Sprache

Vortragsreihe “Repräsentationen des Holocaust”

Poster_Vortragsreihe_WebZur bereits angekündigten Ausstellung “Holocaust im Comic” findet über die gesamte Ausstellungsdauer die begleitende Vortragsreihe “Repräsentationen des Holocaust” statt.

Die Vortragsreihe weitet den Fokus der Ausstellung von Comics auf weitere künstlerische und mediale Darstellungen des Holocaust aus.

Den ersten Vortrag nach der Ausstellungseröffnung wird PD Dr. Ole Frahm (Berlin) am Donnerstag, 6. November 2014 um 18 Uhr (c.t.) halten. Der Vortrag trägt den Titel: „Vervielfältigte Schreckensbilder. Zur Bildpolitik der Holocaust-Darstellung im Comic“.

Abstract zum Vortrag:
„Als Horst Rosenthal 1942 ‚Mickey in Gurs‘ zeichnete, konnte er nicht ahnen, dass seine Micky Maus-Geschichte im Internierungslager (Detektiv Micky sucht mit einer großen Lupe nach der Brotration) der erste Comic werden würde, dessen Bilder die Verfolgung der Juden reflektieren würde. Knapp vierzig Jahre später, 1980, erschien das erste Kapitel von MAUS – Die Geschichte eines Überlebenden, dem zweibändigen Werk, in der Art Spiegelman das Überleben seines Vaters im Ghetto, und in den Konzentrationslagern Auschwitz und Dachau schildert. MAUS ist nicht nur einer der einflußreichsten Comics seiner Zeit, sondern er ermutigte viele andere Zeichner mit ausgesprochen unterschiedlichen Ansätzen, von der Shoah zu erzählen. These des Vortrags ist, dass die Bildserien der Comics nicht nur die Frage der Darstellbarkeit thematisieren, sondern eine Reflexion und Kritik bildlicher Erinnerung an den Holocaust bereithalten.“

Weitere Termine:
Donnerstag, 20.11.2014 // 18h
Annika Wienert (Berlin)
Vortrag: „Authentizitätsversprechen? Mimesis als unmoralisches Angebot“
Donnerstag, 04.12.2014 // 18h:
Susanne Rohr (Hamburg)
Vortrag: „Subversion und Sentiment: Von den Unwägbarkeiten der KZ-Komödie“

Donnerstag, 18.12.2014 // 18h:
Monika Schmitz-Emans (Bochum)
Vortrag: „Literatur nach, trotz oder wegen Auschwitz? Zu einem Kernthema von Literatur und Poetik der letzten 50 Jahre“

Donnerstag, 15.01.2015  // 18h:
Eva Hohenberger (Bochum)
Vortrag: „Stacheldraht und Wachturm. NS-Lagerfotografie heute“

Donnerstag, 29.01.2015 // 18h:
Judith Keilbach (Utrecht)
Vortrag: „Emotionalisierung und Traumatifizierung. Holocaust-Darstellungen im Fernsehen“

Weitere Informationen:
http://www.holocaustimcomic-bochum.de/vortragsreihe/
https://www.facebook.com/hicbochum/timeline

Roland Faelske-Preisträger 2014

Termin:
07.11.2014 16:00 - 07.11.2014

Die Universität Hamburg, die Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) und die Roland Faelske-Stiftung vergeben im Jahr 2014 zum dritten Mal den Roland Faelske-Preis für herausragende Arbeiten im Bereich Comic und Animationsfilm. Die Preisverleihung wird in dieses Jahr am 7. November 2014 stattfinden. Für den Roland Faelske-Preis 2014  wurden per Gutachter- und Auswahlverfahren folgende zwei Arbeiten ausgewählt:

Beeke Hadeler
mit einer BA-Arbeit zu:
„Papa, tu es en train de perdre la guerre!“ Zur Darstellung von „(Familien-)Geschichte in Jacques Tardis Bande Dessinée Moi René Tardi. Prisonnier de guerre au Stalag II B

Dr. Jochen Ecke
mit einer Dissertation zu:
The British Invasion of American Comics: A Poetics

Programm der Preisverleihung:
Begrüßung durch Prof. Dr. Markus Kuhn
(Juniorprofessor am Institut für Medien und Kommunikation, Stellv. Leiter der ArGL)

Grußwort von Prof. Dipl.-Ing. Carola Wiese
(Kuratorin der Roland Faelske-Stiftung)
Überreichung der Preise an Frau Beeke Hadeler und Herrn Dr. Jochen Ecke durch Herrn Andreas Veits
(Träger des Roland Faelske-Preises 2012, Doktorand an der Universität Hamburg)
Gastvortrag von Andreas Platthaus:
Das Prinzip der Literaturadaption im Comic
(Frankfurter Allgemeine Zeitung: Leiter der Literaturredaktion)

im ESA 1, Hörsaal M,
Edmund-Siemers-Allee 1, Hauptgebäude, 20146 Hamburg
Alle Interessierten sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Sonderausstellung ‘Herzliche Grüße aus dem Krieg’ in München

Termin:
16.10.2014 - 03.02.2015

Veranstaltertext:Herzliche Grüße aus dem Krieg

“2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Für das Valentin-Karlstadt-Musäum ist das Anlass zur Ausstellung „Herzliche Grüße aus dem Krieg“. Im Zentrum steht eine Graphic Novel von Uli Knorr. Ergänzt wird diese durch Archivalien und Zeugnisse aus dem Valentin-Karlstadt-Musäum. Durch Unterhaltung sollte das tägliche Grauen des Kriege verscheucht werden. Das spiegeln die hier überlieferten Dokumente wider.

Ein Fund auf dem Dachboden inspirierte den Comiczeichner Uli Knorr zu seinem Graphic-Novel-Projekt. Feldpostkarten seines Urgroßvaters aus dem Ersten Weltkrieg, adressiert an Frau und Kinder. Feldpostgrüße von der Westfront, die bereits ahnen lassen, dass der Soldat als verwundeter und seelisch gebrochener Mann aus dem Krieg zurückkehren wird.

Großprojektionen im Innenhof des Isartors tragen das Thema in den öffentlichen Raum.

Im Archiv des Valentin-Karlstadt-Musäums finden sich unvermutet Zeugnisse zum Ersten Weltkrieg. Meist kamen diese zufällig hierher, so zwei Alben aus dem Nachlass von M. Glas. Eines Tages wurden diese an der Museumskasse abgegeben mit einer Notiz „für Historiker und Sammler interessant“. Sie beinhalten sehr persönliche, nicht der Propaganda unterstellte Fotografien von hoher Qualität, Karten, Luftbildaufnahmen und Beschreibungen vom Einsatz in französisch Flandern und dem Rückzug nach Wolfratshausen. Dokumente von Gustl Koch, einem Mitstreiter Weiß Ferdls im „Platzl im Felde“ überließ sein Sohn August. Über 500 Feldpostkarten sammelte der Gründer des Valentin-Musäums Hannes König. Kürzlich gelangte der Nachlass von Ludwig Greiner, Freund wie Wegbegleiter von Karl Valentin und Zeichner an der Front hierher. Diese Quellen waren für uns Verpflichtung zu dieser Ausstellung anlässlich 100 Jahre Erster Weltkrieg.

In Kooperation mit der Bayerischen Landezentrale für politische Bildungsarbeit.
Unterstützt vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und der Saubande – Valentin-Karlstadt-Förderverein, e.V.”

Begleitprogramm:

“Weihnachten an der Front” von Jérôme Savary und Helmut Ruge
Szenische Lesung mit Andreas Mayer

7. November 2014, 19:00 Uhr
Valentin-Karlstadt-Musäum, München

Zur Veranstalterseite

Ausstellungseröffnung ‘Holocaust im Comic’

Die vom Motiv_Ausstellung_mit DatumComicforscher und Kommunikationswissenschaftler Ralf Palandt zusammengestellte Wanderausstellung “Holocaust im Comic” wird am Donnerstag, 23. Oktober, in der Universitätsbibliothek Bochum um 18 Uhr eröffnet.

Ralf Palandt wird die Eröffnung mit dem Vortrag “(Ohn-)Macht und Hakenkreuz – Comics im Schatten der Zensur” einleiten.

Weitere Informationen:
http://www.holocaustimcomic-bochum.de/ausstellung/

CAMP – Neues Magazin ‘für Comic, Illustration und Trivialkultur’

CAMP_kleinSchon auf dem Comic-Salon Erlangen kündigte die Edition Alfons an, bald mit CAMP ein neues Magazin für den Comicfach- und Buchhandel zu veröffentlichen. Nun steht mit dem 12. November 2014 ein Erscheinungsdatum der ersten Ausgabe fest; auf einer neuen Homepage gibt es auch bereits Einblicke in Cover und Zuschnitt des Magazins.

Redaktionsangaben:
“Kann man sich mit Trivialem, insbesondere im Bereich der Comics, der Illustration, des Pulps oder der schönen Literatur auseinandersetzen, ohne gleich als »Fan« oder gar »Nerd« abgestempelt zu werden? Ist es überhaupt möglich, beim Umgang mit (beispielsweise) Abenteuer- und Liebesgeschichten oder nostalgisch verklärten Stoffen die nötige Distanz zu wahren und sich trotzdem als Connaisseur zu outen? Kann man einerseits gescheit und unterhaltsam, und andererseits feuilletonistisch sowie wissenschaftlich fundiert über Triviales schreiben, ohne überbordend akademisch zu wirken? Das neue Magazin CAMP stellt sich dieser Herausforderung. In der stetig anwachsenden Geek-Kultur, die sich vornehmlich im Internet wie ein Virus ohne Hilfestellung gebende Korrektiven ausbreitet, will CAMP Orientierung bieten und Wege beschreiten, um die Universitäten einen großen Bogen machen oder auf denen sich die Fanszene mit den stets gleichen Aufarbeitungsansätzen, unkritischen Texten und nichtigen Details verirrt.

Lassen Sie sich ein auf eine Reise in triviale Gefilde, in die Grenzbereiche zwischen Trash und Kitsch, auf eine Beschäftigung mit den schönen Dingen, die man als Kind und Teenager begeistert konsumiert hat und denen man als erwachsener Mensch mit heimlichem Vergnügen begegnet. Im November 2014 erscheint die Debütausgabe von CAMP, die neben Sekundärliteratur auch Comics bietet. Frankobelgische Klassiker stehen ebenso auf dem Programm wie US-amerikanische Zeitungscomics.”

Hier ein erster Blick auf das Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis anzeigen