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Workshopbericht “Mediality and Materiality of Contemporary Comics” online

ZfM_LogoVom 24.-26. April 2015 fand in Tübingen der 2. Workshop der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaften (GfM) statt: Unter dem Thema “The Mediality and Materiality of Contemporary Comics” diskutierten die Keynote-SprecherInnen Daniel Merlin Goodbrey (Hertfordshire), Ian Hague (Comics Forum), Karin Kukkonen (Turku), Véronique Sina (Bochum) und Daniel Stein (Siegen) zusammen mit 10 weiteren Beitragenden eine große Bandbreite an Phänomenen, die das wandelnde Verhältnis von Materialität und Medialität unter den Bedingungen von Medienkonvergenz und Digitalisierung reflektieren. Ab sofort ist der von Christian A. Bachmann und Stephan Packard verfasste Workshop-Bericht im Online-Bereich der Zeitschrift für Medienwissenschaft (ZfM) verfügbar.

Link zum Bericht

Tagung “Storyboarding: Bild-Text-Bewegung”

Termin:
03.07.2015 - 04.07.2015

arthist_logoAnkündigungstext:
“Die Tagung stellt die medialen, narrativen, ästhetischen und technischen Verfahren des Storyboardings in einen Dialog zwischen Literatur-, Kunst- und Filmwissenschaft, Filmpraxis sowie Kinoarchiv und Ausstellung. Unter Storyboard wird gemeinhin ein Schrift-Bild-Format zwischen Drehbuch und Film verstanden, das seit den 1930er Jahren bis in unsere Gegenwart typischerweise Teil des planerischen Vorlaufs zu den Dreharbeiten ist. Zudem ist es Archivobjekt und immer öfter auch Ausstellungsgegenstand. Wir eröffnen transdisziplinäre Zugänge zur Geschichte des Storyboards bis in unsere digitale Gegenwart, zu den spezifischen Zeichensystemen und Zeigeverfahren des Storyboardings sowie zu den Techniken der ganz eigenen Schrift-Bild-Bewegung im Storyboard.
Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch.”

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Programm:
Freitag, 03. Juli 2015

14:30 Jan Henschen/Anna Häusler (Erfurt): Begrüßung und Einleitung

1. Sektion: Geschichten des Storyboards

14:45 Kristina Jaspers (Berlin): Shot by Shot. Das Storyboard als filmische Partitur

15:30 Steven Price (Bangor/Wales): The Shower Scene in Psycho

16:15 Kaffeepause

16:45 Benjamin Kniebe (Berlin): Storyboarding – Live Performance und Interview

17:30 Kalani Michell (Frankfurt): Petzold’s Comic Storyboard Constructions

18:15 Jens Meinrenken (Berlin): Sequential Art. The Relationship between Comic, Storyboard and Film

20:00 Abendessen

Samstag, 04. Juli 2015

2. Sektion: Notationen und Verfahren des Storyboardings

09:00 Barbara Wurm (Berlin): Montage-Figurationen. Die sowjetische Filmavantgarde und ihre Aufschreibesysteme

09:45 Rembert Hüser (Frankfurt): Zacken in der Krone

10:30 Kaffeepause

11:00 Annette Urban (Bochum): Zwischen Storyboarding, Fotografie und Film. Drehbuchfiktionen in der Kunst seit 1970

12:00 Mittagessen

3. Sektion: Techniken der Schrift-Bild-Bewegungen

13:00 Chris Pallant (Canterbury): Between Frames: Animating the Storyboard

13:45 Jan Philip Müller (Weimar): Drawing Animals, Machines and Humans Together. On the Production of Sound-Image-Relations in Disney’s Steamboat Willie

14:30 Kaffeepause

14:45 Marc Bonner (Köln): Storyboards as Design Tools for Computer Games: Visualizing Movement Patterns and Rhythm of Game Space

15:30 Abschlussdiskussion

Organisation: Anna Häusler und Jan Henschen, Universität Erfurt.
In Kooperation mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen.
Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung und der FONTE Stiftung zur Förderung des geisteswissenschaftlichen Nachwuchses.

Kontakt: anna.haeusler@uni-erfurt.de, jan.henschen@uni-erfurt.de

Peter Gaymann–Ausstellung in Freiburg

Termin:
27.06.2015 - 25.10.2015

Gaymann_BaselitzDiesen Freitag wird im Freiburger Museum für Neue Kunst die Ausstellung “Peter Gaymann. Kunst kommt von Kaufen” eröffnet. Der Freiburger Cartoonist feiert auf der Vernissage außerdem seinen 65. Geburtstag.

Veranstaltertext:

“2015 feiert das Museum für Neue Kunst sein 30-jähriges Jubiläum und Peter Gaymann, vielseitiger Cartoonist mit Freiburger Wurzeln, seinen 65. Der ideale Zeitpunkt für eine gemeinsame Geburtstagsausstellung, die die Institution Museum und den Kunstbetrieb mit viel Humor unter die Lupe nimmt. Das Atelier als Produktionsort von Kunst ist ebenso Thema wie deren exzessive Vermarktung in Museumsshop und Co.

Museum und Cartoon haben viel gemein. Sie hinterfragen, bewerten, formen und vermitteln gesellschaftliche Themen neu, auf unterschiedliche Art und Weise. Beide brauchen ihr Publikum und fordern es heraus.

Eine offene Cartoon-Werkstatt, Führungen, Workshops, Familienangebote sowie ein Vermittlungsprogramm für Schule und Kindergarten ergänzen die Schau. Auch Peter Gaymann ist regelmäßig im Haus, produziert Kunst am laufenden Meter, signiert oder gibt Tipps.”

Freitag, 26. Juni, 19:00 Uhr: Vernissage mit Geburtstag

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Ausstellung “Ruthe – Sauer – Flix” in Oberhausen

Termin:
19.09.2015 - 17.01.2016

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Veranstaltertext:

“Drei der profiliertesten deutschen Comic- und Cartoonzeichner sind zu Gast in der LUDWIGGALERIE. Ralph Ruthes Shit happens, Frühreif und die diversen Figuren zwischen Baum, Tod und Nashorn finden sich zusammen. Joscha Sauers NICHTLUSTIG ist mittlerweile zum Kult und Markenzeichen geworden und nun auch im Museum angekommen. Und Flix stellt Held oder seine Zeitungsstrips rund um die Schönen Töchter ebenso im Original vor wie die Literaturinterpretationen zu Faust oder Don Quijchote. Ob’s Kunst ist? Überzeugen Sie sich selbst!”

Die Vernissage findet am Samstag, den 19. September 2015, um 19 Uhr statt.

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Aufzeichnung ComFor-Panel: “Zum Stand der Comicforschung”

münchenAm 7. Juni 2015 richtete die ComFor auf dem Comicfestival München ein Diskussionspanel zum Stand der Comicforschung in den deutschsprachigen Ländern aus. Auf dem Podium anwesend waren Astrid Böger (Arbeitsstelle für Graphische Literatur, Universität Hamburg), Bernd Dolle-Weinkauf (Forschungsstelle Kinder-/Jugendbuchforschung, Universität Frankfurt), Burkhard Ihme (ICOM), Stephan Packard (Vorsitzender der ComFor; Universität Freiburg), Andreas Rauscher (AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft), Joachim Trinkwitz (Bonner Online-Bibliographie für Comicforschung) und Janina Wildfeuer (Universität Bremen). Moderiert wurde das Gespräch von Marie Schröer (Universität Potsdam).

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Ein 1h 50m langer Videomitschnitt des Panels ist nun dank der Berichterstattung von Splashcomics.de online einsehbar; weiterhin stellt Splashcomics einen Mp3-Download zu Verfügung. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Gesprächs werden folgendermaßen zusammengefasst: “Die anwesenden Teilnehmer stellten reihum sich und ihre Arbeiten kurz vor. Außerdem diskutierten sie unter anderem darüber, ob ein eigenes, ausdrückliches Fach ‘Comicforschung’ sinnvoll wäre, um die Ressourcen zu bündeln, oder ob in der Heterogenität und Interdisziplinarität nicht eher ein Vorteil liegt. Fragen aus dem Publikum brachten das Gespräch auf das Thema Archivierung. […] Worüber die Comicforscher sich noch unterhalten haben und was sie als größten Wunsch für ihre zukünftige Arbeit ansehen, könnt Ihr in unserem Filmmitschnitt von dieser Veranstaltung erfahren.”

Zum Mitschnitt

8. Triennale der Karikatur, “Alles unter Kontrolle”

allesunterkontrolleVergangenen Donnerstag berichteten wir bereits über die Ausstellung “Vom Leben gezeichnet – Karikaturen, Cartoons und Comics von BURKH” in Bad Wildungen; Burkhs Werke sind auch Teil der 8. Triennale der Karikatur, die seit Anfang des Monats unter dem Titel “Alles unter Kontrolle. Karikatur, Cartoon & Komische Zeichenkunst” im ostthüringischen Greiz stattfindet. Thematisiert wird das Thema Überwachung, Kontrolle und Vorratsdatenspeicherung, darunter der Abhörskandal der NSA, sowie die Datensammlung über EC-Karten, Mobiltelefone und Fitnessarmbänder. 78 namhafte deutsche Karikaturisten greifen diese Themen mit ca. 240 Zeichnungen auf und zeigen in dieser Ausstellung ihre Sicht auf die Geschehnisse.

Veranstaltertext:
“1994 wurde die Karikaturen-Triennale ins Leben gerufen. Sie setzt die Tradition der Biennalen fort, die von 1980 bis 1990 im SATIRICUM des Sommerpalais stattfanden. Das SATIRICUM war die einzige museale Karikaturensammlung in der DDR und sucht bis heute seinesgleichen. Die repräsentative Ausstellungsreihe, veranstaltet von der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung entstand nicht ohne Voraussetzung. In der DDR war Greiz »heimliche Hauptstadt der Karikatur«. Ausgangspunkt für die bereits im Jahr 1975 begründete zentrale Einrichtung mit dem Namen »Satiricum« war ein umfangreicher und wertvoller Bestand an historischen Karikaturen aus ehemals fürstlichem Kunstbesitz.
Seither wurden nicht nur kontinuierlich Arbeiten von Pressezeichnern und Karikaturisten gesammelt, sondern auch bis 1990 sechs Biennalen der Karikatur ausgerichtet, damals noch beschränkt auf Ostdeutschland. Diese als bewahrenswert eingeschätzte Tradition fand mit breiter Zustimmung und Unterstützung in den Triennalen der Karikatur für den gesamtdeutschen Raum eine erfolgreiche Fortsetzung.

Die Ausstellung ist jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.”

Interview mit der Satiricum-Direktorin Eva-Maria von Máriássy im Deutschlandfunk.de.

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