*innen zahlreicher Fächer und Hochschulen forschen zu diesem Bild-Text-Medium und integrieren graphische Erzählungen in ihre Lehrveranstaltungen. Die Ringvorlesung möchte die vielfältigen Aktivitäten in Kunst und Wissenschaft disziplin- und institutionsübergreifend sichtbar machen und dabei Brücken zwischen akademisch Forschenden, Studierenden und einer interessierten Öffentlichkeit schlagen.

Im Mittelpunkt der Vorlesungsreihe stehen die unterschiedlichen Körper, in denen Comics ihre Protagonist*innen visualisieren. Ob es sich dabei um Wunschbilder, Stereotype oder Karikaturen handelt, immer werden kulturelle Vor­stellungen von menschlichen, tierischen oder technischen Körpern, von Gender, Alter, ethnischer und kultureller Zugehörigkeit, sozialer Schicht und körperlichen oder geistigen Fähigkeiten vermittelt. Die Vorträge der Vorlesungsreihe diskutieren Comics als Seismograph von und Kommentar zu kulturellen Normierungen, Hoffnungen und Ängsten, die häufig über Körper­bilder ausgehandelt werden.

Die Vorlesungsreihe ist öffentlich und kostenfrei. Sie findet vor Publikum statt und wird zusätzlich gestreamt. Da die Plätze wegen der Hygieneauflagen begrenzt sind, ist für den Besuch der Präsenzveranstaltung eine einmalige Anmeldung unter comic-vl@fsgs.fu-berlin.de erforderlich.“

Den Auftakt bildet am 12.11. ein Vortrag unserer ehemaligen zweiten Vorstandsvorsitzenden und Mitbegründerin der AG Comicforschung zum Thema „Comic, Körper und die Kategorie Gender“.

Weitere Informationen sowie das vollständige Vorlesungsprogramm findet sich auf der Veranstaltungsseite.

ComicCon@Home und Eisner Award Preisverleihung

Termin:
24.07.2020

Auch wenn die ComicCon dieses Jahr nicht in San Diego, sondern ‚at home‘ und bei YouTube stattfindet, bietet sie dieses Jahr an insgesamt fünf Tagen ein volles und breit gefächertes Vortragsprogramm:

Programm für den 22. Juli

Programm für den 23. Juli

Programm für den 24. Juli

Programm für den 25. Juli

Programm für den 26. Juli

Im Rahmen der ComicCon werden am 24. Juli auch die diesjährigen Eisner Awards verliehen. Besonders freuen wir uns, dass ComFor-Mitglied Christina Meyer für ihr Producing Mass Entertainment: The Serial Life of the Yellow Kid in der Kategorie Best Academic/Scholarly Work nominiert wurde! Wir drücken Frau Meyer die Daumen und wünschen natürlich auch allen anderen Nominierten viel Glück!

Reminder: Mitgliederversammlung / Diversity-Initiative / Deadline Vorstandswahl

Termin:
15.07.2020

Zwei kurze Erinnerungen an alle unsere Mitglieder:

  • Bis zum 15. Juli können noch Wahlbriefe zur Vorstandswahl eingereicht werden. Es kandidieren Prof. Dr. Christina Meyer für den ersten Vorsitz, Dr. Lukas R. A. Wilde für den zweiten Vorsitz und Dr. Vanessa Ossa für die Schatzmeisterei. Genauere Informationen zum diesjährigen Wahlprozedere wurden bereits per Mail verschickt.
  • Kurz darauf folgt dann bereits die Sitzung der Diversity-Initiative: Sie wird am Freitag, 17. Juli, ab 16:00 Uhr online per Zoom stattfinden.
  • Die ComFor-Mitgliederversammlung findet dieses Jahr ebenfalls per Zoom statt – und zwar am 31. Juli, ab 10 Uhr. Die Tagesordnung wird im Laufe des Tages per Mail verschickt.

 

Comics and Jewish Visual Culture – Vortrag von Véronique Sina, Köln

Termin:
14.01.2020 10:00

Am Dienstag 14. Januar 2020 geht die von Prof. Dr. Anke Ortlepp am Historischen Institut der Universität zu Köln organisierten Vortragsreihe *United States History as Visual History* in die nächste Runde: Véronique Sina, 2. Comfor-Vorsitzende, hält einen Vortrag zum Thema Comics and Jewish Visual Culture. Der Vortrag beginnt um 10 Uhr.

Weitere Informationen finden sich auf dem Veranstaltungsflyer.

Realismus vs. Voyeurismus? Gastvortrag von Véronique Sina an der HHU

Icon Düsseldorf, das interdisziplinäre Comicforschungsnetzwerk der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, nimmt das Medium Comic aus verschiedenen Fachperspektiven in den Blick. Das Organisationsteam, das aus der Anglistik, Germanistik, Geschichte, Japanologie, Medien- und Kulturwissenschaft sowie Romanistik stammt und mit Michael Heinze, Mara Stuhlfauth-Trabert und Florian Trabert einige ComFor-Mitglieder zählt, hat bisher unter anderem eine Ringvorlesung und verschiedene Comic-Workshops organisiert und bereitet derzeit einen Sammelband vor.

Am 16. 12. 2019 ist unsere 2. Vorsitzende, Véronique Sina, mit ihrem Gastvortrag „Realismus v. Voyeurismus? Zur medialen Inszenierung queerer Identität(en) in Le Bleu est une couleur chaude (2010) und LA VIE D’ADÈLE (2013)“ eingeladen.

„Comic-Monday“ mit Thomas Ballhausen in Wien

Termin:
16.12.2019 18:00

Das Jahr neigt sich unaufhaltsam dem Ende zu, doch die erst kürzlich gegründete Österreichische Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung (OeGeC) beginnt ihre Arbeit nun erst so richtig: unter der Regie von u.a. den ComFor-Mitglieder Katharina Serles und Marina Rauchenbacher sowie Susanne Hochreiter organisiert die OeGeC unter anderem den Comic-Monday, der den „intensiven Austausch über österreichische Comics“ ermöglichen soll. In der inzwischen dritten Ausgabe der Veranstaltungsreihe spricht Thomas Ballhausen über seine Arbeit als Kurator.

Veranstaltungstext

Am 16. 12. geht der 3. Comic-Monday im Florentin1090-Extrazimmer über die Bühne. Dieses Mal wird Thomas Ballhausen mit uns den diesjährigen Graphic Novel Schwerpunkt der Erich-Fried-Tage Revue passieren lassen, über seine (kuratorische) Arbeit, das Literaturhaus Wien und entsprechende Andockmöglichkeiten für Künstler*innen sprechen. Save the date! Wir freuen uns wieder auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit unseren Mitgliedern und Interessierten über die österreichische Comicszene im Extrazimmer des Florentin1090 – dieses Mal mit Thomas Ballhausen! Anmeldung an vorstand@oegec.com bitte bis 13. 12.

Vortrag „Comic Studies und Gender“ in Basel

Véronique Sina, 2. Vorsitzende der ComFor, wird am 25. 11. im Rahmen der Ringvorlesung „Einführung in die Geschlechterforschung“ an der Universität Basel einen Vortrag zu „Comic Studies und Gender“ halten.

Organisiert wird die interdisziplinäre Veranstaltung von Frank Luck, inhaltlich geht es um die Vermittlung von Kenntnissen der Grundlagen der Geschlechterforschung in unterschiedlichen Fächern und um die Diskussion etwa folgender Fragen: Wie wird in unterschiedlichen Disziplinen Geschlecht verstanden? Auf welche Weise werden Geschlechterverhältnisse erforscht?

Link zur Veranstaltung

Tagung „Die internationale und intermediale Thomas Bernhard-Rezeption“ in Düsseldorf

Organisiert von den ComFor-Mitgliedern Florian Trabert und Robin-M. Aust findet vom 25.09 bis 27.09.2019 eine Tagung zur Thomas Bernhard-Rezeption statt. Die Tagung im Düsseldorfer Goethe-Museum versammelt nicht nur Beiträge zum literarischen Weiterwirken des Österreichischen Autors auf dem Tagungsprogramm. So finden sich neben anderen intermedialen Verarbeitungen von Bernhards Leben und Werk auch zwei Vorträge zu Comics: Monika Schmitz-Emans trägt zu Nicolas Mahlers Bernhard-Comics vor; ComFor-Mitglied Elisabeth Klar und Lukas Kummer berichten über Kummers Graphic Novel-Adaptionen von Bernhards autobiographischen Bänden ‚Die Ursache‘ und ‚Der Keller‘.

Veranstaltungstext:

2019 wird sich der Tod von Thomas Bernhard zum dreißigsten Mal jähren. Dieses Gedenkjahr soll den Anlass bieten, die künstlerische Nachwirkung von Bernhards Leben und Werk umfassend zu untersuchen. Diese ist bereits zu Bernhards Lebzeiten, erst recht aber in den drei Jahrzehnten seit seinem Tod, zu einem gleichermaßen internationalen wie intermedialen Phänomen geworden. In seinem Roman Korrektur (1975) lässt Bernhard die Figur Roithammer klagen: »unsere Idee wird aufgegriffen und schamlos ausgenützt, das beobachten wir immer wieder, wie eine Idee aufgegriffen und schamlos ausgenützt wird dann von Hunderten von Nachmachern« (Bernhard, Thomas: Korrektur, Frankfurt a.M. 1988, S.212). Bezogen auf die Rezeption des österreichischen Autors scheint diese Tirade nicht einmal eine Bernhard-typische Übertreibung darzustellen, wenngleich sie das produktive Moment der vielfältigen Rezeptionsphänomene unterschlägt. […] Der ›Kontinent Bernhard‹, den ein 1995 von Wolfram Bayer herausgegebener Sammelband vermessen hatte,  ist in den letzten Jahrzehnten zu einem Bernhard-Universum expandiert, dessen genauere Kartierung noch weitgehend ein Forschungsdesiderat darstellt (Vgl. Wolfram Bayer: Kontinent Bernhard. Zur Thomas Bernhard-Rezeption in Europa, Wien u.a. 1995). […] Auf dem Tagungsprogramm vertreten sind Beiträge zu u.a. Bernhards Person und seinem Werk in der Literatur, aber auch in anderen Künsten und Medien wie dem Theater, dem Hörspiel, der Musik, dem Film, der bildenden Kunst und dem Comic.

Weitere Informationen finden sich auf der Veranstaltungsseite.