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Auslobung des Roland Faelske-Preis 2022

Heuer wird zum siebten Mal der ‚Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm‘ von der Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) der Universität Hamburg und der Roland Faelske-Stiftung ausgelobt. Der Preis wird alle zwei Jahre in zwei Kategorien vergeben (beste Magister-, Diplom-, Master- oder Bachelor- Abschlussarbeit, dotiert mit 1.000 Euro, und beste Dissertation, dotiert mit 3.000 Euro) und zeichnet Studierende und Promovenden mit herausragenden, deutsch- oder englischsprachigen Arbeiten aus dem Themenbereich ‚Comic‘ oder ‚Animationsfilm‘ aus.

Für die Zulassung zum Verfahren bedarf es der schriftlichen Empfehlung der fachwissenschaftlichen Betreuer_innen, einer kurzen schriftlichen Begründung, eines gedruckten und gebundenen Exemplars der Arbeit und ein tabellarischer Lebenslauf des/der Verfasser_in, die eidesstattliche Versicherung der Autorschaft, sowie die Kontoverbindung. Weiter muss eine DVD mit einem PDF der Arbeit, des Lebenslaufes und des Empfehlungsschreibens eingereicht werden.

Annahmeschluss ist der 01. Juli 2022, wobei Arbeiten, die vor dem 01. Ju li2020 begutachtet worden sind, nicht zugelassen sind. Alle Richtlinien finden Sie hier.

Informationen zur Arbeitsstelle für graphische Literatur der Universität Hamburg finden Sie hier.

ComFor-Mitglied Prof. Dr. Astrid Böger sowie Prof. Dr. Joan Kristin Bleicher können per E-Mail für weitere Auskünfte angefragt werden.

Publikationshinweis: Studien zur Geschichte des Comic

Studien zur Geschichte
des Comic

Bernd Dolle-Weinkauff, Dietrich Grünewald (Hgs.)

Ch. A. Bachmann Verlag
442 Seiten
zahlreichen, teils farbige Abbildungen
ISBN 978-3-96234-069-8
Verlagsseite

 

Kürzlich ist nun endlich auch der zweite Tagungsband erschienen, der auf die 10. ComFor Jahrestagung 2015 in Frankfurt zurückgeht. Nachdem der erste Tagungsband Beiträge zum Thema Geschichte im Comic: Befunde – Theorien – Erzählweisen (Hg. Bernd Dolle-Weinkauff, Ch. A. Bachmann Verlag, 2017) zusammenbrachte, widmet sich der zweite Band, herausgegeben von ComFor Ehrenmitgliedern Dietrich Grünewald und Bernd Dolle-Weinkauff, den Studien zur Geschichte des Comics.

„Die hier versammelten Studien zur Geschichte des Comic umfassen unterschiedliche Facetten historisch orientierter Comic-Forschung im weitesten Sinn. Neben Überblicksdarstellungen zu Epochen und längeren Zeiträumen finden sich Beiträge zu einzelnen Autorinnen und Autoren, Werken und Serien. Untersuchungen zu Frühformen haben ihren Platz neben Längsschnitten durch Entwicklungen der jüngsten Zeit. Gattungsent­wicklungen, Thematiken, Medien und Märkte sowie Schnittstellen der sequenziellen Bildgeschichte zu anderen Formen des erzählenden Bildes werden ebenso diskutiert wie Vermarktungsweisen und dezidiert antikommerzielle Tendenzen sowie Positionen der historischen Comic-Forschung selbst.
Die Beiträge bieten sowohl Neuentdeckungen von Werken und Details der Geschichte des Comic, wie die Herstellung von historischen Zusammenhängen. Sie geben Einblicke in neuere Comic-Kulturen – auch osteuropäischer und fernöstlicher Länder – und deren Bezüge zu internationalen Entwicklungen. Der Band bietet Ansichten einer zunehmend vielgestaltigen Welt der Grafischen Literatur, innerhalb derer einige der bislang aus der Sicht der westeuropäischen und US-amerikanischen Forschung eher randständigen Gebiete gegenüber den Zentren hervortreten.“

Inhalt:

  • Dietrich GRÜNEWALD: „Zur Frühgeschichte des Comic:
    Von der Illustrationsfolge zur autonomen Bildgeschichte“
  • Bernd DOLLE-WEINKAUFF: „Zur Vor- und Frühgeschichte der sequenziellen Bilderzählung in Deutschland 1835–1860“
  • Christian A. BACHMANN: „Transatlantische Motivwanderungen am Beispiel von Traumdarstellungen:Ein Beitrag zur Thematologie des frühen Comics“
  • Benedikt BREBECK: „Beiträge deutscher Zeichner zur Entwicklung des frühen Comic Strip in den USA“
  • Michael F. SCHOLZ: „‚Comics and Their Creators‘ (1942) -Zu den Anfängen der amerikanischen Comicforschung“
  • Nicolas SCHILLINGER: „Grenzen des Zeichenbaren: Geschichte und Comic in China nach 1949“
  • Jessica BAUWENS-SUGIMOTO: „A Short Overview of the History of Japanese Boys’ Love and Yaoi Manga“
  • Marie SCHRÖER: „Autobiografie im Comic: Geschichte/n, Varianten, Potentiale“
  • Véronique SINA: „‚It Ain’t Me Babe …‘:Zur Geschichte und Entwicklung feministischer Comics“
  • Nina MAHRT: „Mit allen Mitteln: Kriegsreportagen als Comics“
  • Hartmut BECKER: „Werbecomics der 1950er-Jahre: Eine Revue der Konsumwelten der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft“
  • Guido WEISSHAHN: „182 Variationen über ein Thema:Die Comicserie Knote und Karli als Beispiel für Zeitungscomics in der DDR“
  • Anna STEMMANN: „‚Der Schrecken, der die Nacht durchflattert‘:Darkwing Duck als Superheldenparodie“
  • Elizabeth ‚Biz‘ NIJDAM: „From Posters to Panels and Panels to Posters: Fluidity of Form in Feuchtenberger’s Comics and Graphic Art“
  • Arno METELING: „Der Vertigo-Effekt: Melancholie, Horror und Britishness in US-amerikanischen Comics um 2000“
  • Kalina KUPCZYNSKA: „Geschichte des autobiografischen Comics in Polen“
  • Brett E. STERLING: „Jenseits des Mainstreams: Zur Entwicklung der deutschsprachigen Comic-Produktion und ihrer avantgardistischen Strömungen seit 1980“
  • Lehel SATA: „Tendenzen im ungarischen Comic nach der Jahrtausendwende: Themen, Gestaltungstechniken, Wirkung“
  • Marco PELLITTERI: „Abriss einer Geschichte der Etablierung des Manga-Markts in ausgewählten europäischen Ländern“

Mitgliederbibliografie 2020 & 2021

Um einen Überblick über die Forschungsarbeit der Mitglieder der Gesellschaft für Comicforschung zu geben, tragen wir ab sofort einmal jährlich eine Bibliografie mit Monografien und Sammelbänden von ComFor Mitgliedern zusammen. Da die Bibliografie in diesem Beitrag erstmalig veröffentlicht wird, sind auch vereinzelte Einträge aus dem Vorjahr mit aufgelistet.

Sie haben Interesse daran, eine Rezension zu einem dieser Bände zu verfassen? Schreiben Sie eine Email an redaktion@comicgesellschaft.de und wir leiten Ihnen gerne Informationen zum Bezug von Rezensionsexemplaren der entsprechenden Publikation weiter. Rezensionen können auf unserer Website als Gastbeiträge der jeweiligen Verfasser_innen publiziert werden, auch Rezensionen von nicht-Mitgliedern!


Ahrens, Jörn (Hg.). Der Comic als Form: Bildsprache, Ästhetik, Narration. Ch. A. Bachmann, 2021.

Domsch, Sebastian, Dan Hassler-Forest und Dirk Vanderbeke (Hgs.). Handbook of Comics and Graphic Narratives. De Gruyter, 2021.

Eckhoff-Heindl, Nina, und Véronique Sina (Hgs.) Spaces Between: Gender, Diversity and Identity in Comics. Springer VS, 2020.

Etter, Lukas. Distinctive Styles and Authorship in Alternative Comics. De Gruyter, 2021.

Frahm, Ole, Hans-Joachim Hahn, Markus Streb (Hgs.). Beyond MAUS. The Legacy of Holocaust Comics. Böhlau 2021.

Giesa, Felix und Anna Stemmann (Hgs.). Comics & Archive. Ch. A. Bachmann, 2021.

Giesa, Felix, Markus Engelns und Ulrike Preußner (Hgs.). Comics in der Schule: Theorie und Unterrichtspraxis. Ch. A. Bachmann, 2021.

Grünewald, Dietrich. Abstrakt? Abstrakt! Abstraktion und Bildgeschichte. Ch. A. Bachmann, 2021.

Gundermann, Christine (Hg.). Zwischenräume: Geschlecht und Diversität in Comics. Ch. A. Bachmann, 2021.

Hausmanninger, Thomas. Religion als Kultur: Das Judentum und die jüdische Identität bei Joann Sfar. Ch. A. Bachmann, 2021.

Kupczyńska, Kalina, und Renata Makarska. Handbuch Polnische Comickulturen nach 1989. Ch. A. Bachmann, 2021.

Oppolzer, Markus. Reading Autobiographical Comics: A Framework for Educational Settings. Peter Lang, 2020. Open Access.

Palandt, Ralf (Hg.). Anne Frank im Comic. C.A. Bachmann, 2021.

Pohl-Otto, Karoline. Comics in Schule und Religionsunterricht: Vielfalt adressieren, Kompetenzen fördern, Unterricht verbessern. Vandenhoeck & Ruprecht, 2021.

Rauscher, Andreas, Daniel Stein, und Jan-Noël Thon (Hgs.). Comics and Videogames: From Hybrid Medialities to Transmedia Expansions. Routledge, 2021.

Stein, Daniel. Authorizing Superhero Comics: On the Evolution of a Popular Serial Genre. Ohio State University Press, 2021.

7. Comics Exchange „Filmische Comics | Comichafte Filme“

Termin:
20.05.2022 17:00 Uhr

Das Online-Diskussionsforum des 7. Comics-Exchange steht dieses Mal ganz im Zeichen der Korrelation von Comic und Film. Neben vier spannenden Präsentationen zu ausgewählten filmischen Comics bzw. comichaften Filmen, wird es am 20. Mai als besonderes Highlight auch ein Künstler_innengespräch mit Thomas von Kummant und Benjamin von Eckartsberg geben.

Hier der Ankündigungstext der Veranstalter_innen:

„Eine Nähe zwischen Comic und Film wird auch weitab von Verfilmungen (un)bekannter Comicstoffe (etwa im gegenwärtigen Superheld*innenkino), oder von Comicreihen zu erfolgreichen Streamingformaten (wie Stranger Things) beschworen. Diese Nähe betrifft Materialitäten des Zeichnens in Comics, Genrefragen, Zeichentrickfilme, VFX-Produktionen oder unterschiedliche Arten der Bewegungsdarstellung sowie das Verhältnis von Sequenzialität und Montage, Tableau und Splitscreens oder Comics und Storyboards.

Im siebten Comics-Exchange wollen wir Werke diskutieren, die sich diese Nähe auf kreative Weise zunutze machen, die Grenze zwischen Comic und Film verfließen lassen, und die das Filmische am Comic und das Comichafte am Film herausstellen.

Bei Comics-Exchange handelt es sich um ein digitales Diskussionsforum, das die AG Co­micforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) in Kooperation mit dem Berliner Comic-Kolloquium und der Österreichischen Gesellschaft für Comic-Forschung und -Vermittlung (OeGeC) veranstaltet. Comics-Exchange ist eine Plattform, die an Co­mics interessierten Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Journalist*innen, Lehrenden, etc. einen (digitalen) Raum zum informellen Austausch und zur Vernetzung bieten soll.“

Anmeldungen zur Veranstaltung sind bis zum 15. Mai 2022 über E-Mail an Björn Hochschild und Véronique Sina möglich.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Alle Infos zu Comics-Exchange gibt es auch online unter: COMICS-EXCHANGE – AG Comicforschung | GfM

Veranstaltungsankündigung: „Comicexpansion“ im Literarischen Colloquium Berlin

Termin:
19.05.2022 - 20.05.2022

Comicexpansion ist ein Projekt des Deutschen Comicvereins und des Literarischen Colloquiums Berlin. Tagsüber findet die nicht-öffentliche Fachkonferenz zum Thema „Perspektiven für die Comickultur“ statt und an beiden Konferenztagen wird abends ein öffentliches Programm angeboten. Zu den öffentlichen Veranstaltungen gibt es auch einen Livestream. Der nicht-öffentliche Programmteil richtet sich an ein Fachpublikum, das sich in den unterschiedlichen Workshops diversen, comicbezüglichen Themen widmet.

Wegen begrenzter räumlicher Kapazitäten ist für das öffentliche Publikum für die Abendveranstaltungen eine Anmeldung über die Website des lcb erforderlich. Für das Fachpublikum wird für die Workshops eine verbindliche Anmeldung zu den Workshops über beide Tage (Donnerstag 19. und Freitag 20. Mai) bis 02.04.2022 per E-Mail benötigt.

Die Teilnahme an der Konferenz und an den öffentlichen Abendveranstaltungen ist kostenlos.

Weitere Informationen finden Sie hier.