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Vortrag „Zur Materialität von Comics“ in Berlin

Im Rahmen der Berliner Wissenswerkstatt „Die Materialität von Schriftlichkeit“ wird Christian A. Bachmann (Bochum) am 13. Juni 2017 einen Vortrag zum Thema „Jenseits der Schriftlichkeit: Zur Materialität von Comics“ halten. Die von der Staatsbibliothek zu Berlin und dem Arbeitskreis Materialität der Literatur organisierte Vortragsreihe findet seit 2014 statt und setzt auf den Dialog zwischen Bibliothek und Forschung.

Abstract:

„Mit Comics verbindet mancher noch heute Heftchenliteratur für Kinder, bebilderte Wegwerfprodukte mit Sprechblasen, deren Wert nicht über das „bloß“ Unterhaltsame hinausgeht. Längst hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass Comics und „Graphic Novels“ nicht nur Spiegel ihrer Zeit sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu zentralen Diskursen leisten. Entstanden im ausgehenden 19. Jahrhundert entwickeln sich die Comics erst in den 1980er Jahren zu einer „Kunstform“, die diesen Anspruch auch selbst erhebt. In Abgrenzung zu Produktionen für ein Massenpublikum treten Künstlerinnen und Künstler hervor, die auch gegenüber ihren materiellen Trägermedien nicht gleichgültig sind, sondern sie in ihre gestalterische Arbeit einbeziehen, womit sie Comics schaffen, die man in der Nähe von Künstlerbüchern verortet hat. Der Vortrag stellt einige ihrer Werke vor, zeichnet ihre Metamedialität nach und beleuchtet, welche Rolle ihre Materialität dabei spielt.“

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Ausstellung „Der Mythos Eternauta“

Termin:
28.04.2017 - 14.07.2017
Eröffnung am 27.4. um 19:30.

Die von 1957 bis 1959 veröffentlichte Serie El Eternauta gilt als bedeutendster Comic Argentiniens, zumal durch das Verschwinden des Autors Héctor Germán Oesterheld während der Militärdiktatur. Erzählt wird, wie es in der nahen Zukunft plötzlich in Buenos Aires Schnee fällt. Nur wenige Menschen überleben in luftdichten Behausungen.

Die deutsche Ausgabe von Eternauta ist zugleich der Katalog einer vom Literaturhaus Stuttgart kuratierten Ausstellung. Diese wird im Rahmen des Comicfestival München im Instituto Cervantes München gezeigt.

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Neue Publikation „Science Meets Comics“ (auch als Open Access)

Im Oktober 2015 fand an der HU Berlin ein zweitägiges Symposium zum Thema „Science meets Comics. The Anthropocene Kitchen: designing the future of food“ statt.  Beteiligt waren unter anderem die ComFor-Mitglieder Jaqueline Berndt und Stephan Packard, aber auch andere internationale Experten wie Nick Sousanis. Das Symposium ging der Frage nach, was die bild-textliche Auseinandersetzung zu aktuell brisanten Fragen im Comic für die Wissenschaftskommunikation bedeuten kann (weiter zur Veranstalterseite). Gerade ist im Christian A. Bachmann-Verlag ein Tagungsband erschienen, der viele der Beiträge noch einmal zugänglich macht. Zudem haben die Herausgeber eine frei zugängliche Open Acces-Version des Bandes auf Zenodo publiziert.

Science meets Comics

Proceedings of the Symposium on Communicating and Designing the Future of Food in the Anthropocene
Reinhold Leinfelder, Alexandra Hamann, Jens Kirstein und Marc Schleunitz (Hrsg.)
Christian A. Bachmann
117 Seiten
ISBN 978-3-941030-92-3 (Paperback)
~€ 19,90
April 2017

Aus der Verlagsbeschreibung:

„There are no simple solutions in the Anthropocene era. Every single person lives in a highly complex system and is connected to it by his or her actions. By focusing on the example of alimentation, this interconnectedness can be exposed and presented in a form that everyone can understand. Comics as a communication medium not only have the potential to make complex issues accessible in an appealing form; the comic-making process itself can inspire scientific work, and reveal new connections. This proceedings volume includes contributions on alimentation and comic theory by Jaqueline Berndt, Anne-Kathrin Kuhlemann, Toni Meier, Veronika Mischitz, Stephan Packard, Lukas Plank, Nick Sousanis, Katerina Teaiwa and Arnold van Huis. It is the result of the two-day symposium Science meets Comics, held in October 2015 in the Cluster of Excellence Image Knowledge Gestaltung. An Interdisciplinary Laboratory at the Humboldt-Universität zu Berlin, which discussed and developed these new means of communication in relation to alimentation.“

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