Vorträge & Tagungen

Vortrag „Comics und Intersektionalität“ in Berlin

Am 7.3.2019 spricht ComFor-Vorsitzende Véronique Sina über „Comics und Intersektionalität“ im Rahmen des Veranstaltungsprogramms des Forschungsprojekts „Pathographics“ an der FU Berlin.

Veranstaltungsankündigung:
„Der Begriff der ‚Intersektionalität‘ hat Hochkonjunktur. Immer öfter ist sowohl im akademischen wie auch öffentlichen Kontext von ‚intersektionaler Perspektivierung‘, intersektionalem Denken‘ oder dem ‚Paradigma der Intersektionalität‘ die Rede. Doch was genau bezeichnet der abstrakte Begriff der Intersektionalität überhaupt? Was ist unter Intersektionalitätsforschung zu verstehen und wie kann eine intersektionale Comicanalyse aussehen? Diesen Fragen geht die Referentin anhand der exemplarischen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Differenzachsen wie etwa Gender, Sexualität und Dis/ability nach. So soll nicht nur das produktive Potenzial einer intersektionalen Perspektivierung für die Comicforschung aufgezeigt werden. Die Auseinandersetzung mit konkreten Beispielen soll außerdem veranschaulichen, inwiefern das Konzept der Intersektionalität ein nützliches Instrument darstellt, um die mediale (Re-)Produktion und Konstitution hegemonialer Differenz- und Machtverhältnisse im Medium Comic in den Blick zu nehmen und kritisch zu analysieren.“

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Symposium „Materialities of Comics“ in Aarhus

Vom 20. bis 22. Februar veranstalten die Nordic Summer University, das Centre for Literature Between Media und die School of Communication and Culture der Universität Aarhus (Dänemark) erstmalig ein Symposium zum Thema Materialität des Comics. In über 10 Panels, Diskussionen und Workshops werden Beiträge präsentiert, beispielsweise zur Materialität und Medialität des Superheldencomics oder des Comics in den sozialen Medien; ebenso finden sich Beiträge zur medialen Inszenierung und Repräsentation unter Anderem von Gender, Alter, Krankheit oder auch Erinnerung auf dem Tagungsprogramm. Die Keynotes werden von den ComFor-Mitgliedern Lukas R.A. Wilde und Christina Meyer gehalten. Darüber hinaus nehmen die dänischen Zeichner_innen Sofie Louise Dam, Signe Parkins, Rune Ryberg und Christian Skovgaard an einer abschließenden Diskussionsrunde Teil.

Veranstaltertext:

„In our first symposium, Materialities of Comics, we want to open up the physical body of comics and explore how they work in the material world around us. Comics creators today are experimenting with the materiality and mediality of comics to a high degree, but comics have always been material. The goal of this symposium is to investigate comics in a variety of material, medial, and historical contexts to expand our understanding of how comics as a medium works in our contemporary societies.“

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Vortrag „Superheroes with Disabilities“ in Tübingen

Am Dienstag, dem 5. Februar 2019 findet um 19:00 Uhr im d.a.i.-Saal des Deutsch-Amerikanisches Instituts Tübingen ein Vortrag von Prof. Elizabeth Wheeler über Superhelden mit Behinderung statt. Der Vortrag wird in Kooperation von der Lebenshilfe Tübingen e.V. und der Abteilung für Amerikanistik der Universität Tübingen organisiert.

Veranstaltertext:

„Comics waren eines der ersten Medien, die Menschen mit Behinderung als Vorbilder zeigten. Superheld/innen mit Behinderungen verkörpern die grundlegenden amerikanischen Werte. Mitte des 20. Jahrhunderts waren sie ein Zeichen von Originalität, wohingegen sie im 21. Jahrhundert zu einem Zeichen von Inklusion geworden sind. Der Vortrag zeigt unter anderem anhand von Bildern, wie die amerikanische Kultur in ihren Stärken auch viele Schwächen hat – genau wie alle Superheld/innen. Prof. Elizabeth Wheeler ist Associate Professor of English und Director of Disability Studies an der University of Oregon. Ihr Buch „HandiLand: Disability in Young Adult and Children’s Books“ erscheint im Herbst 2019. Sie hat derzeit die Ottilie Wildermuth-Gastprofessur an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen inne.“

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Workshop „COMICS/FANDOM“

Die AG Comicforschung und die AG Partizipations- und Fanforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) veranstalten am 28. und 29.03.2019 einen Workshop zum Wechselverhältnis zwischen Comic und Fandom.

Vier international besetzte Panels setzen sich mit den Themen „Platforms, Exchange, and Markets“, „Nostalgia, Ideology and Politics“, „Genre, Gender, and Marginalized Identities“ und „Comics Fandom and other (Sub)Cultures“ auseinander. ComFor-Mitglieder Vanessa Ossa und Véronique Sina sind gemeinsam mit Sophie Einwächter und Sven Stollfuß für die Organisation zuständig.

Veranstaltertext:

Considering how crucially comic book marketing depends on loyal customers, especially fans, and to how great an extent the ever-expanding franchises surrounding Marvel’s or DC’s comic worlds rely on user participation and fandom, it seems striking that the connection between Comics Studies and Fan Studies has hardly been explored in any great detail so far.

Is this because Comics Studies focus on the text and Fan Studies on its recipient? At least in Germany, Comics Studies have strong roots in (Comparative) Literary Studies, Art History, or Philology while Fan Studies are either grounded in Media and Cultural studies or in Sociology (focusing on individual and mass consumption practices or group phenomena).

In our 2019 Workshop on Comics/Fandom, we want to address possible overlaps and frictions between Comics Studies and Fan Studies.

Anmeldung: per Email bis zum 17. März 2019.

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Symposium „Motive von Angst und Wut – Emotionen im und um den Comic“ in Berlin

Das Berliner Comic-Kolloquium veranstaltet am 9. Februar 2018 ein Symposium zum Thema „Motive von Angst und Wut – Emotionen im und um den Comic“, an dem mit Tillmann Courth, Antje Knopf, Anke Marie Bock, Juliane Blank und Matthias Harbeck auch mehrere ComFor-Mitglieder teilnehmen. In insgesamt sieben Vorträgen werden die verschiedenen Formen von Angst und Wut im und um den Comic verhandelt.

Anmeldung: per Mail bis zum 2.2.2019 an comfor.berlin2014@gmail.com, Teilnahmegebühr von 5 EUR für Studierende und Arbeitslose, 10 EUR für alle anderen.

Veranstaltertext:

Wenn Verschwörungstheorien, Fremdenhass und das Schüren von Abstiegsängsten salonfähig geworden sind, wenn Protestwähler*innen und „Wutbürger*innen“ Wahlen und Politik maßgeblich beeinflussen, wenn Paketbomben an Politiker*innen verschickt werden, wenn Staaten ihre Grenzen „zumauern“, der Ruf nach „Recht und Ordnung“ wieder lauter wird und „befreundete“ Staaten um die Wette rüsten, wird deutlich, in welchem Maß Wut und Angst Motoren sozialer und politischer Veränderung sind.

Auch Unsicherheiten, Ängste und Abneigungen im privaten Bereich – in Zeiten der Individualisierung und „Achtsamkeit“ zunehmend ausgedrückt, inszeniert und analysiert – begründen das eigene Handeln, führen aber auch zu biografischen Brüchen und setzen Grenzen. Parallel dazu ist auch die „Handlung“ (im doppelten Sinne) in Geschichten oft ausgelöst (oder kulminiert zumindest) durch Gefühle der Wut oder Angst. Rachegelüste, Fluchtreflexe, Hass, die Suche nach dem Kick, Angst vor dem Tod und der Kampf mit den eigenen Dämonen sind Motive, die Figuren verändern und antreiben. […]

Das Berliner Comic-Kolloquium nimmt die aktuellen Debatten um Wut und Angst in der Gesellschaft zum Anlass, sich am 9. Februar 2019 mit den comicspezifischen Darstellungsformen dieser Emotionen, den Motiven von Wut und Angst im Comic, aber auch mit den von Comics ausgelösten Emotionen, der Manipulation der Leser*innen durch den Comic und durchaus auch mit der (vor nicht allzu langer Zeit noch sehr verbreiteten) Angst vor und Wut auf den Comic zu befassen.

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Vortrag und Diskussion „Und so geht es fort“ mit Anke Feuchtenberger

Am Montag, 21. 1. 2019, ist die Comickünstlerin Anke Feuchtenberger zu Gast an der Universität Wien für eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Und so geht es fort. Körper-Zeichen in Anke Feuchtenbergers Bilderzählungen“. Organisiert wird der Abend von den ComFor-Mitgliedern Marina Rauchenbacher und Katharina Serles im Rahmen ihrer Lehrveranstaltung „Körper-Zeichen. Gender und Diversität in deutschsprachigen Comics“; Studierende des Proseminars führen durch den Abend.

Veranstaltungsankündigung: 

„Anke Feuchtenbergers Arbeiten prägen die deutschsprachige Comic-Szene wesentlich. Ihre charakteristischen, aufwühlenden und gleichzeitig berührenden Zeichnungen und Bildergeschichten/Comics verhandeln immer wieder Themen wie Geschlechtergeschichte, Geschlechterrollen und -zugehörigkeiten, Körper, Sexualität und Identitätssuche. Anke Feuchtenberger wird über ältere und neuere Arbeiten sprechen und mit Studierenden des Proseminars Körper-Zeichen. Gender und Diversität in deutschsprachigen Comics diskutieren.“

Flyer

Workshop „Gendered Cultural Identities in Comics and Literature“

Termin:
24.01.2019 14:00-18:30

Im Rahmen des Graduiertenkollegs „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ an der Universität Bochum findet am 24. Januar 2019 der Workshop (Self-)Documentation, (Self-)Performance and (Self-)Constitution of Gendered Cultural Identities in Comics and Literature statt.
Die Veranstaltung – organisiert von Esra Canpalat und der ComFor-Vorsitzenden Véronique Sina – verspricht u. a. einen Zeichenworkshop, sowie Impulse und Diskussionen von und mit der Comickünstlerin Sarah Lightman und Béatrice Hendrich, Juniorprofessorin am Orientalischen Seminar der Universität zu Köln.

Veranstaltungsankündigung:
„Assuming that visual and literary representations should always be looked at in context of their cultural and socio-political background, the interdisciplinary workshop aims at analysing (auto-)biographical comics of Jewish artists and literary works by Turkish writers. By focusing on different kind of identity policies that are being evoked in textual/visual media, the workshop will shed light on the question how (self-)documentation, (self-)performance and (self-)constitution of gendered cultural identities are being inscribed in (auto-)biographical comics and Turkish literature and culture. Bringing together the drawn line and the written word, an emphasis will be placed on the question how gendered cultural identities are being constructed, documented and negotiated within different media constellations. By doing so, the workshop will examine various conceptions of identity and their (de-)construction in comics and literary texts, paying specific attention to mechanisms of hegemonic exclusion(s) as well as manifestations of heteronormative structures and allocations in both media.“

Anmeldung: per E-Mail bis zum 21.12.2018

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Vortrag „Die überzeichnete Brust im Medium Comic“ in Salzburg

Termin:
30.11.2018 11:00 Uhr

Am kommenden Freitag wird Véronique Sina (Universität zu Köln), 2. Vorsitzende der ComFor, an der Universität Salzburg einen Vortrag zum Thema „BAM, BOOBS, BANG – Die überzeichnete Brust im Medium Comic“ geben. Dieser eröffnet die öffentliche Ringvorlesung „Approaches in Popular Culture Studies“, eine Veranstaltungsreihe, die von Mitgliedern der Doctorate School PLUS „Popular Culture Studies“ der Universität Salzburg organisiert wird. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltertext:
„In der Tradition der Karikatur verhaftet, bedient sich das populärkulturelle Medium Comic einer ganz bestimmten selbstbezüglichen, abstrakten Repräsentationsästhetik, welche als ‚überzeichnete Reduktion’ verstanden werden kann. Im Comic sind Zeichnungen und Überzeichnungen von Körpern daher programmatisch. Im Rahmen ihres Vortrags setzt sich die Referentin mit der überzeichneten Repräsentation der weiblichen Brust im Comic auseinander. Anhand ausgewählter Beispiele verdeutlicht sie, dass die (über-)zeichnete Brust ein zentrales Attribut weiblicher Figuren und ihrer ‚unvermeidbaren’ Comickörper darstellt.“

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Tagung „In Wirklichkeit Animation“ in St. Pölten

Termin:
26.11.2018 - 28.11.2018

Nicht nur die genuine Comicforschung, auch verwandte Bereiche bieten interessante Schlaglichter auf das Medium: Am 26. bis 28. November findet an der Fachhochschule St. Pölten die inzwischen 4. Konferenz zur deutschsprachigen Animationsforschung statt, deren Tagungsthema auch für die Comicforschung relevante Beiträge und Diskussionen verspricht: unter dem Titel „In Wirklichkeit… Animation“ werden Fragen des Dokumentarischen und der Referenzialität des gezeichneten Bildes aufgeworfen, die sich mitunter auf das ‚Nachbarmedium‘ Comic übertragen lassen könnten.

Veranstaltertext:

„Wirklichkeit und Animation erscheinen im ersten Moment als Gegensatz: auf der einen Seite das Reale, Nicht-Mediale, Tatsächliche und Ursprüngliche und auf der anderen Seite das Fiktive, In-Bewegung-Gesetzte, Verwandelte und künstlich Gemachte.

Doch gerade aus diesem vermeintlichen Kontrast ergibt sich ein produktives Spannungsfeld: So setzen auch ‚realistische‘ und dokumentarische Formen vielfach Animationen ein, etwa im animierten Dokumentarfilm, in der Wissensvermittlung, im Lehr- und Gebrauchsfilm oder in animierten Infografiken. Realfotografische und animierte Elemente verbinden sich nicht nur in Film und Fernsehen, sondern auch in Online-Umgebungen und Augmented-Reality-Formaten zu Hybriden. Hinsichtlich virtueller Wirklichkeiten stellt sich außerdem die Frage, wie hyperrealistische Animationen und Effekte in der Postproduktion zu bewerten sind und ob die ausgestellte Künstlichkeit sichtbarer Animation nicht authentischer wirkt.

Die zunehmende Präsenz animierter Bilder im Alltag und die erhöhte Relevanz von Animation als mediales Meta-Phänomen wirft zudem die Frage auf, was alles ‚in Wirklichkeit Animation‘ ist, ohne von vornherein als solche thematisiert zu werden: Wie gehen wir mit der intermedialen Verbindung von Animation und anderen Künsten wie Malerei, Tanz oder Theater, dem Gebrauch animierter Elemente in der Alltagskommunikation sozialer Medien oder dem ambivalenten Verhältnis von Animation zum Auditiven um? Parallel dazu entwickeln sich die Animation Studies zu einem wachsenden interdisziplinären Forschungsfeld, dessen Stellenwert sich nicht nur im künstlerischen und medien-wissenschaftlichen Bereich, sondern auch in der industriellen Anwendung zeigt.“

Weitere Informationen sowie ein ausführliches Programm finden sich auf der Webseite der AG Animation.

Workshop „Hamburgs Geschichte im Comic?“ in Hamburg

Termin:
06.12.2018 14:00-18:00

Am 6. Dezember 2018 findet ein Workshop zu „Hamburgs Geschichte im Comic? Perspektiven für eine Visual History Hamburgs“ an der Universität Hamburg statt.
Die Veranstaltung – organisiert von ComFor-Mitglied Sylvia Kesper-Biermann, Thorsten Logge und Sabine Bamberger-Stemmann – richtet sich an Historiker_innen, Comicforscher_innen wie -künstler_innen, Lehrende und Studierende gleichermaßen. Isabel Kreitz (Illustratorin) und Robert Brack (Autor) werden aus der Praxis über ihre Graphic Novel „Rote Fahne, schwarzer Markt. Bruno Hansen und die Revolution in Hamburg“ sprechen. Ein fortführender Workshop zum Thema „Comic und Geschichte“ im Frühjahr 2019 ist geplant.

Veranstaltungstext:

„Comics sind ein wichtiges Medium nicht nur der Jugendkultur. Sie werden in unterschiedlichen Genres und Variationen in weiten Teilen der Gesellschaft rezipiert und verhandeln grundsätzlich alle denkbaren sozialen, historischen oder politischen Themen. Auch geschichtliche Ereignisse werden immer wieder Gegenstand von Comics, wie etwa der Holocaust in Art Spiegelmans „Maus“ oder der Erste Weltkrieg in den Arbeiten Jacques Tardis. 2018 erscheint anlässlich des 100. Jahrestages der Revolution von 1918/19 die Graphic Novel „Rote Fahne, schwarzer Markt. Bruno Hansen und die Revolution in Hamburg“ von Isabel Kreitz (Illustratorin) und Ronald Brack (Autor), die sich mit den lokalen Ausprägungen des revolutionären Geschehens in Hamburg befasst. Grund genug also, sich einmal grundsätzlich mit dem Comic als Medium der Geschichtsdarstellung zu befassen und die Möglichkeiten und Grenzen zu diskutieren, Hamburgs Geschichte im Comic zu erzählen.“

Anmeldung: per E-Mail an thorsten.logge@uni-hamburg.de

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