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Comics und Comicforschung in der Regensburger Verbundklassifikation – AP 88500-89999

Eine Gastbeitrag von Matthias Harbeck

Populäre Medienformen wie Comics in ihrer ganzen Vielfalt (aber z.B. auch Computer- und Videospiele oder TV-Serien) wurden lange Zeit nicht nur in der Erwerbungspolitik wissenschaftlicher Bibliotheken vernachlässigt, sondern fanden in der Folge auch kaum Berücksichtigung in den Aufstellungssystematiken der Freihandbibliotheken (also den thematischen Bereichen nach denen die Bücher in den Regalen aufgestellt werden). Wie man an den wachsenden Mitgliederzahlen der Gesellschaft für Comicforschung und der steigenden Zahl Publikationen zum Thema sehen kann, haben sich in den letzen 30 Jahren die wissenschaftlichen Paradigmen geändert, es hat unzweifelhaft eine verstärkte akademische Auseinandersetzung mit derartigen populären Materialien eingesetzt und mittlerweile haben auch endlich die wissenschaftlichen Bibliotheken begonnen, Comics und vor allem die Forschung zu ihnen zu sammeln. Einige größere Sammlungen sind so bereits entstanden oder im Entstehen begriffen (siehe “Comic-Bibliotheken in Deutschland” und “Bibliothekenrundschau”; außerdem “Superhelden an der Staatsbibliothek”).

Klassifikatorisch, d.h. durch ihre Themenzuordnungen in Aufstellungssystematiken, haben die Bibliotheken allerdings mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten: In der am weitesten im deutschsprachigen Raum verbreiteten wissenschaftlichen Aufstellungssystematik, der Regensburger Verbundklassifikation (RVK), fanden sich bis zum Frühjahr 2016 abgesehen von kleineren Anpassungen bei der Japanologie lediglich Einzelstellen in einzelnen Fächern, wo man Comics und ihre Sekundärliteratur bündeln kann. Diese so genannten Systemstellen reichen weder aus, um Bibliotheken mit entsprechenden Beständen und Schwerpunkten eine differenzierte Aufstellung zu ermöglichen, noch lassen sich mit ihnen Inhalte und formale Unterschiede von Comics und der Literatur über sie darstellen und für das Informationsretrieval in digitalen Katalogen nutzen. Comicforscher_innen müssen sich mühsam ihre Literatur an verschiedenen Stellen der Bibliotheken zusammensuchen.

Um diese ungünstige Situation zu beheben hatte die Bibliothekarin Dr. Angelika Steinmaus-Pollak von der Universitätsbibliothek Regensburg bereits 2013 angeregt, einen differenzierteren Systemabschnitt in der RVK für Comics und Comicforschung zu schaffen. Gemeinsam mit Comicforscher und Bibliothekar Matthias Harbeck von der Humboldt-Universität zu Berlin und Sacherschließungsspezialist Michael Franke-Maier von der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin wurde dann in einem langwierigen Abstimmungsprozess eine Systematik erarbeitet, die im Bereich “A – Allgemeines” der Systematik und dort im Untergebiet “AP – Medien- und Kommunikationswissenschaften, Kommunikationsdesign” verortet ist: “AP 88500 – AP 89999 Comics und Comicforschung”. In diesem Prozess wurde auch das Feedback der Comfor eingeholt und in Teilen eingearbeitet. Sie orientiert sich im Aufbau an der auch unter AP eingeordneten Filmwissenschaft, allerdings kombiniert mit einem Bereich für Primärliteratur, der ein sehr differenziertes Länderspektrum bietet. Diese Lösung war ein Kompromiss aus dem Bestreben der Regensburger Verantwortlichen keine stark abweichende Insellösung zu schaffen und dem Wunsch der Berliner Kollegen eine reduzierte deutsch- und eurozentrierte Regionalaufteilung zu vermeiden.

Der jetzt seit Mitte Juni freigeschaltete RVK-Systemabschnitt Comics und Comicforschung soll das grundsätzliche Desiderat einer differenzierten Aufstellungsmöglichkeit und der Trennung von Primär- und Sekundärliteratur beheben und denjenigen Bibliotheken, die entsprechenden Bedarf sehen und haben, eine Möglichkeit bieten ihre Bestände adäquat abzubilden. Natürlich bleiben auch bei diesem Ansatz offene Punkte und Dinge, die aus Comicforschungssicht auch anders gelöst hätten werden können: Bildet man stilistisch-kulturelle Unterschiede wie z.B. partiell noch zwischen Manga und Comic (bspw. von den gängigen Publikationsformaten) ab? Lässt man transnationale Verlagsproduktionen (z.B. Disney, Marvel) beieinander? In beiden Fällen haben sich die Autor_innen aus pragmatischen Gründen dagegen entschieden: Auch Bibliothekar_innen, die keine Comicexpertise besitzen, sollen ohne große Recherche Primärliteratur bearbeiten können. Hierfür ist das Produktionsland als maßgebliche Orientierung praktikabel. Entscheiden muss sich die jeweilige Bibliothek nur noch, ob sie Übersetzungen beim Original oder im herauskommenden Land aufstellen will, diese Information ist aber im Regelfall in den Comics enthalten. Ein weiteres Entscheidungsfeld ist die Frage, ob bei abgeschlossenen Werken von zwei Personen nach Künstler_in oder Autor_in aufgestellt wird. Auch hier muss die jeweilige Bibliothek eine Grundsatzentscheidung fällen.

Auch wenn nicht allen Comicforscher_innen alle Systemstellen sinnvoll oder adäquat benannt vorkommen mögen und die oben genannten Fragen diskutiert werden können – das wichtige Ziel einer Verankerung der Comicforschung als offizieller und gut sichtbarer und ausdifferenzierter Bereich in einer etablierten und weit verbreiteten wissenschaftlichen Bibliotheksklassifikation/Aufstellungssystematik ist erreicht und stellt einerseits einen Meilenstein auf dem Weg zur fortschreitenden Institutionalisierung der Comicforschung und andererseits schlichtweg eine Arbeitserleichterung für Bibliothekar_innen und Bibliotheksbenutzer_innen die mit Comicbeständen arbeiten dar.

Weitere Literatur zum Thema:

– Thomas R.: “Die Comicwissenschaft in der Regensburger Verbundklassifikation”, in: Neunte Kunst, 20. Juni 2016.

– Matthias Harbeck und Michael Franke-Maier: “Superman = Persepolis = Naruto? Herausforderungen und Probleme der formalen und inhaltlichen Vielfalt von Comics und Comicforschung für die RVK”, 2016 auf: BIB Opus Publikationsserver (zit. 23.07.2016, publ. 15.02.2016).

Forschungsnetzwerk zu Comics in Oxford

TORCH_logoAn der Universität Oxford wurde ein Forschungsnetzwerk zum Thema “Comics and Graphic Novels: The Politics of Form” gegründet. Der Gründer Dominic Davies wird von Elleke Boehmer, Professorin für Weltliteratur, und vier Doktorand_innen unterstützt. Das Netzwerk ist im Rahmen des TORCH (The Oxford Centre for Research in the Humanities) angesiedelt.

Kurzbeschreibung:

“We are currently witnessing a surge in the production of graphic narratives. They combine drawn and often painted panels with the written word to create a narrative form that is inherently interdisciplinary, and in the last twenty years it has been deployed across a number of genres to tackle more issues and contexts than ever before. These range from the journalistic non-fiction of Jean-Pierre Filiu and Harvey Pekar to the travelogues of Guy Delisle and Didier Lefèvre, from the autobiographies of Marjane Satrapi and Katie Green to the crime narratives of Brian Wood and Frank Miller. The network proposed here begins with the premise that the comics form, and its various graphic narrative offshoots, melds different artistic and literary techniques to create new narrative modes that have important cultural, social and political implications. By combining discussions of pre-circulated readings (both primary graphic materials and critical texts) with talks from comics critics academics and presentations from comics artists, this network is designed to facilitate a new interdisciplinary dialogue about a form that demands more comprehensive and ongoing critical analysis.” (TORCH Webseite)

Zur Webseite (auf Englisch)

Tagung “Superhelden, Superschurken: Neue Mythen und ihre religiösen Sinnangebote”

Termin:
22.09.2016 - 23.09.2016

Mit einem Dank an Véronique Sina von der Ag Comicforschung, die auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht hat und auch selbst mit einem Vortrag beteiligt ist, möchten wir auf eine Tagung der Evangelischen Akademie zu Berlin hinweisen, die Superhelden und Superschurken gewidmet ist.

Veranstaltertext:
“Superheldenfilme sind Spektakel und Spiegelbild der Gesellschaft. Neben dem schnellen Thrill durch atemberaubende Spezialeffekte erzählen diese Filme freilich auch von einem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, von Rettung und Verrat. So spielen sie religiöse Motive an. Aber was macht in dem ganzen Chaos ihrer Welt eigentlich den Superhelden, die Superheldin aus? Die Zeiten des ungebrochen guten Superman sind lange vorbei. Spätestens seit Batman werden die Heldinnen und Helden vielschichtiger. Was die Maske ist und was die wahre Person, verschwimmt. Verschwimmen auch Gut und Böse? Die Tagung setzt sich mit den religiösen Botschaften der Superheldenwelten auseinander und fragt, was sich aus diesen modernen Heldenepen über unsere Gesellschaft und ihre Wertvorstellungen, aber auch für christliche Weltdeutungen lernen lässt.”

Programm:

Donnerstag, den 22. September 2016

15.00 Uhr Begrüßung und Einführung
PD Dr. Eva Harasta, Evangelische Akademie zu Berlin
Dr. Christopher Zarnow, Forschungsstelle Theologie in der Stadt

15.15 Uhr Urbane Mythen? Stadt und Land im Superheldengenre
Dr. Christopher Zarnow, Forschungsstelle Theologie in der Stadt

16.30 Uhr Pause

16.45 Uhr Batmobil und Kryptonit: Schicksal und Technik
Jonatan Steller, Institut für Anglistik, Universität Leipzig

18.00 Uhr Pause

18.30 Uhr Der Zeit ihre Helden: Superheldennarrative als Spiegel ihrer Zeitgeschichte. Theologie und Kulturwissenschaft im Dialog
PD Dr. Alf Christophersen, Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt, Wittenberg
PD Dr. Stefanie Lethbridge, Akad. Oberrätin, Englisches Seminar, Universität Freiburg

19.45 Uhr Abfahrt zum Potsdamer Platz

20.00 Uhr Einladung zur Vernissage „Heroen von Utopia“
– Ausstellung der Künstlerin Kristina Gierke
Stiftung St. Matthäus, Kulturforum (Matthäikirchplatz, 10785 Berlin-Tiergarten)

Freitag, den 23. September 2016

09.30 Uhr Maskenspiel: Ambivalenz und Identität im Superheldengenre
Prof. Dr. Andreas Kubik-Boltres, Institut für Evangelische Theologie, Universität Osnabrück

10.45 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr Superman, Batman, Wonder Woman & Co. Zur Geschlechterdarstellung im Superheld*innen Genre
Dr. Véronique Sina, Zentrum GeStiK „Gender Studies in Köln“, Universität zu Köln

12.15 Uhr Jenseits von Gut und Böse:
Schlussdiskussion mit den Referierenden der Tagung

Ende gegen 13.00 Uhr

Interessierte werden um Anmeldung beim Veranstalter gebeten.

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Comic-Ferienworkshop in Kiel

Comic-Ferienworkshop_ZBW KielAm 24. August 2016 lädt das Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) in Kiel Kinder von 9-11 Jahren dazu ein, ihre Visionen zum Forschungsalltag zu teilen. Der Comic-Ferienworkshop zum Thema „Wie arbeiten Forschende in 20 Jahren?“ findet von 10 bis 15 Uhr statt. Die Kinder werden das Zeichnen von Comics mit einem Comiczeichner üben und so ausdrücken welche Ideen sie mit Forschung verbinden und welche Arbeitsweisen sie sich für die Zukunft vorstellen. Interessenten können ihre Kinder noch bis zum 10. August für den Workshop anmelden.

Veranstaltertext:

“Du zeichnest gern und hast coole Ideen? Du findest Comics toll und willst mehr über Forschung erfahren? Dann bist du hier richtig! Was meinst Du: Wie sieht Forschung in 20 Jahren aus? Gibt es dann nur noch Roboter – und wie arbeiten sie? Oder beamen sich ForscherInnen von Ort zu Ort? Wir sind gespannt auf Deine Ideen!
Wenn Du Comics gerne liest und schon immer mal wissen wolltest, worauf Du dabei achten solltest, dann bist Du bei unserem Comic-Ferienworkshop genau richtig!”

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Interviewsammlung ‘Drawing as a Language’

Am 22. April 2016 fand im Rahmen des 25. Internationalen Comix-Festival Fumetto ein internationales Symposium statt, das in Kooperation mit der Hochschule Luzern, Design & Kunst, veranstaltet wurde: “Drawing as Language and how Comic Artists Teach it” (zurück zu unserer Vorankündigung). Christian Gasser erstellte für die Webseite der Hochschule aufschlussreiche Kurzinterviews mit fast allen der renommierten Vortragenden, die sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zur Frage äußern, ob es sich beim Zeichnen um eine kommunikative ‘Sprache’ handele – sowie zu einigen Anschlussfragen: “we will be showing interviews with cartoonists who coined our contemporary drawing culture. They speak of their drawing experiences and on topics such as ‘drawing as a language’ and ‘visual narration'”.
Weiter zur Interview-Homepage .

Joost Swarte, NE:

Joe Sacco, USA:

Thierry van Hasselt, BE:

Ulli Lust, DE:

Gabrielle Bell, USA:

Yves Noyau, CH:

Tom Gauld, GB:

Matt Madden, USA:

Ein Dank geht an Christian Maiwald, der auf diese Interviewsammlung aufmerksam gemacht hat.

Tagungsbericht “Geschichte und Mythos in Comics”

Termin:
27.04.2016 - 30.04.2016

Logo_Universität LeipzigIm April 2016 fand an der Universität Leipzig die interdisziplinäre Konferenz “Geschichte und Mythos in Comics und Graphic Novels” statt, bei der auch einige ComFor-Mitglieder vertreten waren (u.a. Bernd Dolle-Weinkauff, Felix Giesa, Nina Heindl und Véronique Sina). Die von Tanja Zimmermann und Kerstin Borchhardt ausgerichtete Tagung “befasste sich mit den Transformationsprozessen tagespolitischer sowie historischer Ereignisse in dem Bereich des Mythos in Comics und Graphic Novels” und versammelte zahlreiche Beiträge zu Comics aus den unterschiedlichsten Kulturräumen. Nun ist ein umfassender Tagungsbericht von Sandra Kriebel (Institut für Kunstgeschichte, Universität Leipzig) auf den Seiten von H-Soz-Kult erschienen.

Zum Tagungsbericht

Monitor 24: Neue Publikationen 2016

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen aus den letzten 6 Monaten vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten. Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de. -> Zu früheren Monitoren.

Gus Dirks

Gus Dirks:
Käfer, Kunst & Kummer

Tim Eckhorst
Christian A. Bachmann
102 Seiten
ISBN 978-3-941030-23-7 (Paperback)
~€ 16,00
Mai 2016
Verlagsseite
Gus Dirks, der jüngere Bruder von Rudolph Dirks, dem Zeichner der Katzenjammer Kids, wird um 1900 bekannt als Zeichner von Bugville. Tim Eckhorst erzählt Dirks Leben von der Auswanderung der Eltern in die USA bis zu seinem Suizid 1902, der seinem Leben ein frühzeitiges Ende setzte.

Novel Perspectives on German-Language Comics Studies

Novel Perspectives on German-Language Comics Studies:
History, Pedagogy, Theory

Lynn M. Kutch (Hrsg.)
Rowman & Littlefield
300 Seiten
ISBN 978-1-4985-2622-7 (Hardcover)
~$ 95,00
Juni 2016
Verlagsseite
Novel Perspectives on German-Language Comics Studies: History, Pedagogy, Theory gathers an international team of contributors from two continents whose innovative scholarship demonstrates a regard for comics and graphic novels as works of art in their own right. The contributions serve as models for further research that will continue to define the relationship between comics and other traditional “high art” forms, such as literature and the visual arts. Novel Perspectives on German-Language Comics Studies is the first English-language anthology that focuses exclusively on the graphic texts of German-speaking countries. In its breadth, this book functions as an important resource in a limited pool of critical works on German-language comics and graphic novels. The individual chapters differ significantly from one another in methodology, subject matter, and style. Taken together, however, they present a cross-section of comics and graphic novel scholarship being performed in North America and Europe today. Moreover, they help to secure a place for these works in a globalized culture of comics. This volume’s contributors have helped create a new critical language within which this rapidly expanding medium can be read and interpreted.

The Greatest Comic Book of All Time

The Greatest Comic Book of All Time:
Symbolic Capital and the Field of American Comic Books

Bart Beaty and Benjamin Woo (Hrsg.)
Palgrave MacMillan
156 Seiten
ISBN 978-1-137-56196-1 (Hardcover)
~€ 52,73
April 2016
Verlagsseite
Bart Beaty and Benjamin Woo work to historicize why it is that certain works or creators have come to define the notion of a “quality comic book,” while other works and creators have been left at the fringes of critical analysis.

Graphic Borders

Graphic Borders:
Latino Comic Books Past, Present, and Future

Frederick Luis Aldama und Christopher González (Hrsg.)
University of Texas Press
316 Seiten
ISBN 978-1-4773-0915-5 (Paperback)
~$ 29,95
April 2016
Verlagsseite
Graphic Borders presents the most thorough exploration of comics by and about Latinos currently available. Thirteen essays and one interview by eminent and rising scholars of comics bring to life this exciting graphic genre that conveys the distinctive and wide-ranging experiences of Latinos in the United States. The contributors’ exhilarating excavations delve into the following areas: comics created by Latinos that push the boundaries of generic conventions; Latino comic book author-artists who complicate issues of race and gender through their careful reconfigurations of the body; comic strips; Latino superheroes in mainstream comics; and the complex ways that Latino superheroes are created and consumed within larger popular cultural trends. Taken as a whole, the book unveils the resplendent riches of comics by and about Latinos and proves that there are no limits to the ways in which Latinos can be represented and imagined in the world of comics.

Visualizing Jewish Narrative

Visualizing Jewish Narrative:
Jewish Comics and Graphic Novels

Derek Parker Royal (Hrsg.)
Bloomsbury Academy
320 Seiten
ISBN: 9-781-4742-4881-5 (Hardcover)
~ £64,99
Mai 2016
Verlagsseite
Examining a wide range of comics and graphic novels – including works by creators such as Will Eisner, Leela Corman, Neil Gaiman, Art Spiegelman, Sarah Glidden and Joe Sacco – this book explores how comics writers and artists have tackled major issues of Jewish identity and culture. With chapters written by leading and emerging scholars in contemporary comic book studies, Visualizing Jewish Narrative highlights the ways in which Jewish comics have handled such topics as: Biography, autobiography, and Jewish identity; Gender and sexuality; Genre – from superheroes to comedy; The Holocaust; The Israel-Palestine conflict; Sources in the Hebrew Bible and Jewish myth.

The Mythology of the Superhero

The Mythology of the Superhero

Andrew R. Bahlmann
Mc Farland
216 Seiten
ISBN 978-1-4766-6248-0 (Paperback)
~$ 35,00
April 2016
Verlagsseite
Superheroes have been an integral part of popular society for decades and have given rise to a collective mythology familiar in popular culture worldwide. Though scholars and fans have recognized and commented on this mythology, its structure has gone largely unexplored. This book provides a model and lexicon for identifying the superhero mythos. The author examines the myth in several narratives—including Buffy the Vampire Slayer, Green Arrow and Beowulf—and discusses such diverse characters as Batman, Wolverine, Invincible and John Constantine.

Ausstellung “Karikaturen von Jacques Callot bis Charlie Hebdo” in Hannover

Lachen auf Französisch
Veranstaltertext:
“Karikatur und Satire haben in Frankreich eine lange Tradition: Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts spiegelte Jacques Callot (1592–1635) in seinen grotesk überzeichneten Figuren der Commedia dell’Arte die Vielfalt menschlicher Maskeraden. In der Ausstellung werden die Etablierung der Karikatur in Frankreich durch Künstler wie Philippe-Jacques de Loutherbourg (1740–1812) während des 18. Jahrhunderts und die Entstehung und Geschichte der satirischen Zeitschriften La Caricature und Le Charivari beleuchtet. Diese Zeitschriften besaßen Vorbildcharakter für ganz Europa – und haben mit Honoré Daumier einen der bedeutendsten Karikaturisten über seine Zeit hinaus hervorgebracht. In dieser Tradition stehen heute die Zeichner von Charlie Hebdo mit ihren politischen und gesellschaftskritischen Blättern. Doch die französische Karikatur kennt gleichermaßen den stillen wie lauten Humor, den feinen wie brachialen, vertreten durch Künstler wie Jean-Jacques Sempé, Tomi Ungerer oder Jean-Marc Reiser. Die Ausstellung Lachen auf Französisch lädt ein, die französische Karikatur in ihrer großen Vielfalt kennenzulernen.”

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Monitor 23: Neue Publikationen 2016

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen aus den letzten 6 Monaten vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten. Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de. -> Zu früheren Monitoren.

The Journal of Comics and Culture

The Journal of Comics and Culture, Vol. 1

Jonathan Gray (Hrsg.)
Pace University Press
226 Seiten
ISBN 978-0-9619518-5-6
~$ 32,00
April 2016
Verlagsseite
The Journal of Comics and Culture studies the comic and the rapidly evolving medium of the graphic novel and its connection to the wider world of popular culture. Original monographs, research, history, book reviews, and analysis reflect the innovative creative talents in the field, ground-breaking works, and how comics and the graphic novel both reflect and inform American culture. In the past 40 years comics have moved from occupying a decidedly lowbrow niche at the margins of pop culture to the center of the popular and critical imagination. Comics—a catch-all term that encompasses monthly comic books, graphic novels and web comics—are embedded in, relate to and comment upon other forms of media like film, painting, and the novel.

The Caped Crusade

The Caped Crusade:
Batman and the Rise of Nerd Culture

Glen Weldon
Simon & Schuster
336 Seiten
ISBN 978-1-47675-669-1
~$ 26,00
März 2016
Verlagsseite
Since his creation, Batman has been many things: a two-fisted detective; a planet-hopping gadabout; a campy Pop-art sensation; a pointy-eared master spy; and a grim and gritty ninja of the urban night. For more than three quarters of a century, he has cycled from a figure of darkness to one of lightness and back again; he’s a bat-shaped Rorschach inkblot who takes on the various meanings our changing culture projects onto him. How we perceive Batman’s character, whether he’s delivering dire threats in a raspy Christian Bale growl or trading blithely homoerotic double-entendres with partner Robin on the comics page, speaks to who we are and how we wish to be seen by the world. It’s this endlessly mutable quality that has made him so enduring. In The Caped Crusade, with humor and insight, Glen Weldon, book critic for NPR and author of Superman: The Unauthorized Biography, lays out Batman’s seventy-eight-year cultural history and shows how he has helped make us who we are today and why his legacy remains so strong.

Marvel Comics into Film

Marvel Comics into Film;
Essays on Adaptations Since the 1940s

Matthew J. McEniry, Robert Moses Peaslee und Robert G. Weiner (Hrsg.)
McFarland
280 Seiten
ISBN 978-0-7864-4304-8
~$ 35,00
März 2016
Verlagsseite
Marvel Studios’ approach to its Cinematic Universe—beginning with the release of Iron Man (2008)—has become the template for successful management of blockbuster film properties. Yet films featuring Marvel characters can be traced back to the 1940s, when the Captain America serial first appeared on the screen. This collection of new essays is the first to explore the historical, textual and cultural context of the larger cinematic Marvel universe, including serials, animated films, television movies, non–U.S. versions of Marvel characters, films that feature characters licensed by Marvel, and the contemporary Cinematic Universe as conceived by Kevin Feige and Marvel Studios. Films analyzed include Transformers (1986), Howard the Duck (1986), Blade (1998), Planet Hulk (2010), Iron Man: Rise of Technovore (2013), Elektra (2005), the Conan the Barbarian franchise (1982–1990), Ultimate Avengers (2006) and Ghost Rider (2007).

Exploring Canadian Identities in Canadian Comics

Canadian Review of Comparative Literature (43.1):
Exploring Canadian Identities in Canadian Comics

Chris Reyns-Chikuma und Gail de Vos (Hrsg.)
University of Alberta
193 Seiten
ISSN: 1913-9659
März 2016
Verlagsseite
Canadian comic artists are well known beyond our borders from Joe Shuster, the creator of “Superman”—who, like Hal Foster, the re-creator of “Tarzan”, was born in Canada but left early for the US, to contemporary award winning comics artists such as Seth, Chester Brown, Guy Delisle, and Julie Doucet who often remain in Canada to create their works. (Weiter zur “Introduction”)

No Laughing Matter

No Laughing Matter:
Visual Humor in Ideas of Race, Nationality, and Ethnicity

Angela Rosenthal, David Bindman und Adrian W. B. Randolph (Hrsg.)
University Press of New England
328 Seiten
ISBN 978-1-61168-821-4
~€ 45,00
Dezember 2015
Verlagsseite
In the wake of the Charlie Hebdo attacks, this collection—which gathers scholars in the fields of race, ethnicity, and humor—seems especially urgent. Inspired by Denmark’s Muhammad cartoons controversy, the contributors inquire into the role that racial and ethnic stereotypes play in visual humor and the thin line that separates broad characterization as a source of humor from its power to shock or exploit. The authors investigate the ways in which humor is used to demean or give identity to racial, national, or ethnic groups and explore how humor works differently in different media, such as cartoons, photographs, film, video, television, and physical performance.

Comics as Scholarship

Digital Humanities Quarterly (9.4):
Comics as Scholarship

Roger Todd Whitson (Hrsg.)
Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO)
7 Beiträge
Open access
Dezember 2015
Verlagsseite
As you explore the diverse works included in this collection, we invite you particularly to consider the scholarly process that is on display and the opportunities we have in the digital humanities to embrace and refine these processes. Each work represents the different strengths of its author(s) in modality, use of original and remixed imagery, and textual methods. These works only display a small section of what is possible in the broad realm that can be analyzed as sequential art or comics. The history of humanities computing, broadly construed, is filled with multimodal works: however, we are still at our infancy in truly building spaces that are receptive to new methods, with systems of peer review that encourage innovation and experimentation. The challenges we faced in constructing this issue are a reminder that while the academic essay and monograph are entrenched structures with strong institutional support, the scholarly multimedia text is still emerging. (Weiter zur “Introduction”)

Die ComFor-Beiträge auf dem Comic-Salon 2016 als Videos

Für alle, die das Vortragsprogramm der ComFor auf dem 17. Comic-Salon in Erlangen verpasst haben, gibt es nun dank Bernd Glasstetters Youtube-Kanal (Splashcomics) die Gelegenheit sich fast alle Vorträge noch einmal als Video anzusehen. Allgemein gibt es auf splashcomics.de auch dieses Jahr wieder eine Vielzahl von Berichten über die Veranstaltungen des Comic-Salons.

channelart_splashcomics

Ralf Palandt, “Biographische Anne-Frank-Comics im Fokus”

Marie Schröer, “Essen und Identität im Comic”

Jaqueline Berndt, “Den Blick in die Zukunft lenken: Manga, Frau, Science Fiction”

Matthias Harbeck, “Stereotype über andere Kulturen in Comics”

Angela Guttner, “Funktionen von Grenzen in Israel-Palästina-Comics”

Christian A. Bachmann, “Musikalische Nachbarn und die transatlantischen (Panel-)Grenzen der Erträglichkeit”

Tillmann Courth, “„Sex and Drugs and Politics“ – Weshalb Comichefte 1955 zensiert werden mussten”

Martin Frenzel, “Das Bild der Sinti und Roma im europäischen Comic”

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