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“Flix: Schöne Töchter” – Ausstellung in Leipzig

Termin:
09.07.2015 - 28.08.2015

Am 9. Juli wurde im Leipziger Kulturzentrum Moritzbastei die Ausstellung “Flix – Schöne Töchter” eröffnet. Bis zum 28. August sind dort noch exklusive Seiten aus seiner neuen Veröffentlichungen zu sehen.

Veranstaltertext:

Flix_Schöne Töchter_Cover“‘Dieser Strip’, sagt sein Autor, ‘handelt von allem, was sich Liebe nennt.’ Flix singt nicht nur fröhlich das Hohelied der Liebe, sondern macht auch Witze über die vielen Krisenmomente – und gerade dort zeigt sich sein liebevoller Blick. Dabei gestaltete er jede Seite anders, setzte die Form des Comics raffiniert ein und hat so ein amüsantes, wunderschönes Bilderbuch über die Liebe geschaffen.”

Programm:

Lesung mit Flix am Donnerstag, den 27. August 2015 (Carlsen.de)

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„UTOPIEN DES COMICS“-PANEL AUF DER GFM-JAHRESTAGUNG 2015

Termin:
03.10.2015 11.15-12:45

GfMjahrestagung2015Die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) veranstaltet jährlich eine Tagung zur Diskussion aktueller Themen des Fachgebiets und theoretischer sowie methodischer Entwicklungen der Medienwissenschaft. Die diesjährige Jahrestagung wird ausgerichtet von der Medienwissenschaft der Universität Bayreuth und findet vom 30. September – 03. Oktober 2015 statt. Das diesjährige Tagungsthema »Utopien. Wege aus der Gegenwart« fragt nach der Utopie, ihrem Handlungspotential und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung sowie der Rolle, die Medien in diesem Zusammengang spielen und spielen können.

Am Samstag, den 03. Oktober 2015 findet von 11.15h bis 12.45h das Panel der AG Comicforschung mit dem Titel „Utopien des Comics“ statt. Im Rahmen des Panels sind insgesamt drei Beiträge vorgesehen: Jeanne Cortiel (Bayreuth) wird einen Vortrag zur Apokalypse als Utopie in Robert Kirkmans THE WALKING DEAD halten. Stephan Packard (Freiburg) wird über posthumanistische Utopie sowie transmediale Irritationen in SUPERIOR IRON MAN sprechen und in dem Beitrag von Véronique Sina (Bochum) wird es um Entwürfe von Männlichkeit(en) in Enki Bilals dystopischer Comicwelt gehen. Moderiert wird das AG-Panel von Hans-Joachim Backe (Kopenhagen).

Zum Gesamtprogramm der GfM-Tagung
Zur Seite der AG Comicforschung

Weiterlesen: Panelbeschreibung und Abstracts der Beiträge

PROGRAMM DER 10. COMFOR-JAHRESTAGUNG IN Frankfurt/M.

Termin:
04.09.2015 14:00 - 06.09.2015

ComFor-Jahrestagung 2015_klein

1. Frankfurter Symposion zur Comic-Forschung:
“Geschichte im Comic – Geschichte des Comic”

Direkt zur Anmeldung

Wie die Titelschlagworte andeuten, soll sich die Tagung in ihren Beiträgen und Diskussionen mit Comics und Graphischer Literatur in doppelter Perspektive befassen. Zum einen wird es um die historischen Themen und Stoffe von der Antike bis in die Zeitgeschichte gehen, die in internationalem Umfang auch in Werken der ‚sequential art’ behandelt werden und auf großes Interesse bei einem breiten Publikum stoßen. Die globale Verbreitung von Geschichtsbildern und Geschichtsnarrationen gewinnt in den spezifischen Erzählformen des Comics häufig eine besondere Brisanz und befördert den grenzüberschreitenden Austausch zwischen Regionen und Kulturen weltweit. Als wesentlicher Teil eines internationalen Archivs der Erinnerungskultur hat der Comic einen nicht zu übersehenden Stellenwert gewonnen und gerät ins Blickfeld der Forschung sowohl als Zeugnis und Quelle als auch als Darstellung und Deutung von historischem Geschehen.

Zum anderen soll eine Historisierung des Phänomens Comic selbst betrieben und seine zeitgenössischen Spielarten wie auch seine Leserschaft(en) betrachtet und in ihrer internationalen Entwicklung und Ausformung untersucht werden. Es scheint vor dem Hintergrund der Fokussierung auf Historie und Historisches durch die Bildgeschichte in besonderer Weise angebracht, nach den wesentlichen Entwicklungslinien der Gattung und deren Voraussetzungen zu fragen: dies nicht zuletzt deshalb, weil die Debatten um neue oder als neuartig wahrgenommene Strömungen wie Manga und Graphic Novel, um Serialität, Werkcharakter und Medienkultur, um Comic und Bilderbuch, um Comics in traditionellen wie in den Neuen Medien u.v.a. die Frage nach dem Wesen der Graphischen Literatur aufwerfen

Zum vollständigen Programm und zur Anmeldung

Projektbeschreibung “Hybride Narrativität”, Ankündigung “Masterclass with Lev Manovich”

Termin:
23.09.2015 10:00-17:00

Hybride Narrativität_FördererIm Anschluss an die Förderung der Forschergruppe Hybride Narrativität durch das BMBF stellte sich heraus, dass trotz zahlreicher Presseberichte noch Unklarheiten über die Zielsetzungen des Projekts bestanden. Ergänzend zu dem Interview von Christian Maiwalds mit Alexander Dunst fasst Oliver Moisich die gemeinsame Herangehensweise in einer kurzen Selbstvorstellung für die ComFor zusammen. Zudem sei im Anschluss auf eine Veranstaltung mit Lev Manovich hingewiesen, welche im September ebenfalls von der Forschergruppe organisiert wird.

Projektbeschreibung ‘Hybride Narrativität':

“Die vom BMBF geförderte Nachwuchsgruppe Hybride Narrativität: Digitale und kognitive Methoden zur Erforschung graphischer Literatur beschäftigt sich mit der empirischen Analy-se von Comics. Unsere Forschung unterscheidet sich von der bisherigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Comics in seinem quantitativen, digital basierten Ansatz. Damit sind wir auch ein Teil der Digitalen Geisteswissenschaften, zu deren Prioritäten vor allem ein kol-laborativer Ansatz der wissenschaftlichen Disziplinen zählt; unsere Forschungsgruppe setzt sich zusammen aus Informatikern, Psychologen und Geisteswissenschaftlern.

Eines der Hauptziele unserer Arbeit ist eine auf XML basierende Annotationssprache, mit der Datenerhebungen für einen digitalen Comic-Korpus möglich gemacht werden. Comics zeichnen sich durch das komplexe Zusammenspiel von Bild und Text aus, was eine Daten-analyse ungleich schwieriger macht als bei reiner Schrift-Literatur. Eine Annotationssprache muss also nicht nur Text und Bild auf der Seite verorten, sondern auch deren Interdependenz quantifizierbar machen. Mit derart gesammelten Daten lassen sich weiter Experimente zum Lesevorgang durchführen. Diese Herangehensweise erlaubt uns eine Sicht auf das Medium, die Comics nicht nur deskriptiv, sondern auch in seiner Rezeption durch empirische Leser analysiert und so neue Erkenntnisse für die Entwicklung einer empirisch fundierten Er-zähltheorie der Comics ermöglichen soll.

Wir hoffen, dass die Anwendungsmöglichkeiten, die sich durch die empirische und quantitati-ve Arbeit mit Comics ergeben, auf andere multimodale Medien erweitert werden können. Die Digitalen Geisteswissenschaften sind derzeit noch stark auf Text fokussiert und eine Öffnung zu Medien, in denen Text und Bild zusammenwirken – sei es Film, Fernsehen, Videospiele oder das World Wide Web – kann nach unserer Meinung einen ganz grundlegenden kulturellen Beitrag leisten.”
Weiterlesen: Masterclass with Lev Manovich

Monitor 15: Neue Publikationen 2015

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen aus den letzten 6 Monaten vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten. Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de. -> Zu früheren Monitoren.

Digital Comics

Digital Comics
A Special-Themed Issue of Networking Knowledge, 8 (4)

Daniel Merlin Goodbrey, Jayms Nichols (Hg.)
Networking Knowledge: Journal of the MeCCSA Postgraduate Network
78 Seiten
ISSN: 1755-9944
Juli 2015
Direkt zur Ausgabe
From the editorial: “This edition of the journal aims to offer a portal into the growing area of the field that focuses specifically on the relationship between comics and digital media. Digital technology is changing the ways that we consume media in our day to day lives. As new and different technologies become integral to our culture, our consumptive habits of media change around these technologies. This is true of television, film, magazines and, of course, comics. The widespread adoption of computers and the culture-shattering impact of the Internet lead to comics finding a new home within a digital environment. Now, as the number of portable display platforms and the quality of digital display continues to increase, so too do the number of comics available digitally. It is against this background that we present a series of papers examining several key aspects of the evolution of comics as a digital medium.”
Mit zwei Beiträgen von ComFor-Mitgliedern.

Literaturadaptionen im Comic

Literaturadaptionen im Comic
Ein modulares Analysemodell

Juliane Blank
Christian A. Bachmann Verlag
404 Seiten
ISBN 978-3-941030-60-1
~€ 36.00
Juni 2015
Verlagsseite
»Adaptation has run amok«, schreibt Linda Hutcheon 2006 in ihrer Theory of Adaptation. Es scheint kaum noch literarische Texte zu geben, die nicht in ein anderes Medium adaptiert werden. Seit einigen Jahren kann man auch eine wahre Welle von Literaturadaptionen im Comic beobachten. Die Literaturwissenschaft berücksichtigt das »Nachleben« literarischer Texte in verschiedenen Medien zunehmend als Phänomen der Rezeptionsgeschichte und hat für die Untersuchung von Literaturverfilmungen bereits wissenschaftliche Instrumente gebildet. Im vorliegenden Band wird erstmals auch ein systematisches, anschlussfähiges Analysemodell für Literaturadaptionen im Comic entwickelt, das gleichermaßen den literarischen Prätext sowie das Ergebnis der Adaption und seine medialen Besonderheiten berücksichtigt. Es greift nicht nur auf Ansätze der Literaturwissenschaft, sondern auch auf Erkenntnisse der Filmanalyse sowie der Kunstgeschichte und der Bildwissenschaften zurück. Mit Hilfe dieses modularen Analysemodells können konkrete Techniken und Strategien der Literaturadaption im Comic an ausgewählten Beispielen theoretisch fundiert beschrieben und kontextualisiert werden. So wird das Phänomen Literaturadaption im Comic analytisch für die Literaturwissenschaft erschlossen.

Weiterlesen: vier weitere Neuerscheinungen

Comiclesung mit Christina Plaka und Barbara Yelin

Comics-als-Metageschichte_A3_Entwurf_II_druck_onlineAm 15. Juli 2015 um 18:00 Uhr findet im Vortragsraum des Japanischen Kulturinstituts Köln eine Lesung mit den deutschen Comic-Zeichnerinnen Christina Plaka und Barbara Yelin statt. Die beiden Comickünstlerinnen stellen ihre Werke „Kim He – Worte an Dich“ sowie „Irmina“ vor und geben Einblicke in deren Entstehungsprozess.

Einführung: Prof. Dr. Stephan Köhn, Universität zu Köln

Christina Plaka ist eine deutsche Mangazeichnerin und legte an der Seika-Universität in Kyoto 2012 ihren Masterabschluss in Manga Studies ab. Als Abschlussarbeit verfasste sie „Kim He“, eine autobiographisch inspirierte Liebesgeschichte.

Barbara Yelin studierte Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und arbeitet als Comiczeichnerin in München. In „Irmina“ schildert sie die von Ambivalenzen und Widersprüchen geprägte Lebensgeschichte einer jungen Frau während des Nationalsozialismus.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Die Comiclesung ist die Abschlussveranstaltung der Workshopreihe “Comics als Metageschichte. Ästhetik, Medialität, Zirkulation”.

comicforschung.phil-fak.uni-koeln.de/

Erika Fuchs-Haus: Eröffnung am 1. August 2015

erikafuchshausAm 1. August 2015 öffnet das Erika-Fuchs-Haus | Museum für Comic und Sprachkunst endlich seine Pforten.

Folgende Einladung zur Eröffnungsveranstaltung erreichte die ComFor:
“Nach der Serie von Pleiten, Pech und Pannen, die den Bau zu verfolgen schienen, ging in den vergangenen Wochen und Monaten dann plötzlich alles ganz schnell. Trotzdem tauchten immer wieder Unwägbarkeiten auf, kleine Zwischenfälle (die sich aber alle als weniger dramatisch als befürchtet herausstellten), Terminproblem von beteiligten Firmen und dergleichen. Es blieb spannend und wir wollten nicht das Risiko eingehen, verfrüht einen Termin zu benennen. Darum nun diese kurzfristige Meldung.
Los geht’s mit einem Tag der offenen Tür am 1. August um 11:00 Uhr. Ab dem 2. August ist dann täglich außer Montag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.”

Das Erika-Fuchs-Haus | Museum für Comic und Sprachkunst würdigt Leben und Werk der großen Disney-Übersetzerin und stellt ihre Arbeit in den Gesamtkontext der Kunstform Comic. Originale Objekte wie Manuskripte, Schreibmaschine und Notizbuch geben Eindruck in die Arbeitsweise von Erika Fuchs. Interaktive Stationen laden dazu ein, ihre Sprachkunst spielerisch nachzuempfinden. Der preisgekrönte Zeichner Simon Schwartz erzählt das Leben von Erika Fuchs als raumhohen biografischen Comic. Ein Höhepunkt für Kinder ist sicherlich das begehbare Entenhausen einschließlich Talerbad im Geldspeicher. Eine Comicbibliothek gibt Gelegenheit zum Schmökern und Studieren.

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Kurzinterview mit Bart Beaty zu “What Were Comics?”

whatwerecomicsIn den letzten Wochen erhielt das gemeinsame Comicforschungsprojekt der Universitäten Paderborn und Potsdam, “Hybride Narrativität: Digitale und Kognitive Methoden zur Erforschung Graphischer Literatur”, nicht zuletzt aufgrund seiner Förderung durch das BMBF viel Aufmerksamkeit auch jenseits der Comicforschung im engeren Sinne. Durch eine “Kombination von quantitativen und experimentellen Methoden” soll unter anderem “eine empirisch fundierte Beschrei­bung” graphischer Literatur geschaffen werden. Dieser Ansatz wird dabei gerne mit dem kanadischen Projekt “What Were Comics?” in Beziehung gebracht (etwa in Christian Maiwalds Interview mit Alexander Dunst), das als Kooperation der Universitäten von der University of Calgary und der Carleton University von Bart Beaty, Benjamin Woo und Nick Sousanis vorangetrieben wird. Die Forschungsziele von What Were Comics? umfassen zunächst die Erstellung eines neuen Open Access Research Tools, anhand dessen die Geschichte nordamerikanischer Comics neu beschreibbar sein könnte: “This project will develop a random sample set of comic books representing two per cent of all publications produced in the United States each year from 1933 to 2014. Comics will be indexed for a variety of formal elements (story length; page layout; panel composition; volume of text in captions, word balloons, and sound effects; scene transitions; etc.), producing a systematic survey of comic books’ material and symbolic characteristics over time” (vgl. Projektbeschreibung).
Es geht den Initiatoren somit um eine Verschiebung der theoretisch-abstrakten Frage “was sind Comics?” zu einem empirisch fundierten Ansatz, im Sinne von “was waren Comics?” Da bislang noch nicht viele Kenntnisse über das Projekt den Atlantik überquert haben, hat die ComFor-Redaktion ein kurzes Interview mit Bart Beaty geführt.

Weiterlesen: Bart Beaty-Kurzinterview