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Sonderausstellung ‘Herzliche Grüße aus dem Krieg’ in München

Termin:
16.10.2014 - 03.02.2015

Veranstaltertext:Herzliche Grüße aus dem Krieg

“2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Für das Valentin-Karlstadt-Musäum ist das Anlass zur Ausstellung „Herzliche Grüße aus dem Krieg“. Im Zentrum steht eine Graphic Novel von Uli Knorr. Ergänzt wird diese durch Archivalien und Zeugnisse aus dem Valentin-Karlstadt-Musäum. Durch Unterhaltung sollte das tägliche Grauen des Kriege verscheucht werden. Das spiegeln die hier überlieferten Dokumente wider.

Ein Fund auf dem Dachboden inspirierte den Comiczeichner Uli Knorr zu seinem Graphic-Novel-Projekt. Feldpostkarten seines Urgroßvaters aus dem Ersten Weltkrieg, adressiert an Frau und Kinder. Feldpostgrüße von der Westfront, die bereits ahnen lassen, dass der Soldat als verwundeter und seelisch gebrochener Mann aus dem Krieg zurückkehren wird.

Großprojektionen im Innenhof des Isartors tragen das Thema in den öffentlichen Raum.

Im Archiv des Valentin-Karlstadt-Musäums finden sich unvermutet Zeugnisse zum Ersten Weltkrieg. Meist kamen diese zufällig hierher, so zwei Alben aus dem Nachlass von M. Glas. Eines Tages wurden diese an der Museumskasse abgegeben mit einer Notiz „für Historiker und Sammler interessant“. Sie beinhalten sehr persönliche, nicht der Propaganda unterstellte Fotografien von hoher Qualität, Karten, Luftbildaufnahmen und Beschreibungen vom Einsatz in französisch Flandern und dem Rückzug nach Wolfratshausen. Dokumente von Gustl Koch, einem Mitstreiter Weiß Ferdls im „Platzl im Felde“ überließ sein Sohn August. Über 500 Feldpostkarten sammelte der Gründer des Valentin-Musäums Hannes König. Kürzlich gelangte der Nachlass von Ludwig Greiner, Freund wie Wegbegleiter von Karl Valentin und Zeichner an der Front hierher. Diese Quellen waren für uns Verpflichtung zu dieser Ausstellung anlässlich 100 Jahre Erster Weltkrieg.

In Kooperation mit der Bayerischen Landezentrale für politische Bildungsarbeit.
Unterstützt vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und der Saubande – Valentin-Karlstadt-Förderverein, e.V.”

Begleitprogramm:

“Weihnachten an der Front” von Jérôme Savary und Helmut Ruge
Szenische Lesung mit Andreas Mayer

7. November 2014, 19:00 Uhr
Valentin-Karlstadt-Musäum, München

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Ausstellungseröffnung “Holocaust im Comic”

Die vom Motiv_Ausstellung_mit DatumComicforscher und Kommunikationswissenschaftler Ralf Palandt zusammengestellte Wanderausstellung “Holocaust im Comic” wird am Donnerstag, 23. Oktober, in der Universitätsbibliothek Bochum um 18 Uhr eröffnet.

Ralf Palandt wird die Eröffnung mit dem Vortrag “(Ohn-)Macht und Hakenkreuz – Comics im Schatten der Zensur” einleiten.

Weitere Informationen:
http://www.holocaustimcomic-bochum.de/ausstellung/

CAMP – Neues Magazin ‘für Comic, Illustration und Trivialkultur’

CAMP_kleinSchon auf dem Comic-Salon Erlangen kündigte die Edition Alfons an, bald mit CAMP ein neues Magazin für den Comicfach- und Buchhandel zu veröffentlichen. Nun steht mit dem 12. November 2014 ein Erscheinungsdatum der ersten Ausgabe fest; auf einer neuen Homepage gibt es auch bereits Einblicke in Cover und Zuschnitt des Magazins.

Redaktionsangaben:
“Kann man sich mit Trivialem, insbesondere im Bereich der Comics, der Illustration, des Pulps oder der schönen Literatur auseinandersetzen, ohne gleich als »Fan« oder gar »Nerd« abgestempelt zu werden? Ist es überhaupt möglich, beim Umgang mit (beispielsweise) Abenteuer- und Liebesgeschichten oder nostalgisch verklärten Stoffen die nötige Distanz zu wahren und sich trotzdem als Connaisseur zu outen? Kann man einerseits gescheit und unterhaltsam, und andererseits feuilletonistisch sowie wissenschaftlich fundiert über Triviales schreiben, ohne überbordend akademisch zu wirken? Das neue Magazin CAMP stellt sich dieser Herausforderung. In der stetig anwachsenden Geek-Kultur, die sich vornehmlich im Internet wie ein Virus ohne Hilfestellung gebende Korrektiven ausbreitet, will CAMP Orientierung bieten und Wege beschreiten, um die Universitäten einen großen Bogen machen oder auf denen sich die Fanszene mit den stets gleichen Aufarbeitungsansätzen, unkritischen Texten und nichtigen Details verirrt.

Lassen Sie sich ein auf eine Reise in triviale Gefilde, in die Grenzbereiche zwischen Trash und Kitsch, auf eine Beschäftigung mit den schönen Dingen, die man als Kind und Teenager begeistert konsumiert hat und denen man als erwachsener Mensch mit heimlichem Vergnügen begegnet. Im November 2014 erscheint die Debütausgabe von CAMP, die neben Sekundärliteratur auch Comics bietet. Frankobelgische Klassiker stehen ebenso auf dem Programm wie US-amerikanische Zeitungscomics.”

Hier ein erster Blick auf das Inhaltsverzeichnis:
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