Magazin

Comics Methodology Workshop in Bern

Stephanie Hoppeler, Lukas Etter und Gabriele Rippl weisen auf einen Workshop an der Universität Bern hin, der sich auf die Diskussion von Methoden zur Comicanalyse und ihre Reflektion konzentriert. Weiterlesen

30 Jahre Interessenverband Comic e.V.

Am 22. März 2011 jährt sich zum 30. Mal die Gründung des Interessenverbandes Comic e.V. ICOM im Erlanger Kultur-Treff in der Helmstraße (BesucherInnen des Comic-Salons kennen die Räumlichkeit eventuell unter anderem Namen). Der ICOM ist eine feste Institution in der deutschen Comicszene „um den über das gesamte Bundesgebiet verstreuten Zeichnern und Autoren ein Forum zum Austausch von Meinungen und Informationen zu geben und so deren berufliche Situation zu verbessern“. Seit 1996 wird der Verband von unserem ComFor-Kollegen Burkhard Ihme geleitet, der seit 1981 als Gründungsmitglied die Entwicklung des ICOM begleitet hat. Seit 2000 gibt der ICOM das Comic! Jahrbuch heraus, das nicht nur interessante Einblicke in die Praxis der ComiczeichnerInnen und –verlegerInnen gewährt, sondern auch viele Aufsätze aus der Comicforschung veröffentlicht. Die ComFor gratuliert von ganzem Herzen und wünscht weiterhin gutes Gelingen.

Luzern: Sachcomics — gut gemeint oder gut gemacht?

Bereits seit zwei Jahren widmet sich eine Forschungsgruppe um Urs Hangartner an der Design & Kunst – Hochschule in Luzern Sachcomics aus den verschiedensten Wissensbereichen. Auf einem Symposium am 10. April sollen nun die Ergebnisse der Arbeit vorgestellt werden. Weiterlesen

Wettbewerb: „Knackiger Text“ für das ComFor-Tagungsmotiv gesucht

Vor einigen Jahren hat der bekannte Illustrator und Comic-Zeichner Gabriel Nemeth (u.a. „Willi Wurm und seine Freunde“ in medizini) seine Zelte in Passau aufgeschlagen. Also in der Stadt, in der die Gesellschaft für Comicforschung auf Einladung des Lehrstuhls für Computervermittelte Kommunikation (CvK) im November ihre 6. Jahrestagung veranstalten wird. Die Vorträge werden das Thema „Reportagecomics / Dokumentarische Comics / Comicbiographien“ behandeln. Mehr über CvK erfährt man auf ihrer Facebook-Seite.

Für die Tagung wurde auf Basis des Passauer Stadtwappens, dem roten Wolf, ein Logo entwickelt und für die darin integrierte Sprechblase wird noch nach einem „knackigen Text“ gesucht. Der witzigste Spruch im Zusammenhang mit dem Tagungsthema soll mit dem Comic „CASTRO“ von Reinhard Kleist prämiert werden. Wer mitmachen möchte findet alle weiteren Infos in Nemeths Blog Zeichenmaschine. Wir wünschen allen viele gute Einfälle.

Golden Age Comics zum kostenlosen Download

BlackCatCoverSowohl Comics im Internet als auch Informationen zu Comics im Internet nehmen schon seit Jahren ein unüberschaubares Maß an. Daher wird die Redaktion von nun an hin und wieder mit kurzen Beiträgen auf Seiten aufmerksam machen, die uns als besonders gelungen oder für den Comicforscher als besonders interessant erscheinen. Neben diesen Posts werden wir allerdings häufiger in kurzen tweets Hinweise posten. Weiterlesen

Comic-Bibliotheken in Deutschland

Wer Comicforschung betreibt, braucht für seine wissenschaftliche Arbeit nicht nur die Comic-Sekundärliteratur, sondern vor allem auch Comics, denn sie sind ja der Forschungsgegenstand. Doch während etliche Werke der Forschungsliteratur in Universitäts- und Stadtbibliotheken zu finden sind, sieht es dort mit der Primärliteratur, den Comics selbst, sehr düster aus. Immerhin gibt es drei Institutionen in Deutschland, die seit längerem gezielt versuchen, deutschsprachige und zum Teil auch internationale Comics zu sammeln und bereitzustellen. Sie werden hier kurz vorgestellt. Das Fehlen einer eigenständigen, auf Komplettierung ausgerichteten und mit ausreichenden Geldmitteln ausgestatteten Comic-Bibliothek, an der SammlerInnen und ForscherInnen aus verschiedenen Disziplinen mitwirken, bleibt jedoch weiterhin eine offene Wunde für die wissenschaftlichen Beschäftigung mit Comics.

Die Bédéthek der Arbeitsstelle für Graphische Literatur an der Universität Hamburg

Die Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) an der Universität Hamburg hat vor kurzem den Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm verliehen. „Ihr Forschungsinteresse gilt den verschiedenen Aspekten der Graphischen Literatur: Es reicht von der Ästhetik der Comics bis zur Geschichte der Graphischen Literatur im 20. Jahrhundert, von ihrer allgemeinen Vorgeschichte bis zur Analyse einzelner Werke.“ 1990 gegründet, baute die ArGL von Anfang an eine „Bibliothek für Primär- und Sekundärliteratur zum Thema Graphische Literatur (Bédéthek)“ auf, „deren Umfang mittlerweile bei über 25.000 Medieneinheiten liegt“. Die Sekundärliteratur der ArGL-Sammlung ist in dem online zur Verfügung stehendem Katalog der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky eingearbeitet worden und abrufbar. Bei entsprechenden Werken findet man den Standorthinweis „Graphische Literatur“. Die Primärliteratur soll im Laufe des Jahres folgen.

Infos zur Arbeitsstelle für Graphische Literatur
Infos zur Bédéthek

Das Comic-Archiv des Instituts für Jugendbuchforschung an der Goethe Universität Frankfurt a.M.

Das 1963 gegründete Institut für Jugendbuchforschung an der Goethe Universität Frankfurt a.M. verfügt über ein Comic-Archiv als eine von mehreren Spezialsammlungen. Der Ursprung der Sammlung geht zurück auf das Deutsche Jugendschriftenwerk (DJW), das in den 1950/60er Jahren mittels „publikumswirksam inszenierten Vernichtungsaktionen von Comic-Heften auf Scheiterhaufen oder in ‚Schmökergräbern’“ einen „Kampf gegen das triviale Jugendschrifttum“ führte und „dem frisch gegründeten Institut für Jugendbuchforschung seine Schundkampfbeute als Studienmaterial anbot“. Dr. Bernd Dolle-Weinkauff hat im Aufsatz „Vom Kuriositätenkabinett zur wissenschaftlichen Sammlung“ (2005) die Geschichte des Archivs aufgezeichnet und zählte „etwa 50 000 Medieneinheiten“. Elektronische Kataloge des Comic-Archivs stehen vor Ort an Terminals im Lesesaal der Bibliothek für Jugendbuchforschung zur Verfügung. Dies betrifft auch die Sammlung von Artikeln und Beiträgen zum Thema Comic aus der Presse und Fachzeitschriften, die in letzter Zeit verstärkt erschlossen wurde und derzeit etwa 3.000 Einträge aufweist. Die Datenbanken „Fachliteratur Kinder- und Jugendliteraturforschung 1994-2000″ und „Sekundärliteratur der Bibliothek für Jugendbuchforschung“ waren bislang über den BISMAS-Server der Universität Oldenburg online einsehbar. Der Server wurde jedoch zum 01.01.2011 stillgelegt. Das Institut arbeitet derzeit an der Daten-Konvertierung in ein aktuelles System, das es in absehbarer Zeit erlauben soll, diese Datenbanken wieder im Internet anzubieten.

Infos zum Institut für Jugendbuchforschung
Infos zum Comic-Archiv (Bernd Dolle-Weinkauff in Imprimatur Neue Folge 19 2005, 209-224. pdf-Datei 466KB)

Die Comic-Bibliothek Renate in Berlin

Seit 1992 kann man in der Berliner Comic-Bibliothek Renate „Comics lesen, leihen oder selbermachen“. Mit anderen Worten, vor Ort sind nicht nur 15.000 Comics und Sekundärliteraturbände zugänglich, sondern es finden auch kontinuierlich Comic-Zeichenkurse und –Ausstellungen statt. „Die Bibliothek hat sich zur Aufgabe gemacht, das Medium Comic, seine Spezialitäten und seinen Reichtum bekannter zu machen und allen interessierten Lesern den Zugang dazu zu ermöglichen.“ Zur Unterstützung wurde 2006 der gemeinnützige Trägerverein Renate Comic e.V. gegründet. Auf den Internetseiten der Bibliothek sind u.a. Links zur Geschichte der Institution, zur Beschreibung des Sammelgebiets und zu einem Online-Katalog zu finden. Dieser OPAC-Katalog (BIBIS/LMS) enthält aktuell „ca. 1500 Fachartikel aus Fachzeitschriften (vorwiegend ‚The Comics Journal‘), insgesamt über 4000 Einträge,“ die kontinuierlich dank der Mitarbeit von BibliotheksnutzerInnen ergänzt werden. Für die Zukunft geplant sind u.a. „die Vernetzung des OPAC in einem Berliner Verbundkatalog“ und eine „verstärkte Zusammenarbeit mit Forschungs- und Lehreinrichtungen“.

Startseite von Renate
Infos zur Comic-Bibliothek

(Ralf Palandt)

Comic-Bibliotheken in Deutschland Teil 4

Die Comic-Bibliothek Renate in Berlin

Seit 1992 kann man in der Berliner Comic-Bibliothek Renate „Comics lesen, leihen oder selbermachen“. Mit anderen Worten, vor Ort sind nicht nur 15.000 Comics und Sekundärliteraturbände zugänglich, sondern es finden auch kontinuierlich Comic-Zeichenkurse und –Ausstellungen statt. „Die Bibliothek hat sich zur Aufgabe gemacht, das Medium Comic, seine Spezialitäten und seinen Reichtum bekannter zu machen und allen interessierten Lesern den Zugang dazu zu ermöglichen.“ Zur Unterstützung wurde 2006 der gemeinnützige Trägerverein Renate Comic e.V. gegründet. Auf den Internetseiten der Bibliothek sind u.a. Links zur Geschichte der Institution, zur Beschreibung des Sammelgebiets und zu einem Online-Katalog zu finden. Dieser OPAC-Katalog (BIBIS/LMS) enthält aktuell „ca. 1500 Fachartikel aus Fachzeitschriften (vorwiegend ‚The Comics Journal‘), insgesamt über 4000 Einträge,“ die kontinuierlich dank der Mitarbeit von BibliotheksnutzerInnen ergänzt werden. Für die Zukunft geplant sind u.a. „die Vernetzung des OPAC in einem Berliner Verbundkatalog“ und eine „verstärkte Zusammenarbeit mit Forschungs- und Lehreinrichtungen“.

Startseite von Renate
Infos zur Comic-Bibliothek

(Ralf Palandt)