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Martin Schüwer-Publikationspreis

Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung 

Förderpreis, ausgeschrieben von der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) sowie der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM)

Die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) hat im Jahr 2026 zum achten Mal den Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung ausgelobt. Der Preis wird seit 2019 jährlich verliehen. Er fördert Wissenschaftler_innen, die, unabhängig von ihrem Lebensalter, noch keine unbefristete akademische Anstellung innehaben. Mit der Auszeichnung herausragender Veröffentlichungen aus dem Bereich der interdisziplinären Comicforschung soll der Publikationspreis zur nachhaltigen Sichtbarmachung, Förderung und Vermittlung comicbezogener Forschungsarbeit beitragen.

Der Preis ist nach dem 2013 viel zu früh verstorbenen Anglisten und Comicforscher Martin Schüwer benannt. Seine vor 18 Jahren erschienene Dissertation Wie Comics erzählen (2008) hat Neuland für die narratologische Comicforschung erschlossen und ist zu einem Standardwerk der deutschsprachigen Comicforschung geworden. Mit dieser und seinen weiteren Arbeiten zu Comics sowie zur Didaktik der englischsprachigen Literatur hat Martin Schüwer Maßstäbe für die Exzellenz, die Zugänglichkeit und die Reichweite gesetzt, die Publikationen in unseren Fächern erreichen können. Als Comicforscher wie als Mensch zeichnete er sich durch seine interessierte und offene Art im Umgang mit anderen aus. Gemeinsam, im Austausch und im Abgleich mit anderen wollte er sein Fach weiterbringen. Diesen Zielen widmen wir den Preis in seinem Namen.

Bisherige Preisträger_innen:

2026:

Lara Rößig: „Drawing in Circles: Feminized Labour in Autobiographical Comics and Cartoons on Instagram“.

sowie lobende Erwähnungen für
Emmy Waldman: „OXO, Spiegelman: Tic-Tac-Toe and the Art of Losing“.

→ zu ausführlichen Begründungen und Laudationes der Jury 2026

2025:

Charlotte J. Fabricius: „Drawing in Circles: Feminized Labour in Autobiographical Comics and Cartoons on Instagram“.

sowie lobende Erwähnungen für
Andrea Hoff & Wanda J. Kehewin: „Unravelling Time: Reading Temporal Shifts as Intergenerational Narrative Weaving in Wanda John-Kehewin’s Visions of the Crow„.

→ zu ausführlichen Begründungen und Laudationes der Jury 2025

2024:

Bruce Mutard: „From Giotto to Drnaso: The Common Well of Pictorial Schema in ‘High’ Art and ‘Low’ Comics“.

sowie lobende Erwähnungen für
Helene Bongers: „Frauendarstellungen in Catherine Meurisses ‚Moderne Olympia‘: Eine bande dessinée als feministische Kunst-Geschichte“.

→ zu ausführlichen Begründungen und Laudationes der Jury 2024

2023:

Anna Beckmann: „Strategies of Ambiguity: Non-binary Figurations in German-language Comics“.

sowie lobende Erwähnungen für
Christian Alexius: „Comicforschung und Filmwissenschaft: Wechselwirkungen ausgelassene Pfade und mögliche Wege in eine gemeinsame Interdisziplinarität“.
und
Johannes C.P. Schmid: „Cultural Genocide in Joe Sacco’s Paying the
Land„.

→ zu ausführlichen Begründungen und Laudationes der Jury 2023

2022:

Felipe Gómez: „Will it be possible? Apocalypse and Resistance in Latin American Graphic Novels“.

→ zu ausführlichen Begründungen und Laudationes der Jury 2022

2021:

Benoît Crucifix: „Drawing, Redrawing, and Undrawing“.

sowie lobende Erwähnungen für
Anne Rüggemeier: „Transformative List-making: Challenging Heteronormativity and Ableism in Ellen Forney’s Somatographies“.
und
Lukas R.A. Wilde: „Material Conditions and Semiotic Affordances: Natsume Fusanosuke’s Many Fascinations with the Lines of Manga“.

→ zu ausführlichen Begründungen und Laudationes der Jury 2021

2020:

Gesine Wegner: „Reflections on the Boom of Graphic Pathography: The Effects and Affects of Narrating Disability and Illness in Comics“.

sowie lobende Erwähnung für
Joanna Nowotny: „Repetition oder Revolution? Posthumane Identitätsentwürfe im Superheldencomic der Gegenwart“.

→ zu ausführlichen Begründungen und Laudationes der Jury 2020

2019:

Dorothee Marx (née Schneider): “The ‘Affected Scholar’. Reading Raina Telgemeier’s Ghosts as a Disability Scholar and Cystic Fibrosis-Patient”.

sowie lobende Erwähnungen für
Nina Eckhoff-Heindl :„Opazität und Transparenz: Überlegungen zum poietischen Potenzial in Chris Wares Comics und Animationen“
und
Lukas Etter
: „Visible Hand? Subjectivity and Its Stylstic Markers in Graphic Narratives”.

→ zu ausführlichen Begründungen der Jury 2019