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Neuerscheinung: „Bin Mensch nicht auch ich?“

„Bin Mensch nicht auch ich?“
Erinnern – Erzählen – Erleben

Marion Goedelt, Inbal Leitner, Stephanie Lunkewitz,
Lisa Rock und Bianca Schaalburg,
hg. von Jens Aspelmeier, Jana Mikota und Daniel Stein

Ariella Verlag
2026
260 Seiten
€ 29,00
ISBN 978-3-945530-59-7

Verlagsankündigung:

„Modern inszeniert und grafisch erzählt, ist dies das passende Buch für junge Leser:innen, die sich für die Zeit des Nationalsozialismus und die Lebensgeschichten verfolgter Menschen interessieren. Für Lehrer:innen ist es Gesprächsöffner und Unterrichtshilfe zugleich – ein Anlass, die lokalen Begebenheiten und einzelne Schicksale im lokalen (hier am Beispiel des Siegerlands), wie im größeren historischen Kontext zu erkunden und die Möglichkeiten grafischer Formen der Erinnerungskultur kennenzulernen.

Fünf Illustratorinnen erzählen Lebensgeschichten aus der Stadt Siegen und dem Umland, die sich zur Zeit des Nationalsozialismus in Südwestfalen ereignen. Sie tauchen tief in die Vergangenheit ein und schildern die Erlebnisse und Erfahrungen der fünf Protagonist:innen. Hier treffen historische Aufarbeitung und gegenwärtige Erinnerung auf eine Weise aufeinander, die das Interesse vor allem junger Leser:innen an deutscher Geschichte wecken und für die generationsübergreifende Verantwortung für diese Geschichte sensibilisieren soll.

In Form von grafischen Kurzgeschichten im Stil einer Graphic Novel werden folgende historisch dokumentierte Biografien erzählt:

  • -Zina, die als junges Mädchen aus Weißrussland mit ihrer Familie nach Siegen deportiert und dort als Zwangsarbeiterin Schwerstarbeit leisten musste.
  • -Otto Päulgen aus Niederschelderhütte, ein Opfer des sogenannten „Euthanasieprogramms“
  • -Inge Frank, eine Jüdin aus Weidenau, die 1942 deportiert und anschließend ermordet wird
  • -Betty Hochmann, eine Jüdin, die gegen den Willen ihrer Eltern als Fünfzehnjährige ins damalige Palästina auswandert
  • -Die Siegener Synagoge und ihre Zerstörung

Fotos zum Making-of, der Recherche und des Storytelling Prozesses ergänzen die Geschichten und leiten beispielhaft an, auf eigene Erkundungen und Erstellungen von Graphic Novels im Sinne der lokalen Erinnerungsarbeit zu gehen. Besonders für Lehrer:innen und ihren Unterricht ist es ein anregendes Werk.

Historische Einordnungen helfen auch ‚Geschichts-Neulingen‘ die Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen und eine Variante zur traditionellen Erinnerungsarbeit zu bieten.

Die dritte Generation nach dem NS-Regime ist wieder sehr interessiert, die eigene Geschichte aufzudecken, und dieses Buch ist die Unterstützung zu dem aktuellen Interesse.“

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Comic-Lehrveranstaltungen im SoSe 2026

Wie in der Vergangenheit sammeln und archivieren wir auch im aktuellen Sommersemester 2026 wieder comicrelevante Lehrveranstaltungen unserer Mitglieder.
Wenn Sie noch einen Kurshinweis ergänzen möchten, auch wenn Sie kein ComFor-Mitglied sind, schreiben Sie bitte eine E-Mail mit allen relevanten Daten an die Webredaktion: redaktion@comicgesellschaft.de.

 

Name der/des Dozierenden PD Dr. Marie Dücker
Universität Universität Graz
Titel der Lehrveranstaltung From Graphic Novel to Graphic Narrative: Contemporary Comics Studies as Literary Studies
Art der Lehrveranstaltung Proseminar für Studierende im BA Anglistik/Amerikanistik und Lehramt Englisch
Fachliche Anbindung Amerikanistik

 

Name der/des Dozierenden PD Dr. habil. Jennifer S. Henke
Universität Leuphana Universität Lüneburg
Titel der Lehrveranstaltung Comics and Graphic Novels
Art der Lehrveranstaltung Seminar (BA, Lehramt)
Fachliche Anbindung English Studies (Anglistik/Amerikanistik)
Kursbeschreibung Comics and graphic novels have at long last reached credibility; today, they are regarded as popular art forms in their own right. In this seminar, we will first discuss the history of the comic, its classification as sequential art as well as further formal and functional specificities based on Scott McCloud’s pivotal book Understanding Comics. Second, we will turn to an analysis of selected texts. The body of work is focused on, but by no means limited to, adaptations of literary classics. The aim of this seminar is to acknowledge the analytical potential of graphic literature as it equally contributes to the literary canon.

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Name der/des Dozierenden PD Dr. Lena Henningsen
Universität Universität Heidelberg 
Titel der Lehrveranstaltung Comics in China
Art der Lehrveranstaltung BA/MA/M.Ed. students in Chinese Studies
Fachliche Anbindung Chinese Studies
Kursbeschreibung Comics erfreuen sich überall auf der Welt großer Beliebtheit, so auch in China. 1986, so heißt es, war eines von drei verkauften Büchern in China ein Lianhuanhua 连环画, also ein Comic. In ihrer Kombination von in der Regel einfachem Text und Illustration wenden sie sich oft an Kinder und Jugendliche. Lianhuanhua waren Unterhaltung. Sie konnten kommerziell erfolgreich sein, oder zur Vermittlung von Bildung sowie politischen Inhalten genutzt werden. Eingebettet in die politische Kultur Chinas, erweisen sie sich dennoch als außerordentlich vielfältig – besonders gut „sichtbar“ in der inzwischen über 3000 Lianhuanhua umfassenden Sammlung in unserer Institutsbibliothek.

Um uns diesen Phänomenen anzunähern, nimmt dieser Kurs die chinesische Lianhuanhua-Kultur in den Blick . Wir werden uns zu Beginn des Kurses einen Überblick über die Entwicklung der Lianhuanhuaverschaffen und anhand ausgewählter Texte der Comics Studies eine Toolbox zur Analyse von Lianhuanhua erarbeiten. Danach werden wir – geleitet von den Interessen der Teilnehmenden – exemplarische Lianhuanhua analysieren auf ihren ästhetischen Gehalt sowie ihre sozialen, politischen und historischen Implikationen.

 

Name der/des Dozierenden Prof. Dr. Daniela Kuschel
Universität Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Titel der Lehrveranstaltung Diversität im Comic
Art der Lehrveranstaltung Aufbauseminar
Fachliche Anbindung Transkulturelle Studien/Romanistik
Kursbeschreibung Comics und Graphic Novels sind Orte kultureller Aushandlung. Sie überschreiten kulturelle, sprachliche und ästhetische Grenzen und schaffen neue Räume für Identitätsentwürfe und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse. Das Seminar analysiert anhand von verschiedenen Beispielen (u.a. Racine von Lou Lubie, Fußnoten von Nacha Vollenweider und A normal Day von Sara Jotabé) wie Diversität im Comic verhandelt und ästhetisch umgesetzt wird.

 

Name der/des Dozierenden Prof. Dr. Christina Meyer
Universität Universität Hamburg
Titel der Lehrveranstaltung Comics Histories
Art der Lehrveranstaltung Seminar (BA und MA Studierende), mit zwei Gastvorträgen (digital) von Prof. Roger Sabin und Dr. Diego Labra
Fachliche Anbindung Anglistik, Amerikanistik, Fachdidaktik Englisch
Kursbeschreibung Since the emergence of comics as a mass medium in the second half of the nineteenth century (in humor magazines in the UK, and in newspaper supplements in the US), comics and other forms of graphic narrative have remained a contentious topic. They are frequently derided as low-brow, kid’s stuff, a threat to literacy or even to moral values. Fans and scholars alike, meanwhile, see them as – often avant-garde – work that is uniquely situated to engage with political and social issues of their day, beyond what is available for other modes of expression. The basic premise of this course is that comics and other forms of graphic narrative are cultural forms of representation and culture-historic means of visual-verbal communication that produce meaning and offer different forms of engagement. This seminar will provide an introduction to the emergence and development of comics in the US and in the UK. The course will offer close readings of aesthetic principles of different formats and the carrier media they appear(ed) in, and examine a selection of popular genres (e.g. superheroes comic books and documentary comics). The syllabus will also include a variety of historical materials and a range of theoretical viewpoints on the medium of comics. In this seminar students will a) acquire tools, concepts, methods and vocabulary for understanding, analyzing, and critically evaluating the medium of comics; b) develop a comprehension of the artistic devices in comics and their functions and effects, as well as of the different form(at)s and genres of comics; c) understand the beginnings and evolution as well as the cultural work (and significance) of the medium of comics; d) be (briefly) introduced to the didactic potential of these texts in the context of an EFL classroom (LASek I & II). Last but not least, I am proud to announce that I have been able to secure two renowned comics researchers to give guest lectures in our seminar:

Professor Roger Sabin from the University of the Arts London, England, and Dr. Diego Labra from the Escuela Interdisciplinaria de Altos Estudios Sociales UNSAM Campus Miguelete, San Martin, Provincia de Buenos Aires, Argentina.

This course on “Comics Histories” will benefit greatly from the knowledge and research of these two Comics Studies scholars.

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Name der/des Dozierenden Netzwerk Comicforschung am Rhein
Universität  Bonn, Düsseldorf und Köln
Titel der Lehrveranstaltung Aktuelle Fragen der Comicforschung: Mehr als Menschen in Panels. Perspektiven der Ökologie, Posthuman, Animal und Plant Studies
Art der Lehrveranstaltung Online-Ringvorlesung
Fachliche Anbindung Interdisziplinär
Kursbeschreibung Die gemeinsam an den Universitäten Bonn, Bochum, Düsseldorf und Köln ausgerichtete interdisziplinäre Ringvorlesung zur Comicforschung wird vom Netzwerk Comicforschung am Rhein organisiert. Interdisziplinäre Beiträge aus der Forschung und Gespräche mit Künstler*innen widmen sich in diesem Sommer der Frage, wie Comics das für unsere Gegenwartsgesellschaften hochaktuelle Thema der Ökologie sowie Perspektiven der Posthuman, Animal und Plant Studies aufgreifen und künstlerisch gestalten.

So thematisieren etwa Comics zur Klimakrise in ökologischen und ökokritischen Perspektiven  die Folgen der Umweltzerstörung oder Ängste und Hoffnungen um Nukleartechnologie. In fiktionalen ebenso wie in dokumentarisch-faktualen Comicerzählungen begegnen wir apokalyptischen, aber auch optimistisch revolutionären Entwürfen. Vor dem Hintergrund einer möglicherweise nicht hinreichend diversifizierten Wahrnehmung der Gegenwart als Anthropozän, also als Zeitalter einer vom Menschen geformten Erde, gilt es den Blick auch auf noch mehr als nur menschliche Akteure zu richten: Auf die Darstellung von tierischen und pflanzlichen Existenzweisen und Subjektivitäten in den Animal und Plant Studies ebenso wie auf die Akteur-Medien-Netzwerke, in denen Menschen mit Werkzeugen von Zeichenstiften bis zu Kommunikationssatelliten, mit Infrastrukturen und Organisationen interagieren, wenn sie Comics entwerfen, produzieren, distribuieren oder lesend betrachten: auch sie gilt es als globale und lokale, zwischen Menschen und nicht-menschlichen Akteuren verteilte Konstellationen ernst zu nehmen.

Im inzwischen fünften Jahr lädt unsere Online-Ringvorlesung Teilnehmende dazu ein, Perspektiven aus verschiedenen Philologien und Kulturwissenschaften, aus der Kunstwissenschaft, Medienwissenschaft und Geschichtswissenschaft, der Philosophie und der Didaktik zu kombinieren und in Diskussionen und Workshops mit Künstler*innen aus der Comicszene und eigenen Essays zu erproben.

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Name der/des Dozierenden Prof. Dr. habil. Elissa Pustka & Assoz. Prof. Dr.  Rémi Armand Tchokothe
Universität Universität Wien
Titel der Lehrveranstaltung La bande dessinée en Afrique et sur l’Afrique ‘francophone’
Art der Lehrveranstaltung Masterseminar
Fachliche Anbindung Medienwissenschaft Romanistik/Afrikanistik
Kursbeschreibung

Die Studierenden erhalten in diesem Seminar einen Überblick über Comics zum ‚frankophonen‘ Afrika. Das Seminar richtet sich sowohl an Studierende des Französischen als auch an Studierende der Afrikawissenschaften. Diese interdisziplinäre Ausrichtung soll es ermöglichen, den Gegenstand aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und dadurch einen vergleichenden Blick zu entwickeln.

Die Studierenden erhalten zunächst eine Einführung in die Comic-Analyse, den frankophonen Comic sowie die Comicszene im frankophonen Afrika. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Sprach- und Kulturkontakten. Auf dieser Basis entwickeln wir im Seminar gemeinsam ein oder mehrerer Lektüreraster (kulturelle, medial-ästhetische und sprachliche Aspekte), mit dem die Studierenden im Anschluss selbstständig Comics analysieren.

 

Neuerscheinung: Annemarie Klimkes „Super-Emotionen“

Super-Emotionen. Eine emotionstheoretische Betrachtung des Superheld✶innengenres im Comic

Annemarie Klimke

De Gruyter
ISBN 978-3-11-914316-5
Juni 2026
372 Seiten

Als Band 6 der Reihe Comicstudien ist soeben  Annemarie Klimkes Dissertationsschrift Super-Emotionen erschienen.

Buchbeschreibung:
„In Superheld*innencomics sind Emotionen, wie Wut, Angst oder Liebe allgegenwärtig. Sie charakterisieren die Figuren, sind fundamentaler Bestandteil ihrer Genese, ihrer Secret Identities sowie ihrer Superkräfte. Dabei artikulieren sie sich in einer für das Superheld*innengenre charakteristischen expressiven Formsprache.

Der vorliegende Band geht diesem bisher in der Forschung noch wenig beachteten emotionalen Potenzial nach und untersucht das US-amerikanische Superheld*innengenre im Comic erstmals aus einer emotionstheoretischen Perspektive. Anhand differenzierter Comicanalysen werden die verschiedenen Facetten von Emotionen beleuchtet, angefangen mit der Systematisierung emotionsanzeigender und emotionalisierender Zeichen bis hin zur Ergründung der emotionalen Semantik des Genres. Dabei wird beispielsweise diskutiert, welche emotionale Architektur die Traumata der Superheld*innen besitzen, inwiefern Emotionen vergeschlechtlicht oder rassifiziert werden und welche Emotionsdiskurse sich in emotionalen Superkräften verbergen.

Ziel der Studie ist es, die Grammatik der Emotionen in Superheld*innencomics offenzulegen und einen bis dato noch unausgeschöpften Zugang zum Genre aufzuzeigen.“

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Tagung: „Samson, Superwoman und Krusty, der Clown – Jüdische Bilder-Geschichten vom Mittelalter bis zur Gegenwart“

Termin:
08.07.2026 - 10.07.2026

Vom Mi, 8.7.2026 bis zum Fr, 10.7.2026, findet eine Tagung der 34. Internationalen Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs in Kooperation mit dem Literaturhaus Wien / Österreichische Exilbibliothek statt:

„Samson, Superwoman und Krusty, der Clown – Jüdische Bilder Geschichten vom Mittelalter bis zur Gegenwart“

Unter den Vortragenden befinden sich auch ComFor-Mitglieder Ralf Palandt und Ole Frahm.

Ankündigungstext:
„Jüdische Geschichte ist seit mehreren Jahrzehnten ein Stoff, der auch in Comics und Graphic Novels verarbeitet wird. Ende der 1980er Jahre erschien Art Spiegelmans Comic »Maus«, das die Shoah auf neue Weise thematisierte und dafür mit dem Pulitzer-Preis ausgezeich net wurde. Von »Maus« be ein flusst, setzte in der Folge ein regel rechter Boom ein. Auch die 34. Internationale Sommerakademie setzt sich mit jüdischen Bilder-Geschichten aus einan der. Sie nimmt nicht nur mehrere Epo chen und Themen in den Blick, sondern auch die ganze Bandbreite künstlerischer Genres. Historische Er eig nisse oder die Aben teuer realer und er fun de ner jüdischer Held:innen wurden nicht nur in Comics und Trickfilmen erzählt, sondern auch in der Buch malerei des Mittelalters oder in früh neu zeit lichen Flugblättern. Die Som mer aka demie rückt Künstler:innen und Leser:innen, Selbst- und Fremd bilder, Genres und Medien sowie jüdisch-nichtjüdische Beziehungen ins Bild.“

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21. ComFor-Jahrestagung 2026: „Figuren und Figurationen des Heroischen im Comic“ (Gießen)

Vom 30. September bis zum 1. Oktober 2026 wird die 21. Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) an der Universität Gießen stattfinden. Organisiert wird sie von Jörn Ahrens, Frank Thomas Brinkmann und Kirsten von Hagen.  Die Keynote wird gehalten von Rafael Carrión Arias (Madrid) zum Thema „Look up in the sky! It’s a bird… it’s a plane… It’s fascism! Towards a genealogy of the contemporary hero in the age of Nihilism“

Der Call for Paper mit dem Ausschreibungstext zum Thema „Figuren und Figurationen des Heroischen im Comic“ findet sich hier.

Ort: Center for the Study of Culture (GCSC), Otto-Behaghel-Straße 12, 35394 Gießen (Campus Phil I)
➢ Direkte Busverbindung vom Bahnhof Gießen: Buslinie 10 nach Gießen
Philosophikum (13 Haltestellen, ca. 25 Minuten); direct connection from Giessen train
station: busline 10 to Giessen Philosophicum (13 stops, approx. 25 minutes)

Tagungsprogramm:

Tag 1: 30.09.26

Zeit Vortrag
09:30.10:00 Eröffnung

 

Panel 1: Heroische Mythologie

Moderation: Lukas R.A. Wilde (Trondheim)

10:00-10:45 Dietrich Grünewald (Koblenz): Superheldenfiguren – vom mythologischen Vorbild zur Parodie
10:45-11:30 Frank Thomas Brinkmann (Gießen): Die Persistenz des unaufgeklärten Mythos und seiner Helden im Comic
11:30-11:45 Pause

 

Moderation: Christina Meyer (Hamburg)
11:45-12:30 Christopher Schmidt (Mainz): Monströse Helden – Steigerungen des Exorbitanten und liminale Anthropologien am Beispiel der US-Comicfiguren Swamp Thing und Hulk
12:30-13:15 Joachim Trinkwitz (Bonn): Genderbending Odysseus. Konzeptionen des Heroischen in Matt Fractions und Christian Wards Rewriting der Odyssee
13:15-14:45 Mittagspause
15:00-16:00 ComFor Mitgliederversammlung
Panel 2: Tragikomisch heroisch

Moderation: Anna Jäger (Gießen)

16:00-16:45 Verena Kuni (Frankfurt a.M.): Die Kunst des Anti*Held*innentums. Die Legende vom Künstler und ihre Folgen im zeitgenössischen Comic
16:45-17:30 Ole Frahm (Frankfurt a.M.): Komische Helden. Mickey, Monstren, Mutationen. (Gegenentwürfe zum Tragischen)
18:00-19:00 Keynote

Rafael Carrión Arias (Madrid): Look up in the sky! It’s a bird… it’s a plane… It’s fascism! Towards a genealogy of the contemporary hero in the age of Nihilism

Moderation: Jörn Ahrens (Gießen)

19:30 Vergabe Martin Schüwer Preis

Open End. Live Musik:  kalley – songs, sounds, noise

 

Tag 2: 01.10.26

Zeit Vortrag Vortrag
Panel 3: Postkoloniale Heroismen

Moderation: Jörn Ahrens (Gießen)

Panel 4: Gender Heroes

Moderation: Arnold Bärtschi (Bochum)

09:30-10:15 Bettina Brockmeyer (Gießen): Heroinen und Rassismus: January Jones Iris Haist (Köln): Batgirl vs. Oracle – Heroismus, Feminismus und Ableismus
10:15-11:00 Amadeo Gandolfo (Buenos Aires) und Stefan Rinke (Berlin): Adaptation and Disputation: the heroic figure in Tales of the Orishas by Hugo Canuto and Santa Sombra by Paula Boffo Christine Hermann (Wien): Wer rettet die Retter? Figurenkonstellationen und Handlungsspielräume in Suske und Wiske
11:00-11:45 Romina Irene Palacios Espinoza (Salzburg): Remediation als dekoloniale Aisthesis: Comic und die Verschiebung heroischer Wahrnehmungsordnungen Svitlana Stupak (Siegen): A Hero and His Thousands Faces in Charles Burns’ Last Look Trilogy

 

11:45-13:15 Mittagspause

 

Mittagspause
Panel 5: Superheroisch

Moderation: Frank Thomas Brinkmann (Gießen)

Panel 6: Heroismus in/aus Fernost

Moderation: Kirsten von Hagen (Gießen)

13:15-14:00 Ranthild Salzer (Wien): Marvel Comics’ Elektra: from villain to hero? Kaiwei Zhang (Hamm): Die visuelle Konstruktion der Heldin Hua Mulan im chinesischen Lianhuanhua
14:00-14:45 Julia Görtz (Mannheim): Dante und die Divina Congrega gegen das Böse. Aus dem italienischen Literaturkanon in den Superhelden-Comic Damian Mandzunowski (Heidelberg) und Lena Henningsen (Heidelberg): Into the Maoverse: Reconfigurations of the Heroic in Chinese Socialist Comics
14:45-15:30 Martin Foret (Olomouc): From hero to superhero. A homegrown Czech superhero between urban legend and Marvel-like character Lukas R.A. Wilde (Trondheim): Notes on the Ambivalence of the Shōnen Battle Manga Hero
15:30-16:00 Pause

 

Panel 7: Heroes at the Margins

Moderation: Bettina Brockmeyer (Gießen)

Panel 8: Heroische Gestalten

Moderation: Christian Bachmann (Berlin)

16:00-16:45 Mario Faust-Scalisi (Bayreuth): A different heroic mythology from a very remote island Thomas Sähn (Paris): Von Helden und Antihelden. Zur Grundstruktur bildsprachlicher Erzählungen
16:45-17:30 Kirsten v. Hagen (Gießen): Figurations of Heroism and Heroisation in Comics about the Porajmos/Samudaripen Henning Hufnagel (Zürich): NATO 2099: A Graphic Novel. Zu kollektivem – und passivem – Heroismus
17:30-18:15 Selin Cilgin (Istanbul): Subverting the Male Fantasy: The Rebellious Heroine Hilal Jörn Ahrens (Gießen): I would prefer not to: Hugo Pratts Corto Maltese als Held
19:30 Get together Get together

 

Hotels in Gießen (Auswahl)

Sortiert nach ungefährem Preis von „günstig“ bis „teuer“ /

Tagungsprogramm als Pdf herunterladen

Ausstellung Landschaft der Liebe. Motive aus der Graphic Novel „Sudetenlove“

Termin:
15.06.2026 - 16.07.2026

„Ende der 1930er Jahre: Das Sudetenland gleicht einem Pulverfass. Angefacht aus Deutschland, können die nationalen Spannungen in den tschechoslowakischen Grenzgebieten jeden Moment zu einer Eskalation mit ungewissem Ausgang führen. Da lernen sich Hedwig, ein deutsches Mädchen, und Fritz, ein Junge aus einer deutsch-tschechischen Familie, beim Skifahren kennen und verlieben sich schnell ineinander. Hedwigs Vater schickt sie jedoch nach Belgien zu einer Tante. Fritz sieht keine andere Wahl: Er wird ihr folgen – auf dem Fahrrad…“

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Workshop und Lesung: Bilder und Narrative der Solidarität in der postmigrantischen Gesellschaft

Dimensionen der Betroffenheit
Bilder und Narrative der Solidarität in der postmigrantischen Gesellschaft

2./3. Juli 2026
Lesung und interdisziplinärer Workshop an der Universität Paderborn

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die Beobachtung, dass sich in der postmigrantischen Gesellschaft unterschiedliche Erinnerungskulturen wie auch Perspektiven auf gesellschaftliche Konflikte zunehmend überlagern und miteinander in produktive wie konflikthafte Aushandlungsprozesse treten. Ereignisse wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine oder die globalen Reaktionen auf den 7. Oktober 2023 haben diese Konstellationen sichtbar gemacht. In der öffentlichen Debatte zeigt sich, dass Solidarität und Betroffenheit nicht homogen verteilt, sondern an spezifische historische Bezugssysteme, politische Positionierungen und kollektive Selbstverständnisse gebunden sind, wobei konkurrierende Opfer- und Solidaritätsnarrative entstehen. Die seit 2021 geführten Debatten des sogenannten ‚Historikerstreit 2.0‘ bilden für die in der Veranstaltung diskutierten Konstellationen einen zentralen erinnerungspolitischen Kontext. Konzeptionell greift die Veranstaltung zentrale Ansätze der Memory Studies, der Postmigrations- und Solidaritätsforschung sowie der Jüdischen Studien auf. Arbeiten zur postmigrantischen Gesellschaft (u.a. Naika Foroutan, Erol Yıldız) gehen etwa davon aus, dass Solidarität heute häufig nicht mehr primär entlang stabiler Gruppenidentitäten organisiert ist, sondern auf geteilten politischen Haltungen oder Wahrnehmungen gesellschaftlicher Ungleichheit beruht. In diesem Zusammenhang wird von postmigrantischen Allianzen oder involvierter Solidarität gesprochen, womit Formen kollektiven Handelns gemeint sind, die über biografische Zugehörigkeiten hinaus entstehen. Gleichzeitig liefern Ansätze der Erinnerungsforschung wichtige Instrumente, um Konflikte, aber auch Überschneidungen zwischen unterschiedlichen Erinnerungsgemeinschaften zu analysieren. Dazu zählen etwa Michael Rothbergs Konzept des ‚multidirektionalen Erinnerns‘, Marianne Hirschs Begriff der ‚Postmemory‘ sowie Arbeiten der Cultural Memory Studies (u.a. Pierre Nora, Astrid Erll). Aus Perspektive der Jüdischen Studien sind Arbeiten relevant, die jüdische Gegenwart in Europa als durch sowohl spezifische erinnerungspolitische Erwartungen wie auch konflikthafte Zugehörigkeitsordnungen geprägt analysieren (u.a. Y. Michal Bodemann, Hannah Tzuberi, Max Czollek).
Die Veranstaltung ist Teil des DFG-geförderten Forschungsprojekts „Queering Jewishness – Jewish Queerness. Diskursive Inszenierungen von Geschlecht und ‚jüdischer Differenz‘ in (audio-)visuellen Medien“ am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt.

Lesung mit Dana von Suffrin und Ronya Othmann
 
Donnerstag, 2. Juli 2026
ab 18.00 Uhr in Hörsaal G
Zum Auftakt der Veranstaltung findet am 2. Juli 2026 um 18.00 Uhr eine öffentliche Lesung der beiden Gegenwartsautorinnen Ronya Othmann und Dana von Suffrin mit anschließender Diskussion statt.
Workshop
 
Freitag, 3. Juli 2026
IBZ im Jenny-Aloni-Haus
Im Zentrum des diskussionsorientierten Workshops mit geladenen Wissenschaftler*innen aus den Film- und Medienwissenschaften, Literatur- und Kulturwissenschaften sowie Geschichts- und Kunstwissenschaften steht ein intensiver Austausch über narrative und ästhetische Praktiken, mit denen in Gegenwartsliteratur und -medien (Comics, Filme, Serien, künstlerische Praktiken etc.) Solidarität und Betroffenheit vor dem Hintergrund unterschiedlicher Erinnerungsgemeinschaften konzeptionalisiert werden. Der Workshop richtet sich ausdrücklich sowohl an Wissenschaftler*innen als auch an Studierende der Universität Paderborn und darüber hinaus.

Workshop-Programm:
09:30–09:45h: Begrüßung & Einführung
09:45–11:15h: Slot 1: Materialpräsentation & -diskussionen
mit Beiträgen von Kalina Kupczyńska (Łódź), Olena Petrenko (Bochum) und Anna Maria Spener (Paderborn)
Moderation: Hilde Hoffmann und Véronique Sina
11:15–11:45h: Kaffeepause
11:45–13:15h: Slot 2: Materialpräsentation & -diskussionen
mit Beiträgen von Sebastian Althoff (Paderborn), Hilde Hoffmann (Bochum) und Stephanie Willeke (Paderborn)
Moderation: Kalina Kupczyńska und Véronique Sina
13:15–14:00h: Mittagspause
14:00–15:00h: Slot 3: Materialpräsentation & -diskussionen
mit Beiträgen von Nele Feuring (Flensburg) und Asta von Mandelsloh (Berlin)
Moderation: Kalina Kupczyńska und Anna Maria Spener
15:00–15:15h: Kaffeepause
15:15–16:00: Comic-Projektvorstellung: „Verletzlich. Un/Sicherheit, Anti/Diskriminierung & Konflikt im Hochschulalltag nach dem 7. Oktober 2023“
mit Leslie Gauditz (Hamburg) und Anna Paßlick (Berlin)
Moderation: Véronique Sina
16:00–16:30h: Abschlussdiskussion

Weitere Infos zur Veranstaltung online unter:

Anmeldung und Teilnahme:
Die Teilnahme am Workshop ist ausschließlich nach vorheriger Anmeldung möglich. Zur Anmeldung senden Sie bitte eine formlose eMail mit dem Betreff „Anmeldung Workshop Dimensionen der Betroffenheit“, ggf. institutioneller Anbindung und/oder Funktion an: Sina@tfm.uni-frankfurt.deDeadline für die Anmeldung ist der 15. Juni 2026.
 

Förderung
Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Veranstaltungsort:
Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft
Universität Paderborn
Warburger Str. 100
33098 Paderborn
Deutschland

Konzeption & Organisation:
Dr. Kalina Kupczyńska| Universität Łódź
Dr. Véronique Sina | Goethe-Universität Frankfurt
Anna Maria Spener, M.A. | Universität Paderborn
Unter Mitwirkung von:
Miriam Maja Brost, B.A. | Goethe-Universität Frankfurt & Ruhr-Universität Bochum

Schlussakkord der Roland Faelske-Stiftung für Comic und Animationsfilm

Termin:
19.06.2026 - 20.06.2026

„Papier Pigment Pinsel : Pixel Prompt Prozessor: Interdisziplinäre Comicforschung im 21. Jahrhundert“

Nach über 15 Jahren wird die Roland Faelske-Stiftung ihr erfolgreiches Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der deutschsprachigen Comicforschung satzungsgemäß zum Jahr 2029 beenden. Die bisher geleistete Förderung wird mit einem ‚Schlussakkord‘ vom 19. – 20. Juni 2026 im Warburg-Haus in Hamburg gewürdigt und zugleich wird ein Ausblick auf die zunehmend interdisziplinäre Comicforschung gegeben.

Mit Beiträgen von Ole Frahm, Astrid Böger, Christina Meyer, Felix Giesa, Lukas R.A. Wilde und Nina Eckhoff-Heindl.

Veranstaltungstext:
„​
Konfrontiert mit digitalen Methoden der Langzeitarchivierung, Erschließung und Erforschung von analogen Comics und Animes als Teil unseres kulturellen Erbes steht die Comicforschung auch im deutschsprachigen Raum heute vor bislang ungeahnten Herausforderungen mit Chancen und Risiken. Wurden mit (semi-)automatisierter algorithmischer Bild- und Textanalyse mithilfe von Künstlicher Intelligenz bereits Experimente in der Forschung gemacht, werden nunmehr auch vermehrt – auf der Basis von sog. Generativer Künstlicher Intelligenz (GenAI) – proprietäre sowie frei verfügbare Open-Source-Werkzeuge für die Gestaltung und Produktion von Comics/Animes bereitgestellt. Dabei liegt die Hauptarbeit der digitalen Erfassung und Erschließung der Comic-Bestände in den deutschen Bibliotheken als auch in privaten Sammlungen noch weitgehend brach. Oftmals sind diese Bestände augenblicklich leider noch nicht einmal in – z.B. standardisierten und öffentlich zugänglichen – Katalogen erfasst. Dieses dringliche Desiderat erlaubt gerade der interdisziplinären Comicforschung erzwungenermaßen eine Denkpause, in der die theoretischen, methodischen, analytischhermeneutischen, ästhetischen, ökonomischen, ökologischen und ethischen Potenziale und Risiken der digitalen Erfassung, Erschließung, Analyse und Generierung mit Verfahren aus den Forschungsgebieten Deep Learning, Distant Reading, Big Data und Cloud Computing in den Vordergrund treten können, bevor uneinholbar Fakten geschaffen werden, die die Zukunft der deutschen Comicforschung tangieren. Anderthalb Jahrzehnte lang hat die Hamburger Roland Faelske-Stiftung die deutschsprachige Comicforschung im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt und begleitet. Durch die regelmäßige Verleihung des Roland Faelske-Preises für herausragende Dissertationen und Abschlussarbeiten konnte die Stiftung aus der Forschung heraus entstehende Impulse verstärken und in die Forschung zurückspielen. Vor ihrer satzungsgemäßen Auflösung setzt die Roland Faelske-Stiftung nun einen zukunftsweisenden Forschungsimpuls. Nach einem bilanzierenden Rückblick auf die zeitgenössische Comicforschung diskutieren Expertinnen und Experten einschlägiger Disziplinen in einem hochkarätig besetzten Workshop die Perspektiven, Chancen und Risiken einer digitalisierten Comicforschung für die nächste Dekade des 21. Jahrhunderts. Besonderes Augenmerk liegt auf der möglichen Rolle der Künstlichen Intelligenz im Kontext der visuellen Narration und wie diese Technologien neue Perspektiven auf die Bestände, Struktur und Interpretation von Comics eröffnen können. Der Workshop soll mittelfristig auch dazu beitragen, die Verbindung zwischen Comicforschung, Digital Humanities und Künstlicher Intelligenz auszuloten als auch neue fachübergreifende Kooperationen voranzubringen.“

Für den zweiten Veranstaltingsag ist eine Anmeldung bei der Roland Faelske-Stiftung erforderlich: rolandfaelske-stiftung@gmx.net.

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Ausstellung „William Shakespeare ‚The Tempest'“

Die Universitätsbibliothek Regensburg präsentiert in einer virtuellen Ausstellung die Graphic-Novel-Adaption von Shakespeares „The Tempest“, die als Publikation der Bibliothek selbst erschienen ist. Die Zeichnerin Nele Heaslip hat das späte Shakespeare-Stück mit den Mitteln der Graphic Novel neu erschlossen und ließ dabei Shakespeares Originaltext weitgehend ungekürzt, übersetzte ihn aber in eine eigenständige visuelle Inszenierung.
Die Ausstellung dokumentiert den Entstehungsprozess: von der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Stück über den Weg von der Idee zur fertigen Zeichnung bis zu Druck und Publikation. Ergänzt wird dies durch eine Leseprobe, einen Essay zur Graphic Novel als Medium sowie eine Vorstellung der Zeichnerin.
Zur virtuellen Ausstellung.