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„Die Großväter des Comics – Wilhelm Busch und Rodolphe Toepffer“

Termin:
21.01.2017 - 01.05.2017

Der Schweizer Rodolphe Töpffer veröffentlichte ab den 1830er Jahren Bildergeschichten, die mit ihrer karikaturenhaften Darstellung und der Aufteilung in einzelne Panels wichtige Elemente des Comics vorwegnahmen. Goethe urteilte begeistert: „Es ist wirklich zu toll! Es funkelt alles von Talent und Geist!“ Die bekannteren Bildergeschichten von Wilhelm Busch bestechen durch die reduzierte Zeichnung, ihre neuartige Darstellungen von Bewegung und die Verwendung von Lautmalereien. Beide Künstler gelten zu Recht als die Großväter des Comics.

Ausstellungseröffnung am Fr., 20.1.2017

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Letzter Post 2016

Peanuts New Year
Wie jedes Jahr verabschiedet sich die Redaktion der Gesellschaft für Comicforschung hiermit für eine kurze Feiertagspause. Wir wünschen allen unseren Mitgliedern und Freunden einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2017 mit vielen spannenden Leseerlebnissen. Ab dem 9. Januar 2017 sind wir wieder mit regelmäßigen Neuigkeiten zur Comicforschung zurück. Wie gewohnt werden wir das Jahr dann erneut mit einigen Primärliteratur-Leseempfehlungen von ComFor-Mitgliedern eröffnen.
Frohe Feiertage,

Alexandra Hentschel, Julia Ingold, Ulrich Koch, Laura Oehme & Lukas Wilde

Studierendenkonferenz „The Bodies of Superheroes“ in Siegen

Termin:
21.01.2017 - 21.01.2017

poster_studikonferenz_siegenIm vorletzten Post diesen Jahres freuen wir uns noch eine Studierendenkonferenz zum Thema „Made of Flesh and Blood: The Bodies of Superheroes“ ankündigen zu können. Diese wird am 21. Januar 2017 an der Universität Siegen stattfinden und durch Keynote-Vorträge der ComFor-Mitglieder Daniel Stein (Siegen) und Véronique Sina (Köln) ergänzt werden.

Pressetext:

„Ursprünglich nur in Comics zu finden, aber heute auch auf den großen Leinwänden: Superhelden. Von Batman über Ironman und Wonder Woman bis hin zu The Avengers – aus der Populärkultur sind Superhelden nicht mehr wegzudenken. Aber welche Rolle spielen die Körper von Superhelden? Wie wurden sie früher
dargestellt und wie werden sie heute portraitiert? Diesen Fragen stellen sich Vertreterinnen und Vertreter der Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Siegen im Rahmen der Studierendenkonferenz Made of Flesh and Blood: The Bodies of Superheroes am 21. Januar 2017 (10-16 Uhr, Graduierten Lounge). Die einzelnen Vorträge sollen das Thema dabei aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Besondere
Schwerpunkte liegen dabei auf Gender, Race und Disability. Die Keynote-Vorträge werden von Daniel Stein (Siegen) und Véronique Sina (Köln) gehalten.“

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Die neue ComFor-Redaktion stellt sich vor

Nach langen Jahren der ComFor-Redaktionsarbeit verabschieden wir uns von Nina Heindl (Köln), die sich neuen Herausforderungen zugewandt hat. Nina hat uns nicht nur seit November 2013 über deutschsprachige und internationale Call for Papers auf dem Laufenden gehalten und zahlreiche ComFor-Kolumnen für Comicforum.org verfasst, sondern die gemeinsame Redaktionsarbeit auch überaus angenehm gemacht. Da unser Team sich im gleichen Zug aber auch über Verstärkung freuen kann, wollen wir die Gelegenheit nutzen, Ihnen und euch kurz die neue ComFor-Redaktion vorzustellen.

Alexandra HentschelAlexandra Hentschel:

Ich bin seit Februar 2013 Museumsleiterin des Erika-Fuchs-Hauses | Museum für Comic und Sprachkunst. Zum Comic bin ich als Quereinsteigerin gekommen. Ursprünglich bin ich Kulturwissenschaftlerin (Studium in Göttingen, Paris und Hamburg mit Zusatzqualifikation Museumsmanagement), promoviert habe ich über bürgerschaftliches Engagement im Museum. Zuletzt war ich in Hamburg am Kindermuseum und als Dozentin für Museumsmanagement/Museumsgeschichte tätig. Als Museumsleiterin eines Comicmuseums finde ich es faszinierend, wo nun überall Comicausstellungen gezeigt werden, weshalb ich gern diesen Bereich übernehme.

Julia IngoldJulia Ingold:

Ich habe Französisch, Kunst­geschichte und Germanistik in Hamburg, Paris und Kiel studiert. Meine Bachelor­arbeit ver­fasste ich zum Thema Zeichentheorie und Poetik in Craig Thompsons »Habibi«. Im Wintersemester 2015/16 lehrte ich als Gastdozentin am Department of German der University of Mumbai. Nun promoviere ich über Else Lasker-Schüler am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien in Kiel, wo ich seit dem Wintersemester 2016/17 an der Lehre beteiligt bin. Ich wohne aber die meiste Zeit in Fürth und lehre ab dem Sommersemester 2017 auch an der FAU Erlangen-Nürnberg. Ich freue mich, Sie und euch ab jetzt über Comic-CfPs auf dem Laufenden zu halten!

Ulrich KochUlrich Koch:

Ich, Jahrgang 1966, habe Deutsche Sprache und Literatur, Deutsche Geschichte und Politische Wissenschaften an der Universität Köln studiert. Im zarten Alter von gerade mal 6 Jahren wurde ich durch die erste Begegnung mit einem Comic von der Leidenschaft für die bunte und phantastische Welt der Comics erfasst, die ungebrochen bis heute anhält. Als begeisterter Comicleser und -sammler sowie auch Krimifan habe ich dementsprechend meine Examenasarbeit im Fachbereich Germanistik zum Thema Der Comic-Detektiv. Eine genretypologische Analyse von Detektion im Bild-Zeichen-System gezeichneter Kriminalerzählungen verfasst. Das Subgenre Krimi-Comics gehört nach wie vor zu meinen Comic-Arbeits- und Themenschwerpunkten. Daneben halte ich verschiedentlich öffentliche Vorträge über Comics, unterrichte Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den faszinierenden Darstellungsweisen, Themengebieten sowie historischen wie inhaltlichen Spezifika der Gattung Comic. Meine redaktionelle Tätigkeit im Rahmen der ComFor umfasst die Betreuung der Socialmedia-Plattformen Facebook und Twitter, um die Wissenschaft vom Comic einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mein Lieblings-Comic-Zitat lautet übrigens: »Hü, Blitz! Hü, Donner, Hü…äh…Dingsda! Nanu, ich dachte, ich kenne alle Gäule von Wells Fargo?« 😀

Laura OehmeLaura Oehme:

Ich promoviere seit 2012 an der Universität Bayreuth zum Thema Risk Technologies and Global Catastrophe in Contemporary American Graphic Narrative. Im Rahmen dessen war ich dieses Jahr für einen Archivaufenthalt in Kalifornien an der UC Riverside und durfte tagein, tagaus Science Fiction-Comics lesen. Durch meine Dissertation liegt mein aktueller Forschungsschwerpunkt eben bei amerikanischen Science Fiction-Comics und wie diese globale, katastrophale Risiken (»global catastrophic risk«) verhandeln. Ich promoviere in der Amerikanistik und habe in Bayreuth bereits zwei Lehrveranstaltungen (inkl. abschließendem Workshop) zum Thema Comics veranstaltet. In der ComFor-Online-Redaktion bin ich nun schon seit 2014 aktiv und gestalte mit Lukas Wilde zusammen die regelmäßigen Wochen-Posts.

Lukas R.A. WildeLukas R.A. Wilde:

Medienwissenschaftler an der Universtät Tübingen und seit September 2013 Mitglied des ComFor-Medaktionsteams. Meine Magisterarbeit (Studium Medienwissenschaft, Japanologie und Philosophie) drehte sich bereits um das Webcomic XKCD. Seither war ich hauptsächlich mit einer Dissertation zur ›Mangaisierung‹ öffentlicher Räume in Japan und der Implementierung von ›Figuren‹ (kyara) in funktionaler Kommunikation beschäftigt. Ich bin nun Mitarbeiter am Lehrstuhl Medieninnovation & Medienwandel der Tübinger Medienwissenschaft und Dozent im International & European Studies Program. In der ComFor-Redaktion führe ich die Korrespondenz, verfasse ComFor-Kolumnen und gestalte mit Laura zusammen die regelmäßigen Wochen-Posts. Insbesondere der Publikations-Monitor liegt mir besonders am Herzen, für den ich versuche, halbwegs den Überblick über comic-relevante Forschungsliteratur auf Englisch und Deutsch zu behalten. Man muss wohl sagen: erfreulicherweise wird es jährlich schwieriger! Mehr Infos finden sich unter lukasrawilde.de.

Monitor 29: Neue Publikationen 2016

Im Monitor werden in unregelmäßigen Abständen aktuelle Publikationen aus den letzten 6 Monaten vorgestellt, die für die Comicforschung relevant sein könnten. Die kurzen Ankündigungstexte dazu stammen von den jeweiligen Verlagsseiten. Haben Sie Anregungen oder Hinweise auf Neuerscheinungen, die übersehen worden sind und hier erwähnt werden sollten? Das Team freut sich über eine Mail an redaktion@comicgesellschaft.de. -> Zu früheren Monitoren.

Muslim Superheroes

Muslim Superheroes:
Comics, Islam, and Representation

A. David Lewis und Martin Lund (Hrsg.)
Harvard University Press
220 Seiten
ISBN 978-0-6749-7594-1 (Paperback)
~€ 22,50
Juli 2016

Verlagsseite
The roster of Muslim superheroes in the comic book medium has grown over the years, as has the complexity of their depictions. Muslim Superheroes tracks the initial absence, reluctant inclusion, tokenistic employment, and then nuanced scripting of Islamic protagonists in the American superhero comic book market and beyond. This scholarly anthology investigates the ways in which Muslim superhero characters fulfill, counter, or complicate Western stereotypes and navigate popular audience expectations globally, under the looming threat of Islamophobia. The contributors consider assumptions buried in the very notion of a character who is both a superhero and a Muslim with an interdisciplinary and international focus characteristic of both Islamic studies and comics studies scholarship. Muslim Superheroes investigates both intranational American racial formation and international American geopolitics, juxtaposed with social developments outside U.S. borders. Providing unprecedented depth to the study of Muslim superheroes, this collection analyzes, through a series of close readings and comparative studies, how Muslim and non-Muslim comics creators and critics have produced, reproduced, and represented different conceptions of Islam and Muslimness embodied in the genre characters.

The Child Savage, 1890–2010

Translation and Comics:
Special Issue of TranscUlturAl (8.2)

Chris Reyns-Chikuma und Julie Tarif (Hrsg.)
University of Alberta Press
204 Seiten
ISSN 1920-0323
November 2016

Verlagsseite
The central position the translation of comics and translated comics have come to occupy in the cultural space call for further study. With this special issue of TranscUlturAl, we are hoping to initiate an interdisciplinary dialogue between “traditional” literary translation studies and audiovisual translation studies on one hand, and between translation studies and comics studies on the other hand. Translation and translation studies can benefit from comics studies in the sense that the latter can open new perspectives about translation (for instance, emphasizing new types of constraints) and help in improving the translation of comics, and it is our belief that translation studies can be beneficial to comics studies, given that it highlights some specificities of the comics medium and art. (aus der Introduction)

Movie Comics

Movie Comics:
Page to Screen/Screen to Page

Blair Davis
Rutgers University Press
256 Seiten
ISBN 978-0-8135-7225-3 (Paperback)
~$ 27,95
November 2016

Verlagsseite
Movie Comics is the first book to study the long history of both comics-to-film and film-to-comics adaptations, covering everything from silent films starring Happy Hooligan to sound films and serials featuring Dick Tracy and Superman to comic books starring John Wayne, Gene Autry, Bob Hope, Abbott & Costello, Alan Ladd, and Dean Martin and Jerry Lewis. With a special focus on the Classical Hollywood era, Blair Davis investigates the factors that spurred this media convergence, as the film and comics industries joined forces to expand the reach of their various brands. While analyzing this production history, he also tracks the artistic coevolution of films and comics, considering the many formal elements that each medium adopted and adapted from the other. As it explores our abiding desire to experience the same characters and stories in multiple forms, Movie Comics gives readers a new appreciation for the unique qualities of the illustrated page and the cinematic moving image.

Deutsche Comicforschung 2017

Jahrbuch Deutsche Comicforschung 2017

Eckart Sackmann (Hrsg.)
Patrimonium
144 Seiten
ISBN 978-3-89474-293-5 (Hardcover)
~€ 39,00
Dezember 2016

Verlagsseite
Inhalt:
– Comics – vom Schimpfwort zum Lehnwort
– Rinaldo Rinaldini als Comic-Held
– Lothar Meggendorfer – der Verwandlungskünstler
– Antisemitische Bildergeschichte der Kaiserzeit: „Das Lied vom Levi“
– Johannes Thiel – Geschichten aus dem Zwergenland
– Die Wespe und die Schwaben von der Donau
– Gerhard Brinkmann: „Mickey Mouse“ von 1942
– KASCH – Kurt Ludwig Schmidt
– Wie es knallt und wie es pufft! „Gaby, das Atommädchen“
– „Die spannendste Geschichte unserer Zeit“ – die Adenauer-PR
– „Asterix“ – ein unbesiegbarer Gallier kommt über den Rhein
– Der 1. Deutsche Comic-Congress Berlin 1973

Captain Marvel and the Art of Nostalgia

Captain Marvel and the Art of Nostalgia

Brian Cremins
University Press of MIssissippi
256 Seiten
ISBN 978-1-4968-0876-9 (Hardcover)
~$ 65,00
Dezember 2016

Verlagsseite
The saga of Captain Marvel is also that of artist C. C. Beck and writer Otto Binder, one of the most innovative and prolific creative teams working during the Golden Age of comics in the United States. While Beck was the technician and meticulous craftsman, Binder contributed the still, human voice at the heart of Billy’s adventures. Later in his career, Beck, like his friend and colleague Will Eisner, developed a theory of comic art expressed in numerous articles, essays, and interviews. A decade after Fawcett Publications settled a copyright infringement lawsuit with Superman’s publisher, Beck and Binder became legendary, celebrated figures in comic book fandom of the 1960s. What Beck, Binder, and their readers share in common is a fascination with nostalgia, which has shaped the history of comics and comics scholarship in the United States. Billy Batson’s America, with its cartoon villains and talking tigers, remains a living archive of childhood memories, so precious but elusive, as strange and mysterious as the boy’s first visit to the subway tunnel. Taking cues from Beck’s theories of art and from the growing field of memory studies, Captain Marvel and the Art of Nostalgia explains why we read comics and, more significantly, how we remember them and the America that dreamed them up in the first place.

A Brief History of Comic Book Movies

A Brief History of Comic Book Movies

Wheeler Winston Dixon und Richard Graham
Springer
118 Seiten
ISBN 978-3-319-47183-9 (Hardcover)
~€ 53,49
Dezember 2016

Verlagsseite
A Brief History of Comic Book Movies traces the meteoric rise of the hybrid art form of the comic book film. These films trace their origins back to the early 1940s, when the first Batman and Superman serials were made. The serials, and later television shows in the 1950s and 60s, were for the most part designed for children. But today, with the continuing rise of Comic-Con, they seem to be more a part of the mainstream than ever, appealing to adults as well as younger fans. This book examines comic book movies from the past and present, exploring how these films shaped American culture from the post-World War II era to the present day, and how they adapted to the changing tastes and mores of succeeding generations.