ComFor enthüllt Plakat zur Jahrestagung 2012

Die Gesellschaft für Comicforschung freut sich, das Plakat zur 7. Jahrestagung in Freiburg zu präsentieren. »

Rezension: Graphic Women

Hillary L. Chute: Graphic Women: Life Narrative and Contemporary Comics. New York: Columbia University Press, 2010. 316 Seiten, $ 26,50.

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Hillary L. Chute ist keine Unbekannte in der englischsprachigen Comicforschung. Bereits in ihrer Dissertation „Contemporary Graphic Narratives: History, Aesthetics, Ethics“ (2006) und im Rahmen des Themenhefts „Graphic Narrative“, das sie gemeinsam mit Marianne DeKoven für Modern Fiction Studies (Winter 2006) herausgab, wurde ihr Interesse an autobiografischen Comics deutlich. »

Berliner Kolloquium zur Comicforschung ist gestartet

In der vergangenen Woche wurde die erste Sitzung des Berliner Kolloquiums zur Comicforschung abgehalten. Die Veranstaltung findet in diesem Semester das erste Mal statt, wobei die Veranstalter auf eine Fortsetzung hoffen. Ein Programm lag bei Redaktionsschluss nicht vor, weshalb wir an dieser Stelle das Rundschreiben der Organisatoren wiedergeben:

Sehr geehrte Comic-Forschende und -Interessierte,

am Mittwoch, den 25.4.2012, starten wir mit dem Berliner Kolloquium zur Comicforschung. Wir wollen damit allen interessierten Forschenden eine Plattform zur Präsentation und Diskussion ihrer Aktivitäten bieten, die ihnen in ihren sonstigen Arbeits- und Forschungsumfeldern eventuell manchmal fehlt. »

Comicleben: Ausstellung im Museum Europäischer Kulturen in Berlin

Nächste Woche wird im Museum Europäischer Kulturen die Ausstellung comicleben_comiclife eröffnet, die sich über einen Blick auf den Sitz von Comics im Leben sieben ausgewählter Einzelpersonen der Kunstform annähern will. »

Comics und Politik: Tagungsprogramm 2012 veröffentlicht

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Wir freuen uns, jetzt das Tagungsprogramm der ComFor-Jahrestagung 2012 veröffentlichen zu können. Wie bereits berichtet, ist die Tagung angesichts der großen Zahl an Beiträgen um einen vierten Tag verlängert worden; sie findet nun vom 27-30. September 2012 statt. »

Comics & Politics: Programme for 2012 Conference Published

Deutsche Fassung

We are happy to publish the finished programme for our 2012 conference on Comics & Politics. As reported earlier, due the large number of contributions the conference has been extended by a fourth day; it will now take place from Septmber 27th through 30th. »

Frohe Ostern!


… wünscht die ComFor-Webredaktion mit einem gezeichneten Gruß unseres Vorsitzenden Prof. Dietrich Grünewald.

Bilder des Comics: Beiträge der 5. Jahrestagung veröffentlicht

Plakat2010Die 5. jährliche Wissenschaftstagung zum Thema Bilder des Comics. Visualität, Sequenzialität, Medialität fand im November 2010 an der Universität Gießen statt. Nun ist eine Auswahl der Beiträge in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Medienobservationen online erschienen. »

Für tot erklärt zum 20. Geburtstag – Ein Nachruf zum “Lexikon der Comics”

Das “Lexikon der Comics” war als umfangreiche Loseblattsammlung in der deutschsprachigen Comicforschung eine singuläre Einrichtung. Nach zwanzig Jahren ist das Lexikon im vergangenen Jahr eingestellt worden. René Mounajed hat lange Jahre am Lexikon mitgearbeitet und hat auf Einladung der Redaktion einen sehr persönlichen Nachruf verfasst.

Das „Lexikon der Comics,“ hrsg. von Marcus Czerwionka im Corian-Verlag, ist Geschichte: Nach der 76. Ergänzungslieferung erklärten sowohl der Herausgeber als auch der Verlagschef Heinrich Wimmer das „Aus“ eines Standardwerkes der Comic-Forschung in Deutschland.
Dabei war es genau das, was es immer sein wollte: Das Lexikon der Comics fungierte einerseits als Nachschlagewerk für Experten und Laien, andererseits aber sollte und wollte es weitergeschrieben werden, animierte durch seine bloße Existenz zur Weitergabe des eigenen, nicht selten gerade durch das Schreiben erst entwickelten Expertenwissens. »

Detournement oder unverschämte Reduktion? Ole Frahm über “Katz”

Die  französische Produktion Katz, die Art Spiegelmans MAUS antwortet, ist spätestens durch den gegenwärtigen Rechtsstreit mit Rechteinhabern, in dessen Zug der größte Teil der Auflage voraussichtlich vernichtet wird, Gegenstand öffentlicher Diskussion geworden. Ole Frahm (Genealogie des Holocaust. Art Spiegelmans MAUS – A Survivor’s Tale. München 2006) hat Katz auf Einladung der Redaktion aus seiner Sicht kommentiert:

 

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Abb. 1. Masken bei Spiegelman

Abb. 1. Masken bei Spiegelman

Katz heißt ein französischer Comic, wie Katz’s Delicatessen im East Village New York. Doch in dem Comic geht es nicht um ein Pastrami Sandwich, sondern um die Aneignung des künstlerischen Werkes, nämlich MAUS – A Survivor’s Tale von Art Spiegelman. Katz ist mit MAUS nahezu identisch – nur die Köpfe der Figuren sind neu gezeichnet. Die Figuren in MAUS sind Chimären, menschliche Körper mit Tierköpfen. Mit diesen Figuren zeichnet Art Spiegelman die Geschichte, die ihm sein Vater Vladek vom Überleben in Auschwitz und Dachau erzählt. Die Juden tragen Maus-, die Deutschen Katzen-, die Polen Schweine- und die Amerikaner Hundeköpfe. Diese entpuppen sich als Masken. (Abb. 1) Vladek gibt sich während der deutschen Besatzung als Pole aus, was durch eine Schweinemaske dargestellt wird. Für den Leser ist das dünne Band der Maske sichtbar, für die polnischen Eltern, deren Kinder Vladek einen Juden gerufen haben, nicht. Ist das Mausgesicht Vladeks seine wahre Identität? MAUS macht darüber keine Aussagen. Es zeigt, wie die Konturen der Tiermasken zwischen Identifikation und Identifizierung entstehen, zwischen Selbstwahrnehmung und gesetzlichem Zwang. »