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Comic-Panel auf der DGAVL-Jahrestagung „Schrift und Graphisches im Vergleich“

Termin:
06.06.2017 - 09.04.2017

Vom 06. bis 09. Juni 2017 findet an der Ruhr-Uni in Bochum die XVII. Tagung der DGAVL (Deutsche Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft) statt. Ausgerichtet von Monika Schmitz-Emans und Linda Simonis fragt die Tagung unter dem Titel „Schrift und Graphisches im Vergleich“ nach den theoretischen Potentialen des Konzepts von „Graphismus“:

„Das Thema der Schrift und Schriftlichkeit hat im Fahrwasser der Arbeiten Jacques Derridas, Jack Goodys, Walter Ongs und Roland Barthes’ verstärkte Aufmerksamkeit erfahren und ist inzwischen zu einem nunmehr klassischen Gegenstand philologischer und kulturwissenschaftlicher Forschung geworden. Nachdem diese Thematik in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und Facetten mithin schon seit geraumer Zeit in unterschiedlichen disziplinären Kontexten diskutiert werden, verzeichnet sie in jüngster Zeit – nicht zuletzt vor der Folie medienanalytischer und wissenstheoretischer Forschungen (Bruno Latour, Gaston Bachelard, Hans-Jörg Rheinberger, Sibylle Krämer) – eine erneute Konjunktur. Das besondere, bis heute anhaltende Interesse dieser Problematik hat vor allem damit zu tun, dass sich mit ihrer Erforschung eine Reihe von systematischen Gesichtspunkten und Fragestellungen verbinden, die für unser Verständnis von Sprache und Literatur, ja von Kultur überhaupt grundlegend sind.“

Unter den zahlreichen Sektionen ist auch ein Comic-Panel vertreten (8. Juni, 11.30–13.00), das von Christian A. Bachmann unter dem Titel „Graphie im Comic“  moderiert wird.

Lukas R.A. Wilde (Tübingen):
„Graphische Intermedi(alität)en: Zum ‚Basismedium‘ der gezogenen Linie in Comic, Manga und Graphic Novel“

Maria Weilandt (Potsdam):
„‚… filling the emptiness … with writing‘: Unterschiedliche Ebenen von Schreiben und Schrift(lichkeit) in Craig Thompsons Habibi

Mara Stuhlfauth-Trabert (Düsseldorf):
„Das Reich der Schriftlichkeit – Überlegungen zu Shaun Tans The Arrival und Craig Thompsons Habibi

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Comic-Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017

Unsere Zusammenstellung und Archivierung aller comicrelevanten Lehrveranstaltungen im deutschsprachigen Raum hat für das Wintersemester 2016/17 viel positiven Zuspruch erfahren. Auch wenn das Sommersemester 2017 nun bereits in vollem Gang ist, möchten wir eine neue Zusammenstellung nun noch nachreichen. Wir danken allen unseren Mitgliedern und Freunden für Hinweise auf die folgenden elf Lehrveranstaltungen. Sie sind alphabetisch nach ihrem jeweiligen Ausrichtungsort angeordnet. Wenn Sie noch einen Kurshinweis ergänzt sehen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail mit allen relevanten Daten an die Webredaktion: redaktion@comicgesellschaft.de

Hier weiterlesen: Lehrveranstaltungen

Deutschlandfunk Nova-Podcast „Unsere Comics sind im Netz“

Am 13. Juni 2016 hat ComFor-Mitglied Björn Hammel am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen einen Vortrag zum Thema Webcomics gehalten: „Comics, Webcomics, Humor im Netz“ (Lukas R.A. Wildes angekündigter Beitrag musste kurzfristig ausfallen). Deutschlandfunk Nova besuchte die Veranstaltung und veröffentlichte nun am 14. Mai 2017 einen ca. einstündigen Podcast unter der redaktionellen Betreuung von Hans-Jürgen Bartsch. Der Beitrag kann frei heruntergeladen werden. Comicforscher und Künstler Hammel spricht dort detailliert über die Geschichte und Entwicklung von Webcomics, seine im Jahr 2014 entwickelte Typologie sowie über aktuelle Tendenzen des Mediums.

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Projektabschlussfeier „Workshop Comicjournalismus: Alphabet des Ankommens“

Termin:
20.05.2017 19:00 - 23:30

Vom 06. bis 12. März organisierte der Deutsche Comicverein unter der Leitung von Lilian Pithan (Journalistin) und Sascha Hommer
(Comiczeichner) sein bislang umfangreichstes Projekt, einen großen Workshop zum Thema Comicjournalism. In diesem Rahmen sind unter dem Titel „Alphabet des Ankommens“  zwölf Comicreportagen entstanden, die am 20. Mai 2017 auf einer eigens konzipierten Website (http://alphabetdesankommens.de) veröffentlicht werden. Dazu gibt es am kommenden Samstag zugleich eine Launch Party in der Neuen Nachbarschaft // Berlin Moabit (Beusselstraße 26, 19:00 – 23:30)

Veranstaltertext:

„Das ‚Alphabet des Ankommens‘ kombiniert Journalismus mit Comics, um das Thema Aus- und Einwanderung einmal anders anzugehen. H wie Herkunftsland, W wie Wahlheimat, A wie Auswanderung und E wie Exil: Journalist_innen und Zeichner_innen aus zehn verschiedenen Ländern berichten davon, wie Migration weltweit Menschen und Nationen prägt. Das Projekt „Alphabet des Ankommens“ wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert. Projektpartner sind die HAW Hamburg (Department Design) und die arabische Zeitung Abwab.

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Ausstellung „Denis Kitchen: Seltsam & Fesselnd“

Der Zeichner, Autor und Verleger ist einer der führenden Köpfe des Underground-Comix. Gemeinsam mit Robert Crumb und Gilbert Shelton revolutionierte er in den 60er und 70er Jahren das Medium durch Comics, die sich an eine erwachsene Leserschaft und gegen das Establishment richteten. Das Amerikahaus München zeigt eine von ihm selbst zusammengestellte Ausstellung.

im Rahmen des Comicfestivals München. Zur Veranstalterseite

Tagung „Comic/verfilmung und Religion“ in Graz

Termin:
24.05.2017 - 27.05.2017

Ende Mai findet an der Universität Graz die Tagung „Comic/verfilmung und Religion“ statt. Veranstaltet wird die Konferenz im Rahmen der internationalen Forschungsgruppe „Film und Theologie“. Am Freitag, den 26. Mai 2017, werden u.a. auch die ComFor-Mitglieder Barbara Eder und Martin Frenzel Vorträge halten.

Programm:

Donnerstag, 25. Mai 2017

  • 9:30 Uhr – Christian Wessely (Graz), „Geschichte und hermeneutische Spezifika der Comicverfilmung“
  • 11:00 Uhr – Gerwin van der Pol (Amsterdam): „Cultural and socio-psychological aspects of comic movie adaptations“
  • 13:30 Uhr – Freek Bakker (Utrecht), „Hanuman. Veränderungen im Hinduismus im Spiegel der Comicverfilmung“
  • 15:00 Uhr – Kathrin Trattner (Graz), „‚Für die sind wir fanatische Spinner‘. Bilder des Islam und Dekonstruktion von Orientalismen in Persepolis
  • 16:00 Uhr – Frank Stern (Wien), „Visualisierungen des Jüdischen im Comic“
  • 17:00 Uhr – Lisa Kienzl (Graz), „Antagonisten, Antihelden und die Suche nach Gott. Inszenierte Ambivalenz in Preacher

Freitag, 26. Mai 2017

  • 9:00 Uhr – Franz Winter (Graz), „Godzilla ist immer: Apokalypsen in der japanischen Manga- und Anime-Tradition“
  • 10:00 Uhr – Martin Frenzel (Darmstadt), „Die Shoah im Comic. Von Calvos „Die Bestie ist tot“ und Harvey Kurtzmans „Master Race“ bis Art Spiegelmans „Maus“. Über Erinnerungskultur durch grafisches Erzählen“
  • 11:15 Uhr – Barbara Eder (Wien), „Weltverlorenheit – Metaphysische (Re-)Volte und gnostisches Exil in Graphic Novels“
  • 16:00 Uhr – Panels
    • Gerold Wallner (Wien), „Die Religion der gallischen Kelten und ihre Darstellung durch René Goscinny“
    • Peter Häcker (Bielefeld), „Religiöse Bilder in Batman vs. Superman
    • Christian Romanek (Wien), „Comics und religiöse Bildungsarbeit“
    • Rainer Gottschalg (Salzburg), „Digitalisierung und „Post-Schöpfung“ in Ghost in the Shell (1995). Der japanische Animationsfilm: ein (theologisch-)anthropologischer Diskursort“
  • 17:00 Uhr – Präsentationen: Arbeitsprojekte an den Projektstandorten

Samstag, 27. Mai 2017

  • 9:00 Uhr – Theresia Heimerl (Graz), „Superheldinnen, weibliche Schurken und andere Frauen. Weibliche Geschlechter-stereotype und ihr subversives Potential in Comic-Verfilmungen“
  • 10:30 Uhr – Fabian Löckener (Münster), „Männliche (Super-)Heldenfiguren“
  • 11:30 Uhr – Patrick Bahners (München), „Das Paradigma des Antihelden“
  • 12:30 Uhr – Zusammenschau und Ende der Tagung

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Freie ICOM-Publikation: „Manga- und Comiczeichner im Dialog“

Der Interessenverband Comic e.V. (ICOM) entwickelte zur Kölner Comicmesse Intercom am 6. Mai 2017 die Herausgabe eines Kostenlos-Heftes, das zur Zusammenarbeit von Zeichnern verschiedener Stilrichtungen und Publikationsformen beitragen soll „漫画家の対話  [mangaka no taiwa]. Comiczeichner im Dialog“. Darin haben KünstlerInnen aus verschiedenen Bereichen und Szenen (wie Comic, Manga, Web- und Printpublikation) gemeinsam kurze Beiträge erstellt, die den Dialog dieser unterschiedlicher Kunstformen und -Genres thematisieren. Das 68 Seiten starke Ergebnis wurde von Burkard Ihme herausgegeben und enthält Beiträge von etwa 30 KünstlerInnen, darunter auch viele renommierte Namen wie Martina Peters oder Schlogger, ebenso wie Reflexionen von ComFor-Mitgliedern (Ihme selbst und Björn Hammel). Es kann komplett frei eingesehen und heruntergeladen werden. Mit dem Überthema „Comic und Manga“, den Gemeinsamkeiten und Unterschieden beider Sub-Gattungen und Szenen, wurde dabei sicher ein höchst relevanter Gegenstandsbereich ausgewählt.

Aus dem Vorwort des Herausgebers:
„Comic und Manga: ‚Comiczeichner im Dialog‘ – findet dieser Dialog nicht ständig statt, auf Messen, im Internet, bei regionalen Zeichnertreffen? Ja und nein. Denn wie der Ausschnitt aus dem Interview mit Kristina Gehrmann und Aussagen von Martina Peters (beide im COMIC!-Jahrbuch 2017) zeigen, ist der Austausch zwischen Vertretern der traditionellen Comicszene und der Mangaszene lange nicht so intensiv, wie man das zwischen Ausübenden des gleichen Handwerks erwarten könnte, was auch die Beobachtungen von Sonja Bieker … belegen. Das hatte anfangs sicher Gründe: Die deutsche Zeichnerszene entwickelte sich in den 70er und 80er Jahren und war geprägt durch Underground- und die frankobelgischen Erwachsenen-Comics aus MÉTAL HURLANT und [À SUIVRE], während die Manga Ende der 90er Jahre in Deutschland boomten, weil es ihnen gelang, ein junges und vor allem weibliches Publikum zu begeistern, aus dessen Reihen sich dann ebenso junge Zeichnerinnen rekrutierten. Doch 20 Jahre nach der Veröffentlichung von Sailor Moon und Dragonball in Deutschland, eine Frist, in der nicht nur die Zeichnerinnen erwachsener wurden, sollte es möglich sein, neben den Unterschieden der stilistischen Ausprägungen der Bilderzählung auch die Gemeinsamkeiten der Zeichnertätigkeit und
der beruflichen Interessen zu sehen. ‚Comiczeichner im Dialog‘ soll zum einen diesen Gedanken in die Welt tragen, und zum anderen Vertreter unterschiedlicher Genres und Traditionen zur Zusammenarbeit einladen.“

 
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