Publikationen

Die ComFor veranstaltet seit 2006 jährliche Wissenschaftstagungen zu wechselnden Themen und publiziert entsprechende Tagungsbände und Fachliteratur:

Desweiteren finden Sie in dieser Kategorie comicrelevante Publikationen unserer Mitglieder.

Publikationshinweis: Studien zur Geschichte des Comic

Studien zur Geschichte
des Comic

Bernd Dolle-Weinkauff, Dietrich Grünewald (Hgs.)

Ch. A. Bachmann Verlag
442 Seiten
zahlreichen, teils farbige Abbildungen
ISBN 978-3-96234-069-8
Verlagsseite

 

Kürzlich ist nun endlich auch der zweite Tagungsband erschienen, der auf die 10. ComFor Jahrestagung 2015 in Frankfurt zurückgeht. Nachdem der erste Tagungsband Beiträge zum Thema Geschichte im Comic: Befunde – Theorien – Erzählweisen (Hg. Bernd Dolle-Weinkauff, Ch. A. Bachmann Verlag, 2017) zusammenbrachte, widmet sich der zweite Band, herausgegeben von ComFor Ehrenmitgliedern Dietrich Grünewald und Bernd Dolle-Weinkauff, den Studien zur Geschichte des Comics.

„Die hier versammelten Studien zur Geschichte des Comic umfassen unterschiedliche Facetten historisch orientierter Comic-Forschung im weitesten Sinn. Neben Überblicksdarstellungen zu Epochen und längeren Zeiträumen finden sich Beiträge zu einzelnen Autorinnen und Autoren, Werken und Serien. Untersuchungen zu Frühformen haben ihren Platz neben Längsschnitten durch Entwicklungen der jüngsten Zeit. Gattungsent­wicklungen, Thematiken, Medien und Märkte sowie Schnittstellen der sequenziellen Bildgeschichte zu anderen Formen des erzählenden Bildes werden ebenso diskutiert wie Vermarktungsweisen und dezidiert antikommerzielle Tendenzen sowie Positionen der historischen Comic-Forschung selbst.
Die Beiträge bieten sowohl Neuentdeckungen von Werken und Details der Geschichte des Comic, wie die Herstellung von historischen Zusammenhängen. Sie geben Einblicke in neuere Comic-Kulturen – auch osteuropäischer und fernöstlicher Länder – und deren Bezüge zu internationalen Entwicklungen. Der Band bietet Ansichten einer zunehmend vielgestaltigen Welt der Grafischen Literatur, innerhalb derer einige der bislang aus der Sicht der westeuropäischen und US-amerikanischen Forschung eher randständigen Gebiete gegenüber den Zentren hervortreten.“

Inhalt:

  • Dietrich GRÜNEWALD: „Zur Frühgeschichte des Comic:
    Von der Illustrationsfolge zur autonomen Bildgeschichte“
  • Bernd DOLLE-WEINKAUFF: „Zur Vor- und Frühgeschichte der sequenziellen Bilderzählung in Deutschland 1835–1860“
  • Christian A. BACHMANN: „Transatlantische Motivwanderungen am Beispiel von Traumdarstellungen:Ein Beitrag zur Thematologie des frühen Comics“
  • Benedikt BREBECK: „Beiträge deutscher Zeichner zur Entwicklung des frühen Comic Strip in den USA“
  • Michael F. SCHOLZ: „‚Comics and Their Creators‘ (1942) -Zu den Anfängen der amerikanischen Comicforschung“
  • Nicolas SCHILLINGER: „Grenzen des Zeichenbaren: Geschichte und Comic in China nach 1949“
  • Jessica BAUWENS-SUGIMOTO: „A Short Overview of the History of Japanese Boys’ Love and Yaoi Manga“
  • Marie SCHRÖER: „Autobiografie im Comic: Geschichte/n, Varianten, Potentiale“
  • Véronique SINA: „‚It Ain’t Me Babe …‘:Zur Geschichte und Entwicklung feministischer Comics“
  • Nina MAHRT: „Mit allen Mitteln: Kriegsreportagen als Comics“
  • Hartmut BECKER: „Werbecomics der 1950er-Jahre: Eine Revue der Konsumwelten der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft“
  • Guido WEISSHAHN: „182 Variationen über ein Thema:Die Comicserie Knote und Karli als Beispiel für Zeitungscomics in der DDR“
  • Anna STEMMANN: „‚Der Schrecken, der die Nacht durchflattert‘:Darkwing Duck als Superheldenparodie“
  • Elizabeth ‚Biz‘ NIJDAM: „From Posters to Panels and Panels to Posters: Fluidity of Form in Feuchtenberger’s Comics and Graphic Art“
  • Arno METELING: „Der Vertigo-Effekt: Melancholie, Horror und Britishness in US-amerikanischen Comics um 2000“
  • Kalina KUPCZYNSKA: „Geschichte des autobiografischen Comics in Polen“
  • Brett E. STERLING: „Jenseits des Mainstreams: Zur Entwicklung der deutschsprachigen Comic-Produktion und ihrer avantgardistischen Strömungen seit 1980“
  • Lehel SATA: „Tendenzen im ungarischen Comic nach der Jahrtausendwende: Themen, Gestaltungstechniken, Wirkung“
  • Marco PELLITTERI: „Abriss einer Geschichte der Etablierung des Manga-Markts in ausgewählten europäischen Ländern“

Mitgliederbibliografie 2020 & 2021

Um einen Überblick über die Forschungsarbeit der Mitglieder der Gesellschaft für Comicforschung zu geben, tragen wir ab sofort einmal jährlich eine Bibliografie mit Monografien und Sammelbänden von ComFor Mitgliedern zusammen. Da die Bibliografie in diesem Beitrag erstmalig veröffentlicht wird, sind auch vereinzelte Einträge aus dem Vorjahr mit aufgelistet.

Sie haben Interesse daran, eine Rezension zu einem dieser Bände zu verfassen? Schreiben Sie eine Email an redaktion@comicgesellschaft.de und wir leiten Ihnen gerne Informationen zum Bezug von Rezensionsexemplaren der entsprechenden Publikation weiter. Rezensionen können auf unserer Website als Gastbeiträge der jeweiligen Verfasser_innen publiziert werden, auch Rezensionen von nicht-Mitgliedern!


Ahrens, Jörn (Hg.). Der Comic als Form: Bildsprache, Ästhetik, Narration. Ch. A. Bachmann, 2021.

Domsch, Sebastian, Dan Hassler-Forest und Dirk Vanderbeke (Hgs.). Handbook of Comics and Graphic Narratives. De Gruyter, 2021.

Eckhoff-Heindl, Nina, und Véronique Sina (Hgs.) Spaces Between: Gender, Diversity and Identity in Comics. Springer VS, 2020.

Etter, Lukas. Distinctive Styles and Authorship in Alternative Comics. De Gruyter, 2021.

Frahm, Ole, Hans-Joachim Hahn, Markus Streb (Hgs.). Beyond MAUS. The Legacy of Holocaust Comics. Böhlau 2021.

Giesa, Felix und Anna Stemmann (Hgs.). Comics & Archive. Ch. A. Bachmann, 2021.

Giesa, Felix, Markus Engelns und Ulrike Preußner (Hgs.). Comics in der Schule: Theorie und Unterrichtspraxis. Ch. A. Bachmann, 2021.

Grünewald, Dietrich. Abstrakt? Abstrakt! Abstraktion und Bildgeschichte. Ch. A. Bachmann, 2021.

Gundermann, Christine (Hg.). Zwischenräume: Geschlecht und Diversität in Comics. Ch. A. Bachmann, 2021.

Hausmanninger, Thomas. Religion als Kultur: Das Judentum und die jüdische Identität bei Joann Sfar. Ch. A. Bachmann, 2021.

Kupczyńska, Kalina, und Renata Makarska. Handbuch Polnische Comickulturen nach 1989. Ch. A. Bachmann, 2021.

Oppolzer, Markus. Reading Autobiographical Comics: A Framework for Educational Settings. Peter Lang, 2020. Open Access.

Palandt, Ralf (Hg.). Anne Frank im Comic. C.A. Bachmann, 2021.

Pohl-Otto, Karoline. Comics in Schule und Religionsunterricht: Vielfalt adressieren, Kompetenzen fördern, Unterricht verbessern. Vandenhoeck & Ruprecht, 2021.

Rauscher, Andreas, Daniel Stein, und Jan-Noël Thon (Hgs.). Comics and Videogames: From Hybrid Medialities to Transmedia Expansions. Routledge, 2021.

Stein, Daniel. Authorizing Superhero Comics: On the Evolution of a Popular Serial Genre. Ohio State University Press, 2021.

PUBLIKATION ZUR 13. COMFOR-JAHRESTAGUNG: „Zwischenräume: Geschlecht und Diversität in Comics“

Wir freuen uns sehr, nach dem bereits erschienenen Springer-Band Spaces Between: Gender, Diversity, and Identity in Comics (hg. Nina Eckhoff-Heindl and Véronique Sina) nun auch die Publikation des zweiten Tagungsbands zur 13. ComFor Jahrestagung zu verkünden, die im September 2018 in Köln stattfand. Unter Herausgeberschaft des ComFor-Mitglieds Christine Gundermann versammelt der Band unter dem Titel Zwischenräume: Geschlecht und Diversität in Comics einschlägige Beiträge zahlreicher Mitglieder und nicht-Mitglieder.

Zwischenräume: Geschlecht und Diversität in Comics

Christine Gundermann (Hg.)

Zwischenräume: Geschlecht und Diversität in Comics

Christian A. Bachmann Verlag, 2021

978-3-96234-057-5

 

Verlagsbeschreibung:

„Comics sind ein Spiegel der Gesellschaft – sie zeigen auf, wie diese von stereotypen Vorstellungen von Geschlecht und Diversität geprägt ist. Comickünstler:innen gehen aber auch weiter. Sie kritisieren diese Zustände und nutzen die medialen Besonderheiten des Comics, um neue Deutungen vorzustellen und damit letztlich auch einen Beitrag für eine gerechtere und inklusivere Gemeinschaft zu schaffen. Die Hybridität und Uneindeutigkeit des Mediums schafft hier »Zwischenräume«, denen die Auor:innen nachgehen. Die hier versammelten Beiträge zeigen anhand von Einzelanalysen und historischen Gesamtschauen, wie Comickünstler:innen Gender, Diversität und Identität problematisieren und wie dies gesellschaftlich rezipiert wird. Die Arbeitsbedingungen von Comicschaffenden werden dabei ebenso betrachtet wie die politische Dimension der Thematisierung von Geschlecht und Diversität im Comic. So zeigen die Beiträge gemeinsam die Stärke einer interdisziplinären Comicforschung auf.“ → zur Verlagsseite

Inhalt:

    • Christine Gundermann: „Zwischenräume – Geschlecht und Diversität im Comic: Eine Einleitung“
    • Anne Elizabeth Moore und Katharina Brandl: „Normen des Erfolgs: Die Rolle der Identität für Anerkennung in der Comic-Branche“
    • Sylvia Kesper-Biermann: „‚…daß das Fremde nicht fremd zu sein braucht‘: Comics im Sprachunterricht für bundesrepublikanische ‚Gastarbeiter‘ in den 1970er und 1980er Jahren“
    • Kalina Kupczynska: „BLUT oder: Gender und Nation im polnischen Comic“
    • Sophie Bürgi: „Frischluftsprays, philippinische Küche und feine Nasen: Die Macht des Geruchs bei Lynda Barry“
    • Priscilla Layne: „Diasporic Whiteness, Race and Representation in: Birgit Weyhe’s Graphic Novels“
    • Anna Beckmann: „Nicht-binär: Erzählstrategien der Veruneindeutigung in Comics“
    • Markus Pfalzgraf: „Bunte Rahmen, bunte Wände: Comichistorische Aspekte in der Ausstellung SuperQueeroes“

→ Zum Bericht der 13. ComFor Jahrestagung
→ Zur Übersicht aller ComFor Jahrestagungen
→ Zur Übersicht aller ComFor Tagungsbände

„Kann ein Kater Bar Mizwa machen? Comics als Zugang zu jüdischer Geschichte und Kultur“ als Podcast

Nachdem bereits im September die Vortragsreihe „Kann ein Kater Bar Mizwa machen? Comics als Zugang zu jüdischer Geschichte und Kultur“, des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit stattfand, sind nun einzelne der Vorträge online als Podcast nachzuhören – darunter auch die Beiträge von den Comfor-Mitgliedern Verónique Sina und Martin Frenzel:

 

Ursprüngliche Veranstaltungsankündigung:

Comics sind aus Kunst, (Pop)Kultur, Wissenschaft und Alltag nicht mehr wegzudenken. Die gezeichneten Geschichten haben auf der ganzen Welt eine vielfältige Entwicklung durchlaufen, bewegen sich zwischen allen Genregrenzen und erfinden sich immer wieder neu. Sie werden seit einigen Jahren auch immer häufiger in deutschen Museen ausgestellt, vom Feuilleton rezipiert und in der Folge von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen. Dennoch haftet Comics noch immer der Ruf an, Bilderbücher für Kinder und trivial zu sein, wodurch das Grenzen sprengende Potenzial, das in ihnen steckt, nicht erkannt wird. Daher möchte der Deutsche Koordinierungsrat (DKR) anlässlich seines Jahresthemas 2021 „… zu Eurem Gedächtnis: Visual History“ über dieses besondere visuelle Medium und seine Möglichkeiten aufklären.

Ausgewiesene Referent*innen beleuchten in einer fünfteiligen Vortragsreihe, wie Comics vielfältige Zugänge zu jüdischer Geschichte und Kultur eröffnen und decken dabei zahlreiche Themenfelder ab. Wie werden im Comic jüdische Identitäten inszeniert und verhandelt? Wie verarbeitete Will Eisner, der „Graphic Novel Godfather“, in seinen Comics jüdische Aspekte und den Antisemitismus? Wie setzten und setzen sich Comickünstler*innen mit der Schoa auseinander und was können wir daraus heute lernen? In welcher Art und Weise lernen wir das sefardische Judentum Algeriens in den Comic-Alben „Die Katze des Rabbiners“ von Joann Sfar kennen? Und schließlich: Wie und mit welchem Erfolg werden Comics in der gegenwärtigen Bildungsarbeit eingesetzt, z. B. an Universitäten oder in KZ-Gedenkstätten? Ermöglichen Comics, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten, so wie es Filme und Literatur tun?

Weitere Beiträge zum Thema finden sich auf dem Soundcloud-Account des DKR.

Publikationshinweis: Authorship in Comics Journalism

Die ComFor freut sich, die Publikation der Dissertation unseres Mitglieds Laura Schlichting ankündigen zu dürfen.

Hier eine Kurzbeschreibung:

„What is Comics Journalism,’ and ‘Why is the author not dead at all?’ Because literature and journalism deal differently with “authorship” and “author,” this work renegotiates these concepts. It analyzes the author’s importance in comics journalism, especially concerning the verification and authentication of the production process. This study gives a broad and extensive overview of the various forms of contemporary comics journalism, and argues that authorship in comics journalism can only be adequately understood by considering the author both on the textual and extratextual level. By combining comics analyses with cultural, sociological, and literary studies approaches, this study introduces the ‘comics journalistic pact,’ which is an invisible agreement between author and reader, addressing issues of narration (‘voice’), testimony (‘face’), and journalistic engagement (‘hands’). It categorizes comics journalism as a borderline genre between literature, culture, art, and journalism due to its interdisciplinary nature.“

Die Dissertation ist Anfang August 2021 auf 391 Seiten im UVK Verlag erschienen.

Weitere Informationen zur Publikation finden Sie hier.

Publikationshinweis: Beyond MAUS. The Legacy of Holocaust Comics

In der Reihe Schriften des Centrums für Jüdische Studien bei Böhlau erschien kürzlich der Band Beyond MAUS. The Legacy of Holocaust Comics. Der von den Comfor-Mitgliedern Ole Frahm und Markus Streb sowie Hans-Joachim Hahn herausgegebene Band versammelt Beiträge zum umfrangreichen Korpus von Bildmedien und Comics, die sich – in vielfältiger Weise – auf den Holocaust beziehen.

 

Beyond MAUS.

The Legacy of Holocaust Comics
Ole Frahm, Markus Streb, Hans-Joachim Hahn (Hrsg.)

Englisch,
420 Seiten
978-3-205-21065-8
44,99€

Der Band ist als gedrucktes Buch sowie eBook verfügbar.

 

 

 

Verlagstext:

Beyond MAUS. The Legacy of Holocaust Comics collects 16 contributions that shed new light on the representation of the Holocaust. While MAUS by Art Spiegelman has changed the perspectives, other comics and series of drawings, some produced while the Holocaust happened, are often not recognised by a wider public. A plethora of works still waits to be discovered, like early caricatures and comics referring to the extermination of the Jews, graphic series by survivors or horror stories from 1950s comic books. The volume provides overviews about the depictions of Jews as animals, the representation of prisoner societies in comics as well as in depth studies about distorted traces of the Holocaust in Hergé’s Tintin and in Spirou, the Holocaust in Mangas, and Holocaust comics in Poland and Israel, recent graphic novels and the use of these comics in schools. With contributions from different disciplines, the volume also grants new perspectives on comic scholarship.

 

Weitere Informationen finden sich auf der Verlagsseite.

Publikationshinweis: Handbuch Polnische Comickulturen nach 1989

  Die beiden ComFor Mitglieder Kalina KUPCZYNSKA, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Literatur und Kultur Deutschlands, Österreichs und der Schweiz der Universität Lódz, Polen, und Renata MAKARSKA, Professorin für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft  Polnisch) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz,  Germersheim, bringen nun im Ch. A. Bachmann Verlag im Bereich der Comicforschung einen Band zu Comickulturen in Polen nach 1989 heraus.

Verlagstext:

Erst im 21. Jahrhundert wird der Comic in Polen wirklich als die „neunte Kunst“ wahrgenommen. Diese verspätete Erkenntnis hängt vor allem mit der eigenartigen Entwicklung des Mediums in der Zeit der Volksrepublik Polen zusammen: Es unterlag den staatlichen Zwängen und diente der Unterhaltung und Propaganda zugleich. Ein Austausch mit Comickünstler*innen weltweit war nicht möglich, die ausländischen Produktionen – von der Zensur als Inbegriff des „imperialistischen Westens“ betrachtet – waren im Land kaum erhältlich. Mit der politischen Wende 1989 hat sich die Situation radikal verändert: Nach der anfänglichen Krise des Mediums und der Neustrukturierung des Comicmarktes kam es schließlich nach 2000 zu einem wahren Comic-Boom, der bis heute andauert.

Über diese Entwicklungen berichtet das HANDBUCH POLNISCHE COMICKULTUREN NACH 1989 und gibt den deutschen Lesenden einen Überblick über die mannigfaltige Comickunst in Polen heute: über neue Genres, bevorzugte Themen und wichtigste Comicschaffende sowie ihre Arbeiten.

Daten zur Publikation:
  • Halbleinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen
  • 390 Seiten
  • mit zahlreichen, größtenteils farbigen Abbildungen
  • ISBN 978-3-96234-053-7

Weitere Informationen auf der Seite des Verlags finden Sie hier.

Das genaue Inhaltsverzeichnis des Bandes können Sie hier einsehen.

 

Der Band ist nun bestellbar.

Publikationshinweis: Handbook of Comics and Graphic Narratives

Mit dem heutigen Post kündigen wir eine Publikation an, die das Potenzial hat, schnell zu einem Standardwerk der Comicforschung zu werden: Das im De Gruyter Verlag erscheinende Handbook of Comics and Graphic Narratives. Herausgegeben von Sebastian Domsch, Dan Hassler-Forest und ComFor Mitglied Dirk Vanderbeke, vereint dieses bislang einzigartige Handbuch auf über 600 Seiten zahlreiche Forschungsansätze, historische Kontexte und Close Readings, die das Gebiet der Comicforschung in großer Breite abdecken und aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten. Wir freuen uns besonders, dass unter den Beiträger_innen auch zahlreiche ComFor Mitglieder_ vertreten sind.

Zur Verlagswebsite

Ankündigungstext des Verlags:

„Whether one describes them as sequential art, graphic narratives or graphic novels, comics have become a vital part of contemporary culture. Their range of expression contains a tremendous variety of forms, genres and modes − from high to low, from serial entertainment for children to complex works of art. This has led to a growing interest in comics as a field of scholarly analysis, as comics studies has established itself as a major branch of criticism. This handbook combines a systematic survey of theories and concepts developed in the field alongside an overview of the most important contexts and themes and a wealth of close readings of seminal works and authors. It will prove to be an indispensable handbook for a large readership, ranging from researchers and instructors to students and anyone else with a general interest in this fascinating medium.“

Inhalt:

Introduction

  • Sebastian Domsch, Dirk Vanderbeke, Dan Hassler-Forest: „Comics Studies: Survey of the Field“

Part I: Systematic Aspects

Part II: Contexts and Themes

  • Stephan Packard: „Politics“
  • Dan Hassler-Forest: „World-Building“
  • Astrid Böger: „Life Writing“
  • Anna Oleszczuk: „Gender“
  • Kay Sohini: „Queerness“
  • Heike Elisabeth Jüngst: „Science Comics“
  • Sandra Heinen: „Postcolonial Perspectives“
  • Marie Vanderbeke: „DocuComics in the Classroom“
  • Dan Hassler-Forest: „Superheroes – Historical Overview“
  • Matt Yockey: „Superheroes – The Golden Age: Batman“
  • Matt Boyd Smith: „Superheroes – The Silver Age: Nick Fury“
  • William Proctor: „Superheroes – The Dark Age: Superheroes in the 1980s“

Part III: Close Readings

  • Christina Meyer: „Richard F. Outcault: The Yellow Kid
  • Corey Creekmur: „George Herriman: Krazy Kat
  • Sebastian Domsch: „Winsor McCay: Little Nemo in Slumberland
  • Eric Hoffman: „Dave Sim: Cerebus
  • Martin Lund: „Will Eisner: A Contract with God
  • Dawn Stobbart: „Raymond Briggs: When the Wind Blows
  • Joanne Pettitt: „Art Spiegelman: Maus
  • Nicola Glaubitz: „Robert Crumb“
  • Monika Pietrzak-Franger: „Alan Moore: From Hell
  • Evan Hayles Gledhill: „Neil Gaiman: The Sandman
  • Erin La Cour: „Alison Bechdel: Dykes to Watch Out For
  • Gerry Canavan: „Chris Ware: Jimmy Corrigan – The Smartest Kid on Earth
  • Erik Grayson: „Daniel Clowes: Ghost World
  • Luisa Menzel: „Martin Rowson: The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman
  • Harriet Earle: „Marjane Satrapi: Persepolis
  • Oliver Moisich: „Grant Morrison: Flex Mentallo

Publikationshinweis: Anne Frank im Comic

In der Rubrik Comicforschung des Christian A. Bachmann Verlags gibt es eine interessante Neuerscheinung, auf die wir in diesem Post hinweisen möchten: Der neue Sammelband Anne Frank im Comic. Unter Herausgeberschaft von ComFor-Mitglied Ralf Palandt vereint dieser Band Beträge der ComFor-Mitglieder Ole Frahm, Christine Gundermann, Markus Streb und des Herausgebers Palandt sowie von Christian A. Bachmann und Christine Rödel.

Ankündigungstext des Verlags:

„Anne Frank ist ein internationales Symbol gegen das unmensch­liche Verbrechen des Holocausts, und mehr noch, gegen Völkermorde auf der ganzen Welt. Anne Frank starb vor rund 75 Jahren, im März 1945, im ­Konzentrationslager Bergen-Belsen. Und doch hat sie durch ihr veröffentlichtes Tagebuch ‚überlebt‘. Die UNESCO hat es in das Weltdokumentenerbe aufgenommen. Ihr Leben und ihr Werk wurden vielfach von Theater, Film, Literatur und Musik aufge­griffen und bearbeitet, was wiederum zu wissenschaftlichen Betrachtungen der Adaptionen führte. Zum ersten Mal widmet sich jetzt ein eigener Sammelband den zahlreichen Comics aus aller Welt über Anne Franks Leben und ihr Tagebuch. Im interdisziplinären Rahmen beleuchten die Autor*innen anhand ihrer unterschied­lichen Fragestellungen die Veröffentlichungen. Der Manga-Boom in Japan und die Darstellung der Täter sind dabei nur zwei der Themen.“

Weitere Informationen sowie die Bestellmöglichkeit sind auf der Verlagswebsite zu finden.

Publikationshinweis und Reihenstart

Unser heutiger Beitrag ist eine doppelte Ankündigung: Einerseits möchten wir auf Lia Roxana Donadons neu erschienene Monografie zu Quinos argentinischem Kult-Comicstrip Mafalda hinweisen, die andererseits auch den ersten Band der just gestarteten Reihe SieGN (Siegen Research in Graphic Narrative) bildet. Die Reihe wird von ComFor-Mirglied Daniel Stein herausgegeben; nähere Informationen zu der Reihe finden sich auf der Website des Universitätsverlags Siegen.

Donadons Publikation, die nicht nur als Printversion erhältlich ist sondern auf die auch als Open Access Publikation über den Server der Siegener Universitätsbibliothek zugegriffen werden kann, ist die erste deutschsprachige Monografie, die sich in voller Länge mit Quinos Mafalda beschäftigt.

Mafalda: Quinos Comicstrip als Gesellschaftskritik im Argentinien der 1960er und 70er Jahre

SieGN – Siegen Research in Graphic Narrative, Bd. 1

Lia Roxana Donadon

Universitätsverlag Siegen, ,2021
156 Seiten, zahlreiche Abbildungen
zur Verlagsseite

„Die bis heute andauernde kulturhistorische Relevanz von Quinos Mafalda-Kosmos ist in der internationalen Forschung bislang nur teilweise aufgearbeitet worden. Das Buch trägt daher zur Schließung dieser Forschungslücke bei, indem es Mafalda akribisch in seiner Zeit verortet und Quinos kreativkritischen Blick auf das Argentinien der 1960er und 70er Jahre mit viel Empathie und Gusto untersucht.“